Universität Bern

Aus Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz
Version vom 23. Juli 2026, 20:00 Uhr von Nick Frei (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: «{| class="wikitable" style="float:right; clear:right; width:24em; margin:0 0 1em 1em; font-size:90%;" ! colspan="2" style="text-align:center; font-size:120%;" | Universität Bern |- | '''Lateinischer Name''' | ''Universitas Bernensis'' |- | '''Abkürzung''' | UniBE |- | '''Hochschultyp''' | Öffentliche Volluniversität |- | '''Gründung''' | 1834 |- | '''Vorgängereinrichtungen''' | Hohe Schule von 1528 und Akademie von 1805 |- | '''Trägerschaft''' | Ka…»)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Universität Bern
Lateinischer Name Universitas Bernensis
Abkürzung UniBE
Hochschultyp Öffentliche Volluniversität
Gründung 1834
Vorgängereinrichtungen Hohe Schule von 1528 und Akademie von 1805
Trägerschaft Kanton Bern
Rechtsform Autonome öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit
Sitz Bern, Schweiz
Rektorin Virginia Richter
Fakultäten 8
Studierende 19'741 im Herbstsemester 2025
Mitarbeitende 8'204 Personen Ende 2025
Budget 994 Millionen Franken im Jahr 2025
Hauptgebäude Hochschulstrasse 4, Bern
Website unibe.ch

Die Universität Bern ist eine öffentliche Universität in der Schweizer Bundesstadt Bern. Sie wurde 1834 gegründet und gehört zu den grössten Hochschulen der Schweiz. Als Volluniversität deckt sie ein breites Spektrum der Geistes-, Sozial-, Rechts-, Wirtschafts-, Natur-, Human- und Veterinärmedizinischen Wissenschaften ab.

Die Universität wird vom Kanton Bern getragen. Seit der Revision des kantonalen Universitätsgesetzes von 1996 ist sie eine autonome öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit. Ihre Aufgaben umfassen Forschung, Lehre, wissenschaftliche Weiterbildung, Nachwuchsförderung, Wissensvermittlung und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Gesellschaft und Wirtschaft.

Im Herbstsemester 2025 waren 19'741 Studierende eingeschrieben. Davon studierten 8'014 auf Bachelorstufe, 5'213 auf Masterstufe, 3'588 auf Doktoratsstufe und 2'926 in Weiterbildungsprogrammen. Der Frauenanteil betrug 60 Prozent, der Anteil ausländischer Staatsangehöriger 21 Prozent.[1]

Die Universität beschäftigte Ende 2025 insgesamt 8'204 Personen auf 5'338 Vollzeitstellen. Ihr Gesamtbudget belief sich 2025 auf 994 Millionen Franken, wovon 377 Millionen Franken aus Drittmitteln stammten.[2][3]

Die Universität ist eng mit der politischen Funktion Berns als Bundesstadt, dem Inselspital, den eidgenössischen Behörden, internationalen Organisationen sowie zahlreichen Forschungs- und Kulturinstitutionen verbunden. Besondere internationale Sichtbarkeit besitzt sie in der Klima- und Nachhaltigkeitsforschung, der Weltraumforschung, der Teilchenphysik, der Medizin, der Veterinärmedizin sowie der Politik- und Verwaltungsforschung.

Name

Der offizielle deutsche Name lautet Universität Bern. Im französischsprachigen Raum wird sie als Université de Berne, auf Italienisch als Università di Berna und auf Englisch als University of Bern bezeichnet.

Der lateinische Name lautet Universitas Bernensis.

Als Kurzbezeichnungen werden verwendet:

  • Uni Bern;
  • Universität Bern;
  • UniBE;
  • UNIBE.

Die Abkürzung UniBE wird vor allem in der institutionellen Kommunikation, in Internetadressen und bei universitären Organisationseinheiten verwendet.

Geschichte

Hohe Schule von 1528

Die historischen Wurzeln der Universität reichen in die Zeit der Reformation zurück.

Nachdem Bern 1528 die Reformation eingeführt hatte, musste der neue reformierte Staat eigene Pfarrer und Lehrer ausbilden. Zu diesem Zweck wurde eine Hohe Schule eingerichtet.

Die Ausbildung konzentrierte sich zunächst auf:

  • Theologie;
  • biblische Sprachen;
  • Philosophie;
  • klassische Sprachen;
  • humanistische Grundbildung.

Die Hohe Schule war eng mit Kirche und Staat verbunden. Ihr Hauptzweck bestand darin, Geistliche für die zahlreichen Kirchgemeinden des bernischen Staatsgebiets auszubilden.

Sie besass noch nicht alle Merkmale einer modernen Universität und verfügte nicht über ein vollständiges Fakultätssystem.

Akademie von 1805

Im Jahr 1805 wandelte die bernische Regierung die Hohe Schule in eine Akademie mit vier Fakultäten um.

Neben der theologischen Ausbildung konnten nun auch vollständige Studiengänge in weiteren Bereichen absolviert werden.

Die Akademie umfasste:

Fakultät Zentrale Ausbildungsbereiche
Theologische Fakultät Reformierte Theologie und Ausbildung von Pfarrpersonen
Juristische Fakultät Recht und Staatswissenschaften
Medizinische Fakultät Medizinische Grundlagen und ärztliche Ausbildung
Philosophische Fakultät Geistes- und Naturwissenschaften

Die Akademie bildete den unmittelbaren institutionellen Vorläufer der heutigen Universität.

