Selnau
| Selnau | |
|---|---|
| Stadt | Zürich |
| Stadtkreis | Kreis 1 |
| Statistisches Quartier | City |
| Charakter | historisches Stadtgebiet |
| Postleitzahl | 8001 |
| Gewässer | Sihl, Schanzengraben |
| Erste urkundliche Nennung | 1256 als Seldenouwe |
| Namensgebend | Kloster Selnau |
| Klostergründung | 1256 |
| Aufhebung des Klosters | 1525 |
| Planmässige Quartierentwicklung | ab den 1850er-Jahren |
| Selnaustrasse eröffnet | 1862 |
| Alter Bahnhof Selnau | 1875–1990 |
| Heutiger Bahnhof | Bahnhof Zürich Selnau |
| Bedeutende Bauten | ehemalige Neue Börse, ehemaliges Bezirksgebäude, ehemaliges ewz-Unterwerk Selnau |
Selnau ist ein historisches Stadtgebiet im Zentrum von Zürich. Es liegt im Kreis 1 zwischen der Sihl und dem Schanzengraben und gehört heute administrativ zum statistischen Quartier City. Anders als City ist Selnau kein eigenes statistisches Quartier, besitzt aber aufgrund seiner Geschichte, seiner charakteristischen Lage und zahlreicher nach ihm benannter Einrichtungen eine deutlich wahrnehmbare eigene Identität.
Der Name geht auf das 1256 gegründete Kloster Selnau zurück. Die historische Bezeichnung ist bereits im 13. Jahrhundert in Formen wie Seldenouwe belegt. Sie wird mit den mittelhochdeutschen beziehungsweise älteren deutschen Wörtern für eine Wohnstätte oder Herberge und für eine Au beziehungsweise ein Gelände am Wasser in Verbindung gebracht. Der Name verweist damit auf die Lage an der Sihl.[1]
Das Gebiet lag im Mittelalter ausserhalb der befestigten Stadt Zürich. Erst im 19. Jahrhundert entwickelte es sich planmässig zu einem städtischen Quartier. Eine entscheidende Rolle spielten der Bau des Bezirksgebäudes, die Anlage der Selnaustrasse und ab 1875 der Bahnhof der Uetlibergbahn.
Heute verbindet Selnau historische Wohn- und Geschäftsbauten mit moderner Architektur, Büros, Bildungs- und Sozialinstitutionen sowie wichtiger Verkehrsinfrastruktur. Der unterirdische Bahnhof Selnau wird von den Linien S4 und S10 der S-Bahn Zürich bedient.
Lage
Selnau liegt unmittelbar südwestlich der Zürcher Innenstadt.
Das historische Gebiet befindet sich im Wesentlichen zwischen:
- der Sihl im Westen;
- dem Schanzengraben im Osten;
- dem Bereich Sihlporte und Sihlstrasse im Norden;
- dem Gebiet Stauffacher und Brandschenke im Süden.
Die genaue historische Abgrenzung wurde im Lauf der Zeit unterschiedlich verstanden. Der Name Selnau bezeichnet heute vor allem das Gebiet rund um:
- Selnaustrasse;
- Sihlamtstrasse;
- Gerechtigkeitsgasse;
- Friedensgasse;
- Flössergasse;
- Holzgasse;
- Freigutstrasse;
- Sihlhölzlistrasse.
Das Quartier bildet einen Übergangsraum zwischen der Altstadt, dem Geschäftszentrum rund um Bahnhofstrasse und Paradeplatz, Aussersihl, Werd und Enge.
Verhältnis zum Quartier City
Selnau ist heute kein eigenständiges statistisches Quartier.
Das Gebiet gehört zum Quartier City, das gemeinsam mit Rathaus, Hochschulen und Lindenhof den Kreis 1 bildet.
City umfasst im Wesentlichen das linksseitige Innenstadtgebiet zwischen Bahnhofstrasse, Zürichsee, Hauptbahnhof, Schanzengraben und Sihl.
Selnau nimmt dabei eine Sonderstellung ein.
Während der grösste Teil von City innerhalb beziehungsweise unmittelbar im Bereich der ehemaligen barocken Stadtbefestigung liegt, befindet sich Selnau westlich des Schanzengrabens und damit ausserhalb der historischen Befestigungslinie.[2]
Die heutige administrative Zugehörigkeit erklärt sich aus der Stadtentwicklung des 19. Jahrhunderts.
Landschaft vor der Überbauung
Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein besass das Gebiet einen wesentlich offeneren Charakter als heute.
Die Sihl prägte die Landschaft stark. Das Flussbett veränderte sich im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach, und das Gebiet war teilweise Überschwemmungen ausgesetzt.
Zwischen Sihl und den Moränenhügeln am Rand der Stadt bestanden Wiesen, Äcker, Wege und kleinere Gewerbeanlagen.
