Bahnhof Bauma
| Bahnhof Bauma | |
|---|---|
| Ort | Bauma |
| Kanton | Zürich |
| Bezirk | Pfäffikon |
| Eigentümerin | Schweizerische Bundesbahnen; Teile der Museumsbahnanlage im Eigentum beziehungsweise Baurecht des DVZO |
| Eröffnung | 1875 |
| Bahnhofstyp | Trennungs- und Museumsbahnhof |
| Bahnstrecken | Tösstalbahn; ehemalige Uerikon-Bauma-Bahn |
| Bahnsteiggleise | 1 im regulären Personenverkehr; zusätzliche Museumsgleise |
| Spurweite | 1435 mm |
| Stromsystem | 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom |
| Höhe | 639,3 m ü. M. |
| Betriebsstellenkürzel | BMA |
| IBNR | 8503134 |
| S-Bahn-Linie | S26 |
| Nachtverkehr | Nachtbuslinien N82 und N87 |
| Verkehrsverbund | Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) |
| Tarifzone | 171 |
| Historische Nutzung | Ausgangspunkt der Museumsbahn Bauma–Bäretswil–Hinwil |
Der Bahnhof Bauma ist ein Bahnhof in der politischen Gemeinde Bauma im Kanton Zürich. Er liegt an der Tösstalbahn zwischen Winterthur und Rüti ZH und bildet den Ausgangspunkt der teilweise als Museumsbahn erhaltenen ehemaligen Uerikon-Bauma-Bahn. Im regulären Personenverkehr wird der Bahnhof von der Linie S26 der Zürcher S-Bahn bedient. Regional- und Ortsbuslinien verbinden ihn mit Wetzikon, Pfäffikon ZH, Wald, Rüti, Sternenberg und weiteren Ortschaften des Zürcher Oberlands.[1]
Der 1875 eröffnete Bahnhof war zunächst Endpunkt der Strecke von Winterthur und entwickelte sich nach der Verlängerung nach Wald sowie der Eröffnung der Uerikon-Bauma-Bahn zu einem regionalen Eisenbahnknoten. Zum Bahnhofensemble gehören ein historisches Aufnahmegebäude, die frühere Lokomotivremise der Tösstalbahn, mehrere Museumsbahngleise und eine wiederaufgebaute Perronhalle des ersten Basler Centralbahnhofs von 1860.[2]
Bauma ist einer der wichtigsten Betriebsstandorte des Dampfbahn-Vereins Zürcher Oberland (DVZO). Der Verein stationiert hier betriebsfähige Dampflokomotiven, wartet historische Fahrzeuge und führt Museumszüge über Neuthal und Bäretswil nach Hinwil. Die umfangreichen historischen Anlagen machen Bauma zu einem bedeutenden Zentrum der schweizerischen Eisenbahn- und Industriekultur.[3]
Lage
Der Bahnhof befindet sich im Hauptort Bauma auf der rechten Seite der Töss. Die Gleisanlagen liegen zwischen der Bahnhofstrasse und dem Fluss. Das historische Dorfzentrum mit der reformierten Kirche, dem Gemeindehaus und mehreren Geschäften befindet sich südlich und südwestlich des Bahnhofs.
Die Tösstalbahn verläuft im Bahnhofbereich ungefähr von Nordwesten nach Südosten. In nordwestlicher Richtung führt sie über Saland, Wila, Turbenthal, Rämismühle-Zell und Winterthur Seen nach Winterthur. Südöstlich verläuft sie über Steg, Fischenthal, Gibswil, Wald und Tann-Dürnten nach Rüti ZH.
Am südöstlichen Bahnhofskopf zweigt die ehemalige Uerikon-Bauma-Bahn ab. Sie gewinnt unmittelbar nach der Ausfahrt stark an Höhe und führt über das Böhlviadukt, Neuthal und Bäretswil nach Hinwil. Der Abschnitt Bauma–Bäretswil befindet sich im Eigentum des DVZO, während der anschliessende Abschnitt bis Hinwil weiterhin zur Infrastruktur der SBB gehört.[4]
Der Bahnhof liegt auf 639,3 Metern über Meer. Die Lage in einem engen Talraum zwischen Töss, Kantonsstrasse und ansteigenden Hängen begrenzt die Möglichkeiten für eine räumliche Erweiterung.
Geschichte
Verkehr im oberen Tösstal vor dem Eisenbahnbau
Das obere Tösstal war bis ins frühe 19. Jahrhundert verkehrstechnisch nur schwach erschlossen. Zwischen Winterthur und Bauma bestand lange keine durchgehende Talstrasse. Fuhrwerke mussten teilweise das breite und bei Hochwasser gefährliche Flussbett der Töss benutzen.
1834 und 1835 entstand eine moderne Strasse von Winterthur nach Bauma. Wenige Jahre später wurde auch die Verbindung über Wetzikon und Oetwil ausgebaut. Im Jahr 1835 erhielt Bauma ein Postbüro und eine Postkutschenverbindung nach Winterthur.[5]
Mit der Industrialisierung stieg der Verkehrsbedarf erheblich. Entlang der Töss und ihrer Nebenbäche entstanden Spinnereien, Webereien, Giessereien und mechanische Werkstätten. Die Betriebe benötigten Kohle, Baumwolle, Metalle, Maschinen und Baumaterialien. Fertige Textilien und industrielle Erzeugnisse mussten in die Städte und zu den Exportmärkten transportiert werden.
