Unterengstringen: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: «{{Infobox Gemeinde in der Schweiz |NAME_ORT = Unterengstringen |BILD = Kloster Fahr - Unterengstringen IMG 5912.JPG |BESCHREIBUNG = Unterengstringen mit dem Kloster Fahr im Vordergrund |BILD_WAPPEN = CHE Unterengstringen COA.svg |BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Unterengstringen 2007.png |REGION-ISO = CH-ZH |BEZIRK = Dietikon |BFS = 0249 |PLZ = 8103 |BREITENGRAD = 47.414998 |LÄNGENGRAD = 8.449727 |HÖHE = 416 |FLÄCHE = 3.36 |EINWOHNER = 4350 |STAND_EINWOH…» |
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 17: | Zeile 17: | ||
|WEBSITE = www.unterengstringen.ch | |WEBSITE = www.unterengstringen.ch | ||
}} | }} | ||
'''Unterengstringen''' ist eine [[Politische Gemeinde (Schweiz)|politische Gemeinde]] im [[Bezirk Dietikon]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]] in der [[Schweiz]]. Sie liegt am rechten Ufer der [[Limmat]] im unteren [[Limmattal]] und gehört zur [[Metropolregion Zürich]]. Die Gemeinde zählte Ende 2025 insgesamt 4'350 Einwohnerinnen und Einwohner.<ref name="Zahlen">[https://www.unterengstringen.ch/gemeindeinzahlen Gemeinde Unterengstringen: ''Gemeinde in Zahlen''], Stand 31. Dezember 2025, abgerufen am 23. Juli 2026.</ref> | '''Unterengstringen''' ist eine [[Politische Gemeinde (Schweiz)|politische Gemeinde]] im [[Bezirk Dietikon]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]] in der [[Schweiz]]. Sie liegt am rechten Ufer der [[Limmat]] im unteren [[Limmattal]] und gehört zur [[Metropolregion Zürich]]. Die Gemeinde zählte Ende 2025 insgesamt 4'350 Einwohnerinnen und Einwohner.<ref name="Zahlen">[https://www.unterengstringen.ch/gemeindeinzahlen Gemeinde Unterengstringen: ''Gemeinde in Zahlen''], Stand 31. Dezember 2025, abgerufen am 23. Juli 2026.</ref> | ||
Version vom 23. Juli 2026, 21:29 Uhr
|
Unterengstringen |
|||
|---|---|---|---|
|
Unterengstringen mit dem Kloster Fahr im Vordergrund Unterengstringen mit dem Kloster Fahr im Vordergrund
|
|||
|
|||
|
Gemeindedaten |
|||
|
Staat |
|||
|
Kanton |
|||
|
Bezirk |
|||
|
BFS-Nummer |
0249 |
||
|
Postleitzahl |
8103 |
||
|
Koordinaten |
47.414998° N, 8.449727° E |
||
|
Höhe |
416 m ü. M. |
||
|
Fläche |
3.36 km² |
||
|
Einwohner |
4350
|
||
|
Website |
|||
Unterengstringen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dietikon des Kantons Zürich in der Schweiz. Sie liegt am rechten Ufer der Limmat im unteren Limmattal und gehört zur Metropolregion Zürich. Die Gemeinde zählte Ende 2025 insgesamt 4'350 Einwohnerinnen und Einwohner.[1]
Unterengstringen hat sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts von einem landwirtschaftlich und vom Rebbau geprägten Dorf zu einer stadtnahen Wohngemeinde entwickelt. Gleichzeitig blieben am Gubrist, im Hardwald und entlang der Limmat grössere zusammenhängende Natur- und Erholungsräume erhalten. Zu den bedeutendsten kulturhistorischen Orten in der Umgebung gehören die mittelalterliche Stadtwüstung Glanzenberg und das Kloster Fahr.
Geographie
Unterengstringen befindet sich nordwestlich der Stadt Zürich an der rechten Seite des Limmattals. Das Siedlungsgebiet erstreckt sich von der Talebene an der Limmat über den leicht ansteigenden Hang bis zur Südflanke des Gubrists und des Altberg-Höhenzugs. Das historische Dorfzentrum liegt hauptsächlich entlang der Dorfstrasse, während sich die jüngeren Wohnquartiere hangaufwärts und in Richtung der Nachbargemeinden ausdehnen.