Die Lage unmittelbar ausserhalb der mittelalterlichen Stadtmauern machte das Gelände zunächst wenig attraktiv für eine dichte Bebauung.
Erst mit dem Abbruch der Stadtbefestigungen und dem starken Bevölkerungswachstum Zürichs änderte sich diese Situation grundlegend.
Herkunft des Namens
Der Name Selnau ist älter als das gleichnamige Kloster.
Für das 13. Jahrhundert sind Schreibweisen wie:
- Seldenouwe;
- Seldenowe;
- Seldenowa
überliefert.
Die Bezeichnung wird gewöhnlich als Zusammensetzung eines Wortes für Haus, Wohnstätte oder Herberge und Au beziehungsweise Aue für ein Gelände am Wasser erklärt.
Gemeint war somit ein bewohntes beziehungsweise bebautes Gebiet an der Sihl.
Die Bezeichnung ging später auf das Kloster, das umliegende Stadtgebiet, die Selnaustrasse und den Bahnhof über.
Kloster Selnau
Die älteste Institution, die dauerhaft mit dem Namen Selnau verbunden ist, war das Kloster Selnau.
1256 gründete eine Gemeinschaft von Schwestern aus Neuenkirch im heutigen Kanton Luzern auf dem Gebiet ein Frauenkloster.[1]
Unterstützt wurde die Gründung unter anderem durch:
- den Bischof von Konstanz;
- den Leutpriester von St. Peter;
- Zürcher Bürgerinnen und Bürger;
- Adelheid und Rudolf von Küssnacht.
Adelheid von Küssnacht stellte ein Gut in Selnau zur Verfügung.
Das Kloster wurde wenige Jahre später in den Zisterzienserorden eingegliedert.
Zisterzienserinnenkloster
Ab 1259/1260 gehörte die Gemeinschaft zum Zisterzienserorden.
Etwa ab 1266 war sie dem Abt des Klosters Wettingen unterstellt.
Die Klosteranlage lag ausserhalb der Zürcher Stadtmauern zwischen Sihl und der damaligen Landstrasse.
Zum Komplex gehörten:
- Klosterkirche;
- Klausurgebäude;
- Wirtschaftsgebäude;
- Friedhof;
- Gärten und landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Die Besitzungen des Klosters lagen nicht nur im unmittelbaren Umfeld, sondern auch in Wiedikon, Leimbach und weiteren Gebieten der Zürcher Landschaft.
Reformation und Aufhebung
Mit der Zürcher Reformation endete die klösterliche Nutzung.
Das Kloster wurde 1525 aufgehoben.[3]
Die Gebäude wurden anschliessend teilweise für andere Zwecke verwendet und im Laufe der Zeit weitgehend abgebrochen.
Von der Klosteranlage ist heute oberirdisch praktisch nichts mehr sichtbar.
Die Erinnerung blieb jedoch durch den Ortsnamen erhalten.
Armen- und Krankenversorgung
Nach der Aufhebung des Klosters wurden Teile des Areals zeitweise für soziale Einrichtungen genutzt.
In der Nähe bestand ein Asyl für Arme und Kranke, das bis ins 18. Jahrhundert existierte.
Bei archäologischen Untersuchungen wurden zahlreiche menschliche Skelette entdeckt, die diesem späteren Friedhof zugeordnet werden.[1]
Die ungewöhnliche Bestattungssituation führte zu der Vermutung, dass sich darunter möglicherweise auch Opfer grösserer Epidemien befinden könnten.
Archäologische Untersuchungen
Obwohl die mittelalterlichen Klostergebäude fast vollständig verschwunden sind, befinden sich Reste im Boden.
Bei Werkleitungssanierungen im Jahr 2004 untersuchte die Stadtarchäologie Bereiche der:
- Gerechtigkeitsgasse;
- Friedensgasse;
- Flössergasse.
Dabei wurden wichtige Teile der ehemaligen Klosteranlage freigelegt.[1]
Nachgewiesen wurden unter anderem:
- Westmauer der Klosterkirche;
- Südwestecke der Kirche;
- Teile des ehemaligen Fussbodens;
- Friedhofsbereiche;
- Skelette.
Durch diese Funde konnten Lage und Dimensionen der Klosterkirche genauer bestimmt werden.
Selnau ausserhalb der Stadtbefestigung
Während des Mittelalters und der frühen Neuzeit lag Selnau ausserhalb der eigentlichen Stadt Zürich.
Im 17. Jahrhundert errichtete Zürich eine gross angelegte barocke Befestigung.
Der heute noch vorhandene Schanzengraben war Bestandteil dieser Verteidigungsanlage.
Selnau lag westlich davon.
Damit blieb das Gebiet auch nach dem Ausbau der Befestigungen ausserhalb des befestigten Stadtgebiets.
