Bahnhof Adliswil

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Bahnhof Adliswil
Stationsname Adliswil
Betriebsstellenart Durchgangs- und Kreuzungsbahnhof
Eröffnung 3. August 1892
Heutiges Bahnhofsgebäude 1983
Stadt Adliswil
Bezirk Horgen
Kanton Zürich
Eigentümerin Sihltal Zürich Uetliberg Bahn
Betreiberin Sihltal Zürich Uetliberg Bahn
Bahnstrecke Sihltalbahn
Abkürzung ADW
IBNR 8503096
Streckenkilometer 7,3
Gleise 3, davon 2 im Personenverkehr
Spurweite 1'435 mm
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom
Höhe 435 m ü. M.
Tarifzone ZVV-Zone 150
S-Bahn-Linie S4
Nachtverkehr SN4, N15 und N18
Buslinien 151, 152, 153, 156, 184 und 185
Adresse Florastrasse 10, 8134 Adliswil
Koordinaten 47° 18′ 44″ N, 8° 31′ 27″ O
Website szu.ch

Der Bahnhof Adliswil ist der wichtigste Bahnhof der Stadt Adliswil und ein zentraler Verkehrsknoten im unteren Sihltal. Er liegt an der normalspurigen Sihltalbahn, die von der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn betrieben wird. Im Personenverkehr wird die Station durch die Linie S4 der S-Bahn Zürich bedient.

Der Bahnhof wurde am 3. August 1892 zusammen mit der Bahnstrecke von Zürich Selnau nach Sihlwald eröffnet. Er entwickelte sich zu einem bedeutenden Kreuzungsbahnhof und bildet heute zusammen mit dem unmittelbar angrenzenden Bushof das Zentrum des öffentlichen Verkehrs in Adliswil.[1]

Im Fahrplanjahr 2026 verkehren die Züge der S4 tagsüber grundsätzlich im 20-Minuten-Takt. Während der Hauptverkehrszeiten wird das Angebot zwischen Zürich, Adliswil und Langnau-Gattikon zu einem 10-Minuten-Takt verdichtet. Einzelne Züge fahren über Langnau-Gattikon hinaus bis Sihlwald.[2]

Am Bushof halten die Orts- und Regionalbuslinien 151, 152, 153, 156, 184 und 185. Sie erschliessen die Adliswiler Stadtquartiere und schaffen direkte Verbindungen nach Zürich-Mittelleimbach, Zürich-Wollishofen, Kilchberg, Thalwil und Langnau am Albis.[3]

Das 1983 errichtete Bahnhofsgebäude wird von 2026 bis voraussichtlich 2028 umfassend erneuert und um zwei Geschosse aufgestockt. Neben modernisierten Verkaufs- und Dienstleistungsflächen entstehen darin 22 Wohnungen sowie zusätzliche Büro- und Gewerberäume.[4]

Name

Der offizielle Stationsname lautet Adliswil. Die unmittelbar angrenzende Bushaltestelle wird nach der schweizerischen Fahrplankonvention als Adliswil, Bahnhof bezeichnet.

Die betriebliche Abkürzung der Bahnstation lautet ADW. Die internationale Stationsnummer beziehungsweise IBNR ist 8503096.

Von der Bahnstation zu unterscheiden ist die etwa 450 Meter entfernte Talstation der Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg. Diese wird in Fahrplänen als Adliswil (Luftseilbahnstation) geführt.

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich ausserdem die Haltestellen:

  • Sood-Oberleimbach;
  • Sihlau.

Die Haltestelle Wildpark-Höfli liegt bereits in der Gemeinde Langnau am Albis, erschliesst aber auch ein für Adliswil bedeutendes Naherholungsgebiet.

Lage

Der Bahnhof liegt auf rund 435 m ü. M. im Zentrum von Adliswil zwischen der Florastrasse, dem Bahnhofplatz und der Sihl.

Die Bahnstrecke verläuft im Bahnhof ungefähr von Nordwesten nach Südosten. In nordwestlicher Richtung führt sie über Sood-Oberleimbach, Zürich Leimbach und Zürich Brunau nach Zürich. Südöstlich folgen die Haltestellen Sihlau, Wildpark-Höfli und der Bahnhof Langnau-Gattikon.

Der nächste grössere Bahnknoten ist Zürich Hauptbahnhof. Die reguläre Reisezeit von Adliswil nach Zürich Hauptbahnhof beträgt ungefähr 15 bis 16 Minuten.

Unmittelbar beim Bahnhof befinden sich:

  • der Bushof Adliswil;
  • der Bahnhofplatz;
  • die Florastrasse;
  • der Bruggeplatz;
  • das Haus Brugg;
  • das Einkaufszentrum Sunnemärt;
  • die Stadtverwaltung;
  • die reformierte Kirche;
  • Geschäfte und Gastronomiebetriebe;
  • die Sihl und der Sihluferweg.

Der Bahnhof bildet den wichtigsten Zugang zum Stadtzentrum. Die Bahn- und Busanlagen liegen nur wenige Schritte von den wichtigsten Einkaufs- und Dienstleistungsangeboten entfernt.