Die Gemeindefläche beträgt rund 336 Hektaren. Davon werden etwa 28,3 Prozent landwirtschaftlich genutzt, während ungefähr 31 Prozent auf Siedlungsflächen entfallen. Der übrige Teil umfasst insbesondere Wald, Gewässer, Verkehrsflächen und unproduktive Flächen.[1] Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich auf dem Gubrist auf 615 m ü. M. Der tiefste Punkt liegt am Limmatufer beim Wehr Dietikon auf rund 382 m ü. M.
Die Wälder am Gubrist und im Hard bilden wichtige Naherholungsgebiete. Im südlichen Gemeindegebiet setzt sich der Landschaftsraum entlang der Limmat aus Waldflächen, Landwirtschaftsland, Uferwegen und den Besitzungen des Klosters Fahr zusammen. Der Fluss und seine ehemaligen Seitenarme haben die Siedlungs- und Verkehrsgeschichte des Gebiets wesentlich geprägt.
Nachbargemeinden sind Dietikon, Schlieren, Oberengstringen, Weiningen und Regensdorf. Innerhalb des Zürcher Gemeindegebiets liegt das Areal des Klosters Fahr. Dieses gehört politisch jedoch nicht zu Unterengstringen, sondern bildet eine Exklave der aargauischen Gemeinde Würenlos.
Geschichte
Frühzeit und Namensherkunft
Archäologische Funde aus dem Hardwald und aus dem Gebiet beim Kloster Fahr weisen darauf hin, dass das heutige Gemeindegebiet bereits während der Bronze- und Eisenzeit begangen und zeitweise besiedelt war. Grabfunde belegen die Bedeutung einer alten Furt durch die Limmat, die vermutlich Teil einer überregionalen Nord-Süd-Verbindung war. Aus römischer Zeit sind auf Unterengstringer Gemeindegebiet bisher keine eindeutigen Siedlungsfunde bekannt.
Am Fuss des Sparrenbergs wurde ein frühmittelalterliches Gräberfeld entdeckt, das mit einer alemannischen Siedlung des 6. Jahrhunderts in Verbindung gebracht wird. Der Ortsname erscheint im Jahr 870 als Enstelingon. Die Bezeichnung Nitern Enstringen, mit der das untere Engstringen vom höher gelegenen Oberengstringen unterschieden wurde, ist zwischen 1265 und 1287 belegt.[2]
Der Name wird auf eine alemannische Personensippe zurückgeführt und bezeichnete ursprünglich die Siedlung der Angehörigen oder Nachkommen eines Mannes namens Enstilo oder Anstilo. Die mundartlichen Formen lauten unter anderem Underäischtrige und Underäischtringe.
Kloster Fahr und Glanzenberg
Im Jahr 1130 übergab der Freiherr Lütold von Regensberg dem Kloster Einsiedeln das Gut Fahr. Mit der Stiftung war die Verpflichtung verbunden, dort ein Frauenkloster einzurichten. Aus dieser Niederlassung entwickelte sich das bis heute bestehende Benediktinerinnenkloster Fahr. Zum mittelalterlichen Gut gehörten eine Kapelle, Weinberge, landwirtschaftliche Flächen und vermutlich eine Fähre über die Limmat.
Die Freiherren von Regensberg liessen in der Mitte des 13. Jahrhunderts an der Limmat die Burg und das Städtchen Glanzenberg errichten. Die Stadtgründung sollte einen eigenen Flussübergang sichern und den Fernverkehr durch regensbergisches Herrschaftsgebiet leiten. Glanzenberg wurde 1257 erstmals erwähnt und 1259 als oppidum, also als befestigter städtischer Ort, bezeichnet.
Die Stadtanlage wurde offenbar nicht vollständig fertiggestellt und später aufgegeben. In der älteren Geschichtsschreibung wurde ihr Ende häufig mit der Regensberger Fehde von 1267 und einer Zerstörung durch Zürich und dessen Verbündete erklärt. Archäologische Untersuchungen erbrachten jedoch keine zweifelsfreien Belege für eine vollständige gewaltsame Zerstörung. Teile der Anlage blieben wahrscheinlich bis ins 14. Jahrhundert bewohnt.[3]
Heute sind von Glanzenberg Abschnitte der Ring- und Stadtmauer, Gräben sowie weitere Geländespuren erhalten. Die Burgstelle und die Stadtwüstung zählen zu den bedeutenden mittelalterlichen Bodendenkmälern des Kantons Zürich.
