Schwyzer Alpen
| Schwyzer Alpen | |
|---|---|
| Lage | Zentralschweiz |
| Kantone | Schwyz, Glarus, Uri, Zug und Luzern |
| Teil der | Schweizer Alpen |
| Gebirgscharakter | Voralpen und hochalpine Kalkgebirge |
| Höchster Gipfel | Bächistock |
| Höchste Erhebung | 2914 m ü. M. |
| Fläche | rund 1400 km² |
| Wichtige Teilgebiete | Rigi, Rossberg, Mythen, Muotataler Berge, Sihltaler Berge, Wägitaler Berge, Glärnisch |
| Wichtige Täler | Muotatal, Bisistal, Alptal, Sihltal, Wägital und Klöntal |
| Wichtige Pässe | Pragelpass, Ibergeregg, Sattelegg und Klausenpass |
Die Schwyzer Alpen sind eine Gebirgslandschaft in der Zentralschweiz. Im weiteren geografischen Sinn umfassen sie den grössten Teil des Kantons Schwyz sowie angrenzende Gebiete der Kantone Glarus, Uri, Zug und Luzern. Die Landschaft reicht von bewaldeten Voralpenzügen und sanften Nagelfluhrücken bis zu schroffen Kalkmassiven und vergletscherten Gipfeln nahe der Dreitausendmetermarke.
Der Begriff wird nicht in allen Gebirgseinteilungen gleich verwendet. Im weiteren Sinn erstrecken sich die Schwyzer Alpen vom Zürich- und Zugersee bis zum Linthtal, zum Klausenpass, zum Schächental und zum Vierwaldstättersee. In der Einteilung des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) wird dagegen meist der engere Begriff Schwyzer Voralpen verwendet. Hochalpine Gebiete wie der Glärnisch oder die Berge östlich des Bisistals werden vom SAC den Glarner Alpen beziehungsweise den Urner Alpen zugeteilt.[1]
In der weiten Abgrenzung ist der 2914 Meter hohe Bächistock im Glärnischmassiv der höchste Gipfel. Der höchste vollständig oder teilweise im Kanton Schwyz gelegene Berg ist der 2801 Meter hohe Bös Fulen an der Grenze zum Kanton Glarus.[2][3]
Zu den bekanntesten Bergen gehören die Mythen, die Rigi, der Fronalpstock, der Druesberg, der Ortstock, der Glärnisch und der Bös Fulen. Das Gebiet ist durch eine besonders grosse geologische und landschaftliche Vielfalt geprägt. Bedeutende Naturerscheinungen sind das Karstgebiet der Silberen, der Bödmerenwald, das Höhlensystem Hölloch, die Moorlandschaft von Rothenthurm und das Bergsturzgebiet von Goldau.
Begriff und Abgrenzung
Die Bezeichnung Schwyzer Alpen ist ein geografischer Sammelbegriff. Sie orientiert sich am historischen und landschaftlichen Zentrum des Kantons Schwyz, deckt sich jedoch weder vollständig mit dessen politischer Grenze noch mit einer einzigen international anerkannten Gebirgseinteilung.
In einer weiten Abgrenzung wird das Gebiet im Uhrzeigersinn durch folgende Landschaftselemente begrenzt:
- im Norden durch den Zürichsee und das obere Linthgebiet;
- im Osten durch die Linth, den Fätschbach und den Klausenpass;
- im Südosten durch das Schächental;
- im Süden durch die Reuss und den Urnersee;
- im Westen durch den Vierwaldstättersee und den Zugersee.
Die Fläche beträgt in dieser Abgrenzung ungefähr 1400 Quadratkilometer.[1]
Die Gebirgsgruppe liegt am Übergang vom Schweizer Mittelland zu den inneren Alpen. Dadurch vereint sie sehr unterschiedliche Landschaftstypen. Im Norden und Westen dominieren voralpine Höhenzüge mit Wäldern, Weiden und vergleichsweise sanften Formen. Gegen Süden und Osten werden die Berge höher, felsiger und alpiner.
Schwyzer Alpen und Schwyzer Voralpen
Die Begriffe Schwyzer Alpen und Schwyzer Voralpen werden teilweise gleichbedeutend verwendet, bezeichnen in der alpinen Fachliteratur jedoch nicht immer dasselbe Gebiet.
Die Schwyzer Voralpen nach der Einteilung des SAC umfassen hauptsächlich:
- die Rigi;
- den Rossberg;
- die Fronalpstock-Kette;
- die Mythen;
- die Alptaler Berge;
- die nördlichen Muotataler Berge;
- die Sihltaler Berge;
- die Gruppen um Aubrig und Etzel.
Ihr höchster Gipfel ist der 2282 Meter hohe Druesberg. Das Glärnischmassiv, der Bös Fulen, der Ortstock und weitere hohe Berge im Osten werden in der SAC-Einteilung den Glarner Alpen zugeordnet.
Die internationale orografische Einteilung SOIUSA verwendet den Begriff Schwyzer und Urner Voralpen. Dieses Gebiet ist grösser als die Schwyzer Voralpen des SAC, aber kleiner als die weit gefassten Schwyzer Alpen.[1]
Landschaftsräume
Rigi
Die Rigi bildet den westlichen Rand der Schwyzer Alpen zwischen Vierwaldstättersee, Zugersee und dem Talkessel von Schwyz. Ihr höchster Punkt ist die 1797 Meter hohe Rigi Kulm.
