FC Schaffhausen

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FC Schaffhausen
Vollständiger Name Football Club Schaffhausen
Abkürzung FCS
Gründung 1. Juli 1896
Gründungsname Football-Club Victoria
Vereinsfarben Gelb-Schwarz
Sitz Schaffhausen, Kanton Schaffhausen
Verband Schweizerischer Fussballverband
Region Fussballverband Region Zürich
Stadion FCS Arena Schaffhausen
Kapazität rund 8200 Plätze
Liga Promotion League
Saison 2026/27
Website www.fcschaffhausen.ch

Der FC Schaffhausen ist ein Schweizer Fussballverein aus der Stadt Schaffhausen. Der 1896 als Football-Club Victoria gegründete Klub gehört zu den ältesten noch bestehenden Fussballvereinen der Schweiz. Seine Vereinsfarben sind Gelb und Schwarz.

Die erste Mannschaft spielte während verschiedener Perioden in der höchsten und zweithöchsten Schweizer Spielklasse. Zu den grössten Erfolgen gehören die Teilnahmen an den Finalspielen des Schweizer Cups 1988 und 1994 sowie mehrere Aufstiege in die höchste Liga. Seit dem Abstieg aus der Challenge League im Jahr 2025 tritt der FC Schaffhausen in der drittklassigen Promotion League an.

Die Heimspiele werden seit 2017 in der FCS Arena im Schaffhauser Stadtteil Herblingen ausgetragen. Zuvor war das traditionsreiche Stadion Breite während mehrerer Jahrzehnte die Heimstätte des Vereins.

Geschichte

Gründung und erste Jahre

Der Verein wurde am 1. Juli 1896 unter dem Namen Football-Club Victoria gegründet. Die Gründung erfolgte nach einem Unterhaltungsabend auf dem Munot, dem Wahrzeichen der Stadt Schaffhausen. Der Klub gehört damit zu den ältesten noch bestehenden Schweizer Fussballvereinen.[1]

In den ersten Jahren war Fussball in Schaffhausen noch eine wenig verbreitete Sportart. Die Spieler organisierten den Spielbetrieb weitgehend selbst und trugen Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus der Schweiz und dem süddeutschen Raum aus.

Der Verein änderte seinen Namen später in FC Schaffhausen. Die gelb-schwarzen Vereinsfarben entwickelten sich zu einem festen Bestandteil seiner Identität.

Die geografische Lage unmittelbar an der Grenze zu Deutschland prägte den Klub von Anfang an. Neben Gegnern aus der Schweiz bestanden Kontakte zu Vereinen aus dem Raum Baden-Württemberg.

Entwicklung bis zum Zweiten Weltkrieg

Während der ersten Jahrzehnte spielte der FC Schaffhausen überwiegend in regionalen und unteren nationalen Wettbewerben. Der Schweizer Ligabetrieb wurde damals mehrfach neu organisiert, wodurch sich Bezeichnungen und Zusammensetzung der Spielklassen veränderten.

Der Verein entwickelte schrittweise eigene Mannschafts- und Nachwuchsstrukturen. Gleichzeitig nahm das öffentliche Interesse am Fussball in der Stadt zu.

1941 gewann der FC Schaffhausen den sogenannten ZUS-Cup, einen regionalen Wettbewerb. Diesen Erfolg wiederholte der Klub 1973.[1]

Während des Zweiten Weltkriegs war der Spielbetrieb durch Mobilmachung, Reisebeschränkungen und die wirtschaftliche Lage erschwert. Dennoch blieb der Verein aktiv.

Aufstieg in die Nationalliga A

In der Nachkriegszeit entwickelte sich der FC Schaffhausen zu einem regelmässigen Teilnehmer an den nationalen Ligen. In den 1950er Jahren gelang erstmals der Aufstieg in die Nationalliga A, die damalige höchste Spielklasse der Schweiz.

Die Heimspiele im Stadion Breite zogen zahlreiche Zuschauer an. Ein besonders bekanntes Spiel fand am 27. November 1954 gegen den FC Winterthur statt. Rund 7500 Zuschauer sahen den 4:0-Sieg der Schaffhauser; die Zahl gilt als historischer Zuschauerrekord des Stadions Breite.[2]

Der Klub konnte sich jedoch nicht dauerhaft in der höchsten Spielklasse etablieren. Aufstiege und Abstiege prägten die folgenden Jahrzehnte. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten waren im Vergleich zu den grossen Vereinen aus Zürich, Basel, Bern oder Genf begrenzt.

