Friedrich Dürrenmatt

Aus Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz
Version vom 27. Juli 2026, 21:07 Uhr von Nick Frei (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: «{| class="wikitable float-right" style="float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;" ! colspan="2" | Friedrich Dürrenmatt |- ! Vollständiger Name | Friedrich Reinhold Dürrenmatt |- ! Geboren | 5. Januar 1921 in Konolfingen, Kanton Bern |- ! Gestorben | 14. Dezember 1990 in Neuenburg |- ! Staatsangehörigkeit | Schweiz |- ! Beruf | Schriftsteller, Dramatiker, Essayist, Zeichner und Maler |- ! Sprache | Deutsch |- ! Literarische Gatt…»)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Friedrich Dürrenmatt
Vollständiger Name Friedrich Reinhold Dürrenmatt
Geboren 5. Januar 1921 in Konolfingen, Kanton Bern
Gestorben 14. Dezember 1990 in Neuenburg
Staatsangehörigkeit Schweiz
Beruf Schriftsteller, Dramatiker, Essayist, Zeichner und Maler
Sprache Deutsch
Literarische Gattungen Drama, Roman, Erzählung, Kriminalliteratur, Essay, Hörspiel
Ehepartnerinnen Lotti Geissler
Charlotte Kerr
Kinder Peter, Barbara und Ruth Dürrenmatt
Bedeutende Werke Der Besuch der alten Dame
Die Physiker
Der Richter und sein Henker
Der Verdacht
Das Versprechen

Friedrich Reinhold Dürrenmatt (* 5. Januar 1921 in Konolfingen; † 14. Dezember 1990 in Neuenburg) war ein Schweizer Schriftsteller, Dramatiker, Essayist, Zeichner und Maler. Er zählt neben Max Frisch zu den international bedeutendsten deutschsprachigen Schweizer Autoren des 20. Jahrhunderts.

Weltruhm erlangte Dürrenmatt vor allem mit den Theaterstücken Der Besuch der alten Dame und Die Physiker. Auch seine Kriminalromane Der Richter und sein Henker, Der Verdacht und Das Versprechen wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt. Sein literarisches Werk verbindet groteske Komik mit Fragen nach Gerechtigkeit, Schuld, Verantwortung, Macht und Zufall.

Dürrenmatt malte und zeichnete während seines ganzen Lebens. Das bildnerische Werk war für ihn keine nebensächliche Beschäftigung, sondern ein eigenständiger Teil seines künstlerischen Denkens. Literatur und Malerei entstanden häufig aus denselben Motiven und Vorstellungen. Sein literarischer Nachlass wird im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern aufbewahrt, während sein Bildwerk und seine Privatbibliothek vom Centre Dürrenmatt Neuchâtel betreut werden.[1][2]

Leben

Herkunft und Kindheit

Friedrich Dürrenmatt wurde im bernischen Dorf Stalden geboren, das heute zu Konolfingen gehört. Sein Vater Reinhold Dürrenmatt war reformierter Pfarrer. Seine Mutter Hulda Dürrenmatt, geborene Zimmermann, stammte aus einer Bauernfamilie. Friedrich wuchs gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester Verena auf.

Sein Grossvater väterlicherseits, Ulrich Dürrenmatt, war Lehrer, Journalist, Mundartdichter und konservativer Politiker. Er gehörte von 1882 bis zu seinem Tod dem Nationalrat an und leitete die Zeitung Berner Volkszeitung. Friedrich Dürrenmatt setzte sich später kritisch mit der politischen und religiösen Tradition seiner Familie auseinander.

Das Pfarrhaus, die dörfliche Umgebung des Emmentals und die biblischen Geschichten, mit denen Dürrenmatt aufwuchs, hinterliessen deutliche Spuren in seinem Werk. Religiöse Motive, Vorstellungen vom Weltgericht, apokalyptische Bilder und die Frage nach der Verantwortung des Menschen kehren in seinen Dramen, Erzählungen und Gemälden immer wieder.

