S30 (S-Bahn Zürich)

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S30 der Zürcher S-Bahn
System S-Bahn Zürich
Liniennummer S30
Betreiber Thurbo
Eigentümer der Infrastruktur Schweizerische Bundesbahnen
Linienweg WinterthurFrauenfeldWeinfelden
Kantone Zürich, Thurgau
Anzahl Stationen 11
Grundtakt 60 Minuten
Fahrzeit rund 34 Minuten
Bahnstrecke Thurtallinie
Spurweite 1435 mm
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom
Tarifverbünde Zürcher Verkehrsverbund, OSTWIND
Rollmaterial überwiegend Gelenktriebwagen der Reihe RABe 526

Die S30 ist eine Linie der S-Bahn Zürich. Sie verbindet Winterthur über Oberwinterthur, Wiesendangen, Frauenfeld und mehrere Gemeinden im Thurtal mit Weinfelden. Die Linie wird von der Regionalbahn Thurbo betrieben und gehört zu den von Winterthur ausgehenden S-Bahn-Linien, die den nordöstlichen Teil des Zürcher S-Bahn-Netzes mit den Nachbarkantonen verbinden.

Im Fahrplanjahr 2026 verkehrt die S30 grundsätzlich einmal pro Stunde zwischen Winterthur und Weinfelden. Sie hält an sämtlichen Personenbahnhöfen entlang ihres Linienwegs. Die Fahrzeit zwischen den beiden Endpunkten beträgt rund 34 Minuten.[1]

Zusammen mit dem Weinfelder Ast der S24 bietet die S30 tagsüber in der Regel einen annähernden Halbstundentakt zwischen Winterthur, Frauenfeld und Weinfelden. Während die S30 in Winterthur endet, ermöglicht die S24 umsteigefreie Fahrten über den Flughafen Zürich und den Zürcher Hauptbahnhof bis nach Zug.[2]

Linienführung

Die S30 benutzt auf ihrem gesamten Laufweg die historische Bahnstrecke Winterthur–Romanshorn, die auch als Thurtallinie oder Bodenseebahn bezeichnet wird. Die Strecke bildet eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen der Ostschweiz.

Winterthur und Oberwinterthur

Ausgangspunkt der S30 ist der Bahnhof Winterthur. Er gehört zu den grössten Eisenbahnknoten der Schweiz und bietet Anschlüsse an den Fernverkehr sowie an zahlreiche weitere Linien der Zürcher S-Bahn.

Die Züge verlassen Winterthur in nordöstlicher Richtung. Der erste Halt ist der Bahnhof Oberwinterthur. Der Streckenabschnitt zwischen Winterthur und Oberwinterthur wird von mehreren Regional- und S-Bahn-Linien gemeinsam benutzt.

Oberwinterthur ist ein bedeutender Wohn- und Arbeitsplatzstandort innerhalb der Stadt Winterthur. In der Umgebung des Bahnhofs befinden sich unter anderem Wohnquartiere, Gewerbegebiete und das Swiss Science Center Technorama.

Wiesendangen und Rickenbach-Attikon

Nach Oberwinterthur erreicht die S30 den Bahnhof Wiesendangen. Die Gemeinde liegt am östlichen Rand der Agglomeration Winterthur. Der Bahnhof dient sowohl dem örtlichen Pendlerverkehr als auch als Umsteigepunkt zu regionalen Buslinien.

Anschliessend folgt der Bahnhof Rickenbach-Attikon. Die Station liegt im Ortsteil Attikon der Gemeinde Rickenbach ZH und erschliesst zugleich angrenzende Gebiete der Gemeinde Wiesendangen. Sie ist der letzte Halt der S30 im Kanton Zürich.

Islikon und Frauenfeld

Nach dem Übertritt in den Kanton Thurgau hält die S30 in Islikon. Die Ortschaft gehört zur politischen Gemeinde Gachnang und ist mit den benachbarten Siedlungen im Raum Frauenfeld weitgehend zusammengewachsen.

