Bachs

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Bachs

Gemeindedaten

Staat

Schweiz

Kanton

Zürich

Bezirk

Dielsdorf

BFS-Nummer

0100

Postleitzahl

8164

Koordinaten

47.52667° N, 8.43861° E

Höhe

470 m ü. M.

Fläche

9.13 km²

Website

www.bachs.ch

Bachs ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dielsdorf des Kantons Zürich in der Schweiz. Sie liegt im Zürcher Unterland im Tal des Fisibachs nahe der Grenze zum Kanton Aargau. Die Gemeinde besteht aus den beiden Dorfteilen Altbachs und Neubachs sowie mehreren Weilern und Einzelhöfen.

Bachs gehört zu den kleinsten Gemeinden des Kantons Zürich. Das Gemeindegebiet ist stark landwirtschaftlich geprägt und von Wäldern, Wiesen, Ackerflächen und naturnahen Bachläufen umgeben. Im Gegensatz zu zahlreichen Gemeinden im Grossraum Zürich hat Bachs seinen ländlichen Charakter weitgehend bewahrt.

Geographie

Bachs liegt im westlichen Teil des Zürcher Unterlands in einer langgestreckten Talmulde. Das Gemeindegebiet umfasst rund 9,13 Quadratkilometer und erstreckt sich vom Talboden des Fisibachs bis zu den bewaldeten Höhenzügen an der Kantonsgrenze.

Der historische Siedlungsraum gliedert sich in Altbachs und Neubachs. Die beiden Dorfkerne liegen beidseits beziehungsweise entlang des Fisibachs. Diese Gliederung entstand nach einem verheerenden Dorfbrand im Jahr 1763, nach dem ein Teil der zerstörten Siedlung an einem neuen Standort wiederaufgebaut wurde.

Zur Gemeinde gehören ausserdem mehrere kleinere Siedlungen und Einzelhöfe. Historisch belegt sind unter anderem die Höfe Hodleten und Mulflen sowie die Keller- und die Talmühle.[1]

Nachbargemeinden sind Stadel bei Niederglatt im Nordosten, Steinmaur im Osten, Schöfflisdorf und Oberweningen im Südosten sowie Fisibach und Siglistorf im Kanton Aargau im Westen und Südwesten.

Die Landschaft ist Teil des Bachsertals, das sich zwischen dem Wehntal und dem aargauischen Surbtal erstreckt. Die bewaldeten Höhen bilden eine natürliche Trennung zwischen den Tälern.

Fisibach

Der Fisibach durchfliesst das Gemeindegebiet von Südosten nach Nordwesten. Er gab dem Ort vermutlich seinen ursprünglichen Namen und fliesst später auf aargauischem Gebiet in Richtung Rhein.

Der Bach war für die historische Siedlungsentwicklung von grosser Bedeutung. Er lieferte Wasser für Menschen und Tiere und trieb zeitweise Mühlen an. Gleichzeitig konnten Hochwasser die angrenzenden Grundstücke und Gebäude gefährden.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurden einzelne Bachabschnitte verbaut oder korrigiert. Spätere Gewässerprojekte verfolgten stärker das Ziel, Hochwasserschutz und ökologische Aufwertung miteinander zu verbinden.

Der Bachlauf mit seinen Ufergehölzen bildet heute einen wichtigen Lebensraum und ein landschaftliches Verbindungselement innerhalb der Gemeinde.

Ortsname

Bachs wurde kurz vor dem Jahr 1100 unter den Namen Fusebach und Fuisipach erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1384 erscheint für den heutigen Dorfteil Altbachs die Bezeichnung Obern Fisibach.[1]

Der ursprüngliche Ortsname bezog sich auf den Fisibach. Die Bezeichnung wurde im Lauf der Jahrhunderte verkürzt, bis sich die heutige Form Bachs durchsetzte.

Der Flussname könnte auf einen alten Personennamen oder eine ältere landschaftliche Bezeichnung zurückgehen. Eine vollständig gesicherte sprachwissenschaftliche Deutung besteht nicht.

