Riehen

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Riehen
Wappen von Riehen
Staat Schweiz
Kanton Basel-Stadt
BFS-Nummer 2703
Postleitzahl 4125
Koordinaten 47° 35′ N, 7° 39′ O
Höhe 278 m ü. M.
Fläche 10,87 km²
Einwohner 22'716
Einwohnerstand 31. Juli 2025
Bevölkerungsdichte rund 2'090 Einwohner je km²
Gemeindepräsidentin Christine Kaufmann
Website riehen.ch

Riehen (Baseldeutsch Rieche) ist eine politische Gemeinde im Kanton Basel-Stadt in der Schweiz. Neben der Stadt Basel und Bettingen ist Riehen eine von drei Einwohnergemeinden des Kantons. Die Gemeinde liegt nordöstlich von Basel unmittelbar an der Grenze zu Deutschland und gehört zur trinationalen Agglomeration Basel.

Mit mehr als 22'000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Riehen statistisch eine Stadt und nach Basel die zweitgrösste Gemeinde des Kantons. Die Gemeinde selbst bezeichnet sich jedoch traditionell als «Grosses Grünes Dorf». Diese Bezeichnung verweist auf den weitgehend erhaltenen historischen Dorfkern, die zahlreichen Parks, Gärten und Landsitze sowie die ausgedehnten Grünflächen am Rand des dicht besiedelten Basler Stadtgebiets.[1]

Riehen ist vor allem als gehobener Wohnort, als Standort der international bekannten Fondation Beyeler und wegen seiner historischen Bauwerke und Parkanlagen bekannt. Die Gemeinde verbindet eine dichte Wohnbebauung mit landwirtschaftlich genutzten Flächen, Rebbergen, Waldgebieten und Teilen des Landschaftsparks Wiese. Durch Tram, Bus und die S-Bahn Basel ist Riehen eng mit Basel und dem deutschen Wiesental verbunden.

Geografie

Lage

Riehen liegt rechts des Rheins im nordöstlichen Teil des Kantons Basel-Stadt. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Tal der Wiese über die historischen Siedlungsbereiche bis zu den Höhenzügen in Richtung St. Chrischona, Inzlingen und Grenzach-Wyhlen.

Die Gemeindefläche beträgt 10,87 Quadratkilometer. Die Grenze ist insgesamt rund 19,3 Kilometer lang. Der höchste Punkt befindet sich auf 486 Metern über Meer im Gebiet Britzigerberg nordwestlich von St. Chrischona. Der tiefste Punkt liegt auf 254 Metern über Meer im Rhein am Grenzpunkt von Riehen, Basel und Birsfelden.[1]

Riehen grenzt an sieben Gemeinden. Auf Schweizer Seite sind dies Basel, Bettingen und Birsfelden im Kanton Basel-Landschaft. Auf deutscher Seite grenzen Weil am Rhein, Lörrach, Inzlingen und Grenzach-Wyhlen an das Gemeindegebiet.[1]

Die besondere Grenzlage prägt Riehen seit Jahrhunderten. Wohngebiete, Verkehrswege, Landwirtschaftsflächen und Naherholungsräume setzen sich teilweise ohne deutlich erkennbare Unterbrechung über die Staatsgrenze hinweg fort. Die deutschen Stadtteile Stetten und Salzert von Lörrach liegen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Riehen.

Landschaft

Das Gemeindegebiet liegt im Übergangsraum zwischen der Oberrheinischen Tiefebene, dem Wiesental und den südwestlichen Ausläufern des Schwarzwalds. Die Landschaft ist von flachen Talbereichen, sanften Hängen und bewaldeten Höhen geprägt.

Im Westen und Südwesten reicht Riehen bis an die Wiese und den Landschaftspark Wiese. Das grenzüberschreitende Naherholungsgebiet verbindet Flusslandschaften, Wälder, Landwirtschaftsflächen und Trinkwassergewinnungsanlagen zwischen Basel, Riehen, Weil am Rhein und Lörrach.

Der Tüllinger Berg erhebt sich nordwestlich von Riehen auf deutschem Gebiet. Seine südlichen Ausläufer reichen bis an die Schweizer Grenze. An den sonnigen Hängen des Schlipfs wird seit Jahrhunderten Weinbau betrieben. Die steilen Rebflächen gehören zu den landschaftlich auffälligsten Gebieten der Gemeinde.

Im Osten steigen die bewaldeten und landwirtschaftlich genutzten Hänge in Richtung Bettingen und St. Chrischona an. Zu den bedeutenden Landschaftsräumen gehören der Maienbühl, der Ausserberg, das Moostal, der Mittelberg und der Britzigerberg.

Gewässer

Das wichtigste Fliessgewässer in der Umgebung ist die Wiese. Sie entspringt im Schwarzwald, fliesst durch das Wiesental und mündet in Basel in den Rhein. Teile des Flussraums und seiner Auen liegen auf Riehener Gemeindegebiet.

Durch Riehen verlaufen mehrere kleinere Bäche. Dazu gehören der Immenbach, der Aubach und weitere teilweise eingedolte Wasserläufe. Sie entwässern die Hänge in Richtung Wiese und Rhein.

Die Grundwasservorkommen im Gebiet der Langen Erlen sind für die Trinkwasserversorgung der Region Basel von grosser Bedeutung. Teile der Landschaft werden deshalb gleichzeitig als Erholungsraum, Landwirtschaftsgebiet und Schutzzone genutzt.

