Obwaldner Kantonalbank

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Obwaldner Kantonalbank
Logo der Obwaldner Kantonalbank
Kurzbezeichnung OKB
Rechtsform Selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts
Gründung 1886
Sitz Sarnen, Kanton Obwalden
Adresse Im Feld 2
6060 Sarnen
Eigentümer Kanton Obwalden
Staatsgarantie Subsidiäre Haftung des Kantons
Dotationskapital 22 Millionen Franken einbezahlt
Partizipationskapital 6 Millionen Franken einbezahlt
Bankratspräsident Toni Hofer
CEO Margrit Koch
Bilanzsumme 6,288 Milliarden Franken
Kundenausleihungen 4,545 Milliarden Franken
Kundengelder 3,552 Milliarden Franken
Mitarbeitende 207 einschliesslich Lernende
Geschäftsjahr 2025
Geschäftsstellen 8
Bankenclearingnummer 780
BIC OBWKCH22
Website okb.ch

Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) ist die Kantonalbank des Kantons Obwalden. Sie hat ihren Sitz in Sarnen und ist als selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts organisiert. Der Kanton Obwalden stellt das Dotationskapital bereit und haftet subsidiär für die Verbindlichkeiten der Bank, soweit deren eigene Mittel nicht ausreichen und sie ihre fälligen Verpflichtungen nicht erfüllen kann.[1]

Die Bank wurde 1886 gegründet und gehört damit zu den älteren Kantonalbanken der Schweiz. Sie betreibt in allen sieben Obwaldner Gemeinden mindestens eine Geschäftsstelle und ist vor allem im Spar-, Zahlungs-, Hypothekar-, Firmenkunden-, Anlage- und Vorsorgegeschäft tätig. Zur Kundschaft gehören Privatpersonen, kleine und mittlere Unternehmen, Landwirtschaftsbetriebe, öffentlich-rechtliche Körperschaften und institutionelle Anleger.

Im Unterschied zu vielen rein kantonseigenen Kantonalbanken verfügt die OKB neben dem vom Kanton bereitgestellten Dotationskapital über Partizipationskapital. Die Partizipationsscheine vermitteln vermögensrechtliche Ansprüche, jedoch keine Stimmrechte. Ende 2025 befanden sich die Scheine bei rund 2400 Inhaberinnen und Inhabern.[2]

Die Bilanzsumme belief sich Ende 2025 auf 6,288 Milliarden Franken. Die Kundenausleihungen betrugen 4,545 Milliarden Franken, die effektiven Kundengelder 3,552 Milliarden Franken und das betreute Depotvolumen 2,353 Milliarden Franken. Der Jahresgewinn erreichte 14,68 Millionen Franken.[2]

Name

Der offizielle Name lautet Obwaldner Kantonalbank. Im Geschäftsverkehr und im öffentlichen Auftritt verwendet das Institut die Abkürzung OKB.

Die Bezeichnung verweist auf den Kanton Obwalden als gesetzlichen Träger und Eigentümer. Die Bank ist von der Nidwaldner Kantonalbank zu unterscheiden, die dem benachbarten Kanton Nidwalden gehört.

Im Marktauftritt bezeichnet sich die OKB unter anderem als «Bank der Obwaldnerinnen und Obwaldner». Der Ausdruck unterstreicht den öffentlichen Auftrag, die regionale Geschäftstätigkeit und die Abgabe eines Teils des erwirtschafteten Gewinns an den Kanton.

Rechtsform

Die Obwaldner Kantonalbank ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie kann im eigenen Namen Rechte erwerben, Verpflichtungen eingehen, Grundeigentum besitzen sowie vor Gerichten klagen und eingeklagt werden.

Die rechtlichen Grundlagen bilden insbesondere:

  • die Verfassung des Kantons Obwalden;
  • das Gesetz über die Obwaldner Kantonalbank vom 27. Januar 2006;
  • die Ausführungsbestimmungen des Regierungsrats;
  • das Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen;
  • das Finanzdienstleistungsgesetz;
  • das Finanzinstitutsgesetz;
  • das Geldwäschereigesetz;
  • die Vorschriften und Rundschreiben der FINMA.

Das Kantonalbankgesetz trat am 1. Juli 2006 in Kraft. Es regelt Rechtsform, Zweck, Geschäftskreis, Staatsgarantie, Kapital, Organisation, Aufsicht und Gewinnverwendung.[1]

Die öffentlich-rechtliche Rechtsform bedeutet nicht, dass die Bank Bestandteil der kantonalen Verwaltung ist. Sie verfügt über eigene Organe, eigenes Vermögen, eine eigenständige Rechnung und eine nach bankwirtschaftlichen Grundsätzen geführte Organisation.

Zweck und öffentlicher Auftrag

Die OKB dient gemäss Kantonalbankgesetz der volkswirtschaftlichen Entwicklung des Kantons. Sie erfüllt diesen Auftrag als Universalbank und tätigt die üblichen Bankgeschäfte.[1]

Besonders zu berücksichtigen sind die Bedürfnisse:

  • der Bevölkerung;
  • der öffentlich-rechtlichen Körperschaften;
  • des Gewerbes;
  • der Landwirtschaft;
  • der Dienstleistungsbetriebe;
  • kleiner und mittlerer Industrie- und Handelsunternehmen;
  • des Wohnungsbaus.

