Wollerau

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Wollerau
Kanton Schwyz
Bezirk Höfe
BFS-Nr. 1323
Postleitzahl 8832
Höhe des Dorfzentrums 514 m ü. M.
Fläche 6,3 km²
Einwohnerbezeichnung Wollerauer, Wollerauerin
Gemeindepräsident Christian Marty
Website www.wollerau.ch

Wollerau ist eine politische Gemeinde im Bezirk Höfe des Kantons Schwyz in der Schweiz. Sie liegt am Südhang über dem Zürichsee und gehört zum dicht besiedelten Wirtschafts- und Wohnraum zwischen Zürich, Pfäffikon SZ und Einsiedeln. Zur Gemeinde gehören neben dem Dorf Wollerau unter anderem die Ortsteile und Siedlungsgebiete Wilen bei Wollerau, Riedmatt, Felsenrain, Erlen, Roos, Fürti und Teile von Bäch.

Wollerau entwickelte sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts von einer landwirtschaftlich und gewerblich geprägten Gemeinde zu einem bevorzugten Wohn- und Wirtschaftsstandort. Entscheidende Faktoren waren die Lage über dem Zürichsee, die Nähe zum Grossraum Zürich, der Eisenbahnanschluss und die Eröffnung der Autobahn A3 im Jahr 1968.

Geografie

Die Gemeinde liegt in der Region Ausserschwyz am nördlichen Fuss des Höhenzuges Höhronen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von Hinterbäch am Zürichsee auf etwa 406 Metern über Meer über das Dorfzentrum auf rund 520 Metern bis in die bewaldeten Höhenlagen des Höhronen. Der höchste Punkt liegt im Bereich des Wildspitzes auf über 1000 Metern über Meer.[1]

Wollerau grenzt an die Gemeinden Freienbach, Feusisberg und Richterswil im Kanton Zürich. Im Norden besitzt die Gemeinde einen schmalen Anteil am Zürichsee. Die Siedlungsgebiete sind inzwischen teilweise mit den benachbarten Ortschaften Bäch, Wilen und Samstagern zusammengewachsen.

Die Landschaft ist durch einen deutlichen Höhenunterschied zwischen Seeufer und bewaldetem Bergrücken geprägt. Von zahlreichen Hanglagen besteht eine weite Aussicht über den Zürichsee, das Zürcher Oberland und die Glarner Alpen. Landwirtschaftsflächen, Obstgärten, kleinere Rebberge und Wälder bilden einen Kontrast zu den stark überbauten Wohn- und Gewerbegebieten.

Durch das Gemeindegebiet fliessen mehrere kleinere Bäche. Zu ihnen gehören der Krebsbach und weitere Gewässer, die von den Hängen des Höhronen zum Zürichsee entwässern.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet besteht aus mehreren historisch gewachsenen Siedlungsteilen. Das eigentliche Dorf Wollerau liegt auf einer Geländeterrasse oberhalb des Zürichsees. Das Zentrum befindet sich im Bereich der Hauptstrasse, der katholischen Pfarrkirche St. Verena und des Gemeindehauses.

Wilen bei Wollerau liegt östlich des Dorfes an der Grenze zu Freienbach. Der Ortsteil ist heute weitgehend mit den umliegenden Wohnquartieren zusammengewachsen. Er bildet zusammen mit Teilen von Freienbach und Wollerau einen zusammenhängenden Siedlungsraum.

Bäch liegt unmittelbar am Zürichsee. Der westliche Teil des Ortes gehört zur Gemeinde Wollerau, während der grössere östliche Teil zur Gemeinde Freienbach zählt. Diese politische Teilung ist im Ortsbild kaum erkennbar.

Weitere Siedlungen und Flurnamen sind Fürti, Roos, Erlen, Riedmatt, Felsenrain, Wächlen, Erlenmatte und Hinterbäch. Viele dieser früher kleinen Weiler und Einzelhofgebiete wurden seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch Wohn- und Gewerbebauten verdichtet.

Name

Die ältesten bekannten Formen des Ortsnamens sind Wolrowe, Wolrouwa, Wolrou und Wollraw. Die genaue Herkunft ist nicht eindeutig geklärt. Eine mögliche Deutung lautet «Au des Wolheri». Der Personenname Wolheri kann aus althochdeutschen Bestandteilen für Wohl oder Glück und Heer abgeleitet werden.[2]

Im Lauf der Jahrhunderte bestanden unterschiedliche Schreibweisen. Mit einem Gemeindebeschluss von 1934 wurde die heutige Form Wollerau endgültig festgelegt.