Der Schanzengraben bildet deshalb bis heute eine deutliche topografische und historische Grenze zwischen Selnau und den inneren Teilen der City.
Schleifung der Schanzen
Zwischen 1833 und 1841 wurden grosse Teile der Zürcher Stadtbefestigung abgebrochen.
Damit entfiel die militärische Trennung zwischen der Innenstadt und den angrenzenden Vorstadtgebieten.
Der erhalten gebliebene Schanzengraben verlor seine Verteidigungsfunktion und entwickelte sich zu einem städtischen Freiraum.
Für Selnau eröffnete die Schleifung der Befestigungen neue Möglichkeiten.
Das bislang peripher gelegene Gebiet konnte nun direkter an die Innenstadt angeschlossen und systematisch überbaut werden.
Planung des Selnauquartiers
Die eigentliche städtische Entwicklung Selnaus begann in den 1850er-Jahren.
Auslöser war insbesondere der Bedarf nach einem neuen Bezirksgebäude für den Bezirk Zürich.
Die Stadt Zürich musste als Bezirkshauptort geeignete Räume für Gericht und Gefängnis bereitstellen.
Statt eines Standortes im historischen Stadtzentrum wurde ein Grundstück in Selnau gewählt.
Für die Erschliessung des Areals entstand ein planmässiger Quartiergrundriss mit weitgehend rechtwinklig angeordneten Strassen.
Damit zählt Selnau zu den früh geplanten Stadterweiterungen Zürichs im 19. Jahrhundert.
Bezirksgebäude
Das ehemalige Bezirksgebäude Selnau wurde in den 1850er-Jahren errichtet.
Der bekannte Zürcher Architekt Leonhard Zeugheer war an der Planung beteiligt.
Das Stadtarchiv bewahrt Pläne des Bezirksgebäudes, des Zivilgerichtshofs und des Bezirksgefängnisses aus den Jahren 1854 und 1855 auf.[4]
Der Bau wurde zum städtebaulichen Mittelpunkt des neu angelegten Quartiers.
Das ehemalige Bezirksgebäude gehört zu den wichtigsten erhaltenen Zeugnissen der frühen Entwicklung Selnaus.
Selnaustrasse
Die Selnaustrasse bildet die zentrale Verkehrs- und Erschliessungsachse des Quartiers.
Sie verbindet den Bereich bei der Sihl mit den inneren Stadtgebieten und führt am Schanzengraben vorbei in Richtung Stockerstrasse.
Die Strasse wurde im Zuge der planmässigen Quartierentwicklung des 19. Jahrhunderts angelegt.
Eine neue Brücke über den Schanzengraben stellte die Verbindung mit der Innenstadt her.
Bei der Erschliessung wurden städtische Grundstücke parzelliert und an private Bauherrschaften verkauft.
Die Bebauung erfolgte anschliessend schrittweise mit Wohn-, Verwaltungs- und Gewerbehäusern.
Gründerzeitliche Bebauung
Im zweiten Teil des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Selnau zu einem dichten städtischen Wohn- und Arbeitsgebiet.
Viele Häuser entstanden als mehrgeschossige Blockrand- oder Einzelbauten.
Charakteristisch sind:
- spätklassizistische Fassaden;
- historistische Wohnhäuser;
- relativ schmale Grundstücke;
- Innenhöfe;
- Gewerberäume in Erd- und Hinterhäusern.
Ein Teil dieser Bausubstanz ist bis heute erhalten.
Das Quartier unterscheidet sich dadurch deutlich von den repräsentativen Geschäftsbauten der näheren Bahnhofstrasse.
Flössergasse
Die Flössergasse gehört zu den älteren Strassenräumen des Quartiers.
Mehrere Gebäude stammen aus der frühen Ausbauphase Selnaus.
Das Haus Flössergasse 15 wurde beispielsweise 1861 nach Plänen von Leonhard Zeugheer für den Industriellen Martin Wladar errichtet.
Der spätklassizistische Bau gehört zu den Zeugnissen der frühen städtischen Bebauung des Gebiets.
Die Strassennamen im Quartier erinnern teilweise an ältere Tätigkeiten und Funktionen im Umfeld der Sihl.
Sihlamtstrasse
Die Sihlamtstrasse verläuft parallel beziehungsweise annähernd parallel zur Sihl und gehört zu den zentralen Wohnstrassen Selnaus.
Sie erschliesst sowohl historische Wohnhäuser als auch die moderne Wohnsiedlung Selnau.
Der Name erinnert an historische Verwaltungsstrukturen im Gebiet der Sihl.
Im Gegensatz zu den stärker belasteten Hauptachsen besitzt die Sihlamtstrasse heute in weiten Teilen einen ausgeprägten Wohnquartiercharakter.
