Kanton Jura
| Republik und Kanton Jura | |
|---|---|
| Amtlicher Name | République et Canton du Jura |
| Deutscher Name | Republik und Kanton Jura |
| Kürzel | JU |
| Hauptort | Delsberg |
| Grösste Gemeinde | Delsberg |
| Region | Romandie, Nordwestschweiz |
| Kanton seit | 1. Januar 1979[1] |
| Amtssprache | Französisch[2] |
| Fläche | rund 858 km²[3] |
| Bevölkerung | 82'208 Einwohnerinnen und Einwohner, provisorischer Stand Ende 2025 einschliesslich Moutier[4] |
| Politische Gemeinden | 51, Stand 1. Januar 2026[5] |
| Bezirke | 4[6] |
| Legislative | Parlament, 60 Mitglieder[7] |
| Exekutive | Regierung, 5 Mitglieder[8] |
| Höchster Punkt | Mont Raimeux, rund 1302 m ü. M. |
| Tiefster Punkt | Allaine bei Boncourt, rund 364 m ü. M. |
| Internet | jura.ch |
Der Kanton Jura, amtlich Republik und Kanton Jura, französisch République et Canton du Jura, ist ein französischsprachiger Kanton im Nordwesten der Schweiz. Hauptort und grösste Gemeinde ist Delsberg, französisch Delémont. Weitere bedeutende Orte sind Pruntrut, Moutier, Saignelégier, Le Noirmont, Courroux, Haute-Sorne, Courrendlin und Bassecourt.
Der Jura ist der jüngste Kanton der Schweiz. Er entstand nach einer langen politischen Auseinandersetzung um die Zugehörigkeit des französischsprachigen und überwiegend katholischen Nordjuras zum Kanton Bern. Die schweizerische Bevölkerung und sämtliche Kantone stimmten der Aufnahme des neuen Kantons am 24. September 1978 zu. Am 1. Januar 1979 trat die Republik und Kanton Jura in die kantonale Souveränität ein.[1]
Seit dem 1. Januar 2026 gehört auch die Stadt Moutier zum Kanton. Mit dem Kantonswechsel endete eine zentrale institutionelle Etappe der sogenannten Jurafrage. Moutier bildet einen eigenen Bezirk und einen eigenen Wahlkreis für die Legislaturperiode 2026–2030.[9]
Das Kantonsgebiet umfasst die Landschaften der Ajoie, des Delsberger Beckens, der Freiberge, des Clos du Doubs und des Gebiets um Moutier. Es wird durch Juraketten, Hochflächen, bewaldete Täler, Karstlandschaften, Weiden und Flusstäler geprägt.
Der Kanton grenzt an die Kantone Bern, Solothurn, Basel-Landschaft und Neuenburg. Im Norden und Westen besitzt er eine lange Staatsgrenze zu Frankreich. Die französischen Nachbargebiete gehören hauptsächlich zu den Départements Territoire de Belfort, Doubs und Haut-Rhin.
Französisch ist die nationale und amtliche Sprache des Kantons.[2] In der Gemeinde Ederswiler wird traditionell überwiegend Deutsch gesprochen. Deutsch besitzt ausserdem als Nachbarsprache, Schulsprache und Sprache des schweizerischen Binnenverkehrs eine wichtige Bedeutung.
Die Wirtschaft ist stark industriell geprägt. Uhrenindustrie, Mikrotechnik, Präzisionsmechanik, Medizintechnik, Maschinenbau und Metallverarbeitung besitzen einen deutlich grösseren Anteil als in vielen anderen Kantonen. Daneben sind Landwirtschaft, Pferdezucht, Forstwirtschaft, Dienstleistungen und Tourismus bedeutend.
Name
Der Name Jura bezeichnet sowohl den Kanton als auch das Gebirge, in dem ein grosser Teil seines Territoriums liegt.
Auf Französisch lautet der Name Jura, auf Italienisch Giura und auf Rätoromanisch Giura.
Der Gebirgsname ist bereits in der Antike belegt. Römische Autoren verwendeten Formen wie Jura und Jurassus für das bewaldete Gebirge zwischen dem Schweizer Mittelland und dem Gebiet des heutigen Frankreich.
Der Name wird gewöhnlich auf ein keltisches beziehungsweise gallisches Wort mit der Bedeutung «Wald», «Waldgebirge» oder «bewaldete Höhe» zurückgeführt. Eine vollständig gesicherte sprachgeschichtliche Herleitung besteht jedoch nicht.
Der Begriff wurde später auf verschiedene politische und geografische Räume übertragen:
- das Juragebirge;
- den Berner Jura;
- den französischen Jura;
- das historische Fürstbistum Basel;
- den heutigen Kanton Jura;
- das französische Département Jura.
Die amtliche Bezeichnung République et Canton du Jura unterstreicht das republikanische Selbstverständnis des Kantons. Vergleichbare Bezeichnungen führen in der Schweiz auch Genf, Neuenburg und Tessin in ihren jeweiligen Amtssprachen.
Einwohnerinnen und Einwohner werden auf Deutsch als Jurassierinnen und Jurassier, auf Französisch als Jurassiennes und Jurassiens bezeichnet.
Das Adjektiv lautet jurassisch beziehungsweise in Eigennamen häufig jurassien oder jurassienne. Der Ausdruck «jurassisch» kann zugleich die geologische Periode Jura bezeichnen.
Wappen und Flagge
Das Wappen des Kantons ist senkrecht geteilt.
Auf der heraldisch rechten, aus Sicht der Betrachterin oder des Betrachters linken Seite befindet sich auf weissem Grund ein roter Bischofsstab.
Die andere Hälfte besteht aus abwechselnden roten und weissen waagrechten Streifen. Sichtbar sind vier rote und drei weisse Felder.
Die amtliche französische Blasonierung lautet:
- Parti d’argent à la crosse épiscopale de gueules et de gueules à trois fasces d’argent.
Der Bischofsstab erinnert an das frühere Fürstbistum Basel, dem ein grosser Teil des historischen Juras bis zur Französischen Revolution angehörte.
Die sieben waagrechten Farbfelder stehen für die sieben historischen jurassischen Bezirke:
- Delsberg;
- Pruntrut;
- Freiberge;
- Laufen;
- Moutier;
- Courtelary;
- La Neuveville.
Das Wappen wurde 1947 durch den Schweizer Heraldiker Paul Boesch entworfen. Der Kanton Bern erkannte es 1951 als Symbol des jurassischen Landesteils an.[3]
Nach der Gründung des Kantons wurde es in die jurassische Verfassung aufgenommen.[2]
Die Flagge verwendet dasselbe Motiv wie das Wappen.
Rot und Weiss sowie der Bischofsstab erscheinen heute:
- an öffentlichen Gebäuden;
- auf kantonalen Fahrzeugen;
- in amtlichen Publikationen;
- bei politischen und kulturellen Veranstaltungen;
- auf Vereins- und Sportzeichen;
- an der jährlichen Feier des jurassischen Volkes.
Geografie
Lage
Der Kanton liegt im äussersten Nordwesten der Schweiz.
Sein Gebiet gehört vollständig zum Juragebirge. Es umfasst jedoch unterschiedliche Landschaftsformen:
- Faltenjura;
- Tafeljura;
- Hochflächen;
- Beckenlandschaften;
- Klusen;
- Karsttäler;
- Flussschluchten;
- ausgedehnte Wald- und Weidegebiete.
Seit dem Beitritt Moutiers umfasst die Kantonsfläche rund 858 Quadratkilometer.[3]
Der höchste Punkt liegt am Mont Raimeux auf ungefähr 1302 Metern über Meer. Der tiefste Punkt befindet sich im Tal der Allaine bei Boncourt nahe der französischen Grenze.
Grenzen
Der Jura grenzt innerhalb der Schweiz an:
- den Kanton Bern im Süden und Südosten;
- den Kanton Solothurn im Osten;
- den Kanton Basel-Landschaft im Nordosten;
- den Kanton Neuenburg im Südwesten.
Die internationale Grenze zu Frankreich verläuft im Norden und Westen.
Bedeutende französische Nachbarorte und Regionen sind:
- Belfort;
- Montbéliard;
- Delle;
- Saint-Hippolyte;
- Maîche;
- Ferrette;
- Sundgau.
Die Grenzlage prägt Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Verkehr, Kultur und Alltag. Zahlreiche Personen aus Frankreich arbeiten in jurassischen Industrieunternehmen.
Landschaftsräume
Das Kantonsgebiet wird gewöhnlich in mehrere historisch und geografisch unterschiedliche Landschaften gegliedert:
- Ajoie;
- Delsberger Becken;
- Freiberge;
- Clos du Doubs;
- oberes Birstal;
- Region Moutier;
- zentrale Juraketten.
Diese Räume unterscheiden sich in Höhenlage, Siedlungsform, Landwirtschaft, Architektur und wirtschaftlicher Ausrichtung.
Ajoie
Die Ajoie, deutsch früher auch Elsgau, bildet den nordwestlichen Teil des Kantons.
Zentrum ist Pruntrut. Weitere bedeutende Gemeinden sind:
- Alle;
- Boncourt;
- Courgenay;
- Courtedoux;
- Cornol;
- Fontenais;
- Haute-Ajoie;
- Basse-Allaine;
- Basse-Vendline.
Die Landschaft besteht aus sanften Hügeln, breiten Tälern, fruchtbaren Ackerflächen, Obstgärten und Wäldern.
Das Klima ist vergleichsweise mild und trocken. Die geschützte Lage ermöglicht:
- Ackerbau;
- Obstbau;
- Viehzucht;
- Gemüsebau;
- Anbau wärmeliebender Kulturen.
Die Ajoie wird hauptsächlich durch die Allaine und ihre Zuflüsse entwässert.
