Bahnhof Regensdorf-Watt: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: «{| class="wikitable float-right" style="float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;" ! colspan="2" | Bahnhof Regensdorf-Watt |- | '''Name''' | Regensdorf-Watt |- | '''Betriebsstellenart''' | Durchgangs- und Endbahnhof |- | '''Eröffnung''' | 15. Oktober 1877 |- | '''Gemeinde''' | Regensdorf |- | '''Ortsteil''' | zwischen Regensdorf und Watt |- | '''Bezirk''' | Dielsdorf |- | '''Kanton''' | Zürich |- | '''Eigentümerin''' | Schweizerische Bundesbahn…» |
|||
| Zeile 465: | Zeile 465: | ||
{{DEFAULTSORT:Regensdorf Watt}} | {{DEFAULTSORT:Regensdorf Watt}} | ||
[[Kategorie:Bahnhof im Kanton Zürich]] | [[Kategorie:Bahnhof im Kanton Zürich|Regensdorf-Watt]] | ||
[[Kategorie:Regensdorf]] | [[Kategorie:Regensdorf]] | ||
[[Kategorie:Furttal]] | [[Kategorie:Furttal]] | ||
Aktuelle Version vom 3. August 2026, 19:33 Uhr
| Bahnhof Regensdorf-Watt | |
|---|---|
| Name | Regensdorf-Watt |
| Betriebsstellenart | Durchgangs- und Endbahnhof |
| Eröffnung | 15. Oktober 1877 |
| Gemeinde | Regensdorf |
| Ortsteil | zwischen Regensdorf und Watt |
| Bezirk | Dielsdorf |
| Kanton | Zürich |
| Eigentümerin | Schweizerische Bundesbahnen |
| Betreiberin | Schweizerische Bundesbahnen |
| Bahnstrecke | Furttallinie |
| Abkürzung | REG |
| IBNR | 8503526 |
| Perrongleise | 3 |
| Spurweite | 1'435 mm |
| Stromsystem | 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom |
| Höhe | 441 m ü. M. |
| Tarifzone | ZVV-Zone 111 |
| S-Bahn-Linien | S6 und S21 |
| Nachtverkehr | SN6 und N45 |
| Koordinaten | 47° 26′ 11″ N, 8° 28′ 20″ O |
| Website | sbb.ch |
Der Bahnhof Regensdorf-Watt ist ein Bahnhof der Schweizerischen Bundesbahnen in der Gemeinde Regensdorf im Kanton Zürich. Er liegt an der Bahnstrecke Wettingen–Effretikon, die im Abschnitt zwischen Wettingen, dem Furttal und Zürich gewöhnlich als Furttallinie bezeichnet wird.
Der Bahnhof befindet sich zwischen den Siedlungsgebieten von Regensdorf und Watt. Er erschliesst neben den beiden Ortsteilen auch Adlikon, Dällikon, Dänikon, Hüttikon und das ausgedehnte Industrie- und Entwicklungsgebiet nördlich der Gleise. Im Personenverkehr wird er von den Linien S6 und S21 der S-Bahn Zürich sowie in den Wochenendnächten von der Nacht-S-Bahn SN6 bedient.[1]
Mehrere regionale Buslinien verbinden den Bahnhof mit dem Zentrum von Regensdorf, den umliegenden Gemeinden und den nordwestlichen Stadtquartieren von Zürich. Wegen der Entwicklung des Gebiets Bahnhof Nord soll Regensdorf-Watt in den kommenden Jahren zu einem wesentlich leistungsfähigeren Umsteigepunkt zwischen Bahn, Bus, Fuss- und Veloverkehr ausgebaut werden.[2]
Name
Der Doppelname Regensdorf-Watt verweist auf die beiden historischen Dörfer Regensdorf und Watt. Der Bahnhof liegt zwischen ihren älteren Siedlungskernen und diente von Anfang an beiden Ortschaften.
In Fahrplänen, Billettsystemen und den Stationsverzeichnissen der SBB wird der Name mit Bindestrich geschrieben. Die Bushaltestelle auf dem Bahnhofplatz trägt die Bezeichnung Regensdorf-Watt, Bahnhof.