Das Massiv besteht aus mehreren Rücken und Gipfeln. Dazu gehören:
- Rigi Kulm;
- Rigi Hochflue;
- Rigi Scheidegg;
- Dossen;
- Schild;
- Rotstock.
Die Rigi fällt besonders gegen den Vierwaldstättersee steil ab. Ihre niedrigeren und mittleren Lagen sind von Wäldern, Wiesen und Alpweiden geprägt. Aufgrund der Aussicht über die Zentralschweizer Seen und die Alpen entwickelte sie sich bereits im 18. und 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Reiseziel.
Seit 1871 führt die Vitznau-Rigi-Bahn als erste Bergbahn Europas auf das Massiv. Weitere Erschliessungen bestehen von Arth-Goldau, Weggis und Kräbel.
Rossberg
Der Rossberg liegt zwischen dem Zugersee, dem Ägerital, Sattel und dem Lauerzersee. Sein höchster Gipfel ist der 1580 Meter hohe Wildspitz.
Der Berg besteht überwiegend aus Nagelfluh, Sandstein und Mergel der subalpinen Molasse. Bekannt wurde er durch den Bergsturz von Goldau vom 2. September 1806. Dabei lösten sich an der Südflanke gewaltige Gesteinsmassen und verschütteten grosse Teile der Dörfer Goldau und Röthen.
Das Bergsturzgebiet ist heute im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung eingetragen. Die Ablagerungen prägen die Landschaft zwischen Rossberg und Lauerzersee bis heute.[4]
Mythen
Die Mythen erheben sich unmittelbar östlich des Talkessels von Schwyz. Das Bergmassiv besteht aus:
- dem Grossen Mythen mit 1898 Metern;
- dem Kleinen Mythen mit 1811 Metern;
- dem Haggenspitz mit 1761 Metern.
Die markanten Felspyramiden bilden das Wahrzeichen des Hauptorts und des Kantons Schwyz. Ihre isolierte Stellung lässt sie höher und schroffer erscheinen, als es ihre absolute Höhe vermuten lässt.
Der Grosse Mythen ist von der Holzegg über einen steilen, gut ausgebauten Bergweg erreichbar. Der Kleine Mythen und der Haggenspitz sind deutlich schwieriger zugänglich und erfordern Klettererfahrung.
Geologisch gehören die Mythen zu den sogenannten Klippen. Ihre Gesteine wurden während der Alpenbildung über grosse Entfernungen nach Norden transportiert und liegen heute auf jüngeren Flyschgesteinen.[5]
Alptaler Berge
Die Alptaler Berge liegen zwischen dem Talkessel von Schwyz, dem Alptal und der Region Einsiedeln. Zu ihnen gehören unter anderem:
- Furggelenstock;
- Gschwändstock;
- Spirstock;
- Hochstuckli;
- Nätschboden;
- Nüsellstock.
Die Berge sind überwiegend bewaldet und von Alpweiden geprägt. Die Holzegg zwischen Alpthal und Schwyz bildet einen wichtigen Übergang und Ausgangspunkt für Touren auf den Grossen Mythen.
Das Gebiet wird im Winter für Schneeschuhwanderungen, Skitouren und kleinere Wintersportanlagen genutzt. Bei Sattel liegt das Ausflugsgebiet Sattel-Hochstuckli.
Fronalpstock-Kette
Die Fronalpstock-Kette erhebt sich südlich des Schwyzer Talkessels über dem Vierwaldstättersee. Zu ihr gehören:
- Klingenstock;
- Huser Stock;
- Fronalpstock;
- Chlingen;
- Rophaien in der südöstlichen Fortsetzung.
Der Fronalpstock erreicht 1922 Meter, der benachbarte Klingenstock 1935 Meter. Zwischen den beiden Gipfeln verläuft ein bekannter Gratweg mit Aussicht auf den Urnersee, den Talkessel von Schwyz und zahlreiche Seen der Zentralschweiz.[6]
Auf einer Geländeterrasse unterhalb der Gipfel liegt der Ferienort Stoos. Er ist von Schwyz-Schlattli mit einer sehr steilen Standseilbahn sowie von Morschach mit einer Luftseilbahn erreichbar.
Muotataler Berge
Die Muotataler Berge umgeben das weit verzweigte Muotatal. Im Norden gehen sie in die Mythen- und Druesberggruppe über. Im Süden und Osten erreichen sie zunehmend hochalpinen Charakter.
Wichtige Gipfel sind:
- Druesberg;
- Forstberg;
- Twäriberg;
- Fluebrig;
- Chaiserstock;
- Rossstock;
- Schächentaler Windgällen;
- Bös Fulen;
- Grisset;
- Ortstock.
Der 2282 Meter hohe Druesberg ist der höchste Gipfel der Schwyzer Voralpen im engeren Sinn. Der Bös Fulen erreicht 2801 Meter und ist der höchste Berg des Kantons Schwyz.
Das Gebiet wird durch mehrere Seitentäler gegliedert. Dazu gehören das Bisistal, das Hürital, das Rätschtal, das Starzlental und das Riemenstaldner Tal.
