Stadion Letzigrund

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Stadion Letzigrund
Standort Altstetten, Zürich
Adresse Badenerstrasse 500
8048 Zürich
Eigentümerin Stadt Zürich
Betreiberin Sportamt der Stadt Zürich
Eröffnung erster Sportplatz 22. November 1925
Abbruch altes Stadion 2006
Eröffnung Neubau 30. August 2007
Architektur Bétrix & Consolascio Architekten
Frei & Ehrensperger Architekten
Bauingenieurwesen Walt + Galmarini AG
Baukosten Neubau 110 Mio. Franken
Spielfeld 105 × 68 m, Naturrasen
Laufbahn 400 m, 8 Bahnen
Kapazität Super League 26'104
Kapazität Länderspiele 24'061
Kapazität Leichtathletik 25'773
Kapazität Konzerte rund 50'000
Heimvereine FC Zürich
Grasshopper Club Zürich
Bedeutende Veranstaltungen Weltklasse Zürich
Fussball-Europameisterschaft 2008
Leichtathletik-Europameisterschaften 2014
Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2025
Website stadionletzigrund.com

Das Stadion Letzigrund ist ein multifunktionales Sport- und Veranstaltungsstadion in der Stadt Zürich. Es befindet sich an der Badenerstrasse im Quartier Altstetten im Kreis 9, unmittelbar an der Grenze zu den dicht bebauten Gebieten von Aussersihl. Das Stadion gehört der Stadt Zürich und wird vom städtischen Sportamt betrieben.[1]

Der Letzigrund ist Heimstadion des FC Zürich und des Grasshopper Club Zürich. Gleichzeitig gehört er zu den international bedeutenden Leichtathletikstadien. Seit 1928 wird hier das Meeting Weltklasse Zürich ausgetragen. Daneben dient die Arena als Austragungsort für Länderspiele, internationale Fussballturniere, Breitensport und grosse Open-Air-Konzerte.

Der heutige Stadionbau wurde 2007 eröffnet. Er ersetzte den an gleicher Stelle gelegenen alten Letzigrund von 1925. Die Arena ist für rund 25'000 Zuschauerinnen und Zuschauer bei Sportveranstaltungen ausgelegt; bei Konzerten können ungefähr 50'000 Personen Platz finden.[1]

Lage

Das Stadion liegt an der Badenerstrasse 500 im östlichen Teil von Altstetten. Das Gebiet bildet städtebaulich eine Übergangszone zwischen Altstetten und den Quartieren von Aussersihl.

Als der erste Letzigrund 1925 eröffnet wurde, befand sich das Stadion noch weitgehend am damaligen Stadtrand. Die Umgebung bestand aus offenen Flächen, Gewerbe und einzelnen Wohngebieten. Mit dem starken Wachstum Zürichs im 20. Jahrhundert wurde die Arena vollständig in die Stadtstruktur integriert.[1]

Heute befinden sich rund um das Stadion Wohnsiedlungen, Gewerbegebiete, das Schlachthofareal und weitere Sportanlagen. Die weithin sichtbaren Beleuchtungsstelen des Stadions gehören zu den markanten Orientierungspunkten im Westen Zürichs.

Geschichte

Entstehung des ersten Letzigrunds

Der erste Sportplatz Letzigrund wurde vom FC Zürich errichtet und am 22. November 1925 eröffnet.[2]

Der FC Zürich war damals noch als polysportiver Verein organisiert. Neben Fussball waren verschiedene weitere Sportarten im Verein vertreten.

Bereits kurz nach der Eröffnung erhielt der Letzigrund nationale Bedeutung. Der Schweizerische Fussballverband liess Länderspiele der Schweizer Fussballnationalmannschaft im neuen Stadion austragen.

Im Jahr 1926 fand im Letzigrund der erste Final des neu geschaffenen Schweizer Cups statt.[2]

Das Stadion war zunächst Eigentum des FC Zürich. Die wirtschaftlich schwierigen Verhältnisse der 1930er-Jahre führten jedoch dazu, dass die Anlage rund zehn Jahre nach ihrer Eröffnung in den Besitz der Stadt Zürich überging.[2]

Ausbau im 20. Jahrhundert

Der Letzigrund wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrfach erweitert und modernisiert.