Quartiere und Siedlungsstruktur

Die Gemeinde gliedert ihr Gebiet statistisch in acht Quartiere.[1] Im alltäglichen Sprachgebrauch werden zahlreiche kleinere Gebiete und Wohnlagen unterschieden. Dazu zählen unter anderem:

  • das Dorfzentrum
  • das Oberdorf
  • Niederholz
  • Kornfeld
  • Pfaffenloh
  • Wasserstelzen
  • Hinter Gärten
  • Moostal
  • Stettenfeld
  • Schlipf

Der historische Dorfkern liegt im Umfeld der Dorfkirche, des Gemeindehauses, des Wettsteinhauses und der Baselstrasse. Er besitzt noch zahlreiche Bauern-, Handwerker- und Bürgerhäuser aus dem 16. bis 19. Jahrhundert.

Ausserhalb des Dorfkerns entstanden vor allem im 20. Jahrhundert grossflächige Wohnquartiere. Einfamilienhäuser, Villen, Genossenschaftssiedlungen und mehrgeschossige Wohnbauten prägen das heutige Ortsbild. Trotz der starken Überbauung blieben zahlreiche Gärten, Alleen, Parks und landwirtschaftliche Flächen erhalten.

Name und Wappen

Der Ortsname wurde 1113 erstmals urkundlich erwähnt. In mittelalterlichen Dokumenten erscheinen unterschiedliche Formen wie Rieheim, Riehaeim, Riechen und Riehaim. Die heutige Schreibweise Riehen ist seit dem späten 13. Jahrhundert belegt.[2]

Die Endung -heim deutet auf einen frühmittelalterlichen Siedlungsnamen hin. Die genaue Bedeutung des ersten Namensteils ist nicht abschliessend geklärt.

Das Gemeindewappen zeigt einen weissen, dreistufigen und freischwebenden Treppengiebel auf blauem Grund.[1] Die stilisierte Form wird auch auf der Gemeindeflagge und in den offiziellen Publikationen Riehens verwendet.

Geschichte

Frühgeschichte und Antike

Archäologische Funde belegen, dass Menschen das Gebiet des heutigen Riehen bereits in vorgeschichtlicher Zeit nutzten. Die ältesten Spuren reichen bis in die Altsteinzeit zurück. Weitere Funde stammen aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der Eisenzeit.

Während der Römerzeit gehörte das Gebiet zum Umfeld von Augusta Raurica. In der Region bestanden Gutshöfe, Strassen und kleinere Siedlungsplätze. Das fruchtbare Land im Wiesental und die günstige Lage zwischen Rhein, Schwarzwald und Jura förderten eine frühe landwirtschaftliche Nutzung.

Nach dem Ende der römischen Herrschaft liessen sich im frühen Mittelalter alemannische Bevölkerungsgruppen nieder. Aus ihren Höfen und Siedlungsgruppen entwickelte sich das mittelalterliche Dorf.

Mittelalter

Riehen wurde 1113 erstmals schriftlich erwähnt. Eine Urkunde von 1157 nennt den Ort als Rieheim und erwähnt zugleich die spätere Dorfkirche.[3]

Im Hochmittelalter waren verschiedene Klöster und Adelsfamilien in Riehen begütert. Zu den bedeutenden Grundbesitzern gehörten unter anderem das Basler Domstift, das Kloster St. Blasien und das Kloster Wettingen.

Im Jahr 1270 erwarb der Basler Fürstbischof wichtige Herrschaftsrechte über Riehen. Dazu gehörten Twing und Bann sowie die hohe Gerichtsbarkeit. Riehen wurde damit Teil des weltlichen Herrschaftsgebiets des Fürstbistums Basel.[4]

Die Dorfbevölkerung lebte überwiegend von Ackerbau, Viehzucht, Weinbau und handwerklicher Arbeit. Der Meierhof diente als Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum der Grundherrschaft.

Riehen wurde im 15. Jahrhundert mehrfach von kriegerischen Ereignissen betroffen. Im Zusammenhang mit der Schlacht bei St. Jakob an der Birs und regionalen Fehden kam es zu Plünderungen, Zerstörungen und wirtschaftlichen Schäden.

Zugehörigkeit zu Basel

Im Jahr 1522 verkaufte der Basler Fürstbischof seine Herrschaftsrechte über Riehen für 5000 Gulden an die Stadt Basel. Damit wurde das Dorf Teil des baslerischen Untertanengebiets.[5]

Riehen wurde von einem durch Basel eingesetzten Landvogt verwaltet. Der Landvogt wohnte zeitweise im später so genannten Wettsteinhaus. Die örtliche Gemeinde besass daneben eigene Einrichtungen für die Verwaltung des Gemeindeguts, der Allmenden und der Landwirtschaft.

1528 setzte sich in Riehen die Reformation durch. Damit nahm das Dorf den neuen Glauben einige Monate vor der Stadt Basel offiziell an. Die Dorfkirche wurde evangelisch-reformiert, und katholische Gottesdienste verschwanden für mehrere Jahrhunderte aus dem Gemeindeleben.[6]

Während des Dreissigjährigen Kriegs lag Riehen unmittelbar an einem gefährdeten Grenzraum. Die Gemeinde wurde militärisch gesichert und nahm zeitweise Flüchtlinge aus den benachbarten Gebieten auf.