Sihltaler Berge
Die Sihltaler Berge liegen im Raum Einsiedeln, Unteriberg, Oberiberg und Hoch-Ybrig. Sie bilden das Quellgebiet der Sihl und bestehen aus langgezogenen Bergketten, Waldhängen und Alpweiden.
Zu den wichtigsten Gipfeln gehören:
- Druesberg;
- Forstberg;
- Twäriberg;
- Roggenstock;
- Spital;
- Chli Schijen;
- Hesisbol;
- Chli Aubrig und Gross Aubrig im nördlichen Übergangsbereich.
Das Wintersportgebiet Hoch-Ybrig liegt zwischen Weglosen, Seebli, Sternen, Spirstock und Hesisbol. Es gehört zu den grössten Skigebieten des Kantons Schwyz.
Wägitaler Berge
Die Wägitaler Berge umschliessen das Wägital und den Wägitalersee. Sie bilden den Übergang zu den Glarner Alpen.
Bedeutende Gipfel sind:
- Mutteristock;
- Redertenstock;
- Zindlenspitz;
- Brünnelistock;
- Fluebrig;
- Chöpfenberg;
- Bockmattli;
- Tierberg.
Die Felswände des Bockmattli sind ein bekanntes Klettergebiet. Der Wägitalersee entstand in den 1920er-Jahren durch den Bau einer Staumauer und wird zur Stromproduktion genutzt.[7]
Glärnischmassiv
Das Glärnischmassiv liegt grösstenteils im Kanton Glarus, gehört in der weiten geografischen Definition jedoch zu den Schwyzer Alpen. Es erhebt sich zwischen dem Klöntal, dem Linthtal und dem oberen Muotatal.
Seine wichtigsten Gipfel sind:
| Gipfel | Höhe | Bemerkung |
|---|---|---|
| Bächistock | 2914 m | Höchster Gipfel der weit gefassten Schwyzer Alpen |
| Vrenelisgärtli | 2905 m | Bekanntester Gipfel des Glärnischmassivs |
| Ruchen | 2901 m | Teil des zentralen Glärnischkamms |
| Vorder Glärnisch | 2327 m | Markanter Gipfel über dem Glarner Tal |
Das Massiv besitzt mit dem Glärnischfirn, dem Guppenfirn und Resten des Bächifirns die bedeutendsten Gletscher der Schwyzer Alpen. Die Gletscher haben in den vergangenen Jahrzehnten stark an Fläche und Volumen verloren.[8]
Bedeutende Gipfel
Die folgende Tabelle enthält eine Auswahl hoher oder landschaftlich besonders bedeutender Gipfel. Die Zuordnung hängt von der verwendeten Gebirgseinteilung ab.
| Gipfel | Höhe | Kanton beziehungsweise Kantone | Teilgebiet |
|---|---|---|---|
| Bächistock | 2914 m | Glarus | Glärnisch |
| Vrenelisgärtli | 2905 m | Glarus | Glärnisch |
| Ruchen | 2901 m | Glarus | Glärnisch |
| Bös Fulen | 2801 m | Schwyz/Glarus | Bös-Fulen-Gruppe |
| Schächentaler Windgällen | 2764 m | Uri | Schächentaler Berge |
| Grisset | 2723 m | Schwyz | Bös-Fulen-Gruppe |
| Ortstock | 2717 m | Schwyz/Glarus | Ortstockgruppe |
| Chaiserstock | 2515 m | Schwyz/Uri | Kaiserstockkette |
| Mutteristock | 2294 m | Schwyz/Glarus | Wägitaler Berge |
| Druesberg | 2282 m | Schwyz | Muotataler Berge |
| Fluebrig | 2092 m | Schwyz | Wägitaler Berge |
| Klingenstock | 1935 m | Schwyz | Fronalpstock-Kette |
| Fronalpstock | 1922 m | Schwyz | Fronalpstock-Kette |
| Grosser Mythen | 1898 m | Schwyz | Mythen |
| Rigi Kulm | 1797 m | Schwyz/Luzern | Rigi |
| Wildspitz | 1580 m | Zug/Schwyz | Rossberg |
Täler und Becken
Die Schwyzer Alpen werden durch zahlreiche Täler, Hochtäler und Becken gegliedert.
Talkessel von Schwyz
Der Talkessel von Schwyz liegt zwischen Rigi, Rossberg, Mythen und Fronalpstock-Kette. Er umfasst die Gemeinden Schwyz, Steinen, Lauerz, Ingenbohl und Teile von Sattel und Steinerberg.
Der Lauerzersee liegt im westlichen Teil des Beckens. Die Landschaft wurde während der Eiszeiten vom Reussgletscher geprägt und 1806 durch den Goldauer Bergsturz stark verändert.
Muotatal und Bisistal
Das Muotatal erstreckt sich von der Gegend um Schwyz und Brunnen nach Osten. Es wird von der Muota entwässert.
Bei der Ortschaft Muotathal verzweigt sich das Tal. Das Bisistal führt in Richtung Glattalp und Klausenpassgebiet. Weitere Seitentäler reichen tief in die Kalkgebirge der Silberen und des Ortstocks.
Das Muotatal ist durch Streusiedlungen, Alpweiden, Wälder und ausgedehnte Karstlandschaften geprägt. Bekannt sind die Muotathaler Wetterschmöcker, deren traditionelle Wettervorhersagen zur regionalen Volkskultur gehören.