Cupfinal von 1988

In der Saison 1987/88 erreichte der FC Schaffhausen erstmals den Final des Schweizer Cups. Der Weg ins Endspiel galt als einer der grössten sportlichen Erfolge der Vereinsgeschichte.

Im Final traf der FCS im Berner Stadion Wankdorf auf den Grasshopper Club Zürich. Die Schaffhauser unterlagen dem favorisierten Zürcher Klub, konnten sich durch die Finalteilnahme jedoch landesweit profilieren.

Die Cupkampagne führte zu einer starken Identifikation der Bevölkerung mit dem Verein. Zahlreiche Anhänger reisten zum Final nach Bern.

Zweiter Cupfinal 1994

Sechs Jahre später gelang dem FC Schaffhausen erneut der Einzug in den Cupfinal. Im Endspiel vom 15. Mai 1994 traf die Mannschaft wiederum auf den Grasshopper Club Zürich.

Die Zürcher gewannen den Final mit 4:0. Trotz der deutlichen Niederlage blieb die zweite Finalteilnahme ein herausragender Erfolg für den Schaffhauser Fussball.[3]

Der FC Schaffhausen hat den Schweizer Cup bislang nicht gewonnen. Die Finalteilnahmen von 1988 und 1994 bilden dennoch zentrale Ereignisse der Vereinsgeschichte.

Weg in die Super League

Ende der 1990er und zu Beginn der 2000er Jahre spielte der Klub in unterschiedlichen Stufen des Schweizer Ligasystems. Mit dem Eintritt neuer Investoren und einer sportlichen Neuorganisation begann eine erfolgreiche Phase.

In der Saison 2003/04 gewann der FC Schaffhausen die Challenge League und stieg direkt in die Super League auf. Damit kehrte der Verein nach langer Abwesenheit in die höchste Schweizer Liga zurück.

Der FCS spielte von 2004 bis 2007 drei aufeinanderfolgende Saisons in der Super League. In dieser Zeit traf die Mannschaft regelmässig auf Vereine wie den FC Basel, den FC Zürich, den Grasshopper Club Zürich, den BSC Young Boys und den FC St. Gallen.

Der Klub verfügte über einen vergleichsweise kleinen Etat und kämpfte meist gegen den Abstieg. Dennoch gelang es ihm, sich während drei Spielzeiten in der höchsten Liga zu behaupten.

Am Ende der Saison 2006/07 stieg Schaffhausen in die Challenge League ab.

Abstieg in die 1. Liga

In den folgenden Jahren konnte sich der Verein zunächst in der Challenge League halten. Die Saison 2010/11 endete jedoch mit einem sportlichen Tiefpunkt.

Nach einer 2:3-Niederlage gegen Stade Nyonnais in der vorletzten Meisterschaftsrunde stand der Abstieg in die damalige 1. Liga fest. Damit spielte der FC Schaffhausen erstmals seit längerer Zeit wieder ausserhalb der beiden höchsten nationalen Ligen.

Der Abstieg führte zu einer sportlichen und organisatorischen Neuorientierung. Die Vereinsführung setzte sich das Ziel, möglichst rasch in den Profifussball zurückzukehren.

Rückkehr in die Challenge League

In der Saison 2012/13 gewann der FC Schaffhausen die neu geschaffene Promotion League. Damit gelang der Wiederaufstieg in die Challenge League.

Nach der Rückkehr etablierte sich der Klub erneut in der zweithöchsten Liga. Mehrere Mannschaften erreichten Platzierungen in der oberen Tabellenhälfte, ohne zunächst ernsthaft um den Aufstieg zu spielen.

Die sportliche Konsolidierung fiel mit der Planung und dem Bau eines neuen Stadions zusammen. Das Stadion Breite erfüllte die Anforderungen des modernen Profifussballs nur noch eingeschränkt.

Barrage 2022

Eine der erfolgreichsten neueren Spielzeiten war die Saison 2021/22. Unter Trainer Hakan Yakin kämpfte der FC Schaffhausen bis zum letzten Spieltag um den direkten Aufstieg.