Der öffentliche Auftrag verbindet wirtschaftliche und regionalpolitische Ziele. Die Bank soll eine verlässliche Versorgung mit Finanzdienstleistungen ermöglichen, ohne die Anforderungen an Rentabilität, Sicherheit und Risikomanagement zu vernachlässigen.

Aus dem Leistungsauftrag ergibt sich kein individueller Anspruch auf einen Kredit oder eine bestimmte Bankdienstleistung. Finanzierungen werden nach banküblichen Kriterien wie Tragbarkeit, Bonität, Sicherheiten und Rückzahlungsfähigkeit geprüft.

Geschäftsgebiet

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt im Kanton Obwalden. Die Bank ist dort mit ihrem Hauptsitz und sieben weiteren Geschäftsstellen vertreten.

Geschäfte ausserhalb des Kantons sind zulässig, sofern sie mit dem gesetzlichen Zweck und der Risikopolitik vereinbar sind. Die OKB vergibt unter anderem grundpfandgesicherte Hypotheken für ausserkantonale Immobilien, finanziert jedoch keine Liegenschaften im Ausland.[3]

Die Bank unterhält keine Filialen oder Niederlassungen ausserhalb des Kantons Obwalden.[2]

Eigentum und Kapital

Dotationskapital

Der Kanton Obwalden ist Eigentümer der Bank und stellt ihr das Dotationskapital zur Verfügung. Das gesetzlich mögliche Dotationskapital beträgt 25 Millionen Franken. Ende 2025 waren davon 22 Millionen Franken einbezahlt.[2]

Das Dotationskapital vermittelt dem Kanton sämtliche Stimmrechte. Änderungen der Kapitalausstattung richten sich nach dem Kantonalbankgesetz und den kantonalen Zuständigkeiten.

Partizipationskapital

Das gesetzlich vorgesehene Partizipationskapital beträgt höchstens 10 Millionen Franken. Ende 2025 waren 6 Millionen Franken einbezahlt.

Das Kapital ist in Partizipationsscheine mit einem Nennwert von je 100 Franken eingeteilt. Die Scheine sind frei übertragbar und vermitteln Anspruch auf eine vom Geschäftsergebnis abhängige Dividende.

Partizipationsscheine gewähren keine:

  • Stimmrechte;
  • Wahlrechte;
  • Mitwirkungsrechte an der Führung der Bank;
  • Ansprüche auf Vertretung im Bankrat.

Das Partizipationskapital entspricht 21,43 Prozent des einbezahlten Dotations- und Partizipationskapitals. Da ausschliesslich das Dotationskapital stimmberechtigt ist, verfügt der Kanton über 100 Prozent der Stimmrechte.[2]

Für das Geschäftsjahr 2025 wurde eine Dividende von 32 Franken je Partizipationsschein ausgeschüttet. Beim Jahresendkurs von 1250 Franken entsprach dies einer rechnerischen Dividendenrendite von rund 2,6 Prozent.[2]

Staatsgarantie

Der Kanton Obwalden haftet subsidiär für die Verbindlichkeiten der Kantonalbank. Die Haftung kommt zum Tragen, wenn die eigenen Mittel der Bank nicht ausreichen und die Bank ihre fälligen Verpflichtungen nicht erfüllen kann.[1]

Von der Staatsgarantie ausgenommen sind:

  • das Partizipationsscheinkapital;
  • nachrangige Verbindlichkeiten.

Wertschriften in Kundendepots sind keine gewöhnlichen Verbindlichkeiten der Bank. Sie gehören grundsätzlich den Kundinnen und Kunden und werden im Konkursfall nach den gesetzlichen Regeln ausgesondert.

Als Abgeltung der Staatsgarantie bezahlt die Bank dem Kanton jährlich 15 Prozent des Jahresgewinns. Für das Geschäftsjahr 2025 betrug diese Abgeltung rund 2,20 Millionen Franken.[2]

Die Staatsgarantie ergänzt die bundesrechtliche Einlagensicherung. Die OKB ist Mitglied von Esisuisse, welche privilegierte Einlagen bis zur gesetzlich vorgesehenen Grenze schützt.

Aufsicht

Eidgenössische Finanzmarktaufsicht

Die OKB ist eine von der FINMA bewilligte Bank und untersteht deren prudenzieller Aufsicht.[4]

Die FINMA überwacht insbesondere:

  • Eigenmittel und Risikoverteilung;
  • Liquidität;
  • Organisation und Unternehmensführung;
  • Geldwäschereibekämpfung;
  • operationelle Risiken;
  • Auslagerungen;
  • Rechnungslegung;
  • interne Kontrollsysteme;
  • Sanierungs- und Notfallvorsorge.

Die kantonale Eigentümerschaft und Staatsgarantie ersetzen die bundesrechtliche Bankenaufsicht nicht.