Bedeutung für Adliswil

Adliswil entwickelte sich im 19. Jahrhundert von einem ländlich geprägten Dorf zu einem Industrieort. Textilbetriebe, Spinnereien, mechanische Werkstätten und andere Unternehmen siedelten sich entlang der Sihl an.

Der Eisenbahnanschluss verbesserte den Transport von:

  • Baumwolle;
  • Kohle;
  • Maschinen;
  • Holz;
  • Baustoffen;
  • Textilien;
  • Lebensmitteln;
  • landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Mit der zunehmenden Bedeutung Zürichs als Arbeitszentrum verlagerte sich die Hauptfunktion des Bahnhofs vom Güter- zum Pendlerverkehr.

Heute ermöglicht der Bahnhof direkte Fahrten in das Zürcher Stadtzentrum. Die gute Bahnverbindung trug wesentlich dazu bei, dass Adliswil zu einer dicht besiedelten Stadt innerhalb der Agglomeration Zürich wurde.

Der Bahnhof dient ausserdem als Ausgangspunkt für Reisen in das obere Sihltal, zum Wildnispark Zürich, auf die Felsenegg und in das Wandergebiet des Albis.

Vorgeschichte der Sihltalbahn

Erste Projekte

Bereits 1835 wurde eine Postkutschenverbindung von Zürich über Langnau am Albis nach Zug eröffnet.

1857 entstand ein erstes Projekt für eine Eisenbahn durch das Sihltal. Eine solche Strecke sollte Zürich mit Zug und der im Aufbau befindlichen Gotthardachse verbinden.

1875 wurde ein Projekt für eine Bahn von Zürich durch das Sihltal nach Zug ausgearbeitet. Vorgesehen war zeitweise eine Fortsetzung über eine Trajektverbindung auf dem Zugersee in Richtung Gotthard.

Die Pläne konnten wegen hoher Baukosten, unsicherer Finanzierung und konkurrierender Eisenbahnprojekte nicht verwirklicht werden.

In den 1880er-Jahren rückte deshalb eine kürzere Lokalbahn von Zürich in das Sihltal in den Mittelpunkt. Sie sollte die Industrieanlagen und Ortschaften entlang der Sihl erschliessen und zugleich dem Ausflugsverkehr dienen.

Gründung der Sihltalbahn-Gesellschaft

1888 wurde die Sihlthalbahn-Gesellschaft gegründet. Die ältere Schreibweise des Firmennamens enthielt noch ein «h» im Wort «Thal».

An der Finanzierung beteiligten sich:

  • die Stadt Zürich;
  • Gemeinden des Sihltals;
  • der Kanton Zürich;
  • Industrieunternehmen;
  • Banken;
  • private Investoren.

Die Strecke sollte beim damaligen Bahnhof Zürich Selnau beginnen und über Giesshübel, Brunau, Leimbach, Adliswil und Langnau bis Sihlwald führen.

Die Bahn wurde als normalspurige Adhäsionsbahn geplant. Dadurch war ein Übergang von Fahrzeugen auf andere normalspurige Bahnstrecken grundsätzlich möglich.

Eröffnung 1892

Die Strecke Zürich Selnau–Adliswil–Sihlwald wurde am 3. August 1892 in Betrieb genommen.[1]

Der Bahnhof Adliswil entstand ungefähr bei Streckenkilometer 7,3 und war von Beginn an eine der bedeutendsten Stationen der neuen Bahn.

Die ursprüngliche Anlage umfasste:

  • ein Aufnahmegebäude;
  • einen Wartesaal;
  • einen Billettschalter;
  • Diensträume;
  • Wohnungen für Bahnpersonal;
  • einen Güterschuppen;
  • Ladegleise;
  • Nebengebäude;
  • Kreuzungs- und Abstellgleise.

Die Züge wurden zunächst von Dampflokomotiven geführt. Der Fahrplan umfasste wesentlich weniger Verbindungen als heute, verkürzte die Reisezeit nach Zürich jedoch erheblich.

Neben dem Personenverkehr war die Beförderung von Gütern für die wirtschaftliche Grundlage der Bahn wichtig.

Erweiterung nach Sihlbrugg

Am 1. Juni 1897 wurde die Sihltalbahn von Sihlwald bis Sihlbrugg verlängert.

In Sihlbrugg erhielt sie Anschluss an die Strecke Thalwil–Zug der Schweizerischen Nordostbahn. Damit konnten Güterwagen zwischen der Sihltalbahn und dem übrigen schweizerischen Eisenbahnnetz ausgetauscht werden.

Der Personenverkehr zwischen Adliswil und Sihlbrugg besass vor allem für den Ausflugsverkehr und die Verbindung nach Zug Bedeutung.

Der Abschnitt Langnau-Gattikon–Sihlwald–Sihlbrugg war jedoch wesentlich schwächer ausgelastet als der Vorortsabschnitt zwischen Zürich und Adliswil.

Der fahrplanmässige Personenverkehr zwischen Sihlwald und Sihlbrugg wurde im Dezember 2006 eingestellt. Die Strecke blieb für Sonder-, Museums- und einzelne Dienstfahrten grundsätzlich erhalten.