Gründung der Universität 1834

Während der Regeneration setzten sich im Kanton Bern 1831 liberale politische Kräfte durch.

Die neue Regierung reformierte das Bildungswesen und gründete 1834 die Universität Bern. Die Akademie wurde damit zu einer modernen kantonalen Hochschule erweitert.

Bei ihrer Gründung verfügte die Universität über 45 Dozierende und 167 Studierende.[4]

Die liberale Regierung benötigte ausgebildete:

  • Beamte;
  • Juristen;
  • Ärzte;
  • Lehrer;
  • Pfarrer;
  • Wissenschaftler.

Die Zulassungsbedingungen waren zunächst vergleichsweise offen. Dadurch erhielten auch Angehörige neuer gesellschaftlicher Gruppen Zugang zu einem Hochschulstudium.

Entwicklung nach 1848

Nach der Gründung des Schweizer Bundesstaats im Jahr 1848 stabilisierten sich die politischen Verhältnisse.

Die Universität konnte ihre Forschung und Lehre kontinuierlich ausbauen. Neue Lehrstühle, Kliniken, Laboratorien und Sammlungen entstanden.

Im Jahr 1885 überschritt die Zahl der Studierenden erstmals 500. Um 1900 waren bereits mehr als 1000 Personen eingeschrieben. Zu dieser Zeit war die Universität Bern vorübergehend die grösste Universität der Schweiz.[4]

Ein erheblicher Teil der Studierenden stammte aus dem Ausland. Besonders viele Frauen kamen aus dem Russischen Reich nach Bern, weil ihnen an Hochschulen ihrer Heimat der Zugang zum Studium erschwert oder verwehrt war.

Frauenstudium

Bern gehörte zu den schweizerischen Universitäten, die Frauen vergleichsweise früh zum regulären Studium zuliessen.

Im späten 19. Jahrhundert wuchs der Anteil ausländischer Studentinnen stark. Viele studierten Medizin, Philosophie oder Naturwissenschaften.

Eine herausragende Persönlichkeit war die Philosophin Anna Tumarkin. Sie wurde 1909 zur ausserordentlichen Professorin ernannt und war damit eine der ersten Frauen Europas, die als Professorin dieselben akademischen Rechte wie ihre männlichen Kollegen besass. Sie durfte insbesondere Doktorarbeiten und Habilitationen betreuen und begutachten.[4]

Die Universität erinnert heute mit Veranstaltungen, Publikationen und Porträts an die Geschichte ihrer Wissenschaftlerinnen.

Hauptgebäude von 1903

Im Jahr 1903 bezog die Universität ihr neues Hauptgebäude auf der Grossen Schanze oberhalb des Bahnhofs.

Das Gebäude wurde von den Architekten Alfred Hodler und Eduard Joos entworfen. Es sollte die wachsende Bedeutung der Universität durch eine repräsentative Architektur sichtbar machen.

Das Hauptgebäude enthält:

  • Aula;
  • Hörsäle;
  • Kuppelsaal;
  • Bibliotheksräume;
  • Büros;
  • repräsentative Treppenanlagen;
  • Räume für akademische Feiern.

Seine erhöhte Lage und die monumentale Architektur machen es zu einem der bekanntesten Universitätsgebäude der Schweiz.[5]

Albert Einstein in Bern

Albert Einstein lebte von 1902 bis 1909 in Bern und arbeitete zunächst beim Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum.

Nach seiner Habilitation lehrte er ab 1908 während drei Semestern als Privatdozent für theoretische Physik an der Universität Bern.

Seine Berner Jahre waren wissenschaftlich ausserordentlich bedeutend. 1905 veröffentlichte er mehrere grundlegende Arbeiten, darunter Beiträge zur speziellen Relativitätstheorie, zur Brownschen Bewegung und zum photoelektrischen Effekt.

Obwohl Einstein seine wichtigsten Arbeiten nicht als Universitätsprofessor verfasste, ist seine Lehrtätigkeit eng mit der Geschichte der Universität verbunden.

Theodor Kocher

Der Chirurg Theodor Kocher wirkte von 1872 bis zu seinem Tod 1917 als Professor für Chirurgie an der Universität Bern.

Er entwickelte neue chirurgische Methoden, insbesondere zur Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse.

1909 erhielt er den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Er war der erste Schweizer Mediziner und der erste an der Universität Bern tätige Wissenschaftler, dem ein Nobelpreis verliehen wurde.

Die Universität erinnert mit dem jährlich vergebenen Theodor-Kocher-Preis an ihn.

Entwicklung im 20. Jahrhundert

1921 wurde die bisherige Philosophische Fakultät in zwei Fakultäten aufgeteilt:

  • Philosophisch-historische Fakultät;
  • Philosophisch-naturwissenschaftliche Fakultät.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein starkes Wachstum ein.

1968 zählte die Universität bereits rund 5000 Studierende. Die Zahl der Institute, Kliniken, Professuren und Mitarbeitenden nahm ebenfalls stark zu.

Neue Gebäude entstanden unter anderem in:

  • der Länggasse;
  • der Muesmatt;
  • dem Bühlplatzareal;
  • dem Inselspitalareal;
  • dem vonRoll-Areal.