Alptal
Das Alptal liegt zwischen den Mythen und den Sihltaler Bergen. Die Alp fliesst durch das Tal nach Einsiedeln und mündet später in die Sihl.
Hauptorte sind Alpthal, Brunni und Trachslau. Die Holzegg verbindet das Tal mit dem Talkessel von Schwyz.
Hochtal von Einsiedeln
Das Hochtal von Einsiedeln liegt im nördlichen Teil der Schwyzer Alpen. Es ist von voralpinen Höhenzügen und ausgedehnten Moor- und Landwirtschaftsflächen umgeben.
Der grösste Teil des Talbodens wird seit den 1930er-Jahren vom Sihlsee eingenommen. Der Stausee ist ungefähr 8,5 Kilometer lang und besitzt eine Fläche von rund 11 Quadratkilometern.[9]
Das Kloster Einsiedeln prägt die Kultur- und Siedlungsgeschichte des Hochtals seit dem Mittelalter.
Wägital
Das Wägital zieht sich von der March nach Süden in die Berge. Es wird von der Wägitaler Aa entwässert.
Der vordere Talabschnitt ist dichter besiedelt. Im hinteren Tal liegt der Wägitalersee mit dem Dorf Innerthal. Das Tal ist ein Ausgangspunkt für Berg-, Kletter- und Skitouren.
Klöntal
Das Klöntal liegt auf der Glarner Seite des Glärnischs. Der Klöntalersee wird von steilen Bergflanken und Felswänden umgeben.
Der Pragelpass verbindet das Klöntal mit dem Muotatal. Die Passstrasse ist schmal und auf der Schwyzer Seite an bestimmten Tagen für den motorisierten Verkehr eingeschränkt.
Gewässer
Die Schwyzer Alpen liegen in den Einzugsgebieten von Rhein und Rhone. Die Wasserscheide verläuft durch das Innere der Gebirgslandschaft.
Wichtige Flüsse und Bäche sind:
- die Muota, die in den Vierwaldstättersee mündet;
- die Sihl, die durch den Sihlsee und später nach Zürich fliesst;
- die Alp als Zufluss der Sihl;
- die Minster im Ybrig;
- die Wägitaler Aa;
- die Steiner Aa;
- die Lorze im nördlichen Randgebiet;
- die Linth an der Ostgrenze;
- der Schächen im Süden.
Zu den grösseren Seen gehören:
- Vierwaldstättersee;
- Zugersee;
- Zürichsee;
- Lauerzersee;
- Sihlsee;
- Wägitalersee;
- Klöntalersee;
- Glattalpsee.
Sihlsee, Wägitalersee und Glattalpsee werden zur Energiegewinnung genutzt. Die Wasserläufe und Stauseen besitzen ausserdem Bedeutung für Trinkwasserversorgung, Hochwasserschutz, Landwirtschaft und Tourismus.
Geologie
Die Schwyzer Alpen liegen am Übergang zwischen dem Mittelland und dem kompliziert aufgebauten Alpenkörper. Auf engem Raum treffen sehr unterschiedliche tektonische und geologische Einheiten zusammen.[5]
Molasse und Nagelfluh
Rigi, Rossberg und weitere nördliche Höhenzüge bestehen teilweise aus Molassegesteinen. Diese entstanden aus Schutt, Sand und Schlamm, die während der Entstehung der Alpen in das nördlich vorgelagerte Becken transportiert wurden.
Typische Gesteine sind:
- Nagelfluh;
- Sandstein;
- Mergel;
- Konglomerate.
Nagelfluh besteht aus gerundeten Geröllen, die durch ein natürliches Bindemittel zu einem festen Gestein verbunden sind. Wechselnde harte und weiche Schichten können instabile Hänge bilden. Dies spielte beim Bergsturz von Goldau eine entscheidende Rolle.
Flysch und Klippen
Im Gebiet von Einsiedeln, Ibergeregg, Hoch-Ybrig und den Mythen treten ausgedehnte Flyschzonen auf. Flysch besteht aus einer Wechselfolge von Sandstein, Tonstein und Mergel.
Die weichen Gesteine verwittern vergleichsweise leicht und bilden häufig rundliche, bewachsene Bergformen. Sie begünstigen gleichzeitig Rutschungen, vernässte Böden und Moorlandschaften.
Die Mythen und der Roggenstock bilden dagegen harte Kalkklippen, die steil aus der Flyschlandschaft aufragen. Sie wurden während der Alpenbildung als Teile weit transportierter Decken an ihre heutige Lage geschoben.
Helvetische Kalkalpen
Im Muotatal, auf der Silberen, am Ortstock, am Bös Fulen und im Glärnisch dominieren mächtige Kalksteinschichten der Helvetischen Decken.
Diese Gesteine entstanden ursprünglich als Ablagerungen in einem flachen Meer am südlichen Rand des europäischen Kontinents. Während der Alpenbildung wurden sie gefaltet, überschoben und angehoben.
Die Kalkmassive besitzen steile Wände, scharfkantige Grate und ausgedehnte Karstflächen. Sie unterscheiden sich deutlich von den bewaldeten Molasse- und Flyschbergen des nördlichen Gebiets.