Gerichtsherrschaft und dörfliche Entwicklung
Unterengstringen war während des Mittelalters und der frühen Neuzeit Teil der Gerichtsherrschaft Weiningen. Die Vogtei über Fahr, Weiningen, Ober- und Unterengstringen sowie Geroldswil gelangte nach mehreren Besitzerwechseln 1435 an die Familie Meyer von Knonau. Diese übte die Gerichtsherrschaft bis zum Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798 aus.
Eine dem heiligen Michael geweihte Kapelle in Unterengstringen ist 1324 urkundlich belegt. Ihr genauer Standort ist heute nicht mehr bekannt. Wahrscheinlich wurde sie während oder nach der Reformation profaniert. Kirchlich gehört die reformierte Bevölkerung traditionell zur Kirchgemeinde Weiningen, während die katholische Bevölkerung lange von Oberengstringen aus betreut wurde.
Das Kloster Fahr besass eine 1330 erwähnte Mühle in Unterengstringen. Diese verschwand vermutlich um 1500. Landwirtschaft, Viehhaltung, Waldnutzung und Rebbau bildeten über Jahrhunderte die wirtschaftliche Grundlage des kleinen Dorfes.
Unterengstringen als Kriegsschauplatz
Aufgrund der Limmatübergänge war die Gegend wiederholt von militärischen Ereignissen betroffen. Während des Zweiten Villmergerkriegs wurde 1712 bei der Chräuelfurt eine provisorische Schiffsbrücke errichtet. Auf der Unterengstringer Seite befand sich ein befestigter Brückenkopf. Wegen der ungenügenden Zufahrtswege verlor die Verbindung bald wieder ihre Bedeutung.
Eine besonders wichtige Rolle spielte das Gemeindegebiet während der Zweiten Schlacht von Zürich im Jahr 1799. Russische Truppen hatten am rechten Limmatufer Stellungen bezogen. Am Morgen des 25. September überquerten französische Einheiten unter General André Masséna die Limmat im Raum Dietikon und Unterengstringen. Der erfolgreiche Übergang leitete den französischen Angriff gegen die russische Armee ein und trug entscheidend zu deren Niederlage bei. An diese Ereignisse erinnern die Franzosenschanzen und ein Russendenkmal.
Vom Bauerndorf zur Agglomerationsgemeinde
Bis weit ins 19. Jahrhundert blieb Unterengstringen ein kleines und vergleichsweise armes Bauerndorf. Viele Kleinbauern betrieben neben Landwirtschaft und Weinbau ein zusätzliches Handwerk. Der historische Baubestand entlang der Dorfstrasse entstand zu einem grossen Teil im 18. Jahrhundert.
Im Jahr 1890 nahm eine Schaumweinfabrikation den Betrieb auf. Sie gehörte zu den ersten grösseren Gewerbebetrieben der Gemeinde. Von 1901 bis 1931 verband eine Linie der Limmattal-Strassenbahn Schlieren über Unterengstringen mit Weiningen. Die erhoffte starke bauliche Entwicklung setzte zunächst jedoch nicht ein.
Eine dauerhafte Strassenbrücke über die Limmat und die Einbindung in das städtische Busnetz verbesserten ab den 1930er-Jahren die Verkehrsverhältnisse. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann eine intensive Bautätigkeit. Neue Wohnquartiere entstanden zwischen dem alten Dorf, der Zürcherstrasse und dem Grüngürtel am Gubrist. Die Nähe zu Zürich und zu den Arbeitsplätzen des Limmattals führte zu einem starken Bevölkerungswachstum.