Im Jahr 1992 überschritt die Universität erstmals die Marke von 10'000 Studierenden.[4]

Autonomie seit 1996

Das revidierte Universitätsgesetz von 1996 wandelte die Universität von einer Verwaltungsabteilung der kantonalen Erziehungsdirektion in eine autonome öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit um.

Die Universität erhielt grössere Zuständigkeiten bei:

  • Organisation;
  • Personal;
  • Finanzen;
  • Berufungen;
  • strategischer Planung;
  • akademischer Selbstverwaltung.

Das Verhältnis zwischen Universität und Kanton wird seither unter anderem durch Leistungsaufträge und Finanzierungsvereinbarungen geregelt.

Bologna-Reform und Neuorganisation

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurden die Studiengänge im Rahmen des europäischen Bologna-Prozesses auf Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt.

2001 fusionierten die evangelisch-theologische und die christkatholisch-theologische Fakultät zur heutigen Theologischen Fakultät.

Die frühere Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät wurde in eine Rechtswissenschaftliche sowie eine Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät aufgeteilt.

2005 entstand aus Psychologie, Erziehungswissenschaft und Sportwissenschaft die Philosophisch-humanwissenschaftliche Fakultät.

Im Jahr 2009 feierte die Universität ihr 175-jähriges Bestehen.

Rektorat Virginia Richter

Virginia Richter ist seit dem 15. Juni 2024 Rektorin der Universität Bern.

Die Literaturwissenschaftlerin war zuvor ordentliche Professorin für Moderne Englische Literatur und Vizerektorin für Internationales und Akademische Karrieren.[6]

Organisation

Rechtsstellung und Trägerschaft

Die Universität Bern ist eine autonome öffentlich-rechtliche Anstalt des Kantons Bern.

Der Kanton:

  • gewährleistet die Grundfinanzierung;
  • erlässt die gesetzlichen Rahmenbedingungen;
  • genehmigt strategische Vorgaben;
  • wirkt bei der Wahl der Universitätsleitung mit;
  • überwacht die Erfüllung des öffentlichen Bildungs- und Forschungsauftrags.

Die Universität besitzt innerhalb dieses Rahmens weitreichende organisatorische und akademische Selbstständigkeit.

Universitätsleitung

Die Universitätsleitung ist das operative Führungsgremium.

Ihr gehören an:

  • die Rektorin oder der Rektor;
  • die Vizerektorinnen und Vizerektoren;
  • der Verwaltungsdirektor;
  • der Generalsekretär.

Zu den Aufgaben gehören:

  • strategische Führung;
  • Finanz- und Personalplanung;
  • Koordination der Fakultäten;
  • Qualitätssicherung;
  • Weiterentwicklung von Forschung und Lehre;
  • internationale Beziehungen;
  • Planung der universitären Infrastruktur.

Rektorin

Die Rektorin führt das Rektorat, steht der Universitätsleitung vor und präsidiert den Senat.

Sie vertritt die Universität gegenüber:

  • dem Regierungsrat;
  • anderen Hochschulen;
  • Forschungsorganisationen;
  • Öffentlichkeit;
  • internationalen Partnerinstitutionen.

Senat

Der Senat ist ein zentrales Organ der akademischen Selbstverwaltung.

Vertreten sind insbesondere:

  • Professorinnen und Professoren;
  • wissenschaftliche Mitarbeitende;
  • Assistierende und Doktorierende;
  • Studierende;
  • administratives und technisches Personal.

Der Senat behandelt strategische, organisatorische und akademische Fragen.

Fakultäten

Die Universität umfasst acht Fakultäten:

Fakultät Wichtige Fachbereiche
Theologische Fakultät Evangelische und christkatholische Theologie, Religionswissenschaft
Rechtswissenschaftliche Fakultät Privatrecht, öffentliches Recht, Strafrecht, internationales Recht
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Politikwissenschaft, Soziologie sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft
Medizinische Fakultät Humanmedizin, Zahnmedizin, Biomedizin und klinische Forschung
Vetsuisse-Fakultät Veterinärmedizin, Tiergesundheit, Tierwohl und One Health
Philosophisch-historische Fakultät Geschichte, Sprachen, Literaturen, Philosophie, Archäologie, Kunstgeschichte und Sozialanthropologie
Philosophisch-humanwissenschaftliche Fakultät Psychologie, Erziehungswissenschaft und Sportwissenschaft
Philosophisch-naturwissenschaftliche Fakultät Mathematik, Physik, Astronomie, Chemie, Biologie, Geologie und Geografie

Die Fakultäten gliedern sich in Institute, Departemente, Kliniken und weitere Organisationseinheiten.[7]

Vetsuisse-Fakultät

Die Vetsuisse-Fakultät ist eine gemeinsame Fakultät der Universitäten Bern und Zürich.

Sie entstand 2006 durch die organisatorische Zusammenführung der veterinärmedizinischen Fakultäten beider Universitäten.

Die beiden Standorte bleiben räumlich getrennt, arbeiten jedoch in Lehre, Forschung und strategischer Planung eng zusammen.

Die Berner Abteilung betreibt unter anderem das Tierspital Bern.

Studierendenschaft

Die Studierenden sind in der Studierendenschaft der Universität Bern, kurz SUB, organisiert.