Karstlandschaft
Die südöstlichen Schwyzer Alpen gehören zu den bedeutendsten Karstgebieten der Schweiz. Regen- und Schmelzwasser lösen den Kalkstein über lange Zeiträume auf und schaffen charakteristische Oberflächen- und Höhlenformen.
Typische Erscheinungen sind:
- Karren und Schratten;
- Dolinen;
- Schächte;
- Höhlen;
- unterirdische Bäche;
- versickernde Oberflächengewässer;
- Karstquellen.
Besonders ausgeprägt ist die Karstlandschaft auf der Silberen und im Bödmerengebiet. Die Oberfläche der Silberen wird von tiefen Rinnen, Spalten und trichterförmigen Dolinen durchzogen.
Bei Nebel, Schnee oder schlechter Sicht kann die Orientierung in diesen nahezu weglosen Kalkflächen schwierig und gefährlich sein.
Hölloch
Das Hölloch im Muotatal ist eines der grössten vermessenen Höhlensysteme der Welt. Sein Eingang liegt bei Stalden südlich von Muotathal.
Der Bergbauer Alois Ulrich entdeckte beziehungsweise erkundete den Eingang 1875. Seit dem späten 19. Jahrhundert wurde das System von Forschern aus der Schweiz und dem Ausland vermessen.[10]
Das Höhlennetz erstreckt sich unter der Silberen, dem Bödmerenwald und benachbarten Kalkplateaus. Bei starken Niederschlägen können grosse Teile überflutet werden.
Einige Abschnitte sind im Rahmen geführter Höhlentouren zugänglich. Das Betreten unerschlossener Bereiche erfordert besondere Ausrüstung und Erfahrung.
Eiszeitliche Prägung
Während der Eiszeiten trafen im Gebiet der Schwyzer Alpen mehrere grosse Gletscherströme aufeinander. Von Westen und Süden drang der Reussgletscher vor, während der Linthgletscher die östlichen und nördlichen Gebiete prägte.
Die Gletscher formten:
- U-förmige Täler;
- übertiefte Becken;
- Rundhöcker;
- Moränen;
- Schotterterrassen;
- See- und Moorbecken.
Der Talkessel von Schwyz, der Lauerzersee und das Gebiet von Goldau wurden wesentlich durch den Reussgletscher geformt. Der Linthgletscher beeinflusste die March, das Wägital und das Glarnerland.
Nach dem Rückzug des Eises entstanden zahlreiche Seen, Moore und Schwemmebenen. Grosse Findlinge und Moränenzüge erinnern bis heute an die eiszeitliche Vergletscherung.[5]
Klima
Das Klima ist durch die Lage am Alpennordrand geprägt. Feuchte Luftmassen aus Westen und Nordwesten stauen sich an den Bergen und führen zu hohen Niederschlagsmengen.
Besonders niederschlagsreich sind:
- das Muotatal;
- das Wägital;
- die Region Hoch-Ybrig;
- die westlichen Hänge des Glärnischs.
Im Winter fällt in höheren Lagen reichlich Schnee. Die Schneesicherheit ist jedoch je nach Höhe und Ausrichtung sehr unterschiedlich. Tiefere Wintersportgebiete sind zunehmend auf technische Beschneiung angewiesen.
Der Föhn beeinflusst vor allem die Gebiete am Vierwaldstättersee, im Talkessel von Schwyz und im Muotatal. Er kann milde Temperaturen, schnelle Schneeschmelze und starke Windböen verursachen.
Der Klimawandel führt zu steigenden Temperaturen, kürzeren Schneeperioden und einem starken Rückgang der kleinen Gletscher und Firnfelder. Gleichzeitig verändern sich Naturgefahren, Wasserhaushalt und Vegetationsgrenzen.
Pflanzenwelt
Die Vegetation reicht von wärmeliebenden Laubwäldern am Vierwaldstättersee bis zu alpinen Rasen und nahezu vegetationsfreien Felsflächen.
In den tieferen Lagen wachsen:
- Buchen;
- Bergahorne;
- Eschen;
- Eichen an warmen Standorten;
- Weisstannen.
In höheren Lagen treten Fichtenwälder, Bergföhren, Grünerlen und ausgedehnte Alpweiden auf. In besonders hohen und kontinental geprägten Bereichen kommen Lärchen und vereinzelt Arven vor.
Der Kanton Schwyz unterscheidet mehrere geologisch und klimatisch geprägte Waldregionen. Sie reichen von wärmeliebenden Wäldern über dem Vierwaldstättersee bis zu Moorwäldern im Flyschgebiet und hoch gelegenen Nadelwäldern im Wägital.[11]
Bödmerenwald
Der Bödmerenwald im Muotatal gehört zu den bedeutendsten Urwald- und Karstwaldlandschaften der Schweiz. Er wächst auf stark zerklüftetem Kalkuntergrund mit Dolinen, Karren und unterirdischen Hohlräumen.
Der Wald besteht vor allem aus Fichten, Bergföhren und weiteren an die rauen Bedingungen angepassten Baumarten. Einzelne Bestände weisen eine lange natürliche Entwicklung und einen hohen Anteil an Totholz auf.