Historisch war die Region stark auf Pruntrut, Belfort und Montbéliard ausgerichtet.
Delsberger Becken
Das Delsberger Becken, französisch Bassin de Delémont, ist ein breites Längstal zwischen mehreren Juraketten.
Es wird von der Birs, der Sorne und der Scheulte durchflossen.
Das Gebiet ist der wichtigste Bevölkerungs-, Verwaltungs- und Wirtschaftsraum des Kantons.
Zum Becken gehören unter anderem:
- Delsberg;
- Courroux;
- Courtételle;
- Develier;
- Courrendlin;
- Rossemaison;
- Soyhières;
- Val Terbi;
- Haute-Sorne.
Delsberg ist Sitz von Parlament, Regierung und kantonaler Verwaltung.
Die Talebene wird für Siedlungen, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft genutzt. An den Hängen befinden sich Wälder, Weiden und kleinere Dörfer.
Freiberge
Die Freiberge, französisch Franches-Montagnes, bilden eine Hochfläche im Südwesten des Kantons.
Die Region liegt meist zwischen 900 und 1100 Metern über Meer.
Typisch sind:
- offene Weidelandschaften;
- Fichtenwälder;
- Einzelhöfe;
- Trockensteinmauern;
- Moorgebiete;
- Dolinen;
- Weidbuchen;
- Pferdehaltung.
Hauptort ist Saignelégier. Weitere Gemeinden und Orte sind:
- Le Noirmont;
- Les Breuleux;
- Les Bois;
- Montfaucon;
- Lajoux;
- Les Genevez;
- Saint-Brais;
- Muriaux;
- Soubey;
- Les Enfers.
Die Freiberge sind eng mit der Zucht des Freiberger Pferds verbunden. Diese Rasse ist die einzige noch bestehende Pferderasse schweizerischen Ursprungs.
Die Hochfläche besitzt kaum oberirdische Fliessgewässer. Ein grosser Teil des Wassers versickert im kalkreichen Untergrund und fliesst in Karstsystemen ab.
Clos du Doubs
Der Clos du Doubs umfasst die grosse Flussschleife des Doubs um Saint-Ursanne sowie angrenzende Hochflächen.
Der Name bedeutet sinngemäss «vom Doubs umschlossenes Gebiet».
Das Städtchen Saint-Ursanne liegt in einem engen Tal am Fluss.
Die Landschaft wird geprägt durch:
- steile, bewaldete Hänge;
- Kalkfelsen;
- Flussschleifen;
- abgelegene Dörfer;
- Weiden und Landwirtschaftsflächen.
Der Doubs bildet auf verschiedenen Abschnitten die Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich.
Das Tal ist wegen seiner landschaftlichen Schönheit, seiner historischen Siedlungen und seiner vergleichsweise naturnahen Flussabschnitte ein wichtiges Tourismus- und Naturschutzgebiet.
Region Moutier
Moutier liegt im oberen Birstal zwischen mehreren Juraketten.
Die Stadt wird von der Birs durchflossen und liegt an wichtigen Bahn- und Strassenverbindungen zwischen Delsberg, Basel, Biel und Solothurn.
Besonders bekannt sind die beiden Klusen:
Diese engen Felstäler durchbrechen die Juraketten und zeigen besonders deutlich den geologischen Aufbau des Faltenjuras.
Moutier entwickelte sich im 19. und 20. Jahrhundert zu einem Zentrum der Werkzeugmaschinen-, Drehmaschinen- und Präzisionsindustrie.
Seit dem 1. Januar 2026 bildet die Gemeinde einen eigenen jurassischen Bezirk.[6]
Berge und Höhenzüge
Der höchste Punkt des Kantons liegt am Mont Raimeux.
Weitere bedeutende Höhenzüge und Erhebungen sind:
- Mont Terri;
- Mont de Coeuve;
- Les Ordons;
- Montvoie;
- Les Rangiers;
- Mont Soleil im weiteren Juraraum;
- Mont Russelin;
- Mont Crosin;
- Fringelikette;
- Lomont;
- Moron im Grenzraum zum Berner Jura.
Der Mont Raimeux erhebt sich über dem Gebiet von Moutier und dem Grand Val. Sein Gipfelbereich liegt an beziehungsweise nahe der Grenze zum Kanton Bern.
Die Juraketten verlaufen überwiegend von Südwesten nach Nordosten.
Zwischen ihnen liegen Längstäler, während Flüsse einzelne Ketten in quer verlaufenden Klusen durchbrechen.
Doubs
Der Doubs ist einer der bedeutendsten Flüsse des Kantons.
Er entspringt im französischen Jura, durchquert den Lac de Saint-Point und bildet später lange Abschnitte der französisch-schweizerischen Grenze.
Im Kanton Jura fliesst er unter anderem durch beziehungsweise bei:
- Soubey;
- Saint-Ursanne;
- Ocourt;
- Epiquerez;
- Seleute.
Der Doubs verlässt das Schweizer Gebiet wieder in Richtung Frankreich.
Über die Saône und die Rhone entwässert er zum Mittelmeer.
Damit liegt im Kanton Jura eine europäische Hauptwasserscheide. Während der Doubs zum Mittelmeer fliesst, gehören Birs und Allaine zum Einzugsgebiet des Rheins und damit der Nordsee.
Der Doubs besitzt einen hohen ökologischen Wert, ist jedoch durch Wasserkraftnutzung, veränderte Abflussmengen, Erwärmung, Schadstoffe und Fischkrankheiten belastet.
Besonders gefährdet ist die Fischart Roi du Doubs, eine Unterart des Rhone-Strebers.
Birs
Die Birs, französisch Birse, entspringt im Berner Jura und durchquert Moutier sowie das Delsberger Becken.
Sie fliesst danach durch das Laufental und mündet bei Basel in den Rhein.
Bedeutende Zuflüsse im Kanton sind:
- Sorne;
- Scheulte;
- Chalière;
- Gabiare.
Die Birs war für Mühlen, Gewerbe, Industrie und Verkehr von grosser Bedeutung.
Hochwasser und Flusskorrektionen veränderten den Flusslauf in den Siedlungsgebieten.
Allaine
Die Allaine entspringt in der Ajoie und fliesst über Pruntrut, Courchavon, Courtemaîche und Boncourt nach Frankreich.
Dort trägt sie später den Namen Allan und mündet über den Doubs und weitere Flusssysteme letztlich in den Rhein-Rhône-Kanal beziehungsweise in das Gebiet der Saône.
Zu ihren Zuflüssen gehören:
- Vendline;
- Coeuvatte;
- Cornoline;
- Erveratte.
Das Tal der Allaine bildet die wichtigste Siedlungs- und Verkehrsachse der Ajoie.
Etang de la Gruère
Der Etang de la Gruère ist ein Moorsee in den Freibergen.
Er entstand durch den Aufstau eines Bachs zur Nutzung der Wasserkraft für eine Mühle.
Das umgebende Hochmoor besitzt nationale Bedeutung.
Das Gebiet umfasst:
- Torfmoore;
- Fichten- und Birkenbestände;
- Feuchtwiesen;
- Moorgewässer;
- seltene Pflanzen- und Tierarten.
Ein Rundweg macht das Gebiet für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Der Schutz des empfindlichen Moorbodens erfordert eine Lenkung des Freizeitverkehrs.
Karst und Höhlen
Der kalkreiche Untergrund begünstigt die Entstehung von Karstformen.
Dazu gehören:
- Höhlen;
- Dolinen;
- Schlucklöcher;
- unterirdische Wasserläufe;
- Trockentäler;
- Kalkquellen.
Bekannt sind die Grotten von Réclère in der Gemeinde Haute-Ajoie.
Das Höhlensystem besitzt Tropfsteine, grosse Hallen und unterirdische Gänge.
In derselben Region befindet sich ein prähistorischer Tierpark mit Rekonstruktionen ausgestorbener Tiere.
Klima
Das Klima ist gemässigt, unterscheidet sich jedoch deutlich nach Höhenlage.
In der Ajoie und im Delsberger Becken sind die Sommer vergleichsweise warm.
Die Freiberge besitzen:
- kühlere Temperaturen;
- längere Winter;
- häufigere Schneefälle;
- grössere Temperaturunterschiede.
Karsthochflächen können in klaren Nächten starke Abkühlung aufweisen. In geschlossenen Mulden entstehen Kaltluftseen.
Der Klimawandel führt zu:
- steigenden Durchschnittstemperaturen;
- häufigeren Trockenperioden;
- wärmeren Flüssen;
- intensiveren Starkniederschlägen;
- kürzeren Schneeperioden;
- Veränderungen in Wald und Landwirtschaft;
- höherem Druck auf Moore und Feuchtgebiete.
Administrative Gliederung
Seit dem 1. Januar 2026 ist der Kanton in vier Bezirke gegliedert.[6]
| Bezirk | Französischer Name | Hauptort | Zahl der Gemeinden | Bedeutende Orte |
|---|---|---|---|---|
| Bezirk Delsberg | District de Delémont | Delsberg | 19 | Delsberg, Courroux, Haute-Sorne, Courrendlin |
| Bezirk Freiberge | District des Franches-Montagnes | Saignelégier | 12 | Saignelégier, Le Noirmont, Les Breuleux |
| Bezirk Pruntrut | District de Porrentruy | Pruntrut | 19 | Pruntrut, Boncourt, Courgenay, Alle |
| Bezirk Moutier | District de Moutier | Moutier | 1 | Moutier |
Die Bezirke dienen als:
- Wahlkreise für das Kantonsparlament;
- statistische Gebietseinheiten;
- Organisationsräume verschiedener Behörden;
- regionale Identitätsräume.