Im örtlichen Sprachgebrauch wird teilweise nur vom Bahnhof Regensdorf gesprochen. Diese verkürzte Bezeichnung kann zu Verwechslungen führen, da der offizielle Stationsname seit der Eröffnung den Bezug zu Watt enthält.
Die betriebliche Abkürzung lautet REG. Die internationale Stationsnummer beziehungsweise IBNR ist 8503526.[3]
Lage
Der Bahnhof liegt im östlichen Teil des Furttals auf rund 441 m ü. M. Die Gleisanlagen verlaufen annähernd von Nordwesten nach Südosten.
Auf der südlichen Seite befinden sich das Aufnahmegebäude, die Stationsstrasse, die Hardrainstrasse und der bisherige Bushof. Von dort führen Strassen und Wege in Richtung Watt und zum Gemeindezentrum von Regensdorf.
Nördlich der Gleise liegen die Althardstrasse, der Ostring und das Entwicklungsgebiet Bahnhof Nord. Dieses Gebiet war während langer Zeit hauptsächlich durch Industrie-, Lager- und Gewerbebauten geprägt. Seit den 2010er-Jahren entstehen dort neue Wohn-, Geschäfts- und Dienstleistungsgebäude.
Die nächsten Bahnhöfe sind:
- Buchs-Dällikon in Richtung Wettingen und Baden;
- Zürich Affoltern in Richtung Zürich Oerlikon und Zürich Hauptbahnhof.
Die Fahrzeit nach Zürich Oerlikon beträgt mit der S-Bahn rund acht Minuten, nach Zürich Hauptbahnhof etwa 16 bis 18 Minuten. In der Gegenrichtung bestehen direkte Verbindungen nach Otelfingen, Würenlos, Wettingen und Baden.
Bedeutung für das Furttal
Regensdorf-Watt ist einer der wichtigsten Bahnhöfe im Furttal. Sein Einzugsgebiet umfasst eine stark wachsende Wohn- und Wirtschaftsregion zwischen Zürich, dem Limmattal und dem Zürcher Unterland.
Die Gemeinde Regensdorf besteht aus den Ortsteilen Regensdorf, Watt und Adlikon. Hinzu kommen zahlreiche Arbeitsplätze in den Gewerbe- und Industriegebieten Althard, Riedthof, Bahnhof Nord und entlang der Wehntalerstrasse.
Der Bahnhof dient insbesondere:
- Berufspendlerinnen und Berufspendlern in Richtung Zürich, Baden und Limmattal;
- Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden;
- Beschäftigten der Regensdorfer Industrie- und Dienstleistungsbetriebe;
- Einwohnerinnen und Einwohnern der umliegenden Gemeinden;
- Reisenden mit Anschluss an das regionale Busnetz;
- Besucherinnen und Besuchern der Justizvollzugsanstalt Pöschwies und weiterer kantonaler Einrichtungen.
Die Bahnverbindung ermöglicht eine schnelle Fahrt in die Stadt Zürich, ohne dass dafür das stark belastete Strassennetz über die Wehntalerstrasse oder die Nordumfahrung benutzt werden muss.
Geschichte
Schweizerische Nationalbahn
Der Bahnhof entstand als Teil der Strecke der Schweizerischen Nationalbahn. Diese plante eine Ost-West-Verbindung zwischen dem Bodenseeraum, Winterthur, dem Furttal, Baden und der Westschweiz.
Die neue Bahn sollte Zürich nördlich umfahren. Von Winterthur führte die Nationalbahn über Kloten, Seebach, Regensdorf-Watt und Wettingen weiter in Richtung Baden und Zofingen.
Das Projekt stand in direkter Konkurrenz zu den bestehenden Strecken der Schweizerischen Nordostbahn. Zahlreiche Gemeinden beteiligten sich finanziell an der Nationalbahn, weil sie sich einen direkten Anschluss an das schweizerische Eisenbahnnetz und wirtschaftliche Vorteile versprachen.
Der Abschnitt Wettingen–Regensdorf-Watt–Seebach–Kloten–Effretikon wurde am 15. Oktober 1877 eröffnet. Am selben Tag nahm auch der Bahnhof Regensdorf-Watt seinen Betrieb auf.[4]
Die Nationalbahn konnte jedoch nicht genügend Verkehr gewinnen. Die Umfahrung Zürichs erwies sich für viele Reisende als Nachteil, während die Bau- und Finanzierungskosten sehr hoch waren. Bereits 1878 ging das Unternehmen in Konkurs.