Geschichte

Frühe Besiedlung und Mittelalter

Das Gebiet von Wollerau war bis ins frühe Mittelalter nur schwach besiedelt. Im 9. und 10. Jahrhundert wurden die unteren Hanglagen allmählich gerodet und landwirtschaftlich genutzt. Darauf weisen unter anderem Flurnamen wie Rütibüel hin.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus der Zeit zwischen 1217 und 1222. In den Quellen erscheinen die Ritter Rudolf und Ulrich von Wollerau. Sie gehörten zu einem lokalen Rittergeschlecht, das vermutlich in einem Wohnturm im Gebiet Turm-Matt ansässig war.[3]

Die politische Herrschaft über den sogenannten Hinteren Hof lag zunächst bei den Grafen von Rapperswil und später bei den Habsburgern. Im Jahr 1342 erwarb Jakob Brun, ein Bruder des Zürcher Bürgermeisters Rudolf Brun, die Vogteirechte.

Das Gebiet war wirtschaftlich und kirchlich eng mit dem Raum Zürichsee verbunden. Wollerau gehörte zeitweise zum Einflussbereich der Johanniterkommende Wädenswil. Auf diese Verbindung verweist das Johanniterkreuz im Gemeindewappen.

Alter Zürichkrieg

Während des Alten Zürichkriegs lag Wollerau in einem umkämpften Grenzgebiet zwischen Zürich und Schwyz. Im Jahr 1445 kam es bei Rütibüel zu einem Gefecht zwischen Zürcher und Schwyzer Truppen.

Mit dem Frieden von Einsiedeln von 1450 verlor Zürich den Hinteren Hof Wollerau und den Vorderen Hof Pfäffikon endgültig an das Land Schwyz. Die beiden Höfe blieben jedoch teilweise eigenständige Körperschaften mit eigenen lokalen Rechten und Verwaltungen.

Reformation und Konfessionskriege

Wollerau war ursprünglich Teil der Pfarrei Richterswil. Nachdem Richterswil 1529 die Reformation angenommen hatte, wurde Wollerau 1536 von der Zürcher Mutterpfarrei getrennt und als katholische Pfarrei verselbständigt.

Die Grenze zwischen Wollerau und Richterswil wurde dadurch auch zu einer Konfessions- und Kantonsgrenze. Während der Kappelerkriege, der Villmergerkriege und des Sonderbundskriegs besass das Gebiet strategische Bedeutung als möglicher Aufmarschraum.

Bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft setzte Schwyz einen Obervogt ein. Daneben bestand ein lokaler Untervogt, der aus der Korporation Wollerau gewählt wurde und vor allem zivilrechtliche Aufgaben wahrnahm.

Helvetik und Gemeindegründung

Nach dem Einmarsch französischer Truppen im Jahr 1798 wurde die bisherige Herrschaftsordnung aufgehoben. Während der Helvetik und der anschliessenden Mediationszeit änderten sich die Verwaltungsstrukturen mehrfach.

Im Jahr 1803 entstand aus dem Hinteren Hof der Bezirk Wollerau. Während der politischen Auseinandersetzungen zwischen Inner- und Ausserschwyz in den Jahren 1831 bis 1833 schloss sich der Bezirk Wollerau im Unterschied zu mehreren anderen äusseren Bezirken nicht dauerhaft dem kurzlebigen Kanton Schwyz äusseres Land an.

Mit der Bundesverfassung von 1848 wurde die politische Gemeinde Wollerau geschaffen. Gleichzeitig wurden die bisherigen Bezirke Wollerau und Pfäffikon zum Bezirk Höfe vereinigt. Wollerau und Pfäffikon wechselten sich zunächst als Bezirkshauptorte ab.

Industrialisierung und Verkehrsausbau

Im 19. Jahrhundert verbesserten neue Strassenverbindungen die Erreichbarkeit der Gemeinde. Ab den 1860er-Jahren wurden Strassen nach Richterswil, Schindellegi, Wilen, Freienbach und in die Roos ausgebaut. Pferdeposten und Fuhrwerke verbanden Wollerau mit den umliegenden Orten.

