Schweizer Cup

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Schweizer Cup
Offizielle Bezeichnungen Schweizer Cup
Coupe Suisse
Coppa Svizzera
Cuppa Svizra
Sportart Fussball
Veranstalter Schweizerischer Fussballverband
Erstaustragung Saison 1925/26
Austragung jährlich
Teilnehmer der Hauptrunde 64 Mannschaften
Modus K.-o.-System
Titelverteidiger FC St. Gallen (2026)
Rekordsieger Grasshopper Club Zürich (19 Titel)
Aktuelle Saison Schweizer Cup 2026/27
Website schweizercup.ch

Der Schweizer Cup ist der nationale Pokalwettbewerb der Schweizer Fussballvereine. Er wird seit der Saison 1925/26 jährlich vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) organisiert und im K.-o.-System ausgetragen. In der französischsprachigen Schweiz heisst der Wettbewerb Coupe Suisse, in der italienischsprachigen Schweiz Coppa Svizzera und auf Rätoromanisch Cuppa Svizra.

An der ersten Hauptrunde nehmen 64 Mannschaften aus verschiedenen Spielklassen teil. Neben den Vereinen der Super League und der Challenge League sind Klubs aus der Promotion League, der 1. Liga, der 2. Liga interregional und den Regionalverbänden vertreten. Dadurch treffen regelmässig professionelle Spitzenvereine auf kleinere Amateurklubs.

Der Schweizer Cup gilt neben der Schweizer Meisterschaft als wichtigster nationaler Titel im Schweizer Klubfussball. Der Cupsieger erhält den Pokal für ein Jahr und den für den nationalen Pokalgewinner vorgesehenen Startplatz in der UEFA Europa League.[1]

Rekordsieger ist der Grasshopper Club Zürich mit 19 Titeln. Titelverteidiger ist der FC St. Gallen, der den Final 2026 gegen den FC Stade-Lausanne-Ouchy mit 3:0 gewann.[2]

Geschichte

Vorläufer

Bereits vor der Gründung des heutigen Schweizer Cups gab es Versuche, einen landesweiten Pokalwettbewerb einzuführen. Von der Saison 1909/10 bis 1912/13 wurde viermal der Anglo-Cup ausgetragen. Sein Reglement orientierte sich am englischen Pokalwettbewerb.

Ein weiterer Versuch war der Och-Cup, der in den Spielzeiten 1920/21 und 1921/22 durchgeführt wurde. Wegen Schwierigkeiten bei der Terminplanung wurde der Wettbewerb nach zwei Austragungen wieder eingestellt.[3]

Die zunehmende Organisation des Schweizer Vereinsfussballs und der Wunsch nach einem nationalen Wettbewerb neben der Meisterschaft führten Mitte der 1920er-Jahre zur Schaffung eines dauerhaften Pokalturniers.

Gründung des Schweizer Cups

Der Schweizer Cup wurde im Juni 1925 ins Leben gerufen. Der damalige Verband trug den Namen Schweizerischer Fussball- und Athletikverband.

Da dem Verband die finanziellen Mittel für eine repräsentative Trophäe fehlten, stiftete der Lausanner Bankier Aurèle-Gilbert Sandoz den fast sieben Kilogramm schweren Pokal. Die Trophäe wird bis heute als Wanderpreis verwendet.[3]

Die erste Austragung fand in der Saison 1925/26 statt. Im Final vom 11. April 1926 besiegte der Grasshopper Club Zürich den FC Bern mit 2:1 und wurde damit erster Schweizer Cupsieger.

Bereits die Anfangsjahre zeigten den besonderen Charakter des Wettbewerbs. Mannschaften aus unterschiedlichen Regionen und Spielklassen konnten in direkten Ausscheidungsspielen aufeinandertreffen. Für kleinere Vereine bot der Cup eine seltene Gelegenheit, gegen die führenden Mannschaften des Landes anzutreten.

Dominanz des Grasshopper Club Zürich

Der Grasshopper Club entwickelte sich zum erfolgreichsten Verein der frühen Cupgeschichte. Die Zürcher gewannen zwischen 1926 und 1956 insgesamt 13 ihrer späteren 19 Titel.