Der nächste Halt ist der Bahnhof Frauenfeld. Die Hauptstadt des Kantons Thurgau bildet den wichtigsten Zwischenknoten der Linie. Dort bestehen Anschlüsse an den Fernverkehr, an die Frauenfeld-Wil-Bahn sowie an regionale Bus- und PostAuto-Linien.

Frauenfeld besitzt eine grosse Bedeutung für den Pendler-, Ausbildungs- und Verwaltungsverkehr. Die S30 verbindet die Stadt sowohl mit Winterthur als auch mit den Gemeinden im mittleren Thurtal.

Mittleres Thurtal

Östlich von Frauenfeld bedient die S30 fünf weitere Stationen:

Die Doppelnamen mehrerer Stationen weisen darauf hin, dass sie jeweils zwei Gemeinden oder Siedlungsgebiete erschliessen. Die Bahnstrecke verläuft in diesem Abschnitt weitgehend durch den Talraum der Thur und erschliesst eine Mischung aus Wohngebieten, Landwirtschaftsflächen und Gewerbestandorten.

Der Bahnhof Weinfelden ist der östliche Endpunkt der S30. Er bildet den grössten Eisenbahnknoten des Kantons Thurgau. Dort bestehen Verbindungen nach Kreuzlingen, Konstanz, Romanshorn, St. Gallen, Wil SG und in das Bodenseegebiet.

Stationen

Stationen der S30 im Fahrplanjahr 2026
Nr. Bahnhof Gemeinde oder Stadt Kanton Bedeutung
1 Winterthur Winterthur Zürich westlicher Endpunkt, Fernverkehrs- und S-Bahn-Knoten
2 Oberwinterthur Winterthur Zürich Stadtteilbahnhof mit Busanschlüssen
3 Wiesendangen Wiesendangen Zürich regionaler Bahnhof östlich von Winterthur
4 Rickenbach-Attikon Rickenbach ZH Zürich Erschliessung von Attikon und Rickenbach
5 Islikon Gachnang Thurgau Bahnhof der Ortschaft Islikon
6 Frauenfeld Frauenfeld Thurgau Kantonshauptstadt, Fernverkehr und Frauenfeld-Wil-Bahn
7 Felben-Wellhausen Felben-Wellhausen Thurgau regionaler Personenbahnhof
8 Hüttlingen-Mettendorf Hüttlingen TG Thurgau gemeinsame Erschliessung mehrerer Siedlungen
9 Müllheim-Wigoltingen Müllheim TG und Wigoltingen Thurgau regionaler Bahnhof im mittleren Thurtal
10 Märstetten Märstetten Thurgau Anschluss an regionale Buslinien
11 Weinfelden Weinfelden Thurgau östlicher Endpunkt und bedeutender Eisenbahnknoten

Betrieb

Stundentakt

Die S30 verkehrt im regulären Tagesangebot grundsätzlich alle 60 Minuten. Im Fahrplanjahr 2026 fahren die Züge ab Winterthur während des grössten Teils des Tages ungefähr zur Minute 16 ab und erreichen Weinfelden nach rund 34 Minuten.

In der Gegenrichtung verlassen die regulären Züge Weinfelden ungefähr zur Minute 12 und erreichen Winterthur rund 34 Minuten später.[1]

In den frühen Morgenstunden, am späten Abend und an Wochenenden bestehen zusätzliche Verbindungen mit teilweise abweichenden Abfahrtszeiten. Einzelne spätabendliche oder nächtliche Züge verkehren nur an bestimmten Wochentagen oder vor Feiertagen.

Ergänzung durch die S24

Seit dem Fahrplanwechsel vom Dezember 2018 wird die S30 durch die S24 ergänzt. Deren Weinfelder Ast bedient zwischen Weinfelden und Winterthur dieselben Zwischenstationen wie die S30.

