Grasshopper Club Zürich
| Grasshopper Club Zürich | |
|---|---|
| Logo des Grasshopper Club Zürich | |
| Vollständiger Name | Grasshopper Club Zürich |
| Abkürzungen | GC, GCZ |
| Beinamen | Grasshoppers, Hoppers, Rekordmeister |
| Gründung | 1. September 1886 |
| Sitz | Zürich, Schweiz |
| Vereinsfarben | Blau und Weiss |
| Mehrheitsaktionärin | Bridge Football Group Switzerland AG |
| Verwaltungsratspräsident | Ludovic Deléchat |
| Geschäftsführer | Richard Feuz |
| Sportchef | Alain Sutter |
| Cheftrainer | Peter Zeidler |
| Spielstätte | Stadion Letzigrund |
| Plätze | 26'104 |
| Trainingszentrum | GC/Campus, Niederhasli |
| Liga | Super League |
| Schweizer Meister | 27-mal |
| Schweizer Cupsieger | 19-mal |
| Website | www.gcz.ch |
Der Grasshopper Club Zürich, meist GC Zürich, GCZ oder einfach GC genannt, ist ein Sportverein aus der Stadt Zürich in der Schweiz. Seine 1886 gegründete Fussballsektion ist die älteste und bekannteste Abteilung des polysportiven Gesamtclubs. Mit 27 Schweizer Meistertiteln und 19 Siegen im Schweizer Cup ist GC Zürich der erfolgreichste Fussballverein des Landes und sowohl Rekordmeister als auch Rekordcupsieger.[1]
Der Grasshopper Club war der erste organisierte Fussballclub der Stadt Zürich und gehört zu den ältesten noch bestehenden Vereinen des Schweizer Fussballs. Die erste Mannschaft spielt in der Super League und trägt ihre Heimspiele seit 2007 im Stadion Letzigrund aus. Zuvor war der Hardturm während 78 Jahren die traditionelle Heimstätte des Vereins.
Neben der Fussballsektion gehören dem Grasshopper Club weitere Sportabteilungen an. Der Gesamtclub bezeichnet sich mit zwölf Sektionen als grössten polysportiven Verein der Schweiz. Vertreten sind unter anderem Rudern, Tennis, Landhockey, Eishockey, Handball, Curling, Squash, Unihockey, Rugby und Basketball.[2]
Name und Vereinsfarben
Der englische Vereinsname bedeutet auf Deutsch «Grashüpfer» oder «Heuschrecke». Weshalb die Gründer gerade diesen Namen wählten, ist nicht abschliessend geklärt. Eine verbreitete Erklärung nimmt Bezug auf die Beweglichkeit und Sprungkraft des Tieres. Möglich ist auch, dass die jungen Vereinsgründer damit ihren Wunsch nach sportlichen «Hochweitsprüngen» ausdrücken wollten.
Eine weitere Deutung verweist auf den damals starken britischen Einfluss auf die frühe Entwicklung des Fussballs in der Schweiz. Bereits vor der Gründung des Zürcher Vereins bestanden in Grossbritannien Sportvereine, die den Namen «Grasshoppers» trugen.[3]
Die Vereinsfarben sind seit der Gründung Blau und Weiss. Die ersten Trikots und Mützen wurden aus England importiert. Das traditionelle Heimtrikot ist in eine blaue und eine weisse Hälfte geteilt. Diese Gestaltung zählt zu den bekanntesten Fussballtrikots der Schweiz.
Das Vereinswappen zeigt eine stilisierte Heuschrecke innerhalb eines blauen Kreises. Im Lauf der Geschichte wurde das Emblem mehrfach modernisiert, wobei das Wappentier und die blau-weisse Farbgebung erhalten blieben.
Geschichte
Gründung
Der Grasshopper Club Zürich wurde am 1. September 1886 gegründet. Initiator war der englische Student Thomas Edward «Tom E.» Griffith, der sich während seiner Ausbildung in Zürich aufhielt und den aus seiner Heimat bekannten Fussballsport auch in der Limmatstadt betreiben wollte.