Bereits 1935 erfolgte eine umfassende Renovation. 1958 wurde eine grosse neue Haupttribüne in Betrieb genommen. Sie veränderte das Erscheinungsbild des Stadions wesentlich und bot dem wachsenden Publikum verbesserte Bedingungen.[2]

1973 wurden die beiden Kopftribünen erneuert und überdacht. Gleichzeitig erhielt der Letzigrund eine moderne Beleuchtungsanlage. 1984 wurde auch die Osttribüne mit Sitzplätzen ausgestattet.[2]

Trotz der Umbauten blieb das Stadion grundsätzlich eine offene Leichtathletik- und Fussballarena mit Laufbahn und relativ flachen Tribünen.

Leichtathletik

Die internationale Bekanntheit des Letzigrunds ist besonders eng mit der Leichtathletik verbunden.

Seit 1928 wird im Stadion das internationale Meeting Weltklasse Zürich ausgetragen. Bei der ersten Austragung des damaligen «Internationalen» startete unter anderem der finnische Langstreckenläufer Paavo Nurmi, der zu den erfolgreichsten Leichtathleten der Sportgeschichte gehört.[3]

Das Meeting entwickelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem der renommiertesten Leichtathletikanlässe der Welt.

Die besonders schnelle Laufbahn des Letzigrunds erhielt den Beinamen «Piste Magique». Zahlreiche Olympiasiegerinnen und Olympiasieger sowie Welt- und Europameister traten in Zürich an.

Seit 1959 wurden im Letzigrund insgesamt 25 Leichtathletik-Weltrekorde aufgestellt.[2]

Heute gehört Weltklasse Zürich zur Diamond League und bringt jährlich einen grossen Teil der internationalen Leichtathletikelite nach Zürich. Das Stadion ist bei diesem Anlass regelmässig mit rund 25'000 Besucherinnen und Besuchern ausverkauft.

Aufgrund seiner Geschichte erhielt der Letzigrund auch internationale Anerkennung als bedeutender Ort der Leichtathletikgeschichte.

Weltrekorde

Der Letzigrund besitzt eine besondere Tradition als Schauplatz von Weltrekorden.

Seit dem ersten Weltrekord im Jahr 1959 wurden auf der Anlage 25 offiziell anerkannte Leichtathletik-Weltrekorde erzielt.[2]

Die günstigen Bedingungen, das fachkundige Publikum und die starke Besetzung von Weltklasse Zürich trugen zum Ruf des Letzigrunds als besonders schnelle Wettkampfstätte bei.

Zu den Athletinnen und Athleten, die im Laufe der Jahrzehnte in Zürich Weltrekorde oder herausragende internationale Bestleistungen erzielten, gehörten zahlreiche der bedeutendsten Namen der Leichtathletikgeschichte.

Neubauplanung

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts entsprach das alte Stadion trotz zahlreicher Umbauten nicht mehr den Anforderungen an eine moderne internationale Sportstätte.

Die Stadt Zürich plante deshalb einen Ersatzneubau.

Im Architekturwettbewerb setzte sich das Team Replay durch. Zu ihm gehörten die Büros Bétrix & Consolascio Architekten sowie Frei & Ehrensperger Architekten und die Bauingenieure Walt + Galmarini AG. Das Siegerprojekt trug den Namen «Corculum impressum».[4]

Die lateinische Bezeichnung verweist auf die Form des Stadions. Die Architekten beschrieben den tief in den Boden eingelassenen Bau als eine Art eingegrabene Muschel.

Ursprünglich war vorgesehen, den Neubau hauptsächlich als Leichtathletik- und Veranstaltungsstadion zu nutzen.

EURO 2008 und beschleunigter Neubau

Die Planungen änderten sich aufgrund der Schwierigkeiten beim geplanten neuen Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal.