Die bestehenden Strassen konnten diese Aufgaben nur unzureichend erfüllen. Fabrikanten, Gemeinden und politische Vertreter des Tösstals setzten sich deshalb für den Bau einer Eisenbahn ein.
Gründung der Tösstalbahn
Die Tösstalbahn wurde als regionale Privatbahn geplant. An ihrer Finanzierung beteiligten sich Gemeinden, Unternehmer und private Investoren. Für viele beteiligte Gemeinden bedeutete die Zeichnung von Aktien und die Gewährung finanzieller Beiträge eine erhebliche Belastung.
Die Bahn sollte zunächst Winterthur mit Bauma verbinden. Langfristig war eine Fortsetzung nach Wald und Rüti vorgesehen. Von dort bestand Anschluss an die Strecke Zürich–Rapperswil der Vereinigten Schweizerbahnen.
Der Bahnhof Bauma wurde von Beginn an als grösserer End- und Betriebsbahnhof geplant. Neben dem Aufnahmegebäude entstanden eine Lokomotivremise, Wasseranlagen, Werkstätten, Gütergleise und weitere betriebliche Einrichtungen.
Eröffnung im Jahr 1875
Die Strecke Winterthur–Bauma wurde 1875 eröffnet. Bauma war zunächst Endstation der Tösstalbahn.[5]
Die neue Verbindung verkürzte die Reise- und Transportzeiten erheblich. Industrieunternehmen konnten Rohstoffe und Brennstoffe kostengünstiger beziehen und ihre Erzeugnisse schneller versenden. Gleichzeitig erhielten die Bewohner des oberen Tösstals einen besseren Zugang zu Winterthur und zum übrigen schweizerischen Eisenbahnnetz.
Als Endbahnhof benötigte Bauma Einrichtungen zum Abstellen, Versorgen und Wenden der Dampflokomotiven. Die zweigleisige Lokomotivremise wurde unmittelbar beim Bahnhof errichtet. Ein grosser eiserner Behälter nahm das Wasser für die Dampflokomotiven auf.[2]
Das Aufnahmegebäude entstand nach einer standardisierten Bauart für Stationen erster Klasse. Ähnliche Gebäude wurden auch an Strecken der mit der Tösstalbahn politisch und wirtschaftlich verbundenen Schweizerischen Nationalbahn errichtet.
Verlängerung nach Wald
Bereits 1876 wurde die Tösstalbahn von Bauma über Steg, Fischenthal und Gibswil nach Wald verlängert.[5]
Die Strecke folgt dem stark gewundenen oberen Tösstal. Zahlreiche Einschnitte, Dämme, Brücken und Stützmauern waren erforderlich. Ihre Unterhaltung blieb während der gesamten Geschichte der Bahn aufwendig.
In Wald traf die Tösstalbahn auf die Wald-Rüti-Bahn. Zunächst waren die betrieblichen Verhältnisse zwischen den verschiedenen Bahngesellschaften kompliziert. Reisende mussten teilweise umsteigen, obwohl die Strecken im selben Bahnhof zusammenliefen.
Erst nach späteren organisatorischen Veränderungen entstand ein durchgehender Betrieb zwischen Winterthur, Bauma, Wald und Rüti.
Bauma als Betriebszentrum
Bauma entwickelte sich zum wichtigsten Betriebszentrum der Tösstalbahn. Im Bahnhof arbeiteten Stationsbeamte, Rangierpersonal, Lokomotivführer, Heizer, Kondukteure, Bahnmeister und Unterhaltsarbeiter.
Die Lokomotivremise diente der Unterbringung und Versorgung der Dampflokomotiven. Ein Vorratstank mit einem Fassungsvermögen von mehr als 20 Kubikmetern sammelte Quellwasser für den Bahnbetrieb.[2]
Der Güterverkehr war für die Tösstalbahn besonders wichtig. Die Bahn transportierte:
- Baumwolle und Textilwaren;
- Kohle und andere Brennstoffe;
- Maschinen und Metallwaren;
- Holz;
- landwirtschaftliche Produkte;
- Vieh;
- Baumaterialien;
- Post- und Stückgüter.
Bauma besass einen Güterschuppen, Freiverladeflächen, Rampen und mehrere Rangiergleise. Ein Teil der Waren wurde direkt auf Strassenfuhrwerke umgeladen und in die umliegenden Täler und Höhengebiete weitertransportiert.
Uerikon-Bauma-Bahn
Der Eisenbahnpionier und Industrielle Adolf Guyer-Zeller plante gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine direkte Bahnverbindung vom Zürichsee über das Zürcher Oberland nach Bauma. Die Strecke sollte seine Textilbetriebe im Neuthal erschliessen und eine Verbindung zwischen den bestehenden Bahnlinien am Zürichsee und im Tösstal schaffen.
Die Konzession wurde 1895 erteilt. Die Bauarbeiten begannen 1899. Guyer-Zeller erlebte die Fertigstellung nicht mehr; er starb im April 1899.
