Bonstetten
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Bonstetten |
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Bonstetten vom Uetliberg aus gesehen Bonstetten vom Uetliberg aus gesehen
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Gemeindedaten |
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Bezirk |
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BFS-Nummer |
0003 |
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Postleitzahl |
8906 |
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Koordinaten |
47.315827° N, 8.469171° E |
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Höhe |
543 m ü. M. |
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Fläche |
7,43 km² |
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Einwohner |
5657
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Website |
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Bonstetten ist eine politische Gemeinde im Bezirk Affoltern des Kantons Zürich in der Schweiz. Sie liegt im nordöstlichen Teil des Knonaueramts, das auch Säuliamt genannt wird, westlich der Albiskette und rund zehn Kilometer vom Stadtrand Zürichs entfernt. Ende 2025 zählte die Gemeinde 5657 Einwohnerinnen und Einwohner.[1]
Die Gemeinde besteht im Wesentlichen aus dem historischen Dorfkern und dem nordwestlich davon gelegenen Ortsteil Schachen. Das ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Dorf entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer gut erschlossenen Wohngemeinde der Agglomeration Zürich. Bonstetten hat dennoch grössere Landwirtschaftsflächen, Wälder und Teile seines traditionellen Ortsbilds bewahrt.
Geographie
Bonstetten liegt in einem schwach ausgeprägten Talkessel am westlichen Fuss des Albis. Das Gemeindegebiet umfasst 7,43 km² und liegt im Übergangsraum zwischen der städtisch geprägten Region Zürich und der offenen Kulturlandschaft des Knonaueramts.[1]
Nachbargemeinden sind Wettswil am Albis im Norden, Stallikon im Osten, Hedingen im Süden sowie Islisberg im Westen. Im Nordwesten grenzt Bonstetten ausserdem an Aesch und Birmensdorf. Die Grenze zu Islisberg ist zugleich die Kantonsgrenze zwischen den Kantonen Zürich und Aargau.
Das Siedlungsgebiet gliedert sich in zwei deutlich erkennbare Teile. Der historische Dorfkern liegt im südöstlichen Bereich der Gemeinde rund um die reformierte Kirche. Der Ortsteil Schachen entwickelte sich vor allem in der Umgebung des Bahnhofs Bonstetten-Wettswil. Zwischen den beiden Siedlungsschwerpunkten befinden sich Wohnquartiere, Gewerbeflächen und teilweise noch unbebaute Landschaftsräume.
Die Umgebung wird von Wiesen, Äckern, Obstgärten und Waldflächen geprägt. Trotz der Nähe zur Stadt Zürich besitzt Bonstetten einen vergleichsweise hohen Anteil an Landwirtschafts- und Waldflächen. Die offene Landschaft und die benachbarten Wälder werden als Naherholungsraum genutzt.[2]
Geschichte
Frühgeschichte und Antike
Die ältesten Spuren menschlicher Anwesenheit auf dem heutigen Gemeindegebiet reichen bis in die Vorgeschichte zurück. Drei Grabhügel aus der Bronze- beziehungsweise Hallstattzeit weisen auf eine frühe Besiedlung der Gegend hin.
Im Gebiet Buen wurde in den 1990er-Jahren eine archäologische Fundstelle untersucht. Dabei kamen Keramikscherben, ein Mühlstein, Tierknochen und eine holzkohlehaltige Kulturschicht zum Vorschein. Die Funde werden der frühen Spätbronzezeit um etwa 1000 v. Chr. zugerechnet.
Im Gebiet Gibel wurden zudem Überreste eines römischen Wohngebäudes entdeckt. Sie belegen, dass das Gebiet auch während der römischen Epoche besiedelt oder landwirtschaftlich genutzt wurde.