Der Basler Bürgermeister Johann Rudolf Wettstein war von 1626 bis 1635 Landvogt von Riehen. Er besass im Ort einen Landsitz und spielte später bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden eine bedeutende Rolle.

Landsitze der Basler Oberschicht

Seit dem 16. und besonders im 17. und 18. Jahrhundert erwarben wohlhabende Basler Familien Grundstücke in Riehen. Sie liessen bestehende Bauernhöfe zu repräsentativen Landsitzen ausbauen oder neue Sommerhäuser errichten.

Zu den bedeutendsten Anlagen gehören der Wenkenhof, der Bäumlihof, das Berowergut, das Wettsteinhaus, das Glöcklihofgut und weitere kleinere Landhäuser. Die Anlagen bestanden meist aus einem Herrenhaus, Wirtschaftsgebäuden, Gärten, Alleen und landwirtschaftlichen Flächen.

Die Landsitze dienten den Basler Familien als Sommerresidenzen und Rückzugsorte ausserhalb der dicht bebauten Stadt. Sie prägen bis heute das Ortsbild und trugen zur Entstehung der grossen Riehener Parkanlagen bei.

Helvetik und Kantonstrennung

Mit der Helvetischen Revolution von 1798 endete die Untertanenstellung Riehens gegenüber der Stadt Basel. Die Einwohner erhielten neue politische Rechte, und die kommunale Verwaltung wurde nach den Grundsätzen des modernen Gemeindewesens umgestaltet.

Nach der Basler Kantonstrennung von 1833 verblieb Riehen gemeinsam mit Basel, Bettingen und dem später eingemeindeten Kleinhüningen beim Kanton Basel-Stadt. Die Gemeinde lag damit als rechtsrheinisches Gebiet fast vollständig von badischem Territorium und dem Kanton Basel-Landschaft umgeben.

Die baselstädtische Kantonsverfassung von 1875 und das Gemeindegesetz von 1876 führten zur Bildung einer Einwohnergemeinde und einer Bürgergemeinde. Die Einwohnergemeinde übernahm die politischen und administrativen Aufgaben, während die Bürgergemeinde das Bürgergut und weitere traditionelle Zuständigkeiten verwaltete.[7]

Verkehr und Bevölkerungswachstum

1862 wurde die Wiesentalbahn zwischen Basel und dem deutschen Wiesental eröffnet. Riehen erhielt dadurch einen Eisenbahnanschluss. Die Strecke verlief wegen der geografischen Lage teilweise über Schweizer und teilweise über deutsches Gebiet.

1908 nahm die elektrische Tramverbindung zwischen Basel und Riehen ihren Betrieb auf. Sie verbesserte die Erreichbarkeit des Dorfes erheblich und leitete eine neue Wachstumsphase ein.

Während Riehen im 19. Jahrhundert noch stark landwirtschaftlich geprägt war, entwickelte es sich im frühen 20. Jahrhundert zunehmend zu einer Wohngemeinde für Menschen, die in Basel arbeiteten. Neue Strassen, Schulen, Kirchen und Wohnquartiere entstanden.

Im Jahr 1949 überschritt die Einwohnerzahl erstmals die Grenze von 10'000. Damit erreichte Riehen statistisch den Status einer Stadt.[8]

Das stärkste Wachstum fand in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Grosse Flächen zwischen dem Dorfkern, der deutschen Grenze und Basel wurden überbaut. 1965 lebten bereits mehr als 20'000 Menschen in der Gemeinde.

Zweiter Weltkrieg

Die Lage an der deutschen Grenze verlieh Riehen während des Zweiten Weltkriegs eine besondere Bedeutung. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Deutschland versuchten zahlreiche politisch Verfolgte und jüdische Flüchtlinge, im Raum Riehen die Schweizer Grenze zu überqueren.

Einige Flüchtlinge wurden aufgenommen, andere abgewiesen oder den deutschen Behörden übergeben. Einwohnerinnen und Einwohner, Grenzwächter, Polizeiangehörige und Hilfsorganisationen reagierten unterschiedlich auf die Fluchtversuche.

Die Grenze wurde während des Kriegs verstärkt, bewacht und teilweise mit Hindernissen gesichert. Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben im traditionell eng verflochtenen Grenzraum wurde dadurch stark eingeschränkt.[9]

Heute erinnert die Gedenkstätte Riehen in einem ehemaligen Bahnwärterhaus an die Flüchtlinge, die während des Zweiten Weltkriegs an der Grenze Schutz suchten, sowie an Menschen, die ihnen halfen oder sie abwiesen.[10]

Frauenstimmrecht

Die Bürgergemeinde Riehen führte am 26. Juni 1958 als erste Bürgergemeinde der Schweiz das Stimm- und Wahlrecht für Frauen ein. Damit übernahm Riehen eine Pionierrolle, lange bevor das Frauenstimmrecht auf kantonaler und eidgenössischer Ebene verwirklicht wurde.[11]

Im selben Jahr wurde Gertrud Späth-Schweizer in den Bürgerrat gewählt. Sie war damit die erste Schweizerin, die durch eine politische Wahl Mitglied einer Behörde wurde.