Die SUB vertritt ihre Interessen gegenüber:

  • Universitätsleitung;
  • Fakultäten;
  • Kanton;
  • Öffentlichkeit;
  • nationalen Studierendenorganisationen.

Sie bietet zudem Beratungen, Veranstaltungen, politische Vertretung und verschiedene Dienstleistungen an.

Studium

Studienangebot

Die Universität bietet rund 40 Bachelor- und etwa 75 Masterstudiengänge sowie zahlreiche Doktorats- und Weiterbildungsprogramme an.[8]

Das Angebot umfasst klassische Einzelfächer, kombinierte Studienprogramme und interdisziplinäre Studiengänge.

Bachelorstudium

Ein Bachelorstudium umfasst in der Regel 180 ECTS-Punkte und dauert bei einem Vollzeitstudium drei Jahre.

Es vermittelt:

  • fachliche Grundlagen;
  • wissenschaftliche Arbeitsmethoden;
  • methodische Kompetenzen;
  • erste Spezialisierungen.

In vielen Fächern können Haupt- und Nebenfächer kombiniert werden.

Masterstudium

Masterprogramme umfassen gewöhnlich 90 oder 120 ECTS-Punkte.

Sie dienen der:

  • wissenschaftlichen Vertiefung;
  • fachlichen Spezialisierung;
  • Vorbereitung auf Forschung oder anspruchsvolle Berufsfelder;
  • Vorbereitung auf das Doktorat.

Ein wachsender Teil der Masterprogramme wird vollständig oder teilweise auf Englisch angeboten.

Doktorat

Die Universität besitzt das Promotionsrecht in allen ihren wissenschaftlichen Fachgebieten.

Doktorierende arbeiten häufig als:

  • Assistierende;
  • wissenschaftliche Mitarbeitende;
  • Mitglieder von Graduiertenschulen;
  • Mitarbeitende in Forschungsprojekten.

Die Promotion verbindet eigenständige Forschung mit fachlicher Weiterbildung und wissenschaftlicher Betreuung.

Medizinische Studiengänge

Die Ausbildung in Humanmedizin ist eng mit dem Inselspital und weiteren Lehrspitälern verbunden.

Studierende absolvieren:

  • naturwissenschaftliche Grundlagen;
  • vorklinische Ausbildung;
  • klinische Kurse;
  • praktische Einsätze;
  • Prüfungen nach eidgenössischem Recht.

Die Universität bildet zudem Zahnärztinnen, Zahnärzte und Tierärztinnen und Tierärzte aus.

Weiterbildung

Zum Angebot gehören:

  • Master of Advanced Studies;
  • Diploma of Advanced Studies;
  • Certificate of Advanced Studies;
  • Einzelkurse;
  • berufsbegleitende Programme.

Die Weiterbildung richtet sich vor allem an Berufstätige, Fachpersonen und Führungskräfte.

Unterrichtssprachen

Die wichtigste Unterrichtssprache ist Deutsch.

Je nach Fachgebiet werden Veranstaltungen auch auf:

  • Englisch;
  • Französisch;
  • Italienisch;
  • weiteren Sprachen

angeboten.

In vielen naturwissenschaftlichen und internationalen Master- und Doktoratsprogrammen ist Englisch die zentrale Arbeitssprache.

Studierende

Entwicklung der Studierendenzahlen

Jahr Studierende
1834 167
1885 mehr als 500
um 1900 mehr als 1000
um 1968 rund 5000
1992 mehr als 10'000
Herbstsemester 2025 19'741

Das Wachstum führte zu einer starken räumlichen und organisatorischen Erweiterung der Universität.

Zusammensetzung 2025

Studienstufe Anzahl Anteil
Bachelor 8'014 41 %
Master 5'213 26 %
Doktorat 3'588 18 %
Weiterbildung 2'926 15 %
Gesamt 19'741 100 %

Von den Studierenden ohne Weiterbildung stammten 39 Prozent aus dem Kanton Bern. 21 Prozent aller Studierenden besassen eine ausländische Staatsangehörigkeit.[1]

Forschung

Die Universität versteht sich als forschungsorientierte Volluniversität.

Sie betreibt:

  • Grundlagenforschung;
  • angewandte Forschung;
  • klinische Forschung;
  • interdisziplinäre Forschung;
  • transdisziplinäre Forschung;
  • wissenschaftliche Dienstleistungen.

Die Universität definiert fünf strategische Themenschwerpunkte:

Themenschwerpunkt Zentrale Forschungsfelder
Nachhaltigkeit Klima, Umwelt, Entwicklung, Ressourcen, Biodiversität und globale Wirtschaft
Gesundheit und Medizin Humanmedizin, Biomedizin, Veterinärmedizin, Medizintechnik und One Health
Materie und Universum Teilchenphysik, Astronomie, Planetenforschung und Weltraumwissenschaften
Interkulturelles Wissen Sprachen, Religionen, Geschichte, Literatur, Kulturen und gesellschaftlicher Austausch
Politik und Verwaltung Politische Institutionen, öffentliche Verwaltung, Demokratie und internationale Beziehungen

Die Ausrichtung als Volluniversität ermöglicht es, diese Themen aus natur-, geistes-, sozial-, rechts- und medizinwissenschaftlichen Perspektiven zu untersuchen.[9]

Klima- und Nachhaltigkeitsforschung

Die Universität Bern besitzt eine lange Tradition in der Klimaforschung.