Der Bödmerenwald bildet zusammen mit der Silberen ein Gebiet von nationaler landschaftlicher Bedeutung.[12]
Tierwelt
Die unterschiedlichen Höhenstufen und Landschaftstypen bieten Lebensraum für zahlreiche Tierarten.
In den Schwyzer Alpen leben unter anderem:
- Rothirsch;
- Reh;
- Gämse;
- Alpensteinbock;
- Fuchs;
- Dachs;
- Schneehase;
- Murmeltier;
- Steinadler;
- Wanderfalke;
- Birkhuhn;
- Auerhuhn;
- Alpenschneehuhn.
Steinböcke kommen vor allem in den felsigen Gebieten des Muotatals, am Bös Fulen und in angrenzenden Glarner und Urner Gebirgen vor.
Auerhühner benötigen ruhige, strukturreiche Bergwälder. Freizeitaktivitäten abseits der Wege können besonders im Winter zu Störungen führen.
Im Höhlensystem des Höllochs und in kleineren Höhlen überwintern verschiedene Fledermausarten. Unterirdische Gewässer beherbergen spezialisierte, an Dunkelheit und nährstoffarme Bedingungen angepasste Lebewesen.
Natur- und Landschaftsschutz
In den Schwyzer Alpen liegen mehrere Schutzgebiete von nationaler Bedeutung.
Dazu gehören:
- das BLN-Gebiet Silberen;
- das BLN-Gebiet Vierwaldstättersee mit Kernwald, Bürgenstock und Rigi;
- das Bergsturzgebiet von Goldau;
- die Moorlandschaft Rothenthurm;
- das Jagdbanngebiet Silberen–Jägern–Bödmerenwald;
- Schutzgebiete am Lauerzersee;
- Hoch- und Flachmoore im Raum Einsiedeln und Rothenthurm.
Das eidgenössische Jagdbanngebiet Silberen–Jägern–Bödmerenwald umfasst Karstfelder, Wälder, Alpweiden und Felsgebiete. Freizeitaktivitäten werden dort so gelenkt, dass Wildtiere und empfindliche Lebensräume möglichst wenig gestört werden.[13]
Moorlandschaft Rothenthurm
Die Moorlandschaft zwischen Rothenthurm und Biberbrugg ist eine der bekanntesten Moorlandschaften der Schweiz. Sie umfasst Hochmoore, Flachmoore, Feuchtwiesen, Wälder und traditionelle Streueflächen.
In den 1970er- und 1980er-Jahren plante die Schweizer Armee in diesem Gebiet einen Waffenplatz. Der Widerstand führte zur sogenannten Rothenthurm-Initiative. Das Schweizer Stimmvolk nahm sie 1987 an und verankerte damit den Schutz der Moore und Moorlandschaften von besonderer Schönheit und nationaler Bedeutung in der Bundesverfassung.
Die Abstimmung hatte weit über den Kanton Schwyz hinaus Bedeutung für den schweizerischen Natur- und Landschaftsschutz.
Besiedlung und Kulturlandschaft
Die tieferen Täler und Becken sind seit Jahrhunderten besiedelt. Die höheren Gebiete wurden vor allem für Alp- und Waldwirtschaft genutzt.
Zu den wichtigen Siedlungsräumen gehören:
- der Talkessel von Schwyz;
- Einsiedeln und das Sihltal;
- das Muotatal;
- das Wägital;
- die March am Zürichsee;
- die Ufergebiete von Vierwaldstätter- und Zugersee.
Die traditionelle Siedlungsform besteht aus Dörfern, Weilern und weit verstreuten Einzelhöfen. Im Muotatal, Alptal und Wägital sind zahlreiche historische Holzhäuser erhalten.
Alpen, Weiden, Trockenmauern, Heuschober und Viehwege prägen die Kulturlandschaft. Viele hoch gelegene Weiden werden weiterhin saisonal mit Rindern, Kühen, Schafen oder Ziegen bewirtschaftet.
Die Oberallmeindkorporation Schwyz gehört zu den grössten Grundeigentümerinnen der Region. Sie verwaltet ausgedehnte Wald-, Alp- und Landflächen.
Geschichte und kulturelle Bedeutung
Die Schwyzer Alpen bildeten einen wichtigen Lebens- und Wirtschaftsraum der frühen Eidgenossenschaft. Berge und Seen erschwerten den Verkehr, boten aber zugleich Schutz und kontrollierbare Zugänge.
Das Gebiet um Schwyz, Brunnen, Steinen und Muotathal gehört zum historischen Kernraum des Landes Schwyz. Der Pragelpass, die Ibergeregg und weitere Übergänge verbanden die Täler untereinander und mit Glarus und Uri.
Die Rigi, die Mythen und der Fronalpstock entwickelten sich zu Symbolen der Zentralschweiz. Darstellungen der Mythen finden sich unter anderem im Nationalratssaal des Bundeshauses.
Das Kloster Einsiedeln prägte seit dem Mittelalter die religiöse, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des nördlichen Gebiets. Pilgerwege führten aus zahlreichen Regionen Europas nach Einsiedeln.
Wirtschaft
Landwirtschaft und Alpwirtschaft
Landwirtschaft und Alpwirtschaft prägen weite Teile der Schwyzer Alpen. In den Tälern dominieren Milchwirtschaft, Viehzucht und Futterbau.
