Glarus Nord
| Glarus Nord | |
|---|---|
| Staat | Schweiz |
| Kanton | Glarus |
| BFS-Nummer | 1630 |
| Entstehung | 1. Januar 2011 |
| Ortschaften | Bilten, Niederurnen, Oberurnen, Näfels, Mollis, Filzbach, Obstalden und Mühlehorn |
| Verwaltungssitz | Niederurnen |
| Postleitzahlen | 8752 Näfels 8753 Mollis 8757 Filzbach 8758 Obstalden 8865 Bilten 8866 Ziegelbrücke 8867 Niederurnen 8868 Oberurnen 8874 Mühlehorn |
| Koordinaten | ungefähr 47° 06′ N, 9° 04′ O |
| Höhenlage | 410 bis 2'441 m ü. M. |
| Fläche | 146,98 km² |
| Einwohner | 19'860 |
| Einwohnerstand | 31. Dezember 2025 |
| Bevölkerungsdichte | rund 135 Einwohner je km² |
| Gemeindepräsident | Fridolin Staub |
| Website | glarus-nord.ch |
Glarus Nord ist eine politische Gemeinde im Kanton Glarus in der Schweiz. Sie umfasst das Glarner Unterland, den Kerenzerberg und einen Teil des südlichen Walenseeufers. Die Gemeinde entstand am 1. Januar 2011 durch den Zusammenschluss der früheren Gemeinden Bilten, Niederurnen, Oberurnen, Näfels, Mollis, Filzbach, Obstalden und Mühlehorn.[1]
Mit einer Fläche von 146,98 Quadratkilometern ist Glarus Nord die flächenmässig zweitgrösste der drei Glarner Gemeinden. Ende 2025 lebten 19'860 Einwohnerinnen und Einwohner in der Gemeinde. Damit ist Glarus Nord die bevölkerungsreichste Gemeinde des Kantons.[2]
Glarus Nord wird häufig als «Tor zum Glarnerland» bezeichnet. Die Gemeinde liegt an wichtigen Verkehrsachsen zwischen der Region Zürich, der Linthebene, dem Walensee, dem Sarganserland und dem inneren Glarnerland. Der Bahnknoten Ziegelbrücke und die Autobahn A3 verleihen ihr eine überregionale Verkehrsbedeutung. Gleichzeitig besitzt Glarus Nord ausgedehnte Landwirtschaftsflächen, Wälder, Alpen und hochalpine Gebiete.
Geografie
Lage
Glarus Nord umfasst den nördlichen Eingang des Glarner Haupttals, die östliche Linthebene sowie die Berglandschaft zwischen dem Walensee und dem Fronalp- und Mürtschengebiet. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von Bilten im Norden über Niederurnen, Oberurnen, Näfels und Mollis bis zum Kerenzerberg mit Filzbach, Obstalden und Mühlehorn.
Im Norden und Nordwesten grenzt die Gemeinde an den Kanton St. Gallen und den Kanton Schwyz. Im Süden schliessen die Gemeinden Glarus und Glarus Süd an. Im Osten bildet der Walensee auf mehreren Abschnitten eine natürliche Grenze zu Gemeinden des Kantons St. Gallen.
Die Landschaft lässt sich in zwei Haupträume gliedern. Das Glarner Unterland umfasst die weitgehend ebene Tal- und Schwemmebene zwischen Bilten, Niederurnen, Näfels und Mollis. Der Kerenzerberg erhebt sich östlich davon über dem Walensee und umfasst die Dörfer Filzbach, Obstalden und Mühlehorn.
Fläche und Höhenlage
Die Gemeindefläche beträgt 14'698 Hektaren. Davon werden rund 5'572 Hektaren landwirtschaftlich genutzt, während 5'773 Hektaren mit Wald bedeckt sind.[2]
Der tiefste Punkt liegt an der Linth bei Bilten auf etwa 410 Metern über Meer. Der höchste Punkt ist der 2'441 Meter hohe Ruchen im Mürtschenmassiv. Zwischen diesen beiden Punkten bestehen grosse landschaftliche und klimatische Unterschiede.
Die dicht besiedelten Gebiete liegen überwiegend auf dem Talboden und an den unteren Berghängen. Oberhalb davon folgen Wälder, Maiensässe, Alpen und felsige Hochgebirgslandschaften. Zu den markanten Bergen und Höhenzügen gehören der Rautispitz, der Wiggis, der Fronalpstock, der Mürtschenstock und die Höhen des Kerenzerbergs.
Gewässer
Die Linth prägt den westlichen und nördlichen Teil der Gemeinde. Sie fliesst aus dem Glarnerland durch die Linthebene in Richtung Zürichsee. Seit der Linthkorrektion des frühen 19. Jahrhunderts wird das Wasser durch den Escherkanal in den Walensee und anschliessend durch den Linthkanal weiter zum Zürichsee geleitet.