Gemeinsam mit Max Goldschmid, Hermann Nabholz, Gust Hubacher, Pfister, Huldreich Geyelin, Hans Hasler und Karl Severin gründete Griffith den neuen Verein. Die acht Gründer waren zwischen 15 und 20 Jahre alt und absolvierten eine Lehre oder besuchten ein Gymnasium.[4]
Das Gründungsprotokoll wurde auf den 1. September 1886 datiert. Eine Spende ermöglichte den Import eines ledernen Fussballs sowie blau-weisser Trikots und Mützen aus England. Das erste bekannte Spiel fand wenige Wochen später auf dem Sihlhölzli gegen eine Mannschaft des damaligen Polytechnikums statt und endete 0:0.
Erste Meisterschaften
Der Grasshopper Club gehörte zu den prägenden Vereinen der frühen Schweizer Fussballgeschichte. Als in der Saison 1897/98 erstmals eine offizielle Schweizer Meisterschaft ausgetragen wurde, gewann GC den Titel. Weitere Meisterschaften folgten 1900, 1901 und 1905.
Die frühen Mannschaften spielten zunächst auf verschiedenen Plätzen in der Stadt Zürich. Der Verein entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden sportlichen und gesellschaftlichen Treffpunkt.
In den 1920er-Jahren begann eine neue Erfolgsphase. GC wurde 1921, 1927 und 1928 Schweizer Meister. 1926 gewann die Mannschaft erstmals den Schweizer Cup. Bereits ein Jahr später verteidigte sie den Titel.
Hardturmstadion
Am 28. April 1929 wurde das Hardturmstadion im Zürcher Industriequartier eröffnet. Das vollständig privat finanzierte Stadion bot zunächst rund 27'500 Zuschauerinnen und Zuschauern Platz und gehörte zu den modernsten Sportanlagen der Schweiz.
Der Hardturm wurde zur sportlichen und emotionalen Heimat des Grasshopper Club. Zwischen 1929 und 2007 feierte GC dort 20 seiner 27 Meistertitel. Neben Clubspielen wurden im Stadion auch Länderspiele und Begegnungen der Fussball-Weltmeisterschaft 1954 ausgetragen.[5]
Die Haupttribüne wurde 1934 und erneut 1968 durch Brände zerstört. Das Stadion wurde mehrfach erneuert und erweitert. In den 1980er- und 1990er-Jahren entstanden neue Tribünen, gedeckte Sitzplätze und moderne Betriebsräume.
Das letzte Meisterschaftsspiel im Hardturm fand 2007 statt. Anschliessend wurde das Stadion geschlossen und 2008 abgebrochen.
Erfolgsjahre unter Karl Rappan
In den 1930er- und 1940er-Jahren gehörte GC zu den dominierenden Mannschaften des Schweizer Fussballs. Einen wesentlichen Anteil daran hatte der österreichische Trainer Karl Rappan, der den Verein während mehrerer Amtszeiten betreute.
Unter Rappan entwickelte GC ein taktisch diszipliniertes Spielsystem. Der sogenannte Schweizer Riegel beeinflusste später auch die Schweizer Nationalmannschaft und gilt als ein Vorläufer moderner defensiver Spielordnungen.
Zwischen 1931 und 1945 gewann GC zahlreiche Meisterschaften und Cups. Besonders erfolgreich waren die Spielzeiten 1941/42 und 1942/43, in denen der Verein jeweils das Double aus Meisterschaft und Cup errang.
Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten weitere Titel. 1952 und 1956 gewann der Club erneut sowohl die Meisterschaft als auch den Schweizer Cup.
Rückkehr an die Spitze
Nach dem Meistertitel von 1956 musste GC bis 1971 auf den nächsten Erfolg in der Meisterschaft warten. Die Entscheidung fiel in einer Finalrunde, in der sich die Zürcher gegen den FC Basel und den FC Lugano durchsetzten.
1978 gewann der Club erneut die Schweizer Meisterschaft. In derselben Epoche gelangen international beachtete Auftritte. Spieler wie Claudio Sulser, Roger Berbig, Andy Egli, Heinz Hermann und Umberto Barberis prägten die Mannschaft.
Europacup-Halbfinal 1978
Den grössten internationalen Erfolg erreichte der Grasshopper Club im UEFA-Pokal 1977/78. GC setzte sich auf dem Weg ins Halbfinal unter anderem gegen Frem Kopenhagen, Inter Bratislava, Dinamo Tiflis und Eintracht Frankfurt durch.
Im Halbfinal traf die Mannschaft auf den französischen Club SEC Bastia. GC gewann das Hinspiel im Hardturm mit 3:2, verlor das Rückspiel auf Korsika jedoch mit 0:1. Aufgrund der damals geltenden Auswärtstorregel zog Bastia in den Final ein.