1935 zog die Familie nach Bern, nachdem sein Vater eine Pfarrstelle am Salemspital übernommen hatte. Der Wechsel von der ländlichen Umgebung in die Stadt fiel dem Jugendlichen schwer. Dürrenmatt besuchte zunächst das Freie Gymnasium und später das private Humboldtianum, wo er 1941 die Matura ablegte.[3]

Schon während der Schulzeit zeichnete und malte er intensiv. Eine Reise nach Deutschland führte ihn 1937 nach München, wo er die nationalsozialistische Ausstellung Entartete Kunst und eine gleichzeitig veranstaltete offizielle Kunstausstellung besuchte. Die Begegnung mit expressionistischer Kunst beeindruckte ihn nachhaltig.[4]

Studium und künstlerische Entscheidung

Dürrenmatt begann 1941 an der Universität Bern ein Studium der Germanistik und Kunstgeschichte. Zwei Semester verbrachte er 1942 und 1943 an der Universität Zürich. Dort bewegte er sich im Umfeld des Malers Walter Jonas und beschäftigte sich verstärkt mit moderner Literatur. Besonders die Werke Franz Kafkas wurden für ihn wichtig.

Nach seiner Rückkehr nach Bern studierte er vor allem Philosophie, daneben Naturwissenschaften und Germanistik. Zu den Denkern, die ihn nachhaltig beeinflussten, gehörten Immanuel Kant, Søren Kierkegaard, Platon und Arthur Schopenhauer. Dürrenmatt plante zeitweise eine Dissertation über Kierkegaard, schloss das Studium jedoch nicht ab.

Lange schwankte er zwischen Malerei und Literatur. 1946 entschied er sich, als freier Schriftsteller zu leben. Die bildende Kunst gab er dennoch nie auf. Schreiben, Zeichnen und Malen blieben für ihn unterschiedliche Möglichkeiten, dieselben gedanklichen und bildlichen Vorstellungen auszudrücken.

Ehe und erste Jahre als Schriftsteller

1946 heiratete Dürrenmatt die Schauspielerin Lotti Geissler. Das Paar zog zunächst nach Basel. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Peter, Barbara und Ruth.

Sein erstes abendfüllendes Bühnenstück Es steht geschrieben wurde 1947 am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. Das Drama behandelt die Herrschaft der Täufer im westfälischen Münster und verband religiösen Fanatismus mit grotesken und provokanten Bühnenszenen. Die Aufführung löste einen Theaterskandal aus, machte den jungen Autor jedoch einem grösseren Publikum bekannt. In dieser Zeit lernte er Max Frisch kennen, mit dem ihn zunächst eine enge Freundschaft verband.

Dürrenmatt konnte seine Familie anfangs kaum durch Theaterstücke ernähren. Einen wichtigen Teil seines Einkommens erzielte er mit Kriminalromanen, Hörspielen, Theaterkritiken und Auftragsarbeiten. Die wirtschaftlich schwierigen Anfangsjahre prägten seinen pragmatischen Umgang mit populären literarischen Formen.

1948 lebte die Familie zeitweise in Schernelz oberhalb des Bielersees und anschliessend in Ligerz. Dort entstand innerhalb weniger Wochen die historische Komödie Romulus der Grosse. Das Stück über den letzten weströmischen Kaiser wurde 1949 in Basel uraufgeführt.

Übersiedlung nach Neuenburg

1952 zog Dürrenmatt mit seiner Familie in ein Haus oberhalb von Neuenburg. Er lebte dort bis zu seinem Tod. Obwohl er im französischsprachigen Teil der Schweiz wohnte, schrieb er weiterhin auf Deutsch. Die sprachliche und kulturelle Grenze zwischen der Deutschschweiz und der Romandie wurde für ihn zu einer besonderen Form der Distanz, aus der er die Schweiz beobachten konnte.

Im selben Jahr gelang ihm mit der Aufführung von Die Ehe des Herrn Mississippi an den Münchner Kammerspielen der Durchbruch im deutschen Sprachraum. Die finanzielle Situation der Familie verbesserte sich in den folgenden Jahren durch den Erfolg seiner Theaterstücke und Prosawerke.

Das Neuenburger Wohnhaus wurde zugleich Lebensraum, Atelier und Arbeitsort. Dürrenmatt liess später ein zweites Gebäude errichten, in dem er schrieb und malte. Das ursprüngliche Wohnhaus wurde nach seinem Tod in das Centre Dürrenmatt Neuchâtel integriert.