Das Frauenstimmrecht in der politischen Einwohnergemeinde folgte später aufgrund der kantonalen Rechtsentwicklung.

Entwicklung seit dem späten 20. Jahrhundert

Seit den 1970er-Jahren verlangsamte sich das Bevölkerungswachstum. Die Siedlungsfläche war bereits weitgehend bebaut, und der Schutz von Landschaft, Ortsbild und Grünräumen gewann an Bedeutung.

1994 nahm die geothermische Anlage des Wärmeverbunds Riehen ihren Betrieb auf. Sie nutzt warmes Tiefenwasser aus einer Muschelkalkschicht und gehört zu den ältesten Anlagen dieser Art in der Schweiz.[12]

1997 wurde die Fondation Beyeler eröffnet. Das Kunstmuseum entwickelte sich zu einer der wichtigsten kulturellen Institutionen der Region Basel und machte Riehen international bekannt.

2014 nahm das von Herzog & de Meuron entworfene Naturbad Riehen seinen Betrieb auf. Die Anlage verwendet eine natürliche Wasseraufbereitung und fügt sich in den Landschaftspark Wiese ein.[13]

Im Jahr 2022 feierte Riehen mit dem Jubiläum «500 Joor Zämme» die seit 1522 bestehende Zugehörigkeit zu Basel.

Bevölkerung

Riehen wandelte sich innerhalb von rund hundert Jahren von einem Bauerndorf zu einer dicht besiedelten Vorortgemeinde. Einen entscheidenden Einfluss hatten die Nähe zu Basel, der Eisenbahnanschluss von 1862 und die Eröffnung der Tramlinie im Jahr 1908.

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts blieb die Einwohnerzahl vergleichsweise gering. Danach entstanden neue Wohnquartiere für Menschen, die in Basel und in den Industriegemeinden der Region arbeiteten.

1949 überschritt Riehen die Marke von 10'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Mitte der 1960er-Jahre lebten erstmals mehr als 20'000 Menschen in der Gemeinde. Seit den 1970er-Jahren bewegte sich die Einwohnerzahl mit kleineren Schwankungen meist zwischen etwa 20'000 und 23'000.

Ende Juli 2025 waren in Riehen 22'716 Personen registriert.[14]

Die Gemeinde weist im kantonalen Vergleich einen hohen Anteil älterer Menschen auf. Gleichzeitig ziehen Familien, Erwerbstätige und Personen aus dem Ausland nach Riehen. Die Bevölkerung ist kulturell, sprachlich und religiös vielfältiger geworden.

Die traditionelle Alltagssprache ist das Baseldeutsche. Im örtlichen Dialekt wird der Gemeindename als Rieche ausgesprochen. Amtssprache und vorherrschende Schriftsprache ist Deutsch.

Politik und Verwaltung

Besondere Stellung im Kanton

Riehen ist eine selbstständige politische Gemeinde, steht jedoch in besonders enger Verbindung zum Kanton Basel-Stadt. Dieser ist zugleich Kanton und weitgehend Stadtgemeinwesen. Zahlreiche Aufgaben, die in anderen Kantonen von den Gemeinden erfüllt werden, liegen in Basel-Stadt beim Kanton.[15]

Die Aufgabenteilung zwischen Gemeinde und Kanton betrifft unter anderem Bildung, Sozialwesen, Raumplanung, Verkehr, Sicherheit, Kultur und Infrastruktur. Sie wurde im Laufe der Zeit mehrfach angepasst.

Die politischen Organe der Einwohnergemeinde sind die Stimmberechtigten, der Einwohnerrat und der Gemeinderat.

Einwohnerrat

Der Einwohnerrat ist die oberste gesetzgebende Behörde der Gemeinde. Er besteht aus 40 Mitgliedern und wird nach dem Verhältniswahlverfahren für vier Jahre gewählt.[16]

Der Rat beschliesst kommunale Reglemente, genehmigt Budget und Jahresrechnung, bewilligt grössere Kredite und beaufsichtigt die Tätigkeit des Gemeinderats und der Verwaltung.

Bei den Gesamterneuerungswahlen vom 19. Oktober 2025 ergab sich für die Amtsperiode 2026 bis 2030 folgende Sitzverteilung:[17]

Partei oder Liste Sitze
SP 8
SVP 7
LDP 6
FDP 5
EVP 5
Die Mitte 3
GLP 3
Bündnis Grüne BastA! 3

In den Jahren 2026 und 2027 wird der Einwohnerrat von Daniele Agnolazza präsidiert.

Gemeinderat

Der Gemeinderat bildet die siebenköpfige Exekutive. Seine Mitglieder werden von den Stimmberechtigten gewählt und leiten jeweils einen kommunalen Geschäftsbereich.

Für die Amtsperiode 2026 bis 2030 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:[18]

Mitglied Partei Funktion und Geschäftsbereich
Christine Kaufmann EVP Gemeindepräsidentin
Silvia Schweizer FDP Vizepräsidentin; Bildung und Familie
Patrick Huber Die Mitte Finanzen und Immobilien
Daniel Hettich LDP Raumentwicklung und Infrastruktur
Stefan Suter SVP Kultur, Freizeit und Sport
Martin Leschhorn Strebel SP Gesundheit und Soziales
Felix Wehrli SVP Werkdienste

Christine Kaufmann wurde bei den Gemeindewahlen 2025 als Gemeindepräsidentin bestätigt. Martin Leschhorn Strebel und Felix Wehrli wurden im zweiten Wahlgang vom 30. November 2025 gewählt.[19]

Bürgergemeinde

Neben der Einwohnergemeinde besteht die Bürgergemeinde Riehen. Ihr gehören Personen an, die das Bürgerrecht von Riehen besitzen. Sie wird von der Bürgergemeindeversammlung und dem Bürgerrat geleitet.