Zu den frühen Industriebetrieben gehörten die Textilfabrik Verenahof sowie eine Färberei und Bleicherei in der Roos. Trotz dieser Betriebe blieb die Gemeinde lange von Landwirtschaft, Handwerk und kleineren Gewerbebetrieben geprägt.

Im Jahr 1891 wurde die Bahnstrecke der Südostbahn zwischen Wädenswil, Samstagern und Einsiedeln eröffnet. Der Bahnhof Wollerau verschaffte dem Dorf einen direkten Anschluss an das regionale Eisenbahnnetz.[3]

Entwicklung seit 1968

Die Eröffnung der Autobahn A3 im Jahr 1968 leitete einen tiefgreifenden Wandel ein. Die Fahrzeiten nach Zürich und in andere Wirtschaftszentren verkürzten sich erheblich. In der Folge entstanden zahlreiche Wohnquartiere, Gewerbebauten und neue Infrastrukturanlagen.

Die Bevölkerung nahm stark zu. Das frühere Dorf wurde Teil des zusammenhängenden Siedlungsraums am oberen Zürichsee. Gleichzeitig verschob sich die Beschäftigungsstruktur von Landwirtschaft und Industrie hin zum Dienstleistungssektor.

Die Gemeinde baute Schulen, Sportanlagen, Verwaltungsgebäude, Alterswohnungen, Strassen und öffentliche Versorgungseinrichtungen aus. Durch die hohe Bautätigkeit gingen zahlreiche ehemalige Landwirtschaftsflächen verloren.

Bevölkerung

Wollerau zählt zu den bevölkerungsreicheren Gemeinden des Bezirks Höfe. Im Jahr 2000 lebten rund 6100 Menschen in der Gemeinde; bis 2020 stieg die Zahl auf etwa 7400.[4]

Das Bevölkerungswachstum steht im Zusammenhang mit der Nähe zu Zürich, der guten Verkehrsanbindung, dem vergleichsweise attraktiven steuerlichen Umfeld und der hohen Wohnqualität. Ein bedeutender Teil der erwerbstätigen Bevölkerung pendelt in andere Gemeinden des Zürichseeraums, nach Pfäffikon SZ, Zug oder Zürich.

Der Anteil ausländischer Einwohnerinnen und Einwohner ist im kantonalen Vergleich relativ hoch. Dies hängt unter anderem mit der internationalen Ausrichtung des Wirtschaftsraums Höfe und der Ansiedlung von Unternehmen und vermögenden Privatpersonen zusammen.

Die Alltagssprache ist überwiegend Schweizerdeutsch. Amtssprache ist Deutsch. Neben der römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Bevölkerung leben Angehörige weiterer Religionsgemeinschaften sowie konfessionslose Personen in der Gemeinde.

Politik

Die Gemeindeversammlung ist das oberste Organ der politischen Gemeinde. Sie besteht aus den stimmberechtigten Schweizer Bürgerinnen und Bürgern mit Wohnsitz in Wollerau. Ordentliche Gemeindeversammlungen finden üblicherweise im Frühjahr zur Behandlung der Jahresrechnung und im Dezember zur Beratung des Budgets statt.[5]

Die Exekutive bildet der siebenköpfige Gemeinderat. Der Gemeindepräsident und der Säckelmeister werden jeweils für zwei Jahre gewählt, die übrigen Ratsmitglieder für vier Jahre. Die Mitglieder üben ihre Funktionen im Nebenamt aus.[6]

Gemeindepräsident ist seit 2024 Christian Marty von den Freien Wählerinnen und Wählern Wollerau. In der Amtsperiode 2024 bis 2026 gehören dem Gemeinderat Vertreterinnen und Vertreter der FDP, der SVP, der Mitte und der lokalen Wählervereinigung IG FWW an.[7]

Wappen

Das Wappen zeigt einen roten Löwen auf weissem Grund sowie ein weisses Johanniterkreuz auf rotem Feld. Der Löwe erinnert an das mittelalterliche Rittergeschlecht von Wollerau, das einen Löwen in seinem Wappen geführt haben soll.

Das Johanniterkreuz verweist auf die frühere Zugehörigkeit des Gebiets zum Zehntenkreis Wädenswil und auf den Einfluss der dortigen Johanniterkommende. Die heutige Gestaltung wurde nach mehreren historischen Varianten vereinheitlicht.

Wirtschaft

Wollerau besitzt eine stark dienstleistungsorientierte Wirtschaftsstruktur. Bedeutend sind Finanz- und Unternehmensdienstleistungen, Immobilienwirtschaft, Beratung, Handel, Baugewerbe und kleinere Gewerbebetriebe.