Moutier bildet während der Legislaturperiode 2026–2030 einen eigenen Wahlkreis mit sieben Parlamentssitzen.[10]
Die 60 Sitze verteilen sich in dieser Legislatur wie folgt:
- Bezirk Delsberg: 26 Sitze;
- Bezirk Pruntrut: 18 Sitze;
- Bezirk Freiberge: 9 Sitze;
- Bezirk Moutier: 7 Sitze.
Gemeinden
Der Kanton besteht aus 51 politischen Gemeinden.[5]
Die grössten Gemeinden nach Einwohnerzahl sind:
- Delsberg;
- Moutier;
- Pruntrut;
- Haute-Sorne;
- Courroux;
- Courrendlin;
- Val Terbi;
- Le Noirmont;
- Saignelégier.
Die politischen Gemeinden werden in verschiedene rechtliche Formen gegliedert.
Einwohnergemeinden und gemischte Gemeinden
Im Kanton bestehen:
- reine Einwohnergemeinden;
- gemischte Gemeinden;
- Bürgergemeinden;
- Nutzungsgemeinschaften.
Die commune municipale entspricht im Wesentlichen einer Einwohnergemeinde.
Die commune mixte vereinigt Aufgaben der Einwohner- und der Bürgergemeinde in einer gemeinsamen Körperschaft.
Gemeinden erfüllen unter anderem Aufgaben in den Bereichen:
- Ortsplanung;
- Volksschule;
- Sozialhilfe;
- Wasserversorgung;
- Abwasserentsorgung;
- Abfallwirtschaft;
- Gemeindestrassen;
- Feuerwehr;
- Kultur;
- Sport;
- Einwohnerkontrolle;
- kommunale Finanzen.
Bürgergemeinden
Bürgergemeinden besitzen teilweise bedeutenden Grund- und Waldbesitz.
Sie verwalten unter anderem:
- Wälder;
- Landwirtschaftsflächen;
- Weiden;
- Liegenschaften;
- Bürgervermögen;
- traditionelle Nutzungsrechte.
In Moutier besteht neben der Einwohnergemeinde ebenfalls eine Bürgergemeinde.
Nutzungsgemeinschaften
In den Freibergen bestehen besondere gemeinschaftliche Nutzungsorganisationen.
Sie verwalten Weiden, Waldflächen und Wege, die traditionell von mehreren Höfen oder Siedlungen genutzt werden.
Diese Strukturen sind für das charakteristische Landschaftsbild der Freiberge von grosser Bedeutung.
Gemeindefusionen
Die Zahl der Gemeinden wurde seit Beginn des 21. Jahrhunderts stark reduziert.
Im Jahr 2008 bestanden noch mehr als 80 Gemeinden. Durch zahlreiche Zusammenschlüsse entstanden grössere Einheiten.
Zu den neuen oder erweiterten Gemeinden gehören:
- Haute-Sorne;
- Val Terbi;
- Clos du Doubs;
- Haute-Ajoie;
- La Baroche;
- Basse-Allaine;
- Damphreux-Lugnez;
- Basse-Vendline;
- Courrendlin;
- Muriaux.
Die Fusionen sollen:
- Verwaltungen professionalisieren;
- Behörden leichter besetzen;
- Finanzen stabilisieren;
- Infrastruktur gemeinsam nutzen;
- regionale Planung vereinfachen.
Gleichzeitig bleiben die früheren Dörfer häufig als Ortschaften, Kirchgemeinden und lokale Gemeinschaften bestehen.
Geschichte
Ur- und Frühgeschichte
Das Gebiet des heutigen Kantons ist seit der Altsteinzeit von Menschen aufgesucht worden.
Höhlen, Felsunterstände, Flussterrassen und Hochflächen boten Jagdplätze und zeitweilige Siedlungsräume.
Bedeutende Fundgebiete befinden sich:
- in der Ajoie;
- am Mont Terri;
- im Delsberger Becken;
- bei Saint-Ursanne;
- im Gebiet von Alle und Courgenay;
- in den Juraklusen.
Während der Jungsteinzeit entstanden dauerhafte bäuerliche Siedlungen.
Die Bevölkerung betrieb:
- Ackerbau;
- Viehzucht;
- Jagd;
- Handel;
- Herstellung von Steinwerkzeugen und Keramik.
In der Bronze- und Eisenzeit wurden befestigte Höhensiedlungen errichtet.
Der Mont Terri bei Cornol war in verschiedenen Epochen besiedelt und befestigt. Er kontrollierte wichtige Wege durch die Ajoie und über den Jura.
Keltische Zeit
Vor der römischen Eroberung gehörte die Region zum keltischen Kulturraum.
Das Gebiet lag im Kontaktbereich der Rauriker, Sequaner und Helvetier.
Flüsse, Pässe und Juraklusen ermöglichten Verbindungen zwischen:
- Oberrhein;
- Schweizer Mittelland;
- Burgund;
- Rhoneraum;
- Gallien.
Archäologische Funde belegen Handel mit Salz, Metallen, Keramik und weiteren Gütern.
Römische Zeit
Nach der römischen Eroberung gehörte das Gebiet zu verschiedenen Verwaltungseinheiten des Römischen Reiches.
Ein Teil war auf Augusta Raurica, ein anderer auf Aventicum und Vesontio ausgerichtet.
Römische Strassen führten durch:
- Ajoie;
- Delsberger Becken;
- Birstal;
- Jurapässe;
- Gebiet von Moutier.
Römische Gutshöfe und Siedlungen sind unter anderem bei Alle, Courtedoux, Develier, Vicques und Pruntrut nachgewiesen.
Die Landwirtschaft versorgte regionale Märkte und Militäranlagen.
In der Spätantike wurden einzelne Höhen befestigt. Der Mont Terri diente zeitweise als Schutz- und Kontrollplatz.
Frühmittelalter
Nach dem Ende der römischen Herrschaft gehörte die Region zum burgundischen und später zum fränkischen Herrschaftsraum.
Das Christentum verbreitete sich über Klöster, Kirchen und Missionszentren.
Besonders bedeutend waren:
- Abtei Moutier-Grandval;
- Kloster Saint-Ursanne;
- Bistum Basel.
Die Abtei Moutier-Grandval wurde im 7. Jahrhundert gegründet. Sie entwickelte sich zu einem bedeutenden religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum.
Der heilige Ursicinus, französisch Ursanne, soll sich im 7. Jahrhundert als Einsiedler am Doubs niedergelassen haben. Aus seiner Gemeinschaft entstand das spätere Stift Saint-Ursanne.
Fürstbistum Basel
Der grösste Teil des historischen Juras gehörte während Jahrhunderten zum Fürstbistum Basel.
Der Bischof von Basel war zugleich geistlicher Oberhirte und weltlicher Landesherr.
Seit dem Mittelalter bildete sich ein komplexes Territorium mit unterschiedlichen Rechten, Bündnissen und Herrschaftsformen.
Wichtige Gebiete waren:
- Ajoie;
- Herrschaft Delsberg;
- Freiberge;
- Propstei Moutier-Grandval;
- Herrschaft Saint-Ursanne;
- Laufental;
- Erguel;
- Neuenstadt;
- Biel.
Pruntrut wurde seit dem 16. Jahrhundert zur wichtigsten Residenz der Basler Fürstbischöfe.
Pruntrut als Residenzstadt
Nachdem sich in Basel die Reformation durchgesetzt hatte, verlegten die katholischen Fürstbischöfe ihre Residenz endgültig nach Pruntrut.
Die Stadt entwickelte sich zu einem politischen, kirchlichen und kulturellen Zentrum.
Die Fürstbischöfe liessen errichten oder ausbauen:
- Schloss Pruntrut;
- Verwaltungsgebäude;
- Kirchen;
- Schulen;
- Befestigungen;
- repräsentative Bürgerhäuser.
Das 1591 gegründete Jesuitenkolleg bildete eine wichtige Grundlage des späteren kantonalen Gymnasiums.
Reformation
Die Reformation führte zu einer dauerhaften konfessionellen Teilung des historischen Juras.
Im Süden und Osten setzten Bern und Biel reformierte Lehren durch.
Reformiert wurden unter anderem:
- Erguel;
- Neuenstadt;
- Teile der Propstei Moutier-Grandval;
- Biel;
- später das Laufental teilweise unter Basler Einfluss.
Die nördlichen Gebiete Delsberg, Ajoie, Freiberge und Saint-Ursanne blieben überwiegend katholisch.
Moutier nahm die reformierte Konfession an und blieb bis in die Neuzeit ein wichtiges reformiertes Zentrum.
Diese konfessionelle Grenze spielte später eine zentrale Rolle in der Jurafrage.
Dreissigjähriger Krieg
Während des Dreissigjährigen Kriegs wurde der Jura wiederholt von Truppen durchquert und geplündert.
Besonders betroffen waren:
- Ajoie;
- Delsberger Tal;
- Freiberge;
- Grenzregionen zu Frankreich.
Siedlungen wurden zerstört, Vieh und Vorräte beschlagnahmt und Krankheiten verbreitet.
Das Fürstbistum versuchte, durch Neutralität und Bündnisse Schutz zu erhalten, konnte militärische Übergriffe aber nicht vollständig verhindern.
Fürstbischöfliche Reformen
Im 18. Jahrhundert versuchten die Fürstbischöfe, Verwaltung, Steuern und Wirtschaft zu modernisieren.
Die Reformen führten zu Widerstand in verschiedenen Landschaften.
In der Ajoie und den Freibergen bestanden starke Traditionen lokaler Selbstverwaltung und besonderer Freiheitsrechte.
Konflikte entstanden über:
- Steuern;
- Militärpflicht;
- Gemeinderechte;
- Wald- und Weidenutzung;
- fürstliche Verwaltung.