Bevölkerung
Unterengstringen zählte 1634 lediglich 96 Einwohnerinnen und Einwohner. Auch im 19. Jahrhundert nahm die Bevölkerung nur langsam zu. Das starke Wachstum begann vor allem nach 1950 und setzte sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts fort.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1634 | 96 |
| 1764 | 142 |
| 1850 | 255 |
| 1900 | 302 |
| 1950 | 933 |
| 2000 | 2'846 |
| 2010 | 3'367 |
| 2020 | 3'982 |
| 2025 | 4'350 |
Die historischen Zahlen bis 1764 beruhen auf Angaben des Historischen Lexikons der Schweiz, die neueren Werte auf eidgenössischen und kantonalen Bevölkerungsstatistiken sowie auf der Einwohnerstatistik der Gemeinde.[2][1]
Ende 2025 lebten in Unterengstringen 3'174 Schweizer Staatsangehörige und 1'176 ausländische Staatsangehörige. Die Gemeinde verzeichnete 1'904 Haushalte.[1] Die Bevölkerungsstruktur ist heute durch die Lage innerhalb der international geprägten Agglomeration Zürich bestimmt.
Wirtschaft
Die traditionelle Wirtschaft Unterengstringens beruhte auf Landwirtschaft, Viehzucht, Weinbau und der Nutzung der umliegenden Wälder. Die zunehmende Industrialisierung des Limmattals und die besseren Verkehrsverbindungen veränderten die Erwerbsstruktur im 20. Jahrhundert grundlegend.
Heute ist Unterengstringen in erster Linie eine Wohngemeinde. Ein grosser Teil der erwerbstätigen Bevölkerung pendelt nach Zürich, Dietikon, Schlieren oder in andere Gemeinden der Agglomeration. Daneben bestehen lokale Gewerbe-, Handels-, Bau- und Dienstleistungsbetriebe. Einige Unternehmen befinden sich in der Talebene nahe der Limmat und der überregionalen Verkehrsachsen.
Im Jahr 2023 wurden in Unterengstringen 253 Betriebe mit insgesamt 1'048 Beschäftigten gezählt. Davon arbeiteten 13 Personen im primären, 296 im sekundären und 739 im tertiären Wirtschaftssektor.[1] Damit entfällt der grösste Teil der lokalen Arbeitsplätze auf Dienstleistungen.
Politik und Verwaltung
Unterengstringen ist als politische Gemeinde nach dem Gemeinderecht des Kantons Zürich organisiert. Die Stimmberechtigten entscheiden an der Gemeindeversammlung oder bei Urnenabstimmungen über wichtige Sachgeschäfte. Der Gemeinderat bildet die ausführende Behörde und bereitet die Geschäfte der Gemeindeversammlung vor.
Seit dem 1. Januar 2018 bilden die politische Gemeinde und die frühere Primarschulgemeinde eine Einheitsgemeinde. Die schulischen Angelegenheiten werden innerhalb dieser Organisation von der Primarschulpflege geführt.[4]
Gemeindepräsident ist Marcel Balmer von der SVP. Er wurde für die Amtsdauer 2026 bis 2030 wiedergewählt.[5] Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Dorfstrasse 13.
Bildung
Die Gemeinde führt Kindergärten und die Primarschule auf dem Schulareal Büel. Zur Anlage gehören mehrere Schulgebäude, Sportanlagen, Betreuungsangebote, die Gemeindebibliothek und weitere öffentliche Räume. Die erste Etappe der Schulanlage Büel wurde 1951 eröffnet und später mehrfach erweitert.
Seit der Bildung der Einheitsgemeinde ist die Primarschule organisatorisch Teil der politischen Gemeinde. Die Jugendlichen der Sekundarstufe besuchen die Oberstufenschule in Weiningen. Unterengstringen bildet gemeinsam mit Weiningen, Geroldswil und Oetwil an der Limmat eine Oberstufenkreisschulgemeinde.[6]
Verkehr
Unterengstringen besitzt keinen eigenen Bahnhof. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Schlieren und wird von mehreren Linien der S-Bahn Zürich bedient. Weitere Bahnanschlüsse bestehen am Bahnhof Zürich Altstetten und in Dietikon.