Regierungsrat

Der Regierungsrat des Kantons Obwalden übt die unmittelbare kantonale Aufsicht aus. Zu seinen Aufgaben gehören:

  • Prüfung des Jahresberichts und der Jahresrechnung;
  • Antragstellung an den Kantonsrat;
  • Genehmigung der Dividendenhöhe;
  • Genehmigung der Verteilung des Bilanzgewinns;
  • Wahl des Bankrats und seines Präsidiums;
  • Kontrolle der Eigentümerstrategie;
  • Erlass von Ausführungsbestimmungen.

Der Regierungsrat verabschiedete 2020 eine Eigentümerstrategie für die OKB. Sie legt die Erwartungen des Kantons an Geschäftspolitik, Rentabilität, Kapitalausstattung, Risikoverhalten und Corporate Governance fest.[3]

Kantonsrat

Der Kantonsrat des Kantons Obwalden übt die Oberaufsicht aus. Er:

  • genehmigt den Jahresbericht;
  • genehmigt die Jahresrechnung;
  • nimmt den Bericht der externen Revisionsstelle zur Kenntnis;
  • entlastet die Organe;
  • schafft die gesetzlichen Rahmenbedingungen;
  • behandelt Änderungen des Kantonalbankgesetzes.

Der Kantonsrat darf nicht in einzelne Kundenbeziehungen, Kreditentscheide oder das operative Bankgeschäft eingreifen.

Organisation

Die obersten Organe der Bank sind:

  • Bankrat;
  • Geschäftsleitung;
  • externe Revisionsstelle.

Die Interne Revision ist direkt dem Bankrat unterstellt und von der Geschäftsleitung unabhängig.

Bankrat

Der Bankrat ist das oberste strategische Führungs- und Aufsichtsorgan. Er besteht aus fünf bis sieben Mitgliedern, die vom Regierungsrat für vier Jahre gewählt werden.[2]

Zu seinen Aufgaben gehören:

  • Festlegung der Strategie;
  • Erlass der Geschäfts- und Organisationsreglemente;
  • Festlegung der Risikopolitik;
  • Wahl der CEO und der übrigen Geschäftsleitungsmitglieder;
  • Überwachung der Geschäftsleitung;
  • Genehmigung bedeutender Kreditgeschäfte;
  • Prüfung der Revisionsberichte;
  • Genehmigung von Budget und Finanzplanung;
  • Antragstellung zur Gewinnverwendung.

Der Bankrat wurde im Juni 2026 für die Amtsdauer 2026–2030 wiedergewählt.[5]

Mitglied Funktion Erstmals gewählt
Toni Hofer Präsident 2014
Armin Durrer Vizepräsident 2016
Christa Rohrer Mitglied 2014
Klaus Wallimann Mitglied 2018
Sonja Spichtig Grünvogel Mitglied 2023
Christian Reinhard Mitglied 2023

Toni Hofer ist seit dem 1. Juli 2024 Präsident des Bankrats. Er folgte auf Daniel Dillier.

Der Kreditausschuss des Bankrats entscheidet über Kreditgeschäfte, welche die Kompetenz der Geschäftsleitung überschreiten. Ihm gehören der Präsident, der Vizepräsident und ein weiteres Bankratsmitglied an.

Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung trägt die operative Verantwortung. Sie wird vom Bankrat gewählt.

Seit dem 1. Mai 2022 wird die Bank von Margrit Koch geleitet. Sie folgte auf Bruno Thürig, der während rund zwanzig Jahren in der Geschäftsleitung tätig gewesen war.[6]

Die Geschäftsleitung besteht aus vier Mitgliedern:

Person Funktion
Margrit Koch CEO, Direktorin und Leiterin Banksteuerung
Hans-Ruedi Durrer Stellvertretender Direktor und Leiter Fachsupport
Thomas Gasser Stellvertretender Direktor und Leiter Privat- und Firmenkunden
Dominic Wolf Stellvertretender Direktor und Leiter Multikanal

Die Geschäftsbereiche umfassen Banksteuerung, Privat- und Firmenkunden, Multikanal sowie Fachsupport.[7]

Revision

Die Interne Revision prüft risikoorientiert Organisation, Prozesse, Kontrollsysteme und Einhaltung interner Vorgaben. Sie berichtet direkt an den Bankrat.

Als externe Revisionsstelle und bankengesetzliche Prüfgesellschaft war für das Geschäftsjahr 2025 PricewaterhouseCoopers AG in Luzern tätig. Der Revisionsbericht vom 23. Februar 2026 enthielt keine Einschränkungen.[3]

Geschäftstätigkeit

Die OKB ist eine regional ausgerichtete Universalbank. Das Geschäftsmodell beruht vor allem auf Kundeneinlagen, Hypotheken, Unternehmenskrediten und Beratungsdienstleistungen.

Konten und Zahlungsverkehr

Die Bank bietet unter anderem:

  • Privat- und Lohnkonten;
  • Sparkonten;
  • Jugend- und Ausbildungskonten;
  • Fremdwährungskonten;
  • Debit- und Kreditkarten;
  • Zahlungsverkehr;
  • E-Banking;
  • Mobile Banking;
  • eBill;
  • Instant-Zahlungen;
  • TWINT;
  • Bargeld- und Bancomatdienstleistungen.

Die persönliche Beratung in den Geschäftsstellen wird durch digitale Kanäle, Telefonberatung und ein Kundencenter ergänzt.