Während des Sommers wird ein Teil des Viehs auf höher gelegene Alpen gebracht. Die Milch wird dort teilweise zu Alpkäse, Butter und weiteren Produkten verarbeitet.
Die landwirtschaftliche Nutzung hält viele Weiden offen und trägt zum Erhalt der traditionellen Kulturlandschaft bei. Die Bewirtschaftung steiler und abgelegener Flächen ist jedoch arbeitsintensiv.
Waldwirtschaft
Die Wälder liefern Bau- und Energieholz und erfüllen wichtige Schutzfunktionen. Sie vermindern die Gefahr von Lawinen, Steinschlag, Rutschungen und Erosion.
Eine nachhaltige Pflege ist besonders oberhalb von Siedlungen, Strassen und Bahnlinien notwendig. Klimawandel, Stürme, Trockenheit und Schädlinge stellen die Waldbewirtschaftung vor neue Herausforderungen.
Wasserkraft
Die hohen Niederschläge und grossen Höhenunterschiede begünstigten den Ausbau der Wasserkraft.
Bedeutende Anlagen befinden sich:
- am Sihlsee;
- im Wägital;
- auf der Glattalp;
- im Einzugsgebiet der Muota;
- an verschiedenen kleineren Bergbächen.
Die Stauseen veränderten die Landschaft und teilweise auch die Siedlungsstruktur. Für ihren Bau wurden Landwirtschaftsflächen überflutet und Verkehrswege verlegt.
Tourismus
Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Besonders bedeutend sind:
- Rigi;
- Stoos;
- Hoch-Ybrig;
- Mythenregion;
- Sattel-Hochstuckli;
- Einsiedeln;
- Muotatal;
- Wägital.
Die Angebote umfassen Bergbahnen, Hotels, Ferienwohnungen, Gaststätten, Wanderwege, Skipisten, Langlaufloipen, Klettergebiete und geführte Naturerlebnisse.
Verkehr und Erschliessung
Die Randgebiete sind durch Bahnlinien, Autobahnen und Hauptstrassen gut erschlossen. Ins Innere führen überwiegend Kantons- und Bergstrassen.
Wichtige Bahnknoten sind:
- Arth-Goldau;
- Schwyz;
- Brunnen;
- Einsiedeln;
- Pfäffikon;
- Wädenswil;
- Ziegelbrücke;
- Glarus;
- Altdorf.
Die Gotthardbahn folgt dem westlichen und südlichen Rand über Arth-Goldau, Schwyz, Brunnen und den Urnersee.
Mehrere Bergbahnen erschliessen Aussichtspunkte und Tourismusgebiete:
- Rigi-Bahnen von Vitznau und Arth-Goldau;
- Luftseilbahn Weggis–Rigi Kaltbad;
- Standseilbahn Schwyz–Stoos;
- Luftseilbahn Morschach–Stoos;
- Bergbahnen Hoch-Ybrig;
- Drehgondelbahn Sattel–Mostelberg;
- Luftseilbahnen im Muotatal und auf die Glattalp;
- Seilbahnen im Wägital und in angrenzenden Gebieten.
Pässe
Wichtige Übergänge sind:
| Pass | Höhe | Verbindung |
|---|---|---|
| Klausenpass | 1948 m | Uri–Glarus |
| Pragelpass | 1548 m | Muotatal–Klöntal |
| Ibergeregg | 1406 m | Schwyz–Ybrig |
| Sattelegg | 1190 m | Wägital–Sihlsee |
| Sattel | rund 930 m | Schwyz–Ägerital |
| Holzegg | 1405 m | Alptal–Schwyz, ohne öffentliche Durchgangsstrasse |
Der Klausenpass liegt am südöstlichen Rand der weit gefassten Schwyzer Alpen. Pragelpass und Ibergeregg verlaufen mitten durch die Gebirgslandschaft.
Wandern und Bergsport
Die Schwyzer Alpen besitzen ein dichtes Netz markierter Wander- und Bergwanderwege.
Bekannte Routen sind:
- der Schwyzer Höhenweg;
- der Gratweg Klingenstock–Fronalpstock;
- der Mythenweg;
- der Rigi-Panoramaweg;
- Wanderungen im Bödmerenwald;
- Wege um den Sihlsee und Wägitalersee;
- Übergänge über Pragelpass und Ibergeregg;
- Touren auf Druesberg, Fluebrig und Mutteristock.
Der Schwyzer Höhenweg verbindet unter anderem Rigi, Goldau, Sattel, Einsiedeln, Hoch-Ybrig und die Region am Zürichsee. Er führt durch sehr unterschiedliche Landschaften zwischen Seen, Mooren, Voralpen und felsigen Bergketten.[14]
In den hohen Kalkgebieten sind Orientierung und Trittsicherheit erforderlich. Karrenfelder, Dolinen, steile Grasflanken und brüchiger Fels können auch abseits technischer Hochtouren gefährlich sein.
Klettern
Bedeutende Klettergebiete liegen:
- am Bockmattli;
- an den Mythen;
- am Chli Schijen;
- am Fallenflue;
- in den Kalkwänden des Muotatals;
- am Glärnisch und Ortstock.
Das Bockmattli gilt als eines der traditionsreichsten Kalkklettergebiete der Voralpen. Zahlreiche Routen führen durch steile Platten, Risse und Wände.