Die Bürgergemeinde besitzt rund einen Quadratkilometer Wald und ist damit die grösste Waldbesitzerin im Kanton Basel-Stadt.[20]

Zu ihren Aufgaben gehören die Verwaltung des Bürgerguts, die Pflege des Waldbesitzes und die Mitwirkung bei Einbürgerungsverfahren.

Wirtschaft

Riehen ist hauptsächlich eine Wohn- und Dienstleistungsgemeinde. Ein grosser Teil der Erwerbstätigen arbeitet in Basel oder in anderen Gemeinden der trinationalen Agglomeration.

Die örtliche Wirtschaft wird von kleinen und mittleren Unternehmen, Detailhandel, Gastronomie, Gesundheitswesen, Bildung, Kultur, Handwerk und persönlichen Dienstleistungen geprägt. Grössere Industrieanlagen spielen im Gegensatz zur Stadt Basel und zu verschiedenen Gemeinden im Baselbiet nur eine geringe Rolle.

Das Dorfzentrum entlang der Baselstrasse und der Schmiedgasse bildet einen traditionellen Schwerpunkt des Detailhandels. Weitere Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe befinden sich unter anderem im Niederholz und im Gebiet Rauracher.

Landwirtschaft wird vor allem an den östlichen und nördlichen Gemeindegrenzen betrieben. Ackerbau, Viehhaltung, Obstbau und Rebbau tragen zur Pflege der offenen Landschaft bei. Eine besondere Bedeutung besitzt der Weinbau am Schlipf.

Die Fondation Beyeler ist nicht nur eine kulturelle Institution, sondern auch ein bedeutender Arbeitgeber und ein wichtiger Faktor für Tourismus, Gastronomie und Detailhandel. Jährlich besuchen zahlreiche Gäste aus der Schweiz und dem Ausland das Museum und den historischen Dorfkern.

Verkehr

Eisenbahn

Riehen liegt an der Wiesentalbahn zwischen dem Bahnhof Basel Badischer Bahnhof und Zell im Wiesental. Die Strecke wird von der Linie S6 der S-Bahn Basel bedient.

Auf Gemeindegebiet bestehen die Haltestellen:

Die S6 verbindet Riehen mit Basel, Lörrach, Steinen, Schopfheim und Zell im Wiesental. Der grenzüberschreitende Betrieb wird von SBB Deutschland durchgeführt.

Für eine Verdichtung des Angebots ist langfristig ein Viertelstundentakt vorgesehen. Dazu werden Varianten für einen Ausbau der teilweise eingleisigen Strecke geprüft. Besonders die mögliche Führung zusätzlicher Gleise im historischen Dorfzentrum führte zu politischen und städtebaulichen Diskussionen.[21]

Tram und Bus

Die Tramlinie 6 der Basler Verkehrs-Betriebe verbindet Riehen mit dem Zentrum von Basel und Allschwil. Sie durchquert die Gemeinde vom Grenzübergang Riehen Grenze über Riehen Dorf, Fondation Beyeler, Habermatten und Niederholz.

Die Tramlinie bildet das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs. Sie erschliesst zahlreiche Wohnquartiere, Schulen, das Dorfzentrum und die Fondation Beyeler.

Mehrere Buslinien ergänzen das Angebot. Sie verbinden die Quartiere untereinander sowie Riehen mit Bettingen, Basel und den Grenzgebieten. Zu den wichtigen Linien gehören die Buslinien 32, 34, 35 und 45.

Riehen ist in den Tarifverbund Nordwestschweiz eingebunden. Fahrkarten des Verbunds gelten auf Tram-, Bus- und Bahnverbindungen in der Region und teilweise im grenznahen Ausland.

Strassenverkehr

Die wichtigste Strassenachse verläuft von Basel über die Äussere Baselstrasse und die Lörracherstrasse zum Grenzübergang nach Lörrach-Stetten. Weitere Verbindungen führen nach Bettingen, Inzlingen, Weil am Rhein und Grenzach-Wyhlen.

Die Nähe zu mehreren Staatsgrenzen führt zu einem bedeutenden regionalen und grenzüberschreitenden Verkehr. Gleichzeitig bemüht sich die Gemeinde, den Fuss- und Veloverkehr zu fördern und die Wohnquartiere vor Durchgangsverkehr zu schützen.

Die als Zollfreie Strasse bezeichnete deutsche Bundesstrasse 317 verbindet Weil am Rhein mit Lörrach. Sie verläuft teilweise auf deutschem Hoheitsgebiet durch den Landschaftsraum am westlichen Rand Riehens.