Uetlibergbahn
Die zweite grosse Entwicklungsphase begann mit dem Eisenbahnbau.
Am 10. Mai 1875 nahm die Uetlibergbahn zwischen Zürich Selnau und dem Uetliberg ihren Betrieb auf.[5]
Der Bahnhof Selnau war der städtische Endpunkt der Strecke.
Die Lage war zwar zentraler als viele damalige Vorstadtbahnhöfe, aber nicht direkt mit dem Zürcher Hauptbahnhof verbunden.
Fahrgäste mussten vom Bahnhof Selnau zu Fuss oder mit anderen Verkehrsmitteln in die eigentliche Innenstadt weiterreisen.
Sihltalbahn
1892 nahm auch die Sihltalbahn zwischen Zürich Selnau und Sihlwald ihren Betrieb auf.[5]
Damit wurde der Bahnhof zum Ausgangspunkt zweier Bahnstrecken:
| Strecke | Eröffnung | Richtung |
|---|---|---|
| Uetlibergbahn | 1875 | Uetliberg |
| Sihltalbahn | 1892 | Adliswil, Langnau am Albis, Sihlwald |
Zwischen Selnau und Giesshübel nutzten beide Bahnen schliesslich eine gemeinsame Strecke.
Die Eisenbahnanlagen prägten das Sihlufer in Selnau während mehr als eines Jahrhunderts.
Alter Bahnhof Selnau
Der ursprüngliche Bahnhof Zürich Selnau war ein oberirdischer Kopfbahnhof.
Er lag auf einem länglichen Grundstück unmittelbar an der Sihl.
Gleise, Perrons und Bahnbauten beanspruchten einen erheblichen Teil des Quartiers.
Bis 1990 endeten sowohl die Sihltalbahn als auch die Uetlibergbahn hier.
Der Bahnhof war damit für Generationen von Pendlerinnen und Pendlern aus dem Sihltal und vom Uetliberg das Eingangstor zur Zürcher Innenstadt.
Verlängerung zum Hauptbahnhof
Ein entscheidender Wandel erfolgte mit der Einführung der S-Bahn Zürich.
Am 5. Mai 1990 wurde die unterirdische Verlängerung der Strecken von Selnau bis zum Zürcher Hauptbahnhof in Betrieb genommen.
Die neue Strecke verläuft weitgehend unter beziehungsweise entlang der Sihl.
Damit entfiel die jahrzehntelange Funktion Selnaus als Kopfbahnhof.
Die Bahnverbindung erhielt erstmals einen direkten Anschluss an den wichtigsten Zürcher Eisenbahnknoten.[6]
Neuer Bahnhof Selnau
Mit der Streckenverlängerung wurde der alte Kopfbahnhof durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof ersetzt.
Der heutige Bahnhof Zürich Selnau liegt unter beziehungsweise unmittelbar neben der Sihl.
Ein charakteristischer Zugang befindet sich als längliches Bauwerk mitten im Flussraum.
Der Bahnhof wird regulär von den Linien:
- S4 Richtung Sihltal;
- S10 Richtung Uetliberg
bedient.
Damit besitzt Selnau trotz des Wegfalls des Kopfbahnhofs weiterhin eine wichtige Funktion im öffentlichen Verkehr.
Verkehrssituation 2026
Vom 29. April bis 18. Oktober 2026 ist die Strecke zwischen Zürich Selnau und dem SZU-Tiefbahnhof im Hauptbahnhof wegen des umfassenden Umbaus der Station Zürich HB SZU vollständig gesperrt.[7]
Während dieser Zeit enden zahlreiche Züge der S4 und S10 bereits in Selnau.
Der Bahnhof erhält dadurch vorübergehend wieder teilweise jene Funktion als innerstädtischer Endpunkt, die er bis 1990 dauerhaft besass.
Wohnsiedlung Selnau
Nach der Verlegung des Bahnhofs in den Untergrund wurde das frühere oberirdische Bahnareal frei.
Auf einem Teil davon errichtete die Stadt Zürich zwischen 1993 und 1995 die Wohnsiedlung Selnau.[8]
Architekt war Martin Spühler.
Die Anlage umfasst:
- 64 Wohnungen;
- Kindergarten;
- Kindertagesstätte;
- Gewerberäume;
- Büros;
- Gemeinschaftsräume;
- Tiefgarage.
Die Wohnungen reichen von 1,5 bis 6,5 Zimmern.
Städtebau der Wohnsiedlung
Die Wohnsiedlung bildet einen langgestreckten Baukörper entlang der Sihlhölzlistrasse.
Die Bebauung übernimmt gleichzeitig eine Lärmschutzfunktion gegenüber dem starken Verkehr am Sihlufer.
Dahinter entstanden geschützte Innenhöfe.