Die Korrektur der Linth verminderte die Überschwemmungsgefahr und ermöglichte die Entwässerung grosser Teile der Ebene. Dadurch entstanden wertvolle Landwirtschafts-, Siedlungs- und Industrieflächen. Die Kanäle, Dämme und Entwässerungsgräben gehören bis heute zu den prägenden Elementen der Landschaft.
Im Osten reicht das Gemeindegebiet an den Walensee. Mühlehorn liegt unmittelbar am Seeufer, während Filzbach und Obstalden auf Terrassen oberhalb des Sees liegen.
Weitere bedeutende Gewässer sind der Obersee oberhalb von Näfels, der Talalpsee und der Spaneggsee am Kerenzerberg. Zahlreiche Bergbäche und Rüfen entwässern die steilen Hänge und können bei starken Niederschlägen erhebliche Geschiebemengen in den Talboden transportieren.
Natur und Landschaft
Glarus Nord besitzt eine grosse Vielfalt an Lebensräumen. Dazu gehören die Feuchtgebiete und Landwirtschaftsflächen der Linthebene, Trockenstandorte, Auen, Wälder, Bergwiesen, Alpweiden und hochalpine Felslandschaften.
Der Talboden wird intensiv landwirtschaftlich und wirtschaftlich genutzt. Gleichzeitig bestehen dort ökologisch wertvolle Gebiete wie das Biotop Feldbach, die Tankgräben bei Näfels, Flächen entlang der Linth und verschiedene Amphibienlaichgebiete.
Ein Teil des Mürtschengebiets gehört zum Umfeld des UNESCO-Weltnaturerbes Tektonikarena Sardona. Am Mürtschenstock ist die Glarner Hauptüberschiebung deutlich erkennbar. Dabei liegen ältere Gesteinsschichten über wesentlich jüngeren Schichten.[3]
Ortschaften
Glarus Nord besitzt keinen Ort mit demselben Namen wie die Gesamtgemeinde. Die acht Ortschaften haben ihre historischen Namen, Postleitzahlen, Dorfzentren und lokalen Identitäten behalten.
| Ortschaft | Postleitzahl | Lage und Bedeutung |
|---|---|---|
| Bilten | 8865 | Nördlichste Ortschaft in der Linthebene; bedeutender Industrie-, Gewerbe- und Landwirtschaftsstandort |
| Niederurnen | 8867 | Verwaltungssitz und wichtiger Wohn-, Handels- und Industriestandort; umfasst Teile von Ziegelbrücke |
| Oberurnen | 8868 | Siedlung zwischen Niederurnen und Näfels mit historischem Dorfkern und Wohnquartieren |
| Näfels | 8752 | Bevölkerungsreichste Ortschaft; historisches Zentrum, Wirtschaftsstandort und Schauplatz der Schlacht bei Näfels |
| Mollis | 8753 | Grosses Dorf im Talboden mit historischem Ortsbild, Flugplatz und Industriegebieten |
| Filzbach | 8757 | Touristisch geprägtes Dorf am Kerenzerberg mit Sportzentrum und Aussicht auf den Walensee |
| Obstalden | 8758 | Bergdorf auf einer Geländeterrasse über dem Walensee |
| Mühlehorn | 8874 | Kleinste Ortschaft der Gemeinde; liegt unmittelbar am Walensee |
Bilten
Bilten liegt am nördlichen Rand des Kantons Glarus in der Linthebene. Das Dorf war traditionell landwirtschaftlich geprägt, entwickelte sich aufgrund seiner guten Verkehrslage jedoch zu einem bedeutenden Gewerbe-, Industrie- und Logistikstandort.
Das Siedlungsgebiet umfasst den historischen Dorfkern, Wohnquartiere und grossflächige Arbeitszonen. Die fruchtbaren Böden rund um Bilten werden weiterhin intensiv landwirtschaftlich genutzt.
Zu den bekannten Unternehmen gehört der Schokoladenhersteller Läderach, der in Bilten Produktions-, Besucher- und Verwaltungsangebote betreibt. Das «House of Läderach» entwickelte sich zudem zu einem touristischen Ausflugsziel.
Niederurnen und Ziegelbrücke
Niederurnen bildet gemeinsam mit Ziegelbrücke einen der wichtigsten Verkehrs- und Wirtschaftsräume der Gemeinde. In Niederurnen befindet sich der Hauptsitz der Gemeindeverwaltung.
