San-Bernardino-Pass
Der San-Bernardino-Pass (italienisch Passo del San Bernardino, rätoromanisch Pass dal Sogn Bernardin; historisch auch Bernhardinpass) ist ein Alpenpass im Kanton Graubünden. Er verbindet das Rheinwald auf der Nordseite mit dem Misox (italienisch Valle Mesolcina) auf der Südseite. Die Passhöhe liegt auf rund 2066 m ü. M.
Der San-Bernardino-Pass gehört zu den historisch bedeutenden Nord-Süd-Übergängen der Schweiz. Über ihn führt die alte Passstrasse zwischen Hinterrhein und der Ortschaft San Bernardino. Seit der Eröffnung des San-Bernardino-Tunnels im Jahr 1967 wird der ganzjährige Durchgangsverkehr überwiegend durch den Tunnel der A13 geführt. Die eigentliche Passstrasse dient heute vor allem dem lokalen Verkehr, dem Tourismus sowie dem Freizeit- und Veloverkehr und ist im Winter geschlossen.[1]
| San-Bernardino-Pass | |
|---|---|
| Italienisch | Passo del San Bernardino |
| Rätoromanisch | Pass dal Sogn Bernardin |
| Historische Bezeichnung | Bernhardinpass, Vogelberg |
| Passhöhe | ca. 2066 m ü. M. |
| Kanton | Graubünden |
| Nordseite | Rheinwald |
| Südseite | Misox |
| Nordseitiger Ort | Hinterrhein |
| Südseitiger Ort | San Bernardino |
| Gebirge | Lepontinische Alpen |
| Strasse | Hauptstrasse 13 |
| Ausbau der modernen Passstrasse | 1818–1823 |
| Wintersperre | ja |
Lage und Geografie
Der San-Bernardino-Pass liegt im südwestlichen Teil Graubündens und bildet einen Übergang zwischen dem deutschsprachigen Rheinwald und dem italienischsprachigen Misox. Die Passhöhe befindet sich in einer weiten hochalpinen Landschaft mit Rundhöckern, Moorflächen und kleinen Bergseen.
Westlich des Passes liegen Gebirgszüge der Adula-Alpen, während sich östlich die Tambogruppe erhebt. Die vergleichsweise breite Passlandschaft unterscheidet sich von vielen enger eingeschnittenen Alpenübergängen.
Auf der Passhöhe verläuft die europäische Hauptwasserscheide. Das Wasser auf der Nordseite fliesst über den Hinterrhein und den Rhein zur Nordsee. Auf der Südseite entwässert die Moesa über den Tessin und den Po zur Adria.
Damit bildet der San-Bernardino-Pass nicht nur eine geografische, sondern auch eine hydrologische Grenze zwischen zwei der grossen europäischen Flusssysteme.
Gleichzeitig liegt im Bereich des Passes die traditionelle Sprachgrenze zwischen dem deutschsprachigen Rheinwald und dem italienischsprachigen Misox.
Passhöhe und Moesola
Unmittelbar südlich der Passhöhe liegt der kleine Bergsee Moesola. Er gehört zu den landschaftlich charakteristischen Elementen des San-Bernardino-Passes.
Aus dem Gebiet des Sees und der umliegenden Hochfläche entspringen Quellbäche der Moesa. Der Fluss durchfliesst anschliessend das gesamte Misox in südlicher Richtung und mündet bei Arbedo-Castione in den Tessin.
In der Nähe der Passhöhe befindet sich das historische Hospiz. Während der Sommersaison ist das Passgebiet ein Ausgangspunkt für Wanderungen und andere Freizeitaktivitäten.[2]
Name
Der Übergang war früher unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. Zu den historischen Namen gehört Mons Avium, der im Deutschen als Vogelberg wiedergegeben wurde.
Seinen heutigen Namen erhielt der Pass nach Bernhardin von Siena, einem italienischen Franziskaner und Prediger des 15. Jahrhunderts. Zwischen etwa 1450 und 1467 wurde in der heutigen Ortschaft San Bernardino eine Kapelle beziehungsweise Kirche zu Ehren des Heiligen errichtet. Von dieser Kultstätte ging die Bezeichnung allmählich auf die Siedlung und den Pass über.[3]
Im Deutschen war lange die Form Bernhardinpass beziehungsweise Bernhardinberg gebräuchlich. Im 20. Jahrhundert setzte sich zunehmend die Bezeichnung San-Bernardino-Pass durch.