Dampfbetrieb

Die Sihltalbahn setzte in den ersten Jahrzehnten Dampflokomotiven unterschiedlicher Bauarten ein.

Die Züge bestanden aus Personen-, Gepäck- und Güterwagen. Je nach Verkehrsaufkommen wurden Personen- und Güterwagen teilweise im selben Zug geführt.

Der Dampfbetrieb verursachte insbesondere im dicht bebauten Bahnhofsumfeld:

  • Rauch;
  • Russ;
  • Lärm;
  • hohen Personalaufwand;
  • zeitaufwendige Rangierarbeiten.

In Adliswil mussten die Dampflokomotiven mit Wasser und Brennstoff versorgt werden. Rangierpersonal stellte Güterwagen bereit und ordnete die Zugkompositionen.

Eine ehemalige Dampflokomotive der Sihltalbahn war während Jahrzehnten beim Schulhaus Werd in Adliswil aufgestellt. Nach einer Aufarbeitung wurde sie 2015 zum Bahnhof Sihlwald versetzt.

Elektrifizierung

Die Sihltalbahn wurde 1924 elektrifiziert.[1]

Als Stromsystem wählte die Bahngesellschaft 15 Kilovolt und 16⅔ Hertz Wechselstrom. Dieses System entsprach demjenigen der Schweizerischen Bundesbahnen. Die Frequenz wird heute mit 16,7 Hertz bezeichnet.

Die Elektrifizierung brachte mehrere Vorteile:

  • bessere Beschleunigung;
  • kürzere Fahrzeiten;
  • dichtere Fahrpläne;
  • weniger Rauch und Russ;
  • geringere Abhängigkeit von Kohle;
  • wirtschaftlicheren Vorortsverkehr.

Für die Umstellung mussten Fahrleitungen, Masten, Schaltanlagen und elektrische Sicherungseinrichtungen errichtet werden.

Elektrische Triebwagen ersetzten schrittweise die Dampflokomotiven im Personenverkehr. Dampflokomotiven blieben während einer Übergangszeit noch für einzelne Güter- und Dienstfahrten im Einsatz.

Entwicklung im 20. Jahrhundert

Wachstum des Pendlerverkehrs

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung Adliswils stark.

Immer mehr Einwohnerinnen und Einwohner arbeiteten in Zürich. Gleichzeitig entstanden in Adliswil neue Wohnquartiere und Dienstleistungsbetriebe.

Die Sihltalbahn musste ihr Angebot laufend erweitern. Eingesetzt wurden längere Züge und modernere Triebfahrzeuge.

Der Bahnhof entwickelte sich zum wichtigsten Umsteigepunkt zwischen:

  • Bahn;
  • Ortsbus;
  • Regionalbus;
  • Velo;
  • Auto;
  • Fussverkehr.

Gemeinsame Betriebsführung

1932 übernahm die Sihltalbahn die Verwaltung der Bahngesellschaft Zürich–Uetliberg.

Beide Bahnen benutzten zwischen Zürich Selnau und Zürich Giesshübel eine gemeinsame Strecke, verwendeten jedoch unterschiedliche Stromsysteme.

Die Sihltalbahn fuhr mit Wechselstrom, die Uetlibergbahn mit Gleichstrom. Um den gemeinsamen Betrieb zu ermöglichen, wurden die Stromabnehmer und Fahrleitungen seitlich versetzt angeordnet.

Gründung der SZU

1973 fusionierten die Sihltalbahn-Gesellschaft und die Bahngesellschaft Zürich–Uetliberg zur Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU.[1]

Die neue Gesellschaft übernahm:

  • die Sihltalbahn;
  • die Uetlibergbahn;
  • die Betriebsführung verschiedener Buslinien;
  • die Geschäftsführung der Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg.

Der Bahnhof Adliswil wurde damit zu einem Bahnhof der SZU.

Bahnhofsgebäude von 1983

Das ursprüngliche Stationsgebäude aus dem Jahr 1892 entsprach gegen Ende des 20. Jahrhunderts nicht mehr den Anforderungen des stark gewachsenen Personenverkehrs.

1983 wurde ein neues Bahnhofsgebäude eröffnet. Der Entwurf stammte von H. Müller und P. Nietlispach Architekten aus Zürich.[5]

Das rund 70 Meter lange Gebäude wurde parallel zu den Gleisen angeordnet.

Es bestand ursprünglich aus:

  • zwei Sockelgeschossen mit Verkaufs- und Dienstleistungsflächen;
  • zwei darüberliegenden Wohngeschossen;
  • einem Kundencenter;
  • technischen und betrieblichen Räumen;
  • einem Zugang zur Personenunterführung.

Die Architektur ist durch eine Backsteinfassade, horizontale Gebäudeteile und eine funktionale Gestaltung geprägt.

Im Gebäude befanden sich im Laufe der Zeit unter anderem:

  • das SZU- beziehungsweise ZVV-Kundencenter;
  • ein Lebensmittelgeschäft;
  • weitere Verkaufsflächen;
  • Büros;
  • Wohnungen;
  • technische Räume.

