Bahnhof Richterswil

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Bahnhof Richterswil
Stationsname Richterswil
Betriebsstellenart Durchgangsbahnhof
Eröffnung 18. September 1875
Gemeinde Richterswil
Bezirk Horgen
Kanton Zürich
Eigentümerin Schweizerische Bundesbahnen
Betreiberin Schweizerische Bundesbahnen
Bahnstrecke Linksufrige Zürichseebahn
Abkürzung RI
IBNR 8503207
Streckenkilometer 27,46
Perrongleise 2
Spurweite 1'435 mm
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom
Höhe 407,4 m ü. M.
Tarifzone ZVV-Zone 153
S-Bahn-Linien S2 und S8
Nachtverkehr SN8 und N29
Buslinien 170, 175 und 176
Adresse Seestrasse 20, 8805 Richterswil
Koordinaten 47° 12′ 30″ N, 8° 42′ 27″ O
Website sbb.ch

Der Bahnhof Richterswil ist ein Durchgangsbahnhof der Schweizerischen Bundesbahnen in der politischen Gemeinde Richterswil im Kanton Zürich. Er liegt an der linksufrigen Zürichseebahn unmittelbar am Ufer des Zürichsees und wird von den Linien S2 und S8 der S-Bahn Zürich bedient.

Der Bahnhof wurde am 18. September 1875 durch die Schweizerische Nordostbahn eröffnet. Das gleichzeitig errichtete Stationsgebäude gehört zu den weitgehend erhaltenen standardisierten Bahnhofsbauten der Nordostbahn. Das Aufnahmegebäude, der historische Güterschuppen und das ehemalige Toilettengebäude stehen seit 1979 unter Denkmalschutz. Nach einer umfassenden Restaurierung erhielt die Bahnhofanlage 1992 einen internationalen Brunel Award für herausragende Gestaltung im öffentlichen Verkehr.[1]

Im Fahrplanjahr 2026 verbinden die S2 und die S8 Richterswil grundsätzlich jeweils im Halbstundentakt mit Zürich. Durch die Überlagerung beider Linien besteht zwischen Richterswil, Wädenswil, Thalwil und Zürich ein annähernder Viertelstundentakt. Direkte Verbindungen führen unter anderem zum Flughafen Zürich, nach Winterthur, Pfäffikon SZ und Ziegelbrücke.[2]

Neben dem Bahnverkehr bildet der Bahnhof einen regionalen Busknoten. Die Linien 170, 175 und 176 verbinden ihn mit Samstagern und den Schwyzer Nachbargemeinden Wollerau und Freienbach. In den Wochenendnächten verkehren die Nacht-S-Bahn SN8 und der Nachtbus N29.

Lage

Der Bahnhof liegt am südöstlichen Rand des historischen Dorfkerns von Richterswil zwischen der Seestrasse und dem Zürichsee.

Die Gleise verlaufen im Bahnhofsbereich annähernd von Nordwesten nach Südosten. In nordwestlicher Richtung führt die Strecke nach Wädenswil, Au ZH, Horgen und Zürich. Südöstlich folgen die Stationen Bäch, Freienbach und Pfäffikon SZ.

Der Bahnhof befindet sich auf rund 407 m ü. M. und damit nur wenige Meter über dem mittleren Wasserspiegel des Zürichsees. Das Aufnahmegebäude steht auf der landseitigen, südwestlichen Seite der Gleisanlagen. Der See, die Schiffstation und der Hafen liegen nordöstlich davon.

Zu den Zielen in unmittelbarer Umgebung gehören:

  • das historische Dorfzentrum;
  • die reformierte Kirche;
  • der Hafen Richterswil;
  • die Schiffstation;
  • die Seeanlage;
  • das Strandbad;
  • die Jugendherberge;
  • der Hornpark;
  • der Seeuferweg nach Wädenswil;
  • Geschäfte und Gaststätten an der Dorf- und Seestrasse.

Der Bahnhof liegt nahe der Grenze zum Kanton Schwyz. Die erste Station südöstlich von Richterswil, Bäch, befindet sich bereits im Kanton Schwyz.

Lage zwischen Dorf und See

Die Führung der Bahn unmittelbar am Zürichsee war beim Bau der Strecke technisch und städtebaulich anspruchsvoll.

Das Seeufer bot eine vergleichsweise flache Linienführung. Gleichzeitig standen zwischen den steilen Hängen, den bestehenden Häusern und dem Wasser nur begrenzte Flächen zur Verfügung.

Im Gebiet Garnhänke und Seegarten wurde deshalb durch Aufschüttungen zusätzliches Land gewonnen. Mehrere ältere Gebäude mussten dem Bahnbau weichen. Dazu gehörten ein Wohnhaus und ein örtliches Spritzenhaus.[3]

Die Eisenbahn trennte das Dorf teilweise vom Seeufer. Später verstärkte die zwischen Bahnhof und See angelegte Seestrasse diese räumliche Wirkung.