Der San-Bernardino-Pass darf trotz der Ähnlichkeit der Namen nicht mit dem Grossen St. Bernhard zwischen dem Wallis und dem italienischen Aostatal verwechselt werden. Auch zum Kleinen St. Bernhard besteht keine geografische Verbindung.
Geschichte
Frühe Nutzung
Der Übergang über den San Bernardino war bereits in vorgeschichtlicher Zeit bekannt. Aufgrund seiner vergleichsweise günstigen topografischen Verhältnisse bot er eine natürliche Verbindung zwischen dem Alpenrheingebiet und der Poebene.
Auch während der römischen Epoche wurde der Übergang genutzt. Die Route ermöglichte Verbindungen zwischen den Gebieten südlich der Alpen und den römisch kontrollierten Regionen im heutigen Graubünden und weiter nördlich.[4]
Der historische Weg verlief nicht überall auf derselben Trasse wie die heutige Strasse. Teile des älteren Übergangsweges lagen weiter östlich, unter anderem im Bereich des Piz Uccello.
Mittelalter
Im Mittelalter nahm die Bedeutung des Passes insbesondere im Zusammenhang mit dem regionalen Waren- und Personenverkehr zu. Nach der Verbesserung des Verkehrswegs durch die Viamala im 15. Jahrhundert wurde die Verbindung über den San Bernardino für den Transit zwischen Norditalien und den Gebieten nördlich der Alpen attraktiver.
Über den Pass wurden unter anderem Vieh, Wein, Getreide, Salz und andere Handelswaren transportiert.
Die Bewohner des Rheinwalds und des Misox waren am Passverkehr wirtschaftlich beteiligt. Säumerei, Beherbergung, Versorgung der Reisenden und Unterhalt der Wege waren wichtige Bestandteile der lokalen Wirtschaft.
Im 15. Jahrhundert wurde der Weg teilweise neu trassiert. Damit sollte unter anderem das Risiko durch Lawinen und andere Naturgefahren verringert werden.
Historischer Saumweg
Vor dem Bau einer modernen Fahrstrasse erfolgte der Verkehr hauptsächlich über einen Saumweg. Solche Wege waren für Fussgänger und Saumtiere geeignet, jedoch nicht oder nur sehr eingeschränkt für Wagen.
Teile des historischen Weges sind bis heute erhalten. Pflästerungen und andere bauliche Elemente erinnern an die jahrhundertelange Nutzung des Passes.
Historische Wegabschnitte werden heute als Wanderwege genutzt und bilden einen Bestandteil der Kulturlandschaft des San-Bernardino-Gebiets.[5]
Bau der Fahrstrasse
Ein entscheidender Schritt in der Verkehrsgeschichte des San-Bernardino-Passes war der Ausbau zu einer für Fuhrwerke geeigneten Strassenverbindung.
Bereits im 18. Jahrhundert entstanden Verbesserungen am Verkehrsweg. Die Grundlage der heutigen Passstrasse wurde jedoch zwischen 1818 und 1823 geschaffen.
Mit der Planung und Bauleitung wurde der Tessiner Ingenieur Giulio Pocobelli beauftragt. Die neue Strasse sollte wesentlich geringere Steigungen aufweisen als der alte Saumweg und damit auch von schweren Frachtwagen und Postkutschen befahren werden können.[3]
Die Strasse erhielt deshalb zahlreiche Kehren, Stützmauern und Brücken. Insbesondere auf der steilen Südseite waren umfangreiche Kunstbauten erforderlich.
Finanzierung
Der Ausbau war nicht nur für Graubünden von Interesse. Auch das Königreich Sardinien-Piemont beteiligte sich finanziell am Strassenbau.
Aus Sicht Sardinien-Piemonts sollte die Route eine leistungsfähige Handelsverbindung zwischen dem Raum Genua und Piemont einerseits sowie den Gebieten nördlich der Alpen andererseits ermöglichen.
Die San-Bernardino-Strasse wurde deshalb teilweise auch als Italienische Strasse bezeichnet.