Verlängerung nach Zürich Hauptbahnhof

Der Bahnhof Zürich Selnau war während langer Zeit der nördliche Endpunkt der Sihltalbahn.

Seine Lage am Rand des Zürcher Stadtzentrums erschwerte das Umsteigen auf andere Bahnlinien. Zudem verfügte die oberirdische Station nur über begrenzte Kapazitäten.

Am 5. Mai 1990 wurde die unterirdische Verlängerung von Zürich Selnau zum Zürich Hauptbahnhof eröffnet.[1]

Die Strecke führt seither durch einen Tunnel unter dem Gebiet der Sihl zum unterirdischen SZU-Bahnhof unter dem Zürcher Bahnhofplatz.

Gleichzeitig wurde die Sihltalbahn als Linie S4 in die neu eröffnete S-Bahn Zürich und den Zürcher Verkehrsverbund integriert.

Für Adliswil bedeutete dies:

  • direkte Fahrten zum Zürich Hauptbahnhof;
  • kürzere Umsteigewege;
  • einen einheitlichen Verbundtarif;
  • bessere Anschlüsse an Fernverkehr und andere S-Bahn-Linien;
  • eine deutlich höhere Attraktivität für Pendlerinnen und Pendler.

Bahnanlage

Der Bahnhof besitzt drei Gleise. Die Gleise 2 und 3 werden im planmässigen Personenverkehr genutzt.

Gleis 1 liegt unmittelbar beim Bahnhofsgebäude. Es dient hauptsächlich betrieblichen Zwecken und besitzt keinen regulär genutzten Personenperron.

Die Gleise 2 und 3 liegen an einem gemeinsamen Mittelperron.

Gleis Hauptfunktion
1 Betriebs-, Abstell- und Dienstgleis; kein regulärer Personenverkehr
2 planmässige Züge in Richtung Langnau-Gattikon und Sihlwald
3 planmässige Züge in Richtung Zürich

Die Gleisbelegung kann bei Bauarbeiten, Verspätungen oder anderen betrieblichen Abweichungen geändert werden.

Das Mittelperron wird durch eine Personenunterführung erschlossen. Diese verbindet:

  • den Bahnhofplatz;
  • das Bahnhofsgebäude;
  • den Bushof;
  • das Einkaufszentrum;
  • die höher gelegenen Strassen und Wohnquartiere.

Die Perrons sind mit Wartebereichen, Beleuchtung, elektronischen Anzeigen, Lautsprechern, Uhren und taktilen Sicherheitsmarkierungen ausgestattet.

Doppelspurinsel

Die Sihltalbahn ist auf mehreren Abschnitten einspurig. Der Bahnhof Adliswil besitzt deshalb eine wichtige Funktion als Kreuzungsstation.

Die Mehrgleisanlage bildet eine sogenannte Doppelspurinsel. Züge aus entgegengesetzten Richtungen können sich in Adliswil begegnen, ohne dass einer von ihnen auf freier Strecke warten muss.

Planmässige Zugkreuzungen sind besonders während des 10-Minuten-Takts wichtig.

Die Fahrplanstabilität hängt auch von weiteren Kreuzungs- und Doppelspurabschnitten entlang der Sihltalbahn ab. Verspätungen können sich auf einer einspurigen Strecke rasch auf Gegenzüge übertragen.

S-Bahn-Verkehr

Der Bahnhof wird im regulären Personenverkehr von der S4 der S-Bahn Zürich bedient.[3]

Linie Linienführung Angebot
S4 Zürich HB – Zürich Selnau – Zürich Giesshübel – Zürich Saalsporthalle – Zürich Brunau – Zürich Manegg – Zürich Leimbach – Sood-Oberleimbach – Adliswil – Sihlau – Wildpark-Höfli – Langnau-Gattikon – Sihlwald tagsüber grundsätzlich alle 20 Minuten, während der Hauptverkehrszeiten zwischen Zürich und Langnau-Gattikon alle 10 Minuten
SN4 Zürich HB – Adliswil – Langnau-Gattikon Nachtangebot an Wochenenden und vor Feiertagen

S4

Die S4 verbindet Adliswil direkt mit dem Stadtzentrum von Zürich.

In Richtung Zürich hält sie unter anderem in:

  • Sood-Oberleimbach;
  • Zürich Leimbach;
  • Zürich Manegg;
  • Zürich Brunau;
  • Zürich Saalsporthalle;
  • Zürich Giesshübel;
  • Zürich Selnau;
  • Zürich Hauptbahnhof.

In der Gegenrichtung verkehren die Züge nach Langnau-Gattikon. Bestimmte Verbindungen werden bis Sihlwald weitergeführt.

Während des Grundtakts besteht eine Verbindung alle 20 Minuten. In den Hauptverkehrszeiten verkehren zusätzliche Züge, sodass zwischen Zürich und Langnau-Gattikon ungefähr alle zehn Minuten eine Fahrt angeboten wird.

Die Zusatzzüge bedienen nicht in jedem Fall alle kleineren Haltestellen südlich von Adliswil.

SN4

Die Nacht-S-Bahn SN4 verkehrt in den Nächten auf Samstag und Sonntag sowie vor allgemeinen Feiertagen.