Zürich war als Austragungsstadt der gemeinsam von der Schweiz und Österreich veranstalteten Fussball-Europameisterschaft 2008 vorgesehen. Das ursprünglich für die Europameisterschaft geplante neue Stadion auf dem Hardturm-Areal konnte wegen langwieriger rechtlicher und politischer Auseinandersetzungen jedoch nicht rechtzeitig gebaut werden.

Im Sommer 2004 entschied die Stadt deshalb, den geplanten Neubau des Letzigrunds vorzuziehen und so anzupassen, dass dort Spiele der EURO 2008 stattfinden konnten.[1]

Planung, Bewilligung und Bau mussten dadurch in aussergewöhnlich kurzer Zeit erfolgen. Die Stadt Zürich bezeichnete die erfolgreiche Umsetzung später als «Wunder von Zürich».[1]

Abbruch des alten Stadions

Am 22. August 2006 begannen die Abbrucharbeiten am alten Letzigrund.[2]

Die neue Arena wurde auf demselben Areal errichtet.

Zwischen Planung und Fertigstellung verging nur eine vergleichsweise kurze Zeit. Als Totalunternehmerin war die Implenia Generalunternehmung AG tätig. Die Erstellungskosten des Neubaus betrugen rund 110 Millionen Franken.[1]

Eröffnung des neuen Stadions

Am 30. August 2007 wurde das neue Stadion Letzigrund offiziell an das Sportamt der Stadt Zürich übergeben.[5]

Bereits am 7. September 2007 fand das erste Weltklasse-Zürich-Meeting im Neubau statt.

Kurz danach wurde auch das erste Zürcher Fussballderby zwischen FC Zürich und Grasshopper Club Zürich im neuen Stadion ausgetragen.

Seit der Saison 2007/08 dient der Neubau beiden grossen Zürcher Fussballvereinen als Heimstadion. Für den Grasshopper Club wurde der Letzigrund nach dem Abbruch des Hardturmstadions zur neuen Spielstätte.[6]

Architektur

Das heutige Stadion unterscheidet sich architektonisch deutlich von vielen modernen Fussballarenen.

Anstatt einen hohen, geschlossenen Baukörper zu errichten, wurde ein grosser Teil des Stadions in den Boden abgesenkt. Oberhalb des Strassenniveaus erscheint die Arena deshalb vergleichsweise niedrig. Der eigentliche Baukörper erhebt sich nur rund sieben Meter über das umliegende Gelände.[1]

Die Tribünen umgeben das Spielfeld und die Laufbahn vollständig.

Ein charakteristisches Element ist das weit auskragende Dach. Es wird von 62 Stahlstützen getragen. Die Konstruktion umfasst rund 22'000 Quadratmeter Dachfläche.[7]

Aus den Stützen entwickeln sich die auffälligen Beleuchtungsmasten, die schräg über das Dach hinausragen. Besonders bei Dunkelheit bestimmen diese Lichtstelen das Erscheinungsbild des Stadions.

Die offene Konstruktion ermöglicht vom Stadionumlauf aus zahlreiche Blickbeziehungen zur Umgebung und zur Stadt.

Auszeichnungen

Die Architektur und Stahlkonstruktion des neuen Letzigrunds wurden mehrfach ausgezeichnet.

Das Stadion erhielt unter anderem:

  • den Schweizer Stahlbaupreis Prix Acier 2007
  • den European Steel Design Award 2009

Die Auszeichnungen würdigten insbesondere die Verbindung zwischen anspruchsvoller Tragwerksplanung und der äusserlich leicht wirkenden Architektur.[1]

Technische Daten

Das Hauptspielfeld besitzt die international übliche Grösse von 105 × 68 Metern und besteht aus beheiztem Naturrasen.

Um das Spielfeld führt eine 400 Meter lange Leichtathletikbahn mit acht Bahnen.

Zum Stadion gehören zudem Trainings- und Infrastrukturflächen, eine Turnhalle, ein unterirdischer Laufbereich, Kraft- und Fitnessräume, Mehrzweckräume sowie Medien- und Veranstaltungsinfrastruktur.[8]

Nutzung Kapazität
Fussball, Super League 26'104
Fussball, Länderspiele 24'061
Leichtathletik 25'773
Open-Air-Konzerte rund 50'000

Die unterschiedliche Kapazität ergibt sich unter anderem daraus, dass bei nationalen Fussballspielen Stehplatzbereiche genutzt werden können, während für internationale Spiele andere Vorgaben gelten.