Arbeit am Basler Theater

In der Spielzeit 1968/69 übernahm Dürrenmatt gemeinsam mit dem Regisseur Werner Düggelin die künstlerische Leitung der Basler Theater. Er wollte neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Autoren, Regisseuren, Schauspielern und Theaterleitung erproben.

Die Tätigkeit war von organisatorischen und künstlerischen Konflikten begleitet. Nach einem Herzinfarkt und zunehmenden Meinungsverschiedenheiten verliess Dürrenmatt das Theater bereits 1969. Die Erfahrung verstärkte seine Skepsis gegenüber dem institutionalisierten Theaterbetrieb.

In dieser Zeit bearbeitete er mehrere ältere Dramen und fremde Bühnenwerke. Dazu gehörten Fassungen nach William Shakespeare, August Strindberg und Johann Wolfgang von Goethe. Er verstand solche Bearbeitungen nicht als werkgetreue Rekonstruktionen, sondern als eigenständige Auseinandersetzungen mit historischen Stoffen.

Späte Jahre und zweite Ehe

1969 begann Dürrenmatt während eines Kuraufenthalts in Vulpera mit dem autobiografisch-essayistischen Projekt der Stoffe. Darin wollte er nicht lediglich sein Leben erzählen, sondern die gedanklichen, bildlichen und biografischen Voraussetzungen seines Schreibens untersuchen.

Nach mehreren Misserfolgen am Theater wandte er sich ab den 1970er Jahren wieder stärker der Prosa zu. Er überarbeitete ältere Texte, schrieb Essays und entwickelte sein umfangreiches Spätwerk. 1980 erschien eine 29-bändige Werkausgabe, für die er zahlreiche Stücke neu fasste.

1983 starb seine Frau Lotti. Im folgenden Jahr heiratete Dürrenmatt die deutsche Schauspielerin, Journalistin und Regisseurin Charlotte Kerr. Kerr drehte den mehrstündigen Film Porträt eines Planeten, in dem Dürrenmatt über sein Leben, sein Werk und seine politischen Vorstellungen sprach.

In den 1980er Jahren entstanden unter anderem der Roman Justiz, die Erzählungen Minotaurus und Der Auftrag sowie der Roman Durcheinandertal. Gleichzeitig setzte Dürrenmatt die Arbeit an den Stoffen fort.

Friedrich Dürrenmatt starb am 14. Dezember 1990 im Alter von 69 Jahren in Neuenburg an Herzversagen. Wenige Wochen zuvor hatte er seine viel beachtete Rede Die Schweiz – ein Gefängnis gehalten.

Literarisches Werk

Frühe Dramen

Dürrenmatts frühe Stücke entstanden unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs, des Nationalsozialismus und der Bedrohung durch einen neuen globalen Krieg. Sie behandeln religiösen Fanatismus, politische Macht und die Verantwortung des Einzelnen.

Es steht geschrieben führte 1947 zu heftigen Reaktionen. Das 1948 uraufgeführte Stück Der Blinde schildert eine zerstörte Welt, in der Wahrheit und Täuschung kaum mehr auseinanderzuhalten sind.

Mit Romulus der Grosse entwickelte Dürrenmatt eine Form der historischen Komödie, die politische Katastrophen nicht realistisch nachbildet, sondern durch Groteske und Widerspruch sichtbar macht. Der letzte Kaiser des Weströmischen Reiches erscheint darin als scheinbar untätiger Herrscher, der den Untergang seines Reiches bewusst zulässt.

Die Ehe des Herrn Mississippi verbindet politische Ideologien, persönliche Rache und moralischen Absolutismus. Das Stück wurde 1952 in München uraufgeführt und begründete Dürrenmatts Erfolg auf deutschen Bühnen.

Der Besuch der alten Dame

Den internationalen Durchbruch brachte 1956 die Uraufführung der tragischen Komödie Der Besuch der alten Dame am Schauspielhaus Zürich. Die Hauptrollen spielten Therese Giehse und Gustav Knuth.

Im Zentrum steht die Milliardärin Claire Zachanassian, die in ihre verarmte Heimatstadt Güllen zurückkehrt. Sie bietet der Stadt eine gewaltige Geldsumme, verlangt dafür jedoch den Tod ihres früheren Geliebten Alfred Ill. Die Bürger weisen das Angebot zunächst empört zurück, beginnen aber bald, auf Kredit zu konsumieren. Schrittweise verwandeln sie den geplanten Mord in eine scheinbar moralisch begründete Gerichtsentscheidung.