Sie verbindet Zürich Hauptbahnhof mit Adliswil und Langnau-Gattikon. Das Angebot wird durch Nachtbuslinien ergänzt.

Vorübergehende Sperre 2026

Von 29. April bis 18. Oktober 2026 ist die Strecke zwischen Zürich Selnau und dem unterirdischen SZU-Bahnhof Zürich Hauptbahnhof wegen umfangreicher Bauarbeiten gesperrt.[6]

Während dieser Zeit enden und beginnen die Züge der S4 in Zürich Selnau. Reisende zum Hauptbahnhof müssen auf andere öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder alternative Verbindungen nutzen.

Der Bahnhof Adliswil und der Abschnitt in Richtung Langnau-Gattikon und Sihlwald bleiben während der Sperre in Betrieb.

Die Arbeiten in Zürich umfassen insbesondere:

  • Verlängerung des Perrons;
  • Anpassung an das Behindertengleichstellungsgesetz;
  • neue Zugänge;
  • erneuerte technische Anlagen;
  • Verbesserungen für steigende Fahrgastzahlen.

Nach Abschluss der Arbeiten soll die S4 wieder durchgehend bis Zürich Hauptbahnhof verkehren.

Busverkehr

Der Bahnhof Adliswil ist ein bedeutender Busknoten des Zimmerberg- und Zürcher Stadtverkehrs.

Im Fahrplanjahr 2026 verkehren folgende Linien:[3]

Linie Linienführung beziehungsweise Hauptziel Betreiber
151 Adliswil, Bahnhof – Zürich, Mittelleimbach Zimmerbergbus/SZU
152 Ortsbus-Rundlinie mit Ausgangs- und Endpunkt Adliswil, Bahnhof Zimmerbergbus/SZU
153 Adliswil, Bahnhof – Langnau-Gattikon, Bahnhof Zimmerbergbus/SZU
156 Adliswil, Bahnhof – Thalwil, Zentrum Zimmerbergbus/SZU
184 Adliswil, Bahnhof – Zürich, Bahnhof Wollishofen Verkehrsbetriebe Zürich
185 Adliswil, Bahnhof – Kilchberg, Spital – Zürich, Bahnhof Wollishofen Verkehrsbetriebe Zürich
N15 Zürich, Milchbuck – Adliswil, Bahnhof beziehungsweise Schulhaus Kopfholz Nachtverkehr
N18 Zürich, Milchbuck – Adliswil, Bahnhof – Adliswil, Büchel Nachtverkehr

Ortsbuslinien

Die Linien 151, 152 und 153 erschliessen die verschiedenen Adliswiler Quartiere.

Die Busse verbinden den Bahnhof unter anderem mit:

  • Mittelleimbach;
  • Sonnenberg;
  • Rütistrasse;
  • Wanneten;
  • Büchel;
  • Sihlau;
  • Langnau-Gattikon.

Die Linie 152 wird als Rundkurs geführt und kehrt zum Bahnhof Adliswil zurück.

Linie 156

Die Linie 156 verbindet Adliswil über Rüschlikon mit Thalwil.

In Thalwil bestehen Anschlüsse an:

  • Fernverkehrszüge;
  • S-Bahn-Linien;
  • Buslinien;
  • Schiffsverbindungen auf dem Zürichsee.

Die Linie schafft eine direkte Querverbindung zwischen dem Sihltal und dem linken Zürichseeufer.

Linien 184 und 185

Die Linien 184 und 185 verbinden Adliswil mit Zürich-Wollishofen.

Die Linie 184 führt auf einer vergleichsweise direkten Route entlang der Zürichstrasse.

Die Linie 185 erschliesst zusätzlich östliche Teile Adliswils und das Spital Kilchberg.

Am Bahnhof Zürich Wollishofen bestehen Anschlüsse an die linksufrige Zürichseebahn, das Zürcher Tramnetz und weitere Buslinien.

Neuer Bushof

Der frühere Bushof an der Florastrasse war historisch gewachsen und entsprach nicht mehr den Anforderungen eines modernen Verkehrsknotens.

Zu den Problemen gehörten:

  • zu kleine Warteflächen;
  • unübersichtliche Verkehrsführung;
  • Konflikte zwischen Bussen, Autos, Velos und Fussgängern;
  • fehlende oder unzureichende Hindernisfreiheit;
  • zu wenige gedeckte Haltekanten;
  • lange und wenig attraktive Umsteigewege.

Am 23. September 2018 stimmte die Adliswiler Bevölkerung dem Neubau des Bushofs und der Erweiterung der Tiefgarage Florastrasse zu.[7]

Die Bauarbeiten begannen im Oktober 2019. Der neue Bushof wurde zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 in Betrieb genommen.[8]

Das Projekt umfasste:

  • vier überdachte Bushaltekanten;
  • hindernisfreie Haltestellen;
  • grosszügigere Wartebereiche;
  • eine neue Verkehrsführung;
  • bessere Fusswegverbindungen;
  • eine Velostation;
  • zusätzliche Veloabstellplätze;
  • eine erweiterte Tiefgarage;
  • Kurzhaltebereiche;
  • Anpassungen der Zugänge zum Bahnhof und zum Einkaufszentrum.