In der lokalen schweizerdeutschen Mundart wird Bachs ungefähr als Bachs ausgesprochen. Die Einwohnerinnen und Einwohner werden Bachserinnen und Bachser genannt.

Geschichte

Frühzeit und Mittelalter

Die Lage an einem Bachlauf, fruchtbare Böden und Waldgebiete boten günstige Voraussetzungen für eine frühe Besiedlung. Archäologische Hinweise aus der weiteren Region belegen, dass das Zürcher Unterland bereits in vorgeschichtlicher und römischer Zeit genutzt wurde.

Die mittelalterliche Siedlung entwickelte sich vermutlich aus mehreren Höfen. Neben dem heutigen Dorf bestanden kleinere Wohn- und Wirtschaftsplätze, von denen einige später aufgegeben wurden.

Zu den frühesten Grundherren gehörten die Grafen von Nimburg. Um 1150 übertrugen sie Besitz im Gebiet von Bachs an das Kloster Allerheiligen in Schaffhausen. Auch weitere Klöster und Adelsfamilien besassen im Bachsertal Grundstücke und Rechte.[1]

Im Hoch- und Spätmittelalter gehörte Bachs zum Herrschaftsgebiet der Freiherren von Regensberg. Deren Besitz erstreckte sich über das Furttal, das Wehntal, das Bachsertal und Teile des oberen Surbtals.[2]

Mit dem Niedergang der Regensberger gelangten Herrschaftsrechte schrittweise an die Stadt Zürich. Bachs wurde Teil der Landvogtei Regensberg, die bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798 bestand.

Landwirtschaftliche Gesellschaft

Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von Landwirtschaft, Viehzucht und Forstwirtschaft. Der Ackerbau war an die örtlichen Boden- und Klimaverhältnisse angepasst. Angebaut wurden insbesondere Getreide und Futterpflanzen.

Die Höfe besassen Nutzungsrechte an gemeinsamen Wäldern und Weiden. Solche Rechte waren genau geregelt und führten gelegentlich zu Streitigkeiten über Holz, Weideflächen und Wasser.

Im Jahr 1467 wurden in Bachs elf Haushalte mit 36 erwachsenen Personen gezählt. 1634 lebten bereits 391 Personen im Ort.[1]

Neben selbstständigen Bauern bestanden kleinere Haushalte mit wenig eigenem Land. Deren Bewohner arbeiteten als Taglöhner, Handwerker oder Heimarbeiter.

Reformation

Kirchlich gehörte Bachs im Mittelalter zur Pfarrei Steinmaur. Die dortige Kirche verfügte bereits im 14. Jahrhundert über Filialen in Bachs, Neerach, Stadel und Windlach.[3]

In den 1520er-Jahren führte die Stadt Zürich in ihrem Herrschaftsgebiet die Reformation ein. Die Bevölkerung von Bachs wurde evangelisch-reformiert.

Bachs blieb zunächst kirchlich mit Steinmaur verbunden. Später entwickelte sich eine eigene Kirchgemeinde. Die reformierte Kirche im Dorf bildet bis heute einen wichtigen Bestandteil des Ortsbildes.

Dorfbrand von 1763

Im Jahr 1763 wurde ein grosser Teil des damaligen Dorfes durch einen Brand zerstört. Die eng stehenden Holzhäuser und Scheunen begünstigten die rasche Ausbreitung des Feuers.

Beim Wiederaufbau entschied man sich, einen Teil der Häuser nicht am ursprünglichen Standort zu errichten. Dadurch entstanden zwei räumlich getrennte Dorfteile, die seither als Altbachs und Neubachs bezeichnet werden.

Altbachs umfasst den älteren Siedlungskern. Neubachs wurde nach dem Brand planmässiger und mit grösseren Abständen zwischen den Gebäuden aufgebaut.

Der Dorfbrand prägte die räumliche Struktur der Gemeinde dauerhaft. Die Gliederung in Alt- und Neubachs gehört zu den charakteristischen Besonderheiten des Ortes.

Helvetik und 19. Jahrhundert

Mit dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der Helvetischen Republik im Jahr 1798 endete die Landvogtei Regensberg. Bachs wurde zunächst einer neuen helvetischen Verwaltungseinheit zugeteilt.