Die beiden Linien verkehren zeitlich versetzt und bilden dadurch einen annähernden Halbstundentakt. Die Abstände betragen wegen der Einbindung in die Knotenfahrpläne nicht auf allen Abschnitten exakt 30 Minuten.[3]

Die unterschiedlichen Linienwege bieten zwei Arten von Verbindungen:

  • Die S30 bildet eine regionale Verbindung zwischen Winterthur und Weinfelden.
  • Die S24 stellt direkte Fahrten von Weinfelden und Frauenfeld über Winterthur, den Flughafen Zürich und Zürich Hauptbahnhof nach Thalwil und Zug her.

Anschlüsse

In Winterthur ist die S30 auf Anschlüsse in Richtung Zürich, Schaffhausen, St. Gallen, das Tösstal und das Zürcher Weinland abgestimmt. Besonders bedeutend sind die Verbindungen zum Fernverkehr nach Zürich und Bern sowie zu den übrigen S-Bahn-Linien der Region.

In Frauenfeld bestehen Anschlüsse an InterCity- und InterRegio-Züge sowie an die schmalspurige Frauenfeld-Wil-Bahn. Die Buslinien rund um den Bahnhof erschliessen unter anderem Stammheim, Diessenhofen, Matzingen, Aadorf und die umliegenden Gemeinden.

In Weinfelden bestehen Anschlüsse in Richtung Konstanz, Kreuzlingen, Romanshorn, St. Gallen, Wil und Bischofszell. Der Bahnhof übernimmt damit eine wichtige Verteilerfunktion im öffentlichen Verkehr des Kantons Thurgau.

Nachtverkehr

In den Nächten mit Wochenend- und Feiertagsverkehr wird das Tagesangebot durch zusätzliche Nachtzüge ergänzt. Im Ostschweizer Nachtnetz werden entsprechende Verbindungen auf dem Korridor Winterthur–Frauenfeld–Weinfelden als SN30 bezeichnet.[4]

Einzelne Nachtverbindungen können abweichende Haltebestimmungen aufweisen. Bei einigen späten Zügen sind bestimmte Stationen nur zum Aussteigen vorgesehen.

Geschichte

Entstehung der Thurtallinie

Die heutige Strecke der S30 gehört zu den ältesten Eisenbahnverbindungen der Schweiz. Bereits in den 1830er-Jahren entstanden Pläne für eine Bahn von Zürich über Winterthur und Frauenfeld zum Bodensee.

Die Schweizerische Nordostbahn eröffnete am 16. Mai 1855 den Abschnitt Winterthur–Frauenfeld–Weinfelden–Romanshorn. Die Verbindung wurde als Bodenseebahn bekannt. Sie schuf eine schnelle Verkehrsachse zwischen dem wirtschaftlich bedeutenden Raum Zürich-Winterthur, dem Kanton Thurgau und dem Bodenseehafen Romanshorn.

Die Eisenbahn förderte die Entwicklung der durchfahrenen Orte erheblich. Frauenfeld und Weinfelden wuchsen zu regionalen Zentren, während sich auch kleinere Gemeinden entlang der Strecke als Wohn- und Gewerbestandorte entwickelten.

Die Bahn diente von Anfang an sowohl dem Personen- als auch dem Güterverkehr. Landwirtschaftliche Erzeugnisse, Textilien, Maschinen und Importgüter vom Bodensee konnten schneller transportiert werden als auf den bisherigen Strassen.

Übergang an die SBB

Mit der Verstaatlichung der grossen schweizerischen Privatbahnen ging die Schweizerische Nordostbahn 1902 in den neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen auf. Die SBB übernahmen die Strecke, die Bahnhöfe und den Zugbetrieb.

Während des frühen 20. Jahrhunderts wurden die Anlagen erweitert und die Strecke abschnittsweise auf Doppelspur ausgebaut. Der wachsende Fern-, Regional- und Güterverkehr erforderte leistungsfähigere Bahnhöfe, längere Perrons und modernere Sicherungsanlagen.

Im Mai 1928 nahmen die SBB auf der Strecke Winterthur–Romanshorn–Rorschach den elektrischen Betrieb auf. Verwendet wurde das schweizerische Bahnstromsystem mit 15 Kilovolt Wechselstrom und einer Frequenz von damals 16⅔, heute 16,7 Hertz.