Die Ortschaft ist historisch mit der Industrie verbunden. In Niederurnen befindet sich der Hauptsitz der Swisspearl Group, deren Vorgängerunternehmen Eternit seit dem frühen 20. Jahrhundert Faserzementprodukte herstellte.[4]
Ziegelbrücke entwickelte sich rund um den gleichnamigen Bahnhof. Das Siedlungsgebiet gehört teilweise zu Niederurnen und teilweise zur benachbarten St. Galler Gemeinde Schänis. Der Bahnhof ist ein wichtiger Umsteigepunkt zwischen den Strecken nach Zürich, Rapperswil, Chur und Linthal.
Von Niederurnen führt eine Luftseilbahn ins Niederurner Täli. Das Berggebiet wird für Landwirtschaft, Wandern und Naherholung genutzt.
Oberurnen
Oberurnen liegt zwischen Niederurnen und Näfels am westlichen Rand des Talbodens. Der historische Dorfkern befindet sich am Fuss der bewaldeten Berghänge.
Die Ortschaft entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer Wohn- und Gewerbegemeinde. Durch das Wachstum der Siedlungen sind Niederurnen, Oberurnen und Näfels heute weitgehend miteinander verbunden.
Oberhalb des Dorfes liegen Alp- und Waldgebiete sowie Übergänge in Richtung Schwändital und Fronalpgebiet.
Näfels
Näfels ist die bevölkerungsreichste Ortschaft von Glarus Nord. Das Dorf besitzt einen historischen Kern mit repräsentativen Gebäuden, Kirchen, traditionellen Wohnhäusern und ehemaligen Herrschaftssitzen.
Näfels ist besonders mit der Schlacht bei Näfels verbunden. Am 9. April 1388 besiegten die Glarner und ihre Verbündeten ein zahlenmässig überlegenes habsburgisches Heer. Der Sieg war von grosser Bedeutung für die politische Selbstständigkeit des Landes Glarus.[5]
An die Schlacht erinnert die jährlich durchgeführte Näfelser Fahrt. Der kantonale Gedenktag umfasst einen feierlichen Zug entlang historischer Stationen, Gottesdienste, Ansprachen und militärische Zeremonien.
Näfels ist zugleich ein bedeutender Industrie- und Dienstleistungsstandort. Die Netstal Maschinen AG betreibt dort ihren Hauptsitz und ein Produktionswerk für Hochleistungs-Spritzgiessmaschinen.[6]
Mollis
Mollis liegt auf einem weiten Schwemmkegel am östlichen Rand des Glarner Haupttals. Das Dorf besitzt einen gut erhaltenen historischen Kern mit stattlichen Wohnhäusern, Kirchen und ehemaligen Handels- und Gewerbebauten.
Südlich und westlich des Dorfes erstrecken sich Landwirtschafts- und Industrieflächen. Der frühere Militärflugplatz Mollis wird heute als ziviler Flugplatz genutzt. Er dient der Geschäfts-, Freizeit-, Helikopter- und Veranstaltungsfliegerei.
Der Gemeinderat genehmigte 2025 einen Masterplan für die schrittweise Weiterentwicklung des Flugplatzgebiets. Vorgesehen ist eine Verbindung von Aviatik, Gewerbe, öffentlichen Räumen, Landschaft und Freizeitnutzungen.[7]
Auf dem Flugplatzgelände fand 2025 das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest Glarnerland+ statt. Für den Grossanlass wurden vorübergehend eine Festarena und umfangreiche Verkehrsanlagen errichtet.
Filzbach
Filzbach liegt auf dem Kerenzerberg hoch über dem Walensee. Das Dorf ist für seine Aussicht auf den See, die Churfirsten und die umliegende Berglandschaft bekannt.
Von Filzbach führt eine Sesselbahn nach Habergschwänd. Von dort bestehen Wanderwege zum Talalpsee, zum Spaneggsee, zum Fronalppass und in das Mürtschengebiet.
Das Sportzentrum Kerenzerberg ist eine kantonale Sport-, Ausbildungs- und Seminaranlage. Es besitzt Sporthallen, Aussenanlagen, ein Hallenbad, Unterkünfte und Schulungsräume.
Im Seminarhotel Lihn befindet sich eine Ausstellung zum UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona. Sie erklärt die geologische Entwicklung der Alpen und dient als Ausgangspunkt für geologische Wanderungen.[8]
Obstalden
Obstalden liegt auf einer sonnigen Terrasse über dem Walensee. Das Dorf besitzt einen historischen Kern mit Kirche, Gasthäusern, Wohnhäusern und Bauernbetrieben.
Die Lage am Kerenzerberg bot bereits früh eine wichtige Verbindung zwischen dem Glarnerland, dem Walensee und dem Sarganserland. Die moderne Kerenzerbergstrasse und die Autobahn verlaufen teilweise in Tunneln und Galerien unterhalb beziehungsweise oberhalb des Dorfes.