Bei Konzerten wird zusätzlich ein grosser Teil der Innenfläche für das Publikum geöffnet.

Fussball

Obwohl der Neubau ursprünglich vor allem als Leichtathletik- und Eventstadion vorgesehen war, ist Fussball heute eine seiner wichtigsten Nutzungen.

FC Zürich

Der FC Zürich ist historisch besonders eng mit dem Letzigrund verbunden.

Der Verein errichtete 1925 den ursprünglichen Sportplatz und nutzte ihn während des grössten Teils seiner Geschichte als Heimstadion.

Die Anhänger des FC Zürich stehen bei Heimspielen traditionell in der Südkurve. Diese Bezeichnung wurde auch im Neubau beibehalten.

Im Letzigrund feierte der FC Zürich zahlreiche Meisterschafts- und Cupsiege und trug dort nationale sowie internationale Begegnungen aus.

Grasshopper Club Zürich

Der Grasshopper Club Zürich spielte während des grössten Teils seiner Geschichte im Hardturmstadion.

Nach dessen Schliessung und Abbruch wechselte GC in der Saison 2007/08 in den Letzigrund. Seitdem tragen sowohl FC Zürich als auch Grasshopper Club ihre Heimspiele dort aus.[6]

Bei Heimspielen von GC befindet sich der traditionelle Fansektor in der Nordkurve.

Der gemeinsame Stadionbetrieb der beiden historischen Stadtrivalen ist als Übergangslösung entstanden, dauert jedoch aufgrund der langjährigen Verzögerungen beim geplanten neuen Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal bis heute an.

Fussball-Europameisterschaft 2008

Der Neubau des Letzigrunds machte es möglich, dass Zürich Austragungsstadt der Fussball-Europameisterschaft 2008 blieb.

Im Stadion fanden drei Gruppenspiele der Gruppe C statt:

Datum Begegnung Ergebnis
9. Juni 2008 Rumänien – Frankreich 0:0
13. Juni 2008 Italien – Rumänien 1:1
17. Juni 2008 Frankreich – Italien 0:2

Die Gruppe mit den damaligen Fussballgrossmächten Frankreich, Italien und den Niederlanden sowie Rumänien wurde häufig als besonders stark besetzte Gruppe des Turniers bezeichnet.[9]

Für die Europameisterschaft galten im Stadion besondere Kapazitäts- und Sicherheitsanforderungen.

Leichtathletik-Europameisterschaften 2014

Vom 12. bis 17. August 2014 war der Letzigrund Hauptaustragungsort der Leichtathletik-Europameisterschaften 2014.

Für die Europameisterschaften wurden zusätzliche temporäre Tribünen und Veranstaltungsinfrastrukturen eingerichtet.

Einer der emotionalen Höhepunkte aus Schweizer Sicht war der Sieg von Kariem Hussein über 400 Meter Hürden. Der Schweizer gewann im strömenden Regen in 48,96 Sekunden den Europameistertitel.[10]

Die Europameisterschaften waren eine der grössten internationalen Sportveranstaltungen in Zürich seit der EURO 2008.

UEFA Women's EURO 2025

Im Sommer 2025 war der Letzigrund einer von acht Austragungsorten der Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2025 in der Schweiz.

In Zürich fanden insgesamt fünf Spiele statt: drei Gruppenspiele, ein Viertelfinal und ein Halbfinal.[11]

Datum Runde Begegnung Ergebnis
5. Juli 2025 Gruppenphase Frankreich – England 2:1
9. Juli 2025 Gruppenphase England – Niederlande 4:0
12. Juli 2025 Gruppenphase Schweden – Deutschland 4:1
17. Juli 2025 Viertelfinal Schweden – England 2:2 n. V., 2:3 i. E.
23. Juli 2025 Halbfinal Deutschland – Spanien 0:1 n. V.