Drei Höfe werden durch unterschiedliche Baumpflanzungen charakterisiert, darunter Linde, Nussbaum und Kastanie.[8]
Die Wohnanlage wurde bei den städtischen Auszeichnungen für gutes Bauen berücksichtigt.
Zwischen 2013 und 2016 erfolgte eine umfassende Instandsetzung.
Neue Börse
Zu den markantesten Gebäuden Selnaus gehört die ehemalige Neue Börse an der Selnaustrasse 30.
Das Gebäude entstand zwischen 1987 und 1991 nach Plänen von Suter + Suter.
Es wurde für die Zürcher Effektenbörse beziehungsweise die spätere Schweizer Börsenorganisation errichtet.
Mit der Neuen Börse sollte das Gebiet nach der Verlegung der Eisenbahnanlagen städtebaulich aufgewertet und stärker als Geschäftsstandort etabliert werden.
Das Gebäude erhielt eine massive, repräsentative Erscheinung und gehörte zu den bedeutenden Zürcher Büroprojekten der späten 1980er-Jahre.
Schweizer Börse in Selnau
Die Neue Börse wurde 1991 fertiggestellt.
Damit verlagerte sich der institutionelle Börsenhandel von seinem früheren Standort im Bereich Talstrasse in das Selnauquartier.
Die Entwicklung der elektronischen Handelssysteme veränderte jedoch die Bedeutung klassischer Börsensäle grundlegend.
Der Handel benötigte zunehmend weniger physische Präsenz.
Die Börse verliess das Gebäude schliesslich vollständig.
EF Education First
Die ehemalige Neue Börse wurde nach einem Umbau von 2017 bis 2019 zum Zürcher Hauptsitz des internationalen Bildungsunternehmens EF Education First.[9]
Der Umbau veränderte insbesondere die früher stark auf den Börsenhandel ausgerichteten Innenräume.
Am Ort des ehemaligen Börsenrings entstand ein grosser offener Begegnungsbereich.
Das Gebäude enthält heute unter anderem:
- Büros;
- Besprechungsbereiche;
- Veranstaltungsräume;
- Gastronomie;
- Fitness- und Freizeiträume;
- Kindertagesstätte.
Damit erhielt einer der grössten Geschäftsbauten Selnaus eine neue Nutzung.
Unterwerk Selnau
Ein weiteres bedeutendes Gebäude ist das ehemalige ewz-Unterwerk Selnau an der Selnaustrasse 25.
Der heutige Bau entstand zwischen 1930 und 1934 nach Plänen des damaligen Stadtbaumeisters Hermann Herter.[10]
Am Standort hatte bereits seit 1914 eine Umformerstation bestanden.
Der Bau dokumentiert die Geschichte der Elektrifizierung Zürichs und insbesondere die Stromversorgung des städtischen Verkehrsnetzes.
Haus Konstruktiv
Ab 2001 wurde ein grosser Teil des ehemaligen Unterwerks vom Museum Haus Konstruktiv genutzt.
Das Museum widmete sich konstruktiver, konkreter und konzeptueller Kunst.
Die ehemalige Transformatorenhalle wurde bereits um 2000 als Veranstaltungsraum umgebaut.[10]
Das Museum prägte über mehr als zwei Jahrzehnte die kulturelle Wahrnehmung Selnaus.
Später verlegte Haus Konstruktiv seinen Standort; das historische Unterwerk wird weiterhin für innovative, kulturelle, gastronomische und wirtschaftliche Nutzungen verwendet.
Innovationskraftwerk
Nach weiteren Umbauten wurde die frühere Transformatorenhalle als sogenanntes Innovationskraftwerk genutzt.
Flexible Einbauten ermöglichen unterschiedliche Arbeits-, Veranstaltungs- und Begegnungsformen.
Damit steht das Gebäude beispielhaft für die Umnutzung historischer technischer Infrastruktur in Zürich.
Der industrielle Charakter des denkmalpflegerisch bedeutenden Baus blieb dabei bewusst erkennbar.[10]
Schanzengraben
Der Schanzengraben bildet die historische Grenze zwischen Selnau und der eigentlichen Innenstadt.
Er ist eines der wichtigsten erhaltenen Elemente der barocken Zürcher Stadtbefestigung.
Heute dient er vor allem als:
- Grünraum;
- Fussweg;
- historisches Landschaftselement;
- Verbindung zwischen Innenstadt und Zürichsee.
Entlang des Grabens liegen unter anderem der Alte Botanische Garten und das Männerbad Schanzengraben.
Die ungewöhnliche Nähe von historischem Befestigungsgraben, moderner City und Sihl trägt wesentlich zum Charakter Selnaus bei.
Alter Botanischer Garten
Unmittelbar östlich von Selnau befindet sich der Alte Botanische Garten «zur Katz».