Auch im Europapokal der Landesmeister sorgte GC für Aufsehen. In der Saison 1978/79 besiegte der Verein Real Madrid im Hardturm mit 2:0, schied nach einer Niederlage im Rückspiel jedoch aus.
Titelserie der 1980er-Jahre
Zwischen 1982 und 1984 wurde GC dreimal in Folge Schweizer Meister. Die Mannschaft gehörte in diesem Jahrzehnt zu den spielstärksten Teams der Nation.
1983 gewann der Club zusätzlich den Schweizer Cup. Weitere Cupsiege folgten 1988, 1989 und 1990. Der Verein verfügte in dieser Zeit über zahlreiche Schweizer Nationalspieler und war regelmässig in europäischen Wettbewerben vertreten.
Erfolgreiche 1990er-Jahre
GC gewann die Meisterschaften 1990 und 1991. Im Meisterschaftsfinal von 1991 besiegte die Mannschaft den FC Sion im Hardturm mit 3:2 und sicherte sich vorzeitig den Titel.
Weitere Meisterschaften folgten 1995, 1996 und 1998. Unter Trainer Christian Gross entwickelte sich GC zu einer der führenden Schweizer Mannschaften der 1990er-Jahre.
1995/96 und 1996/97 qualifizierte sich der Grasshopper Club für die Gruppenphase der UEFA Champions League. GC war damit der erste Schweizer Verein, der in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten an der Gruppenphase des Wettbewerbs teilnahm.
Zu den bedeutenden internationalen Resultaten dieser Zeit gehörten Siege gegen Ajax Amsterdam, die Glasgow Rangers, AJ Auxerre und Real Madrid.[6]
Letzte Meistertitel
In der Saison 2000/01 wurde GC unter Trainer Hanspeter Zaugg Schweizer Meister. Zwei Jahre später gewann der Verein unter Marcel Koller den bislang letzten Meistertitel seiner Geschichte.
In der Meisterschaft 2002/03 setzte sich GC in einem engen Titelkampf gegen den FC Basel durch. Die Zürcher entschieden die Finalrunde mit einem Punkt Vorsprung für sich.
Der nächste nationale Titel folgte 2013. Im Cupfinal im Stade de Suisse besiegte GC den FC Basel nach einem 1:1 im Penaltyschiessen. Es war der 19. Cupsieg des Vereins.
Abstieg und Wiederaufstieg
In den Jahren nach dem Cupsieg verschärften sich die sportlichen und finanziellen Probleme. In der Saison 2018/19 belegte GC den letzten Rang der Super League und stieg in die Challenge League ab.
Der direkte Wiederaufstieg gelang nicht. In der Saison 2020/21 gewann die Mannschaft jedoch die Challenge League und kehrte nach zwei Jahren in die höchste Spielklasse zurück.
Seit der Rückkehr in die Super League befindet sich der Club in einer sportlichen und organisatorischen Neuorientierung.
Eigentümerwechsel seit 2020
Im April 2020 übernahm die chinesische Champion Union HK Holdings Limited die Mehrheit an der Grasshopper Fussball AG. Anfang 2024 wurde die Beteiligung an eine Eigentümergruppe rund um den amerikanischen Major-League-Soccer-Club Los Angeles FC übertragen.
Im Juni 2026 erwarb die Bridge Football Group Switzerland AG eine Mehrheitsbeteiligung an der Grasshopper Fussball AG. Nach Angaben der neuen Eigentümerin soll GC Zürich das Flaggschiff ihres internationalen Clubnetzwerks bilden, dabei jedoch seine Identität und Unabhängigkeit bewahren.[7]
Zum neuen Verwaltungsratspräsidenten wurde Ludovic Deléchat ernannt. Im Juli 2026 übernahm Richard Feuz die operative Leitung als Chief Executive Officer.[8][9]
Sportchef ist seit 2025 der frühere Schweizer Nationalspieler Alain Sutter. Seit Mai 2026 wird die erste Mannschaft vom deutschen Trainer Peter Zeidler betreut.[10]
Stadien
Frühe Spielstätten
In den ersten Jahrzehnten spielte der Grasshopper Club auf verschiedenen Plätzen in Zürich. Das erste dokumentierte Spiel wurde auf dem Sihlhölzli ausgetragen.