Am 30. Mai 1901 wurde die Uerikon-Bauma-Bahn offiziell eröffnet. Sie führte von Uerikon über Hombrechtikon, Bubikon, Hinwil, Bäretswil und Neuthal nach Bauma.[6]
Bauma wurde dadurch zum Trennungs- und Umsteigebahnhof. Die Züge der Uerikon-Bauma-Bahn endeten in einer eigenen Gruppe von Kopfgleisen südlich beziehungsweise östlich der durchgehenden Gleise der Tösstalbahn.
Die Einfahrt aus Richtung Neuthal war technisch anspruchsvoll. Die Strecke überwindet unmittelbar oberhalb des Bahnhofs eine Steigung von bis zu 29,2 Promille. Zu den bedeutenden Bauwerken gehören der Holderbaumdamm, das Böhlviadukt, die Weissenbachbrücke und das Neuthalviadukt.[7]
Verstaatlichung der Tösstalbahn
Die Tösstalbahn wurde 1918 verstaatlicht und in das Netz der Schweizerischen Bundesbahnen eingegliedert.[8]
Die SBB hoben Bauma als eigenständiges Lokomotivdepot auf. Die frühere Remise wurde fortan hauptsächlich von der Bahnmeisterei genutzt. Um zusätzliche Räume für Personal, Werkstätten und Geräte zu schaffen, wurde das Gebäude mehrfach verlängert.
Der Bahnmeister von Bauma war mit einer Mannschaft von zeitweise 15 bis 20 Personen für die Unterhaltung der Strecke zwischen Winterthur-Grüze und Gibswil verantwortlich. Die Arbeiten erfolgten weitgehend von Hand und umfassten Gleisbau, Entwässerung, Böschungspflege, Brückenunterhalt und die Beseitigung von Schäden nach Unwettern.[2]
Reorganisation der Uerikon-Bauma-Bahn
Die Uerikon-Bauma-Bahn litt während ihrer gesamten Geschichte unter einer ungünstigen Linienführung und zu geringen Einnahmen. Mehrere Anschlüsse waren schlecht aufeinander abgestimmt, und die Bahn konnte ihre ursprüngliche Funktion als regionale Querverbindung nur teilweise erfüllen.
Das Zürcher Stimmvolk genehmigte 1946 eine Reorganisation der kantonalen Nebenbahnen. Die SBB übernahmen 1947 den Abschnitt Hinwil–Bäretswil–Bauma und elektrifizierten ihn.[6]
Der übrige Teil der Uerikon-Bauma-Bahn wurde 1948 stillgelegt. Zwischen Uerikon und Hinwil verschwanden grosse Teile der Gleisanlagen. Auf dem Abschnitt Hinwil–Bauma führten die SBB dagegen den Personen- und Güterverkehr weiter.
Die Bahnmeisterei Bauma übernahm nach der Eingliederung der Strecke zusätzliche Unterhaltsaufgaben. Die Lokomotivremise wurde deshalb ein weiteres Mal verlängert und erhielt ihre heutige Grösse.[2]
Elektrifizierung der Tösstalbahn
Die Tösstalbahn wurde 1951 auf elektrischen Betrieb umgestellt.[8]
Die Elektrifizierung ersetzte die Dampflokomotiven im regulären Personen- und Güterverkehr. Elektrische Triebfahrzeuge ermöglichten schnellere Fahrten, kürzere Wendezeiten und einen wirtschaftlicheren Betrieb.
Für die Fahrleitung und die neuen Gleisanlagen musste der Bahnhof umgebaut werden. Die frühere zwölf Meter lange Drehscheibe gegenüber dem Aufnahmegebäude wurde entfernt. Ein zusätzliches Gleis entstand, während die Zahl der Kopfgleise der früheren Uerikon-Bauma-Bahn reduziert wurde.[2]
Trotz der Elektrifizierung blieb Bauma ein personalintensiver Bahnhof. Noch in den 1960er-Jahren arbeiteten nach Angaben des DVZO mehr als 40 Eisenbahnerinnen und Eisenbahner im Bahnhof und in den zugehörigen Dienststellen.[2]
Einstellung des Personenverkehrs nach Hinwil
Der Personenverkehr zwischen Bauma und Hinwil konnte gegen die zunehmende Konkurrenz des Strassenverkehrs nicht bestehen. Am 1. Juni 1969 stellten die SBB den regulären Personenverkehr auf dieser Strecke ein.[6]
Buslinien übernahmen die Verbindung zwischen Bauma, Bäretswil, Hinwil und Wetzikon. Der Güterverkehr zwischen Hinwil und Bäretswil blieb zunächst bestehen.
Der Abschnitt Bäretswil–Bauma wurde nicht sofort abgebrochen. Strategische Überlegungen des Militärs und die Möglichkeit einer späteren Nutzung trugen dazu bei, dass die Gleisanlagen erhalten blieben.