Die Anlage liegt auf der ehemaligen Bastion zur Katz der barocken Stadtbefestigung.
Sie bildet einen erhöhten Grünraum zwischen Schanzengraben und City.
Aus Selnau ist der Garten über kurze Fusswege erreichbar.
Gemeinsam mit Schanzengraben und Sihl schafft er einen ungewöhnlich hohen Anteil an Grün- und Wasserflächen für ein so zentral gelegenes Gebiet.
Männerbad Schanzengraben
Am Schanzengraben befindet sich das historische Männerbad Schanzengraben.
Die Badeanlage ist Teil der traditionellen Zürcher Badekultur.
Während des Tages dient sie dem Badebetrieb; ausserhalb der Badezeiten wird der Bereich saisonal auch gastronomisch beziehungsweise kulturell genutzt.
Die Anlage gehört zu den charakteristischen Freizeitorten am Rand Selnaus.
Sihl
Die Sihl ist für Geschichte und Topografie Selnaus von grundlegender Bedeutung.
Der Fluss bildete nicht nur die natürliche westliche Grenze des Gebiets, sondern war auch entscheidend für die Namensbildung.
Über Jahrhunderte stellte die Sihl zugleich eine Gefahr dar.
Hochwasser und veränderte Flussläufe beeinflussten die Besiedlung der gesamten westlichen Zürcher Innenstadt.
Heute ist der Fluss stark reguliert und in das städtische Verkehrs- und Freiraumsystem eingebunden.
Stauffacherbrücke
Südlich beziehungsweise südwestlich des Kerngebiets verbindet die Stauffacherbrücke die beiden Seiten der Sihl.
Sie stellt eine wichtige Verbindung zwischen Selnau und Aussersihl dar.
Der Bereich um Stauffacher entwickelte sich bereits im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Verkehrsknoten.
Heute kreuzen sich dort zahlreiche Tram- und Strassenverbindungen.
Die Nähe zu Stauffacher macht Selnau auch für den öffentlichen Nahverkehr ausserhalb der SZU-Strecken gut erreichbar.
Tramverkehr
Neben dem Bahnhof wird Selnau von der Tramhaltestelle Bahnhof Selnau erschlossen.
Dort verkehrt die Tramlinie 8.
Sie stellt unter anderem Verbindungen in Richtung:
- Stauffacher;
- Hardplatz;
- Hardturm;
- Paradeplatz;
- Bellevue;
- Bahnhof Stadelhofen
her.
Damit ist das Gebiet sowohl an das Zürcher S-Bahn-Netz als auch direkt an das Tramnetz angebunden.
Fussverkehr
Aufgrund seiner zentralen Lage ist Selnau stark vom Fussverkehr geprägt.
Zu Fuss lassen sich innerhalb kurzer Zeit erreichen:
- Bahnhofstrasse;
- Paradeplatz;
- Stauffacher;
- Sihlporte;
- Alter Botanischer Garten;
- Bürkliplatz;
- Hauptbahnhof;
- Langstrassenquartier.
Der Schanzengrabenweg und die Wege entlang der Sihl ergänzen die stärker verkehrsorientierten Strassen.
Veloverkehr
Das relativ flache Gelände macht Selnau auch zu einem wichtigen Veloverbindungsraum.
Entlang der Sihl bestehen Verbindungen zwischen Innenstadt, Wiedikon, Enge und den südlichen Stadtgebieten.
Der Bereich ist allerdings durch mehrere stark belastete Verkehrsachsen geprägt.
Insbesondere die Übergänge bei Sihlporte, Stauffacher und den Brücken über die Sihl stellen wichtige Knoten des städtischen Velonetzes dar.
Wohnen
Obwohl Selnau unmittelbar an das Zürcher Geschäftszentrum grenzt, besitzt das Gebiet einen beachtlichen Wohnanteil.
Historische Mehrfamilienhäuser und die städtische Wohnsiedlung Selnau sorgen für eine vergleichsweise gemischte Nutzung.
Dies unterscheidet Selnau von Teilen der City, die fast vollständig durch Büros, Geschäfte und Finanzdienstleistungen geprägt sind.
Besonders die ruhigeren Nebenstrassen vermitteln teilweise einen eigenständigen Quartiercharakter.
Soziale Einrichtungen
Die Stadt Zürich betreibt in der Wohnsiedlung Selnau verschiedene soziale Einrichtungen.
Dazu gehört beziehungsweise gehörte das Sozialzentrum Selnau, das 2001 eröffnet wurde.
Es bündelte unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsangebote des Sozialdepartements.[11]
Auch eine städtische Kindertagesstätte befindet sich in der Wohnüberbauung.
Gesundheitszentrum für das Alter Selnau
Der Name Selnau wird auch von einer städtischen Einrichtung der Altersversorgung geführt.