Alle fünf Zürcher Spiele wurden vor ausverkauften Rängen ausgetragen.[12]

Konzerte

Neben dem Sport gehört die Nutzung als Konzertarena zu den wichtigsten Aufgaben des Letzigrunds.

Das erste grosse Open-Air-Konzert im damaligen Stadion fand 1996 mit der US-amerikanischen Rockband Bon Jovi statt.[2]

Seither traten zahlreiche international bekannte Künstlerinnen, Künstler und Bands im Letzigrund auf.

Zu den bekannten Namen gehören unter anderem:

Bei Konzertveranstaltungen kann die Innenfläche zusätzlich für das Publikum genutzt werden. Dadurch steigt die Gesamtkapazität auf rund 50'000 Personen.[2]

Der Letzigrund gehört damit neben dem Hallenstadion Zürich zu den wichtigsten Zürcher Veranstaltungsorten für internationale Musikproduktionen.

Breitensport

Der Letzigrund ist nicht ausschliesslich eine Anlage für Spitzensport und Grossveranstaltungen.

Hinter den Tribünen befinden sich verschiedene Trainingsräume und Sportinfrastrukturen, die auch für den Breiten- und Vereinssport genutzt werden.

Zu den Anlagen gehören unter anderem eine Turnhalle, ein rund 140 Meter langer Laufkeller, Kraft- und Fitnessräume sowie zusätzliche Trainingsflächen.[8]

Eine enge Verbindung besteht insbesondere zum Leichtathletik-Club Zürich (LCZ).

Energie und Nachhaltigkeit

Beim Neubau wurde grosser Wert auf eine nachhaltige Energieversorgung gelegt.

2009 berichtete die Stadt Zürich, dass das Stadion praktisch CO₂-neutral betrieben werde. Zwei Holzpelletheizungen deckten rund 90 Prozent des Wärmebedarfs. Für Spitzenlasten stand eine mit Biogas betriebene Anlage zur Verfügung.[13]

Auf dem Stadiondach wurde zudem eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von rund 1700 Quadratmetern installiert. Eine thermische Solaranlage unterstützt die Warmwasserbereitung.

Das Energiekonzept galt bei der Eröffnung als beispielhaft für den nachhaltigen Betrieb grosser öffentlicher Sportanlagen.

Kunst am Bau

Im Zusammenhang mit dem Neubau wurden verschiedene Kunst-und-Bau-Projekte realisiert.

Zu den Arbeiten gehört «Perle» des Schweizer Künstlers Hannes Rickli. Das Werk entstand 2007 und wurde später weiterentwickelt.

Darüber hinaus sind im und am Stadion weitere künstlerische Arbeiten verschiedener Kunstschaffender installiert.[14]

Verkehrsanbindung

Der Letzigrund ist gut an den öffentlichen Verkehr angeschlossen.

Direkt an der Badenerstrasse befindet sich die Tramhaltestelle Letzigrund. Sie wird von der Linie 2 der Verkehrsbetriebe Zürich bedient.

Weitere Verbindungen bestehen mit Buslinien. Die Haltestelle Herdernstrasse liegt ebenfalls in unmittelbarer Nähe.

Der Bahnhof Zürich Hardbrücke befindet sich etwa zehn Gehminuten vom Stadion entfernt und bietet Anschlüsse an zahlreiche Linien der S-Bahn Zürich.[15]

Bei Grossveranstaltungen werden häufig zusätzliche Tram- und Busverbindungen angeboten. Wegen der begrenzten Zahl an Parkplätzen empfehlen Stadt und Veranstalter grundsätzlich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Bedeutung für das Quartier

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1925 hat sich die Umgebung des Letzigrunds grundlegend verändert.

Das Stadion lag ursprünglich am Rand des bebauten Stadtgebiets. Heute befindet es sich innerhalb eines dicht besiedelten und zunehmend weiterentwickelten Stadtteils.