Französische Revolution
Die Französische Revolution veränderte die politische Ordnung grundlegend.
1792 wurde im nördlichen Teil des Fürstbistums die Raurakische Republik ausgerufen.
Sie war stark von Frankreich abhängig und bestand nur kurze Zeit.
1793 annektierte Frankreich das Gebiet und bildete das Département Mont-Terrible mit Pruntrut als Hauptort.
1800 wurde Mont-Terrible aufgelöst und dem Département Haut-Rhin angeschlossen.
Die französische Herrschaft führte ein:
- Rechtsgleichheit;
- Abschaffung feudaler Rechte;
- moderne Verwaltung;
- Zivilstandsregister;
- französisches Recht;
- neue Gemeinden;
- Wehrpflicht.
Gleichzeitig belasteten Kriege, Steuern und Rekrutierungen die Bevölkerung.
Wiener Kongress
Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft entschied der Wiener Kongress 1815 über die Zukunft des ehemaligen Fürstbistums Basel.
Der grösste Teil des Gebiets wurde dem Kanton Bern zugesprochen.
Bern erhielt das Gebiet als Ausgleich für den Verlust der Waadt und des Aargaus.
Die Vereinigungsurkunde regelte besondere Rechte der jurassischen Regionen.
Dazu gehörten Garantien für:
- katholische Religion;
- kirchliche Einrichtungen;
- regionale Rechte;
- französische Sprache;
- Eigentum und Stiftungen.
Das Gebiet gehörte von 1815 bis zur Gründung des Kantons Jura zum Kanton Bern.
Berner Zeit
Die Eingliederung in Bern führte zu tiefgreifenden Veränderungen.
Die ehemaligen fürstbischöflichen Gebiete wurden in bernische Bezirke gegliedert.
Die Verwaltung wurde zentralisiert und an die bernischen Institutionen angepasst.
Im 19. Jahrhundert verbesserten sich:
- Strassen;
- Schulen;
- Gesundheitswesen;
- Verwaltung;
- Eisenbahnverbindungen;
- industrielle Infrastruktur.
Gleichzeitig bestanden Spannungen wegen sprachlicher, konfessioneller und regionaler Unterschiede.
Kulturkampf
In den 1870er-Jahren kam es zwischen dem liberalen Berner Staat und der römisch-katholischen Kirche zum Kulturkampf.
Auslöser waren unter anderem Konflikte um:
- päpstliche Unfehlbarkeit;
- kirchliche Ernennungen;
- staatliche Kontrolle;
- Ausbildung der Geistlichen.
Der Berner Regierungsrat setzte katholische Geistliche ab und griff in kirchliche Strukturen ein.
Im katholischen Nordjura entstand starker Widerstand.
Der Konflikt verstärkte das Bewusstsein einer besonderen jurassischen Identität.
Industrialisierung
Die Industrialisierung entwickelte sich besonders in:
- Delsberg;
- Pruntrut;
- Moutier;
- Freiberge;
- Ajoie.
Wichtige Branchen waren:
- Uhrenindustrie;
- Maschinenbau;
- Werkzeugmaschinen;
- Präzisionsmechanik;
- Metallverarbeitung;
- Tabakindustrie;
- Schuhherstellung;
- Textilien.
Moutier wurde zu einem international bekannten Zentrum der automatischen Drehmaschinen.
In den Freibergen und der Ajoie entstanden zahlreiche kleine Uhren- und Zulieferbetriebe.
Der Eisenbahnbau verbesserte die Verbindung nach Basel, Biel, Belfort und Frankreich.
Entstehung der Jurafrage
Nach dem Zweiten Weltkrieg verschärften sich die Spannungen zwischen dem Jura und dem übrigen Kanton Bern.
Als unmittelbarer Auslöser gilt häufig die sogenannte Moeckli-Affäre von 1947.
Der jurassische Regierungsrat Georges Moeckli sollte das wichtige Baudepartement übernehmen. Der bernische Grosse Rat lehnte dies teilweise mit der Begründung ab, ein französischsprachiger Politiker könne ein solches Departement nicht ausreichend führen.
Die Entscheidung wurde im Jura als sprachliche und politische Diskriminierung empfunden.
1947 entstand das Comité de Moutier. Es verlangte zunächst grössere Autonomie.
Später bildeten sich verschiedene Organisationen:
- Rassemblement jurassien;
- Union des patriotes jurassiens;
- Groupe Bélier;
- Sanglier;
- Mouvement séparatiste jurassien.
Rassemblement jurassien
Das Rassemblement jurassien setzte sich für die Gründung eines eigenständigen Kantons ein.
Zu seinen führenden Persönlichkeiten gehörten:
- Roland Béguelin;
- Roger Schaffter;
- Pierre Grimm;
- François Lachat.
Die Bewegung organisierte:
- Volksfeste;
- Demonstrationen;
- politische Kampagnen;
- Publikationen;
- kulturelle Veranstaltungen.
Das jährliche Fest des jurassischen Volkes in Delsberg wurde zu einem zentralen Symbol der Autonomiebewegung.
Autonomisten und Berntreue
Die Jurafrage spaltete die Bevölkerung.
Die separatistische Bewegung war besonders stark in den überwiegend katholischen und französischsprachigen Bezirken Delsberg, Pruntrut und Freiberge.
Im überwiegend reformierten Südjura unterstützte eine Mehrheit den Verbleib bei Bern.
Die berntreue Organisation Union des patriotes jurassiens verteidigte die kantonale Einheit.
Die Gegensätze verliefen nicht nur entlang sprachlicher Linien. Konfession, wirtschaftliche Orientierung, lokale Identität und politische Tradition spielten ebenfalls eine Rolle.
Plebiszite von 1974 und 1975
1970 schuf der Kanton Bern eine verfassungsrechtliche Grundlage für eine Reihe von Volksabstimmungen.
Am 23. Juni 1974 stimmte die Bevölkerung der sieben historischen jurassischen Bezirke über die Gründung eines neuen Kantons ab.
Das Gesamtergebnis lautete:
- 36'802 Ja;
- 34'057 Nein.[1]
Die drei nördlichen Bezirke stimmten deutlich zu.
Die südlichen Bezirke Moutier, Courtelary und La Neuveville sowie das Laufental lehnten die Abtrennung mehrheitlich ab.
1975 fanden weitere Bezirks- und Gemeindeabstimmungen statt.
Sie führten dazu, dass:
- Delsberg;
- Pruntrut;
- Freiberge
den neuen Kanton bildeten.
Mehrere Grenzgemeinden wechselten ihre Bezirkszugehörigkeit, um dem zukünftigen Kanton beizutreten oder bei Bern zu bleiben.
Kantonsverfassung
1976 wurde eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.
Sie bestand aus 50 Mitgliedern.
Die Verfassung wurde am 3. Februar 1977 in der Stiftskirche von Saint-Ursanne feierlich unterzeichnet.
Am 20. März 1977 nahm die jurassische Bevölkerung sie mit grosser Mehrheit an.[1]
Die Verfassung bezeichnet den Jura als demokratische und soziale Republik.
Sie legt Französisch als nationale und amtliche Sprache fest.[2]
Aufnahme in die Eidgenossenschaft
Für die Schaffung eines neuen Kantons war eine Änderung der Bundesverfassung notwendig.
Am 24. September 1978 stimmten Volk und Stände der Aufnahme des Juras zu.
Alle Kantone nahmen die Vorlage an.
Am 1. Januar 1979 begann die Republik und Kanton Jura ihre staatliche Tätigkeit.
Der Jura wurde der 23. Kanton der damaligen offiziellen Zählweise.
Laufental
Der Bezirk Laufen hatte 1974 gegen die Gründung des Kantons Jura gestimmt und blieb zunächst bei Bern.
Aufgrund seiner geografischen Trennung vom restlichen Kanton Bern begann später ein eigener Prozess zur Wahl einer neuen Kantonszugehörigkeit.
Nach mehreren Abstimmungen und Gerichtsverfahren wechselte das Laufental am 1. Januar 1994 zum Kanton Basel-Landschaft.
Interjurassischer Dialog
Die Jurafrage blieb nach 1979 politisch offen.
1994 schlossen Bund, Bern und Jura ein Abkommen zur Institutionalisierung des Dialogs.
Es entstand die Interjurassische Versammlung.
Sie sollte:
- Zusammenarbeit fördern;
- institutionelle Möglichkeiten prüfen;
- Konflikte entschärfen;
- die Beziehungen zwischen Jura und Berner Jura verbessern.
2013 fanden Abstimmungen über die Einleitung eines Verfahrens zur Bildung eines gemeinsamen neuen Kantons statt.
Die Bevölkerung des Kantons Jura stimmte zu, während eine deutliche Mehrheit im Berner Jura ablehnte.
Moutier sprach sich dagegen für die Fortsetzung des Kantonswechselprozesses aus.
Abstimmung in Moutier 2017
Am 18. Juni 2017 stimmte Moutier über einen Wechsel zum Kanton Jura ab.
Eine knappe Mehrheit sprach sich dafür aus.
Die bernische Regierungsstatthalterin hob die Abstimmung jedoch 2018 wegen festgestellter Unregelmässigkeiten auf.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern bestätigte 2019 die Annullierung.
Wiederholungsabstimmung 2021
Am 28. März 2021 wurde die Abstimmung unter umfangreicher Beobachtung wiederholt.
Das Ergebnis lautete:
- 2114 Stimmen für den Wechsel;
- 1740 Stimmen für den Verbleib bei Bern.
Damit stimmten 54,9 Prozent für den Beitritt zum Kanton Jura.[1]
Das Ergebnis trat rechtskräftig in Kraft.
Moutier-Konkordat
Die Kantone Bern und Jura arbeiteten anschliessend ein Konkordat über den Kantonswechsel aus.