Ein wichtiges Zentrum ist das Oeschger Centre for Climate Change Research. Es verbindet Forschende aus:

  • Klimaphysik;
  • Geografie;
  • Geologie;
  • Biologie;
  • Wirtschaftswissenschaft;
  • Geschichte;
  • Sozialwissenschaft;
  • Rechtswissenschaft.

Untersucht werden unter anderem:

  • vergangene Klimaveränderungen;
  • Treibhausgase;
  • Eisschilde und Gletscher;
  • Ozeane;
  • Extremereignisse;
  • Klimamodelle;
  • gesellschaftliche Auswirkungen;
  • Möglichkeiten zur Anpassung.

Weitere wichtige Einrichtungen sind das Centre for Development and Environment und das World Trade Institute.

Die Universität beteiligt sich an internationalen Klimaberichten, Forschungsprogrammen und Expeditionen.

Weltraumforschung

Bern ist seit Jahrzehnten ein international bedeutender Standort der Weltraumforschung.

Forschungsgruppen der Universität entwickeln Instrumente für:

  • Satelliten;
  • Raumsonden;
  • Kometenmissionen;
  • Marsmissionen;
  • astronomische Observatorien.

Das Physikalische Institut entwickelte das Sonnenwindsegel, das bei den Apollo-Missionen auf dem Mond eingesetzt wurde.

Weitere Berner Instrumente waren oder sind an Missionen europäischer und internationaler Weltraumorganisationen beteiligt.

Das Center for Space and Habitability untersucht:

  • Entstehung von Planeten;
  • Eigenschaften von Exoplaneten;
  • Bedingungen für Leben;
  • Entwicklung von Planetensystemen;
  • Ursprung des Lebens.

Der Nationale Forschungsschwerpunkt PlanetS wird von den Universitäten Bern und Genf getragen.

Teilchenphysik

Das Albert Einstein Center for Fundamental Physics bündelt Forschung in theoretischer und experimenteller Teilchenphysik.

Berner Forschende beteiligen sich an internationalen Grossprojekten, unter anderem am europäischen Forschungszentrum CERN.

Untersucht werden:

  • grundlegende Teilchen und Kräfte;
  • Eigenschaften des Higgs-Bosons;
  • Neutrinophysik;
  • Materie und Antimaterie;
  • Physik jenseits des Standardmodells.

Die Forschung verbindet theoretische Modelle, Detektorentwicklung und experimentelle Datenanalyse.

Medizin und Gesundheit

Die Medizinische Fakultät arbeitet eng mit dem Inselspital und der Insel Gruppe zusammen.

Zu den Forschungsfeldern gehören:

  • Krebsmedizin;
  • Neurowissenschaften;
  • Herz-Kreislauf-Medizin;
  • Infektionskrankheiten;
  • Immunologie;
  • regenerative Medizin;
  • medizinische Bildgebung;
  • Präzisionsmedizin;
  • Medizintechnik;
  • klinische Studien.

Das ARTORG Center for Biomedical Engineering Research verbindet Medizin und Ingenieurwissenschaften.

Im Umfeld des Inselspitals unterstützt das Schweizerische Institut für Translationale und Unternehmerische Medizin, sitem-insel, die Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in klinische Anwendungen und marktfähige Technologien.

Veterinärmedizin und One Health

Die Vetsuisse-Fakultät erforscht die Gesundheit von Haus-, Nutz- und Wildtieren.

Schwerpunkte sind:

  • Tiergesundheit;
  • Tierwohl;
  • Infektionskrankheiten;
  • Lebensmittelsicherheit;
  • Biodiversität;
  • Veterinärepidemiologie;
  • One Health.

Der One-Health-Ansatz betrachtet die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt als eng miteinander verbunden.

Das Tierspital Bern dient der klinischen Versorgung, Ausbildung und Forschung.

Politik- und Verwaltungsforschung

Die Lage in der Bundesstadt bietet besondere Voraussetzungen für Forschung zu Politik und Verwaltung.

Die Universität arbeitet mit:

  • Bundesbehörden;
  • kantonalen Verwaltungen;
  • Parlamenten;
  • internationalen Organisationen;
  • Verbänden;
  • politischen Stiftungen

zusammen.

Untersucht werden unter anderem:

  • direkte Demokratie;
  • Föderalismus;
  • öffentliche Verwaltung;
  • politische Kommunikation;
  • Parteien und Wahlen;
  • internationale Politik;
  • Regulierung;
  • Verwaltungsreformen.

Das Kompetenzzentrum für Public Management gehört zu den bekannten Einrichtungen der schweizerischen Verwaltungsforschung.

Interkulturelles Wissen

Die geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächer erforschen Sprachen, Religionen, historische Entwicklungen und kulturelle Ausdrucksformen.

Zu den Themen gehören:

  • Migration;
  • Kolonialismus;
  • kulturelle Identitäten;
  • Mehrsprachigkeit;
  • religiöse Vielfalt;
  • Literatur;
  • Erinnerungskulturen;
  • gesellschaftliche Konflikte;
  • globale Verflechtungen.

Die Universität versteht interkulturelles Wissen als Voraussetzung für die Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen.

Interdisziplinäre Zentren

Neben Fakultäten und Instituten bestehen mehrere inter- und transdisziplinäre Zentren.