Hypothekargeschäft

Das Hypothekargeschäft bildet den wichtigsten Teil des Kreditgeschäfts. Die Bank finanziert:

  • selbst genutztes Wohneigentum;
  • Mehrfamilienhäuser;
  • Mietliegenschaften;
  • Bauprojekte;
  • Gewerbeimmobilien;
  • Landwirtschaftsbetriebe;
  • touristische Liegenschaften.

Im Geschäftsjahr 2025 nahm das Hypothekarvolumen um knapp 190 Millionen Franken zu. Damit bestätigte die OKB nach eigenen Angaben ihre Stellung als bedeutendste Hypothekarbank im Kanton.[2]

Das gesamte Ausleihungsvolumen stieg um 3,7 Prozent auf 4,545 Milliarden Franken. Kredite werden aufgrund von Tragbarkeit, Belehnungswert, Eigenmitteln und Bonität beurteilt.

Firmenkundengeschäft

Die Firmenkundenberatung richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen, Gewerbebetriebe, Landwirtschaft, Tourismusunternehmen und öffentlich-rechtliche Organisationen.

Zum Angebot gehören:

  • Kontokorrentkredite;
  • Investitionsfinanzierungen;
  • Baukredite;
  • Betriebsmittelkredite;
  • feste Vorschüsse;
  • Hypotheken;
  • Garantien und Bürgschaften;
  • Leasinglösungen;
  • Zahlungsverkehr;
  • Liquiditätsmanagement;
  • Nachfolge- und Vorsorgeberatung.

Die regionale Ausrichtung erleichtert die Kenntnis der örtlichen Unternehmen und Immobilienmärkte. Gleichzeitig führt sie zu einer geografischen Konzentration des Kreditportfolios.

Anlagegeschäft

Das Anlagegeschäft umfasst:

  • Anlageberatung;
  • Vermögensverwaltung;
  • Private Banking;
  • Wertschriftendepots;
  • Fonds;
  • Aktien und Obligationen;
  • strukturierte Produkte;
  • Fondssparpläne;
  • Edelmetalle;
  • Vorsorgeanlagen.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich 2025 um 7,9 Prozent auf 11,52 Millionen Franken. Das betreute Depotvolumen nahm um knapp 15 Prozent auf 2,353 Milliarden Franken zu.[2]

Die OKB arbeitet im Anlagegeschäft unter anderem mit anderen Kantonalbanken und gemeinsamen Einrichtungen des Kantonalbankensektors zusammen.

= Vorsorge

Die Bank bietet Dienstleistungen für die private und berufliche Vorsorge an. Dazu gehören:

  • Säule 3a;
  • Freizügigkeitskonten;
  • Vorsorgefonds;
  • Pensionierungsplanung;
  • Vorsorgeanalysen;
  • Beratung bei Kapitalbezug;
  • Lösungen für Unternehmen und Selbstständige.

Anfang 2026 lancierte die OKB die Vorsorgemarke «vorsorglich.», unter der Pensionierungs-, Rechts- und Vorsorgeberatungen gebündelt werden.

Refinanzierung

Die OKB finanziert ihre Ausleihungen hauptsächlich durch Kundeneinlagen, Kassenobligationen, Pfandbriefdarlehen und Eigenmittel.

Ende 2025 beliefen sich die effektiven Kundengelder auf 3,552 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahr nahmen sie um rund 0,7 Prozent zu. Die Kassenobligationen stiegen deutlich auf 134,59 Millionen Franken.[2]

Weitere Refinanzierungsquellen sind:

  • Verpflichtungen gegenüber Banken;
  • Darlehen der Pfandbriefzentrale der schweizerischen Kantonalbanken;
  • institutionelle Einlagen;
  • Geldmarktgeschäfte;
  • eigene Kapitalmittel.

Die Refinanzierungsstruktur soll eine ausreichende Liquidität und eine stabile Finanzierung des Kreditgeschäfts gewährleisten.

Geschäftsjahr 2025

Das Geschäftsjahr 2025 war durch steigende Kundenausleihungen, wachsende Anlagevermögen und höhere Erträge geprägt.

Kennzahl 2025 2024 Veränderung
Bilanzsumme 6'288 Mio. Fr. 6'074 Mio. Fr. +3,5 %
Kundenausleihungen 4'545 Mio. Fr. 4'383 Mio. Fr. +3,7 %
Effektive Kundengelder 3'552 Mio. Fr. 3'528 Mio. Fr. +0,7 %
Depotvolumen 2'353 Mio. Fr. 2'050 Mio. Fr. +14,8 %
Eigenkapital nach Gewinnverwendung 565,9 Mio. Fr. rund 546 Mio. Fr. rund +3,6 %
Bruttoerfolg 74,81 Mio. Fr. 69,73 Mio. Fr. +7,3 %
Geschäftsaufwand 39,98 Mio. Fr. 36,61 Mio. Fr. +9,2 %
Geschäftserfolg 27,79 Mio. Fr. 26,00 Mio. Fr. +6,9 %
Jahresgewinn 14,68 Mio. Fr. 13,77 Mio. Fr. +6,7 %
Cost-Income-Ratio 53,4 % 52,6 % +0,8 Prozentpunkte
Eigenkapitalquote 9,0 % rund 9,0 % weitgehend unverändert

Zinsengeschäft

Das Zinsengeschäft blieb der wichtigste Ertragspfeiler. Der Bruttoerfolg im Zinsengeschäft stieg um 3,8 Prozent auf 52,30 Millionen Franken.