Personenunterführungen verbinden heute das Dorfzentrum, die Bahnperrons und die Seeseite miteinander. Trotzdem bleibt die Verbesserung der Verbindung zwischen Dorf, Bahnhof und See eine wiederkehrende Aufgabe der kommunalen Planung.

Name und Abgrenzung

Der offizielle Stationsname lautet Richterswil.

Von der Bahnstation zu unterscheiden sind mehrere Bushaltestellen im Gemeindegebiet. Die unmittelbar beim Bahnhof gelegene Haltestelle trägt nach der schweizerischen Fahrplankonvention den Namen Richterswil, Bahnhof.

Zur Gemeinde Richterswil gehören weitere Bahnstationen:

Samstagern und Burghalden liegen an der von der Schweizerischen Südostbahn betriebenen Strecke Wädenswil–Einsiedeln. Der Bahnhof Richterswil selbst gehört dagegen zur SBB-Strecke entlang des linken Zürichseeufers.

Die betriebliche Abkürzung lautet RI. Die internationale Stationsnummer beziehungsweise IBNR ist 8503207.

Geschichte

Erste Eisenbahnplanungen

Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden verschiedene Eisenbahnverbindungen entlang des Zürichsees untersucht.

Die Schweizerische Nordostbahn hatte 1853 die Strecke von Zürich über Altstetten nach Baden übernommen und baute ihr Netz anschliessend in verschiedene Richtungen aus. Der Raum am linken Zürichseeufer blieb zunächst jedoch ohne Eisenbahn.

Für die Gemeinden zwischen Zürich und dem oberen See versprach eine Bahnverbindung erhebliche wirtschaftliche Vorteile. Sie sollte:

  • die Reisezeit nach Zürich verkürzen;
  • den Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse erleichtern;
  • industrielle Betriebe mit Kohle und Rohstoffen versorgen;
  • den Absatz von Textilien und anderen Waren verbessern;
  • den Fremdenverkehr fördern;
  • den Anschluss an die Bahnen nach Glarus und Graubünden ermöglichen.

Die Linienführung war umstritten. Eine Strecke näher an den älteren Siedlungskernen hätte grössere Steigungen und aufwendige Kunstbauten benötigt. Die Nordostbahn entschied sich deshalb weitgehend für eine Trasse entlang des Seeufers.

Bau der linksufrigen Zürichseebahn

Die Arbeiten am Abschnitt zwischen Horgen und Pfäffikon SZ begannen in den frühen 1870er-Jahren.

Die Bauleute mussten Dämme, Stützmauern, Durchlässe und Brücken errichten. An verschiedenen Stellen wurde dem See durch Aufschüttungen neues Land abgewonnen.

In Richterswil entstand ein Stationsgebäude der zweiten Klasse. Diese Gebäudekategorie war für grössere Zwischenstationen vorgesehen. Neben dem Aufnahmegebäude wurden ein Güterschuppen, ein Toilettenhäuschen, Remisen und weitere betriebliche Einrichtungen gebaut.

Die Bahnhofanlage lag damals am Rand des bebauten Dorfgebiets. Die freie Lage ermöglichte die Anlage zusätzlicher Güter- und Abstellgleise.

Eröffnung 1875

Die linksufrige Zürichseebahn wurde am 18. September 1875 eröffnet. Der Eröffnungszug fuhr von Zürich in Richtung Glarnerland.

In Richterswil wurde der Zug von der gesamten Schuljugend empfangen. Weiss gekleidete junge Frauen reichten während des kurzen Aufenthalts Ehrenwein. Bei der Rückfahrt am Abend wurde die Bahnlinie im Gemeindegebiet mit mehr als tausend Fackeln beleuchtet.[4]

Der fahrplanmässige Betrieb begann unmittelbar nach den Eröffnungsfeierlichkeiten.

Die Bahn verband Richterswil über Wädenswil, Horgen und Thalwil mit Zürich. In südöstlicher Richtung führte sie über Pfäffikon SZ und Ziegelbrücke in Richtung Glarus.

Unglück bei Horgen

Nur zwei Tage nach der Eröffnung senkte sich bei Horgen ein Teil des neu errichteten Bahndamms in den Zürichsee.

Die Strecke zwischen Zürich und Horgen beziehungsweise Wädenswil war dadurch unterbrochen. Reisende wurden zeitweise mit Dampfschiffen über den gesperrten Abschnitt befördert.

Die Kombination aus Eisenbahn und Schiff verlängerte die Reisezeit erheblich. Nach der Reparatur des Bahndamms konnte der durchgehende Zugverkehr wieder aufgenommen werden.