Entstehung des Dampfbahn-Vereins
Am 25. Januar 1969 wurde der Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland gegründet. Ziel war die Erhaltung historischer Eisenbahnfahrzeuge und die Durchführung von Dampfzügen im Zürcher Oberland.[6]
Der Verein übernahm zunächst mehrere Dampflokomotiven und Wagen. Seit 1972 konnten einzelne Fahrzeuge in der früheren Lokomotivremise Bauma untergebracht werden.
Am 6. Mai 1978 nahm der DVZO den Museumsbahnbetrieb auf. Ab 1979 verkehrten die historischen Züge auf der gesamten Strecke zwischen Bauma und Hinwil.[6]
Bauma wurde zum betrieblichen Mittelpunkt der Museumsbahn. Hier werden die Dampflokomotiven angeheizt, Züge zusammengestellt und die meisten Fahrdienste begonnen oder beendet.
Aufhebung der Bahnmeisterei
Im Zuge der Rationalisierung des Bahnbetriebs hoben die SBB 1988 die Bahnmeisterei Bauma auf. Die frühere Lokomotivremise verlor damit ihre letzte reguläre betriebliche Aufgabe.[2]
Der DVZO mietete zunächst eines der beiden Remisengleise und richtete Werkstätten und Lagerräume ein. Später nutzte der Verein praktisch das gesamte Gebäude.
Im Jahr 2001 übernahm der DVZO die Remise im Baurecht. Seitdem ist der Verein alleiniger Nutzer der Liegenschaft. Die Fassaden wurden 2005 teilweise saniert.
Übernahme der Museumsbahnstrecke
Die SBB verkauften dem DVZO im Jahr 2000 den Abschnitt von Bauma bis Bäretswil für einen symbolischen Franken.[6]
Der Verein wurde damit Eigentümer einer rund 5,5 Kilometer langen normalspurigen Bahnstrecke mit Brücken, Dämmen, Einschnitten, Bahnübergängen und der Station Neuthal. Der Abschnitt Bäretswil–Hinwil blieb im Eigentum der SBB und wird vom DVZO im Netzzugang befahren.
Die Übernahme bedeutete für den Verein erhebliche langfristige Verpflichtungen. Der DVZO muss die eigene Infrastruktur nach den eisenbahnrechtlichen Vorgaben unterhalten und betreiben.
Brand des Güterschuppens
Der 1901 errichtete Güterschuppen wurde in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2006 durch einen Brand zerstört.[2]
Der hölzerne Hallenteil brannte vollständig nieder. Im gemauerten Gebäudeteil hatten sich früher ein Aufenthaltsraum für das Bahnhofspersonal und die Lampisterie befunden.
Mit dem Verlust des Güterschuppens verschwand ein wichtiger Bestandteil des historischen Bahnhofensembles. Die für den Museumsbahnbetrieb benötigten Lager- und Aufenthaltsräume mussten teilweise durch andere Gebäude ersetzt werden.
Historische Bahnhofhalle
Der DVZO suchte seit den 2000er-Jahren nach einer Möglichkeit, die historischen Züge in Bauma wettergeschützt abzustellen und den Reisenden einen angemessenen Einsteigebereich zu bieten.
Die SBB überliessen dem Verein eine historische Perronhalle, die ursprünglich zum ersten Basler Centralbahnhof gehört hatte. Der Architekt Ludwig Maring hatte die Halle entworfen; sie war 1860 in Betrieb genommen worden.[2]
Beim Bau des heutigen Bahnhofs Basel SBB wurde die Halle zu Beginn des 20. Jahrhunderts abgetragen. Eine der beiden ursprünglichen Hallen gelangte nach Olten, wo sie mehr als hundert Jahre als Teil einer SBB-Werkstätte und als Lagerhalle diente.
Am 20. März 2009 wurde die Halle offiziell an den DVZO übergeben. Sie wurde in Olten zerlegt, restauriert und nach Bauma transportiert.
Bereits im Winter 2009/2010 baute der Verein seine Kopfgleise und den Museumsbahnperron vollständig um. Gleise und Perron wurden so angeordnet, dass sie der historischen Hallengeometrie entsprachen.[9]
Die restaurierte Halle wurde 2015 eingeweiht. Sie erfüllt wieder ihre ursprüngliche Funktion als Perron- und Bahnhofhalle. Gleichzeitig schützt sie historische Fahrzeuge und dient bei Veranstaltungen als überdachter Aufenthaltsbereich.
Umbau und Fernsteuerung
Die SBB bauten den regulären Bahnhofbereich zwischen 2013 und 2015 grundlegend um. Ziel war die Fernsteuerung der Sicherungsanlagen und die Anpassung des Personenverkehrs an moderne betriebliche Anforderungen.
Von den früher mehreren Personenperrons blieb im SBB-Bereich ein Bahnsteig für den regulären Personenverkehr. Ein zusätzliches durchgehendes Gleis dient Dienst- und Durchfahrten ohne planmässigen Fahrgastwechsel.[2]
Mehrere Weichen und Gleise wurden entfernt oder neu angeschlossen. Die Verbindung zwischen dem regulären Bahnhof und dem Depotareal veränderte sich erheblich. Der bisherige Strassenzugang zur Lokomotivremise wurde aufgehoben.