Besonders erfolgreich war der Klub während der 1930er- und 1940er-Jahre. In den Jahren 1940, 1941, 1942 und 1943 gewann GC viermal in Folge. Diese Serie trug wesentlich dazu bei, dass der Verein langfristig zum Rekordsieger des Wettbewerbs wurde.

Zu den weiteren erfolgreichen Vereinen der ersten Jahrzehnte gehörten Lausanne-Sport, Servette FC und der FC La Chaux-de-Fonds. Lausanne-Sport gewann zwischen 1935 und 1964 sieben seiner neun Titel. Der FC La Chaux-de-Fonds war insbesondere in den 1950er-Jahren erfolgreich.

Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg verteilten sich die Cuptitel zunehmend auf Vereine aus verschiedenen Teilen der Schweiz. Neben den traditionellen Klubs aus Zürich, Genf und Lausanne gewannen unter anderem der FC Basel, der FC Sion, der FC Luzern, der FC Lugano und der BSC Young Boys den Wettbewerb.

Der Schweizer Cup entwickelte sich zu einem landesweit beachteten Ereignis. Die Finalspiele zogen grosse Zuschauerzahlen an und wurden zunehmend im Radio und später im Fernsehen übertragen.

Der FC La Chaux-de-Fonds gewann zwischen 1948 und 1961 sechs Titel. In den Jahren 1954 und 1955 errang der Klub sowohl die Meisterschaft als auch den Cup.

Erfolgsserie des FC Sion

Eine besondere Stellung in der Cupgeschichte nimmt der FC Sion ein. Der Walliser Klub erreichte 1965 erstmals den Final und gewann diesen gegen Servette FC.

Bis 2015 gewann Sion alle 13 Finals, an denen der Verein teilnahm. Diese Serie machte den Klub zu einem der bekanntesten Cupspezialisten der Schweiz. Zu den besiegten Finalgegnern gehörten unter anderem Neuchâtel Xamax, die Young Boys, Servette, der FC Basel und der FC Luzern.

Erst im Final 2017 verlor der FC Sion erstmals ein Endspiel. Der FC Basel gewann im Stade de Genève mit 3:0.

Der Cup seit den 1970er-Jahren

In den 1970er-Jahren gehörten der FC Zürich, Servette FC und der FC Basel zu den erfolgreichsten Cupmannschaften. Der FC Zürich gewann zwischen 1970 und 1976 fünf Titel, Servette siegte 1971, 1978 und 1979.

Servette gewann in der Saison 1978/79 neben dem Cup auch die Schweizer Meisterschaft, den Ligacup und den Alpenpokal. Damit errang der Genfer Klub vier Wettbewerbe innerhalb einer Saison.

In den 1980er-Jahren gewannen neben den etablierten Spitzenvereinen auch der FC Aarau und der FC Luzern den Pokal. Der FC Aarau setzte sich 1985 im Final gegen Neuchâtel Xamax durch.

Während der 1990er-Jahre prägten insbesondere der FC Sion und Lausanne-Sport den Wettbewerb. Lausanne gewann 1998 und 1999 zwei Titel in Folge.

Überraschungssieger und unterklassige Finalisten

Der Schweizer Cup ermöglicht auch Mannschaften ausserhalb der höchsten Liga bemerkenswerte Erfolge. Das Heimrecht der unterklassigen Vereine bis und mit Halbfinal sowie die Entscheidung in nur einem Spiel begünstigen Überraschungen.

Einen der grössten Erfolge eines unterklassigen Vereins erzielte der FC Wil 1900. Der damalige Zweitligist gewann 2004 den Final gegen den Grasshopper Club Zürich mit 3:2. Es blieb der erste nationale Titel des Ostschweizer Klubs.

In der Saison 2024/25 erreichte der FC Biel-Bienne 1896 aus der Promotion League überraschend den 100. Cupfinal. Dort unterlag der Verein dem FC Basel mit 1:4. Der FC Basel gewann damit seinen 14. Cupsieg und zugleich das siebte Double seiner Vereinsgeschichte.[4]

Ein Jahr später erreichte der FC Stade-Lausanne-Ouchy erstmals den Final. Die Waadtländer unterlagen 2026 dem FC St. Gallen mit 0:3.

Cupfinal 2026

Der 101. Cupfinal fand am 24. Mai 2026 im Stadion Wankdorf in Bern statt. Vor 30'671 Zuschauerinnen und Zuschauern besiegte der FC St. Gallen den FC Stade-Lausanne-Ouchy mit 3:0.