Das Ereignis zeigte, welche geologischen und technischen Schwierigkeiten beim Bau einer Eisenbahn unmittelbar am Seeufer zu bewältigen waren.

Bedeutung für die Gemeinde

Die Eisenbahn veränderte Wirtschaft und Alltag in Richterswil.

Landwirtschaftliche Produkte konnten schneller nach Zürich und in andere Städte transportiert werden. Gleichzeitig wurden Kohle, Maschinen, Baumaterialien und Konsumgüter günstiger in die Gemeinde geliefert.

Auch für die örtliche Industrie war der Bahnhof von grosser Bedeutung. Richterswil besass Textil-, Seiden-, Maschinen- und Lebensmittelbetriebe, die auf leistungsfähige Verkehrsverbindungen angewiesen waren.

Die Eisenbahn erleichterte zudem den täglichen Arbeitsweg. Mit zunehmender Fahrplandichte entwickelte sich Richterswil zu einer Wohngemeinde für Beschäftigte in Wädenswil, Horgen und Zürich.

Übergang an die SBB

Die Schweizerische Nordostbahn wurde 1902 verstaatlicht.

Der Bahnhof Richterswil und die linksufrige Zürichseebahn gingen damit an die neu gegründeten Schweizerischen Bundesbahnen über.

Die SBB erneuerten in den folgenden Jahrzehnten Gleise, Weichen, Signale und Bahnhofsgebäude. Die technischen Anlagen wurden an schwerere, schnellere und längere Züge angepasst.

Ausbau der Strecke

Doppelspur

Die linksufrige Zürichseebahn war zunächst nicht auf ihrer gesamten Länge doppelspurig.

Mit dem Wachstum des Personen- und Güterverkehrs reichten die bestehenden Kreuzungsmöglichkeiten nicht mehr aus. Die Nordostbahn und später die SBB bauten die Strecke deshalb abschnittsweise auf Doppelspur aus.

Der Ausbau im Raum Richterswil erforderte wegen der engen Lage zwischen See, Strasse und Bebauung zusätzliche Aufschüttungen, Stützmauern und Anpassungen der Bahnhofanlage.

Seit dem vollständigen Doppelspurausbau können Züge in beiden Richtungen weitgehend unabhängig voneinander verkehren. Dies bildete eine wichtige Voraussetzung für den heutigen dichten S-Bahn-Fahrplan.

Elektrifizierung

Nach dem Ersten Weltkrieg beschlossen die SBB, ihr Bahnnetz schrittweise zu elektrifizieren.

Die linksufrige Zürichseebahn wurde 1928 in den elektrischen Betrieb einbezogen. Die Strecke erhielt das schweizerische Bahnstromsystem von 15 Kilovolt und 16⅔ Hertz Wechselstrom. Die Frequenz wird heute mit 16,7 Hertz bezeichnet.

Mit der Elektrifizierung verschwanden die Dampflokomotiven schrittweise aus dem regulären Verkehr.

Die elektrische Zugförderung brachte:

  • bessere Beschleunigung;
  • kürzere Fahrzeiten;
  • weniger Rauch und Russ;
  • geringere Abhängigkeit von importierter Kohle;
  • wirtschaftlicheren Vorortsverkehr;
  • grössere Zugleistungen.

Im Bahnhofsbereich mussten Fahrleitungsmasten, elektrische Schaltanlagen und angepasste Signale installiert werden.

Stellwerke und Sicherungsanlagen

Weichen und Signale wurden zunächst mechanisch bedient.

1927 erhielten die Weichen- und Signalstellungen im Bahnhof eine elektrische Beleuchtung. Später wurden die mechanischen Anlagen durch elektrische und schliesslich elektronische Sicherungssysteme ersetzt.

Der Zugverkehr wird heute nicht mehr durch dauerhaft im Bahnhof anwesendes Fahrdienstpersonal gesteuert. Weichen, Signale und Streckenbelegung werden aus einer zentralen Betriebszentrale überwacht.

Aufnahmegebäude

Stationsgebäude zweiter Klasse

Das 1875 errichtete Aufnahmegebäude entspricht einem standardisierten Stationsgebäude der zweiten Klasse der Nordostbahn.

Der Entwurf wird dem Architekten Heinrich Gmelin beziehungsweise der Bauabteilung der Nordostbahn zugeschrieben.[5]

Vergleichbare Gebäude entstanden unter anderem in:

  • Wädenswil;
  • Horgen;
  • Thalwil.

Das zweigeschossige Gebäude besitzt einen annähernd symmetrischen Grundriss und ein weit vorkragendes Dach.

Im Erdgeschoss befanden sich ursprünglich:

  • die Schalterhalle;
  • die Gepäckabfertigung;
  • Büroräume;
  • ein Wartesaal für die erste und zweite Klasse;
  • ein Wartesaal für die dritte Klasse;
  • Diensträume.