Wegen der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von rund 1,4 Millionen Franken erhöhte sich der Nettoerfolg auf 53,72 Millionen Franken.[2]

Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft nahm auf 11,52 Millionen Franken zu. Wichtigster Wachstumstreiber war das Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäft.

Die Kommissionserträge im Kreditgeschäft und im übrigen Dienstleistungsgeschäft lagen leicht unter den Vorjahreswerten.

Handelsgeschäft

Der Handelsertrag sank um 12,1 Prozent auf 5,56 Millionen Franken. Positiven Erträgen aus dem Devisen- und Sortengeschäft standen Bewertungsverluste auf eigenen Wertschriften und Finanzanlagen gegenüber.

Der übrige ordentliche Erfolg stieg um mehr als 20 Prozent auf 4,01 Millionen Franken.

Aufwand

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich auf 39,98 Millionen Franken. Der Personalaufwand betrug 25,58 Millionen Franken und der Sachaufwand 14,40 Millionen Franken.

Als Gründe nannte die Bank unter anderem:

  • Investitionen in Digitalisierung;
  • Umsetzung strategischer Projekte;
  • wachsendes Geschäftsvolumen;
  • höhere Personalaufwendungen;
  • allgemeine Kostensteigerungen.

Gewinnverwendung

Vom Geschäftsergebnis 2025 wurden 13,13 Millionen Franken den Reserven für allgemeine Bankrisiken zugewiesen. Danach verblieb ein Jahresgewinn von 14,68 Millionen Franken.[2]

Die Ausschüttungen umfassten:

Empfänger beziehungsweise Zweck Betrag
Gewinnausschüttung an den Kanton 6,60 Mio. Fr.
Abgeltung der Staatsgarantie rund 2,20 Mio. Fr.
Dividende auf Partizipationsscheinen 1,92 Mio. Fr.
Zuweisung an gesetzliche Gewinnreserven 3,96 Mio. Fr.

Die gesamte Zahlung an den Kanton belief sich damit auf rund 9,24 Millionen Franken. Dies entsprach rechnerisch ungefähr 230 Franken je Einwohnerin und Einwohner Obwaldens.[2]

Geschäftsstellen

Die OKB ist in allen sieben Einwohnergemeinden des Kantons vertreten. In Sarnen bestehen zwei bediente Standorte.

Standort Art Adresse
Sarnen Hauptsitz Im Feld 2, 6060 Sarnen
Sarnen-Center Filiale Nelkenstrasse 3a, 6060 Sarnen
Alpnach Filiale Brünigstrasse 70, 6055 Alpnach Dorf
Engelberg Filiale Dorfstrasse 15, 6390 Engelberg
Giswil Filiale Bahnhofstrasse 2, 6074 Giswil
Kerns Filiale Sarnerstrasse 1, 6064 Kerns
Lungern Filiale Brünigstrasse 85, 6078 Lungern
Sachseln Filiale Dorfplatz 3, 6072 Sachseln

Zusätzlich betreibt die Bank Bancomaten an verschiedenen Orten im Kanton.[8]

Hauptsitz Quadrum

Der Hauptsitz befindet sich seit dem 30. August 2021 im Gebäude Quadrum in Sarnen Nord. Die offizielle Einweihung erfolgte am 16. September 2021.[9]

Das Gebäude wurde weitgehend aus regionalem Holz errichtet. Für Tragwerk, Fassade und Innenausbau wurden rund 2800 Kubikmeter Holz beziehungsweise ungefähr 1200 Baumstämme verwendet.

Die tragende Konstruktion besteht vor allem aus Eschenholz. Fichten- und Tannenholz wurde für Fassade und Innenausbau verwendet. Das Gebäude verbindet Bankbetrieb, Beratungsräume, Büros, Veranstaltungsflächen und technische Infrastruktur.

Das Quadrum wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit einem Preis im Rahmen des Prix Lignum 2024. Als Ausgleich für die verwendeten Ressourcen finanzierte die Bank die Pflanzung von rund 1200 klimaangepassten Bäumen in Obwaldner Wäldern.[10]

Mitarbeitende

Ende 2025 beschäftigte die OKB 186 Mitarbeitende sowie 21 Lernende. Teilzeitbereinigt entsprach dies rund 166 Vollzeitstellen.[2]

Die Bank bildet insbesondere Kaufleute im Bankwesen aus. Zusätzlich bietet sie Ausbildungsplätze im Kundendialog und in weiteren betrieblichen Funktionen.

Zu den Massnahmen der Personalentwicklung gehören:

  • interne und externe Weiterbildungen;
  • Fach- und Führungslaufbahnen;
  • SAQ-Zertifizierungen in der Kundenberatung;
  • Mentoring und Coaching;
  • Nachwuchsförderung;
  • Unterstützung berufsbegleitender Ausbildungen;
  • flexible Arbeitsmodelle.