Die Elektrifizierung ermöglichte schnellere und schwerere Züge. Gleichzeitig verschwanden Rauch und Russ der Dampflokomotiven aus den Bahnhöfen und Ortszentren.

Entwicklung des Regionalverkehrs

Der Regionalverkehr zwischen Winterthur, Frauenfeld, Weinfelden und Romanshorn wurde während des 20. Jahrhunderts zunehmend vertaktet. Die Züge hielten an den kleineren Stationen, während Schnell- und später InterCity-Züge nur die grösseren Bahnhöfe bedienten.

Mit der Eröffnung der S-Bahn Zürich im Jahr 1990 erhielten auch die regionalen Linien rund um Winterthur systematische Liniennummern. Die Verbindung durch das Thurtal wurde in das erweiterte Zürcher S-Bahn-Netz einbezogen.

Die Bezeichnung S30 wurde für den regionalen Personenverkehr zwischen Winterthur und Weinfelden verwendet. Die Linie unterscheidet sich von den zentralen Zürcher Durchmesserlinien dadurch, dass sie den Zürcher Hauptbahnhof nicht bedient und ihren Schwerpunkt im Regionalverkehr zwischen den Kantonen Zürich und Thurgau hat.

Übernahme durch Thurbo

Die SBB und die damalige Mittelthurgaubahn gründeten am 20. September 2001 die Regionalbahn Thurbo. Der Name setzt sich aus den Begriffen Thurgau und Bodensee zusammen.

Thurbo nahm am 15. Dezember 2002 den Betrieb auf und übernahm schrittweise zahlreiche Regionalverkehrsleistungen in der Ostschweiz.[5]

Auch die S30 wird seither von Thurbo betrieben. Die Bahninfrastruktur blieb im Eigentum der SBB. Thurbo ist für die Fahrzeuge, das Lokpersonal und die betriebliche Durchführung der Regionalzüge verantwortlich.

In den Jahren nach der Betriebsaufnahme baute Thurbo das Angebot laufend aus. Spätestens zu Beginn der 2010er-Jahre verkehrte die S30 täglich im Stundentakt zwischen Winterthur und Weinfelden.[6]

Neuordnung 2013

Mit der Einführung der neuen S-Bahn St. Gallen im Dezember 2013 wurde das regionale Bahnangebot in der Ostschweiz umfassend neu geordnet.

Die regionalen Verbindungen östlich von Weinfelden wurden stärker auf die Knoten Romanshorn, Kreuzlingen und St. Gallen ausgerichtet. Die S30 blieb als westlicher Linienabschnitt zwischen Weinfelden und Winterthur Bestandteil der Zürcher S-Bahn.

Weinfelden gewann dadurch zusätzlich an Bedeutung als Umsteigebahnhof zwischen der Zürcher S-Bahn und den Linien der S-Bahn St. Gallen.

Angebotsausbau 2018

Im Zuge der vierten Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn wurde das Bahnangebot zwischen Zürich, Winterthur und dem Kanton Thurgau erweitert.

Zum Fahrplanwechsel vom 9. Dezember 2018 ersetzte die nach Weinfelden verlängerte S24 die frühere direkte S8-Verbindung zwischen Weinfelden, Winterthur und Zürich. Die S30 blieb als eigenständige stündliche Regionalverbindung bestehen.

S24 und S30 ergänzen sich seither zwischen Weinfelden und Winterthur zu einem annähernden Halbstundentakt. Dadurch erhielten alle Stationen der S30 eine zweite Verbindung pro Stunde.[7]

Rollmaterial

Auf der S30 setzt Thurbo überwiegend elektrische Gelenktriebwagen des Typs Stadler GTW ein. Die Fahrzeuge werden bei den Schweizer Bahnen als RABe 526 bezeichnet.

Die GTW bestehen je nach Ausführung aus zwei oder drei Fahrgastmodulen und einem kurzen Antriebsmodul. Sie zeichnen sich durch gute Beschleunigung aus und eignen sich deshalb besonders für Regionalstrecken mit kurzen Abständen zwischen den Haltestellen.

