Bahnhof Rickenbach-Attikon: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Dorfzentrum von Rickenbach liegt rund zwei Kilometer nordwestlich des Bahnhofs. Es wird durch die Postautolinie 615 mit der Bahnstation verbunden. Sulz ist über die Stationsstrasse, die Mottlistrasse und lokale Fuss- und Velowege erreichbar. Attikon wird hauptsächlich über die Attikerstrasse erschlossen.
Das Dorfzentrum von Rickenbach liegt rund zwei Kilometer nordwestlich des Bahnhofs. Es wird durch die Postautolinie 615 mit der Bahnstation verbunden. Sulz ist über die Stationsstrasse, die Mottlistrasse und lokale Fuss- und Velowege erreichbar. Attikon wird hauptsächlich über die Attikerstrasse erschlossen.


Unmittelbar südlich des Bahnhofs befinden sich die Hauptstrasse zwischen Winterthur und Frauenfeld sowie der Autobahnanschluss Attikon an die [[Autobahn A1 (Schweiz)|Autobahn A1]]. Die Lage an Bahn, Hauptstrasse und Autobahn macht das Gebiet zu einem bedeutenden regionalen Verkehrspunkt.
Unmittelbar südlich des Bahnhofs befinden sich die Hauptstrasse zwischen Winterthur und Frauenfeld sowie der Autobahnanschluss Attikon an die [[Autobahn A1]]. Die Lage an Bahn, Hauptstrasse und Autobahn macht das Gebiet zu einem bedeutenden regionalen Verkehrspunkt.


Die Umgebung des Bahnhofs ist durch Wohnbauten, Landwirtschaftsflächen, kleinere Gewerbebetriebe und Verkehrsanlagen geprägt. In den vergangenen Jahrzehnten entstanden insbesondere in Sulz und Attikon neue Wohnquartiere, deren Bewohnerinnen und Bewohner den Bahnhof für den Pendlerverkehr nach Winterthur, Frauenfeld und Zürich nutzen.
Die Umgebung des Bahnhofs ist durch Wohnbauten, Landwirtschaftsflächen, kleinere Gewerbebetriebe und Verkehrsanlagen geprägt. In den vergangenen Jahrzehnten entstanden insbesondere in Sulz und Attikon neue Wohnquartiere, deren Bewohnerinnen und Bewohner den Bahnhof für den Pendlerverkehr nach Winterthur, Frauenfeld und Zürich nutzen.

Aktuelle Version vom 4. August 2026, 22:42 Uhr

Bahnhof Rickenbach-Attikon
Bahnhof Rickenbach-Attikon
Name Rickenbach-Attikon
Typ Bahnhof
Lage Zwischenbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Gemeinde Rickenbach ZH
Ortsteil Sulz
Bezirk Winterthur
Kanton Zürich
Bahnstrecke Thurtallinie
Eigentümer Schweizerische Bundesbahnen
Betreiber Schweizerische Bundesbahnen
Abkürzung RIK
IBNR 8506018
Bahnsteiggleise 2
Bahnsteige 2 Seitenperrons
Höhe 472 m ü. M.
Eröffnung 15. Oktober 1907
Frühere Bezeichnung Attikon
Verkehrsverbund Zürcher Verkehrsverbund
Tarifzone 163
Koordinaten 47° 32′ 7″ N, 8° 47′ 21″ O

Der Bahnhof Rickenbach-Attikon ist ein Bahnhof in der politischen Gemeinde Rickenbach ZH im Bezirk Winterthur des Kantons Zürich. Er befindet sich südlich des Ortsteils Sulz in unmittelbarer Nähe des zur Nachbargemeinde Wiesendangen gehörenden Dorfes Attikon.

Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Winterthur–Romanshorn, die auch als Thurtallinie bezeichnet wird, zwischen den Bahnhöfen Wiesendangen und Islikon. Er wird von den Linien S24 und S30 bedient. Dadurch bestehen direkte Verbindungen nach Winterthur, Frauenfeld, Weinfelden, Zürich Flughafen, Zürich Hauptbahnhof und Zug.

Auf dem Bahnhofplatz beginnt die Postautolinie 615 nach Rickenbach, Ellikon an der Thur und Altikon. In den Wochenendnächten wird das Gebiet zusätzlich durch die Nachtbuslinie N61 erschlossen.