Übernahme durch die Nordostbahn
Nach dem Konkurs wurde die Strecke durch die Schweizerische Nordostbahn übernommen. Sie integrierte die Furttallinie in ihr eigenes Netz und stellte bessere Verbindungen zu den übrigen Bahnstrecken her.
Regensdorf-Watt blieb vor allem ein regionaler Personen- und Güterbahnhof. Für die Landwirtschaft, das lokale Gewerbe und die entstehende Industrie ermöglichte die Bahn den Transport von Kohle, Maschinen, Baustoffen, landwirtschaftlichen Erzeugnissen und weiteren Waren.
Die Lage des Bahnhofs ausserhalb der damaligen Dorfkerne war zunächst wenig zentral. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wuchsen die Siedlungen und Gewerbegebiete jedoch immer näher an die Bahnlinie heran.
Übergang an die SBB
Die Schweizerische Nordostbahn wurde 1902 verstaatlicht. Ihre Strecken und Bahnhöfe gingen an die neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen über.
Die SBB modernisierten die Furttallinie schrittweise. Gleise, Brücken, Signalanlagen und Bahnhöfe wurden erneuert und an die steigenden Anforderungen des Personen- und Güterverkehrs angepasst.
Frühe elektrische Versuchsbetriebe
Die Furttallinie spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der elektrischen Zugförderung in der Schweiz.
Am 16. Januar 1905 nahmen die SBB zwischen Zürich Seebach und Zürich Affoltern einen elektrischen Versuchsbetrieb mit hochgespanntem Einphasenwechselstrom auf. Das System arbeitete mit 15 Kilovolt und einer Frequenz von zunächst 50 Hertz, die später für die Versuche verändert wurde.
Am 2. Juni 1906 wurde der elektrische Versuchsbetrieb von Zürich Affoltern bis Regensdorf-Watt verlängert. Ab dem 1. Dezember 1907 reichte die Versuchsstrecke weiter bis Wettingen.[4]
Die Versuche lieferten wichtige Erkenntnisse über Fahrleitungen, Transformatoren, Motoren und den Betrieb mit Wechselstrom. Das später schweizweit eingeführte Bahnstromsystem mit 15 Kilovolt und 16⅔ beziehungsweise 16,7 Hertz beruhte teilweise auf den Erfahrungen dieser Teststrecke.
1909 wurde der Versuchsbetrieb beendet. Die Fahrleitungen wurden zurückgebaut, und die Züge verkehrten wieder mit Dampflokomotiven.
Die dauerhafte Elektrifizierung der Strecke Wettingen–Regensdorf-Watt–Zürich Oerlikon erfolgte am 13. Februar 1942.[4]
Entwicklung des Bahnhofs im 20. Jahrhundert
Mit der Industrialisierung Regensdorfs nahm die Bedeutung des Bahnhofs zu. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in Bahnhofsnähe grosse Industrie-, Lager- und Gewerbebetriebe.
Der Personenverkehr entwickelte sich gleichzeitig vom lokalen Reiseverkehr zu einem ausgeprägten Pendlerverkehr. Immer mehr Einwohnerinnen und Einwohner arbeiteten in Zürich, Oerlikon, Baden oder im Limmattal.
Die Bahnanlagen umfassten neben den Personengleisen früher mehrere Güter-, Lade- und Anschlussgleise. Verschiedene Betriebe im Industriegebiet waren über Anschlussgleise mit der Furttallinie verbunden.
Mit der Verlagerung des Stückgutverkehrs auf die Strasse verloren die örtlichen Güteranlagen an Bedeutung. Ein Teil der Gleise wurde zurückgebaut, während andere weiterhin dem Rangier-, Dienst- oder Güterverkehr dienen.
S-Bahn Zürich
Am 27. Mai 1990 nahm die S-Bahn Zürich ihren Betrieb auf. Die Furttallinie wurde in das neue Liniennetz integriert.
Regensdorf-Watt erhielt mit der S6 regelmässige direkte Verbindungen über Zürich Oerlikon und Zürich Hauptbahnhof an das rechte Zürichseeufer. In der Gegenrichtung führte die Linie über Otelfingen, Würenlos und Wettingen nach Baden.