Die Mitarbeitenden absolvierten 2025 insgesamt rund 520 Weiterbildungstage. Die Bank erhielt erneut die Zertifizierungen «Fair-ON-Pay Advanced» und «Friendly Work Space».[2]

Geschichte

Gründung

Die Obwaldner Kantonalbank wurde 1886 gegründet. Der Kanton wollte damit eine öffentliche Bank schaffen, welche die Ersparnisse der Bevölkerung sicher anlegte und den regionalen Kreditbedarf deckte.

Die Gründung stand im Zusammenhang mit der Entwicklung der Kantonalbanken im 19. Jahrhundert. Viele Kantone schufen eigene Institute, um:

  • Landwirtschaft und Gewerbe mit Krediten zu versorgen;
  • Hypotheken zu günstigeren Bedingungen anzubieten;
  • sichere Sparmöglichkeiten bereitzustellen;
  • die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern;
  • die Abhängigkeit von ausserkantonalen Geldgebern zu verringern.

Der erste Geschäftsbericht für 1886 bildete den Anfang einer bis 2025 auf 139 Berichtsjahre angewachsenen Reihe.

Aufbau des Geschäftsstellennetzes

Die erste Einnehmerei ausserhalb Sarnens nahm 1903 in Engelberg ihren Betrieb auf. 1904 folgte Lungern, 1908 Kerns.

Weitere Einnehmereien beziehungsweise Geschäftsstellen entstanden:

  • 1931 in Alpnach;
  • 1932 in Giswil;
  • 1932 in Sachseln;
  • 1998 als Filiale Sarnen-Center.

Die früheren Einnehmereien entwickelten sich schrittweise zu modernen Filialen mit Beratungs-, Zahlungs- und Selbstbedienungsangeboten.[6]

Hauptsitz an der Bahnhofstrasse

1909 eröffnete die Bank einen Hauptsitz an der Bahnhofstrasse in Sarnen. Das Gebäude prägte den Bankbetrieb während mehr als einem Jahrhundert.

Pläne für einen Umbau und eine Erweiterung wurden ab 2005 verfolgt. Wegen Einsprachen und rechtlicher Verfahren verzögerte sich das Projekt. Das Bundesgericht hob 2017 die Baubewilligung für das vorgesehene Bauvorhaben auf.

Die Bank verkaufte das Grundstück Ende 2018. Von 2012 bis 2021 arbeitete sie in einem Provisorium an der Rütistrasse.

Partizipationsscheine

1986, im Jahr des hundertjährigen Bestehens, schuf die Bank Partizipationskapital. Dadurch konnten private Anlegerinnen und Anleger Eigenkapital bereitstellen und am Geschäftserfolg teilnehmen, ohne Stimmrechte zu erhalten.

Das Reglement über die Ausgabe der Partizipationsscheine wurde 2010 überarbeitet und trat in der neuen Fassung am 1. März 2011 in Kraft.[2]

Modernisierung der Filialen

Seit den 2010er-Jahren wurden zahlreiche Geschäftsstellen erneuert oder an neue Standorte verlegt.

Zu den Projekten gehörten:

  • neue Räumlichkeiten in Lungern ab 2012;
  • Neubau beziehungsweise Verlegung der Filiale Giswil 2017;
  • Umbau der Filiale Alpnach 2018;
  • Neugestaltung der Filiale Kerns 2020;
  • neuer Standort der Filiale Sachseln 2022;
  • Umbau der Filiale Engelberg 2022;
  • Vergrösserung und Modernisierung des Sarnen-Centers.

Die Filialen wurden stärker auf Beratung ausgerichtet, während einfache Transaktionen zunehmend digital oder an Selbstbedienungsgeräten erfolgen.

Kantonalbankgesetz von 2006

Mit dem Kantonalbankgesetz von 2006 wurden Rechtsform, Aufsicht und Unternehmensführung neu geregelt.

Das Gesetz präzisierte unter anderem:

  • öffentlichen Auftrag;
  • Staatsgarantie;
  • Dotations- und Partizipationskapital;
  • Kompetenzen des Bankrats;
  • Aufsicht durch Regierungs- und Kantonsrat;
  • Gewinnausschüttung;
  • Abgeltung der Staatsgarantie.

Neuer Hauptsitz

Nach rund zweijähriger Bauzeit bezog die Bank im August 2021 den neuen Hauptsitz Quadrum.

Der Neubau führte zuvor auf mehrere Standorte verteilte Abteilungen zusammen und ermöglichte neue Formen der Zusammenarbeit, Beratung und digitalen Dienstleistung.

Wechsel in der Geschäftsleitung

Am 1. Mai 2022 übernahm Margrit Koch die Leitung der Bank. Sie wurde damit die erste Frau an der Spitze der OKB.

Unter ihrer Führung setzte die Bank die Strategie 2022+ mit dem Leitgedanken «MIDÄNAND Berge erklimmen» um. Die Strategieperiode wurde Ende 2025 abgeschlossen.[11]

Digitalisierung

Die Bank baut ihre digitalen Angebote laufend aus.