Es regelte unter anderem:
- Vermögensaufteilung;
- Personal;
- Schulen;
- Spitäler;
- Gerichte;
- Polizei;
- Steuern;
- Archive;
- Grundbuch;
- Sozialversicherungen;
- Übergangsfristen.
Am 22. September 2024 nahmen die Stimmberechtigten des Kantons Jura das Konkordat mit 72,9 Prozent an.
Auch die Bevölkerung Moutiers bestätigte den Wechsel.[11]
Die eidgenössischen Räte genehmigten den Kantonswechsel im März 2025.
Am 1. Januar 2026 wurde Moutier offiziell Teil der Republik und Kanton Jura.[9]
Bevölkerung
Ende 2025 betrug die provisorische ständige Wohnbevölkerung des erweiterten Kantons 82'208 Personen.[4]
Davon lebten ungefähr:
- 49,04 Prozent im Bezirk Delsberg;
- 29,67 Prozent im Bezirk Pruntrut;
- 12,73 Prozent im Bezirk Freiberge;
- 8,57 Prozent im Bezirk Moutier.[4]
Auf dem Kantonsgebiet vor dem Beitritt Moutiers lebten Ende 2024 definitiv 74'840 Personen.[12]
Die Bevölkerung konzentriert sich auf:
- Delsberger Becken;
- Pruntrut und Allainetal;
- Moutier;
- grössere Orte der Freiberge.
Dünn besiedelt sind:
- Clos du Doubs;
- Teile der Ajoie;
- abgelegene Jurahochflächen;
- kleinere Gemeinden der Freiberge.
Der Kanton besitzt eine deutlich geringere Bevölkerungsdichte als der schweizerische Durchschnitt.
Viele ländliche Gemeinden weisen eine alternde Bevölkerung auf. Delsberg und einzelne Agglomerationsgemeinden wachsen stärker.
Sprachen
Französisch ist gemäss Kantonsverfassung die nationale und amtliche Sprache.[2]
In Verwaltung, Parlament, Gerichten und Schulen wird grundsätzlich Französisch verwendet.
Das gesprochene Französisch gehört zum schweizerischen beziehungsweise jurassischen Regionalfranzösisch.
Es enthält Wörter, Ausspracheformen und Wendungen, die durch:
- Frankoprovenzalisch;
- traditionelle Dialekte;
- Deutsch;
- benachbarte französische Regionen
beeinflusst wurden.
Jurassische Dialekte
Vor der vollständigen Durchsetzung des Französischen wurden in verschiedenen Gebieten romanische Mundarten gesprochen.
Sie gehörten überwiegend zur frankoprovenzalischen beziehungsweise zur nördlich angrenzenden französischen Dialektgruppe.
Im Kanton werden diese Mundarten häufig als patois jurassien bezeichnet.
Vereine und kulturelle Institutionen bemühen sich um:
- Dokumentation;
- Wörterbücher;
- Theateraufführungen;
- Lieder;
- Weitergabe an jüngere Generationen.
Deutsch
Deutsch ist keine zweite kantonale Amtssprache.
Es besitzt jedoch eine wichtige Stellung als:
- Nachbarsprache;
- Schulsprache;
- Wirtschaftssprache;
- Sprache der eidgenössischen Institutionen;
- Sprache eines Teils der Bevölkerung.
Ederswiler ist die einzige traditionell deutschsprachige Gemeinde des Kantons.
Die Gemeinde liegt nahe dem Laufental und dem Kanton Basel-Landschaft.
Die Bevölkerung spricht einen alemannischen Dialekt, der mit den Dialekten des Laufentals und des Baselbiets verwandt ist.
Der Kanton unterstützt ausserdem deutschsprachige und zweisprachige Bildungsangebote für Kinder aus deutschsprachigen Familien.[13]
Moutier
Moutier ist überwiegend französischsprachig.
Die Stadt besitzt aufgrund ihrer Geschichte im Kanton Bern und ihrer Lage nahe der Sprachgrenze bedeutende deutschsprachige Verbindungen.
Deutsch wird in Unternehmen, Schulen und im regionalen Verkehr häufig verwendet.
Religion
Der ursprüngliche Kanton Jura ist historisch stark römisch-katholisch geprägt.
Die katholische Tradition geht auf das Fürstbistum Basel und die Gegenreformation zurück.
Bedeutende katholische Einrichtungen und Orte sind:
- Stiftskirche Saint-Ursanne;
- Kirche Saint-Pierre in Pruntrut;
- Kirchen von Delsberg;
- Klöster und ehemalige Klosteranlagen;
- Wallfahrtsorte und Kapellen.
Moutier ist historisch stärker reformiert geprägt.
Die Reformation wurde dort im 16. Jahrhundert unter bernischem Einfluss eingeführt.
Durch Zuwanderung und gesellschaftlichen Wandel wurde die religiöse Zusammensetzung vielfältiger.
Heute bestehen:
- römisch-katholische Kirchgemeinden;
- evangelisch-reformierte Kirchgemeinden;
- christkatholische Gläubige;
- orthodoxe Gemeinschaften;
- Freikirchen;
- muslimische Gemeinschaften;
- konfessionslose Bevölkerungsgruppen.
Der Anteil konfessionsloser Personen nahm im 21. Jahrhundert deutlich zu.
Politik
Kantonsverfassung
Die Kantonsverfassung wurde am 20. März 1977 angenommen und trat am 1. Januar 1979 vollständig in Kraft.[2]
Sie gehört zu den jüngeren Kantonsverfassungen der Schweiz.
Die Verfassung bezeichnet den Jura als demokratische und soziale Republik.
Sie enthält Bestimmungen über:
- Grundrechte;
- soziale Rechte;
- politische Rechte;
- Parlament;
- Regierung;
- Gerichte;
- Gemeinden;
- Sprache;
- Kultur;
- Umwelt;
- internationale Zusammenarbeit.
Der Sitz von Parlament und Regierung befindet sich in Delsberg.
Das Kantonsgericht und das erstinstanzliche Gericht haben ihren Sitz in Pruntrut.[2]
Direkte Demokratie
Die Stimmberechtigten verfügen über weitreichende direktdemokratische Rechte.
Dazu gehören:
- Verfassungsinitiative;
- Gesetzesinitiative;
- obligatorisches Referendum;
- fakultatives Referendum;
- Finanzreferendum;
- Volksabstimmungen.
Verfassungsänderungen müssen zwingend dem Volk vorgelegt werden.
Gegen Gesetze und bestimmte Parlamentsbeschlüsse kann innerhalb der gesetzlichen Frist das Referendum ergriffen werden.
Auch Gemeinden besitzen Initiativ- und Referendumsrechte.
Parlament
Das jurassische Parlament, französisch Parlement jurassien, ist die gesetzgebende Behörde.
Es besteht aus 60 Abgeordneten.[7]
Die Mitglieder werden für fünf Jahre nach dem Verhältniswahlverfahren gewählt.
Das Parlament:
- erlässt Gesetze;
- behandelt Verfassungsänderungen;
- genehmigt Budget und Staatsrechnung;
- bewilligt grössere Ausgaben;
- kontrolliert Regierung und Verwaltung;
- genehmigt Konkordate;
- behandelt parlamentarische Vorstösse;
- übt die Oberaufsicht über die Justiz aus.
Die Sitzungen finden im Hôtel du Parlement et du Gouvernement in Delsberg statt und sind öffentlich.
Regierung
Die jurassische Regierung, französisch Gouvernement jurassien, ist die Exekutive.
Sie besteht aus fünf Mitgliedern.[8]
Die Regierungsmitglieder werden vom Volk für fünf Jahre gewählt.
Jedes Mitglied leitet ein Departement.
Seit der Verwaltungsorganisation für die Legislaturperiode 2026–2030 bestehen Departemente für:
- Finanzen;
- Wirtschaft und Gesundheit;
- soziale Kohäsion, Justiz und Polizei;
- Bildung, Digitalisierung und Sport;
- Umwelt und Kultur.
Die Staatskanzlei unterstützt Regierung und Parlament.
Das Regierungspräsidium wechselt jährlich.
Gerichte
Die kantonale Justiz umfasst:
- Kantonsgericht;
- Gericht erster Instanz;
- Staatsanwaltschaft;
- Jugendgerichtsbarkeit;
- Zwangsmassnahmengericht;
- Schlichtungsbehörden;
- Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden.
Das Kantonsgericht ist die oberste kantonale Rechtsmittelinstanz.
Pruntrut besitzt als Gerichtsstandort eine wichtige kantonale Funktion.
Vertretung im Bund
Der Jura besitzt zwei Sitze im Ständerat.
Die Zahl seiner Sitze im Nationalrat richtet sich nach der Bevölkerungszahl.
Der Kanton verfügt über eine volle Standesstimme.
Die jurassischen Mitglieder des Ständerates werden vom Volk gewählt.
Wirtschaft
Die jurassische Wirtschaft besitzt einen überdurchschnittlich hohen Industrieanteil.
2023 bestanden auf dem Kantonsgebiet vor dem Beitritt Moutiers 6840 Arbeitsstätten mit rund 38'154 Vollzeitäquivalenten.[12]
Von den vollzeitäquivalenten Arbeitsplätzen entfielen 2023:
- rund 43,9 Prozent auf den sekundären Sektor;
- rund 50,6 Prozent auf den tertiären Sektor;
- rund 5,5 Prozent auf Landwirtschaft und weitere Tätigkeiten des primären Sektors.[12]
Uhrenindustrie
Die Uhrenindustrie gehört zu den wichtigsten Branchen.
Sie konzentriert sich besonders auf:
- Freiberge;
- Ajoie;
- Delsberger Becken;
- Raum Moutier.