Die Landwirtschaft, das lokale Gewerbe und der Tourismus bilden wichtige Grundlagen des Dorflebens. Wanderwege verbinden Obstalden mit Filzbach, Mühlehorn, dem Walensee und den höher gelegenen Alpen.
Mühlehorn
Mühlehorn liegt am südlichen Ufer des Walensees und ist die kleinste Ortschaft von Glarus Nord. Der Dorfkern erstreckt sich zwischen dem Seeufer und den steilen Berghängen.
Der Meerenbach lieferte früher Energie für Mühlen und Hammerwerke. Die historische Hammerschmiede erinnert an die handwerkliche und frühindustrielle Vergangenheit des Dorfes.
Mühlehorn besitzt einen Bahnhof an der Walenseestrecke und einen kleinen Hafen. Das Dorf ist Ausgangspunkt für Wanderungen am Walensee und auf den Kerenzerberg.
Geschichte
Frühzeit und Mittelalter
Das Gebiet von Glarus Nord war bereits in vorgeschichtlicher und römischer Zeit besiedelt beziehungsweise begangen. Archäologische Funde, alte Verkehrswege und Flurnamen weisen auf eine lange Nutzung der Linthebene, des Walenseeufers und der Bergterrassen hin.
Im Mittelalter gehörten die heutigen Ortschaften unterschiedlichen Grundherren, Klöstern und Adelsfamilien. Zu den bedeutenden Herrschaftsträgern zählten das Kloster Säckingen, das Kloster Schänis, die Habsburger und verschiedene lokale Adelsgeschlechter.
Die Bevölkerung lebte von Viehzucht, Ackerbau, Alpwirtschaft, Fischerei, Waldnutzung und handwerklichen Tätigkeiten. Die Verkehrswege durch das Linthtal und entlang des Walensees verbanden die Region mit Zürich, Graubünden und den Alpenpässen.
Schlacht bei Näfels
Die Schlacht bei Näfels von 1388 gehört zu den wichtigsten Ereignissen der Glarner Geschichte. Nach dem Tod Herzog Leopolds III. in der Schlacht bei Sempach versuchten habsburgische Truppen, die Herrschaft über Glarus wiederherzustellen.
Am 9. April 1388 drang ein österreichisches Heer über Weesen und die Letzimauer in das Glarnerland ein. Nach anfänglichen Erfolgen wurden die Angreifer bei Näfels zurückgeschlagen. Der Sieg festigte die Unabhängigkeit von Glarus und seine Stellung innerhalb der Alten Eidgenossenschaft.[5]
Die Näfelser Fahrt erinnert seit dem späten Mittelalter an die Gefallenen und den Sieg. Sie gehört zu den ältesten noch durchgeführten politischen und religiösen Gedenkfeiern der Schweiz.
Linthkorrektion
Bis ins frühe 19. Jahrhundert war die Linthebene regelmässig von Überschwemmungen, Versumpfung und Krankheiten betroffen. Geschiebeablagerungen erhöhten das Flussbett und behinderten den Abfluss.
Unter der Leitung von Hans Conrad Escher von der Linth wurde die Linth zwischen 1807 und 1823 korrigiert. Der Escherkanal leitete den Fluss in den Walensee, der als natürliches Auffangbecken für Geschiebe diente. Der Linthkanal führte das Wasser anschliessend in den Zürichsee.
Die Linthkorrektion veränderte die Landschaft grundlegend. Landwirtschaftliche Flächen konnten entwässert, Verkehrswege verbessert und neue Siedlungs- und Industriegebiete erschlossen werden.
Industrialisierung
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Glarnerland zu einer bedeutenden Industrieregion. Textildruckereien, Spinnereien, Webereien, Maschinenbetriebe und Baustoffunternehmen entstanden auch in den heutigen Ortschaften von Glarus Nord.
Die Eisenbahn verbesserte den Zugang zu den Absatzmärkten und erleichterte den Transport von Rohstoffen. Ziegelbrücke wurde zu einem wichtigen Bahnknoten, während sich in Niederurnen, Näfels, Mollis und Bilten grössere Industrie- und Gewerbezonen entwickelten.
In Niederurnen begann zu Beginn des 20. Jahrhunderts die industrielle Herstellung von Faserzement. Die spätere Eternit Schweiz und heutige Swisspearl prägte die wirtschaftliche und bauliche Entwicklung des Ortes.
Die Maschinenindustrie wurde insbesondere durch den heutigen Standort der Netstal Maschinen AG in Näfels vertreten. Daneben entstanden Unternehmen der Lebensmittel-, Kunststoff-, Metall-, Bau-, Verpackungs- und Logistikbranche.