Tom Gaal erzielte in der achten Minute das erste Tor. Kurz vor der Pause wurde der St. Galler Torhüter Lukas Watkowiak des Feldes verwiesen. Trotz der Unterzahl erhöhten Lukas Görtler mittels Penalty und Christian Witzig in der Nachspielzeit auf 3:0.[2]

Für den FC St. Gallen war es nach 1969 der zweite Cupsieg. Gleichzeitig gewann der Verein erstmals seit dem Schweizer Meistertitel von 2000 wieder einen nationalen Titel.

Austragungsmodus

Teilnehmer

An der ersten Hauptrunde nehmen 64 Mannschaften teil. Die formelle Verteilung umfasst:

  • 22 Klubs der Swiss Football League
  • 16 Klubs der Ersten Liga
  • 25 Klubs der Amateur Liga
  • den Sieger der Suva Fairplay-Trophy

Klubs aus dem Fürstentum Liechtenstein sind nicht teilnahmeberechtigt. Betrifft dies einen Klub der Swiss Football League, geht dessen Platz an die Erste Liga. Der FC Vaduz nimmt deshalb nicht am Schweizer Cup teil, sondern bestreitet den Liechtensteiner Cup.[5]

Die Mannschaften der Swiss Football League sind automatisch qualifiziert. Die Vertreter der tieferen Spielklassen werden durch Qualifikationswettbewerbe der Ersten Liga, der Amateur Liga und der Regionalverbände bestimmt.

U21-Mannschaften der Klubs aus der Swiss Football League sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Jeder Verein darf nur mit seiner ersten Mannschaft antreten.

Runden

Der Wettbewerb wird in sechs Runden ausgetragen:

Runde Teilnehmer Besondere Bestimmungen
1. Runde
(1/32-Final)
64 Mannschaften Regional gegliederte Auslosung; Klubs der Swiss Football League treffen nicht aufeinander
2. Runde
(1/16-Final)
32 Mannschaften Klubs der Super League treffen nicht aufeinander
Achtelfinal 16 Mannschaften Keine gesetzten Klubs
Viertelfinal 8 Mannschaften Keine gesetzten Klubs
Halbfinal 4 Mannschaften Heimrecht des unterklassigen Vereins
Final 2 Mannschaften Austragung an einem vom SFV bestimmten Ort

Sämtliche Begegnungen werden ausgelost. Es gibt keine gestaffelte Teilnahme, weshalb auch die Klubs der Super League bereits in der ersten Runde antreten.[5]

Heimrecht

Bis und mit Halbfinal besitzt grundsätzlich die unterklassige Mannschaft Heimrecht. Gehören beide Vereine derselben Spielklasse an, entscheidet die Reihenfolge der Auslosung über das Heimrecht.

Das Heimrecht der tiefer klassierten Mannschaft soll Begegnungen zwischen Amateur- und Profivereinen in kleineren Stadien ermöglichen. Diese Partien werden häufig als «Fussballfeste auf dem Land» bezeichnet und gehören zu den charakteristischen Elementen des Wettbewerbs.

Erfüllt ein Stadion die organisatorischen oder sicherheitstechnischen Anforderungen nicht, kann das Spiel an einen anderen Ort verlegt werden. Ein Platztausch ist nur mit Zustimmung der beteiligten Vereine und des SFV möglich.

Entscheidung eines Spiels

Jede Runde wird in einem einzigen Spiel entschieden. Steht es nach 90 Minuten unentschieden, folgt eine Verlängerung von zweimal 15 Minuten. Besteht danach weiterhin Gleichstand, entscheidet ein Elfmeterschiessen.[1]

Wiederholungsspiele nach einem Unentschieden sind im regulären Spielbetrieb nicht mehr vorgesehen.

Video Assistant Referee

Nach dem geltenden Reglement wird ab dem Achtelfinal ein Video Assistant Referee eingesetzt, wenn das Spiel in einem Stadion stattfindet, in dem während der betreffenden Saison ein Super-League-Klub seine Heimspiele austrägt.