Zur Ausstattung gehören:

  • Niederflurbereiche;
  • Mehrzweckabteile für Velos und Kinderwagen;
  • Fahrgastinformationsanzeigen;
  • Klimatisierung;
  • breite Einstiegsbereiche;
  • Bereiche der ersten und zweiten Klasse.

Ein vollständig stufenfreier Einstieg hängt nicht nur vom Fahrzeug, sondern auch von der Höhe und Ausführung des jeweiligen Perrons ab.

Flirt Evo

Thurbo ersetzt seine GTW-Flotte schrittweise durch neue Triebzüge des Typs Flirt Evo. Insgesamt wurden 107 neue Fahrzeuge bestellt. Die ersten Flirt Evo nahmen im Juli 2026 den regulären Betrieb auf der Linie S26 zwischen Winterthur und Rüti ZH auf.[8]

Die Erneuerung der gesamten Flotte soll sich bis in die Mitte der 2030er-Jahre erstrecken. Für die vollständige Umstellung der S30 wurde zunächst kein eigener Termin veröffentlicht.

Zur Wartung und Inbetriebsetzung der neuen Fahrzeuge modernisierten Thurbo und die SBB die Serviceanlage in Weinfelden. Die erweiterte Anlage wurde im November 2025 offiziell eröffnet.[9]

Infrastruktur

Die S30 fährt ausschliesslich auf Infrastruktur der SBB. Der Linienweg ist Teil der Hauptstrecke Winterthur–Frauenfeld–Weinfelden–Romanshorn.

Die Strecke wird nicht nur von der S30 benutzt. Auf ihr verkehren zusätzlich:

  • die S24 der Zürcher S-Bahn;
  • Fernverkehrszüge zwischen Zürich, Winterthur, Frauenfeld, Weinfelden, Romanshorn und Konstanz;
  • weitere Regionalzüge;
  • Güter-, Dienst- und Bauzüge.

Die Mischung aus Fern-, Regional- und Güterverkehr stellt hohe Anforderungen an die Fahrplangestaltung. Schnellere Fernverkehrszüge halten nur in Winterthur, Frauenfeld und Weinfelden, während die S30 sämtliche Zwischenstationen bedient.

Die S30 besitzt keine eigenen, ausschliesslich für sie reservierten Gleise. Verspätungen im stark ausgelasteten Knoten Winterthur oder auf der Thurtallinie können sich deshalb auf die Pünktlichkeit der Regionalzüge auswirken.

Tarif

Der westliche Teil der Linie liegt im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds. Die Stationen im Kanton Thurgau gehören zum Tarifverbund OSTWIND.

Für Fahrten innerhalb des jeweiligen Verbundgebiets gelten die entsprechenden Zonentarife. Bei verbundübergreifenden Reisen können nationale Streckenbillette, Modul-Abonnemente oder Angebote des Z-Pass verwendet werden.

Ein gültiger Verbundfahrausweis berechtigt innerhalb der gelösten Zonen auch zur Benutzung von Bussen und weiteren öffentlichen Verkehrsmitteln.

Das Generalabonnement wird auf der gesamten Strecke anerkannt. Das Halbtax-Abonnement berechtigt zum Kauf ermässigter nationaler Billette.

Bedeutung

Die S30 bildet eine wichtige regionale Verbindung zwischen der Agglomeration Winterthur, der Kantonshauptstadt Frauenfeld und dem Verkehrsknoten Weinfelden.

Für Berufspendlerinnen und Berufspendler erschliesst sie zahlreiche Arbeitsstandorte in Winterthur und Frauenfeld. Durch die Anschlüsse in Winterthur sind auch Zürich, der Flughafen und andere Zentren der Zürcher Agglomeration erreichbar.

Die Linie besitzt ebenfalls grosse Bedeutung für den Ausbildungsverkehr. In Winterthur und Frauenfeld befinden sich Hochschulen, Berufsfachschulen und kantonale Bildungseinrichtungen.