Produziert werden:
- Uhrwerke;
- Gehäuse;
- Zifferblätter;
- Zeiger;
- Schrauben;
- Präzisionsteile;
- Werkzeuge;
- Luxusuhren.
Viele Unternehmen sind Zulieferer grosser Schweizer Uhrenmarken.
Die Branche ist stark exportorientiert und von internationalen Konjunktur- und Wechselkursschwankungen abhängig.
Mikrotechnik und Präzisionsindustrie
Aus der Uhrenindustrie entwickelten sich weitere technologische Bereiche.
Dazu gehören:
- Mikromechanik;
- Medizintechnik;
- Präzisionsdrehteile;
- Robotik;
- Automation;
- Werkzeugbau;
- Schneidwerkzeuge;
- Oberflächenbehandlung;
- elektronische Komponenten.
Moutier ist historisch besonders mit automatischen Drehmaschinen verbunden.
Der Begriff Décolletage bezeichnet die industrielle Herstellung kleiner, hochpräziser Drehteile.
Maschinen- und Metallindustrie
Maschinenbau und Metallverarbeitung besitzen eine lange Tradition.
Unternehmen stellen her:
- Produktionsmaschinen;
- Werkzeugmaschinen;
- Metallkomponenten;
- Befestigungstechnik;
- Präzisionswerkzeuge;
- Anlagen für die Uhren- und Medizintechnik.
Die Industrie ist überwiegend durch kleine und mittlere Unternehmen geprägt.
Grenzgängerinnen und Grenzgänger
Wegen der langen Grenze zu Frankreich arbeiten viele Grenzgängerinnen und Grenzgänger im Jura.
Ende 2024 waren rund 11'720 Grenzarbeitskräfte im Kanton beschäftigt.[12]
Besonders bedeutend sind sie für:
- Industrie;
- Gesundheitswesen;
- Bau;
- Detailhandel;
- Gastronomie;
- Dienstleistungen.
Die meisten kommen aus den französischen Regionen Belfort, Montbéliard, Doubs und Sundgau.
Landwirtschaft
Die Landwirtschaft nutzt fast die Hälfte des Kantonsgebiets.[3]
Wichtige Bereiche sind:
- Milchwirtschaft;
- Rinderhaltung;
- Pferdezucht;
- Ackerbau;
- Obstbau;
- Schweinehaltung;
- Forstwirtschaft.
In den Freibergen dominieren Viehhaltung, Pferdezucht und Weidewirtschaft.
In der Ajoie werden stärker Ackerbau, Obstbau und gemischte Landwirtschaft betrieben.
Die jurassischen Bauernhöfe tragen wesentlich zur Pflege der offenen Weidelandschaften bei.
Freiberger Pferd
Das Freiberger Pferd, französisch Franches-Montagnes, ist eng mit der Region verbunden.
Es entwickelte sich aus einheimischen Jurapferden und gezielter Zucht im 19. und 20. Jahrhundert.
Die Rasse wird genutzt für:
- Reiten;
- Fahren;
- Landwirtschaft;
- Freizeit;
- Sport;
- Armee.
In Avenches befindet sich das eidgenössische Nationalgestüt, die wichtigste Zuchtregion liegt jedoch in den Freibergen.
Der nationale Marché-Concours in Saignelégier ist die bedeutendste Veranstaltung rund um die Rasse.
Forstwirtschaft
Wälder bedecken einen grossen Teil des Kantons.
Die wichtigsten Baumarten sind:
- Buche;
- Fichte;
- Tanne;
- Eiche;
- Ahorn;
- Esche.
Die Wälder dienen:
- Holzproduktion;
- Schutz von Böden und Wasser;
- Erholung;
- Biodiversität;
- Speicherung von Kohlenstoff.
Trockenheit, Stürme, Borkenkäfer und Klimawandel verändern die Waldwirtschaft.
Tourismus
Der Tourismus konzentriert sich auf Natur, Kultur und sanfte Freizeitangebote.
Bedeutende Ziele sind:
- Saint-Ursanne;
- Pruntrut;
- Delsberg;
- Freiberge;
- Etang de la Gruère;
- Clos du Doubs;
- Grotten von Réclère;
- Moutier und seine Klusen;
- Mont Raimeux;
- Jurawanderwege.
Beliebt sind:
- Wandern;
- Velofahren;
- Reiten;
- Langlauf;
- Schneeschuhwandern;
- Kanufahren;
- Angeln;
- Kultur- und Städtetourismus.
Verkehr
Autobahn A16
Die wichtigste Strassenachse ist die A16, die sogenannte Transjurane.
Sie verbindet:
- Boncourt;
- Pruntrut;
- Delsberg;
- Moutier;
- Biel.
Die Strecke durchquert mehrere Juraketten mit Tunneln, Brücken und Klusen.
Die vollständige Verbindung wurde 2017 eröffnet.
Die A16 verbessert die Anbindung an:
- Basel;
- Biel;
- französisches Autobahnnetz;
- schweizerisches Mittelland.
Sie fördert Wirtschaft und Pendelverkehr, führte aber auch zu Diskussionen über Landschaft, Verkehr und Siedlungsentwicklung.
Eisenbahn
Delsberg ist der wichtigste Eisenbahnknoten.
Bahnverbindungen führen von dort nach:
- Basel;
- Biel;
- Moutier;
- Pruntrut;
- Delle;
- Frankreich.
Moutier besitzt Verbindungen nach:
- Delsberg;
- Biel;
- Solothurn;
- Basel;
- Tavannes.
Die Strecke Delsberg–Delle verbindet die Ajoie mit Frankreich.
Seit der Reaktivierung der französischen Verbindung bestehen wieder Bahnverbindungen in Richtung Belfort und zum TGV-Netz.
Chemins de fer du Jura
Die Chemins de fer du Jura betreiben meterspurige und normalspurige Bahnstrecken sowie Buslinien.
Das Schmalspurnetz verbindet unter anderem:
- Glovelier;
- Saignelégier;
- Le Noirmont;
- Les Breuleux;
- Tavannes;
- La Chaux-de-Fonds.
Die Bahn ist für Bevölkerung, Tourismus und Schülerverkehr in den Freibergen besonders wichtig.
Busverkehr
Buslinien erschliessen:
- ländliche Gemeinden;
- Industriegebiete;
- Seitentäler;
- Grenzorte;
- Bahnhöfe.
Die Angebote werden durch verschiedene regionale Unternehmen und die Chemins de fer du Jura betrieben.
Langsamverkehr
Der Kanton besitzt ein dichtes Netz von:
- Wanderwegen;
- Velorouten;
- Mountainbike-Strecken;
- Reitwegen;
- Langlaufloipen.
Die Freiberge gelten als besonders geeignet für Reit- und Velotourismus.
Der Doubs und die Jurahöhen sind Teil mehrerer nationaler und regionaler Routen.
Bildung und Forschung
Volksschule
Die obligatorische Schule umfasst:
- Primarstufe;
- Sekundarstufe I;
- besondere Förderangebote.
Französisch ist die wichtigste Unterrichtssprache.
Deutsch wird als zentrale Fremd- und Nachbarsprache unterrichtet.
Der Beitritt Moutiers erforderte eine Anpassung der Schulorganisation und die Übernahme bisher bernischer Einrichtungen.
Kantonsschule
Das Lycée cantonal in Pruntrut ist die wichtigste gymnasiale Mittelschule.
Seine Geschichte reicht bis zum 1591 gegründeten Jesuitenkolleg zurück.
Es bietet:
- gymnasiale Maturität;
- verschiedene Schwerpunktfächer;
- zweisprachige und sprachlich erweiterte Angebote.
Berufsbildung
Die Berufsbildung wird insbesondere durch das Centre jurassien d’enseignement et de formation betreut.
Ausbildungsangebote bestehen in:
- Technik;
- Industrie;
- Handel;
- Gesundheit;
- Soziales;
- Landwirtschaft;
- Gewerbe;
- Informatik.
Die duale Berufsbildung besitzt wegen der industriellen Wirtschaftsstruktur eine besonders grosse Bedeutung.
Hochschulen
Der Kanton besitzt keine Volluniversität.
In Delsberg bestehen jedoch Hochschul- und Forschungsangebote, darunter Einrichtungen der:
- Haute Ecole Arc;
- Pädagogischen Hochschule BEJUNE;
- Gesundheitsausbildung;
- angewandten Forschung.
Studierende besuchen ausserdem häufig Hochschulen in:
- Neuenburg;
- Basel;
- Bern;
- Freiburg;
- Lausanne;
- Biel.
Forschung und Innovation
Forschung und Technologietransfer konzentrieren sich auf:
- Mikrotechnik;
- Medizintechnik;
- Präzisionsfertigung;
- Automation;
- Werkstoffe;
- Digitalisierung;
- industrielle Produktionsverfahren.
Der Kanton fördert die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Berufsbildung und Hochschulen.
Gesundheitswesen
Das Hôpital du Jura ist das wichtigste kantonale Spitalunternehmen.
Es betreibt beziehungsweise nutzt Einrichtungen in:
- Delsberg;
- Pruntrut;
- Saignelégier.
Mit dem Kantonswechsel Moutiers kamen zusätzliche Gesundheitsangebote und neue Kooperationsstrukturen hinzu.
Das Gesundheitswesen umfasst:
- Akutmedizin;
- Notfallversorgung;
- Rehabilitation;
- Psychiatrie;
- Langzeitpflege;
- Spitex;
- ambulante Medizin;
- Rettungswesen.
Wegen der kleinen Kantonsgrösse arbeitet der Jura eng mit Spitälern und Universitätseinrichtungen in Basel, Bern, Biel und Neuenburg zusammen.
Kultur
Jurassische Identität
Kultur spielte bei der Entstehung des Kantons eine besonders wichtige Rolle.