Der Bushof ist durch eine grosse Dachkonstruktion geprägt. Die Anlage schützt Reisende vor Regen und Sonne und bildet einen klar erkennbaren Eingang zum Stadtzentrum.

Tarif

Der Bahnhof liegt in der ZVV-Tarifzone 150.

Für Fahrten innerhalb des Zürcher Verkehrsverbunds gilt ein Zonentarif. Ein gültiger Fahrausweis erlaubt während seiner zeitlichen Gültigkeit beliebige Fahrten mit den einbezogenen Verkehrsmitteln innerhalb der gelösten Zonen.

Dazu gehören:

  • Bahn;
  • Bus;
  • Tram;
  • Schiff;
  • Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg;
  • weitere Verbundangebote.

Die Stadtzone Zürich 110 wird tariflich doppelt gezählt, da sie über ein besonders dichtes öffentliches Verkehrsangebot verfügt.

Für kurze Fahrten innerhalb Adliswils stehen Lokalnetz- und Kurzstreckenangebote zur Verfügung.

Kundencenter und Dienstleistungen

Das ZVV-Contact-Kundencenter Adliswil bietet persönliche Beratung und den Verkauf von Fahrausweisen an.

Zum Angebot gehören:[9]

  • ZVV- und Z-Pass-Billette;
  • nationale und internationale Billette;
  • Abonnemente;
  • Freizeitangebote;
  • Ausflugsberatung;
  • Geldwechsel in Euro;
  • Gruppen- und Extrafahrten.

Das Kundencenter ist normalerweise täglich geöffnet.

Wegen der Erneuerung des Bahnhofsgebäudes befindet sich die Verkaufs- und Beratungsstelle seit dem 1. April 2026 vorübergehend im benachbarten Postgebäude an der Poststrasse 9.

Im Bahnhofsumfeld befinden sich ausserdem:

  • Billettautomaten;
  • Verkaufs- und Lebensmittelgeschäfte;
  • Gastronomiebetriebe;
  • Geldautomaten;
  • Gepäckaufbewahrung;
  • Mobility Carsharing;
  • öffentliche Toiletten;
  • Veloabstellanlagen;
  • Parkmöglichkeiten.

Hindernisfreiheit

Der Bahnhof besitzt eine Personenunterführung zu den Bahnperrons.

Lifte und Rampen ermöglichen grundsätzlich stufenfreie Verbindungen zwischen Bahnhofplatz, Bushof und Perron.

Die erhöhten Perronkanten erleichtern den Einstieg in die Züge der S4. Da ein Teil der eingesetzten Fahrzeuge aus älteren Doppelstock-Pendelzügen besteht, kann der Einstieg je nach Wagen und Türposition unterschiedlich hoch sein.

Im Fahrplan und auf dem Perron wird angezeigt, wo sich der niederflurige Zwischenwagen befindet.

Der 2021 eröffnete Bushof wurde gemäss den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes gestaltet. Er verfügt über erhöhte Haltekanten, taktile Elemente und möglichst kurze Umsteigewege.

Erneuerung des Bahnhofsgebäudes

Ausgangslage

Das 1983 errichtete Bahnhofsgebäude entspricht in verschiedenen Bereichen nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Zu den festgestellten Problemen gehörten:

  • veraltete Haustechnik;
  • energetischer Sanierungsbedarf;
  • wenig einladende Zugangsbereiche;
  • unübersichtliche Verbindungen zwischen Bushof, Gebäude und Bahnperron;
  • teilweise unflexibel nutzbare Gewerbeflächen;
  • sanierungsbedürftige Wohnungen.

Untersuchungen ergaben jedoch, dass die tragende Bausubstanz weiterhin in gutem Zustand ist.

Die SZU entschied sich deshalb gegen einen vollständigen Abbruch und für eine umfassende Sanierung und Aufstockung.[4]

Architekturwettbewerb

2022 führte die SZU einen Architekturwettbewerb durch.

Eine Jury wählte das Projekt der GFA Gruppe für Architektur als Grundlage für die weitere Planung aus.

Das Projekt sieht vor, den bestehenden Sockelbau zu erhalten und um zwei Geschosse zu erhöhen.

Eine grosszügige Kolonnade auf der Seite des Bahnhofplatzes soll:

  • den Vorplatz räumlich öffnen;
  • die Verbindung zwischen Bushof und Bahn verbessern;
  • gedeckte Aufenthaltsflächen schaffen;
  • dem Gebäude eine klarere öffentliche Erscheinung geben.

Nutzung

Nach dem Umbau soll das Gebäude folgende Nutzungen enthalten:

  • ZVV-Contact-Kundencenter;
  • Denner-Filiale;
  • Migrolino;
  • Bäckerei und Konditorei;
  • weitere Ladenflächen;
  • Büro- und Gewerberäume;
  • 22 Mietwohnungen;
  • technische und betriebliche Räume.

Bei den Wohnungen handelt es sich überwiegend um Einheiten mit 2,5 bis 5,5 Zimmern. Vorgesehen sind ausserdem kleinere und grössere Wohnungen.