Durch einen 2:1-Auswärtssieg gegen Stade Lausanne-Ouchy und die gleichzeitige Niederlage des FC Aarau erreichte Schaffhausen den zweiten Tabellenplatz und qualifizierte sich für die Barrage gegen den FC Luzern.[4]

Das Hinspiel in Schaffhausen endete 2:2. Im Rückspiel in Luzern verlor der FCS mit 0:2 und verpasste den Aufstieg mit einem Gesamtergebnis von 2:4.[5]

Die Barrageteilnahme war die beste Meisterschaftsplatzierung des Vereins seit dem Abstieg aus der Super League im Jahr 2007.

Finanzielle und sportliche Krise

Nach der erfolgreichen Saison 2021/22 konnte der Verein seine sportliche Position nicht dauerhaft halten. Veränderungen in Führung und Mannschaft sowie finanzielle Schwierigkeiten belasteten den Klub.

In der Saison 2024/25 leitete die Disziplinarkommission der Swiss Football League ein Verfahren gegen den FC Schaffhausen ein, weil vorgeschriebene Zahlungsbestätigungen für Sozialabgaben nicht fristgerecht eingereicht worden waren.[6]

Im Februar 2025 wurde dem Klub wegen Verstössen gegen das Lizenzreglement ein Abzug von drei Meisterschaftspunkten auferlegt.[7]

Schaffhausen beendete die Challenge-League-Saison 2024/25 auf dem letzten Tabellenplatz und stieg in die Promotion League ab. Zusätzlich erhielt der Verein keine Lizenz für die Challenge-League-Saison 2025/26.[8]

Promotion League

Seit der Saison 2025/26 spielt die erste Mannschaft in der drittklassigen Promotion League. Der Abstieg bedeutete das Ende einer zwölfjährigen ununterbrochenen Zugehörigkeit zur Challenge League.

Auch in der Saison 2026/27 gehört der FC Schaffhausen der Promotion League an. Die Liga wird von der Ersten Liga des Schweizerischen Fussballverbands organisiert und bildet die höchste Spielklasse ausserhalb der Swiss Football League.[9]

Das Ziel des Vereins besteht darin, die sportlichen und wirtschaftlichen Strukturen zu stabilisieren und mittelfristig in die Challenge League zurückzukehren.

Vereinsnamen

Der Verein trat im Laufe seiner Geschichte unter verschiedenen Bezeichnungen auf. Die frühe Namensentwicklung ist nicht in allen Einzelheiten einheitlich dokumentiert.

Zeitraum Bezeichnung
ab 1896 Football-Club Victoria
später Vereinigter Fussball-Club Schaffhausen
seit dem 20. Jahrhundert Football Club Schaffhausen

Die gebräuchliche Kurzform lautet FC Schaffhausen oder FCS.

Vereinsfarben und Wappen

Die Vereinsfarben sind Gelb und Schwarz. Die erste Mannschaft tritt traditionell in gelben Trikots mit schwarzen Hosen oder schwarzen Gestaltungselementen an.

Das Vereinswappen zeigt die Buchstaben «FCS» und nimmt die gelb-schwarzen Farben auf. Seine Gestaltung wurde im Lauf der Vereinsgeschichte mehrfach modernisiert.

Gelb und Schwarz sind auch in der Fankultur, auf Schals, Fahnen und weiteren Fanartikeln vorherrschend. Die Farben unterscheiden den FC Schaffhausen von den weiss-schwarzen Stadtrivalen des SV Schaffhausen.

Stadien

Frühere Spielplätze

In der Anfangszeit trug der Verein seine Spiele auf verschiedenen einfachen Sportplätzen in und um Schaffhausen aus. Die Anlagen verfügten zunächst kaum über Tribünen, Umkleideräume oder andere feste Infrastruktur.

Mit der zunehmenden Popularität des Fussballs entstand der Bedarf nach einem dauerhaft nutzbaren Stadion.

Stadion Breite

Das Stadion Breite war während vieler Jahrzehnte die Heimstätte des FC Schaffhausen. Es liegt auf der Breite, einem höher gelegenen Stadtquartier westlich der Altstadt.

Die Anlage besass eine Haupttribüne, Stehplatzbereiche und weitere Sportplätze. Sie wurde mehrfach ausgebaut und an die Anforderungen des Ligabetriebs angepasst.

Die Atmosphäre im Stadion wurde durch die Nähe des Publikums zum Spielfeld und die kompakte Bauweise geprägt. Zahlreiche bedeutende Meisterschafts- und Cupspiele fanden auf der Breite statt.