Gemeindestrukturreform
Der Kanton Glarus besass bis zum Ende des Jahres 2010 eine grosse Zahl kleiner Orts-, Schul-, Fürsorge- und Bürgergemeinden. An der Landsgemeinde von 2006 beschlossen die Stimmberechtigten eine umfassende Gemeindestrukturreform. Der Entscheid zur Bildung von drei grossen Einheitsgemeinden wurde an einer ausserordentlichen Landsgemeinde 2007 bestätigt.[9]
Die bisherigen Gemeinden Bilten, Niederurnen, Oberurnen, Näfels, Mollis, Filzbach, Obstalden und Mühlehorn wurden am 1. Januar 2011 zur Gemeinde Glarus Nord vereinigt. Gleichzeitig gingen die bisherigen Schul- und weitere kommunale Körperschaften in der neuen Einheitsgemeinde auf.
Von 2010 bis 2016 besass Glarus Nord ein Gemeindeparlament. Mit einer Änderung der Gemeindeorganisation gingen dessen Zuständigkeiten an die Gemeindeversammlung über. Seither entscheiden die Stimmberechtigten wieder unmittelbar an Gemeindeversammlungen über kommunale Sachgeschäfte.
Bevölkerung
Glarus Nord verzeichnete seit seiner Gründung ein deutliches Bevölkerungswachstum. Ende 2011 lebten 17'091 Personen mit Niederlassung in der Gemeinde. Bis Ende 2025 stieg die Zahl auf 19'860.[10]
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 2011 | 17'091 |
| 2021 | 19'204 |
| 2022 | 19'511 |
| 2023 | 19'659 |
| 2024 | 19'816 |
| 2025 | 19'860 |
Ende 2025 besassen 14'223 Einwohnerinnen und Einwohner das Schweizer Bürgerrecht. 5'637 Personen waren ausländische Staatsangehörige. Der Ausländeranteil betrug damit rund 28,4 Prozent.[10]
Näfels ist die bevölkerungsreichste Ortschaft, gefolgt von Niederurnen mit Ziegelbrücke und Mollis. Die drei kleinen Dörfer Filzbach, Obstalden und Mühlehorn weisen zusammen einen deutlich geringeren Bevölkerungsanteil auf.
Das Bevölkerungswachstum konzentriert sich vor allem auf die gut erschlossenen Gebiete der Linthebene. Neue Wohnquartiere entstanden insbesondere in Bilten, Niederurnen, Oberurnen, Näfels und Mollis.
Politik und Verwaltung
Gemeindeversammlung
Die Stimmberechtigten bilden das oberste Organ der Gemeinde. Sie beraten und beschliessen an der Gemeindeversammlung, soweit keine Urnenabstimmung vorgeschrieben ist.
Die Gemeindeversammlung entscheidet unter anderem über:
- die Gemeindeordnung und kommunale Reglemente
- Budget, Steuerfuss und Jahresrechnung
- Nutzungsplanung und grössere Bauvorhaben
- Verpflichtungs- und Nachtragskredite
- die Gründung und Organisation gemeindeeigener Betriebe
- die Wahl der Geschäftsprüfungskommission und bestimmter Verwaltungsräte
Die Gemeindeversammlungen finden in der Regel zweimal jährlich statt. Da sich das Gemeindegebiet über acht Ortschaften erstreckt, werden sie an wechselnden Standorten durchgeführt. Für die Anreise werden teilweise besondere Busverbindungen angeboten.
Gemeinderat
Der Gemeinderat ist die leitende und oberste vollziehende Behörde. Er besteht aus dem Gemeindepräsidenten und sechs weiteren Mitgliedern. Der Gemeindepräsident ist im Vollamt tätig, während die übrigen Mitglieder Ressorts im Nebenamt führen.[11]
Für die Amtsperiode 2026 bis 2030 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:[12]
| Mitglied | Partei | Wohnort | Ressort |
|---|---|---|---|
| Fridolin Staub | SVP | Bilten | Gemeindepräsident; Präsidiales |
| Olivia Lattmann | FDP | Näfels | Vizepräsidentin; Bildung |
| Kaspar Krieg | SVP | Niederurnen | Liegenschaften |
| Daniel Landolt | Die Mitte | Näfels | Finanzen und Beteiligungen |
| Christoph Zwicky | SP | Obstalden | Wald und Landwirtschaft |
| Bruno Gallati | Die Mitte | Näfels | Bau und Umwelt |
| Martin Dürst | SVP | Niederurnen | Gesellschaft |
Geschäftsprüfungskommission
Die Geschäftsprüfungskommission ist die oberste kommunale Aufsichtsbehörde. Sie besteht aus einem Präsidenten und sechs weiteren Mitgliedern.