Ab dem Halbfinal kann der VAR auch in anderen Stadien eingesetzt werden, sofern die notwendigen Kamerapositionen, technischen Einrichtungen und Sicherheitsbedingungen vorhanden sind.[1]

Der Pokal

Die ursprüngliche Trophäe wurde 1925 vom Lausanner Bankier Aurèle-Gilbert Sandoz gestiftet. Sie wiegt fast sieben Kilogramm und ist als grosser silberfarbener Kelch gestaltet.

Der Schweizer Cup ist ein Wanderpreis und kann nicht endgültig in den Besitz eines Vereins übergehen. Der Sieger erhält die Trophäe unmittelbar nach dem Final und darf sie während eines Jahres aufbewahren. Spätestens vier Wochen vor dem nächsten Final muss der Pokal an den Schweizerischen Fussballverband zurückgegeben werden.[1]

Der Name des jeweiligen Siegers wird in den Pokal eingraviert. Gewinnt ein Verein den Wettbewerb dreimal in Folge, erhält er gemäss Reglement eine besondere Auszeichnung.

Für öffentliche Auftritte, Medienveranstaltungen und kommerzielle Zwecke können Repliken des Pokals verwendet werden.

Cupfinal

Der Austragungsort des Finals wird grundsätzlich bereits vor Beginn der ersten Runde durch den SFV festgelegt. Das Endspiel findet auf neutralem Platz statt und wird vom Verband organisiert.

Bern ist der traditionelle Austragungsort zahlreicher Cupfinals. Viele Endspiele wurden im früheren Wankdorfstadion, im Stade de Suisse und im heutigen Stadion Wankdorf ausgetragen.

Finals fanden zeitweise auch in anderen Städten statt, darunter Basel, Zürich, Genf und Lausanne. Die Wahl des Stadions hängt unter anderem von Kapazität, Verfügbarkeit, Sicherheitsanforderungen und organisatorischen Bedingungen ab.

Der Cupfinal entwickelte sich zu einem der wichtigsten jährlichen Ereignisse des Schweizer Klubfussballs. Die Fans beider Mannschaften erhalten getrennte Stadionsektoren. Häufig reisen mehrere Tausend Anhängerinnen und Anhänger mit Sonderzügen und Extrabussen an.

Wiederholungsspiele und Elfmeterschiessen

Bis Anfang der 1980er-Jahre wurde ein unentschieden beendeter Final zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt. Insgesamt waren zehn Wiederholungsspiele notwendig.

Der Final von 1948 zwischen dem FC La Chaux-de-Fonds und dem FC Grenchen musste sogar dreimal ausgetragen werden. Nach zwei Unentschieden gewann La Chaux-de-Fonds das dritte Spiel mit 4:0.

Das letzte wiederholte Endspiel fand 1983 zwischen dem Grasshopper Club Zürich und Servette FC statt. Nach einem 2:2 im ersten Spiel gewann GC die Wiederholung mit 3:0.

1984 wurde das Reglement geändert. Seither wird ein unentschiedenes Spiel nach Verlängerung durch Elfmeterschiessen entschieden. Erstmals fiel ein Cupfinal 1997 im Elfmeterschiessen. Der FC Sion setzte sich nach einem 3:3 gegen den FC Luzern mit 5:4 durch.[3]

Rekorde und Statistiken

Erfolgreichste Vereine

Bis und mit dem Final 2026 gewannen 16 verschiedene Vereine den Schweizer Cup.[6]

Rang Verein Titel Erster Titel Letzter Titel
1 Grasshopper Club Zürich 19 1926 2013
2 FC Basel 14 1933 2025
3 FC Sion 13 1965 2015
4 FC Zürich 10 1966 2018
5 FC Lausanne-Sport 9 1935 1999
6 BSC Young Boys 8 1930 2023
6 Servette FC 8 1928 2024
8 FC La Chaux-de-Fonds 6 1948 1961
9 FC Lugano 4 1931 2022
10 FC Luzern 3 1960 2021
11 FC St. Gallen 2 1969 2026
12 Urania Genève Sport 1 1929 1929
12 Young Fellows Zürich 1 1936 1936
12 FC Grenchen 1 1959 1959
12 FC Aarau 1 1985 1985
12 FC Wil 1900 1 2004 2004

Höchste Finalsiege

Das höchste Ergebnis eines Cupfinals lautet 10:0. Dieses Resultat wurde zweimal erreicht:

  • 1935 gewann Lausanne-Sport mit 10:0 gegen den FC Nordstern Basel.
  • 1937 besiegte der Grasshopper Club Zürich Lausanne-Sport mit 10:0.