Die Investitionen zeigten die internationale wirtschaftliche Bedeutung der Alpenübergänge im frühen 19. Jahrhundert. In einer Zeit vor dem Bau der grossen Alpenbahnen waren gut ausgebaute Passstrassen entscheidend für den überregionalen Warenverkehr.
Hospiz
Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Strasse entstand auf der Passhöhe ein Hospiz. Es bot Reisenden, Fuhrleuten und Postillonen Unterkunft und Schutz.
Hospize spielten an zahlreichen Schweizer Alpenpässen eine wichtige Rolle, da Wetterumschwünge, Schneefall und lange Reisezeiten eine Übernachtungsmöglichkeit in Passnähe erforderlich machten.
Das Gebäude auf dem San-Bernardino-Pass ist bis heute ein markantes Element der Passlandschaft. Während der Sommersaison wird das Gebiet um das Hospiz touristisch genutzt.[2]
Postkutschenverkehr
Nach dem Ausbau der Strasse entwickelte sich der San Bernardino zu einer bedeutenden Postroute.
Postkutschen verbanden unter anderem Chur mit Bellinzona. Über weitere Anschlüsse bestanden Verkehrsbeziehungen nach Norditalien und in andere Teile der Schweiz.
Der Passverkehr brachte den Ortschaften entlang der Route wirtschaftliche Vorteile. Gasthäuser, Pferdewechselstationen, Fuhrhalter und Handwerker profitierten von den Reisenden und vom Gütertransport.
Die Reise über die Alpen blieb jedoch aufwendig und stark von den Wetterbedingungen abhängig. Im Winter konnten Schnee und Lawinen den Verkehr erheblich behindern oder vollständig unterbrechen.
Konkurrenz durch die Eisenbahn
Mit dem Ausbau des schweizerischen und italienischen Eisenbahnnetzes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlor der Gütertransport über die klassischen Passstrassen an Bedeutung.
Besonders die Eröffnung der Gotthardbahn im Jahr 1882 veränderte die Verkehrsströme zwischen Nord- und Südeuropa grundlegend. Grosse Mengen des internationalen Personen- und Güterverkehrs konnten nun unabhängig von den winterlichen Verhältnissen auf den Passstrassen durch die Alpen transportiert werden.
Der San Bernardino blieb dennoch für die regionale Verbindung zwischen dem Rheinwald und dem Misox wichtig.
Projekt einer San-Bernardino-Bahn
Im frühen 20. Jahrhundert gab es Pläne für eine Eisenbahnverbindung über beziehungsweise unter dem San Bernardino.
1923 erteilte die Bundesversammlung eine Konzession für eine elektrische Schmalspurbahn, welche die damalige Bahnstrecke Bellinzona–Mesocco mit der Rhätischen Bahn in Thusis verbinden sollte.
Damit wäre eine durchgehende Bahnverbindung vom Tessin über das Misox und den San Bernardino ins Hinterrheingebiet entstanden.
Das Projekt wurde jedoch nie verwirklicht.[3]
San-Bernardino-Tunnel
Die grösste Veränderung für den Strassenverkehr brachte im 20. Jahrhundert der Bau des San-Bernardino-Tunnels.
Der Strassentunnel führt unter dem Passmassiv zwischen Hinterrhein auf der Nordseite und San Bernardino auf der Südseite hindurch. Er ist rund 6,6 Kilometer lang und Bestandteil der heutigen A13 beziehungsweise der Europastrasse E43.
Der Tunnel wurde am 1. Dezember 1967 für den Verkehr eröffnet.[6]
Mit seiner Eröffnung entstand erstmals eine weitgehend wintersichere Strassenverbindung zwischen Nord- und Südbünden.
Für das Misox und das Calancatal verbesserte der Tunnel die ganzjährige Verbindung mit der Kantonshauptstadt Chur erheblich.
A13 und Nord-Süd-Verkehr
Die San-Bernardino-Route bildet heute einen Teil der wichtigen Nord-Süd-Achse der A13.
Von Sargans führt die A13 durch das Churer Rheintal, Chur, das Domleschg und die Viamala ins Rheinwald. Anschliessend durchquert sie den San-Bernardino-Tunnel und führt durch das Misox weiter in Richtung Bellinzona.
Dort besteht Anschluss an die A2 in Richtung Lugano, Chiasso und Italien.