Dazu gehören:

  • E-Banking;
  • Mobile Banking;
  • digitale Kontoeröffnung;
  • elektronische Dokumente;
  • eBill;
  • Instant-Zahlungen;
  • Kartensperrung und Kartenverwaltung;
  • mobile Bezahlverfahren;
  • digitale Terminvereinbarung;
  • elektronische Anlage- und Beratungsunterlagen.

Die Strategie verbindet digitale Selbstbedienung mit persönlicher Beratung. Kundinnen und Kunden sollen einfache Geschäfte online erledigen können, während für komplexe Finanzierungs-, Anlage- und Vorsorgefragen Fachpersonen zur Verfügung stehen.

Digitalisierung erhöht zugleich die Anforderungen an:

  • Cybersicherheit;
  • Datenschutz;
  • Betrugserkennung;
  • Ausfallsicherheit;
  • Identitätsprüfung;
  • Schulung der Kundschaft;
  • Notfallorganisation.

Bürgschaftsfonds Obwalden

Die Organe der OKB führen auch den Bürgschaftsfonds Obwalden. Dieser ist eine eigenständige juristische Person mit Sitz in Sarnen.

Der Fonds gewährt Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Unternehmen im Kanton zeitlich beschränkte Bürgschaften für Darlehen und Kredite. Ergänzende Bürgschaften dienen besonders der Finanzierung landwirtschaftlicher Liegenschaften.

Ende 2025 bestanden 36 Bürgschaften mit einem Gesamtbetrag von rund 4,628 Millionen Franken. Davon waren 4,324 Millionen Franken durch zusätzliche Pfandrechte auf landwirtschaftlichen Liegenschaften abgesichert.[2]

Die Jahresrechnung des Bürgschaftsfonds wird getrennt von der Bankrechnung geführt und vom Kantonsrat zur Kenntnis genommen.

Engagement im Kanton

Die OKB unterstützt Vereine, Veranstaltungen und Projekte in den Bereichen:

  • Sport;
  • Kultur;
  • Bildung;
  • Gesellschaft;
  • Wirtschaft;
  • Umwelt.

Im Jahr 2025 zahlte sie rund 710'000 Franken an Sponsoringgeldern aus und unterstützte mehr als 250 grössere und kleinere Projekte.[2]

Zu den Engagements gehören Partnerschaften mit Sportvereinen, kulturellen Veranstaltungen, Jugendorganisationen, dem Gewerbeverband und gemeinnützigen Institutionen.

OKB-Förderpreis

Der OKB-Förderpreis zeichnet Projekte mit nachhaltigem gesellschaftlichem, ökologischem oder wirtschaftlichem Nutzen aus.

Im Jahr 2025 war der Preis mit insgesamt 35'000 Franken dotiert. Ausgezeichnet wurden unter anderem der Verein Madame Frigo, der Forstbetrieb der Korporation Kerns, das Kids Bike Village Giswil und die Zelsius AG.[2]

KMU-Anerkennungspreis

Gemeinsam mit dem Gewerbeverband Obwalden verleiht die Bank einen KMU-Anerkennungspreis.

Der Hauptpreis 2025 ging an die Iromet AG aus Alpnach. Weitere Wertschätzungspreise erhielten Unternehmen aus Kerns und Kägiswil.

Nachhaltigkeit

Die Bank veröffentlicht im Geschäftsbericht Angaben zu ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeitsthemen.

Zu den Massnahmen gehören:

  • energieeffizienter Hauptsitz;
  • Photovoltaikanlage;
  • Bezug von Obwaldner Naturstrom für die Filialen;
  • Mobilitätszulagen;
  • Elektrofahrzeuge und Elektrovelos;
  • Generalabonnemente für Lernende;
  • Förderung regionaler Lieferanten;
  • Nachhaltigkeitskriterien im Anlagegeschäft;
  • Unterstützung nachhaltiger Projekte;
  • Wiederaufforstung mit klimaangepassten Baumarten.

Die Photovoltaikanlage des Hauptsitzes produzierte 2025 rund 85'900 Kilowattstunden Strom. Damit wurde ein grosser Teil des eigenen Strombedarfs am Hauptsitz gedeckt.[2]

Zusammenarbeit

Die OKB arbeitet mit anderen Schweizer Kantonalbanken und gemeinsamen Einrichtungen zusammen.

Dazu gehören insbesondere:

  • Verband Schweizerischer Kantonalbanken;
  • Pfandbriefzentrale der schweizerischen Kantonalbanken;
  • Swisscanto-Gruppe;
  • Esisuisse;
  • gemeinsame Zahlungs- und Karteninfrastrukturen;
  • Aus- und Weiterbildungsorganisationen;
  • Kooperationen bei Anlageprodukten und Informatik.

Die Zusammenarbeit ermöglicht einer vergleichsweise kleinen Bank, spezialisierte Produkte und technische Systeme anzubieten, deren eigenständige Entwicklung mit hohen Kosten verbunden wäre.

Regionale Bedeutung

Die OKB ist ein wichtiger Finanzdienstleister und Arbeitgeber in Obwalden. Der Kanton ist wirtschaftlich geprägt von Gewerbe, Tourismus, Landwirtschaft, Bauwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen.