Bildung

Die Gemeinde Riehen führt gemeinsam mit Bettingen die kommunalen Kindergärten, Primarschulen und Tagesstrukturen. Nach Angaben der Gemeinde werden in 26 Kindergärten, sechs Primarschulen und sechs Tagesstrukturen rund 2000 Kinder betreut und unterrichtet.[22]

Zu den Schulstandorten gehören unter anderem:

  • Schulhaus Erlensträsschen
  • Schulhaus Hinter Gärten
  • Schulhaus Niederholz
  • Schulhaus Wasserstelzen
  • Schulhaus Burgstrasse
  • Schulhaus Hebel

Die weiterführenden Schulen sind Teil des kantonalen Bildungssystems. Jugendliche besuchen Sekundarschulen und Gymnasien in Riehen oder in Basel.

In Riehen bestehen ausserdem private und spezialisierte Bildungseinrichtungen. Die Musikschule Riehen bietet Instrumental- und Gesangsunterricht sowie Ensembles und musikalische Veranstaltungen an.

Kultur

Fondation Beyeler

Die Fondation Beyeler ist die international bekannteste kulturelle Institution Riehens. Das Museum beherbergt die von Ernst und Hildy Beyeler aufgebaute Sammlung klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst.

Der Museumsbau wurde vom italienischen Architekten Renzo Piano entworfen und am 18. Oktober 1997 eröffnet. Er liegt im Berower Park und verbindet Ausstellungsräume, Gartenlandschaft, Wasserflächen und den Blick auf die umliegenden Felder.[23]

Die Sammlung umfasst Werke bedeutender Künstlerinnen und Künstler des 19., 20. und 21. Jahrhunderts. Ergänzt wird sie durch international beachtete Sonderausstellungen.

Die Fondation plant eine Erweiterung ihres Ensembles nach einem Entwurf von Peter Zumthor. Das Projekt umfasst mehrere kleinere Gebäude und einen zusätzlichen öffentlich zugänglichen Park.[24]

MUKS – Museum Kultur & Spiel Riehen

Das MUKS befindet sich im historischen Wettsteinhaus im Dorfzentrum. Es ging aus dem früheren Spielzeugmuseum, Dorf- und Rebbaumuseum hervor.

Das Museum verbindet die Geschichte Riehens mit einer umfangreichen Sammlung historischen Spielzeugs. Seine Ausstellungen richten sich besonders an Familien und laden zum Entdecken und Mitmachen ein.[25]

Zum Museum gehören ein Innenhof und ein historischer Garten. Das Gebäudeensemble zählt zu den bedeutenden Baudenkmälern des Dorfkerns.

Kunst Raum Riehen

Der Kunst Raum Riehen zeigt zeitgenössische Kunst mit einem Schwerpunkt auf Künstlerinnen und Künstlern aus der Region Basel. Die Institution befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Dorfzentrum und zur Fondation Beyeler.

Ausstellungen, Veranstaltungen und Vermittlungsangebote ergänzen das kulturelle Programm der Gemeinde.

Bibliothek und Dokumentationsstelle

Die Bibliothek Riehen besitzt Standorte im Dorfzentrum und im Niederholz. Sie bietet Bücher, Zeitschriften, digitale Medien, Veranstaltungen und Bildungsangebote für verschiedene Altersgruppen.

Die Dokumentationsstelle Riehen sammelt historische Quellen, Fotografien, Pläne, Bücher und private Nachlässe zur Geschichte der Gemeinde. Zu ihren Beständen gehören das Historische Grundbuch, das Gemeindearchiv und das Historische Spitalarchiv.[26]

Seit 2022 betreut die Dokumentationsstelle das digitale Gemeinde Lexikon Riehen. Dieses enthält Artikel über Personen, Gebäude, Organisationen, Ereignisse und weitere Themen der Ortsgeschichte.

Jahrbuch z’Rieche

Das Jahrbuch z’Rieche erscheint seit 1961. Es enthält historische und aktuelle Beiträge über Riehen sowie eine Chronik des jeweiligen Vorjahrs.

Das Jahrbuch entwickelte sich zu einer wichtigen Quelle für die Geschichte und Kultur der Gemeinde. Zahlreiche ältere Beiträge sind digital zugänglich.

Sehenswürdigkeiten

Dorfkirche Riehen

Die reformierte Dorfkirche ist das historische und städtebauliche Zentrum Riehens. Eine Kirche an dieser Stelle wurde 1157 erstmals erwähnt.

Das Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach beschädigt, umgebaut und erweitert. Nach der Reformation von 1528 wurde es zum Mittelpunkt der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde.

Die Kirche, der Kirchplatz, das Gemeindehaus und die umliegenden historischen Gebäude bilden ein geschlossenes Ensemble im alten Dorfkern.

Wettsteinhaus

Das Wettsteinhaus ist ein historischer Landsitz im Zentrum Riehens. Es trägt den Namen des Basler Bürgermeisters Johann Rudolf Wettstein, der als Landvogt und Grundstücksbesitzer mit dem Ort verbunden war.

Heute beherbergt das Gebäude das MUKS – Museum Kultur & Spiel Riehen. Das Haus, seine Nebengebäude und der Garten vermitteln einen Eindruck von der Wohn- und Wirtschaftskultur früherer Jahrhunderte.

Wenkenhof und Wenkenpark

Der Wenkenhof besteht aus dem Alten und dem Neuen Wenken. Der ältere Teil geht auf einen mittelalterlichen Dinghof zurück. Der repräsentative Neue Wenken entstand im 18. Jahrhundert.