Mittelalter
Bonstetten wurde 1122 erstmals schriftlich als «Boumstettin» erwähnt. Anlass für die Nennung war eine Urkunde des Bistums Konstanz. Im selben Zusammenhang erscheint mit Henricus de Bonstadin ein Vertreter der später bedeutenden Freiherren von Bonstetten.[3]
Die Freiherren von Bonstetten gehörten zu den einflussreichen Adelsgeschlechtern der mittelalterlichen Schweiz. Angehörige der Familie besassen Güter und Herrschaftsrechte in verschiedenen Regionen. Zu ihnen gehörten geistliche Würdenträger wie Hermann von Bonstetten, Abt des Klosters St. Gallen, und der Humanist Albert von Bonstetten, Dekan des Klosters Einsiedeln.[4]
Eine kleine mittelalterliche Burganlage wurde 1989 archäologisch untersucht. Sie gilt als möglicher Stammsitz der Herren von Bonstetten. Von der Anlage sind heute nur noch geringe Spuren erhalten.
Im Verlauf des Spätmittelalters gelangten verschiedene Herrschaftsrechte an andere Adelsgeschlechter und Klöster. Die hohe Gerichtsbarkeit ging 1415 an die Stadt Zürich über.
Zürcher Herrschaft
Im Jahr 1538 übernahm die Stadt Zürich die Herrschaftsrechte über Bonstetten. Bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798 bildete das Dorf zusammen mit Wettswil und Stallikon eine Zürcher Obervogtei.[5]
Mit der Reformation wurde die Bevölkerung im 16. Jahrhundert reformiert. Die mittelalterliche Dorfkirche wurde fortan für den reformierten Gottesdienst genutzt.
Die Bevölkerung war wiederholt von Krankheiten, Missernten und Naturereignissen betroffen. In den Jahren 1629 und 1630 starben in Bonstetten rund 80 Menschen an der Pest. Im Jahr 1635 forderte eine Ruhrepidemie weitere zahlreiche Todesopfer.[6]
Ein einschneidendes Ereignis war der Dorfbrand von 1783. Dabei wurden 23 Wohnhäuser und damit ungefähr ein Drittel des damaligen Dorfes zerstört. Beim Wiederaufbau mussten strengere Bauvorschriften der Zürcher Obrigkeit eingehalten werden. Das heutige Erscheinungsbild des historischen Dorfkerns wurde dadurch wesentlich mitgeprägt.
Vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Während der Helvetischen Republik gehörte Bonstetten zum Distrikt Mettmenstetten. In der Mediationszeit von 1803 bis 1815 war die Gemeinde Teil des Bezirks Horgen. Danach wurde sie dem Bezirk Knonau zugeteilt. Seit der Verlegung des Bezirkshauptorts nach Affoltern am Albis im Jahr 1837 gehört Bonstetten zum Bezirk Affoltern.[5]
Der Bau der Waldeggstrasse im Jahr 1827 verbesserte die Verbindung nach Zürich. Einen weiteren Entwicklungsschub brachte die Eröffnung der Eisenbahnlinie Zürich–Affoltern am Albis–Zug im Jahr 1864. Der Bahnhof wurde zwischen Bonstetten und Wettswil angelegt und erhielt den Namen Bonstetten-Wettswil.
Von 1943 bis 1945 bestand in Bonstetten ein Arbeitslager für vorwiegend jüdische Flüchtlinge. Im Verlauf dieser Zeit wurden dort weit über tausend Männer untergebracht. Sie wurden unter anderem für Rodungs-, Meliorations- und Landwirtschaftsarbeiten eingesetzt. Eine Gedenkstätte erinnert heute an das Lager und an die Schicksale seiner Bewohner.[7]
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein starkes Bevölkerungs- und Siedlungswachstum ein. Die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zur Stadt Zürich machten Bonstetten zu einem beliebten Wohnort. Neue Quartiere entstanden insbesondere im Schachen und zwischen dem Bahnhof und dem alten Dorf. Gleichzeitig nahm die Bedeutung der Landwirtschaft als Erwerbszweig ab.
Im Jahr 2022 feierte Bonstetten das 900-jährige Jubiläum seiner ersten urkundlichen Erwähnung. Aus diesem Anlass erschienen eine umfangreiche Dorfchronik und weitere Beiträge zur Geschichte der Gemeinde.[8]
Bevölkerung
Bonstetten war bis ins 20. Jahrhundert ein kleines Bauerndorf. Im 19. Jahrhundert stagnierte die Bevölkerungszahl zeitweise oder ging sogar zurück. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts verzeichnete die Gemeinde dagegen ein starkes Wachstum.
| Jahr | Einwohnerinnen und Einwohner |
|---|---|
| 1635 | 495 |
| 1712 | 612 |
| 1850 | 887 |
| 1900 | 691 |
| 1950 | 888 |
| 2000 | 3850 |
| 2010 | 5164 |
| 2020 | 5610 |
| 2025 | 5657 |
Das stärkste Wachstum erfolgte in den Jahrzehnten nach 1950. Ursache waren vor allem die Ausdehnung der Agglomeration Zürich, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die Entstehung neuer Wohnquartiere. Die Bevölkerung überschritt zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Marke von 5000 Personen.