Bauzeit

Die Bauarbeiten begannen im Frühling 2026 und sollen voraussichtlich bis Frühling 2028 dauern.[4]

Der Bahn- und Busbetrieb bleibt während der Bauzeit grundsätzlich aufrechterhalten. Die Zugänge können jedoch zeitweise verlegt oder eingeengt werden.

Das Kundencenter, verschiedene Geschäfte und weitere Nutzungen werden während der Arbeiten in Provisorien untergebracht.

Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg

Die Talstation der Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg liegt etwa 450 Meter südwestlich des Bahnhofs.

Der Fussweg führt durch das Stadtzentrum und ist ausgeschildert. Je nach Route dauert er ungefähr acht bis zwölf Minuten.

Die Luftseilbahn wurde am 30. Dezember 1954 eröffnet und verbindet Adliswil mit der Felsenegg auf dem Albis.[10]

Sie wird im ZVV-Fahrplan als Linie 26 geführt.

Die Felsenegg ist ein beliebtes Ausflugsziel mit:

  • Aussicht auf Zürich und den Zürichsee;
  • Bergrestaurant;
  • Wanderwegen;
  • Verbindungen zum Uetliberg;
  • Wegen nach Buchenegg und Albispass.

Die Luftseilbahn ist die einzige öffentliche Luftseilbahn im Kanton Zürich.

Güterverkehr

Der örtliche Güterverkehr besass für den Bahnhof Adliswil während der Industrialisierung eine grosse Bedeutung.

Die Bahn bediente Industriebetriebe entlang der Sihl und transportierte unter anderem:

  • Kohle;
  • Baumwolle;
  • Textilien;
  • Maschinen;
  • Papier;
  • Holz;
  • Baustoffe;
  • landwirtschaftliche Produkte.

Mehrere Unternehmen besassen eigene Anschlussgleise oder nutzten die Ladeanlagen des Bahnhofs.

Mit der Verlagerung des Stückgutverkehrs auf die Strasse ging die Bedeutung der Güteranlagen zurück. Die meisten Lade- und Anschlussgleise wurden aufgegeben oder zurückgebaut.

Güterzüge verkehren heute nur noch in geringem Umfang beziehungsweise für besondere betriebliche Aufgaben auf der Sihltalbahn.

Museumsverkehr

Der Verein Zürcher Museums-Bahn wurde 1996 gegründet.

Er erhält historische Fahrzeuge der Sihltalbahn und organisiert Dampf- und Extrafahrten zwischen Zürich und dem Sihltal.

Die Museumszüge verkehren an ausgewählten Tagen bis Sihlwald oder Sihlbrugg. Wegen des dichten Fahrplans der S4 halten sie nicht bei jeder Fahrt in Adliswil.

Der Bahnhof besitzt dennoch eine hohe historische Bedeutung für die Museumsbahn, da er zu den wichtigsten Stationen der ursprünglichen Sihltalbahn gehört.

Neue Fahrzeuge und Angebotsausbau

Die Nachfrage auf der S4 ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen.

Die SZU beschaffte deshalb 17 neue einstöckige Triebzüge für die Sihltalbahn. Die ersten Fahrzeuge sollen nach der Planung ab 2027 eingesetzt werden.

Die neuen Züge sollen:

  • einen stufenfreien Einstieg ermöglichen;
  • mehr Platz bieten;
  • die Fahrgastinformation verbessern;
  • energieeffizienter sein;
  • einen dichteren Fahrplan unterstützen;
  • ältere Fahrzeugkompositionen ersetzen.

Langfristig ist eine weitere Verdichtung des Angebots vorgesehen. In den Hauptverkehrszeiten wird ein 7,5-Minuten-Takt zwischen Zürich und dem unteren Sihltal angestrebt.

Dafür sind verschiedene Infrastrukturprojekte notwendig, darunter:

  • zusätzliche Doppelspurabschnitte;
  • Ausbau des Bahnhofs Zürich HB SZU;
  • verlängerte und modernisierte Haltestellen;
  • neue Sicherungsanlagen;
  • leistungsfähigere Stromversorgung;
  • neues Rollmaterial.

Städtebauliche Bedeutung

Der Bahnhof liegt im geografischen und funktionalen Zentrum Adliswils.

Die Siedlungsentwicklung der Stadt wurde durch die Eisenbahn wesentlich beeinflusst. Im Bahnhofsumfeld entstanden:

  • Geschäfte;
  • Wohnhäuser;
  • öffentliche Einrichtungen;
  • Gastronomiebetriebe;
  • Verwaltungsgebäude;
  • Verkehrs- und Parkierungsanlagen.

Der Bruggeplatz, das Haus Brugg, der Bahnhof und der Bushof bilden gemeinsam einen wichtigen öffentlichen Raum.

Die Sihl verläuft unmittelbar östlich des Stadtzentrums. Brücken und Fusswege verbinden die Quartiere auf beiden Seiten des Flusses.

Mit dem neuen Bushof und der Erneuerung des Bahnhofsgebäudes soll das Zentrum stärker als zusammenhängender Aufenthalts- und Begegnungsraum gestaltet werden.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die direkte Verbindung nach Zürich macht den Bahnhof für den Arbeitsmarkt der gesamten Region bedeutend.