Im Obergeschoss waren zwei Wohnungen für Bahnangestellte eingerichtet.

Sommerwartesäle

Auf mehreren Seiten des Gebäudes befinden sich gedeckte Terrassen.

Diese sogenannten Sommerwartesäle ermöglichten den Reisenden, im Freien und trotzdem geschützt auf ihren Zug zu warten. Schmiedeeiserne Geländer begrenzten die Terrassen.

Das weit auskragende Dach wird von gusseisernen Säulen getragen. Gesägte Holzverzierungen an den Dachkanten und weitere dekorative Elemente verleihen dem Gebäude sein charakteristisches Erscheinungsbild.[6]

Die Gestaltung verbindet die funktionalen Anforderungen eines Bahnhofs mit der repräsentativen Architektur des Historismus.

Güterschuppen

Südöstlich beziehungsweise seitlich des Aufnahmegebäudes befindet sich der historische Güterschuppen.

Dort wurden Stückgut, Reisegepäck und kleinere Warenlieferungen abgefertigt. Eine gedeckte Rampe erleichterte das Umladen zwischen Güterwagen und Fuhrwerken.

Zu den über Richterswil transportierten Waren gehörten:

  • landwirtschaftliche Erzeugnisse;
  • Textilien;
  • Kohle;
  • Baustoffe;
  • Maschinen;
  • Lebensmittel;
  • Holz;
  • Post- und Expressgut.

Mit der Verlagerung des örtlichen Güterverkehrs auf die Strasse verlor der Schuppen seine ursprüngliche Funktion.

Toilettengebäude

Zur ursprünglichen Bahnhofanlage gehörte ein separates Toiletten- beziehungsweise Aborthäuschen.

Die Trennung vom Aufnahmegebäude war bei Bahnhofsbauten des 19. Jahrhunderts üblich. Das kleine Gebäude wurde zusammen mit dem Aufnahmegebäude und dem Güterschuppen unter Schutz gestellt.

Remise

Zum Bahnhof gehörten ausserdem eine Lokomotiv- und eine Wagenremise.

Eine Drehscheibe ermöglichte das Wenden von Dampflokomotiven. Mit der Elektrifizierung und der Einführung von Fahrzeugen, die keinen Richtungswechsel durch Drehen benötigten, verloren diese Einrichtungen ihre betriebliche Bedeutung.

Die Gemeinde Richterswil erwarb 2007 eine ehemalige Eisenbahnremise mit der umliegenden Grünfläche von den SBB.[7]

Denkmalschutz

Das Aufnahmegebäude, der Güterschuppen und das historische Toilettenhäuschen wurden 1979 unter Denkmalschutz gestellt.[6]

Die Anlage gilt als bedeutendes Beispiel für die standardisierte Bahnhofsarchitektur der Schweizerischen Nordostbahn.

Ihr Schutzwert beruht auf:

  • der weitgehend erhaltenen äusseren Erscheinung;
  • der typischen Grundrissgestaltung;
  • den gedeckten Terrassen;
  • den gusseisernen Stützen;
  • den Holzverzierungen;
  • dem Ensemble aus Aufnahmegebäude, Güterschuppen und Nebengebäuden;
  • der Bedeutung für die Orts- und Verkehrsgeschichte;
  • der prägenden Lage zwischen Dorf und Zürichsee.

Der Bahnhof dokumentiert den Ausbau des schweizerischen Eisenbahnnetzes während der Hochphase der privaten Bahngesellschaften.

Restaurierung und Brunel Award

Zwischen 1988 und 1990 wurde die historische Bahnhofanlage umfassend restauriert.

Dabei wurden Fassaden, Dächer, Holzarbeiten, Fenster, Türen und weitere historische Bauteile instand gesetzt. Gleichzeitig mussten die Gebäude an zeitgemässe Nutzungs-, Sicherheits- und Komfortanforderungen angepasst werden.

Die Restaurierung orientierte sich am ursprünglichen Erscheinungsbild. Spätere Veränderungen, die den historischen Charakter beeinträchtigten, wurden teilweise entfernt oder zurückhaltend angepasst.

1992 erhielt der Bahnhof einen Brunel Award für herausragende Gestaltung im öffentlichen Eisenbahnverkehr.[1]

Die internationale Auszeichnung würdigte insbesondere die sorgfältige Verbindung von Denkmalschutz, moderner Nutzung und öffentlichem Verkehr.

Der Bahnhof wurde dabei als besonders gelungen renovierte mittelgrosse Station hervorgehoben.

Seestrasse und Personenunterführung

Während der 1980er-Jahre wurde die Seestrasse im Bereich von Richterswil neu angelegt.