Die Sicherungsanlage ging in die Fernsteuerung über. Das Aufnahmegebäude wurde 2015 innen umfassend saniert und neu genutzt. Die früheren Fahrdienstaufgaben werden seither nicht mehr durch örtliches Personal wahrgenommen.[2]
Schliessung des Reisezentrums
Die SBB schlossen das bediente Reisezentrum in Bauma auf den 1. Januar 2025. Der Bahnhof wurde in eine Station mit Selbstbedienung umgewandelt.[10]
Billette sind seither am Automaten, über digitale Verkaufskanäle oder telefonisch erhältlich. Im Bahnhofbereich bestehen weiterhin ein Convenience-Geschäft und öffentliche Toiletten.[11]
Bahnhofsanlage
Die Bahnhofsanlage gliedert sich in den Bereich der SBB für den regulären Bahnverkehr und den Museumsbahnbereich des DVZO.
SBB-Bereich
Der reguläre Personenverkehr wird über das Gleis 1 abgewickelt. Dieses besitzt einen Seitenperron beim Aufnahmegebäude.
Die Züge in Richtung Winterthur und Rapperswil benutzen dasselbe Perrongleis. Da die Tösstalbahn im Raum Bauma weitgehend eingleisig ist, werden Zugskreuzungen hauptsächlich an anderen Stationen oder über betriebliche Gleise abgewickelt.
Ein zusätzliches Gleis besitzt im heutigen Regelbetrieb keinen öffentlichen Perron. Es kann für Dienst-, Überführungs- und betriebliche Fahrten verwendet werden.
Der reguläre Perron verfügt über:
- einen überdachten Wartebereich;
- Sitzgelegenheiten;
- einen Billettautomaten;
- elektronische Fahrgastinformationen;
- Beleuchtung;
- Lautsprecheranlagen;
- taktile Sicherheitsmarkierungen.
Nach den Angaben des ZVV ist beim Einstieg in die auf der S26 eingesetzten Züge je nach persönlicher Mobilität Unterstützung durch das Personal erforderlich.[12]
Museumsbahnhof
Der Museumsbahnhof liegt südöstlich des regulären Perrons. Mehrere Kopfgleise enden unter beziehungsweise neben der historischen Bahnhofhalle.
Die Kopfgleise dienen:
- der Bereitstellung historischer Personenzüge;
- dem Ein- und Ausstieg der Fahrgäste;
- dem Abstellen von Wagen;
- Rangierbewegungen;
- der Präsentation historischer Fahrzeuge;
- Sonderveranstaltungen.
Der Museumsbahnperron wurde 2009 und 2010 vollständig neu gebaut. Seit der Fertigstellung der historischen Halle bietet er einen weitgehend wettergeschützten Zugang zu den Museumszügen.
Die Museumsbahnfahrten sind nicht Bestandteil des regulären ZVV-Grundangebots. Für sie gelten besondere Fahrpläne, Tarife und Beförderungsbedingungen des DVZO.
Aufnahmegebäude
Das Aufnahmegebäude stammt aus der Eröffnungszeit der Tösstalbahn. Es entspricht einer standardisierten Bauart erster Klasse, wie sie auch bei verschiedenen Bahnhöfen der Schweizerischen Nationalbahn verwendet wurde.[2]
Der mehrgeschossige Bau besitzt eine symmetrisch gegliederte Fassade und ein weit vorkragendes Dach. Historisch enthielt er:
- Schalter- und Diensträume;
- Wartesäle;
- Gepäckabfertigung;
- Büros;
- Wohnungen für Stationspersonal;
- Räume für Fahrdienst und Verwaltung.
Nach der Einführung der Fernsteuerung wurden die Innenräume 2015 grundlegend saniert und umgestaltet. Die früheren bahnbetrieblichen Räume sind heute überwiegend privat oder gewerblich vermietet.
Das Gebäude ist im Inventar der schutzwürdigen Bauten des Kantons Zürich verzeichnet.[13]
Lokomotivremise
Die zweigleisige Lokomotivremise wurde 1875 für die Tösstalbahn gebaut. Sie war ursprünglich kürzer und bot Platz für ungefähr vier kleine Dampflokomotiven.[2]
Im Innern befand sich der eiserne Wasservorratsbehälter für die Lokomotiven. Eigene Anheizkamine ermöglichten das Anfeuern der Dampflokomotiven innerhalb des Gebäudes.
Nach der Verstaatlichung wurde die Remise für die Bahnmeisterei verlängert. Eine weitere Erweiterung erfolgte nach der Übernahme der Strecke nach Bäretswil und Hinwil im Jahr 1947.
Die ursprünglichen Anheizkamine wurden bei diesen Umbauten entfernt. Historische Dampflokomotiven müssen deshalb heute im Freien angeheizt werden.
Der DVZO nutzt die Remise als:
- Lokomotivdepot;
- Werkstätte;
- Ersatzteillager;
- Aufenthalts- und Dienstraum;
- Standort für den Unterhalt historischer Wagen.
Seit 2001 besitzt der Verein das Gebäude im Baurecht. Die Remise ist als technik- und verkehrsgeschichtlich bedeutendes Baudenkmal geschützt.[13]
Bahndienstgebäude
Im Depotareal steht ein historisches Bahndienstgebäude von 1875. Es befand sich ursprünglich in Wolhusen im Kanton Luzern.