Die San-Bernardino-Achse stellt damit eine wichtige Alternative zur Gotthardroute dar. Besonders während des Ferienreiseverkehrs kann es auf der A13 und an den Zufahrten zum San-Bernardino-Tunnel zu erhöhtem Verkehrsaufkommen kommen.[7]
Bedeutung der Passstrasse nach 1967
Mit der Eröffnung des Tunnels verlor die historische Passstrasse ihre Bedeutung für den ganzjährigen Durchgangsverkehr.
Dies trug gleichzeitig dazu bei, dass die alte Strasse ihren landschaftlichen und historischen Charakter weitgehend bewahren konnte. Anstelle des internationalen Transitverkehrs stehen heute vor allem touristische Fahrten, Motorradausflüge, Velotouren und lokale Verbindungen im Vordergrund.
Die zahlreichen Kehren sowie die weitgehend offene Hochgebirgslandschaft machen die San-Bernardino-Passstrasse zu einer bekannten Ausflugsroute.
Wintersperre
Die eigentliche Passstrasse ist nicht ganzjährig geöffnet. Im Winter wird sie wegen Schnee, Eis und Lawinengefahr gesperrt.[1]
Der Zeitpunkt der Öffnung im Frühling beziehungsweise Frühsommer und der Schliessung im Herbst hängt von den jeweiligen Schnee- und Wetterverhältnissen ab.
Der überregionale Verkehr wird während der Wintersperre durch den San-Bernardino-Tunnel geführt.
Vor einer Fahrt über die Passstrasse empfiehlt sich daher eine Kontrolle des aktuellen Strassenzustands bei den zuständigen kantonalen Stellen.
Natur und Landschaft
Die Passlandschaft liegt oberhalb der Waldgrenze und ist durch die Formung ehemaliger Gletscher geprägt.
Typisch sind abgerundete Felsformen, kleinere Seen, Feuchtgebiete und alpine Rasenflächen. Die weite Landschaft der Passhöhe unterscheidet sich deutlich von den engeren Tälern auf beiden Seiten.
Der Übergang markiert zugleich den Wechsel zwischen zwei unterschiedlichen Landschaftsräumen. Nördlich liegt das hoch gelegene Rheinwald mit seiner vom Hinterrhein geprägten Tallandschaft. Südlich fällt das Gelände in Richtung San Bernardino und weiter durch das Misox wesentlich stärker ab.
Mit zunehmender Höhe verändert sich auch die Vegetation. Während in den tieferen Lagen des Misox bereits ein deutlich südalpiner Einfluss erkennbar ist, herrschen auf der Passhöhe hochalpine Bedingungen.
Wandern
Der San-Bernardino-Pass ist Ausgangs- und Durchgangspunkt verschiedener Wanderwege.
Von besonderem kulturhistorischem Interesse sind Abschnitte des alten Saum- beziehungsweise Römerwegs zwischen San Bernardino und der Passhöhe. Teile des historischen Pflasters sind noch erkennbar.[5]
Wanderwege führen ausserdem zu verschiedenen Seen, Alpen und Aussichtspunkten der Umgebung.
Aufgrund der Höhenlage können sich die Wetterbedingungen auch im Sommer rasch verändern. Schneefälle sind in höheren Lagen selbst ausserhalb des Winters möglich.
Veloverkehr
Die Passstrasse ist auch bei Rennvelofahrern beliebt. Durch die Eröffnung des Tunnels wurde ein grosser Teil des motorisierten Transitverkehrs von der Passhöhe weggeleitet, wodurch die historische Strasse für den Freizeitverkehr attraktiver wurde.
Sowohl von Hinterrhein als auch von San Bernardino führen zahlreiche Kehren zur Passhöhe. Die Strecke verbindet sportliche Anforderungen mit einer weitgehend offenen Hochgebirgslandschaft.
Der San Bernardino ist zudem Bestandteil längerer Velorouten zwischen Graubünden und dem Tessin.
Sprach- und Kulturraum
Der Pass bildet seit Jahrhunderten einen Übergang zwischen unterschiedlichen Sprach- und Kulturräumen.
Im Rheinwald auf der Nordseite wird heute überwiegend Deutsch gesprochen. Das Misox auf der Südseite gehört zum italienischsprachigen Teil des Kantons Graubünden.