Literatur, Theater, Musik, Geschichtsschreibung und politische Symbolik stärkten das jurassische Selbstverständnis.
Zentrale Themen sind:
- französische Sprache;
- Geschichte des Fürstbistums Basel;
- Autonomiebewegung;
- ländliche Traditionen;
- Grenzlage;
- Industriegeschichte;
- Landschaft des Juras.
Société jurassienne d’émulation
Die Société jurassienne d’émulation wurde 1847 gegründet.
Sie fördert:
- Geschichte;
- Literatur;
- Naturwissenschaften;
- Kunst;
- regionale Forschung;
- französische Sprache.
Ihre Zeitschrift Actes de la Société jurassienne d’émulation gehört zu den wichtigsten wissenschaftlichen Publikationsreihen der Region.
Delsberg
Delsberg besitzt eine historische Altstadt mit:
- Stadttoren;
- Brunnen;
- Schloss;
- Kirchen;
- Bürgerhäusern;
- barocken Verwaltungsgebäuden.
Bedeutende Einrichtungen sind:
- Musée jurassien d’art et d’histoire;
- Théâtre du Jura;
- Centre culturel régional;
- jurassische Kantonsbibliothek;
- Staatsarchiv.
Das Musée jurassien behandelt Geschichte, Kunst, Gesellschaft und Entstehung des Kantons.
Pruntrut
Pruntrut besitzt eine der bedeutendsten historischen Altstädte der Region.
Zu den Sehenswürdigkeiten gehören:
- Schloss Pruntrut;
- Hôtel-Dieu;
- Kirche Saint-Pierre;
- Jesuitenkirche;
- historische Bürgerhäuser;
- Brunnen;
- botanischer Garten.
Das Schloss war Residenz der Basler Fürstbischöfe.
JURASSICA
JURASSICA in Pruntrut umfasst Museum, Forschung, Sammlungen und den botanischen Garten.
Die Ausstellungen behandeln:
- Geologie;
- Fossilien;
- Dinosaurier;
- Naturgeschichte;
- regionale Landschaftsentwicklung.
Die Ajoie ist international für Dinosaurierspuren bekannt, die beim Bau der Transjurane entdeckt wurden.
Saint-Ursanne
Saint-Ursanne besitzt ein aussergewöhnlich gut erhaltenes historisches Ortsbild.
Bedeutende Bauwerke sind:
- romanische Stiftskirche;
- Kreuzgang;
- Stadttore;
- Steinbrücke über den Doubs;
- Bürgerhäuser;
- Einsiedlergrotte.
Der Ort ist ein wichtiges Ziel für Kultur- und Naturtourismus.
Moutier
Moutier besitzt eine starke Industrie- und Kulturgeschichte.
Bedeutende Einrichtungen und Orte sind:
- Musée jurassien des Arts;
- Kunstsammlungen;
- reformierte und katholische Kirchen;
- Industriearchitektur;
- Stadttheater und Kulturvereine;
- Gorges de Moutier.
Die Aufnahme Moutiers erweitert die kulturelle Vielfalt des Kantons um eine historisch reformierte und industriell geprägte Stadt.
Literatur
Bedeutende jurassische Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind unter anderem:
- Alexandre Voisard;
- Pierre-Olivier Walzer;
- Jean Cuttat;
- Werner Renfer;
- Jean-Pierre Monnier;
- Jeanne Bueche;
- Rose-Marie Pagnard.
Literatur war eng mit der politischen und kulturellen Selbstbehauptung des Juras verbunden.
Kunst und Architektur
Die Region besitzt bedeutende Werke aus:
- Romanik;
- Gotik;
- Barock;
- ländlicher Baukultur;
- moderner Industriearchitektur;
- zeitgenössischer Kunst.
Typisch sind grosse Jurabauernhäuser, bei denen Wohn- und Wirtschaftsteil unter einem gemeinsamen Dach liegen.
In den Freibergen prägen Einzelhöfe und Weidelandschaften das Ortsbild.
Brauchtum und Veranstaltungen
Fête du peuple jurassien
Die Fête du peuple jurassien findet jährlich in Delsberg statt.
Sie entstand aus der jurassischen Autonomiebewegung und entwickelte sich zu einem politischen und kulturellen Volksfest.
Zum Programm gehören:
- Reden;
- Musik;
- Umzüge;
- Begegnungen;
- kulturelle Darbietungen;
- politische Diskussionen.
Die Veranstaltung erinnert an die Entstehung des Kantons und die jurassische Identität.
Marché-Concours
Der Marché-Concours national de chevaux findet jährlich in Saignelégier statt.
Er gehört zu den grössten Pferdeveranstaltungen der Schweiz.
Zum Programm gehören:
- Pferdeschauen;
- Rennen;
- Fahrprüfungen;
- Zuchtpräsentationen;
- Umzüge;
- Landwirtschaftsausstellungen;
- regionale Gastronomie.
Im Mittelpunkt steht das Freiberger Pferd.
Saint-Martin
Das Fest des heiligen Martin wird besonders in der Ajoie gefeiert.
Traditionell war es mit der Schlachtung der Schweine und der Vorbereitung auf den Winter verbunden.
Das mehrgängige Saint-Martin-Menü kann umfassen:
- Gelée;
- Blutwurst;
- Bratwurst;
- Schweinefleisch;
- Sauerkraut;
- Rösti;
- Rahmgebäck;
- Damassine.
Heute ist die Saint-Martin zugleich ein bedeutender gastronomischer und touristischer Anlass.
Fasnacht
Fasnacht wird in verschiedenen Gemeinden gefeiert.
Bekannte Veranstaltungen bestehen in:
- Delsberg;
- Pruntrut;
- Moutier;
- Freiberge;
- Ajoie.
Umzüge, Masken, Guggenmusik und Dorffeste verbinden jurassische und allgemein schweizerische Fasnachtstraditionen.
Pferde- und Viehmärkte
Pferde-, Vieh- und Herbstmärkte besitzen in den ländlichen Regionen eine lange Tradition.
Sie dienen heute zugleich als:
- Wirtschaftsanlass;
- Volksfest;
- touristische Veranstaltung;
- Präsentation regionaler Produkte.
Sehenswürdigkeiten
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören:
- Altstadt von Delsberg;
- Schloss Pruntrut;
- Altstadt von Pruntrut;
- Saint-Ursanne;
- Stiftskirche Saint-Ursanne;
- Etang de la Gruère;
- Grotten von Réclère;
- Dinosaurierspuren der Ajoie;
- Clos du Doubs;
- Freiberge;
- Mont Raimeux;
- Gorges de Moutier;
- Gorges de Court;
- Schloss und Ruinen von Montvoie;
- Mont Terri;
- Schloss Pleujouse;
- Tour de Milandre;
- Bauernmuseum in Les Genevez.
Schloss Pruntrut
Das Schloss erhebt sich über der Altstadt von Pruntrut.
Es war während Jahrhunderten Residenz der Basler Fürstbischöfe.
Erhalten sind:
- Réfous-Turm;
- Wohn- und Verwaltungsbauten;
- Höfe;
- Befestigungen;
- historische Innenräume.
Heute wird die Anlage für kantonale Einrichtungen, Kultur und Veranstaltungen genutzt.
Tour de Milandre
Die Tour de Milandre liegt bei Boncourt.
Der mittelalterliche Turm erhebt sich auf einem Felssporn über dem Allainetal.
Er diente zur Kontrolle von Wegen und Herrschaftsgebieten nahe der heutigen Staatsgrenze.
Unterhalb befinden sich ausgedehnte Karsthöhlen.
Schloss Pleujouse
Das Schloss Pleujouse liegt auf einem Felssporn in der Ajoie.
Die Anlage geht auf das Mittelalter zurück und wurde nach Bränden und Verfall restauriert.
Sie gehört zu den eindrücklichsten Burgen des Kantons.
Musée rural jurassien
Das jurassische Bauernmuseum in Les Genevez befindet sich in einem historischen Bauernhaus.
Es dokumentiert:
- bäuerlichen Alltag;
- Hausbau;
- Viehwirtschaft;
- Handwerk;
- Wohnen;
- traditionelle Geräte.
Natur- und Landschaftsschutz
Der Kanton besitzt zahlreiche wertvolle Landschaften und Lebensräume.
Dazu gehören:
- Moore;
- Trockenwiesen;
- Jurawälder;
- Flussauen;
- Karstlandschaften;
- Weiden;
- Hecken;
- Hochstammobstgärten;
- Kalkfelsen.
Parc naturel régional du Doubs
Der regionale Naturpark Doubs erstreckt sich über Teile der Kantone Jura, Neuenburg und Bern.
Im Kanton Jura umfasst er insbesondere:
- Freiberge;
- Clos du Doubs;
- Doubs-Tal;
- Hochflächen und Wälder.
Der Park fördert:
- Naturschutz;
- nachhaltige Landwirtschaft;
- regionale Produkte;
- Tourismus;
- Umweltbildung;
- kulturelles Erbe.
Moore
Die Freiberge besitzen mehrere Hoch- und Flachmoore von nationaler Bedeutung.
Moore speichern:
- Wasser;
- Kohlenstoff;
- Nährstoffe.
Sie bieten Lebensraum für spezialisierte Pflanzen, Amphibien, Libellen und Vögel.
Frühere Entwässerung und Torfabbau veränderten viele Flächen.
Schutzmassnahmen umfassen Wiedervernässung, Besucherlenkung und angepasste landwirtschaftliche Nutzung.
Trockenweiden
Auf kalkreichen, sonnigen Hängen bestehen artenreiche Trockenwiesen und Trockenweiden.
Sie beherbergen:
- Orchideen;
- seltene Schmetterlinge;
- Heuschrecken;
- Reptilien;
- wärmeliebende Pflanzen.