Die Gemeinde gehört zu den steuerlich und finanziell starken Gemeinden des Kantons Schwyz. Die hohe Steuerkraft ist sowohl auf einkommens- und vermögensstarke Privatpersonen als auch auf ansässige Unternehmen zurückzuführen. Wollerau leistet deshalb erhebliche Beiträge an den kantonalen Ressourcenausgleich.

Im Finanzausgleich 2026 wies Wollerau die höchste Abschöpfung pro Einwohner unter den Schwyzer Gemeinden auf. Der Bezirk Höfe besitzt insgesamt eine deutlich über dem kantonalen Durchschnitt liegende Steuerkraft.[8]

Die Lage an der Autobahn und zwischen den Wirtschaftsräumen Zürich, Zug und Pfäffikon SZ macht Wollerau für Unternehmen attraktiv. Gleichzeitig bestehen hohe Grundstücks- und Mietpreise. Landwirtschaftliche Betriebe spielen gegenüber früher eine geringere Rolle, bewirtschaften jedoch weiterhin Flächen in den höher gelegenen Gemeindeteilen.

Verkehr

Eisenbahn und Bus

Der Bahnhof Wollerau liegt an der Strecke Wädenswil–Einsiedeln der Schweizerischen Südostbahn. Regionalzüge verbinden die Gemeinde mit Samstagern, Schindellegi, Einsiedeln und Wädenswil.

Über Wädenswil, Richterswil und Pfäffikon SZ bestehen Anschlüsse an das Netz der S-Bahn Zürich sowie an nationale Fernverkehrsverbindungen. Buslinien verbinden Wollerau unter anderem mit Samstagern, Richterswil, Pfäffikon SZ, Bäch, Wilen und weiteren Ortsteilen.[9]

Strassenverkehr

Wollerau besitzt einen eigenen Anschluss an die Autobahn A3. Diese führt nordwestlich nach Zürich und südöstlich über Pfäffikon SZ in Richtung Glarnerland und Graubünden.

Die Hauptstrasse verbindet Wollerau mit Richterswil, Schindellegi, Freienbach und Pfäffikon SZ. Aufgrund des Bevölkerungswachstums und des starken Pendlerverkehrs ist die Belastung des lokalen Strassennetzes ein wiederkehrendes Thema der Gemeindepolitik.

Historisch verlief ein wichtiger Pilgerweg durch das Gemeindegebiet. Pilgerinnen und Pilger gelangten von Richterswil über Wollerau und Schindellegi zum Kloster Einsiedeln. Mit dem Ausbau der Strassen und Eisenbahnen verlor der alte Weg im 19. Jahrhundert seine Bedeutung als Hauptverkehrsroute.[10]

Bildung

Die Gemeinde führt Kindergärten und Primarschulen. Die Sekundarstufe wird gemeinsam mit den anderen Gemeinden des Bezirks Höfe organisiert. Weiterführende Schulen befinden sich unter anderem in Pfäffikon SZ, Einsiedeln, Wädenswil und weiteren Orten der Region.

Die Musikschule Wollerau bietet Unterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Zum kommunalen Bildungs- und Kulturangebot gehören ausserdem eine Bibliothek sowie verschiedene Betreuungs- und Freizeitangebote.

Mit dem Dorf- und Bildungszentrum Wollerau verfolgt die Gemeinde ein grösseres Infrastrukturprojekt. Es soll zusätzliche Räume für die Primarschule, die familienergänzende Kinderbetreuung und öffentliche Nutzungen schaffen.

Religion

Wollerau wurde 1536 zu einer eigenständigen katholischen Pfarrei. Die heutige Pfarrkirche St. Verena steht im Dorfzentrum und prägt das Ortsbild. Sie gehört zum Seelsorgeraum Berg.

Die evangelisch-reformierte Bevölkerung nahm besonders nach der Einführung der Niederlassungsfreiheit im 19. Jahrhundert zu. Sie wird durch die reformierte Kirchgemeinde Höfe betreut.

Im Ortsteil Bäch steht die Bruderklausenkapelle. Daneben befinden sich im Gemeindegebiet mehrere Wegkreuze, Bildstöcke und kleinere religiöse Denkmäler.