Für die kleineren Gemeinden entlang der Strecke stellt die S30 eine direkte Verbindung zu den regionalen Zentren her. Ohne Umsteigen erreichbar sind unter anderem:

  • Winterthur;
  • Frauenfeld;
  • Weinfelden;
  • die Zwischenbahnhöfe des Thurtals.

Durch die Ergänzung mit der S24 bestehen für die meisten Stationen zwei Verbindungen pro Stunde. Dies stärkt die Attraktivität der Bahn gegenüber dem motorisierten Individualverkehr.

Freizeitverkehr

Die S30 erschliesst verschiedene Freizeit- und Ausflugsziele in den Kantonen Zürich und Thurgau.

In Winterthur bestehen Verbindungen zur Altstadt, zum Technorama, zu Museen und zu den Wandergebieten rund um die Stadt. Frauenfeld bietet eine historische Altstadt, das Schloss Frauenfeld und Anschlüsse in Richtung Seerücken und Untersee.

Entlang des Thurtals verlaufen zahlreiche Wander- und Velowege. Von Felben-Wellhausen, Hüttlingen-Mettendorf, Müllheim-Wigoltingen und Märstetten sind die Ufergebiete der Thur sowie ländliche Landschaften des Kantons Thurgau erreichbar.

Weinfelden dient als Ausgangspunkt für Ausflüge in Richtung Ottenberg, Kreuzlingen, Konstanz und Bodensee.

Zukunft

Die langfristige Entwicklung der S30 ist mit dem Ausbau des Bahnangebots zwischen Zürich, Winterthur und der Ostschweiz verbunden.

Zusätzliche Kapazitäten im Raum Winterthur sollen insbesondere durch das Projekt MehrSpur Zürich–Winterthur geschaffen werden. Ein leistungsfähigerer Knoten Winterthur würde auch die Zuverlässigkeit der von dort ausgehenden Regionalverbindungen verbessern.

Im Kanton Thurgau werden die Angebote der S24 und S30 gemeinsam betrachtet. Langfristiges Ziel ist ein möglichst regelmässiger Halbstundentakt zwischen Winterthur und Weinfelden mit guten Anschlüssen an den Fernverkehr und die übrigen S-Bahn-Linien.

Konkrete Änderungen am Linienweg der S30 nach Umsetzung der nächsten grossen Infrastrukturausbauten waren 2026 noch nicht abschliessend festgelegt.

Siehe auch

Literatur

  • Hans-Peter Bärtschi, Adrian Ramsauer, Jürg Hauswirth: Die Bodenseebahn 1855–2005. Romanshorn–Winterthur–Zürich. Minirex, Luzern 2005, ISBN 3-907014-18-9.
  • Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.
  • Schweers + Wall: Eisenbahnatlas Schweiz. Schweers + Wall, Köln 2012, ISBN 978-3-89494-130-7.
  • Thurbo AG: Geschäftsberichte. Kreuzlingen.
  • Kanton Thurgau: Konzept Öffentlicher Regionalverkehr. Frauenfeld.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Linienfahrplan S30, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  2. Linienfahrplan S24, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 4. August 2026.
  3. Fahrplan 2019: Erläuternder Bericht, Kanton Thurgau, abgerufen am 4. August 2026.
  4. OSTWIND-Nachtnetzplan 2026, Tarifverbund OSTWIND, abgerufen am 4. August 2026.
  5. Die Höhepunkte der Thurbo-Geschichte, Thurbo, abgerufen am 4. August 2026.
  6. Geschäftsbericht 2012, Thurbo, Abschnitt zum Bahnangebot Winterthur–Weinfelden, abgerufen am 4. August 2026.
  7. Fahrplan 2019 im Kanton Thurgau, Thurgaumobil, 2018, abgerufen am 4. August 2026.
  8. 107 neue Thurbo-Fahrzeuge des Typs Flirt Evo, Thurbo, abgerufen am 4. August 2026.
  9. Moderne Wartung, mehr Züge: SBB und Thurbo eröffnen Serviceanlage Weinfelden, SBB, 1. November 2025, abgerufen am 4. August 2026.