Die regionale Bedeutung der Bank ergibt sich aus:

  • Finanzierung von Wohneigentum;
  • Kreditversorgung von KMU;
  • Betreuung landwirtschaftlicher Betriebe;
  • Finanzierung öffentlicher Körperschaften;
  • Arbeits- und Ausbildungsplätzen;
  • Gewinnausschüttung an den Kanton;
  • Sponsoring;
  • Förderung regionaler Projekte.

Die starke regionale Konzentration kann zugleich Risiken verursachen. Eine ungünstige Entwicklung des Obwaldner Immobilienmarkts oder der regionalen Wirtschaft könnte einen erheblichen Teil des Kreditportfolios betreffen.

Herausforderungen

Zinsentwicklung

Das Zinsdifferenzgeschäft ist die wichtigste Einnahmequelle. Änderungen des Leitzinses der Schweizerischen Nationalbank beeinflussen Kreditmargen, Kundenzinsen und Refinanzierungskosten.

Längere Phasen sehr tiefer Zinsen können die Marge belasten. Rasch steigende Zinsen können dagegen die Tragbarkeit von Hypotheken und Krediten verschlechtern.

Immobilienmarkt

Ein grosser Teil der Aktiven besteht aus Hypothekarforderungen. Die Bank muss deshalb Preise, Bautätigkeit, Leerstände und finanzielle Tragbarkeit sorgfältig überwachen.

Die touristischen und alpinen Lagen in Engelberg und weiteren Gemeinden unterscheiden sich teilweise von den Wohn- und Gewerbemärkten im Sarneraatal.

Regulierung

Die regulatorischen Anforderungen an Banken nehmen laufend zu. Sie betreffen unter anderem:

  • Kapital und Liquidität;
  • Geldwäschereibekämpfung;
  • Finanzdienstleistungen;
  • Datenschutz;
  • Cybersicherheit;
  • Auslagerungen;
  • operationelle Widerstandsfähigkeit;
  • Nachhaltigkeitsinformationen.

Für kleinere Banken fallen viele regulatorische Fixkosten im Verhältnis zur Bilanzsumme besonders stark ins Gewicht.

Digitalisierung und Wettbewerb

Die OKB steht im Wettbewerb mit Grossbanken, anderen Kantonalbanken, Raiffeisenbanken, Versicherungen, Onlinebanken und Fintech-Unternehmen.

Ihre Strategie beruht auf einer Verbindung von regionaler Nähe, Fachberatung und digitalen Dienstleistungen.

= Fachkräfte

Der Schweizer Bankenmarkt weist in verschiedenen Fachgebieten einen Mangel an qualifiziertem Personal auf. Für ein regionales Institut ausserhalb der grossen Finanzzentren sind eigene Ausbildung, Weiterbildung und langfristige Personalbindung deshalb besonders wichtig.

Literatur

  • Ludwig von Moos: Hundert Jahre Obwaldner Kantonalbank 1886–1986. Ein Gang durch Geschichte, Akten und Berichte. Sarnen 1987.
  • Obwaldner Kantonalbank: Geschäftsbericht 2025. Sarnen 2026.
  • Obwaldner Kantonalbank: Geschäftsbericht 2021. Sarnen 2022.
  • Kanton Obwalden: Gesetz über die Obwaldner Kantonalbank vom 27. Januar 2006.
  • Kanton Obwalden: Eigentümerstrategie Obwaldner Kantonalbank. Sarnen.
  • Yves Froidevaux: Kantonalbanken. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Obwaldner Kantonalbank: Geschäftsberichte und Jahresrechnungen, Sarnen, fortlaufende Reihe.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Kanton Obwalden: Gesetz über die Obwaldner Kantonalbank vom 27. Januar 2006, abgerufen am 3. August 2026.
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 2,18 2,19 2,20 Obwaldner Kantonalbank: Geschäftsbericht 2025, Sarnen 2026, abgerufen am 3. August 2026.
  3. 3,0 3,1 3,2 Regierungsrat des Kantons Obwalden: Bericht zur Genehmigung des Jahresberichts und der Jahresrechnung 2025 der Obwaldner Kantonalbank, 17. März 2026, abgerufen am 3. August 2026.
  4. Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA: Bewilligte Banken und Wertpapierhäuser, Stand 31. Juli 2026, abgerufen am 3. August 2026.
  5. Obwaldner Kantonalbank: Bankrat, abgerufen am 3. August 2026.
  6. 6,0 6,1 Obwaldner Kantonalbank: Geschichte, abgerufen am 3. August 2026.
  7. Obwaldner Kantonalbank: Geschäftsleitung, abgerufen am 3. August 2026.
  8. Obwaldner Kantonalbank: Standorte und Öffnungszeiten, abgerufen am 3. August 2026.
  9. Obwaldner Kantonalbank: Geschäftsbericht 2021, Sarnen 2022, abgerufen am 3. August 2026.
  10. Obwaldner Kantonalbank: Obwaldner Kantonalbank pflanzt 1200 Bäume, 3. April 2025, abgerufen am 3. August 2026.
  11. Obwaldner Kantonalbank: OKB zieht positive Bilanz zur Strategie 2022+, abgerufen am 3. August 2026.