Zu den bekannten Einrichtungen gehören:

  • Oeschger Centre for Climate Change Research;
  • Center for Development and Environment;
  • World Trade Institute;
  • Center for Space and Habitability;
  • Albert Einstein Center for Fundamental Physics;
  • ARTORG Center for Biomedical Engineering Research;
  • Center for Regional Economic Development;
  • Kompetenzzentrum für Public Management.

Diese Zentren verbinden Forschende aus mehreren Fakultäten und arbeiten häufig mit externen Institutionen zusammen.

Forschungsförderung

Forschungsprojekte werden finanziert durch:

  • kantonale Grundmittel;
  • Schweizerischen Nationalfonds;
  • Bundesprogramme;
  • Europäische Forschungsprogramme;
  • Stiftungen;
  • Unternehmen;
  • internationale Organisationen;
  • weitere Drittmittel.

Im Jahr 2025 stammten 377 Millionen Franken beziehungsweise 38 Prozent des Gesamtbudgets aus Drittmitteln.[3]

Innovation und Wissenstransfer

Die Universität unterstützt die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Wirtschaft und Gesellschaft.

Dazu gehören:

  • Patente;
  • Lizenzen;
  • Ausgründungen;
  • Forschungskooperationen;
  • Beratungen;
  • klinische Anwendungen;
  • öffentliche Veranstaltungen;
  • Weiterbildungsangebote.

Im Jahr 2025 wurden zehn Firmengründungen registriert, die auf Forschung, Technologien oder Fachwissen der Universität beruhten.[8]

Standorte

Die Universität besitzt keinen vollständig abgeschlossenen Campus.

Ihre Gebäude verteilen sich hauptsächlich auf die Länggasse, die Grosse Schanze, das Muesmattquartier, den Bühlplatz, das vonRoll-Areal und das Inselspitalareal.

Hauptgebäude

Das Hauptgebäude an der Hochschulstrasse 4 liegt auf der Grossen Schanze unmittelbar oberhalb des Bahnhofs Bern.

Es beherbergt unter anderem:

  • Aula;
  • Hörsäle;
  • Juristische Bibliothek;
  • Arbeitsräume;
  • Räume für akademische Veranstaltungen.

Hochschulstrasse 6

Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Bahn an der Hochschulstrasse 6 wird von der Universitätsleitung und Teilen der zentralen Verwaltung genutzt.

Dort befindet sich unter anderem das Rektorat.

Unitobler

Die Unitobler befindet sich in einer ehemaligen Schokoladenfabrik im Länggassquartier.

Der umgenutzte Gebäudekomplex beherbergt zahlreiche geisteswissenschaftliche Institute und Bibliotheken.

Die industrielle Architektur wurde dabei weitgehend erhalten und mit moderner universitärer Infrastruktur verbunden.

UniS

Die UniS an der Schanzeneckstrasse befindet sich in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Das Gebäude war ursprünglich eine Frauenklinik und wurde später für universitäre Zwecke umgebaut.

Es enthält Hörsäle, Seminarräume, Bibliotheken und Institute.

vonRoll-Areal

Das vonRoll-Areal wird gemeinsam von der Universität Bern und der Pädagogischen Hochschule Bern genutzt.

Dort befinden sich insbesondere Einrichtungen der:

  • Erziehungswissenschaft;
  • Psychologie;
  • Sportwissenschaft;
  • Lehrerinnen- und Lehrerbildung.

Muesmatt und Bühlplatz

Im Muesmatt- und Bühlplatzgebiet befinden sich zahlreiche naturwissenschaftliche, medizinische und veterinärmedizinische Institute.

Dazu gehören Labore, Sammlungen, Kliniken und Forschungsanlagen.

Inselspitalareal

Die Medizinische Fakultät nutzt zahlreiche Einrichtungen auf dem Areal des Inselspitals.

Lehre, Forschung und Patientenversorgung sind dort eng miteinander verbunden.

Botanischer Garten

Der Botanische Garten der Universität Bern liegt an der Aare unterhalb der Lorrainebrücke.

Er dient:

  • Forschung;
  • Lehre;
  • Artenschutz;
  • öffentlicher Bildung;
  • Erholung.

Die Sammlungen umfassen Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen und Lebensräumen.

Universitätsbibliothek Bern

Die Universitätsbibliothek Bern stellt wissenschaftliche Literatur, Datenbanken, Zeitschriften und digitale Ressourcen bereit.

Sie besteht aus mehreren Teilbibliotheken und Standorten.

Zu den wichtigen Einrichtungen gehören:

  • Bibliothek Münstergasse;
  • Bibliotheken im Hauptgebäude;
  • Bibliotheken der Unitobler;
  • Medizinbibliothek;
  • Fachbibliotheken der Institute und Fakultäten.

Die Bibliothek Münstergasse geht auf die historische Stadt- und Hochschulbibliothek zurück und besitzt wertvolle Handschriften, Drucke und Sondersammlungen.

Die Universitätsbibliothek unterstützt Forschung und Studium durch:

  • Literaturversorgung;
  • elektronische Publikationen;
  • Forschungsdatenmanagement;
  • Open Access;
  • Schulungen;
  • Arbeitsplätze;
  • Digitalisierung historischer Bestände.

Internationale Zusammenarbeit

Die Universität unterhält Beziehungen zu mehr als 300 Partneruniversitäten weltweit.