Nach dem Aufstieg in die Super League im Jahr 2004 mussten verschiedene Sicherheits- und Infrastrukturanpassungen vorgenommen werden.

Am 5. Dezember 2016 trug der FC Schaffhausen sein letztes Meisterschaftsspiel im Stadion Breite aus. Danach wechselte die erste Mannschaft in das neue Stadion im Herblingertal.

Die Sportanlage Breite wird weiterhin von Schulen, Vereinen und Nachwuchsmannschaften genutzt.

FCS Arena

Die heutige Heimstätte wurde im Herblingertal im Schaffhauser Stadtteil Herblingen errichtet. Der Baubeginn erfolgte am 28. August 2015.

Das erste Meisterschaftsspiel fand am 25. Februar 2017 gegen den FC Winterthur statt. Schaffhausen gewann die Partie mit 2:1.[10]

Die Arena verfügt über rund 8200 Plätze. Sie ist Teil eines Gebäudekomplexes mit Einkaufs-, Gewerbe- und Veranstaltungsflächen.

Unmittelbar vor dem Stadion befindet sich der Bahnhof Schaffhausen-Herblingen. Dadurch ist die Anlage mit Regionalzügen und Bussen erreichbar.

Der offizielle Name des Stadions wechselte aufgrund verschiedener Namenssponsoren mehrfach. In der Öffentlichkeit werden unter anderem die Bezeichnungen FCS Arena und Berformance Arena verwendet.

Merkmal Angabe
Eröffnung 2017
Kapazität rund 8200 Plätze
Spielfeld Naturrasen
Standort Herblingertal, Schaffhausen
Bahnstation Schaffhausen-Herblingen

Sportliche Erfolge

Zu den wichtigsten Erfolgen des FC Schaffhausen gehören zwei Teilnahmen am Schweizer Cupfinal, mehrere Aufstiege in die höchste Spielklasse und der Gewinn der Promotion League.

Wettbewerb Erfolg Saison beziehungsweise Jahr
Schweizer Cup Finalist 1987/88
Schweizer Cup Finalist 1993/94
Zweithöchste Schweizer Liga Meister und Aufstieg 2003/04
Promotion League Meister und Aufstieg 2012/13
Challenge League Zweiter und Barrageteilnehmer 2021/22
ZUS-Cup Sieger 1941 und 1973

Ligazugehörigkeit

Der FC Schaffhausen spielte im Verlauf seiner Geschichte in sämtlichen oberen Stufen des Schweizer Ligasystems.

Besonders bedeutend waren die Perioden in der Nationalliga A beziehungsweise Super League. Die längste neuere Phase in der höchsten Liga dauerte von 2004 bis 2007.

Nach dem Abstieg von 2007 spielte der Verein mit Ausnahme der Saisons 2011/12 und 2012/13 bis 2025 in der Challenge League.

Seit 2025 gehört der Klub der Promotion League an.

Schweizer Cup

Der Schweizer Cup besitzt in der Vereinsgeschichte eine besondere Bedeutung. Als Klub ausserhalb der grossen Fussballzentren erreichte Schaffhausen zweimal überraschend den Final.

Neben den Finalteilnahmen gelangen dem Verein im Laufe der Jahrzehnte weitere Vorstösse in die späteren Runden. Cupspiele gegen höherklassige Gegner zogen häufig besonders viele Zuschauer an.

Der regionale Charakter des Wettbewerbs zeigt sich auch in Begegnungen mit Vereinen aus dem Kanton Schaffhausen und dem Zürcher Weinland.

Nachwuchs

Der FC Schaffhausen unterhält eine Nachwuchsabteilung mit Mannschaften verschiedener Altersstufen. Ziel ist die sportliche Ausbildung von Kindern und Jugendlichen aus der Stadt, dem Kanton Schaffhausen und den angrenzenden Regionen.

Der Nachwuchs trainiert auf verschiedenen Sportanlagen, darunter in der FCS Arena, im Stadion Breite und auf weiteren Plätzen der Stadt.

Einzelne Mannschaften werden in Zusammenarbeit mit regionalen Partnervereinen geführt. Aufgrund des kleinen Einzugsgebiets ist die Kooperation mit anderen Klubs für die Talentförderung besonders wichtig.

Mehrere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs schafften den Sprung in die erste Mannschaft oder wechselten später zu grösseren Schweizer Vereinen.