Ende 2025 lebten 5657 Personen in Bonstetten. Davon waren 2776 Männer und 2881 Frauen. Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger betrug 18,7 Prozent.[1]
Mit der Bevölkerungszunahme veränderte sich auch die konfessionelle Zusammensetzung. Noch 1850 war praktisch die gesamte Bevölkerung reformiert. Im 20. Jahrhundert wuchs durch Zuzug der katholische Bevölkerungsanteil. In jüngerer Zeit nahm wie in vielen Zürcher Agglomerationsgemeinden auch der Anteil der konfessionslosen Bevölkerung zu.[9]
Politik und Verwaltung
Die Legislative der politischen Gemeinde ist die Gemeindeversammlung. An ihr können die stimmberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner über das Budget, den Steuerfuss, kommunale Erlasse und weitere wichtige Sachgeschäfte entscheiden.
Die Exekutive bildet der Gemeinderat. Er führt die Gemeindeverwaltung, vollzieht die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und vertritt Bonstetten nach aussen. Neben der politischen Gemeinde bestehen verschiedene regionale Zweckverbände und interkommunale Einrichtungen.
Bonstetten gehört zum Bezirk Affoltern und zum kantonalen Wahlkreis Affoltern. Für kantonale Verwaltungs- und Gerichtsaufgaben sind unter anderem das Statthalteramt, der Bezirksrat und das Bezirksgericht in Affoltern am Albis zuständig.
Die Gemeinde arbeitet in verschiedenen Bereichen mit den Nachbargemeinden zusammen. Das Gemeindeammann- und Betreibungsamt Bonstetten ist beispielsweise für Bonstetten, Hedingen, Stallikon und Wettswil am Albis zuständig.[10]
Wappen
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:
- In Schwarz mit goldenem Bord drei aneinanderstossende, geschliffene silberne Rauten.
Das Wappen geht auf das Wappen der Freiherren von Bonstetten zurück. Die drei Rauten sind übereinander beziehungsweise in einer senkrechten Reihe angeordnet und berühren sich an ihren Spitzen. Der goldene Rand hebt den schwarzen Schild von seiner Umgebung ab.
Die historische Verbindung mit dem Adelsgeschlecht zeigt sich auch in Wappen anderer Orte und Familienzweige, die zeitweise unter dem Einfluss der Herren von Bonstetten standen.
Wirtschaft
Bonstetten war traditionell von Ackerbau, Viehwirtschaft und Obstbau geprägt. Landwirtschaftliche Betriebe sind weiterhin vorhanden, ihre wirtschaftliche Bedeutung hat gegenüber dem Dienstleistungs- und Gewerbesektor jedoch deutlich abgenommen.
Heute ist Bonstetten in erster Linie eine Wohngemeinde. Ein erheblicher Teil der erwerbstätigen Bevölkerung pendelt zur Arbeit nach Zürich, in das Limmattal, nach Zug oder in andere Gemeinden der Region. Innerhalb der Gemeinde bestehen kleinere und mittlere Unternehmen aus Handwerk, Bauwirtschaft, Handel, Beratung und verschiedenen Dienstleistungsbereichen.
Einkaufsmöglichkeiten befinden sich vor allem im Dorfzentrum und in den Gebieten Burgwies und Heumoos. Gewerbeflächen liegen unter anderem im Bereich des Bahnhofs und entlang wichtiger Ortsstrassen.