Lausanne-Sport war damit sowohl Sieger als auch Verlierer eines Finals mit dem höchsten Ergebnis der Wettbewerbsgeschichte.[3]

Häufigste Finalpaarung

Die häufigste Finalpaarung ist Grasshopper Club Zürich gegen Servette FC. Die beiden Mannschaften standen sich siebenmal im Endspiel gegenüber.

GC gewann vier dieser Finals, Servette drei. Das bislang letzte Cupendspiel zwischen den beiden Klubs fand 1983 statt.

Double-Gewinner

Als Double wird der Gewinn der Schweizer Meisterschaft und des Schweizer Cups innerhalb derselben Saison bezeichnet.

Der Grasshopper Club Zürich gewann achtmal das Double. Der FC Basel erreichte dies siebenmal. Weitere Double-Gewinner sind die Young Boys, Lausanne-Sport, der FC La Chaux-de-Fonds, der FC Zürich, Servette FC und der FC Sion.[6]

Bedeutung für kleinere Vereine

Für Vereine aus den unteren Spielklassen besitzt der Schweizer Cup eine besondere sportliche und wirtschaftliche Bedeutung. Ein Heimspiel gegen einen bekannten Super-League-Klub kann eine aussergewöhnlich hohe Zuschauerzahl, zusätzliche Einnahmen und eine starke mediale Aufmerksamkeit bringen.

Viele kleinere Vereine tragen solche Partien auf ihren eigenen Sportanlagen aus. Falls diese den Anforderungen nicht entsprechen, werden provisorische Tribünen, zusätzliche Beleuchtungsanlagen, Sicherheitszonen und Medienplätze eingerichtet.

Der Cup schafft dadurch Begegnungen, die im normalen Ligabetrieb nicht möglich wären. Ein regionaler Amateurverein kann bereits in der ersten Runde auf einen Schweizer Meister oder einen international spielenden Klub treffen.

Sportlich sind Überraschungen möglich, weil jede Begegnung in einem einzigen Spiel entschieden wird. Ein frühes Tor, schwierige Platzverhältnisse oder ein Elfmeterschiessen können den Unterschied zwischen einem Profiverein und einem Aussenseiter verkleinern.

Medien und Vermarktung

Die medialen Rechte des Schweizer Cups werden zentral durch den SFV vermarktet. Ausgewählte Begegnungen werden im frei empfangbaren Fernsehen, im Internet oder als Livestream übertragen.

Besonders ab dem Achtelfinal steigt die Zahl der landesweit ausgestrahlten Partien. Der Final wird in der Regel in mehreren Landessprachen übertragen.

Die offizielle Bezeichnung des Wettbewerbs wurde zeitweise durch Namen von Hauptsponsoren ergänzt. Unabhängig davon blieb «Schweizer Cup» die allgemeine und verbandsrechtliche Bezeichnung.

Europäischer Wettbewerb

Der Gewinner des Schweizer Cups erhält grundsätzlich den für den nationalen Pokalsieger vorgesehenen Startplatz in der UEFA Europa League. Die genaue Einstiegsrunde richtet sich nach der jeweiligen Zugangsliste der UEFA.

Hat sich der Cupsieger bereits über die Meisterschaft für einen höher eingestuften europäischen Wettbewerb qualifiziert, wird der frei werdende Europacupplatz nach den geltenden UEFA- und SFV-Regeln über die Platzierung in der Super League vergeben.

Der Cupfinal besitzt deshalb neben dem nationalen Titel auch eine erhebliche sportliche und finanzielle Bedeutung.

Abgrenzung zum Schweizer Cup der Frauen

Der SFV führt neben dem Männerwettbewerb einen eigenständigen Schweizer Cup der Frauen durch. Dieser besitzt ein eigenes Teilnehmerfeld, eigene Qualifikationsbestimmungen und einen separaten Final.

Daneben gibt es Schweizer Cupwettbewerbe für verschiedene Nachwuchskategorien. Die Bezeichnung «Schweizer Cup» ohne weiteren Zusatz meint im allgemeinen Sprachgebrauch meist den Wettbewerb der ersten Männermannschaften.

Siehe auch

Einzelnachweise