Nach weiteren politischen Neuordnungen gehörte die Gemeinde seit 1815 zum Oberamt Regensberg. Dieses wurde 1831 in einen Bezirk umgewandelt und 1871 in Bezirk Dielsdorf umbenannt.

Die liberalen Verfassungen des 19. Jahrhunderts stärkten die politische Selbstständigkeit der Gemeinden. Gemeindeversammlung, Gemeinderat und weitere lokale Behörden übernahmen Aufgaben in den Bereichen Schule, Armenfürsorge, Strassenbau und öffentliche Ordnung.

1836 lebten 596 Menschen in Bachs. 1850 wurde mit 617 Einwohnerinnen und Einwohnern ein damaliger Höchststand erreicht.[1]

Im 19. Jahrhundert blieb die Landwirtschaft der wichtigste Erwerbszweig. Ergänzend wurden Handwerk und Heimarbeit betrieben. Die Industrialisierung erreichte das abgelegene Bachsertal weniger stark als andere Regionen des Kantons Zürich.

20. Jahrhundert

Im frühen 20. Jahrhundert ging die Einwohnerzahl zurück. 1900 lebten 533 Personen in Bachs, 1950 waren es noch 433.[1]

Gründe für diese Entwicklung waren die Abwanderung in industrialisierte Gemeinden, die Mechanisierung der Landwirtschaft und begrenzte lokale Beschäftigungsmöglichkeiten.

Im Verlauf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stabilisierte sich die Bevölkerungszahl. Neue Wohnhäuser entstanden am Rand der historischen Dorfteile, ohne dass Bachs zu einer stark verdichteten Agglomerationsgemeinde wurde.

Die Verbesserung der Strassen und der öffentlichen Verkehrsverbindungen erleichterte das Pendeln zu Arbeitsplätzen in Dielsdorf, Bülach, Regensdorf, Zürich und im angrenzenden Kanton Aargau.

Im Jahr 2000 zählte die Gemeinde 577 Einwohnerinnen und Einwohner. Seither nahm die Bevölkerung moderat zu, blieb jedoch deutlich kleiner als in den meisten anderen Zürcher Gemeinden.

Burgstellen und Erdmannliloch

An der Grenze zum Kanton Aargau befinden sich die Burgstellen Waldhausen und Ruebisberg. Sie erinnern an die mittelalterliche Herrschafts- und Siedlungsgeschichte des Bachsertals.

Von den ehemaligen Befestigungen sind vor allem Geländeformen, Gräben und archäologische Spuren erhalten. Die Anlagen dienten möglicherweise der Kontrolle von Wegen und Herrschaftsgebieten zwischen dem Zürcher Unterland und dem Surbtal.

Eine weitere historische Besonderheit ist das Erdmannliloch. Dabei handelt es sich um eine natürliche Felsbalm, die im Mittelalter bewohnt und befestigt war.[1]

Der Name verweist auf volkstümliche Erzählungen über kleine unterirdische Wesen oder «Erdmannli». Solche Sagen sind in verschiedenen Regionen der Schweiz verbreitet und wurden häufig mit Höhlen, Felsspalten und auffälligen Landschaftsformen verbunden.

Die Felsbalm ist ein kultur- und siedlungsgeschichtlich interessantes Objekt. Wegen ihrer Lage und der empfindlichen Umgebung ist bei einem Besuch Rücksicht auf Natur und archäologische Spuren erforderlich.

Bevölkerung

Bachs gehört zu den bevölkerungsärmsten politischen Gemeinden des Kantons Zürich. Die Einwohnerzahl blieb seit dem 19. Jahrhundert vergleichsweise stabil und liegt im unteren dreistelligen Bereich.

Die historische Entwicklung verlief wie folgt:

Jahr Einwohnerinnen und Einwohner
1634 391
1836 596
1850 617
1900 533
1950 433
2000 577

Die geringe Bevölkerungsdichte hängt mit der grossen landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich genutzten Fläche sowie der zurückhaltenden Siedlungsentwicklung zusammen.