Das Stück behandelt die Käuflichkeit von Gerechtigkeit, die Selbsttäuschung einer Gemeinschaft und den Zusammenhang von Wohlstand und moralischem Versagen. Die Verantwortung liegt nicht bei einer einzelnen dämonischen Figur, sondern verteilt sich auf die gesamte Gesellschaft.

Der Besuch der alten Dame wurde rasch auf Bühnen in Europa und den Vereinigten Staaten gespielt. Inszenierungen am Broadway und in Mailand trugen wesentlich zu Dürrenmatts Weltruhm bei. Das Stück wurde mehrfach verfilmt und für Oper und Musical bearbeitet.[5]

Die Physiker

Die Komödie Die Physiker wurde 1962 am Schauspielhaus Zürich unter der Regie von Kurt Horwitz uraufgeführt. Therese Giehse spielte die Leiterin einer psychiatrischen Klinik, Mathilde von Zahnd.

Die drei in der Klinik lebenden Physiker geben vor, geisteskrank zu sein. Einer von ihnen, Johann Wilhelm Möbius, hat eine Theorie entwickelt, deren Anwendung die Vernichtung der Menschheit ermöglichen könnte. Er versteckt sich freiwillig in der Anstalt, um sein Wissen der Welt zu entziehen. Die beiden anderen Patienten erweisen sich als Agenten gegnerischer Machtblöcke.

Am Ende zeigt sich, dass die Klinikleiterin Möbius’ Aufzeichnungen kopiert hat und sein Wissen wirtschaftlich und politisch nutzen will. Der Versuch des Einzelnen, seine Entdeckung durch persönlichen Verzicht zu kontrollieren, scheitert.

Das Stück entstand im Umfeld des Kalten Kriegs, des atomaren Wettrüstens und der Diskussion über die Verantwortung der Wissenschaft. Dürrenmatt vertritt darin keine einfache technikfeindliche Position. Er zeigt vielmehr, dass wissenschaftliche Erkenntnisse innerhalb komplexer politischer und wirtschaftlicher Systeme nicht mehr von einzelnen Forschern kontrolliert werden können.

Die Physiker wurde zu einem der meistgespielten deutschsprachigen Theaterstücke des 20. Jahrhunderts. Sein Erfolg machte Dürrenmatt 1962 zum meistgespielten Autor auf deutschsprachigen Bühnen.[1]

Weitere Theaterstücke

Nach seinen grossen Erfolgen experimentierte Dürrenmatt mit unterschiedlichen dramatischen Formen. Frank der Fünfte ist eine als Oper bezeichnete Groteske über eine verbrecherische Privatbank. Die Musik zur Uraufführung von 1959 schrieb Paul Burkhard.

Herkules und der Stall des Augias überträgt einen antiken Mythos auf einen modernen Kleinstaat, dessen Bewohner zwar ständig über Reformen sprechen, grundlegende Veränderungen jedoch verhindern. Der Meteor handelt von einem Schriftsteller, der sterben will, aber immer wieder ins Leben zurückkehrt.

Mit Play Strindberg schuf Dürrenmatt eine stark konzentrierte Bearbeitung von Strindbergs Totentanz. Der Mitmacher behandelt organisierte Kriminalität, technische Rationalität und die Anpassung des Menschen an ein verbrecherisches System. Das Stück fiel bei seiner Uraufführung 1973 durch. Dürrenmatt analysierte den Misserfolg später ausführlich im sogenannten Mitmacher-Komplex.

Zu seinen späten Bühnenwerken gehören Die Frist und Achterloo. In Achterloo erscheinen historische Persönlichkeiten in einer psychiatrischen Klinik, während politische Revolutionen, Machtwechsel und ideologische Rollen ineinander übergehen.

Kriminalromane

Dürrenmatt nutzte den Kriminalroman nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zur Untersuchung von Recht, Schuld und Gerechtigkeit. Er übernahm vertraute Elemente des Genres und führte sie an einen Punkt, an dem die klassische Aufklärung des Verbrechens fragwürdig wird.