Die Nachwuchsorganisation ist teilweise organisatorisch von der Profimannschaft getrennt. Sie arbeitet jedoch unter dem Namen und in den Farben des FC Schaffhausen.

Zweite Mannschaft

Die zweite Mannschaft dient als Übergang zwischen Nachwuchs- und Aktivfussball. Sie tritt in einer regionalen beziehungsweise interregionalen Liga an.

Junge Spieler erhalten dort Spielpraxis im Erwachsenenfussball. Gleichzeitig gehören erfahrenere Amateurspieler zum Kader.

Die Ligazugehörigkeit der zweiten Mannschaft änderte sich im Laufe der Zeit mehrfach.

Frauenfussball

Der FC Schaffhausen konzentrierte sich historisch vor allem auf den Männer- und Juniorenfussball. Frauen- und Mädchenfussball wird in der Region auch von weiteren Schaffhauser Vereinen angeboten.

Die zunehmende Bedeutung des Frauenfussballs führte zu regionalen Kooperationen und zusätzlichen Nachwuchsangeboten für Mädchen.

Fans und Vereinskultur

Der FC Schaffhausen besitzt eine treue regionale Anhängerschaft. Das Einzugsgebiet umfasst die Stadt und den Kanton Schaffhausen, das Zürcher Weinland sowie Teile des deutschen Grenzraums.

Die aktive Fanszene unterstützt die Mannschaft mit Fahnen, Gesängen und Choreografien. Gelb und Schwarz prägen das Erscheinungsbild bei Heim- und Auswärtsspielen.

Das Stadion Breite galt wegen seiner engen Bauweise als besonders stimmungsvoll. Nach dem Umzug in die grössere FCS Arena musste sich die Fankultur an die neue Umgebung anpassen.

Der Verein versteht sich als sportlicher Repräsentant der Stadt und des Kantons Schaffhausen. Das Kürzel «FCS» ist in der Region weithin bekannt.

Rivalitäten

FC Winterthur

Eine der wichtigsten regionalen Rivalitäten besteht mit dem FC Winterthur. Die Städte liegen rund 30 Kilometer voneinander entfernt und sind durch die Bahnlinie direkt verbunden.

Beide Vereine trafen während vieler Spielzeiten in der Nationalliga B beziehungsweise Challenge League aufeinander. Die Begegnungen werden häufig als Nordostschweizer Derby bezeichnet.

Die Rivalität wird durch die unterschiedlichen Grössen und Identitäten der beiden Städte geprägt. Spiele gegen Winterthur ziehen traditionell überdurchschnittlich viele Zuschauer an.

SV Schaffhausen

Der SV Schaffhausen, im lokalen Sprachgebrauch «Spielvi» genannt, ist ein weiterer traditionsreicher Verein der Stadt.

Während der FC Schaffhausen überwiegend in den nationalen Profiligen spielte, war der SV Schaffhausen meist im Amateurfussball aktiv. Direkte Meisterschaftsduelle waren daher selten.

Die Vereine konkurrieren teilweise um Nachwuchsspieler, Sponsoren und öffentliche Aufmerksamkeit. Gleichzeitig bestehen auf regionaler Ebene Formen der Zusammenarbeit.

Weitere regionale Gegner

Spiele gegen den FC Zürich, den Grasshopper Club Zürich, den FC St. Gallen und den FC Aarau besitzen aufgrund geografischer Nähe oder gemeinsamer Ligageschichte eine besondere Bedeutung.

In der Promotion League trifft der FCS zudem auf zahlreiche Traditionsklubs und Nachwuchsmannschaften grosser Schweizer Vereine.

Organisation

Der Profibetrieb wird von einer Aktiengesellschaft getragen. Daneben besteht der historische Verein, der insbesondere mit dem Nachwuchs- und Amateurbereich verbunden ist.

Der Schweizerische Fussballverband führt den FC Schaffhausen unter der Vereinsnummer 11105. Als Gründungsdatum ist der 1. Juli 1896 eingetragen; die Vereinsfarben sind Gelb und Schwarz.[11]

Die Trennung zwischen Verein und Aktiengesellschaft ist im Schweizer Profifussball üblich. Sie ermöglicht die organisatorische und finanzielle Führung der ersten Mannschaft in einer kommerziellen Gesellschaft.