Sie verläuft zwischen dem Bahnhofsareal und dem See. Für den Strassenbau und die Neuordnung des Ufergebiets mussten ältere Häuser, Gewerbebauten und Teile historischer Anlagen weichen.

Im Zusammenhang mit den Arbeiten wurde die Erschliessung des Bahnhofs verändert. Eine Personenunterführung verband die Perrons und die Seeseite mit dem Dorfzentrum.

Vor dem Bau der Unterführung mussten Fahrgäste die Gleise teilweise niveaugleich überqueren. Der neue Zugang verbesserte die Sicherheit und ermöglichte den Zugang zu beiden Perrons unabhängig vom Zugverkehr.[6]

Die Seestrasse entlastete andere Bereiche vom Durchgangsverkehr, verstärkte jedoch die räumliche Trennung zwischen Bahnhof und Seeufer.

S-Bahn Zürich

Am 27. Mai 1990 nahm die S-Bahn Zürich ihren Betrieb auf.

Richterswil wurde in das neue Liniennetz integriert und erhielt durchgehende, vertaktete Verbindungen nach Zürich und in weitere Regionen des Kantons.

Die Einführung der S-Bahn brachte:

  • regelmässige Abfahrtszeiten;
  • direkte Verbindungen durch den Zürich Hauptbahnhof;
  • moderne Pendel- und Doppelstockzüge;
  • abgestimmte Anschlüsse an Bus und Schiff;
  • einheitliche Linienbezeichnungen;
  • eine deutliche Verdichtung des Pendlerverkehrs.

Der Bahnhof wird seither fast ausschliesslich von S-Bahn-Zügen bedient. Fernverkehrszüge fahren ohne Halt durch Richterswil.

Perronsanierung 2018

Im Herbst 2018 sanierten die SBB den Perron beim Gleis 1.

Der Perron wurde erhöht, damit Reisende bei geeigneten Fahrzeugen stufenfrei ein- und aussteigen können. Die Arbeiten dauerten von Mitte September bis Ende Oktober 2018.[8]

Neben der Erhöhung wurden Teile der Oberfläche und der Perronausstattung erneuert.

Die Massnahme diente der Umsetzung des schweizerischen Behindertengleichstellungsgesetzes und erleichtert den Zugang für:

  • Personen im Rollstuhl;
  • Reisende mit eingeschränkter Mobilität;
  • ältere Menschen;
  • Personen mit Kinderwagen;
  • Reisende mit schwerem Gepäck.

Bahnanlage

Der Bahnhof besitzt zwei durchgehende Hauptgleise mit jeweils einem seitlichen Aussenperron.

Gleis Übliche Fahrtrichtung Typische Angebote
1 Wädenswil, Thalwil und Zürich S2 Richtung Zürich Flughafen, S8 Richtung Winterthur
2 Pfäffikon SZ und Ziegelbrücke S2 Richtung Ziegelbrücke, S8 Richtung Pfäffikon SZ

Die genaue Gleisbelegung kann bei Bauarbeiten, Störungen oder betrieblichen Änderungen abweichen.

Die Bahnstrecke ist im Bahnhofsbereich doppelspurig. Dadurch sind planmässige Zugkreuzungen ohne besondere Wartezeiten möglich.

Zur Ausstattung der Perrons gehören:

  • Perrondächer;
  • gedeckte Wartebereiche;
  • Sitzgelegenheiten;
  • elektronische Abfahrtsanzeigen;
  • Uhren;
  • Lautsprecheranlagen;
  • Beleuchtung;
  • taktile Sicherheitsmarkierungen;
  • Billettautomaten;
  • Abfallbehälter;
  • Notruf- und Informationseinrichtungen.

Die Personenunterführung verbindet beide Perrons mit dem Dorf und der Seeseite.

Eisenbahnverkehr

Im Fahrplanjahr 2026 halten die Linien S2 und S8 der S-Bahn Zürich in Richterswil. In den Wochenendnächten verkehrt zusätzlich die SN8.[2]

Linie Linienführung Grundangebot
S2 Zürich Flughafen – Zürich Oerlikon – Zürich HB – Zürich Enge – Thalwil – Horgen – Wädenswil – Richterswil – Pfäffikon SZ – Ziegelbrücke grundsätzlich im Halbstundentakt
S8 Winterthur – Effretikon – Wallisellen – Zürich Oerlikon – Zürich HB – Zürich Enge – Thalwil – Horgen – Wädenswil – Richterswil – Pfäffikon SZ grundsätzlich im Halbstundentakt
SN8 Lachen SZ – Pfäffikon SZ – Richterswil – Zürich HB – Stettbach – Uster – Pfäffikon ZH Nachtangebot an Wochenenden und vor Feiertagen

S2

Die S2 verbindet Richterswil direkt mit dem Flughafen Zürich.