Viele Einwohnerinnen und Einwohner pendeln täglich nach:

  • Zürich;
  • Thalwil;
  • Horgen;
  • Kilchberg;
  • Zug;
  • weitere Gemeinden der Agglomeration.

Gleichzeitig reisen Beschäftigte zu den zahlreichen Dienstleistungs-, Gewerbe- und Industriebetrieben in Adliswil.

Die hohe Erreichbarkeit stärkt den Standort für:

  • Unternehmen;
  • Detailhandel;
  • Gastronomie;
  • Wohnungsbau;
  • öffentliche Dienstleistungen.

Das Bahnhofsgebäude selbst verbindet Verkehr, Gewerbe und Wohnen auf engem Raum.

Touristische Bedeutung

Der Bahnhof ist ein Ausgangspunkt für Ausflüge in das Sihltal und auf den Albis.

Zu den erreichbaren Zielen gehören:

  • Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg;
  • Felsenegg;
  • Uetliberg;
  • Wildpark Langenberg;
  • Wildnispark Zürich Sihlwald;
  • Sihluferweg;
  • Sihlwald;
  • Albispass;
  • Buchenegg;
  • Türlersee;
  • Wanderwege nach Langnau am Albis und Thalwil.

Der Sihluferweg verbindet Adliswil mit Zürich und dem oberen Sihltal. Er wird von Fussgängerinnen, Wanderern und Velofahrenden genutzt.

Vom Bahnhof sind sowohl städtische als auch naturnahe Ausflugsziele ohne Auto erreichbar.

Würdigung

Der Bahnhof Adliswil verbindet die Geschichte einer 1892 eröffneten Lokalbahn mit den Anforderungen eines stark frequentierten Agglomerationsverkehrs.

Seine Bedeutung beruht insbesondere auf:

  • der direkten Verbindung zum Zürich Hauptbahnhof;
  • seiner Funktion als Kreuzungsbahnhof;
  • dem dichten S-Bahn-Angebot;
  • dem umfangreichen Busnetz;
  • seiner zentralen Lage;
  • der Verbindung zur Felseneggbahn;
  • seiner Rolle für die Entwicklung Adliswils;
  • dem neuen Bushof;
  • der umfassenden Erneuerung des Bahnhofsgebäudes.

Mit dem Umbau von 2026 bis 2028 wird der Bahnhof zusätzlich als Wohn-, Arbeits-, Einkaufs- und Begegnungsort aufgewertet.

Siehe auch

Literatur

  • Hans Waldburger; Martin Gross
Die Sihltalbahn. Geschichte und Rollmaterial. Minirex, Luzern2008. ISBN 978-3-907014-36-3.
  • Hans G. Wägli
Schienennetz Schweiz. AS Verlag, Zürich2010. ISBN 978-3-909111-74-9.
  • Hans G. Wägli
Bahnprofil Schweiz. AS Verlag, Zürich2010. ISBN 978-3-909111-85-8.
  • Hans Binder
Adliswil, eine Stadt mit Zukunft, Adliswil2000.
  • Sihltal Zürich Uetliberg Bahn (Hrsg.)
125 Jahre Sihltalbahn 1892–20172017(abgerufen am 3. August 2026).
  • Stadt Adliswil (Hrsg.)
Stadtteilanalyse Stadtzentrum, Adliswil2019(abgerufen am 3. August 2026).

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Die Geschichte der SZU. Hrsg.: Sihltal Zürich Uetliberg Bahn. Abgerufen am 3. August 2026.
  2. Verkehr. Hrsg.: Stadt Adliswil. Abgerufen am 3. August 2026.
  3. 3,0 3,1 3,2 Haltestellen- und Linienfahrpläne Adliswil. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 3. August 2026.
  4. 4,0 4,1 4,2 Erneuerung Bahnhofsgebäude Adliswil. Hrsg.: Sihltal Zürich Uetliberg Bahn. Abgerufen am 3. August 2026.
  5. Projektwettbewerb Bahnhofsgebäude Adliswil. Hrsg.: Sihltal Zürich Uetliberg Bahn. 1. März 2022. Abgerufen am 3. August 2026.
  6. Ausbau Tiefbahnhof Zürich HB SZU. Hrsg.: Sihltal Zürich Uetliberg Bahn. Abgerufen am 3. August 2026.
  7. Volksabstimmung vom 23. September 2018 – Neubau Bushof und Erweiterung Tiefgarage Florastrasse. Hrsg.: Stadt Adliswil. Abgerufen am 3. August 2026.
  8. Protokoll des Grossen Gemeinderats vom 15. Dezember 2021. Hrsg.: Stadt Adliswil. Abgerufen am 3. August 2026.
  9. ZVV-Contact-Kundencenter Adliswil. Hrsg.: Sihltal Zürich Uetliberg Bahn. Abgerufen am 3. August 2026.
  10. Die Geschichte der SZU – Felseneggbahn. Hrsg.: Sihltal Zürich Uetliberg Bahn. Abgerufen am 3. August 2026.

47,31224° N, 8,52412° E

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