Die Flächen sind auf extensive Beweidung oder Mahd angewiesen.
Gewässerschutz
Doubs, Birs, Allaine, Sorne und kleinere Gewässer sind durch verschiedene Belastungen betroffen.
Dazu gehören:
- Erwärmung;
- Abwasser;
- Landwirtschaft;
- Wasserkraft;
- künstliche Ufer;
- geringe Sommerabflüsse;
- invasive Arten.
Revitalisierungen sollen natürliche Flussräume und Fischwanderung verbessern.
Naturgefahren
Zu den Naturgefahren gehören:
- Hochwasser;
- Rutschungen;
- Steinschlag;
- Felsstürze;
- Dolineneinstürze;
- Sturm;
- Trockenheit;
- Waldbrand.
Klusen und steile Jurahänge erfordern Schutzmassnahmen für Strassen, Eisenbahnlinien und Siedlungen.
Sport und Freizeit
Die Landschaft bietet gute Bedingungen für:
- Wandern;
- Velofahren;
- Mountainbike;
- Reiten;
- Langlauf;
- Schneeschuhwandern;
- Klettern;
- Kanufahren;
- Angeln;
- Orientierungslauf.
Die Freiberge besitzen ein dichtes Netz von Reit- und Velowegen.
Im Winter bestehen Langlaufloipen zwischen Saignelégier, Le Noirmont, Les Breuleux und weiteren Orten.
Pferdesport
Der Pferdesport besitzt eine besondere Stellung.
Verbreitet sind:
- Reiten;
- Fahrsport;
- Distanzreiten;
- Zuchtprüfungen;
- Pferderennen.
Der Marché-Concours in Saignelégier ist der wichtigste jährliche Anlass.
Fussball
Zu den bekannten Fussballvereinen gehören:
- SR Delémont;
- FC Porrentruy;
- FC Moutier;
- weitere regionale Klubs.
SR Delémont spielte zeitweise in höheren Schweizer Ligen.
Eishockey
Eishockey wird unter anderem in Pruntrut und den Freibergen betrieben.
Der HC Ajoie aus Pruntrut gehört zu den bekanntesten Sportvereinen des Kantons und spielte wiederholt in der höchsten Schweizer Liga.
Rad- und Pferderennen
Der Jura ist regelmässig Austragungsort von:
- Radrennen;
- Mountainbike-Wettkämpfen;
- Pferderennen;
- Laufveranstaltungen;
- Orientierungsläufen.
Die hügelige Landschaft und die wenig befahrenen Nebenstrassen sind für Ausdauersport besonders geeignet.
Küche und regionale Produkte
Die jurassische Küche verbindet bäuerliche Traditionen, französische Einflüsse und Produkte aus Viehhaltung, Obstbau und Ackerbau.
Toétché
Der Toétché ist eine der bekanntesten jurassischen Spezialitäten.
Es handelt sich um einen salzigen Rahmkuchen aus Hefeteig.
Der Belag besteht gewöhnlich aus:
- Sauerrahm;
- Milch;
- Eiern;
- Salz.
Toétché wird warm oder kalt serviert und häufig bei Festen, Apéros und Familienanlässen angeboten.
Damassine
Die Damassine ist eine kleine rote Pflaume, die besonders in der Ajoie angebaut wird.
Aus den Früchten wird ein aromatischer Obstbrand hergestellt.
Die Bezeichnung Damassine AOP ist als geschützte Ursprungsbezeichnung eingetragen.
Die Früchte werden ausserdem für:
- Konfitüren;
- Kuchen;
- Desserts;
- Sirup
verwendet.
Saucisse d’Ajoie
Die Saucisse d’Ajoie ist eine geräucherte Schweinswurst.
Sie wird mit Kümmel gewürzt und besitzt eine geschützte geografische Angabe.
Traditionell wird sie mit Kartoffeln, Bohnen, Sauerkraut oder Brot serviert.
Saint-Martin-Menü
Das Saint-Martin-Menü nutzt verschiedene Teile des Schweins und spiegelt eine traditionelle bäuerliche Schlachtkultur wider.
Je nach Familie und Restaurant umfasst es zahlreiche Gänge.
Typische Bestandteile sind:
- Gelée;
- Blutwurst;
- Bratwurst;
- Schweinebraten;
- Speck;
- Sauerkraut;
- Rösti;
- Rahmdesserts;
- Damassine.
Käse und Milchprodukte
In den Freibergen und weiteren Höhenlagen werden verschiedene Käse produziert.
Bedeutend sind:
- Bergkäse;
- Halbhartkäse;
- Weichkäse;
- regionale Spezialitäten aus Rohmilch.
Die nahe gelegene Tête-de-Moine-Region liegt historisch im jurassischen Kulturraum, ihr Ursprungsgebiet befindet sich jedoch hauptsächlich im heutigen Berner Jura.
Weitere Produkte
Weitere regionale Erzeugnisse sind:
- Honig;
- Trockenfleisch;
- Würste;
- Bier;
- Kräuterprodukte;
- Brot;
- Obst;
- Schokolade;
- Produkte aus Pferde- und Rindfleisch.
Bedeutung innerhalb der Schweiz
Der Jura besitzt trotz seiner kleinen Bevölkerung eine grosse politische und historische Bedeutung.
Seine Entstehung zeigt die Möglichkeiten der schweizerischen Demokratie, territoriale und sprachlich-kulturelle Konflikte durch:
- Abstimmungen;
- Verhandlungen;
- Föderalismus;
- Verfassungsänderungen;
- institutionelle Garantien
zu lösen.
Die Jurafrage war zugleich von starken gesellschaftlichen Spannungen, Identitätskonflikten und jahrzehntelangen politischen Auseinandersetzungen geprägt.
Mit der Aufnahme Moutiers im Jahr 2026 erhielt der Kanton erstmals seit 1979 eine grössere territoriale Erweiterung.
Der Jura verbindet:
- französische Sprache;
- katholische und reformierte Traditionen;
- Schweizer Föderalismus;
- französisch-schweizerische Grenzkultur;
- hoch spezialisierte Industrie;
- Landwirtschaft und Pferdezucht;
- Natur- und Kulturlandschaften des Juragebirges.
Siehe auch
- Delsberg
- Pruntrut
- Moutier
- Geschichte des Kantons Jura
- Liste der Gemeinden des Kantons Jura
- Liste der Bezirke des Kantons Jura
- Jurafrage
- Berner Jura
- Fürstbistum Basel
- Freiberge
- Ajoie
- Clos du Doubs
- Doubs
- Birs
- Allaine
- Etang de la Gruère
- Saint-Ursanne
- Mont Raimeux
- Freiberger Pferd
- Marché-Concours
- Raurakische Republik
- Département Mont-Terrible
Literatur
- François Kohler: Jura (Kanton). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Paul-Otto Bessire: Histoire du Jura bernois et de l’ancien Evêché de Bâle. Moutier.
- Bernard Prongué (Hrsg.): Le canton du Jura de A à Z. Pruntrut.
- Bernard Prongué (Hrsg.): L’écartèlement. Espace jurassien et identité plurielle. Pruntrut.
- Pierre Boillat: Jura, naissance d’un Etat. Aux sources du droit et des institutions jurassiennes. Delsberg.
- Alexandre Voisard (Hrsg.): La République et Canton du Jura. Delsberg.
- François Lachat: Publikationen zur Entstehung des Kantons Jura.
- Société jurassienne d’émulation: Actes de la Société jurassienne d’émulation.
- Cercle d’études historiques: Nouvelle histoire du Jura. Pruntrut.
- Office de la culture du canton du Jura: Cahiers d’archéologie jurassienne.
- Statistique publique jurassienne: Mémento statistique. Delsberg.
- Staatsarchiv des Kantons Jura: Quellen und Publikationen zur jurassischen Geschichte.
Weblinks
- Offizielle Website der Republik und Kanton Jura
- Parlament des Kantons Jura
- Regierung des Kantons Jura
- Gesetzessammlung des Kantons Jura
- Statistique publique jurassienne
- Gemeinden des Kantons Jura
- Entstehung des Kantons Jura
- Kanton Jura im Historischen Lexikon der Schweiz
- Jura Tourismus
- JURASSICA
- Regionaler Naturpark Doubs
- Chemins de fer du Jura
Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu Kanton Jura
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Les dates-clés de la République et Canton du Jura, Republik und Kanton Jura, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Constitution de la République et Canton du Jura du 20 mars 1977, insbesondere Art. 3, 5, 69 und 109, bereinigte Gesetzessammlung des Kantons Jura, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 Le Jura, un canton au centre du réseau européen, Republik und Kanton Jura, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 4,0 4,1 4,2 Population jurassienne en 2025, Statistique publique jurassienne; provisorische Zahlen des Bundesamts für Statistik, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 5,0 5,1 Les communes jurassiennes, Republik und Kanton Jura, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 6,0 6,1 6,2 Loi concernant la circonscription de la République et Canton du Jura en quatre districts, in Kraft seit dem 1. Januar 2026, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 7,0 7,1 Le Parlement jurassien, Republik und Kanton Jura, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 8,0 8,1 Le Gouvernement jurassien, Republik und Kanton Jura, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 9,0 9,1 Moutier dans le Jura – Communiqués de presse, Republik und Kanton Jura, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Législature 2026–2030: nouvelle répartition des sièges au Parlement avec Moutier confirmée, Republik und Kanton Jura, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Moutier dans la Question jurassienne, Republik und Kanton Jura, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ 12,0 12,1 12,2 12,3 Mémento statistique 2025, Statistique publique jurassienne, abgerufen am 21. Juli 2026.
- ↑ Promotion de l’allemand, Republik und Kanton Jura, abgerufen am 21. Juli 2026.