Die Zusammenarbeit umfasst:

  • Studierendenaustausch;
  • gemeinsame Forschungsprojekte;
  • Doppelabschlussprogramme;
  • Gastprofessuren;
  • internationale Graduiertenschulen;
  • Sommerschulen;
  • wissenschaftliche Netzwerke.

Die Universität beteiligt sich an europäischen und weltweiten Hochschulprogrammen.

Ein erheblicher Teil der Forschenden, Doktorierenden und Studierenden stammt aus dem Ausland.

Verhältnis zur Stadt Bern

Die Universität prägt das wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben Berns.

Sie ist eine der grössten Arbeitgeberinnen der Region.

Studierende und Mitarbeitende tragen bei zu:

  • Wohnraumnachfrage;
  • öffentlichem Verkehr;
  • Gastronomie;
  • Kulturleben;
  • Innovation;
  • Gesundheitsversorgung;
  • internationaler Vernetzung.

Die räumliche Nähe zu Bundeshaus, Bundesverwaltung, Nationalbibliothek, Archiven, Museen und internationalen Organisationen schafft besondere Möglichkeiten für Forschung und Lehre.

Universität und Öffentlichkeit

Die Universität vermittelt Forschungsergebnisse durch:

  • öffentliche Vorlesungen;
  • Kinderuniversität;
  • Seniorenuniversität;
  • Nacht der Forschung;
  • Ausstellungen;
  • Medienarbeit;
  • öffentliche Podien;
  • Weiterbildungsangebote;
  • Führungen;
  • Onlinepublikationen.

An der Nacht der Forschung 2025 nahmen rund 10'000 Besucherinnen und Besucher teil.[8]

Der Dies academicus bildet die jährliche akademische Feier der Universität. Dabei werden Ehrendoktorate, Forschungspreise und weitere Auszeichnungen verliehen.

Bekannte Persönlichkeiten

Lehrende und Forschende

Person Verbindung zur Universität Bedeutung
Theodor Kocher Professor für Chirurgie Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1909
Albert Einstein Privatdozent für theoretische Physik 1908–1909 Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreis für Physik 1921
Anna Tumarkin Professorin für Philosophie Eine der ersten Professorinnen Europas mit umfassenden akademischen Rechten
Walter Rudolf Hess Professor für Physiologie Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1949
Emil Theodor Kocher Chirurg und Klinikdirektor Wegbereiter moderner Schilddrüsenchirurgie
Hans Albert Einstein Studium an der Universität Bern Ingenieur und Sohn Albert Einsteins

Nobelpreise

Mit der Universität besonders eng verbundene Nobelpreisträger sind:

  • Theodor Kocher, Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1909;
  • Albert Einstein, Nobelpreis für Physik 1921;
  • Walter Rudolf Hess, Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1949.

Die Art der Verbindung zur Universität unterscheidet sich: Kocher und Hess waren langjährige Professoren, während Einstein nur während einer kurzen Phase als Privatdozent unterrichtete.

Akademische Auszeichnungen

Ehrendoktorate

Die Fakultäten verleihen Ehrendoktorate an Persönlichkeiten, die sich um Wissenschaft, Gesellschaft oder Kultur verdient gemacht haben.

Die Verleihungen erfolgen gewöhnlich am Dies academicus.

Theodor-Kocher-Preis

Der Theodor-Kocher-Preis wird jährlich an hervorragende Nachwuchsforschende der Universität vergeben.

Er ist mit 50'000 Franken dotiert und erinnert an den Berner Nobelpreisträger Theodor Kocher.[10]

Finanzierung

Die Finanzierung beruht auf mehreren Säulen:

Finanzierungsquelle Bedeutung
Beiträge des Kantons Bern Grundfinanzierung von Lehre, Forschung und Infrastruktur
Bundesbeiträge Finanzierung nach dem Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz
Beiträge anderer Kantone Abgeltung für Studierende aus anderen Kantonen
Schweizerischer Nationalfonds Finanzierung wettbewerblicher Forschungsprojekte
Europäische und internationale Programme Forschungs- und Kooperationsmittel
Stiftungen und Unternehmen Projektbezogene Drittmittel
Studien- und Weiterbildungsgebühren Beiträge der Studierenden und Weiterbildungsteilnehmenden

Die steigenden Studierendenzahlen, der Ausbau der medizinischen Ausbildung, hohe Infrastrukturkosten und begrenzte öffentliche Mittel stellen die Universität vor finanzielle Herausforderungen.

Qualitätssicherung

Die Universität überprüft regelmässig:

  • Studienprogramme;
  • Lehrveranstaltungen;
  • Forschungsleistungen;
  • Führungsprozesse;
  • Dienstleistungen;
  • strategische Ziele.

Zu den Instrumenten gehören:

  • Evaluationen;
  • Akkreditierungen;
  • Peer Reviews;
  • Kennzahlen;
  • Studierendenbefragungen;
  • externe Begutachtungen.

Die institutionelle Qualitätssicherung ist Voraussetzung für die schweizerische Hochschulakkreditierung.

Nachhaltigkeit im Betrieb

Neben der Forschung verfolgt die Universität Nachhaltigkeitsziele im eigenen Betrieb.

Zu den Handlungsfeldern gehören:

  • Energieverbrauch;
  • Gebäudesanierung;
  • Mobilität;
  • Beschaffung;
  • Verpflegung;
  • Abfall;
  • Flugreisen;
  • Biodiversität;
  • Chancengleichheit.