Der einheitliche Taktfahrplan, die durchgehenden Verbindungen und die neuen Doppelstockzüge erhöhten die Attraktivität des Bahnhofs deutlich. Die Fahrgastzahlen stiegen, und der Bahnhof entwickelte sich zu einem regionalen Umsteigepunkt.
Zur Entlastung der S6 wurde später die S21 eingeführt. Sie verkehrt hauptsächlich während der Hauptverkehrszeiten zwischen Regensdorf-Watt und Zürich Hauptbahnhof.[5]
Doppelspurausbau und Neubau 1997
Der Streckenabschnitt zwischen Regensdorf-Watt und Zürich Seebach wurde in den 1990er-Jahren auf Doppelspur ausgebaut. Die zweite Spur ging 1997 vollständig in Betrieb.[4]
Der Ausbau erhöhte die Kapazität und verbesserte die Fahrplanstabilität. Zuvor mussten sich Züge auf diesem Abschnitt an bestimmten Betriebsstellen kreuzen. Mit der Doppelspur konnten mehr S-Bahn- und Güterzüge verkehren.
Im Zusammenhang mit dem Ausbau wurde auch der Bahnhof Regensdorf-Watt neu gestaltet. Das frühere Aufnahmegebäude wurde durch einen Neubau ersetzt. Der historische Güterschuppen blieb erhalten und wurde in die neue Gesamtanlage einbezogen.[6]
Das 1997 eröffnete Gebäude vereint Reisezentrum, Diensträume, Verkaufsflächen und technische Einrichtungen. Im Obergeschoss war ursprünglich auch das örtliche Stellwerk untergebracht.
Die neue Personenunterführung und die modernisierten Perrons verbesserten den Zugang zu den Zügen. Die Grundstruktur dieser Anlage besteht bis heute.
Bahnanlage
Der Bahnhof besitzt drei Perrongleise. Die Gleise liegen an einem Hausperron und einem Mittelperron.
Die beiden durchgehenden Hauptgleise dienen vor allem der S6, den Nachtzügen und durchfahrenden Güter- oder Dienstzügen. Das zusätzliche Gleis wird unter anderem für die in Regensdorf-Watt endenden und wendenden Züge der S21 verwendet.
Die Linie ist südöstlich des Bahnhofs bis Zürich Seebach doppelspurig. Nordwestlich in Richtung Buchs-Dällikon und Otelfingen ist die Furttallinie auf längeren Abschnitten einspurig. Doppelspurabschnitte und Kreuzungsmöglichkeiten bestehen bei mehreren Bahnhöfen und Industriegebieten.
Die Perrons sind über eine Personenunterführung miteinander verbunden. Zur Ausstattung gehören:
- Perrondächer und gedeckte Wartebereiche;
- elektronische Abfahrtsanzeigen;
- Lautsprecheranlagen;
- Sitzgelegenheiten;
- Uhren;
- Billettautomaten;
- Beleuchtung und Notrufeinrichtungen;
- taktile Sicherheitsmarkierungen.
Die Züge der S21 verkehren in beiden Richtungen über Gleis 3. Die eingesetzten Niederflurfahrzeuge ermöglichen dort nach Angaben des ZVV ein selbstständiges Ein- und Aussteigen.[7]
Eisenbahnverkehr
Im Fahrplanjahr 2026 halten die Linien S6 und S21 am Bahnhof. In den Wochenendnächten verkehrt zusätzlich die SN6.[1]
| Linie | Linienführung | Funktion |
|---|---|---|
| S6 | Baden – Wettingen – Würenlos – Otelfingen – Buchs-Dällikon – Regensdorf-Watt – Zürich Affoltern – Zürich Oerlikon – Zürich HB – Zürich Stadelhofen – Küsnacht – Meilen – Uetikon am See | Durchgehendes Grundangebot im Halbstundentakt |
| S21 | Regensdorf-Watt – Zürich Affoltern – Zürich Oerlikon – Zürich Hardbrücke – Zürich HB | Ergänzungsangebot während der Hauptverkehrszeiten |
| SN6 | Würenlos – Regensdorf-Watt – Zürich Oerlikon – Zürich HB – Stettbach – Winterthur | Nachtverbindung an Wochenenden und vor Feiertagen |
S6
Die S6 bildet das Grundangebot des Bahnhofs. Sie verkehrt tagsüber grundsätzlich im Halbstundentakt.[8]
In südöstlicher Richtung führt die Linie über Zürich Affoltern, Zürich Seebach, Zürich Oerlikon und Zürich Hardbrücke zum Zürich Hauptbahnhof. Anschliessend verkehrt sie durch den Bahnhof Zürich Stadelhofen und entlang des rechten Zürichseeufers bis Uetikon am See.