Die 1907 eröffnete Station trug ursprünglich nur den Namen Attikon. Seit 1936 lautet ihre Bezeichnung Rickenbach-Attikon. Der Bau des Bahnhofs hatte erheblichen Einfluss auf die Entwicklung von Sulz und dessen spätere Eingemeindung nach Rickenbach.

Lage

Der Bahnhof befindet sich am südlichen Rand des Siedlungsgebiets von Sulz. Das Bahnhofareal gehört vollständig zur Gemeinde Rickenbach, liegt jedoch nur wenige hundert Meter westlich von Attikon. Der Doppelname weist auf die Lage zwischen den beiden Ortschaften und auf das gemeinsame Einzugsgebiet der Station hin.

Die Bahnstrecke verläuft im Bahnhof ungefähr von Südwesten nach Nordosten. In Richtung Winterthur führt sie über Wiesendangen und Oberwinterthur. Östlich des Bahnhofs verläuft sie über Islikon und Frauenfeld durch das Thurtal nach Weinfelden und Romanshorn.

Das Dorfzentrum von Rickenbach liegt rund zwei Kilometer nordwestlich des Bahnhofs. Es wird durch die Postautolinie 615 mit der Bahnstation verbunden. Sulz ist über die Stationsstrasse, die Mottlistrasse und lokale Fuss- und Velowege erreichbar. Attikon wird hauptsächlich über die Attikerstrasse erschlossen.

Unmittelbar südlich des Bahnhofs befinden sich die Hauptstrasse zwischen Winterthur und Frauenfeld sowie der Autobahnanschluss Attikon an die Autobahn A1. Die Lage an Bahn, Hauptstrasse und Autobahn macht das Gebiet zu einem bedeutenden regionalen Verkehrspunkt.

Die Umgebung des Bahnhofs ist durch Wohnbauten, Landwirtschaftsflächen, kleinere Gewerbebetriebe und Verkehrsanlagen geprägt. In den vergangenen Jahrzehnten entstanden insbesondere in Sulz und Attikon neue Wohnquartiere, deren Bewohnerinnen und Bewohner den Bahnhof für den Pendlerverkehr nach Winterthur, Frauenfeld und Zürich nutzen.

Name

Der Bahnhof wurde bei seiner Eröffnung als Attikon bezeichnet. Namensgeber war das nahe gelegene Dorf Attikon, das heute zur politischen Gemeinde Wiesendangen gehört. Die Station selbst befand sich jedoch auf dem Gebiet des damaligen Gemeindeteils Sulz.

Am 1. Januar 1934 wurde Sulz aus der politischen Gemeinde Dinhard herausgelöst und in die Gemeinde Rickenbach eingegliedert. Die wirtschaftliche und verkehrliche Ausrichtung von Sulz auf Rickenbach hatte sich seit der Eröffnung des Bahnhofs verstärkt.[1]

Im Jahr 1936 erhielt der Bahnhof die heutige Bezeichnung Rickenbach-Attikon. Der Doppelname macht deutlich, dass die Station sowohl die Gemeinde Rickenbach mit dem Ortsteil Sulz als auch das benachbarte Attikon erschliesst.[2]

Die Bezeichnung Rickenbach-Attikon wird auch als postalische Ortsangabe verwendet. Die Postleitzahl 8544 trägt den Namen Rickenbach-Attikon und umfasst hauptsächlich Sulz sowie verschiedene Gebiete in der Umgebung des Bahnhofs.

Geschichte

Thurtallinie

Die Eisenbahnstrecke zwischen Winterthur und Romanshorn wurde 1855 durch die Schweizerische Nordostbahn eröffnet. Sie verband das aufstrebende Industriezentrum Winterthur mit Frauenfeld, Weinfelden, dem Bodensee und den dort anschliessenden Schifffahrts- und Bahnverbindungen.

Die Strecke führte von Anfang an durch das Gebiet zwischen Sulz und Attikon. Eine eigene Bahnstation bestand dort zunächst jedoch nicht. Die Züge fuhren während mehr als fünf Jahrzehnten ohne Halt zwischen Wiesendangen und Islikon.