Hochtouren
Hochtouren konzentrieren sich auf das Glärnischmassiv und die höchsten Gebiete an der Grenze zwischen Schwyz, Glarus und Uri.
Die Besteigung des Bächistocks führt gewöhnlich von der Glärnischhütte über den Glärnischfirn und felsige Gipfelaufbauten. Der Rückgang der Firnfelder verändert die Routen und kann zu längeren Fels- und Schuttpassagen führen.[2]
Wintersport
Die Schwyzer Alpen sind ein bedeutendes Wintersportgebiet der Zentralschweiz.
Zu den grösseren Skigebieten gehören:
- Hoch-Ybrig;
- Stoos;
- Mythenregion;
- Sattel-Hochstuckli;
- Rigi;
- kleinere Anlagen bei Einsiedeln, Rothenthurm und im Wägital.
Einsiedeln, Rothenthurm und Studen besitzen ausgedehnte Langlaufloipen. Die Moor- und Hügellandschaften eignen sich auch für Winterwandern und Schneeschuhlaufen.
Skitourenziele sind unter anderem Druesberg, Forstberg, Twäriberg, Fluebrig, Mutteristock, Bös Fulen und verschiedene Gipfel des Muotatals.
Die Nutzung abseits gesicherter Pisten erfordert Kenntnisse über Lawinen, Wetter und Routenplanung. Wildruhezonen und Schutzgebiete müssen beachtet werden.
Naturgefahren
Die steilen Berge und hohen Niederschläge führen zu verschiedenen Naturgefahren:
- Lawinen;
- Hochwasser;
- Murgänge;
- Steinschlag;
- Felsstürze;
- Rutschungen;
- Dolineneinstürze;
- unterirdische Hochwasser in Karstgebieten.
Besonders in Flysch- und Molassegebieten können wassergesättigte Böden ins Rutschen geraten. In Kalkgebieten entstehen durch unterirdische Auflösung Hohlräume und Dolinen.
Der Kanton Schwyz führt Gefahrenkarten und überwacht gefährdete Hänge, Bäche und Felsgebiete. Schutzwälder, Verbauungen, Rückhaltebecken und Raumplanung sollen das Risiko für Siedlungen und Verkehrswege vermindern.[15]
Siehe auch
- Schwyzer Voralpen
- Kanton Schwyz
- Glarner Alpen
- Urner Alpen
- Rigi
- Mythen
- Muotatal
- Glärnisch
- Bös Fulen
- Druesberg
- Fronalpstock
- Hölloch
- Silberen
- Bödmerenwald
- Moorlandschaft Rothenthurm
- Liste der Berge im Kanton Schwyz
Literatur
- Willy auf der Maur: Clubführer Zentralschweizerische Voralpen. Schweizer Alpen-Club, Bern 1996, ISBN 3-85902-146-X.
- Sergio Marazzi: Atlante Orografico delle Alpi. SOIUSA. Priuli & Verlucca, Pavone Canavese 2005, ISBN 978-88-8068-273-8.
- René Hantke: Eiszeitalter. Die jüngste Erdgeschichte der Schweiz und ihrer Nachbargebiete. Ott Verlag, Thun.
- Naturforschende Gesellschaft Schwyz: Geologie und Geotope im Kanton Schwyz. Schwyzer Hefte, Schwyz.
- Kanton Schwyz: Das Schwyzer Waldbuch. Schwyz 2022.
- Schweizer Alpen-Club: Alpinführer Glarner Alpen. Bern.
- Schweizer Alpen-Club: Skitouren Zentralschweiz–Tessin. Bern.
Weblinks
- Kartenviewer des Bundes
- SAC-Tourenportal
- Kanton Schwyz
- Schwyz Tourismus
- Schwyzer Höhenweg bei SchweizMobil
- Geologie und Geotope im Kanton Schwyz
- Schweizerisches Gletschermessnetz GLAMOS
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Willy auf der Maur: Clubführer Zentralschweizerische Voralpen. Schweizer Alpen-Club, Bern 1996; Sergio Marazzi: Atlante Orografico delle Alpi. SOIUSA. Priuli & Verlucca, Pavone Canavese 2005; Kartenviewer des Bundes, Bundesamt für Landestopografie swisstopo, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ 2,0 2,1 Bächistock, SAC-Tourenportal des Schweizer Alpen-Clubs, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Bös Fulen, SAC-Tourenportal des Schweizer Alpen-Clubs, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Landschaftsschutzgebiete, Kanton Schwyz, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ 5,0 5,1 5,2 Geologie und Geotope im Kanton Schwyz, Akademie der Naturwissenschaften Schweiz, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Gratweg Stoos, SchweizMobil, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Schwyz (Kanton). In: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Schweizerisches Gletschermessnetz GLAMOS, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Sihlsee. In: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Hölloch-Entdecker Alois Ulrich, Staatsarchiv des Kantons Schwyz, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Schwyzer Waldbuch, Kanton Schwyz, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ BLN-Gebiet Silberen, Kanton Schwyz, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Nationale Schutzgebiete, Kanton Schwyz, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Schwyzer Höhenweg, SchweizMobil, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Naturgefahrenprozesse, Kanton Schwyz, abgerufen am 3. August 2026.
Wikimedia Commons: Medien zu Schwyzer Alpen