In nordwestlicher Richtung verbindet sie Regensdorf-Watt mit Buchs-Dällikon, Otelfingen, Würenlos, Wettingen und Baden.
S21
Die S21 ergänzt das Angebot zwischen Regensdorf-Watt und dem Zürcher Hauptbahnhof. Sie hält in Zürich Affoltern, Zürich Oerlikon und Zürich Hardbrücke.[5]
Die Linie verkehrt vor allem zu Zeiten hoher Pendlernachfrage. Zusammen mit der S6 entsteht während bestimmter Zeiträume ein annähernder Viertelstundentakt zwischen Regensdorf-Watt und Zürich.
Regensdorf-Watt ist der westliche Endpunkt der S21. Die Züge wenden am Bahnhof und fahren anschliessend wieder nach Zürich zurück.
Nachtverkehr
Die Nacht-S-Bahn SN6 fährt in den Nächten auf Samstag und Sonntag sowie vor allgemeinen Feiertagen. Sie verbindet Würenlos und das Furttal über Zürich mit Stettbach und Winterthur.
Das Bahnangebot wird durch den Nachtbus N45 ergänzt. Dieser erschliesst Adlikon, Buchs, Dällikon, Otelfingen, Boppelsen und weitere Ortschaften.[1]
Busverkehr
Die Bushaltestellen befinden sich auf der Südseite des Bahnhofs und teilweise an der Althardstrasse auf der Nordseite. Die meisten Linien werden im Auftrag des ZVV durch die Verkehrsbetriebe Glattal beziehungsweise beauftragte Busunternehmen geführt.
Im Fahrplanjahr 2026 bedienen folgende Linien den Bahnhof:[9]
| Linie | Hauptziel oder Linienführung |
|---|---|
| 451 | Regensdorf Zentrum – Regensdorf-Watt – Watt – Adlikon |
| 452 | Regensdorf Zentrum – Regensdorf-Watt – Sportanlage Wisacher |
| 453 | Regensdorf Althard/Bahnhof – Adlikon Sonnhalde West |
| 454 | Regensdorf-Watt – Regensdorf Spittelhölzli |
| 456 | Regensdorf-Watt – Adlikon – Dielsdorf Bahnhof |
| 485 | Buchs – Adlikon – Regensdorf-Watt – Regensdorf Zentrum – Zürich Frankental – Zürich Altstetten |
| 491 | Regensdorf-Watt – Regensdorf Zentrum – Dällikon – Dänikon – Hüttikon |
| 492 | Regensdorf-Watt – Regensdorf Zentrum – Zürich Zehntenhausplatz – Bahnhof Zürich Affoltern |
| N45 | Regensdorf-Watt – Adlikon – Buchs – Dällikon – Otelfingen – Boppelsen |
Die Buslinien erschliessen die weit auseinanderliegenden Ortsteile der Gemeinde und stellen Verbindungen zu den Nachbargemeinden her.
Die Linie 456 verbindet den Bahnhof mit dem Bezirkshauptort Dielsdorf. Die Linie 485 stellt eine wichtige Tangentialverbindung zwischen dem Furttal, Zürich Frankental und dem Bahnhof Altstetten her. Die Linie 492 verbindet Regensdorf-Watt mit dem Stadtquartier Zürich Affoltern.[10][11]
Tarif
Der Bahnhof liegt in der Tarifzone 111 des Zürcher Verkehrsverbunds.[12]
Für Fahrten innerhalb des ZVV-Gebiets gilt ein Zonentarif. Ein gültiges Verbundbillett erlaubt während seiner zeitlichen Gültigkeit beliebige Fahrten mit den einbezogenen Verkehrsmitteln in den gelösten Zonen.