Für die Einwohnerinnen und Einwohner von Rickenbach, Sulz und Attikon waren die Bahnhöfe Wiesendangen und Islikon die nächstgelegenen Zugangsstellen zur Eisenbahn. Der Weg dorthin war insbesondere für den Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse und anderer Waren umständlich.

In der Region wurden deshalb wiederholt verschiedene Eisenbahnprojekte diskutiert. Um 1873 bestand unter anderem die Idee einer Strecke von Oberwinterthur über Rickenbach und Altikon nach Neunforn. Dieses Projekt wurde nicht verwirklicht.[1]

Nach der Verstaatlichung der Nordostbahn ging die Thurtallinie 1902 in den Besitz der neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen über.

Bau der Station

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bauten die SBB die Strecke zwischen Oberwinterthur und Romanshorn auf Doppelspur aus. Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten wurde zwischen Wiesendangen und Islikon eine zusätzliche Station errichtet.[3]

Die Gemeinde Rickenbach setzte sich intensiv für die neue Bahnstation ein und musste beträchtliche finanzielle Beiträge leisten. Für die Anlage der Gleise, Zufahrten und Hochbauten wurde auch Land im gemeindeeigenen Auwald benötigt. Nach der Gemeindegeschichte musste dafür ein Teil des dortigen Eichenbestands gefällt werden.[1]

Am 15. Oktober 1907 wurde die neue Station unter dem Namen Attikon eröffnet. Sie entstand gleichzeitig mit dem Doppelspurausbau dieses Abschnitts der Thurtallinie.

Das Stationsgebäude umfasste Diensträume, einen Billettschalter, einen Wartesaal und Wohnungen für Bahnpersonal. Ein angebauter Güterschuppen diente dem Umschlag und der Lagerung von Waren. Zur Anlage gehörten ausserdem Nebengleise, Laderampen und Einrichtungen für den örtlichen Güterverkehr.

Bedeutung für Sulz und Rickenbach

Der Bahnhof verbesserte die Erreichbarkeit von Sulz, Rickenbach und Attikon wesentlich. Landwirtschaftliche Produkte, Vieh, Holz, Brennstoffe und Baumaterialien konnten nun direkt vor Ort verladen oder empfangen werden.

Für die Bevölkerung wurden die Arbeitsplätze und Schulen in Winterthur und Frauenfeld leichter erreichbar. Der Bahnanschluss förderte damit bereits früh die Entwicklung des Pendlerverkehrs.

Besonders stark wirkte sich die Station auf Sulz aus. Der Ortsteil gehörte damals politisch noch zu Dinhard, war durch den Bahnhof aber zunehmend wirtschaftlich und gesellschaftlich nach Rickenbach ausgerichtet. Auch schulische Fragen verstärkten die Beziehungen zwischen Sulz und Rickenbach.

Am 1. Januar 1934 wurde Sulz nach Rickenbach eingemeindet. Die Gemeinde bezeichnet die Eingemeindung als einen Markstein ihrer Geschichte und weist ausdrücklich auf die Bedeutung der 1907 eröffneten Station für diese Entwicklung hin.[1]

Seit den späten 1950er Jahren entstanden in Sulz ausgedehnte neue Wohnsiedlungen. Der Bahnhof trug dazu bei, dass sich die ehemals landwirtschaftlich geprägte Gemeinde zu einem Wohnort im Einzugsgebiet von Winterthur und Frauenfeld entwickelte.

Elektrifizierung

Die Thurtallinie wurde 1928 elektrifiziert. Auf dem Abschnitt Winterthur–Romanshorn begann der elektrische Betrieb im Mai 1928. Die Strecke wird seither mit dem bei den SBB üblichen Wechselstromsystem von 15 Kilovolt und 16,7 Hertz betrieben.

Die Elektrifizierung ermöglichte den Einsatz leistungsfähigerer und wirtschaftlicherer Fahrzeuge. Die zuvor von Dampflokomotiven geführten Züge wurden durch elektrische Lokomotiven und Triebwagen ersetzt. Dadurch konnten die Fahrzeiten verkürzt und das Angebot schrittweise ausgebaut werden.

Im Bahnhof Rickenbach-Attikon wurden Fahrleitungsmasten, Drähte, Schaltanlagen und weitere technische Einrichtungen errichtet. Die mechanischen Stellwerks- und Sicherungsanlagen blieben zunächst bestehen und wurden erst später durch elektrische Systeme ersetzt.