Die SBB-Denkmalpflege übergab den Holzfachwerkbau 2008 dem DVZO, da er einer Bahnhofsanierung weichen musste. Der Bau wurde zerlegt, nach Bauma transportiert und 2009 wieder aufgebaut.[2]
Das Gebäude enthält heute ein Magazin und einen Aufenthaltsraum. Es dokumentiert die standardisierten Nebenbauten der schweizerischen Privatbahnen des 19. Jahrhunderts.
Weitere historische Einrichtungen
Zum Museumsbahnhof gehören beziehungsweise gehörten verschiedene technische Einrichtungen:
- Wasserkräne der ehemaligen Tösstalbahn;
- historische Abläutglocken;
- mechanische Signal- und Weichenelemente;
- Werkstatt- und Magazingebäude;
- Rangier- und Abstellgleise;
- Teile früherer Ladeanlagen.
Einzelne Elemente stammen nicht ursprünglich aus Bauma, sondern wurden durch den DVZO andernorts gerettet und in das Ensemble integriert.
Bahnverkehr
Hauptartikel: Zürcher S-Bahn
Der Bahnhof wird im Jahresfahrplan 2026 durch die Linie S26 bedient.[14]
| Linie | Streckenführung | Grundangebot |
|---|---|---|
| S26 | Winterthur–Winterthur Grüze–Winterthur Seen–Sennhof-Kyburg–Kollbrunn–Rikon–Rämismühle-Zell–Turbenthal–Wila–Saland–Bauma–Steg–Fischenthal–Gibswil–Wald–Tann-Dürnten–Rüti ZH–Rapperswil | Halbstündlich |
Die S26 wird durch die Regionalbahn Thurbo betrieben. Sie stellt eine durchgehende Verbindung zwischen dem Tösstal, dem Zürcher Oberland und Rapperswil her.
Von Bauma bestehen direkte Bahnverbindungen unter anderem nach:
- Winterthur;
- Turbenthal;
- Wila;
- Saland;
- Steg im Tösstal;
- Fischenthal;
- Wald;
- Rüti ZH;
- Rapperswil.
Die Fahrzeit nach Winterthur beträgt je nach Verbindung ungefähr 40 Minuten. Rüti ZH wird in rund 25 Minuten und Rapperswil in ungefähr 35 Minuten erreicht.
In Winterthur bestehen Anschlüsse in Richtung Zürich, Schaffhausen, St. Gallen, Frauenfeld und das Weinland. In Rüti und Rapperswil bestehen Verbindungen nach Zürich, Pfäffikon SZ, Uznach und in weitere Teile der Ostschweiz.
Museumsbahnverkehr
Der DVZO führt an ausgewählten Betriebstagen Museumszüge zwischen Bauma und Hinwil. Die Züge werden überwiegend von Dampflokomotiven gezogen; je nach Veranstaltung kommen auch historische elektrische oder dieselbetriebene Fahrzeuge zum Einsatz.
Die grundlegende Museumsbahnstrecke führt von Bauma über:
- Neuthal;
- Bäretswil;
- Ettenhausen-Emmetschloo;
- Hinwil.
Der Abschnitt Bauma–Bäretswil gehört dem DVZO. Zwischen Bäretswil und Hinwil verkehren die Museumszüge auf der SBB-Infrastruktur.
Bauma ist der hauptsächliche Ausgangspunkt der Dampfzüge. Vor dem Einsatz werden die Lokomotiven in der Remise vorbereitet und mehrere Stunden lang angeheizt. Anschliessend wird die Zugskomposition auf den Kopfgleisen unter der historischen Bahnhofhalle bereitgestellt.
Der Verein organisiert neben den regulären Museumstagen:
- Sonderzüge;
- Themenfahrten;
- Firmen- und Vereinsanlässe;
- Samichlauszüge;
- Ausbildungs- und Demonstrationsfahrten;
- Eisenbahn- und Depotfeste.
Der Museumsbahnbetrieb wird weitgehend durch ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder gewährleistet. Lokomotivpersonal, Zugbegleiter, Rangiermitarbeitende, Werkstattpersonal und Fahrdienstmitarbeitende benötigen entsprechende Ausbildungen und Prüfungen.
Busverkehr
Die Bushaltestelle Bauma, Bahnhof liegt unmittelbar beim Aufnahmegebäude. Im Fahrplanjahr 2026 wird sie durch mehrere regionale Buslinien bedient.[1]
| Linie | Hauptverbindung |
|---|---|
| 809 | Bauma–Sternenberg–Gfell |
| 835 | Bauma–Saland–Hittnau–Pfäffikon ZH |
| 837 | Bauma–Saland–Hittnau–Pfäffikon ZH |
| 850 | Bauma–Bäretswil–Wetzikon |
| 854 | Bauma–Steg–Fischenthal–Gibswil–Wald–Rüti ZH |
| N82 | Nachtbus in Richtung Hittnau |
| N87 | Nachtbus in Richtung Steg im Tösstal |
Die Linien 835 und 837 verbinden Bauma mit dem Bezirkshauptort Pfäffikon ZH. Die Linie 850 ersetzt auf einem Teilstück den 1969 eingestellten regulären Personenverkehr der ehemaligen Uerikon-Bauma-Bahn.