Für Fahrten in die Stadt Zürich wird zusätzlich die Zone 110 benötigt. Diese gilt tariflich als Doppelzone, da das öffentliche Verkehrsangebot innerhalb der Stadt besonders dicht ist.
Fahrten nach Baden führen über das Gebiet des Tarifverbunds A-Welle. Dafür werden Z-Pass-Fahrausweise oder nationale Billette angeboten.
Ausstattung und Dienstleistungen
Der Bahnhof verfügt über ein bedientes SBB-Reisezentrum. Es ist montags bis freitags geöffnet und bietet persönliche Beratung sowie den Verkauf von Billetten und Abonnementen an.[3]
Zu den Dienstleistungen gehören:
- nationale und internationale Billette;
- Abonnemente und Freizeitangebote;
- Gepäckaufgabe;
- Versand von Fluggepäck zum Flughafen Zürich;
- Geldwechsel;
- Fundservice;
- Western Union;
- Billettautomaten;
- öffentliches WC;
- SBB-WLAN.
Die Reisezentrum- und Gepäckschalter sind werktags vormittags und nachmittags geöffnet. Ausserhalb dieser Zeiten können Billette am Automaten, über SBB Mobile oder die ZVV-App bezogen werden.
Velo, Auto und Carsharing
Beim Bahnhof bestehen 296 überdachte Veloabstellplätze. Sie sind täglich rund um die Uhr zugänglich.[3]
Das P+Rail-Angebot umfasst 42 reguläre Parkplätze und einen Behindertenparkplatz. Ein Teil der Parkierungsflächen kann wegen Bauarbeiten und Bahnersatzangeboten zeitweise eingeschränkt sein.
Am Bahnhof befinden sich Standorte von Mobility und weiteren Carsharing-Anbietern. Kurzhalte- und Taxibereiche ermöglichen das Bringen und Abholen von Reisenden.
Mit dem Wachstum des Entwicklungsgebiets steigt der Bedarf an Veloabstellplätzen stark. Langfristig sollen deshalb eine neue Velostation und wesentlich grössere Abstellanlagen entstehen.
Entwicklungsgebiet Bahnhof Nord
Nördlich des Bahnhofs entsteht eines der grössten Entwicklungsgebiete der Gemeinde Regensdorf. Frühere Industrie- und Gewerbeflächen werden schrittweise in ein dichtes, gemischt genutztes Stadtquartier umgewandelt.
Im Gebiet entstehen Wohnungen, Arbeitsplätze, Geschäfte, Schulen, Freiräume und Dienstleistungen. Ein wichtiges Teilprojekt ist das unmittelbar beim Bahnhof gelegene Quartier Zwhatt.
Die Gemeinde will mit der Konzentration des Wachstums beim Bahnhof eine weitere Zersiedelung der Ortsteile Regensdorf, Watt und Adlikon begrenzen. Ein grosser Teil des zusätzlichen Verkehrs soll mit Bahn, Bus, Velo und zu Fuss abgewickelt werden.[13]
Der Bahnhof bildet die wichtigste öffentliche Verkehrserschliessung des neuen Quartiers. Seine heutigen Perrons, Zugänge und Busanlagen sind für die langfristig erwarteten Personenmengen jedoch zu klein.
Geplanter Ausbau
Kanton, Gemeinde und SBB bereiten mehrere aufeinander abgestimmte Projekte im Bahnhofgebiet vor.
Vorgesehen sind insbesondere:
- Verlängerung und Verbreiterung der Perrons;
- zusätzliche und leistungsfähigere Perronzugänge;
- eine neue Fussgängerunterführung mit direktem Zugang zu den Gleisen;
- eine separate Unterführung für Fuss- und Veloverkehr;
- eine neue Velostation;
- ein Bushof auf der Nordseite;
- hindernisfreie Bushaltestellen;
- eine Neuordnung des Ostrings;
- Verbesserungen der Fuss- und Velowege;
- Anpassungen der Strassen- und Verkehrsknoten.
Perronverlängerung
Die bestehenden Perrons sind auf Züge von ungefähr 200 Metern Länge ausgelegt. Wegen der erwarteten Nachfrage sollen sie verlängert und in schmalen Bereichen verbreitert werden.