Das Gesundheitszentrum für das Alter Selnau befindet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs und ist Teil der städtischen Gesundheitsversorgung.
Die Einrichtung zeigt, dass das Gebiet trotz des hohen Anteils an Büro- und Verkehrsnutzungen weiterhin eine wichtige soziale Wohn- und Versorgungsfunktion besitzt.
Gewerbe und Dienstleistungen
Die Nähe zur Bahnhofstrasse und zur Innenstadt macht Selnau zu einem attraktiven Standort für Dienstleistungen.
Im Quartier befinden sich unter anderem:
- Büros;
- Bildungsunternehmen;
- Beratungsfirmen;
- Gastronomie;
- Detailhandel;
- soziale Einrichtungen;
- kleinere Gewerbebetriebe.
Grosse Gebäude wie die ehemalige Neue Börse stehen neben kleinteiligen Häusern des 19. Jahrhunderts.
Dadurch besitzt Selnau eine für die Zürcher Innenstadt ungewöhnlich heterogene bauliche Struktur.
Stadtbild
Das heutige Stadtbild Selnaus ist das Ergebnis mehrerer sehr unterschiedlicher Entwicklungsphasen.
Zu den charakteristischen Elementen gehören:
| Epoche | Prägende Elemente |
|---|---|
| Mittelalter | ehemaliges Zisterzienserinnenkloster, heute archäologische Spuren |
| frühes 19. Jahrhundert | Randlage ausserhalb der historischen Stadt |
| 1850er-/1860er-Jahre | planmässige Quartierstruktur, Bezirksgebäude, Selnaustrasse |
| spätes 19. Jahrhundert | Wohn- und Geschäftshäuser, Eisenbahn |
| frühes 20. Jahrhundert | technische Infrastruktur und Verdichtung |
| 1930er-Jahre | Unterwerk Selnau |
| 1980er-/1990er-Jahre | Neue Börse und unterirdische SZU-Strecke |
| ab 1990 | Wohnsiedlung Selnau und Umnutzung ehemaliger Bahnflächen |
| 21. Jahrhundert | Bildungs-, Kultur-, Büro- und Innovationsnutzungen |
Der Kontrast zwischen historischer Blockrandbebauung, technischer Architektur, Grossbauten und Grünräumen gehört zu den wichtigsten städtebaulichen Eigenschaften des Gebiets.
Selnau als frühe Stadterweiterung
Aus städtebaugeschichtlicher Sicht ist Selnau besonders interessant.
Das Gebiet entstand nicht durch die langsame Verdichtung eines alten Dorfkerns, sondern zu einem erheblichen Teil durch planmässige Stadtentwicklung.
Der Bau des Bezirksgebäudes führte in den 1850er-Jahren zur Anlage eines geordneten Strassennetzes.
Damit entstand unmittelbar ausserhalb der früheren Stadtbefestigung ein neues urbanes Quartier.
Selnau gehört deshalb zu den frühen Beispielen der Zürcher Expansion nach der Schleifung der Schanzen.
Verhältnis zu Aussersihl
Obwohl Selnau westlich des Schanzengrabens liegt und räumlich unmittelbar an Aussersihl grenzt, gehört es heute nicht zum Kreis 4.
Die Sihl bildet in diesem Bereich eine deutliche administrative Grenze.
Östlich des Flusses liegt Selnau im Kreis 1, westlich davon beginnen Gebiete von Aussersihl.
Die Stauffacherbrücke und weitere Sihlquerungen verbinden beide Stadtteile.
Städtebaulich bestehen dennoch enge Beziehungen, insbesondere im öffentlichen Verkehr und im Alltagsleben.
Verhältnis zu Enge und Werd
Südlich von Selnau schliessen die Gebiete Werd beziehungsweise Brandschenke an.
Weiter südlich beginnt Enge.
Historisch waren die Grenzverhältnisse komplizierter als heute.
Im Zusammenhang mit der Anlage des Selnauquartiers wurden im 19. Jahrhundert Gebiete neu geordnet und der Stadt Zürich zugeteilt.
Die heutige Form des Quartiers City, das im Bereich Selnau über den Schanzengraben bis zur Sihl reicht, ist eine Folge dieser Entwicklung.
Bedeutung
Selnau gehört zu den weniger touristisch bekannten, historisch aber besonders interessanten Teilen der Zürcher Innenstadt.
Auf engem Raum lässt sich die Entwicklung Zürichs über mehrere Jahrhunderte nachvollziehen:
- mittelalterliches Kloster ausserhalb der Stadt;
- Aufhebung während der Reformation;
- Vorstadtgebiet an der Sihl;
- planmässige Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts;
- Gerichts- und Verwaltungsstandort;
- Ausgangspunkt der Uetliberg- und Sihltalbahn;
- Börsenstandort;
- innerstädtisches Wohnquartier;
- moderner Büro-, Bildungs- und Dienstleistungsstandort.