Das Zentrum der Gemeinde wird durch Buslinien des Zürcher Verkehrsverbunds erschlossen. Die Linie 89 verbindet die Haltestelle Sennenbüel über Zürich-Höngg und den Bahnhof Altstetten mit Sihlcity. Die Linie 302 führt von Geroldswil über Unterengstringen und Schlieren zum Bahnhof Urdorf Weihermatt.[7]
Über das regionale Strassennetz ist die Gemeinde mit Zürich, Schlieren, Dietikon und den übrigen Orten des rechten Limmattals verbunden. Die nahe Autobahn A1 gewährleistet den Anschluss an das schweizerische Nationalstrassennetz. Entlang der Limmat verlaufen regionale Wander- und Velowege.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kloster Fahr
Hauptartikel: Kloster Fahr
Das Kloster Fahr ist ein Benediktinerinnenkloster am Ufer der Limmat. Es wurde 1130 gegründet und steht in enger historischer Verbindung mit dem Kloster Einsiedeln. Die heutige Klosteranlage umfasst die Kirche, Konventgebäude, Wirtschaftsgebäude, Gärten und Rebberge.
Obwohl das Kloster vollständig vom Gebiet des Kantons Zürich umgeben ist, gehört es zur Gemeinde Würenlos und damit zum Kanton Aargau. Das Kloster ist ein religiöses und kulturelles Zentrum und bildet gemeinsam mit der umgebenden Landschaft ein beliebtes Ausflugsziel.
Glanzenberg
Hauptartikel: Glanzenberg
Westlich des Dorfes befinden sich die Überreste der mittelalterlichen Burg und des Städtchens Glanzenberg. Sichtbar sind Teile der Befestigungsmauern, Gräben und Geländestrukturen. Die Anlage vermittelt einen Eindruck von den territorialen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen des 13. Jahrhunderts.
Die Fundstelle liegt in der Limmataue und ist über Spazier- und Velowege erreichbar. Sie gehört zu den archäologisch bedeutendsten mittelalterlichen Stadtwüstungen der Schweiz.
Franzosenschanzen und Russendenkmal
Im Landschaftsraum zwischen dem Kloster Fahr und dem Hardwald sind Spuren der militärischen Stellungen von 1799 erhalten. Die sogenannten Franzosenschanzen erinnern an den französischen Limmatübergang während der Zweiten Schlacht von Zürich. Ein Russendenkmal gedenkt der gefallenen russischen Soldaten.
Historischer Dorfkern und Ortsmuseum
Entlang der Dorfstrasse sind mehrere ältere Bauern- und Wohnhäuser erhalten. Sie dokumentieren den Wandel vom bäuerlichen Dorf zur Agglomerationsgemeinde. Das Ortsmuseum sammelt Gegenstände, Fotografien und Dokumente zur lokalen Geschichte.
Ein Ortsgeschichteweg verbindet verschiedene historische Stätten. Er führt unter anderem zu vorgeschichtlichen Fundstellen, zum Kloster Fahr, nach Glanzenberg, zu den Schauplätzen der Ereignisse von 1799 und durch den alten Dorfkern.
Wappen
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:
- In Rot eine silberne Pflugschar vor einem silbernen Rebmesser mit goldenem Griff.
Die Pflugschar und das Rebmesser erinnern an die Landwirtschaft und den Weinbau, die das wirtschaftliche Leben Unterengstringens über viele Jahrhunderte prägten.
Literatur
- Karl Grunder: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band IX: Der Bezirk Dietikon. Unterengstringen. Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 88. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1997, ISBN 978-3-909164-57-8, S. 295–337.
- Jakob Meier: Das Dörfchen Unterengstringen. Das Dörfchen vor 100 Jahren. Gemeinderat Unterengstringen, Unterengstringen 2010.
- Walter Drack: Glanzenberg. Burg und Stadt. Schweizerische Kunstführer, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1983.
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Unterengstringen
- Zürcher Gemeinden in Zahlen
- Unterengstringen im Historischen Lexikon der Schweiz
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Gemeinde Unterengstringen: Gemeinde in Zahlen, Stand 31. Dezember 2025, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ 2,0 2,1 Martin Illi: Unterengstringen. In: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Heinrich Boxler: Glanzenberg. In: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Gemeinde Unterengstringen: Gemeinderat Unterengstringen, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Gemeinde Unterengstringen: Konstituierung des Gemeinderats für die Legislatur 2026–2030, 7. Juli 2026, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Gemeinde Unterengstringen: Oberstufenschule, abgerufen am 23. Juli 2026.
- ↑ Zürcher Verkehrsverbund: Haltestellenfahrplan Unterengstringen, Sennenbüel N, Jahresfahrplan 2026, abgerufen am 23. Juli 2026.
Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu Unterengstringen