Die Kommission prüft die Rechtmässigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Tätigkeit des Gemeinderats, der Verwaltung, der Betriebe und der öffentlich-rechtlichen Anstalten. Zudem beurteilt sie Budget, Jahresrechnung und Geschäfte mit finanziellen Auswirkungen zuhanden der Stimmberechtigten.[11]
Gemeindewappen
Das Wappen von Glarus Nord zeigt in goldenem Feld einen blauen Wellenpfahl, der auf beiden Seiten von je vier blauen sechsstrahligen Sternen begleitet wird.
Der Wellenpfahl symbolisiert die Linth und die Gewässer der Gemeinde. Die acht Sterne stehen für die acht früheren Gemeinden, aus denen Glarus Nord entstanden ist.[11]
Wirtschaft
Glarus Nord ist der wichtigste Arbeitsplatz- und Industriestandort des Kantons Glarus. Ende 2020 wurden in der Gemeinde 1361 Arbeitsstätten mit insgesamt 8669 Beschäftigten gezählt.[13]
Die Wirtschaft ist breit gegliedert. Bedeutende Bereiche sind:
- Maschinen- und Anlagenbau
- Baustoff- und Faserzementindustrie
- Lebensmittel- und Schokoladenproduktion
- Kunststoff- und Verpackungstechnik
- Metallverarbeitung
- Baugewerbe
- Logistik und Transport
- Detailhandel und Dienstleistungen
- Landwirtschaft und Forstwirtschaft
- Tourismus und Freizeitwirtschaft
Zu den bekannten Unternehmen gehören Swisspearl in Niederurnen, Netstal Maschinen in Näfels und Läderach in Bilten. Hinzu kommen zahlreiche kleine und mittlere Gewerbe- und Industriebetriebe.
Grossflächige Arbeitsgebiete befinden sich in Bilten, Niederurnen, Ziegelbrücke, Näfels und Mollis. Das Gebiet des Flugplatzes Mollis gilt als langfristiger Entwicklungsschwerpunkt für Aviatik, Gewerbe und technologieorientierte Unternehmen.
Die Landwirtschaft besitzt vor allem in der Linthebene eine grosse Bedeutung. Dort befinden sich ein erheblicher Teil der Fruchtfolgeflächen des Kantons sowie Betriebe der Milchwirtschaft, Viehzucht und des Ackerbaus. In den Berggebieten dominieren Alp- und Forstwirtschaft.
Glarus Nord wurde 2016 als erste Fair Trade Town der Schweiz ausgezeichnet.[14]
Verkehr
Strassenverkehr
Die Autobahn A3 durchquert Glarus Nord und verbindet die Gemeinde mit Zürich, dem Walensee, Sargans und Chur. Autobahnanschlüsse bestehen unter anderem bei Bilten, Niederurnen und Weesen.
Die Hauptstrasse 17 führt von der Linthebene durch Niederurnen, Oberurnen, Näfels und Mollis weiter nach Glarus und ins südliche Kantonsgebiet. Eine weitere wichtige Verbindung führt über den Kerenzerberg nach Filzbach, Obstalden und Mühlehorn.
Die Verkehrsachsen machen Glarus Nord zu einem gut erreichbaren Wirtschaftsstandort, führen in den Dorfzentren jedoch auch zu Belastungen durch Durchgangs- und Schwerverkehr. Die Gemeinde verfolgt deshalb ein Gesamtverkehrskonzept mit Massnahmen für den öffentlichen Verkehr, Fuss- und Veloverkehr sowie die Gestaltung der Ortsdurchfahrten.
Eisenbahn
Der Bahnhof Ziegelbrücke ist der wichtigste Eisenbahnknoten der Gemeinde. Hier treffen die Strecken aus Zürich und Rapperswil mit den Linien nach Chur und Linthal zusammen.
Weitere Bahnhöfe und Haltestellen sind:
- Nieder- und Oberurnen
- Näfels-Mollis
- Mühlehorn
Die Bahnverbindungen ermöglichen direkte oder umsteigefreie Fahrten nach Glarus, Schwanden, Linthal, Zürich, Rapperswil, Sargans und Chur. Ergänzt wird das Angebot durch regionale Buslinien.
Busverkehr
Buslinien erschliessen Bilten, Niederurnen, Oberurnen, Näfels, Mollis und die Dörfer des Kerenzerbergs. Sie verbinden die Wohngebiete mit den Bahnhöfen, Schulen, Arbeitsplätzen, Einkaufsgebieten und Freizeitanlagen.
Der Kerenzerberg wird durch eine Buslinie zwischen Näfels-Mollis, Filzbach, Obstalden und Mühlehorn erschlossen. Weitere Verbindungen führen nach Weesen, Glarus und in die Nachbargemeinden der Linthebene.