Wirtschaftliche Bedeutung

Als Profiklub ist der FC Schaffhausen ein regionaler Arbeitgeber und Auftraggeber. Beschäftigt werden unter anderem Spieler, Trainer, medizinisches Personal, Verwaltungskräfte und Mitarbeitende im Spielbetrieb.

Einnahmen stammen aus Eintrittskarten, Sponsoring, Werbung, Medienrechten, Transfers, Gastronomie und Fanartikeln.

Die begrenzte Grösse des regionalen Marktes erschwert den langfristigen Betrieb einer Profimannschaft. Der Verein ist deshalb in besonderem Mass auf Sponsoren, Investoren und sportliche Transfererlöse angewiesen.

Finanzielle Schwierigkeiten traten in mehreren Phasen der Vereinsgeschichte auf. Besonders deutlich wurden sie während der Saison 2024/25, als Verstösse gegen Lizenzvorschriften zu sportlichen und administrativen Konsequenzen führten.

Bekannte ehemalige Spieler

Zahlreiche Schweizer und ausländische Fussballer spielten im Laufe ihrer Karriere für den FC Schaffhausen. Einige wechselten später zu grösseren Vereinen oder wurden Nationalspieler.

Zu den bekannten ehemaligen Spielern zählen:

Nicht alle genannten Spieler wurden in Schaffhausen ausgebildet. Einige kamen als junge Spieler, andere gegen Ende ihrer Laufbahn oder auf Leihbasis zum Verein.

Bekannte ehemalige Trainer

Zu den bekannten Trainern des FC Schaffhausen gehören:

Mehrere Trainer nutzten ihre Tätigkeit in Schaffhausen als Ausgangspunkt für weitere Aufgaben im Schweizer oder internationalen Fussball.

Bedeutung für die Region

Der FC Schaffhausen ist der sportlich bekannteste Fussballverein des Kantons Schaffhausen. Seine Spiele werden auch ausserhalb der Stadt wahrgenommen.

Der Klub bietet regionalen Nachwuchsspielern die Möglichkeit, sich im leistungsorientierten Fussball zu entwickeln. Gleichzeitig trägt er zur Bekanntheit Schaffhausens in der übrigen Schweiz bei.

Besonders während erfolgreicher Cup- und Aufstiegssaisons entstand eine starke Verbindung zwischen Mannschaft, Stadt und Kanton.

Siehe auch

Literatur

  • FC Schaffhausen: 100 Jahre FC Schaffhausen 1896–1996. Schaffhausen 1996.
  • Matthias Voigt: Geschichte des Schweizer Fussballs. Göttingen.
  • Christian Koller: Der Schweizer Fussball und seine Vereine. Zürich.
  • Schweizerischer Fussballverband: Jahrbücher des Schweizer Fussballs. Muri bei Bern.
  • Stadtarchiv Schaffhausen: Dokumente und Fotografien zur Geschichte des FC Schaffhausen und des Stadions Breite.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 FC Schaffhausen: Vereinsgeschichte, abgerufen am 25. Juli 2026.
  2. Schaffhausen24: Ein letzter Atemzug, 4. März 2025, abgerufen am 25. Juli 2026.
  3. RSSSF: Switzerland Cup Finals, abgerufen am 25. Juli 2026.
  4. FC Schaffhausen: Die Barrage erreicht, 22. Mai 2022, abgerufen am 25. Juli 2026.
  5. FC Schaffhausen: 0:2 in Luzern – Aus der Traum vom Aufstieg, 29. Mai 2022, abgerufen am 25. Juli 2026.
  6. Swiss Football League: Verfahren gegen den FC Schaffhausen eröffnet, 13. Februar 2025, abgerufen am 25. Juli 2026.
  7. Swiss Football League: Der FC Schaffhausen verliert drei Punkte am grünen Tisch, 26. Februar 2025, abgerufen am 25. Juli 2026.
  8. Swiss Football League: Bellinzona erhält Lizenz in zweiter Instanz – Schaffhausen und Kriens nicht, 22. Mai 2025, abgerufen am 25. Juli 2026.
  9. Erste Liga: Hoval Promotion League, Spielplan 2026/27, abgerufen am 25. Juli 2026.
  10. FC Schaffhausen: Stadion, abgerufen am 25. Juli 2026.
  11. Schweizerischer Fussballverband: FC Schaffhausen, abgerufen am 25. Juli 2026.

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