In nordwestlicher Richtung fährt sie über Wädenswil, Horgen, Thalwil, Zürich Enge, Zürich Hauptbahnhof und Zürich Oerlikon zum Flughafen.

In südöstlicher Richtung verkehrt sie über Pfäffikon SZ, Lachen und Siebnen-Wangen nach Ziegelbrücke.

In Ziegelbrücke bestehen Anschlüsse in Richtung:

  • Glarus und Linthal;
  • Sargans und Chur;
  • Uznach und St. Gallen.

S8

Die S8 fährt von Richterswil über Wädenswil, Horgen, Thalwil und Zürich nach Winterthur.

Sie benutzt im Zürich Hauptbahnhof die unterirdischen Durchgangsgleise und wird über Zürich Oerlikon, Wallisellen und Effretikon nach Winterthur geführt.

In südöstlicher Richtung endet die S8 in Pfäffikon SZ.

Die S8 verbindet Richterswil ohne Umsteigen mit mehreren bedeutenden Arbeits-, Bildungs- und Einkaufszentren.

Angebotsdichte

Da sowohl die S2 als auch die S8 grundsätzlich im Halbstundentakt verkehren, bestehen zwischen Richterswil und Zürich meist vier Verbindungen pro Stunde.

Die Abfahrten sind nicht in jedem Zeitraum exakt im Viertelstundentakt verteilt. Insgesamt ergibt sich jedoch ein dichtes Angebot.

Die Fahrzeit beträgt ungefähr:

  • fünf Minuten nach Wädenswil;
  • rund zehn Minuten nach Pfäffikon SZ;
  • rund 25 bis 30 Minuten nach Zürich Hauptbahnhof;
  • ungefähr 45 Minuten zum Flughafen Zürich;
  • rund eine Stunde nach Winterthur.

Die genauen Fahrzeiten unterscheiden sich je nach Linie, Tageszeit und Zwischenhalten.

Nachtverkehr

In den Nächten auf Samstag und Sonntag sowie vor allgemeinen Feiertagen wird Richterswil durch die Nacht-S-Bahn SN8 bedient.

Sie ermöglicht späte Verbindungen zwischen dem oberen Zürichsee, Zürich und dem Zürcher Oberland.

Der Nachtbus N29 verbindet den Bahnhof mit Gebieten südöstlich von Richterswil und mit Pfäffikon SZ.[2]

Das Nachtangebot ergänzt die regulären Tageslinien. Es gilt der normale ZVV- beziehungsweise Z-Pass-Tarif; ein besonderer Nachtzuschlag wird im ZVV nicht mehr erhoben.

Busverkehr

Die Bushaltestellen liegen auf der Dorfseite beim Aufnahmegebäude.

Im Fahrplanjahr 2026 verkehren folgende Linien:[2]

Linie Hauptziel Funktion
170 Samstagern, Bahnhof Erschliessung der höher gelegenen Quartiere und Verbindung zur Südostbahn
175 Wollerau, Erlenmatte Regionale Verbindung nach Wollerau
176 Wollerau, Roos Erschliessung weiterer Gebiete von Wollerau und Freienbach
N29 Pfäffikon SZ, Bahnhof Nachtverbindung in Richtung Kanton Schwyz

Linie 170

Die Linie 170 verbindet den Bahnhof Richterswil mit Samstagern.

Sie erschliesst Wohngebiete oberhalb des Dorfzentrums und stellt am Bahnhof Samstagern Anschlüsse an die Züge der Schweizerischen Südostbahn her.

Von Samstagern bestehen Bahnverbindungen nach:

  • Wädenswil;
  • Einsiedeln;
  • Biberbrugg;
  • Rapperswil;
  • Arth-Goldau.

Linien 175 und 176

Die Linien 175 und 176 führen über die Kantonsgrenze in das Gebiet von Wollerau.

Sie ergänzen die Bahnverbindungen und erschliessen Wohn- und Gewerbegebiete, die nicht unmittelbar an einer Bahnstation liegen.

Die Fahrpläne sind nach Möglichkeit auf die S-Bahn-Ankünfte und -Abfahrten abgestimmt.

Verbindung zur Schifffahrt

Die Schiffstation Richterswil liegt wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

Die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft bedient Richterswil im saisonalen Linienverkehr. Je nach Fahrplan bestehen Schiffsverbindungen unter anderem nach:

  • Wädenswil;
  • Stäfa;
  • Männedorf;
  • Rapperswil;
  • Horgen;
  • Thalwil;
  • Zürich.

Auf den fahrplanmässigen Schiffskursen gelten ZVV-Fahrausweise für die entsprechenden Tarifzonen.[9]

Die Nähe von Bahn und Schiff ermöglicht Rundreisen und kombinierte Ausflüge entlang des Zürichsees.