Bergbahnen
Zu den touristischen Bahnen gehören:
- die Luftseilbahn Niederurnen–Morgenholz
- die Sesselbahn Filzbach–Habergschwänd
Die Anlagen erschliessen Wander-, Alp- und Naherholungsgebiete. Von Habergschwänd führen Wege zum Talalpsee und ins Gebiet der Tektonikarena Sardona.
Flugplatz Mollis
Der Flugplatz Mollis war ursprünglich ein Militärflugplatz der Schweizer Luftwaffe. Nach dem Rückzug des Militärs wurde er für zivile Nutzungen weiterentwickelt.
Heute dient der Flugplatz unter anderem Geschäftsflügen, Helikopterunternehmen, Flugschulen, Freizeitfliegerei und Veranstaltungen. Aufgrund der grossen zusammenhängenden Fläche besitzt das Areal erhebliche wirtschaftliche und raumplanerische Bedeutung.
Bildung
Die Gemeinde ist für Kindergarten, Primarschule, Sekundarstufe und schulergänzende Angebote zuständig. Schulstandorte bestehen in mehreren Ortschaften, wobei die Angebote nach Altersstufe und Einzugsgebiet zusammengefasst werden.
Die dezentrale Schulstruktur soll die örtliche Verankerung bewahren und gleichzeitig einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen. Für kleinere Ortschaften des Kerenzerbergs werden Schulangebote teilweise an gemeinsamen Standorten geführt.
Weiterführende Schulen befinden sich insbesondere in Glarus. Berufsfachschulen und Hochschulen sind über die Bahnverbindungen in der Region Zürich, in Rapperswil, Chur und St. Gallen erreichbar.
Kultur und Brauchtum
Näfelser Fahrt
Die Näfelser Fahrt ist der wichtigste historische Gedenkanlass der Gemeinde und des Kantons. Sie erinnert an die Schlacht bei Näfels von 1388.
Die Teilnehmenden ziehen von Näfels entlang der historischen Schlachtorte. An verschiedenen Stationen werden Gebete gesprochen, die Namen der Gefallenen verlesen und Reden gehalten. Der Anlass verbindet religiöse, historische, politische und militärische Traditionen.
Freulerpalast
Der Freulerpalast in Näfels wurde im 17. Jahrhundert für den französischen Gardeobersten Kaspar Freuler errichtet. Der repräsentative Bau gehört zu den bedeutendsten barocken Profanbauten der Schweiz.
Seit 1946 beherbergt der Palast das Museum des Landes Glarus. Die Ausstellungen behandeln die Geschichte des Kantons, die Textilindustrie, das Militärwesen, Brauchtum, Kunst und Alltagskultur.
Ortsbilder
Die acht Ortschaften besitzen unterschiedliche historische Ortsbilder. Näfels und Mollis verfügen über besonders umfangreiche Bestände an Herren-, Bürger- und Bauernhäusern. In Bilten, Niederurnen, Oberurnen, Filzbach, Obstalden und Mühlehorn sind ebenfalls historische Dorfkerne, Kirchen und traditionelle Wohnbauten erhalten.
Die Gemeinde erstellt räumliche Dorfanalysen und virtuelle Dorfspaziergänge, um die charakteristischen Strukturen zu dokumentieren und bei der Siedlungsentwicklung zu berücksichtigen.
Vereine und Veranstaltungen
Das gesellschaftliche Leben wird von zahlreichen Musik-, Sport-, Fasnachts-, Kultur-, Schützen-, Feuerwehr- und Dorfvereinen getragen. Viele Vereine gehen auf die Zeit vor der Gemeindefusion zurück und bleiben eng mit ihrer jeweiligen Ortschaft verbunden.
Lokale Märkte, Chilbis, Fasnachtsveranstaltungen, Konzerte und Sportanlässe tragen zur kulturellen Vielfalt bei.
Sport und Freizeit
Die lintharena in Näfels ist das grösste Sport- und Freizeitzentrum der Gemeinde. Sie besitzt Hallen- und Aussenanlagen, ein Schwimmbad, Wellnessangebote, eine Kletterhalle, Unterkünfte und Veranstaltungsräume.
Das Sportzentrum Kerenzerberg in Filzbach dient Sportvereinen, Schulen, Verbänden und Privatpersonen. Es bietet Trainingsmöglichkeiten, Unterkünfte und Seminarangebote.
Weitere Freizeitgebiete sind:
- das Oberseetal bei Näfels
- Mullern und die Fronalp
- das Niederurner Täli
- der Kerenzerberg
- der Talalp- und Spaneggsee
- das Walenseeufer bei Mühlehorn
- die Linthdämme und die Linthebene
- das Mürtschengebiet
Die Landschaft eignet sich zum Wandern, Bergsteigen, Klettern, Velofahren, Baden, Schneeschuhlaufen und für weitere Bergsportarten.