In der kommunalen Verkehrsplanung wird eine künftige Nutzlänge von bis zu 320 Metern genannt. Dadurch könnten längere S-Bahn-Kompositionen eingesetzt und die wartenden Reisenden besser verteilt werden.[14]
Das Projekt befindet sich in der Planungs- und Projektierungsphase. Bauumfang und Termine hängen von den Bewilligungsverfahren sowie der Abstimmung mit den übrigen Vorhaben ab.
Bushof Nord
Auf der Nordseite sollen entlang des Ostrings in beiden Fahrtrichtungen je drei Bushaltekanten entstehen.
Dadurch können Busse direkt beim nördlichen Bahnhofzugang halten. Die heute teilweise notwendigen Umwegfahrten entfallen, und die Umsteigewege zwischen Bus und S-Bahn werden kürzer.[2]
Der Kreisel Ostring–Feldstrasse soll durch eine lichtsignalgesteuerte Kreuzung ersetzt werden. Der öffentliche Verkehr erhält dort eine Bevorzugung.
Die Bushaltestellen werden hindernisfrei ausgebaut. Fuss- und Veloverkehr sollen von den Bus- und Autoverkehrsströmen möglichst klar getrennt werden.
Fuss- und Velounterführung
Östlich des Ostrings ist eine neue Unterführung für den Fuss- und Veloverkehr vorgesehen. Sie soll die nördlichen und südlichen Quartiere verbinden und einen zusätzlichen Zugang zu den Perrons ermöglichen.
Die Grobkostenschätzung belief sich 2026 auf rund 17,6 Millionen Franken ohne Mehrwertsteuer. Ein Teil soll durch die Agglomerationsprogramme des Bundes mitfinanziert werden.[15]
Velostation
Die geplante Velostation soll geschützte und gut erreichbare Abstellplätze in unmittelbarer Nähe der Perronzugänge schaffen.
Für das Projekt wurde 2026 mit Kosten von ungefähr 9,4 Millionen Franken ohne Mehrwertsteuer gerechnet. Davon sollen rund 2,1 Millionen Franken aus Agglomerationsprogrammen des Bundes stammen.[15]
Zeitplan
Nach dem Planungsstand von 2026 sollen die Hauptarbeiten für den Bushof, die Unterführungen und die Velostation zwischen Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 und 2030 stattfinden.
Der Zeitplan setzt voraus, dass die Projekte ohne längere Rechtsmittelverfahren bewilligt werden können. Wegen der engen räumlichen Verflechtung müssen die Arbeiten von Kanton, Gemeinde und SBB gemeinsam koordiniert werden.[2]
Langfristiger Ausbau der Furttallinie
Die Furttallinie ist westlich von Regensdorf-Watt auf längeren Abschnitten einspurig. Dies begrenzt die Zahl der möglichen Züge und macht den Fahrplan empfindlich gegenüber Verspätungen.
Der kantonale Richtplan enthält deshalb einen mittelfristigen Doppelspurausbau zwischen Regensdorf-Watt und Wettingen.[16]
Ein weitergehender Ausbau könnte künftig einen systematischen Viertelstundentakt ermöglichen. Die konkrete Umsetzung hängt von der nationalen Bahnausbauplanung, der Finanzierung und der Abstimmung mit dem Kanton Aargau ab.
Langfristig wurde zudem eine zusätzliche S-Bahn-Haltestelle im Industriegebiet von Regensdorf diskutiert. Sie würde einen Teil der Arbeitsplätze und künftigen Wohngebiete direkt erschliessen. Eine verbindliche Realisierung ist jedoch noch nicht beschlossen.
Güterverkehr
Die Furttallinie besitzt neben dem Personenverkehr eine Bedeutung für den Güterverkehr. Sie ermöglicht Fahrten zwischen der Ost- und Nordschweiz, dem Raum Zürich und dem Rangierbahnhof Limmattal, ohne den Zürcher Hauptbahnhof zu durchfahren.
Durch Regensdorf-Watt verkehren deshalb regelmässig Güter-, Bau- und Dienstzüge. Die Bahnanlagen müssen sowohl den dichten S-Bahn-Verkehr als auch diese durchfahrenden Züge aufnehmen.