Die Linie 854 verläuft weitgehend parallel zur S26 und erschliesst zusätzliche Siedlungen, die nicht unmittelbar an der Bahn liegen. Die Linie 809 stellt die Verbindung zum hoch gelegenen Ortsteil Sternenberg und zu seinen Aussenwachten her.
Bahn- und Busfahrpläne sind soweit möglich aufeinander abgestimmt. Der Bahnhof besitzt dadurch eine wichtige Funktion für die Erschliessung der weitläufigen Gemeinde Bauma.
Dienstleistungen
Der Bahnhof ist seit 2025 unbedient. Billette können am Automaten, über SBB Mobile, die ZVV-App und weitere elektronische Verkaufskanäle gekauft werden.
Im Aufnahmegebäude beziehungsweise auf dem Bahnhofareal befinden sich:
- ein Convenience-Geschäft;
- öffentliche Toiletten;
- ein Billettautomat;
- ein überdachter Wartebereich;
- Veloabstellplätze;
- Parkplätze;
- Fahrgastinformationsanlagen.
Ein bedientes SBB-Reisezentrum besteht nicht mehr.[10]
Während der Betriebstage des DVZO werden unter der historischen Bahnhofhalle zeitweise zusätzliche gastronomische oder touristische Angebote eingerichtet. Art und Öffnungszeiten richten sich nach dem Veranstaltungsprogramm des Vereins.
Tarif
Bauma liegt im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds. Für die regulären S-Bahn- und Busverbindungen gilt der ZVV-Zonentarif.
Innerhalb der gelösten Zonen dürfen Bahn und Bus während der zeitlichen Gültigkeit des Billetts grundsätzlich frei kombiniert werden. Für Fahrten über die Grenzen des ZVV-Gebiets gelten der nationale Direkte Verkehr oder anschliessende Verbundtarife.
Für die Museumszüge des DVZO gilt ein eigener Tarif. ZVV-Billette und gewöhnliche Fahrausweise des nationalen Verkehrs sind in den historischen Zügen grundsätzlich nicht automatisch gültig, sofern der Verein für einen bestimmten Anlass keine abweichende Regelung bekannt gibt.
Bedeutung für die Gemeinde
Die Eröffnung der Tösstalbahn veränderte die wirtschaftliche und räumliche Entwicklung Baumas grundlegend. Der Bahnhof verband die regionalen Industriebetriebe mit Winterthur, Zürich und dem gesamtschweizerischen Bahnnetz.
Er erleichterte insbesondere den Transport von Rohstoffen und Produkten der Textilindustrie. Gleichzeitig entstand rund um den Bahnhof ein neuer Bereich mit Gasthäusern, Werkstätten, Lagerhäusern und Wohnbauten.
Der Bahnhof stärkte Baumas Stellung als regionales Zentrum des oberen Tösstals. Von hier wurden Post, Waren und Reisende in die Seitentäler, nach Sternenberg und in die umliegenden Höhengebiete weiterbefördert.
Nach dem Niedergang der Textilindustrie verlagerte sich seine Bedeutung zunehmend auf den Pendler-, Schul- und Freizeitverkehr. Heute dient er insbesondere:
- den Einwohnerinnen und Einwohnern von Bauma und Saland;
- Berufspendlern nach Winterthur und Rüti;
- Schülerinnen und Schülern;
- Besuchern des Tösstals;
- Wanderern und Velofahrern;
- Fahrgästen der Museumsbahn.
Die Verbindung von regulärem öffentlichem Verkehr und historischem Eisenbahnbetrieb ist ein besonderes Merkmal des Standorts.
Eisenbahn- und Industriekultur
Der Bahnhof Bauma dokumentiert mehrere Epochen der schweizerischen Eisenbahngeschichte:
- den Bau regionaler Privatbahnen im 19. Jahrhundert;
- die Industrialisierung des Tösstals;
- die Konkurrenz und Zusammenarbeit verschiedener Bahngesellschaften;
- die Verstaatlichung und Modernisierung durch die SBB;
- die Ablösung der Dampflokomotive durch den elektrischen Betrieb;
- den Rückgang des lokalen Güterverkehrs;
- die Entstehung der schweizerischen Museumsbahnbewegung.
Auf engem Raum befinden sich Anlagen aus verschiedenen Regionen und Epochen. Das Aufnahmegebäude und die Remise stammen aus der Zeit der Tösstalbahn. Die historische Halle wurde ursprünglich für den Basler Centralbahnhof gebaut, während das Bahndienstgebäude aus Wolhusen nach Bauma versetzt wurde.
Der Bahnhof ist Teil der touristisch vermittelten Industrielandschaft Zürcher Oberland. Die Museumsbahn führt an bedeutenden technischen und industriellen Baudenkmälern vorbei, darunter das Industrie-Ensemble Neuthal, die Weissenbachbrücke und das Böhlviadukt.
Historische Bahnhofhalle als Baudenkmal
Die Bahnhofhalle besitzt über Bauma hinaus eine besondere architekturgeschichtliche Bedeutung. Sie gehörte zu den beiden Hallen des 1860 eröffneten Basler Centralbahnhofs.