Tarif

Der Bahnhof Richterswil liegt in der ZVV-Tarifzone 153.[10]

Die Zone umfasst Richterswil, Samstagern, Schönenberg und angrenzende Gebiete.

Für Fahrten innerhalb des ZVV gilt ein Zonentarif. Ein gültiger Verbundfahrausweis erlaubt während seiner zeitlichen Gültigkeit beliebige Fahrten mit den einbezogenen Verkehrsmitteln in den gelösten Zonen.

Dazu gehören:

  • Bahn;
  • Bus;
  • Tram;
  • fahrplanmässige Schiffe;
  • einzelne Seilbahnen.

Die Stadtzone Zürich 110 wird tariflich doppelt gezählt, da sie über ein besonders dichtes öffentliches Verkehrsangebot verfügt.

Fahrten über Pfäffikon SZ hinaus führen in das Gebiet des Tarifverbunds Schwyz. Dafür werden Z-Pass- oder nationale Billette angeboten.

Ausstattung und Dienstleistungen

Der Bahnhof besitzt kein vollwertiges bedientes SBB-Reisezentrum.

Billette können über folgende Kanäle erworben werden:

  • Billettautomaten;
  • SBB Mobile;
  • SBB.ch;
  • ZVV-App;
  • weitere elektronische Vertriebssysteme.

Im Aufnahmegebäude und im unmittelbaren Bahnhofsumfeld befinden sich verschiedene Geschäfte und Dienstleistungen.

Dazu gehören:

  • ein Avec-Lebensmittelgeschäft;
  • ein Blumengeschäft;
  • ein Kosmetik- beziehungsweise Schönheitsbetrieb;
  • Gastronomie- und weitere Dienstleistungsangebote;
  • SBB-WLAN;
  • P+Rail;
  • Mobility Carsharing.[11]

Die Geschäfte im Bahnhof verfügen teilweise über längere Öffnungszeiten als gewöhnliche Detailhandelsbetriebe.

Velo- und Autoverkehr

Beim Bahnhof bestehen 63 überdachte Veloabstellplätze.[11]

Die P+Rail-Anlage umfasst:

Einrichtung Anzahl
Reguläre P+Rail-Parkplätze 132
Behindertenparkplätze 2
Überdachte Veloabstellplätze 63

Die Parkplätze dienen vor allem Pendlerinnen und Pendlern aus höher gelegenen Ortsteilen und den umliegenden Gemeinden.

Ein Mobility-Carsharing-Standort ergänzt das Angebot.

Wegen der zentralen Lage und der begrenzten Fläche im Seeuferbereich bestehen Nutzungskonflikte zwischen:

  • Bahnverkehr;
  • Busverkehr;
  • Autoverkehr;
  • Veloabstellung;
  • Fussverkehr;
  • Freizeitnutzungen am See.

Hindernisfreiheit

Beide Perrons sind über die Personenunterführung erreichbar.

Der 2018 erhöhte Perron bei Gleis 1 ermöglicht mit modernen Niederflur- oder Doppelstockzügen einen weitgehend stufenfreien Einstieg.

Taktile Markierungen entlang der Perronkanten unterstützen sehbehinderte Reisende.

Die Zugänglichkeit kann je nach:

  • eingesetztem Fahrzeug;
  • Türposition;
  • Perronabschnitt;
  • persönlicher Mobilität

unterschiedlich sein.

Aktuelle Angaben zur Barrierefreiheit einzelner Verbindungen werden im Online-Fahrplan der SBB angezeigt.

Güterverkehr

Der Bahnhof besass früher umfangreichere Anlagen für den örtlichen Güterverkehr.

Neben dem Güterschuppen bestanden:

  • Ladegleise;
  • Freiverladeflächen;
  • Abstellgleise;
  • eine Drehscheibe;
  • eine Lokomotivremise;
  • eine Wagenremise;
  • Anschlussgleise zu örtlichen Betrieben.

Die Bahn transportierte während der Industrialisierung grosse Mengen an Kohle, Textilien, Maschinen, Baustoffen und Lebensmitteln.

Mit der Verlagerung des Stückgutverkehrs auf die Strasse verloren diese Anlagen an Bedeutung. Die meisten Nebengleise wurden zurückgebaut.

Heute wird Richterswil praktisch ausschliesslich im Personenverkehr genutzt. Güter-, Bau- und Dienstzüge können den Bahnhof ohne Halt durchfahren.

Bedeutung für die Ortsentwicklung

Der Bau der Eisenbahn veränderte die räumliche Entwicklung Richterswils.

Das Gebiet zwischen dem alten Dorfkern und dem Bahnhof wurde zunehmend bebaut. Entlang der Zufahrtsstrassen entstanden:

  • Gasthäuser;
  • Geschäfte;
  • Wohnhäuser;
  • Gewerbebetriebe;
  • Lagergebäude;
  • öffentliche Einrichtungen.