Weitere frühe Spielstätten befanden sich unter anderem an der Hardturm- und Förrlibuckstrasse. Das Wachstum des Vereins und das steigende Zuschauerinteresse führten schliesslich zum Bau eines eigenen Stadions.
Hardturm
Das Hardturmstadion war von 1929 bis 2007 die Heimstätte des Grasshopper Club. Es galt als reines Fussballstadion mit einer engen Verbindung zwischen Spielfeld und Zuschauerrängen.
Der Name des Stadions bezog sich auf den mittelalterlichen Hardturm, der sich in der Nähe des Areals befindet. Für Generationen von Anhängerinnen und Anhängern war der Hardturm ein zentraler Bestandteil der Vereinsidentität.
Nach dem Abbruch blieb das Areal während vieler Jahre unbebaut. Mehrere Projekte für ein neues Stadion scheiterten an politischen Abstimmungen, Einsprachen oder juristischen Verfahren.
Letzigrund
Seit der Saison 2007/08 trägt GC seine Heimspiele im städtischen Stadion Letzigrund aus. Das für die Fussball-Europameisterschaft 2008 neu errichtete Mehrzweckstadion besitzt bei Super-League-Spielen eine Kapazität von 26'104 Plätzen.[11]
Der Letzigrund ist zugleich die Heimspielstätte des FC Zürich und Austragungsort des Leichtathletikmeetings Weltklasse Zürich. Die Leichtathletikbahn und die grosse Distanz zwischen Tribünen und Spielfeld werden von Teilen der GC-Anhängerschaft als Nachteil empfunden.
Neues Fussballstadion
Auf dem früheren Hardturm-Areal ist im Rahmen des Projekts «Ensemble» ein neues Fussballstadion vorgesehen. Die Anlage soll über rund 18'000 Sitz- und Stehplätze verfügen und von GC Zürich sowie dem FC Zürich genutzt werden.
Das Projekt wurde in mehreren Volksabstimmungen von der Zürcher Stimmbevölkerung bestätigt. Seine Umsetzung verzögerte sich jedoch durch Einsprachen und gerichtliche Verfahren.[12]
GC/Campus
Das Trainings- und Ausbildungszentrum des Clubs befindet sich in Niederhasli im Bezirk Dielsdorf. Der GC/Campus wurde im Juli 2005 offiziell bezogen.
Die Anlage umfasst mehrere Natur- und Kunstrasenplätze, ein Hauptspielfeld mit gedeckter Tribüne, Trainings- und Funktionsräume, die Geschäftsstelle der Grasshopper Fussball AG sowie ein Internat für Nachwuchsspieler.
Der Campus dient den Spitzenfussballmannschaften von der U15 bis zur ersten Mannschaft sowie verschiedenen Breitensportteams der Fussballsektion. Das Gelände besitzt eine Fläche von rund 55'000 Quadratmetern.[13]
Nachwuchsarbeit
Die Nachwuchsabteilung gehört traditionell zu den wichtigen Säulen des Grasshopper Club. Sie umfasst Mannschaften von den Kinder- und Footeco-Stufen bis zur U21.
Die U21 dient als Bindeglied zwischen dem Nachwuchs und der ersten Mannschaft. Junge Spieler sollen dort Erfahrungen im Erwachsenenfussball sammeln und auf Einsätze in der Super League vorbereitet werden.
Aus der Nachwuchsarbeit des Clubs gingen zahlreiche Schweizer Nationalspieler hervor. Dazu gehören unter anderem Ciriaco Sforza, Stéphane Chapuisat, Murat Yakin, Hakan Yakin, Ricardo Cabanas, Johan Vonlanthen, Blerim Džemaili, Steven Zuber, Haris Seferović, Denis Zakaria und Nedim Bajrami.
Vereinsstruktur
Der professionelle Fussballbetrieb ist in der Grasshopper Fussball AG organisiert. Diese verantwortet die erste Mannschaft, den Spitzenfussball, die Nachwuchsorganisation, den GC/Campus und die wirtschaftlichen Aktivitäten des Profibetriebs.
Daneben besteht die Fussballsektion als Teil des polysportiven Grasshopper Club Zürich. Sie vertritt die Vereinsmitglieder und führt verschiedene Amateur-, Nachwuchs- und Breitensportangebote.