Die Gemeinde bemüht sich, den historischen Dorfkern, die Landwirtschaftsflächen und zusammenhängende Grünräume trotz der Nachfrage nach zusätzlichem Wohnraum zu erhalten. Bereits 1958 wurde eine kommunale Bauordnung mit Zonenplan eingeführt.[11]
Verkehr
Der Bahnhof Bonstetten-Wettswil liegt an der Bahnstrecke Zürich–Affoltern am Albis–Zug auf der Grenze zwischen Bonstetten und Wettswil am Albis. Er wurde 1864 eröffnet und ist für beide Gemeinden von zentraler Bedeutung.
Der Bahnhof wird von den Linien S5 und S14 der Zürcher S-Bahn bedient. Die S5 verbindet Bonstetten unter anderem mit Zug, Affoltern am Albis, Zürich Hauptbahnhof und Pfäffikon SZ. Die S14 führt über Zürich Hauptbahnhof und Oerlikon weiter in das Zürcher Oberland. In den Wochenendnächten verkehrt zusätzlich die Nachtlinie SN5.[12]
Regionale Buslinien verbinden den Bahnhof und das Dorfzentrum mit Wettswil, Stallikon, Birmensdorf und weiteren Orten im Knonaueramt. Die Feinerschliessung innerhalb der Gemeinde wird ebenfalls durch Busverbindungen ergänzt.
Über das regionale Strassennetz ist Bonstetten mit Zürich, Birmensdorf, Affoltern am Albis und dem Kanton Aargau verbunden. Die nächstgelegenen Anschlüsse an das Nationalstrassennetz befinden sich im Raum Birmensdorf und Wettswil.
Bildung
Die Gemeinde verfügt über Kindergärten, eine Primarschule und schulergänzende Betreuungsangebote. Die Oberstufe wird im Rahmen einer regionalen Sekundarschule geführt, die auch Schülerinnen und Schüler aus benachbarten Gemeinden aufnimmt.
Die Geschichte des Schulwesens reicht mindestens bis ins 17. Jahrhundert zurück. Ein erstes Schulhaus wurde 1648 errichtet. Im Jahr 1958 wurde ein neuer Primarschultrakt eröffnet. Das Oberstufenschulhaus im Gebiet Bruggen entstand zu Beginn der 1950er-Jahre.[13]
Weiterführende Schulen befinden sich unter anderem in Affoltern am Albis, Urdorf und Zürich. Durch die S-Bahn-Verbindungen sind auch Hochschulen und Berufsbildungsstätten in Zürich und Zug gut erreichbar.
Kultur und gesellschaftliches Leben
Bonstetten besitzt ein vielfältiges Vereinsleben. Sportvereine, Musikgesellschaften, Kulturvereine, politische Ortsparteien und weitere Organisationen tragen zum gesellschaftlichen Leben bei. Für sportliche und kulturelle Anlässe stehen unter anderem Schul-, Mehrzweck- und Sportanlagen zur Verfügung.[2]
Ein Teil des Schweizer Filmklassikers Es geschah am hellichten Tag wurde 1958 im Restaurant Löwen in Bonstetten gedreht. Auch für den Film Polizist Wäckerli in Gefahr von 1967 entstanden einzelne Aufnahmen im Dorf.
Das historische Bildarchiv der Gemeinde bewahrt Fotografien, Dokumente und weitere Zeugnisse der Ortsgeschichte. Es wurde im Zusammenhang mit dem 900-Jahr-Jubiläum ausgebaut und anschliessend öffentlich zugänglich gemacht.[14]
Sehenswürdigkeiten
Reformierte Kirche
Die reformierte Kirche steht im historischen Dorfkern an der Chilestrasse. Der heutige Bau geht im Wesentlichen auf das frühe 16. Jahrhundert zurück. Das Gotteshaus und die umliegenden historischen Gebäude prägen das Ortsbild.
Seit 2022 gehört die Kirche zur Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Knonauer Amt. Diese entstand durch den Zusammenschluss mehrerer zuvor selbstständiger Kirchgemeinden der Region.[15]
Katholische Kirche St. Mauritius
Die katholische Kirche St. Mauritius entstand im 20. Jahrhundert als Folge des wachsenden katholischen Bevölkerungsanteils. Der moderne Kirchenbau dient der katholischen Bevölkerung von Bonstetten und der näheren Umgebung als Gottesdienst- und Begegnungsort.