Viele Einwohnerinnen und Einwohner arbeiten ausserhalb der Gemeinde. Gleichzeitig bestehen weiterhin landwirtschaftliche Betriebe und kleinere lokale Unternehmen.

Die Bevölkerung ist mehrheitlich deutschsprachig. Im Alltag wird überwiegend Zürichdeutsch gesprochen.

Politik

Gemeindeorganisation

Bachs ist als politische Gemeinde nach dem Recht des Kantons Zürich organisiert. Oberstes Organ sind die Stimmberechtigten, die ihre politischen Rechte an der Gemeindeversammlung und bei Urnenabstimmungen ausüben.

An der Gemeindeversammlung wird unter anderem über Budget, Jahresrechnung, Steuerfuss, grössere Kredite und kommunale Erlasse entschieden.

Die Exekutive bildet der Gemeinderat. Er führt die Gemeinde, vollzieht die Beschlüsse der Stimmberechtigten und beaufsichtigt die Gemeindeverwaltung.

Wegen der geringen Einwohnerzahl ist die Verwaltung klein organisiert. Verschiedene Aufgaben werden gemeinsam mit anderen Gemeinden oder durch regionale Zweckverbände erfüllt.

Weitere kommunale Organe sind die Rechnungsprüfungskommission und die Schulbehörden. Die Mitglieder der Behörden werden für eine vierjährige Amtsdauer gewählt.

Politische Kultur

Das politische Leben ist stark von der direkten Mitwirkung an Gemeindeversammlungen geprägt. Persönliche Kontakte zwischen Behördenmitgliedern und Bevölkerung spielen eine grössere Rolle als in grossen Gemeinden.

Lokale Sachfragen betreffen häufig Finanzen, Schule, Verkehr, Landwirtschaft, Raumplanung, Wasserbau und die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden.

Bei kantonalen und eidgenössischen Wahlen erzielen bürgerliche Parteien in Bachs traditionell hohe Stimmenanteile. Die Ergebnisse können jedoch je nach Vorlage und Wahl variieren.

Wappen

Das Gemeindewappen zeigt in Silber einen blauen, schräg verlaufenden Wellenbalken, begleitet von roten Rosen beziehungsweise weiteren heraldischen Elementen.

Der Wellenbalken verweist auf den Fisibach, der das Gemeindegebiet durchfliesst und für die Siedlungsgeschichte von zentraler Bedeutung ist.

Wie zahlreiche Zürcher Gemeindewappen wurde auch das Wappen von Bachs im 20. Jahrhundert überprüft und in einer verbindlichen Form festgelegt.

Das Wappen erscheint auf amtlichen Dokumenten, Gemeindefahnen und öffentlichen Gebäuden.

Wirtschaft

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft prägt Bachs stärker als die meisten Gemeinden im Grossraum Zürich. Ackerbau, Viehzucht und Milchwirtschaft bestimmen grosse Teile der offenen Landschaft.

Die Betriebe bewirtschaften Felder, Wiesen und Weiden. Zu den Erzeugnissen gehören Getreide, Futterpflanzen, Milch, Fleisch und weitere landwirtschaftliche Produkte.

Einzelne Höfe vermarkten ihre Produkte direkt oder bieten Dienstleistungen im Bereich Landwirtschaft und Landschaftspflege an.

Die landwirtschaftliche Nutzung trägt zum Erhalt der Kulturlandschaft bei. Gleichzeitig stehen die Betriebe unter wirtschaftlichem Druck durch Strukturwandel, Bodenpreise und steigende Anforderungen an Tierhaltung und Umweltschutz.

Gewerbe und Dienstleistungen

Neben der Landwirtschaft bestehen kleinere Gewerbe-, Bau-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen. Die Zahl der Arbeitsplätze innerhalb der Gemeinde ist begrenzt.

Viele Erwerbstätige pendeln in benachbarte Gemeinden oder in grössere Arbeitszentren. Dielsdorf, Bülach, Regensdorf, Baden und Zürich sind wichtige Zielorte.