Der Gesamtclub umfasst zwölf selbstständig organisierte Sektionen:
- Fussball
- Rudern
- Tennis
- Tennis Couvert
- Landhockey
- Eishockey
- Handball
- Curling
- Squash
- Unihockey
- Rugby
- Basketball
Mehrere Sektionen gewannen Schweizer Meisterschaften und nationale Cupwettbewerbe. Der Name Grasshopper Club ist deshalb auch ausserhalb des Fussballs mit dem Zürcher Spitzensport verbunden.
Frauenfussball
Unter dem Namen GC Frauenfussball bestehen mehrere Frauen- und Juniorinnenteams. Die erste Frauenmannschaft spielt in der höchsten Schweizer Spielklasse.
Die Frauenabteilung entstand aus der Zusammenarbeit und späteren Verbindung mit dem FFC United Schwerzenbach. Ihre Heimspiele werden hauptsächlich im GC/Campus oder auf weiteren Sportanlagen der Region ausgetragen.
Neben der ersten Mannschaft bestehen Nachwuchsteams, die Mädchen und junge Frauen an den Leistungsfussball heranführen.
Anhängerschaft und Vereinskultur
Der Grasshopper Club besitzt Anhängerinnen und Anhänger in der Stadt Zürich, im Kanton und in weiteren Teilen der Schweiz. Die Fans werden häufig als «Hoppers» bezeichnet.
Die aktive Fanszene steht bei Heimspielen im Letzigrund hauptsächlich in der Estrade Ost. Blau-weisse Fahnen, Schals und Choreografien prägen das Erscheinungsbild der Kurve.
Die Erinnerung an das Hardturmstadion spielt innerhalb der Fankultur eine bedeutende Rolle. Forderungen nach einer Rückkehr in ein eigenes Fussballstadion gehören seit dem Umzug in den Letzigrund zu den zentralen Themen der Anhängerschaft.
Der Club wird traditionell auch als «Nobelclub» bezeichnet. Diese Bezeichnung entstand aus seiner historischen Verbindung zu wohlhabenden und bürgerlichen Kreisen Zürichs. Die heutige Anhängerschaft ist jedoch gesellschaftlich breit zusammengesetzt.
Rivalitäten
Zürcher Derby
Die wichtigste Rivalität besteht mit dem FC Zürich. Die Begegnungen der beiden Vereine werden als Zürcher Derby bezeichnet.
GC wurde zehn Jahre vor dem FC Zürich gegründet und war während langer Zeit der sportlich erfolgreichere Stadtclub. Der FCZ entwickelte dagegen das Selbstverständnis eines stärker volkstümlich und städtisch verankerten Vereins.
Das Derby gehört zu den traditionsreichsten Fussballbegegnungen der Schweiz. Seit dem Abbruch des Hardturms tragen beide Mannschaften ihre Heimspiele im Letzigrund aus.
Weitere Rivalitäten
Eine traditionsreiche sportliche Konkurrenz besteht mit dem FC Basel. Besonders in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren trafen die beiden Vereine regelmässig in entscheidenden Meisterschafts- und Cupspielen aufeinander.
Weitere bedeutende Begegnungen bestehen mit dem BSC Young Boys, dem FC Sion und Servette FC. Diese Vereine gehören ebenfalls zu den traditionsreichen und erfolgreichen Clubs des Schweizer Fussballs.
Internationale Wettbewerbe
Der Grasshopper Club nahm während seiner Geschichte regelmässig an europäischen Wettbewerben teil. Obwohl kein internationaler Titel gewonnen wurde, gelangen mehrere beachtete Resultate.