Der Passverkehr führte jedoch bereits lange vor dem modernen Strassenbau zu einem intensiven Austausch zwischen den beiden Talseiten. Händler, Säumer, Pilger, Soldaten und andere Reisende überquerten den Übergang und trugen zum kulturellen Austausch zwischen Nord- und Südalpen bei.
Der San Bernardino ist damit nicht nur eine topografische Grenze, sondern zugleich ein historischer Verbindungsraum.
Wirtschaftliche Bedeutung
Über Jahrhunderte bildete der Transitverkehr eine wichtige wirtschaftliche Grundlage für die Bewohner der Täler beidseits des Passes.
Zum traditionellen Transportwesen gehörten unter anderem die Säumerei, der Unterhalt der Wege, das Bereitstellen von Zug- und Saumtieren sowie die Versorgung und Beherbergung von Reisenden.
Mit dem Bau der Fahrstrasse im 19. Jahrhundert nahm die Bedeutung des Fuhr- und Postverkehrs zunächst weiter zu.
Nach dem Aufkommen der Eisenbahn und später des motorisierten Strassenverkehrs veränderte sich diese Wirtschaftsstruktur grundlegend. Heute spielt vor allem der Verkehr auf der A13 eine überregionale Rolle, während die Passstrasse selbst hauptsächlich touristische Bedeutung besitzt.
San Bernardino und Gotthard
Der San Bernardino wird häufig gemeinsam mit dem Gotthardpass beziehungsweise der Gotthard-Strassenachse als einer der wichtigsten Nord-Süd-Übergänge der Schweiz betrachtet.
Beide Routen verbinden die Alpennordseite mit dem Tessin und Norditalien, unterscheiden sich jedoch in ihrer geografischen Ausrichtung.
Während die Gotthardroute insbesondere die Zentralschweiz mit dem Tessin verbindet, erschliesst die San-Bernardino-Route die Ostschweiz und Graubünden.
Bei starken Verkehrsbelastungen oder Störungen auf der Gotthardachse kann der San Bernardino als Ausweichroute dienen. Dadurch kann jedoch auch die A13 zeitweise stark belastet werden.[7]
Abgrenzung zum San-Bernardino-Tunnel
Der San-Bernardino-Pass und der San-Bernardino-Tunnel sind zwei verschiedene Verkehrswege.
Die historische Passstrasse führt über die rund 2066 Meter hohe Passhöhe und ist nur saisonal geöffnet.
Der San-Bernardino-Tunnel führt dagegen unter dem Gebirge hindurch und gehört zur A13. Er ermöglicht die ganzjährige Verbindung zwischen Hinterrhein und San Bernardino.
Der moderne Transitverkehr benutzt überwiegend den Tunnel, während die alte Passstrasse vor allem für Tourismus und Freizeitverkehr von Bedeutung ist.
Siehe auch
- San-Bernardino-Tunnel
- San Bernardino GR
- Hinterrhein
- Rheinwald
- Misox
- Moesa
- Autobahn A13 (Schweiz)
- Viamala
- Splügenpass
- Gotthardpass
- Lukmanierpass
- Alpenpass
- Lepontinische Alpen
Literatur
- Armon Planta: Verkehrswege im alten Rätien. Band 4, Chur 1990.
- J. Jakob Meyer: Die neuen Strassen durch den Kanton Graubündten nach dem Langen- und Comer-See. Zürich 1826.
Weblinks
- San Bernardino (Pass) im Historischen Lexikon der Schweiz
- San-Bernardino-Pass bei Graubünden Ferien
- San-Bernardino-Tunnel beim Bundesamt für Strassen
- Strassenzustand und Wintersperren im Kanton Graubünden
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Graubünden Ferien: Splügen nach Bellinzona, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ 2,0 2,1 Graubünden Ferien: San Bernardino Pass, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 Historisches Lexikon der Schweiz: San Bernardino (Pass), abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Graubünden Ferien: Passo del San Bernardino, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ 5,0 5,1 Graubünden Ferien: San Bernardino Pass – Roman road, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Bundesamt für Strassen (ASTRA): A13 San Bernardino Tunnel, abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ 7,0 7,1 Bundesamt für Strassen (ASTRA): Verkehrsprognose für Ostern 2026, 18. März 2026, abgerufen am 9. August 2026.