Mehrere frühere Industrieanschlüsse im Bahnhofgebiet wurden im Zuge des Strukturwandels aufgegeben. Die Trassen und Flächen einzelner Anschlussgleise beeinflussen jedoch weiterhin die städtebauliche Entwicklung.
Städtebauliche Bedeutung
Der Bahnhof lag bei seiner Eröffnung zwischen den historischen Dörfern. Mit der Entwicklung der Industrie und dem Wachstum der Gemeinde wurde er zu einem neuen Siedlungs- und Wirtschaftsschwerpunkt.
Auf der Südseite entstanden Wohngebiete, Geschäfte, Hotels und öffentliche Einrichtungen. Die Nordseite wurde während des 20. Jahrhunderts durch Industrie- und Gewerbebetriebe geprägt.
Die Umwandlung von Bahnhof Nord verändert diese räumliche Struktur. Der Bahnhof soll künftig nicht mehr am Rand verschiedener Siedlungsteile liegen, sondern das Zentrum eines zusammenhängenden Stadtquartiers bilden.
Die Gleisanlagen wirken weiterhin als Barriere zwischen Nord und Süd. Neue Unterführungen und direkte Perronzugänge sollen diese Trennwirkung vermindern.
Siehe auch
- Regensdorf
- Watt ZH
- Furttal
- Bahnhof Buchs-Dällikon
- Bahnhof Zürich Affoltern
- Bahnstrecke Wettingen–Effretikon
- Schweizerische Nationalbahn
- Schweizerische Nordostbahn
- Schweizerische Bundesbahnen
- S-Bahn Zürich
- Verkehrsbetriebe Glattal
- Zürcher Verkehrsverbund
Literatur
- Olivier Tanner: Furttallinie Baden–Regensdorf-Watt–Zürich. Prellbock Druck & Verlag, Leissigen 2014, ISBN 978-3-907579-56-5.
- Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.
- Hans G. Wägli: Bahnprofil Schweiz. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-85-8.
- Werner Stutz: Bahnhöfe der Schweiz von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. Orell Füssli, Zürich 1983, ISBN 3-280-01405-0.
- Gemeinde Regensdorf: Gesamtverkehrskonzept Regensdorf. Regensdorf 2017.
- Gemeinde Regensdorf: Kommunaler Verkehrsplan. Regensdorf 2020.
Weblinks
- Bahnhof Regensdorf-Watt bei den Schweizerischen Bundesbahnen
- Fahrpläne beim Zürcher Verkehrsverbund
- Projekt Bahnhof Nord beim Kanton Zürich
- Entwicklungsgebiet Bahnhof Nord
- Verkehrsbetriebe Glattal
- Bahnhof Regensdorf-Watt auf der Landeskarte der Schweiz
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Haltestellen- und Linienfahrpläne Regensdorf-Watt. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Geplantes Strassenprojekt Regensdorf Bahnhof Nord. Hrsg.: Kanton Zürich. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 Bahnhof Regensdorf-Watt. Hrsg.: Schweizerische Bundesbahnen. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 Furttallinie Baden–Regensdorf-Watt–Zürich. In: Schienenverkehr Schweiz. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ 5,0 5,1 Linienfahrplan S21. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ Bahnhof Regensdorf-Watt. Hrsg.: Walter Ramseier Architektur. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ Angaben zur Hindernisfreiheit der S21. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. 2025-12-14. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ Linienfahrplan S6. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ Haltestellenfahrplan Regensdorf-Watt, Bahnhof. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ Linienfahrplan 456. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ Linienfahrplan 492. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ Regionalnetz-Pläne und Tarifzonen. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ Bahnhof Nord. Hrsg.: Gemeinde Regensdorf. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ Kommunaler Verkehrsplan Regensdorf. Hrsg.: Gemeinde Regensdorf. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ 15,0 15,1 Regensdorf Bahnhof Nord – Projektinformation. Hrsg.: Kanton Zürich. 2026-04-01. Abgerufen am 2026-08-03.
- ↑ Kantonaler Richtplan – Öffentlicher Verkehr. Hrsg.: Kanton Zürich. Abgerufen am 2026-08-03.
Wikimedia Commons: Medien zu Bahnhof Regensdorf-Watt