Zum Ensemble gehören ein französisch geprägter Garten, ein englischer Landschaftspark, Alleen, Brunnen und verschiedene Nebengebäude. Der Wenkenpark ist öffentlich zugänglich und wird für Spaziergänge, kulturelle Veranstaltungen und private Anlässe genutzt.[27]

Berower Park und Sarasinpark

Der Berower Park umgibt die Fondation Beyeler. Er verbindet den modernen Museumsbau mit der historischen Villa Berower, altem Baumbestand, Wiesen und Wasserflächen.

Der Sarasinpark liegt nördlich des Dorfzentrums. Er geht auf einen früheren Landsitz der Basler Familie Sarasin zurück und dient heute als öffentliche Grünanlage und Veranstaltungsort.

Im Sarasinpark findet unter anderem die jährliche Bundesfeier der Gemeinde statt.

Naturbad Riehen

Das Naturbad Riehen wurde 2014 eröffnet. Die Anlage wurde von Herzog & de Meuron entworfen und liegt am Rand des Landschaftsparks Wiese.

Das Bad verwendet keine konventionelle chemische Wasseraufbereitung. Das Wasser wird über biologische Filter- und Regenerationsbereiche gereinigt. Die Gestaltung orientiert sich an traditionellen hölzernen Fluss- und Seebädern.[13]

Friedhof am Hörnli

Der Friedhof am Hörnli liegt teilweise auf Riehener Gemeindegebiet. Er wurde zwischen 1926 und 1932 angelegt und ist der zentrale Friedhof des Kantons Basel-Stadt.

Mit seiner grossen Fläche, den Abdankungshallen, Alleen, Grabfeldern und Grünanlagen gilt er als grösster Friedhof der Schweiz.[28]

Daneben besitzt Riehen mit dem Gottesacker einen eigenen historischen Friedhof.

Gedenkstätte für Flüchtlinge

Die Gedenkstätte Riehen befindet sich in einem ehemaligen Bahnwärterhaus nahe der deutschen Grenze. Sie erinnert an Menschen, die während der nationalsozialistischen Herrschaft und des Zweiten Weltkriegs über Riehen in die Schweiz zu fliehen versuchten.

Die Ausstellung behandelt sowohl die Schicksale der Flüchtlinge als auch das Verhalten der Schweizer Behörden und der lokalen Bevölkerung. Die Gedenkstätte dient zugleich als Bildungs- und Begegnungsort.

Natur und Freizeit

Riehen besitzt trotz seiner dichten Besiedlung einen hohen Anteil an Grünflächen. Parkanlagen, Wald, Landwirtschaftsflächen und die Flusslandschaft der Wiese bilden ein zusammenhängendes Netz von Erholungsräumen.

Zu den wichtigsten öffentlichen Parks gehören:

  • Wenkenpark
  • Sarasinpark
  • Berower Park
  • Wettsteinanlage
  • Landschaftspark Wiese

Die Wälder am Maienbühl und an den Höhen in Richtung Bettingen werden von Spazier-, Wander- und Velowegen erschlossen. Von den höheren Lagen bestehen Ausblicke auf Basel, das Rheintal, den Tüllinger Berg und den Schwarzwald.

Sportanlagen befinden sich unter anderem auf der Grendelmatte und im Niederholz. Das Angebot umfasst Fussballplätze, Leichtathletikanlagen, Turnhallen, Tennisanlagen und weitere Einrichtungen.

Der FC Amicitia Riehen ist der bekannteste Fussballverein der Gemeinde. Daneben bestehen zahlreiche Turn-, Lauf-, Schiess-, Tennis- und Breitensportvereine.

Energie und Umwelt

Riehen verfolgt seit mehreren Jahrzehnten eine aktive kommunale Energie- und Umweltpolitik. Die Gemeinde wurde als erste europäische Gemeinde mit dem European Energy Award Gold ausgezeichnet.[29]

Eine besondere Bedeutung besitzt die Geothermie. Seit 1994 liefert eine Tiefengeothermieanlage Wärme für den kommunalen Wärmeverbund. Das warme Wasser wird aus einer Tiefe von rund 1547 Metern gefördert und nach der Wärmeentnahme über einen zweiten Brunnen zurückgeführt.[12]

Die Wärmeverbund Riehen AG gehört je zur Hälfte der Gemeinde Riehen und den Industriellen Werken Basel. Der Verbund versorgt öffentliche Gebäude, Wohnliegenschaften und Gewerbebetriebe mit Fernwärme.

Mit dem Projekt «geo2riehen» wird eine Erweiterung der geothermischen Nutzung untersucht. Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Wärme weiter zu erhöhen.

Partnergemeinden und regionale Zusammenarbeit

Riehen arbeitet eng mit Basel, Bettingen und den deutschen Nachbargemeinden zusammen. Grenzüberschreitende Themen betreffen insbesondere Verkehr, Landschaftsschutz, Wasserversorgung, Energie, Kultur und Raumplanung.

Eine wichtige Grundlage bildet die Zusammenarbeit im Landschaftspark Wiese. Basel, Riehen, Weil am Rhein und Lörrach koordinieren dort die Interessen von Landwirtschaft, Naturschutz, Trinkwassergewinnung und Erholung.