Stellwerke und Bahnbetrieb

Rickenbach-Attikon war ursprünglich ein mit Personal besetzter Bahnhof. Der örtliche Stationsvorstand beziehungsweise Fahrdienstleiter bediente die Signale und Weichen und überwachte die Zugfahrten.

Die Station besass ein mechanisches Stellwerk. Das Stationsgebäude verfügte zeitweise über ein sogenanntes Freiluftstellwerk unter dem Dach, von dem aus der Bahnbetrieb beobachtet und gesteuert werden konnte.[4]

Mit der Modernisierung der Thurtallinie wurden die mechanischen Anlagen durch elektrische Stellwerke ersetzt. Die Steuerung des Bahnhofs erfolgt heute aus einer zentralen Betriebsstelle. Eine dauernde örtliche Besetzung für die Zugleitung ist nicht mehr erforderlich.

Die Strecke wird neben den haltenden S-Bahn-Zügen von Fernverkehrs-, Güter- und Dienstzügen genutzt. Rickenbach-Attikon liegt damit an einer der bedeutenden Ost-West-Verbindungen zwischen Zürich, Winterthur, dem Kanton Thurgau und dem Bodenseeraum.

Rückgang des Güterverkehrs

Der Bahnhof besass während eines grossen Teils des 20. Jahrhunderts Einrichtungen für den lokalen Güterverkehr. Landwirtschaftliche Betriebe und Gewerbeunternehmen aus der Umgebung nutzten die Station für die Anlieferung und den Versand von Waren.

Mit der zunehmenden Verlagerung des Güterverkehrs auf Lastwagen verlor der örtliche Warenumschlag an Bedeutung. Der bediente Güterverkehr wurde schrittweise eingestellt, und verschiedene Nebengleise sowie Ladeanlagen wurden entfernt oder nur noch für betriebliche Zwecke verwendet.

Der historische Güterschuppen blieb als Teil des Bahnhofensembles erhalten. Das Aufnahmegebäude wird heute nur noch teilweise für bahnbezogene Aufgaben genutzt.

S-Bahn Zürich

Mit der Eröffnung der S-Bahn Zürich am 27. Mai 1990 wurde der Bahnhof Rickenbach-Attikon in das Netz des Zürcher Verkehrsverbundes integriert. Die bisherigen Regionalzüge erhielten Liniennummern und wurden in einen systematischen Taktfahrplan eingebunden.

Die neuen durchgehenden Verbindungen verbesserten insbesondere die Erreichbarkeit von Winterthur, Zürich und dem Flughafen. Gleichzeitig blieb die Strecke in Richtung Frauenfeld und Weinfelden eine wichtige regionale Verkehrsachse.

Das S-Bahn-Angebot wurde in den folgenden Jahrzehnten mehrfach verändert und verdichtet. Heute halten die Linien S24 und S30 in Rickenbach-Attikon.

Hindernisfreier Ausbau

Die Anlagen des Bahnhofs wurden im frühen 21. Jahrhundert schrittweise modernisiert. Ein Schwerpunkt lag auf der Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes.

Die Perrons und ihre Zugänge wurden so angepasst, dass Reisende mit eingeschränkter Mobilität die Station grundsätzlich selbstständig und ohne Voranmeldung benutzen können. Davon profitieren auch Personen mit Kinderwagen, Rollatoren, Velos oder schwerem Gepäck.

Nach Angaben des Bundesamts für Verkehr gilt Rickenbach-Attikon als autonom und spontan benutzbarer Bahnhof.[5]

Die Perrons erhielten moderne Beleuchtung, taktile Sicherheitsmarkierungen, Wartebereiche und elektronische Fahrgastinformationen. Der Zugang zwischen den beiden Seiten der Gleisanlage erfolgt über eine Unterführung.

Erneuerung der Gleisanlagen 2025

Im Mai 2025 erneuerten die SBB Teile der Fahrbahn im Bahnhof Rickenbach-Attikon. Die Arbeiten umfassten unter anderem Weichen und mehrere Gleisabschnitte.