Die Geschichte Selnaus zeigt besonders deutlich, wie sich Zürich im 19. und 20. Jahrhundert von einer von Befestigungen umgebenen Stadt zu einer grossflächigen modernen Metropole entwickelte.
Zeittafel
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1256 | erste urkundliche Nennung und Gründung des Klosters Selnau |
| 1259/1260 | Eingliederung des Frauenklosters in den Zisterzienserorden |
| um 1266 | Kloster wird dem Abt von Wettingen unterstellt |
| 1525 | Aufhebung des Klosters während der Zürcher Reformation |
| 17. Jahrhundert | Selnau liegt ausserhalb der barocken Zürcher Stadtbefestigung |
| 1833–1841 | Schleifung grosser Teile der Stadtbefestigung |
| 1850er-Jahre | Planung des modernen Selnauquartiers |
| 1850er-Jahre | Bau des Bezirksgebäudes |
| 1862 | Eröffnung der Selnaustrasse |
| 1875 | Eröffnung der Uetlibergbahn Zürich Selnau–Uetliberg |
| 1892 | Eröffnung der Sihltalbahn Zürich Selnau–Sihlwald |
| 1930–1934 | Bau des heutigen ehemaligen ewz-Unterwerks Selnau |
| 1987–1991 | Bau der Neuen Börse |
| 1990 | Verlängerung der SZU-Strecken unterirdisch zum Hauptbahnhof und Aufgabe des alten Kopfbahnhofs |
| 1991 | Fertigstellung der Neuen Börse |
| 1993–1995 | Bau der städtischen Wohnsiedlung Selnau auf dem früheren Bahnareal |
| 2000/2001 | Umnutzung des ehemaligen Unterwerks für Kultur- und Veranstaltungszwecke |
| 2004 | archäologische Untersuchungen des ehemaligen Klosters |
| 2017–2019 | Umbau der ehemaligen Neuen Börse für EF Education First |
| 2019 | neue Nutzung des Börsengebäudes als Zürcher Hauptsitz von EF |
| 2026 | Bahnhof Selnau zeitweise wieder Endpunkt vieler S4- und S10-Züge während des Umbaus Zürich HB SZU |
Siehe auch
- City (Zürich)
- Kreis 1 (Zürich)
- Altstadt (Zürich)
- Kloster Selnau
- Bahnhof Zürich Selnau
- Sihltalbahn
- Uetlibergbahn
- Sihltal Zürich Uetliberg Bahn
- S-Bahn Zürich
- Schanzengraben
- Sihl
- Stauffacher
- Werd (Zürich)
- Aussersihl
- Enge (Zürich)
- Geschichte der Stadt Zürich
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 Stadt Zürich, Archäologie: Kloster im Selnau, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ Stadt Zürich, Statistik Stadt Zürich: Quartierspiegel City, Zürich 2025.
- ↑ Stadt Zürich, Archäologie: Verschwundene Orte der Reformation, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ Stadtarchiv Zürich: Zivilgerichtshof nebst Gefängnissen für den Bezirk Zürich, Selnau, Projekte von 1855.
- ↑ 5,0 5,1 Sihltal Zürich Uetliberg Bahn: Die Geschichte der SZU, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ Sihltal Zürich Uetliberg Bahn: Wie die SZU an den Hauptbahnhof kam, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ Sihltal Zürich Uetliberg Bahn: S4 + S10: Totalsperrung Zürich HB–Zürich Selnau, Stand August 2026.
- ↑ 8,0 8,1 Stadt Zürich: Wohnsiedlung Selnau – mitten in der Stadt, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ EF Education First: EF opens new Zurich headquarters in the former Swiss Stock Exchange Building, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ 10,0 10,1 10,2 Stadt Zürich: ewz-Unterwerk Selnau, abgerufen am 8. August 2026.
- ↑ Stadt Zürich: Sozialzentrum Selnau öffnet die Türen, 2. November 2001.
Literatur
- Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Statistik Stadt Zürich: Quartierspiegel City. Zürich.
- Dölf Wild u. a.: Untersuchungen zum Zisterzienserinnenkloster Selnau. Stadtarchäologie Zürich.
- Paul Guyer, Guntram Saladin: Die Strassennamen der Stadt Zürich. Zürich.
- Stadtarchiv Zürich: Plan- und Archivbestände zum Bezirksgebäude und zum Selnauquartier.
- Sihltal Zürich Uetliberg Bahn: Dokumentationen zur Geschichte der Uetlibergbahn und der Sihltalbahn.
- Stadt Zürich, Amt für Hochbauten: Dokumentationen zur Wohnsiedlung Selnau.
- Stadt Zürich, Denkmalpflege: Dokumentationen zum ehemaligen Unterwerk Selnau.