Ihr Entwurf stammt von Ludwig Maring, dem Chefarchitekten der Schweizerischen Centralbahn. Die Tragkonstruktion verbindet Holz- und Eisenbautechnik des frühen Eisenbahnzeitalters.
Nach dem Abbruch des Basler Bahnhofs wurde die Halle in Olten wiederverwendet. Die mehrfache Versetzung zeigt, dass grosse Eisenbahnbauten des 19. Jahrhunderts nicht zwingend als ortsfeste Anlagen betrachtet wurden, sondern teilweise demontiert und für andere Zwecke erneut aufgebaut werden konnten.
Mit dem Wiederaufbau in Bauma erhielt die Halle nach mehr als einem Jahrhundert wieder eine Funktion im Personenverkehr. Das Projekt verband Denkmalpflege mit den betrieblichen Bedürfnissen einer Museumsbahn.
Depotareal Bauma
Der DVZO plant eine schrittweise Aufwertung und bessere Erschliessung des Depotareals. Der Umbau der regulären Bahnhofsanlage von 2014 beseitigte den früheren direkten Strassenzugang zur Lokomotivremise.[15]
Unter dem Projektnamen Depotareal Bauma 2020 wurden verschiedene Massnahmen zusammengefasst. Zu den Zielen gehören:
- ein besserer Zugang für Einsatzorganisationen;
- verbesserte Anlieferungsmöglichkeiten;
- sichere Wege für Mitarbeitende und Besucher;
- zusätzliche Werkstatt- und Lagerräume;
- eine denkmalgerechte Aufwertung der historischen Bauten;
- eine bessere Präsentation der Fahrzeuge;
- verbesserte Bedingungen für Führungen und Veranstaltungen.
Die Umsetzung erfolgt in mehreren Etappen und hängt von Bewilligungen, Finanzierung und den betrieblichen Möglichkeiten des Vereins ab.
Zukunft des regulären Bahnhofs
Die Tösstalbahn ist eine wichtige Regionalverbindung, weist jedoch auf grossen Abschnitten nur ein Gleis auf. Zugskreuzungen und Anschlüsse müssen deshalb genau geplant werden.
Künftige Angebotsverbesserungen hängen von der Leistungsfähigkeit der gesamten Strecke zwischen Winterthur und Rüti ab. Neben der Infrastruktur spielen die Anschlüsse in Winterthur, Rüti und Rapperswil eine wichtige Rolle.
Für den Bahnhof Bauma stehen langfristig insbesondere folgende Themen im Vordergrund:
- Verbesserung der Barrierefreiheit;
- sichere und kurze Umsteigewege zwischen Bahn und Bus;
- zusätzliche Veloabstellplätze;
- Erhaltung der historischen Gebäude;
- Abstimmung zwischen SBB- und Museumsbahnbetrieb;
- Gestaltung des Bahnhofumfelds;
- Sicherung der Erreichbarkeit des Depotareals.
Die unterschiedlichen Anforderungen des täglichen S-Bahn-Verkehrs, des Busbetriebs, des Denkmalschutzes und der Museumsbahn machen die Weiterentwicklung des Standorts besonders anspruchsvoll.
Siehe auch
- Bauma
- Tösstalbahn
- Uerikon-Bauma-Bahn
- Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland
- Adolf Guyer-Zeller
- Bahnhof Saland
- Bahnhof Steg im Tösstal
- Bahnhof Wald ZH
- Bahnhof Bäretswil
- Bahnhof Hinwil
- Zürcher S-Bahn
- S-Bahn-Linie S26
- Industriepfad Zürcher Oberland
- Liste der Bahnhöfe im Kanton Zürich
Weblinks
- Bahnhof Bauma bei den Schweizerischen Bundesbahnen
- Bahn- und Buslinien am Bahnhof Bauma
- Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland
- Historische Anlagen des Bahnhofs Bauma
- Offizielle Website der Gemeinde Bauma
- Geschichte des Verkehrs in Bauma
- Industriepfad Zürcher Oberland
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Haltestellen- und Linienfahrpläne Bauma, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 Bahnhof Bauma, Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Infrastruktur und Immobilien, Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Infrastruktur der Museumsbahn, Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ 5,0 5,1 5,2 Verkehr, Gemeinde Bauma, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 Geschichte der Uerikon-Bauma-Bahn, Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland, 2014, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Die Dampfbahn-Strecke durchs DVZO-Land, Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland, 2014, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ 8,0 8,1 Geschichte der Tösstalbahn, Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland, 2021, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Historische Bahnhofhalle für Bauma, Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland, 2011, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ 10,0 10,1 Auch ohne Schalter einfach zum Billett, Schweizerische Bundesbahnen, 5. August 2024, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Bahnhof Bauma, Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Angaben zur Hindernisfreiheit der S26, Zürcher Verkehrsverbund, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ 13,0 13,1 Register der Berichte der Zürcher Denkmalpflege, Kanton Zürich, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ S26 Winterthur–Bauma–Rüti ZH, Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Infrastrukturprojekte, Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland, abgerufen am 3. August 2026.
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