Für die Hauptarbeiten wurde die Strecke vom Abend des 23. Mai bis zum frühen Morgen des 26. Mai 2025 zeitweise gesperrt beziehungsweise nur eingeschränkt befahren. Es kam zu Zugausfällen, längeren Fahrzeiten und Ersatzverbindungen.[6]

Die Erneuerung diente dem langfristigen Erhalt der stark befahrenen Thurtallinie. Neben den S-Bahn-Zügen benutzen zahlreiche Fernverkehrs- und Güterzüge den Abschnitt durch Rickenbach-Attikon.

Bahnhofanlage

Der Bahnhof besitzt zwei durchgehende Bahnsteiggleise mit je einem Seitenperron. Die Gleise gehören zur durchgehend doppelspurigen und elektrifizierten Thurtallinie.

Das südliche beziehungsweise zum Aufnahmegebäude gelegene Perron ist direkt vom Bahnhofplatz erreichbar. Das gegenüberliegende Perron ist über eine Personenunterführung mit der Hauptseite des Bahnhofs verbunden.

Die Perrons verfügen über Wetterschutz, Sitzgelegenheiten, Beleuchtung, Fahrplaninformationen und elektronische Abfahrtsanzeigen. Taktile Linien markieren den sicheren Abstand zu den Gleisen.

Billette können an einem Automaten oder über digitale Vertriebskanäle gekauft werden. Ein bedienter SBB-Billettschalter besteht nicht mehr.

Das historische Aufnahmegebäude steht auf der Seite von Sulz. Es besitzt ein markantes Walmdach, farblich abgesetzte Gebäudekanten und einen angebauten Güterschuppen. Teile des Erdgeschosses werden kommerziell genutzt. Unter anderem befindet sich dort ein Blumengeschäft. Eine öffentliche Toilette ist ebenfalls vorhanden.[7]

Auf dem Bahnhofplatz liegen die Haltekanten der Postautos. Die Busanlage ermöglicht kurze Umsteigewege zwischen Bahn und Bus. Ausserdem bestehen Kurzzeitparkplätze sowie Zufahrten für den Individualverkehr.

Nach Angaben der SBB stehen 60 überdachte Veloabstellplätze zur Verfügung. Die P+Rail-Anlage umfasst 61 reguläre Parkplätze und zwei Behindertenparkplätze.[7]

Verkehr

S-Bahn

Im Jahresfahrplan 2026 wird Rickenbach-Attikon von den Linien S24 und S30 bedient.[8]

  • S24: Weinfelden – Frauenfeld – Islikon – Rickenbach-Attikon – Wiesendangen – Oberwinterthur – Winterthur – Kemptthal – Effretikon – Bassersdorf – Zürich Flughafen – Zürich Oerlikon – Zürich Hauptbahnhof – Zürich Enge – Thalwil – Horgen Oberdorf – Baar – Zug
  • S30: Winterthur – Oberwinterthur – Wiesendangen – Rickenbach-Attikon – Islikon – Frauenfeld – Felben-Wellhausen – Hüttlingen-Mettendorf – Müllheim-Wigoltingen – Märstetten – Weinfelden

Die S24 bietet eine umsteigefreie Verbindung über Winterthur und den Flughafen Zürich in die Stadt Zürich sowie weiter nach Thalwil, Baar und Zug.[9]

Die von Thurbo betriebene S30 übernimmt vor allem die regionale Erschliessung zwischen Winterthur, Frauenfeld und Weinfelden. Sie hält an sämtlichen Stationen des Abschnitts.[10]

Die Fahrt nach Winterthur dauert ungefähr zehn Minuten. Frauenfeld ist in rund sechs bis zehn Minuten und Weinfelden in weniger als einer halben Stunde erreichbar.

Fernverkehrszüge zwischen Zürich, Winterthur, Frauenfeld, Weinfelden, Kreuzlingen und Romanshorn durchfahren den Bahnhof in der Regel ohne Halt.

Busverkehr

Die Haltestelle Rickenbach-Attikon, Bahnhof befindet sich unmittelbar beim Aufnahmegebäude. Sie ist der Endpunkt der Postautolinie 615.