Riehen unterhält Beziehungen zur jurassischen Gemeinde Val Terbi und zur rumänischen Stadt Miercurea Ciuc, die auf Ungarisch Csíkszereda genannt wird.[30]

Persönlichkeiten

Mit Riehen verbundene Persönlichkeiten

  • Johann Rudolf Wettstein (1594–1666), Basler Bürgermeister und früherer Landvogt von Riehen
  • Gertrud Späth-Schweizer (1908–1990), erste durch eine politische Wahl in eine Schweizer Behörde gewählte Frau
  • Ernst Beyeler (1921–2010), Kunsthändler, Sammler und Mitbegründer der Fondation Beyeler
  • Hildy Beyeler (1922–2008), Kunstsammlerin und Mitbegründerin der Fondation Beyeler
  • Michael Raith (1944–2005), Theologe, Historiker und Gemeindepräsident
  • Lukrezia Seiler-Spiess (1934–2013), Journalistin und Regionalhistorikerin
  • Sam Keller (* 1966), Kunsthistoriker und Direktor der Fondation Beyeler

Literatur

  • Ludwig Emil Iselin: Geschichte des Dorfes Riehen. Festschrift zur Jubiläumsfeier der 400-jährigen Zugehörigkeit Riehens zu Basel 1522–1922. Basel 1923.
  • Albert Bruckner u. a.: Riehen – Geschichte eines Dorfes. Herausgegeben vom Gemeinderat Riehen, Riehen 1972.
  • Michael Raith: Gemeindekunde Riehen. Riehen 1980; Neufassung 1988.
  • Arlette Schnyder u. a.: Riehen – ein Portrait. Riehen 2010.
  • Lukrezia Seiler und Jean-Claude Wacker: Fast täglich kamen Flüchtlinge. Riehen und Bettingen – zwei Schweizer Grenzdörfer in der Kriegszeit. Riehen 1996.
  • Stefan Hess: Basel und Riehen. Eine gemeinsame Geschichte. Riehen 2021.
  • Stiftung z’Rieche: Jahrbuch z’Rieche. Riehen, seit 1961.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Gemeinde Riehen: Zahlen und Fakten, abgerufen am 6. August 2026.
  2. Gemeinde Lexikon Riehen: Erste Erwähnung Riehens, abgerufen am 6. August 2026.
  3. Riehen im Historischen Lexikon der Schweiz, abgerufen am 6. August 2026.
  4. Gemeinde Lexikon Riehen: Riehen gelangt in den Besitz des Bischofs von Basel, abgerufen am 6. August 2026.
  5. Gemeinde Lexikon Riehen: Riehen wird baslerisch, abgerufen am 6. August 2026.
  6. Gemeinde Lexikon Riehen: Die Reformation in Riehen, abgerufen am 6. August 2026.
  7. Gemeinde Lexikon Riehen: Einwohnergemeinde Riehen, abgerufen am 6. August 2026.
  8. Gemeinde Lexikon Riehen: 10'000 Einwohnerinnen und Einwohner, abgerufen am 6. August 2026.
  9. Gemeinde Riehen: Riehen im Zweiten Weltkrieg, abgerufen am 6. August 2026.
  10. Gedenkstätte Riehen, abgerufen am 6. August 2026.
  11. Gemeinde Lexikon Riehen: Bürgergemeinde, abgerufen am 6. August 2026.
  12. 12,0 12,1 Gemeinde Riehen: Wärmeverbund Riehen, abgerufen am 6. August 2026.
  13. 13,0 13,1 Gemeinde Riehen: Naturbad Riehen, abgerufen am 6. August 2026.
  14. Gemeinde Riehen: Aufgaben- und Finanzplan 2026 bis 2029, abgerufen am 6. August 2026.
  15. Gemeinde Riehen: Politik, abgerufen am 6. August 2026.
  16. Gemeinde Riehen: Einwohnerrat, abgerufen am 6. August 2026.
  17. Gemeinde Riehen: Gemeindewahlen Riehen 2025, 19. Oktober 2025, abgerufen am 6. August 2026.
  18. Gemeinde Riehen: Gemeinderat, abgerufen am 6. August 2026.
  19. Gemeinde Riehen: Gemeindewahlen, zweiter Wahlgang, 30. November 2025, abgerufen am 6. August 2026.
  20. Gemeinde Riehen: Bürgergemeinde, abgerufen am 6. August 2026.
  21. Gemeinde Riehen: Verkehr und öffentlicher Verkehr, abgerufen am 6. August 2026.
  22. Gemeinde Riehen: Bildung in Riehen, abgerufen am 6. August 2026.
  23. Fondation Beyeler: Geschichte, abgerufen am 6. August 2026.
  24. Fondation Beyeler: Das erweiterte Ensemble, abgerufen am 6. August 2026.
  25. Gemeinde Riehen: Museen und Galerien, abgerufen am 6. August 2026.
  26. Gemeinde Riehen: Dokumentationsstelle, abgerufen am 6. August 2026.
  27. Gemeinde Riehen: Parkanlagen und Friedhöfe, abgerufen am 6. August 2026.
  28. Gemeinde Riehen: Bestattungen und Friedhöfe, abgerufen am 6. August 2026.
  29. Gemeinde Riehen: Gemeinde, abgerufen am 6. August 2026.
  30. Gemeinde Riehen: Regio-Themen, abgerufen am 6. August 2026.

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