Turbinenmuseum
Das Turbinenmuseum an der Dorfstrasse beherbergt eine historische Wasserkraftanlage. Die Anlage wurde 1916 in Betrieb genommen und diente dem Antrieb landwirtschaftlicher Maschinen.
Das Turbinenhaus, der Weiher, die Druckleitung und Teile der technischen Ausstattung blieben erhalten. In den 1990er-Jahren wurden das Gebäude und die Maschinen restauriert. Das Museum dokumentiert die frühere Nutzung kleiner Wasserläufe als lokale Energiequelle.[16]
Historischer Dorfkern
Im alten Dorfzentrum sind mehrere traditionelle Bauernhäuser, Scheunen und Wohngebäude erhalten. Ein Teil der Bausubstanz entstand beim Wiederaufbau nach dem Dorfbrand von 1783. Der Dorfkern veranschaulicht den Übergang vom früheren Bauerndorf zur heutigen Agglomerationsgemeinde.
Gedenkstätte des Flüchtlingslagers
Ein Gedenkstein und eine Informationstafel erinnern an das Arbeitslager für Flüchtlinge, das von 1943 bis 1945 in Bonstetten bestand. Die Gedenkstätte wurde 2021 eingeweiht und hält die Erinnerung an die vorwiegend jüdischen Männer wach, die während des Zweiten Weltkriegs im Lager untergebracht waren.
Persönlichkeiten
- Albert von Bonstetten (um 1442/1443–um 1504), Humanist und Dekan des Klosters Einsiedeln
- Hermann von Bonstetten (vor 1314–1360), Abt des Klosters St. Gallen
- Johann Conrad Wirz (1688–1769), reformierter Geistlicher und Antistes der Zürcher Kirche, wirkte als Pfarrer in Bonstetten
- Judith Giovannelli-Blocher (1932–2024), Sozialarbeiterin und Buchautorin
- Max Huwyler (1931–2023), Schriftsteller, Hörspielautor und Lehrer
- Wilfried Spinner (1854–1918), reformierter Theologe und Missionar
- Theo Zingg (1925–1993), Verleger und Präsident der Schweizerischen Depeschenagentur
Literatur
- Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. Bonstetten. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1938, S. 24–26.
- Werner Glättli: 100 Jahre Gemeindeverein Bonstetten. Bonstetten 1964.
- Christine Werner, Rolf Werner: Zuflucht Schweiz im 2. Weltkrieg. Das Arbeitslager für Flüchtlinge Bonstetten 1943–1945. Bonstetten 2021.
- Rolf Werner: 900 Jahre Bonstetten 1122–2022. Vom Keltendorf zur Zürcher Agglomerationsgemeinde. Bonstetten 2022.
Siehe auch
- Bezirk Affoltern
- Knonaueramt
- Liste der Gemeinden im Kanton Zürich
- Freiherren von Bonstetten
- Bonstetten-Wettswil
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Bonstetten
- Geschichte der Gemeinde Bonstetten
- Historisches Bildarchiv der Gemeinde Bonstetten
- Zürcher Gemeinden in Zahlen
Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu Bonstetten
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 «Bonstetten in Zahlen & Fakten», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ 2,0 2,1 «Die Gemeinde Bonstetten», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Geschichte von Bonstetten», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Freiherren von Bonstetten», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ 5,0 5,1 «Zugehörigkeit von Bonstetten», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Unsere Vorfahren hatten kein leichtes Leben», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Arbeitslager Bonstetten 1943–1945: Feier zur Enthüllung des Gedenksteins», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «900 Jahre Bonstetten», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Kirche und Kirchgemeinden», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Gemeindeammann- und Betreibungsamt», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Bau- und Zonenordnung», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Haltestellen- und Linienfahrpläne Bonstetten-Wettswil», Zürcher Verkehrsverbund, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Schulhäuser und Schulgemeinden», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Historisches Bildarchiv der Gemeinde Bonstetten», Gemeinde Bonstetten, 12. Februar 2024, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ «Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Knonauer Amt», Gemeinde Bonstetten, abgerufen am 24. Juli 2026.
- ↑ Zürcher Denkmalpflege, 13. Bericht, Abschnitt Bonstetten, Turbinenmuseum, Kanton Zürich, abgerufen am 24. Juli 2026.