Die abgelegene Lage bietet Nachteile für die Ansiedlung grösserer Unternehmen, wird zugleich aber von Einwohnerinnen und Einwohnern geschätzt, die eine ruhige Wohnlage suchen.

Verkehr

Strassenverkehr

Bachs liegt abseits der grossen Verkehrsachsen. Regionale Strassen verbinden die Gemeinde mit Stadel, Steinmaur, Schöfflisdorf und dem aargauischen Fisibach.

Über das Wehntal und Dielsdorf bestehen Verbindungen nach Regensdorf und Zürich. In Richtung Norden und Westen führen Strassen ins Zürcher Unterland und in den Kanton Aargau.

Die kurvenreichen und teilweise schmalen Strassen entsprechen der ländlichen Topografie. Durchgangsverkehr, Geschwindigkeit und Sicherheit auf Schulwegen gehören zu den wiederkehrenden lokalen Themen.

Öffentlicher Verkehr

Bachs besitzt keinen Bahnhof. Die Gemeinde wird durch regionale Buslinien des Zürcher Verkehrsverbunds erschlossen.

Die Busse verbinden das Dorf mit Bahnhöfen im Wehntal oder in der Region Dielsdorf. Von dort bestehen Verbindungen der S-Bahn Zürich nach Zürich und in weitere Teile des Kantons.

Das Angebot des öffentlichen Verkehrs ist weniger dicht als in städtischen Gebieten. Für viele Alltagswege spielt deshalb das private Auto weiterhin eine wichtige Rolle.

Fuss- und Veloverkehr

Das Bachsertal eignet sich für Wanderungen und Velotouren. Landwirtschafts- und Waldwege verbinden das Dorf mit den umliegenden Höhen, dem Wehntal und dem Surbtal.

Die Strassen weisen teilweise stärkere Steigungen auf. Sie sind bei Freizeitvelofahrenden beliebt, können wegen schmaler Fahrbahnen jedoch besondere Aufmerksamkeit erfordern.

Bildung

Bachs verfügt über Kindergarten- und Primarschulangebote. Wegen der kleinen Schülerzahlen arbeitet die Gemeinde im Bildungsbereich eng mit anderen Gemeinden zusammen.

Je nach Schulstufe und organisatorischer Regelung besuchen Kinder und Jugendliche auch Schulen in Nachbargemeinden. Die Sekundarschule wird regional organisiert.

Weiterführende Schulen und Berufsfachschulen befinden sich unter anderem in Dielsdorf, Bülach, Baden und Zürich.

Die kleine Schule besitzt eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Sie ermöglicht persönliche Kontakte zwischen Familien, Lehrpersonen und lokalen Behörden.

Schulergänzende Betreuung und weitere familienbezogene Angebote werden teilweise gemeindeübergreifend organisiert.

Kirche und Religion

Die reformierte Kirche Bachs steht in Altbachs und prägt das historische Ortsbild. Das heutige Gebäude geht auf verschiedene Bau- und Umbauphasen zurück.

Die Kirchgemeinde ist Teil der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Neben Gottesdiensten organisiert sie Veranstaltungen, Unterricht, soziale Angebote und Begegnungsmöglichkeiten.

Die römisch-katholische Bevölkerung gehört zu einer regional zuständigen Pfarrei. Katholische Kirchen befinden sich in grösseren Nachbarorten.

Wie in der gesamten Schweiz ist auch in Bachs die religiöse Zusammensetzung vielfältiger geworden. Neben Angehörigen der Landeskirchen leben konfessionslose Personen sowie Mitglieder anderer Glaubensgemeinschaften in der Gemeinde.

Ortsbild und Architektur

Altbachs besitzt einen gewachsenen historischen Dorfkern mit traditionellen Bauernhäusern, Scheunen und der reformierten Kirche.

Neubachs entstand nach dem Brand von 1763. Die Gebäude wurden mit grösseren Abständen und in einer regelmässigeren Anordnung errichtet, wodurch sich der Dorfteil bis heute von Altbachs unterscheidet.

Viele historische Häuser vereinen Wohn-, Stall- und Scheunenteil unter einem grossen Dach. Sie erinnern an die frühere bäuerliche Wirtschaftsweise.