Historische Gebäude, Labore und medizinische Einrichtungen verursachen einen hohen Energie- und Ressourcenbedarf. Die Universität arbeitet deshalb mit dem Kanton an langfristigen Sanierungs- und Infrastrukturprogrammen.

Herausforderungen

Zu den wichtigen Herausforderungen gehören:

  • wachsende Studierendenzahlen;
  • Finanzierung von Forschung und Lehre;
  • Platzmangel und Sanierungsbedarf;
  • Digitalisierung;
  • internationale Konkurrenz um Fachkräfte;
  • akademische Nachwuchskarrieren;
  • Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft;
  • Klimaneutralität;
  • Forschungsfreiheit;
  • Umgang mit künstlicher Intelligenz;
  • offene wissenschaftliche Publikation;
  • Schutz sensibler Forschungsdaten.

Die Medizinische Fakultät steht zusätzlich vor der Aufgabe, mehr Ärztinnen und Ärzte auszubilden und gleichzeitig die Qualität der klinischen Lehre sicherzustellen.

Bedeutung

Die Universität Bern besitzt nationale und internationale Bedeutung.

Sie trägt bei zu:

  • Ausbildung qualifizierter Fachpersonen;
  • medizinischer Versorgung;
  • wissenschaftlicher Beratung staatlicher Stellen;
  • Grundlagenforschung;
  • technischer und gesellschaftlicher Innovation;
  • kultureller Bildung;
  • internationaler Zusammenarbeit;
  • wirtschaftlicher Entwicklung der Region Bern.

Ihre Lage in der Bundesstadt macht sie zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Wissenschaft und schweizerischer Politik.

Zeittafel

Jahr Ereignis
1528 Gründung der Hohen Schule nach Einführung der Reformation
1805 Umwandlung der Hohen Schule in eine Akademie mit vier Fakultäten
1834 Gründung der Universität Bern mit 167 Studierenden und 45 Dozierenden
1885 Erstmals mehr als 500 Studierende
um 1900 Die Universität ist vorübergehend die grösste Hochschule der Schweiz
1903 Eröffnung des neuen Hauptgebäudes auf der Grossen Schanze
1908 Albert Einstein beginnt seine Lehrtätigkeit als Privatdozent
1909 Theodor Kocher erhält den Nobelpreis für Medizin
1909 Anna Tumarkin wird ausserordentliche Professorin
1921 Aufteilung der Philosophischen Fakultät in eine historisch-geisteswissenschaftliche und eine naturwissenschaftliche Fakultät
1949 Walter Rudolf Hess erhält den Nobelpreis für Medizin
1968 Die Zahl der Studierenden erreicht rund 5000
1989 Teilrevision des Universitätsgesetzes und Neuordnung der Universitätsleitung
1992 Mehr als 10'000 Studierende
1996 Umwandlung in eine autonome öffentlich-rechtliche Anstalt
2001 Neuordnung der theologischen, juristischen und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten
2005 Bildung der Philosophisch-humanwissenschaftlichen Fakultät
2006 Gründung der gemeinsamen Vetsuisse-Fakultät der Universitäten Bern und Zürich
2009 Feier des 175-jährigen Bestehens
15. Juni 2024 Virginia Richter tritt das Amt der Rektorin an
2025 19'741 Studierende und 8'204 Mitarbeitende

Siehe auch

Literatur

  • Universität Bern: Hochschulgeschichte Berns 1528–1984. Zur 150-Jahr-Feier der Universität Bern 1984. Bern 1984.
  • Universität Bern: Die Universität Bern – eine Erfolgsgeschichte. Bern.
  • Franziska Rogger: Der Doktorhut im Besenschrank. Das abenteuerliche Leben der ersten Studentinnen – am Beispiel der Universität Bern. Bern 1999.
  • Peter Rück: Die Universität Bern und ihre Geschichte. Bern.
  • Universität Bern: Jahresbericht 2025. Bern 2026.
  • Hochbauamt des Kantons Bern: Universität Bern, Hauptgebäude: Sanierung 1982–1985. Bern 1986.
  • Alfred Hodler und Eduard Joos: Das neue Universitätsgebäude auf der Grossen Schanze in Bern. Bern 1908.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Universität Bern: Studierende – Zahlen und Fakten, abgerufen am 23. Juli 2026.
  2. Universität Bern: Personaldaten, abgerufen am 23. Juli 2026.
  3. 3,0 3,1 Universität Bern: Finanzkennzahlen, abgerufen am 23. Juli 2026.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Universität Bern: Geschichte der Universität, abgerufen am 23. Juli 2026.
  5. Universität Bern: Hauptgebäude Hochschulstrasse 4, abgerufen am 23. Juli 2026.
  6. Universität Bern: Prof. Dr. Virginia Richter, abgerufen am 23. Juli 2026.
  7. Universität Bern: Fakultäten und Institute, abgerufen am 23. Juli 2026.
  8. 8,0 8,1 8,2 Universität Bern: Universität Bern 2025: Höhepunkte trotz schwieriger Finanzlage, 6. Mai 2026.
  9. Universität Bern: Themenschwerpunkte, abgerufen am 23. Juli 2026.
  10. Universität Bern: Theodor-Kocher-Preis, abgerufen am 23. Juli 2026.