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche St. Verena

Die katholische Pfarrkirche St. Verena bildet zusammen mit dem Pfarrhaus und den umliegenden Gebäuden das historische Zentrum von Wollerau. Der Kirchenbau wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach verändert und erweitert.

Die heilige Verena ist die Patronin der Pfarrei. Der erhöhte Standort der Kirche bietet einen weiten Blick über die umliegenden Quartiere und den Zürichsee.

Turm-Matt

Das Gebiet Turm-Matt gilt als mutmasslicher Standort des mittelalterlichen Wohnturms der Ritter von Wollerau. Oberirdisch sind von der früheren Anlage keine bedeutenden Reste erhalten. Der Name erinnert jedoch an die älteste bekannte lokale Adelsfamilie.

Heute befinden sich in diesem Gebiet unter anderem das Pflegezentrum und weitere öffentliche Einrichtungen.

Historische Hauptstrasse

Entlang der Hauptstrasse stehen mehrere Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Besonders nach dem Ausbau der Strassenverbindungen in den 1860er-Jahren entstanden Gasthäuser, Wohnhäuser und Gewerbebauten im Stil des Spätbiedermeiers.

Die Hauptstrasse war früher eine wichtige Verbindung zwischen Richterswil, Wollerau und Schindellegi. Pferdeposten, Fuhrwerke und Pilger prägten das damalige Strassenbild.[11]

Aussichtslagen und Wanderwege

Die Hanglage ermöglicht an zahlreichen Orten Ausblicke über den Zürichsee bis nach Zürich sowie auf die Glarner und Zentralschweizer Alpen. Wanderwege führen durch Wälder, Landwirtschaftsflächen und ehemalige Weinberge.

Der Höhronen ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Von Wollerau aus bestehen Wanderverbindungen in Richtung Schindellegi, Feusisberg, Samstagern und Richterswil.

Kultur und Vereine

Das gesellschaftliche Leben wird von zahlreichen Sport-, Musik-, Kultur-, Freizeit- und Hilfsvereinen getragen. Zu den traditionellen Organisationen gehören Musikvereine, Turnvereine, Schützenvereine und kirchliche Gemeinschaften.

Die Gemeinde unterstützt Veranstaltungen und stellt Sport- und Mehrzweckanlagen zur Verfügung. Die örtliche Feuerwehr wird als Milizorganisation geführt und übernimmt Aufgaben des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung.

Regionale Kulturangebote bestehen in enger Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden des Bezirks Höfe. Grössere Veranstaltungsorte, Kinos und Museen befinden sich unter anderem in Pfäffikon SZ, Rapperswil-Jona, Einsiedeln und Wädenswil.

Natur und Erholung

Die Wälder am Höhronen und die landwirtschaftlichen Hanglagen sind bedeutende Naherholungsräume. Spazier- und Wanderwege verbinden das Dorf mit Wilen, Bäch, Richterswil, Samstagern und Schindellegi.

Am schmalen Seeufer liegen öffentliche und private Hafen-, Bade- und Freizeitanlagen. Durch die starke Überbauung ist der direkte Zugang zum Zürichsee innerhalb der Gemeinde jedoch begrenzter als in mehreren Nachbargemeinden.

Die Gemeinde steht vor der Aufgabe, die weitere Siedlungsentwicklung mit dem Schutz von Landschaft, Wald, Gewässern und Landwirtschaftsflächen zu vereinbaren. Hanglagen können bei Starkregen und intensiver Bautätigkeit besondere Anforderungen an Entwässerung und Naturgefahrenprävention stellen.

Persönlichkeiten

Mit Wollerau verbunden sind unter anderem:

  • Peter Marvey (* 1971), Illusionist und Magier;
  • Roger Federer (* 1981), ehemaliger Tennisspieler, zeitweise wohnhaft in Wollerau;
  • Kimi Räikkönen (* 1979), finnischer Automobilrennfahrer, zeitweise wohnhaft in Wollerau;
  • Felipe Massa (* 1981), brasilianischer Automobilrennfahrer, zeitweise wohnhaft in Wollerau;
  • Charles Vögele (1923–2002), Unternehmer und Autorennfahrer.

Die günstige Steuerlage und die Nähe zum Flughafen Zürich haben Wollerau zu einem Wohnort mehrerer international bekannter Sportler und Unternehmer gemacht. Angaben zu privaten Wohnsitzen können sich jedoch verändern.

Siehe auch

Einzelnachweise

Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu Wollerau