Neuere Wohnbauten befinden sich hauptsächlich an den Rändern der beiden Dorfteile. Die Siedlungsentwicklung wird durch Landwirtschaftsflächen, Landschaftsschutz und die begrenzte Erschliessung beeinflusst.

Das Ortsbild besitzt wegen seiner ländlichen Struktur und der Trennung der beiden Dorfkerne einen besonderen Charakter.

Natur und Landschaft

Bachs liegt in einer vielfältigen Kulturlandschaft aus Äckern, Wiesen, Obstgärten, Hecken und Waldgebieten.

Der Fisibach und seine Zuflüsse bilden wichtige ökologische Lebensräume. Ufergehölze und Feuchtstellen bieten Schutz für Vögel, Amphibien, Insekten und Kleintiere.

Die Wälder werden forstwirtschaftlich genutzt und dienen gleichzeitig der Naherholung. Waldwege führen zu Aussichtspunkten und historischen Orten an der Kantonsgrenze.

Zur Pflege der Landschaft gehören der Unterhalt von Hecken, Hochstammobstbäumen, Bachläufen und Waldrändern. Landwirtschaft und Naturschutz sind dabei eng miteinander verbunden.

Die geringe Licht- und Verkehrsbelastung unterscheidet Bachs von dichter besiedelten Teilen des Kantons Zürich.

Freizeit und Vereine

Das gesellschaftliche Leben wird durch lokale Vereine, die Schule, die Kirchgemeinde und freiwilliges Engagement getragen.

Vereine bieten Aktivitäten in den Bereichen Sport, Musik, Kultur, Natur und Gemeinschaft an. Veranstaltungen und Feste fördern den Kontakt zwischen den beiden Dorfteilen und den verschiedenen Generationen.

Die Umgebung eignet sich zum Wandern, Velofahren und für Naturbeobachtungen. Wege verbinden Bachs mit dem Wehntal, dem Surbtal und den Höhen an der Kantonsgrenze.

Für grössere Sport-, Einkaufs- und Kulturangebote nutzt die Bevölkerung die Infrastruktur der umliegenden Gemeinden und Städte.

Gemeindefusionen und Zusammenarbeit

Die geringe Grösse von Bachs führt regelmässig zu Diskussionen über die langfristige Organisation kommunaler Aufgaben.

Die Gemeinde arbeitet in Bereichen wie Schule, Feuerwehr, Zivilschutz, Abwasser, Abfall, Sozialwesen und öffentlicher Verkehr mit anderen Gemeinden zusammen.

Interkommunale Kooperation ermöglicht den Zugang zu spezialisierten Dienstleistungen, ohne dass jede Gemeinde eine eigene vollständige Verwaltung unterhalten muss.

Eine politische Fusion mit einer Nachbargemeinde wurde zeitweise öffentlich diskutiert. Bachs blieb jedoch als selbstständige politische Gemeinde bestehen.

Die Frage nach der kommunalen Eigenständigkeit wird von finanziellen, organisatorischen und identitätsbezogenen Überlegungen beeinflusst.

Persönlichkeiten

In Bachs geboren

  • Hans Nabholz (1874–1961), Historiker, Staatsarchivar und Hochschullehrer
  • Otto Schütz (1907–1975), Gewerkschafter und Politiker

Mit Bachs verbunden

Literatur

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. Birkhäuser, Basel 1943.
  • Martin Illi: Bachs. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Gemeinde Bachs: Bachs – Geschichte einer Zürcher Landgemeinde. Bachs.
  • Karl Wanner: Siedlungen, Kontinuität und Wüstungen im nördlichen Kanton Zürich. Zürich 1984.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Martin Illi: Bachs, in: Historisches Lexikon der Schweiz, Version vom 17. Juni 2014, abgerufen am 25. Juli 2026.
  2. Ursula Fortuna: Regensberg (Herrschaft), in: Historisches Lexikon der Schweiz, Version vom 23. Dezember 2011, abgerufen am 25. Juli 2026.
  3. Steinmaur, Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 25. Juli 2026.

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