Der grösste Erfolg war das Erreichen des Halbfinals im UEFA-Pokal 1977/78. In den Spielzeiten 1995/96 und 1996/97 spielte GC in der Gruppenphase der UEFA Champions League.[14]
| Wettbewerb | Bestes Ergebnis | Saison |
|---|---|---|
| Europapokal der Landesmeister | Viertelfinal | 1978/79 |
| UEFA Champions League | Gruppenphase | 1995/96 und 1996/97 |
| UEFA-Pokal | Halbfinal | 1977/78 |
| Europapokal der Cupsieger | Viertelfinal | 1989/90 |
Erfolge
Übersicht
| Wettbewerb | Titel | Letzter Erfolg |
|---|---|---|
| Schweizer Meisterschaft | 27 | 2002/03 |
| Schweizer Cup | 19 | 2012/13 |
| Schweizer Ligacup | 2 | 1975 |
| Schweizer Supercup | 1 | 1989 |
| Challenge League | 1 | 2020/21 |
Schweizer Meisterschaften
Der Grasshopper Club gewann 27 Schweizer Meistertitel:
| Anzahl | Meisterschaften |
|---|---|
| 27 | 1897/98, 1899/1900, 1900/01, 1904/05, 1920/21, 1926/27, 1927/28, 1930/31, 1936/37, 1938/39, 1941/42, 1942/43, 1944/45, 1951/52, 1955/56, 1970/71, 1977/78, 1981/82, 1982/83, 1983/84, 1989/90, 1990/91, 1994/95, 1995/96, 1997/98, 2000/01 und 2002/03 |
Schweizer Cupsiege
Der Grasshopper Club gewann den Schweizer Cup 19-mal:
| Anzahl | Cupsiege |
|---|---|
| 19 | 1926, 1927, 1932, 1934, 1937, 1938, 1940, 1941, 1942, 1943, 1946, 1952, 1956, 1983, 1988, 1989, 1990, 1994 und 2013 |
Doubles
Achtmal gewann GC in derselben Saison sowohl die Schweizer Meisterschaft als auch den Schweizer Cup. Damit gehört der Club auch in dieser Wertung zu den erfolgreichsten Vereinen der Schweiz.
Bekannte Spieler
Zu den bekannten Spielern des Grasshopper Club gehören:
- Max Abegglen
- Alfred Bickel
- Roger Berbig
- Claudio Sulser
- Heinz Hermann
- Andy Egli
- Umberto Barberis
- Georges Bregy
- Ciriaco Sforza
- Alain Sutter
- Murat Yakin
- Kubilay Türkyılmaz
- Stéphane Chapuisat
- Giovane Élber
- Hakan Yakin
- Ricardo Cabanas
- Richard Núñez
- Stéphane Grichting
- Amir Abrashi
- Steven Zuber
Bekannte Trainer
Zu den prägenden Trainern des Clubs zählen:
- Karl Rappan
- Hennes Weisweiler
- Branko Zebec
- Ottmar Hitzfeld
- Leo Beenhakker
- Christian Gross
- Roy Hodgson
- Marcel Koller
- Hanspeter Latour
- Ciriaco Sforza
- Uli Forte
- Murat Yakin
- Giorgio Contini
- Peter Zeidler
Siehe auch
- FC Zürich
- Zürcher Derby
- Stadion Letzigrund
- Hardturmstadion
- Super League (Schweiz)
- Schweizer Cup
- Fussball in der Schweiz
- Liste der Schweizer Fussballmeister
Literatur
- Werner Bosshard, Beat Jung: Grasshoppers – Fussball in Zürich seit 1886. Zürich 2010.
- Grasshopper Club Zürich: 100 Jahre Grasshopper Club Zürich. Zürich 1986.
- Michael Lütscher: Eine Stadt, zwei Clubs. Der Zürcher Fussball und seine Geschichte. Zürich.
- Daniel Schaub: Das grosse Buch des Schweizer Fussballs. Stämpfli Verlag, Bern.
Weblinks
- Offizielle Website der Fussballabteilung
- Offizielle Website des Gesamtclubs
- Geschichte und Palmares
- Clubprofil bei der Swiss Football League
- Grasshopper Club Zürich bei der UEFA
Wikimedia Commons: Medien zu Grasshopper Club Zürich
Einzelnachweise
- ↑ Erfolge des Grasshopper Club Zürich. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ Grasshopper Club – Gesamtclub und Sektionen. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ Grasshopper – Name und Wappentier. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ Gründungsgeschichte des Grasshopper Club Zürich. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ Geschichte des Hardturmstadions. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ Internationale Erfolge des Grasshopper Club Zürich. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ Mitteilung der Bridge Football Group Switzerland AG. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. 2026-06-29. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ Ludovic Deléchat wird Verwaltungsratspräsident. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. 2026-07-08. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ Richard Feuz wird Chief Executive Officer des Grasshopper Club Zürich. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. 2026-07-14. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ Peter Zeidler wird Cheftrainer des Grasshopper Club Zürich. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. 2026-05-01. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ Stadion Letzigrund. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ Die Timeline zum neuen Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. 2024-12-25. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ GC/Campus in Niederhasli. Hrsg.: Grasshopper Club Zürich. Abgerufen am 2026-07-24.
- ↑ Grasshoppers in der UEFA Champions League. Hrsg.: UEFA. Abgerufen am 2026-07-24.