Die Linie verkehrt vom Bahnhof über Rickenbach Sulz, das Dorf Rickenbach und Ellikon an der Thur nach Altikon:

  • Linie 615: Rickenbach-Attikon, Bahnhof – Rickenbach Sulz, Sunnezirkel – Rickenbach Sulz, Mottlistrasse – Rickenbach ZH, Dorf – Ellikon an der Thur, Dorf – Altikon, Herten – Altikon, Brückenwaage

Die Buslinie bindet insbesondere den Hauptort Rickenbach an den Bahnhof an. Gleichzeitig erschliesst sie die Gemeinden Ellikon an der Thur und Altikon, die über keinen unmittelbar im Dorf gelegenen Bahnhof verfügen.[11]

Der Fahrplan ist auf die Bahnanschlüsse in Richtung Winterthur und Frauenfeld abgestimmt. Ein Teil der Kurse verkehrt nur zu bestimmten Tageszeiten oder an Schultagen.

Nachtverkehr

In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag wird Rickenbach-Attikon von der Nachtbuslinie N61 bedient.

Die Linie verkehrt als Rundkurs vom Bahnhof über Sulz, Rickenbach, Ellikon an der Thur, Altikon, Thalheim an der Thur, Dinhard und Bänk zurück nach Rickenbach-Attikon.[12]

Für die Benutzung des ZVV-Nachtnetzes genügt ein gültiger Fahrausweis für die durchfahrenen Tarifzonen. Ein besonderer Nachtzuschlag wird nicht erhoben.

Bedeutung

Der Bahnhof Rickenbach-Attikon ist der wichtigste Verkehrsknoten der Gemeinde Rickenbach. Er erschliesst den Ortsteil Sulz unmittelbar und verbindet den Hauptort über die Buslinie 615 mit dem regionalen Bahnnetz.

Auch für Attikon besitzt die Station grosse Bedeutung. Trotz ihrer Lage in der Nachbargemeinde Wiesendangen ist sie für einen Teil der Bevölkerung Attikons näher und besser erreichbar als der Bahnhof Wiesendangen.

Die direkten Bahnverbindungen nach Winterthur, Frauenfeld, Weinfelden, Zürich und Zug machen den Bahnhof besonders für Pendlerinnen und Pendler attraktiv. Winterthur und Frauenfeld sind in kurzer Fahrzeit erreichbar und bieten zahlreiche Arbeitsplätze, Schulen und weiterführende Verkehrsverbindungen.

Historisch hatte die Station erheblichen Einfluss auf die politische und räumliche Entwicklung der Gemeinde. Der Bahnanschluss verstärkte die Beziehungen zwischen Sulz und Rickenbach und trug zur Eingemeindung von Sulz im Jahr 1934 bei.

Die Lage in der Nähe der Autobahn A1 und der Hauptstrasse Winterthur–Frauenfeld verleiht dem Bahnhof zusätzlich eine regionale Park-and-Ride-Funktion. Die Veloabstellplätze, Busanschlüsse und Parkmöglichkeiten unterstützen die Kombination verschiedener Verkehrsmittel.

Siehe auch

Literatur

  • Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.
  • Gemeinde Rickenbach: Rickenbach – Geschichte und Gegenwart einer Zürcher Landgemeinde. Rickenbach.
  • Werner Stutz: Bahnhöfe der Schweiz – Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. Orell Füssli, Zürich 1983, ISBN 3-280-01405-0.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Geschichte der Gemeinde Rickenbach, Gemeinde Rickenbach ZH, abgerufen am 4. August 2026.
  2. Rickenbach (ZH), Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 4. August 2026.
  3. Rickenbach-Attikon, Gleispläne Schweiz, abgerufen am 4. August 2026.
  4. Rickenbach-Attikon – ehemaliges Stellwerk, Stellwerksdatenbank, abgerufen am 4. August 2026.
  5. Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes im öffentlichen Verkehr, Bundesamt für Verkehr, Standbericht 2024, abgerufen am 4. August 2026.
  6. Bauarbeiten Weinfelden–Kreuzlingen und Rickenbach–Attikon, Schweizerische Bundesbahnen, 15. April 2025, abgerufen am 4. August 2026.
  7. 7,0 7,1 Bahnhof Rickenbach-Attikon, Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 4. August 2026.
  8. Haltestellen- und Linienfahrpläne Rickenbach-Attikon, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  9. Linienfahrplan S24, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  10. Linienfahrplan S30 Winterthur–Weinfelden, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  11. Linienfahrplan 615 Altikon–Rickenbach-Attikon, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  12. Linienfahrplan N61, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.