Sehenswürdigkeiten
Zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten von Glarus Nord gehören:
- der Freulerpalast und das Museum des Landes Glarus in Näfels
- die Gedenkstätten der Schlacht bei Näfels
- die katholische Pfarrkirche St. Hilarius und das Kapuzinerkloster in Näfels
- das historische Ortsbild von Mollis
- die Hammerschmiede in Mühlehorn
- der Obersee bei Näfels
- der Talalpsee und der Spaneggsee
- der Kerenzerberg mit Aussicht auf den Walensee
- die geologischen Formationen des Mürtschenstocks
- die historischen Linth- und Escherkanalanlagen
- die Luftseilbahn ins Niederurner Täli
- das House of Läderach in Bilten
Städtepartnerschaft
Glarus Nord unterhält eine Städtepartnerschaft mit Bad Säckingen im deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Die Verbindung knüpft unter anderem an die historischen Beziehungen des Glarnerlands zum ehemaligen Damenstift Säckingen an.
Die Partnerschaft wird durch gegenseitige Besuche, kulturelle Veranstaltungen, Vereinskontakte und offizielle Begegnungen gepflegt.
Persönlichkeiten
Zu den mit den heutigen Ortschaften von Glarus Nord verbundenen Persönlichkeiten gehören unter anderem:
- Niklaus Franz von Bachmann (1740–1831), Schweizer General, geboren in Näfels
- Fridolin Paravicini (1742–1802), Offizier und Politiker, geboren in Glarus und mit Näfels verbunden
- Kaspar Freuler (1595–1651), Offizier in französischen Diensten und Bauherr des Freulerpalasts
- Hans Conrad Escher von der Linth (1767–1823), Leiter der Linthkorrektion
- Fritz Zwicky (1898–1974), Astrophysiker, mit Mollis als Bürgerort verbunden
Siehe auch
- Kanton Glarus
- Liste der Gemeinden im Kanton Glarus
- Glarner Gemeindereform
- Linthebene
- Walensee
- Kerenzerberg
- Schlacht bei Näfels
- Näfelser Fahrt
- Freulerpalast
- Flugplatz Mollis
- Tektonikarena Sardona
Literatur
- Gemeinde Glarus Nord: Wir bewegen konkret. Bericht zu Glarus Nord 2011. Niederurnen 2012.
- Fridolin Hauser: Geschichte des Landes Glarus. Glarus 1954.
- Jürg Davatz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Glarus. Band II: Der Bezirk Glarus. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1980.
- Jürg Davatz: Der Freulerpalast in Näfels. Museum des Landes Glarus, Näfels.
- Michel Hess: Die Schlacht bei Näfels 1388. Ursachen und Folgen der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Glarus und Habsburg-Österreich Ende des 14. Jahrhunderts. Glarus 2002.
- Daniel Speich: Helvetische Meliorationen. Die Neuordnung der gesellschaftlichen Naturverhältnisse an der Linth 1783–1823. Chronos, Zürich 2003, ISBN 3-0340-0669-1.
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Glarus Nord
- Zahlen und Fakten
- Tourismusregion Glarusnord-Walensee
- Informationen zur Glarner Gemeindestrukturreform
- Museum des Landes Glarus im Freulerpalast
- UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona
Einzelnachweise
- ↑ Gemeinde Glarus Nord: Die Gemeinde Glarus Nord, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ 2,0 2,1 Gemeinde Glarus Nord: Zahlen und Fakten, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ Glarusnord-Walensee: UNESCO-Welterbe Sardona, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ Swisspearl: Über Swisspearl, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ 5,0 5,1 Schlacht bei Näfels im Historischen Lexikon der Schweiz, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ Netstal Maschinen AG: Geschichte, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ Gemeinde Glarus Nord: Masterplan Flugplatz Mollis, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ UNESCO-Welterbe-Ausstellung Kerenzerberg, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ Kanton Glarus: GL 2011 – drei starke Gemeinden, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ 10,0 10,1 Einwohnerbestand Glarus Nord per 31. Dezember 2025, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ 11,0 11,1 11,2 Gemeindeordnung Glarus Nord, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ Gemeinde Glarus Nord: Gemeinderat, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ Gemeinde Glarus Nord: Legislaturplanung 2023–2026, abgerufen am 6. August 2026.
- ↑ Gemeinde Glarus Nord: Erste Fair Trade Town der Schweiz, abgerufen am 6. August 2026.
Wikimedia Commons: Medien zu Glarus Nord