Die Bahn verbesserte die Erreichbarkeit Zürichs und förderte die Entwicklung zur Pendlergemeinde.

Die starke Wohnbautätigkeit des 20. Jahrhunderts wäre ohne die guten öffentlichen Verkehrsverbindungen kaum in gleicher Form möglich gewesen.

Heute bildet der Bahnhof einen der wichtigsten öffentlichen Räume der Gemeinde. Er ist zugleich:

  • Verkehrsknoten;
  • Eingang zum Dorfzentrum;
  • Verbindung zum See;
  • Einkaufs- und Dienstleistungsstandort;
  • Ausgangspunkt für Freizeitaktivitäten.

Wirtschaftliche Bedeutung

Für Berufspendlerinnen und Berufspendler bietet der Bahnhof direkte Verbindungen zu bedeutenden Arbeitszentren.

Dazu gehören:

  • Wädenswil;
  • Horgen;
  • Thalwil;
  • Zürich;
  • Flughafen Zürich;
  • Winterthur;
  • Pfäffikon SZ.

Die Bahn ermöglicht den Zugang zu Hochschulen, Schulen, Spitälern, Einkaufszentren und Behörden entlang der beiden S-Bahn-Linien.

Die gute Erreichbarkeit stärkt Richterswil als Wohn- und Wirtschaftsstandort.

Auch die Geschäfte und Gastronomiebetriebe im Bahnhofsumfeld profitieren von den regelmässigen Passantenfrequenzen.

Touristische Bedeutung

Der Bahnhof ist ein Ausgangspunkt für Ausflüge am Zürichsee und in die Hügellandschaft zwischen Zürichsee und Sihlsee.

Zu den erreichbaren Zielen gehören:

  • der historische Dorfkern von Richterswil;
  • die Seeanlage;
  • der Hafen;
  • das Strandbad;
  • der Hornpark;
  • der Seeuferweg nach Wädenswil;
  • die Burgruine Alt-Wädenswil;
  • Samstagern;
  • Schönenberg;
  • Hütten;
  • der Hüttnersee;
  • die Halbinsel Au;
  • Pfäffikon SZ;
  • Rapperswil.

Die Kombination aus S-Bahn, Bus und Schiff ermöglicht zahlreiche Rundwanderungen und Tagesausflüge.

Der Bahnhof besitzt wegen seiner historischen Architektur selbst touristischen und kulturgeschichtlichen Wert.

Würdigung

Der Bahnhof Richterswil verbindet ein historisch bedeutendes Gebäudeensemble mit einem leistungsfähigen modernen S-Bahn-Angebot.

Seine besondere Bedeutung ergibt sich aus:

  • der Erhaltung eines Nordostbahn-Stationsgebäudes zweiter Klasse;
  • dem Ensemble mit Güterschuppen und Nebengebäuden;
  • der Lage unmittelbar am Zürichsee;
  • der Geschichte der linksufrigen Zürichseebahn;
  • der denkmalgerechten Restaurierung;
  • der Auszeichnung mit dem Brunel Award;
  • seiner Rolle als Bahn- und Busknoten;
  • seiner Bedeutung für die Siedlungsentwicklung Richterswils.

Die Anlage zeigt, wie ein Bahnhof des 19. Jahrhunderts an die Anforderungen des modernen Regionalverkehrs angepasst werden kann, ohne seinen historischen Charakter vollständig zu verlieren.

Siehe auch

Literatur

  • Reni Bircher
Der Bahnhof Richterswil im Wandel der Zeit, Richterswil.
  • Adolf Attinger
Aus der Ortsgeschichte von Richterswil, Band 5, Richterswil1977.
  • Hans G. Wägli
Schienennetz Schweiz. AS Verlag, Zürich2010. ISBN 978-3-909111-74-9.
  • Hans G. Wägli
Bahnprofil Schweiz. AS Verlag, Zürich2010. ISBN 978-3-909111-85-8.
  • Werner Stutz
Bahnhöfe der Schweiz von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. Orell Füssli, Zürich1983. ISBN 3-280-01405-0.
  • Verein 150 Jahre Linksufrige Zürichseebahn (Hrsg.)
150 Jahre Linksufrige Zürichseebahn2025(abgerufen am 3. August 2026).

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Bahnhof SBB Richterswil. Hrsg.: Gemeinde Richterswil. Abgerufen am 3. August 2026.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Haltestellen- und Linienfahrpläne Richterswil. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 3. August 2026.
  3. Richterswil bekam einen Bahnhof. Hrsg.: Verein 150 Jahre Linksufrige Zürichseebahn. Abgerufen am 3. August 2026.
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47,208356° N, 8,707420° E

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