Die Stadt Zürich bezeichnet den Letzigrund als wichtigen Identifikationspunkt für das Entwicklungsgebiet Letzi zwischen Aussersihl und Altstetten.[1]

Die Durchführung von Fussballspielen, Leichtathletikveranstaltungen und Konzerten bringt regelmässig Zehntausende Besucherinnen und Besucher in das Quartier. Gleichzeitig entstehen dadurch Herausforderungen hinsichtlich Verkehr, Lärm und Besucherführung.

100-jähriges Jubiläum

Im Jahr 2025 feierte der Letzigrund sein 100-jähriges Bestehen.

Am 20. September 2025 veranstalteten das Sportamt der Stadt Zürich und seine Partner unter dem Motto «Letzigrund für alle» ein grosses öffentliches Jubiläumsfest.

Zu den beteiligten Organisationen gehörten der FC Zürich, der Grasshopper Club Zürich, der Leichtathletik-Club Zürich, Weltklasse Zürich, Special Olympics Switzerland und die ZFV-Unternehmungen.

Rund 12'000 Besucherinnen und Besucher nahmen an den Jubiläumsaktivitäten teil. Angeboten wurden Sportaktivitäten, Stadionführungen, Ausstellungen und weitere Veranstaltungen.[16]

Bedeutung

Der Letzigrund nimmt innerhalb der Schweizer Sportlandschaft eine besondere Stellung ein.

Anders als viele moderne Stadien ist er gleichzeitig Fussballarena, internationales Leichtathletikstadion, Trainingsstätte und Konzertarena.

Seine Geschichte ist eng mit dem FC Zürich verbunden, während die jahrzehntelange Tradition von Weltklasse Zürich dem Stadion internationale Bedeutung in der Leichtathletik verschafft hat.

Mit der EURO 2008, den Leichtathletik-Europameisterschaften 2014 und der UEFA Women's EURO 2025 war der Letzigrund zudem wiederholt Austragungsort grosser internationaler Meisterschaften.

Die Kombination aus Sportgeschichte, charakteristischer Architektur und regelmässigen Grossveranstaltungen macht das Stadion zu einem der bekanntesten Sportbauten Zürichs.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 Stadt Zürich: Neubau Stadion Letzigrund, abgerufen am 8. August 2026.
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 Stadt Zürich: 100 Jahre Stadion Letzigrund, 2025.
  3. Weltklasse Zürich: History, abgerufen am 8. August 2026.
  4. Stadt Zürich: Der neue Letzigrund: Klasse für Weltklasse, 3. Mai 2004.
  5. Stadt Zürich: Der Letzigrund ist bereit, 30. August 2007.
  6. 6,0 6,1 Grasshopper Club Zürich: Stadion Letzigrund, abgerufen am 8. August 2026.
  7. Stadt Zürich: Der Letzigrund ist jetzt schon ein ausgezeichnetes Stadion, 16. Juli 2007.
  8. 8,0 8,1 Stadion Letzigrund: Zahlen & Fakten, abgerufen am 8. August 2026.
  9. UEFA: UEFA EURO 2008 – Group C, 2007.
  10. Stadt Zürich: Stadtzürcher Sportpreis geht an Kariem Hussein, 15. Dezember 2014.
  11. UEFA: Women's EURO 2025 – Matches by venue, 2025.
  12. Stadt Zürich: Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2025, 2025.
  13. Stadt Zürich: Stadion Letzigrund – Topleistung für die 2000-Watt-Gesellschaft, 3. August 2009.
  14. Stadt Zürich, Kunst und Bau: Stadion Letzigrund, Badenerstrasse 500.
  15. FC Zürich: Anfahrt zum Stadion Letzigrund, abgerufen am 8. August 2026.
  16. Stadt Zürich: Stadion Letzigrund, abgerufen am 8. August 2026.

Literatur

  • Stadt Zürich, Amt für Hochbauten: Stadion Letzigrund. Dokumentation des Neubaus. Zürich 2007.
  • Stadt Zürich, Sportamt: Dokumentationen zur Geschichte des Stadions Letzigrund.
  • Weltklasse Zürich: Dokumentationen und Resultatarchive zur Geschichte des internationalen Leichtathletik-Meetings.