Der Richter und sein Henker erschien zunächst als Fortsetzungsroman im Schweizerischen Beobachter. Kommissär Hans Bärlach setzt darin den Verbrecher Gastmann nicht durch ein rechtsstaatliches Verfahren ausser Gefecht, sondern benutzt den ebenfalls schuldigen Tschanz als Henker. Die Wiederherstellung der Gerechtigkeit wird dadurch selbst zu einem moralisch zweifelhaften Akt.

Im Roman Der Verdacht verfolgt der schwer kranke Bärlach einen ehemaligen nationalsozialistischen Lagerarzt. Das Werk verbindet den Kriminalroman mit einer Auseinandersetzung über das Böse und die Grenzen rechtlicher Gerechtigkeit.

Das Versprechen trägt den Untertitel Requiem auf den Kriminalroman. Kommissär Matthäi verspricht den Eltern eines ermordeten Kindes, den Täter zu finden. Seine logisch aufgebaute Falle würde wahrscheinlich funktionieren, doch der Verdächtige stirbt zufällig bei einem Verkehrsunfall. Die Wahrheit bleibt dadurch verborgen, und Matthäi zerbricht an seinem scheinbaren Irrtum.

Der Roman richtet sich gegen Kriminalgeschichten, in denen eine vernünftige Ermittlung zwangsläufig zur Aufklärung führt. Für Dürrenmatt kann der Zufall jede noch so überzeugende Planung durchkreuzen.

Der Stoff war ursprünglich für den Film Es geschah am hellichten Tag von 1958 entstanden. Da der Film ein konventionelleres Ende erhielt, schrieb Dürrenmatt anschliessend den Roman als eigenständige, deutlich radikalere Fassung.

Erzählungen und Romane

Die Erzählung Der Tunnel handelt von einem Zug, der mit ständig wachsender Geschwindigkeit in einen scheinbar endlosen Tunnel fährt. Die Passagiere setzen ihre alltäglichen Beschäftigungen fort, während die Katastrophe immer deutlicher wird. Der Text gehört zu Dürrenmatts bekanntesten Parabeln.

In Die Panne gerät der Handelsreisende Alfredo Traps in eine Gesellschaft pensionierter Juristen, die bei einem Abendessen ein Gerichtsverfahren als Spiel veranstalten. Aus dem unterhaltsamen Rollenspiel entwickelt sich eine Anklage, in der Traps zunehmend selbst an seine Schuld glaubt.

Die Prosakomödie Grieche sucht Griechin schildert den Aufstieg des unscheinbaren Angestellten Arnolph Archilochos. Die scheinbar geordnete und moralische Gesellschaft erweist sich als ein System aus Täuschung, Interessen und Zufällen.

Der Roman Justiz entstand aus einem bereits Ende der 1950er Jahre begonnenen Projekt und wurde 1985 vollendet. Ein angesehener Zürcher Kantonsrat erschiesst vor zahlreichen Zeugen einen Professor. Jahre später lässt er untersuchen, was geschehen wäre, wenn nicht er, sondern jemand anderes als Täter angenommen worden wäre. Die Suche nach einer alternativen Wahrheit zerstört schliesslich die scheinbar eindeutige Wirklichkeit.

Der Auftrag oder Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter besteht aus 24 langen Sätzen. Die Erzählung untersucht Überwachung, mediale Bilder und die gegenseitige Beobachtung von Menschen und Institutionen.

In seinem letzten zu Lebzeiten erschienenen Roman Durcheinandertal verbindet Dürrenmatt Religion, organisierte Kriminalität, Kapital und Gewalt. Schauplatz ist ein abgelegenes Schweizer Tal, in dem ein angeblicher Theologe ein Haus der Armut betreibt, das zugleich als Zufluchtsort für internationale Verbrecher dient.

Das Stoffe-Projekt

Das autobiografische Projekt der Stoffe beschäftigte Dürrenmatt seit 1969. Er wollte darin keine lückenlose Lebensgeschichte schreiben. Ausgangspunkt waren vielmehr Ideen, Bilder, Erinnerungen und nicht ausgeführte literarische Projekte, die sein Denken geprägt hatten.

1981 erschien Labyrinth. Stoffe I–III. Der Band verbindet autobiografische Erinnerungen mit philosophischen Überlegungen, Erzählungen und Reflexionen über das Schreiben. 1990 folgte Turmbau. Stoffe IV–IX.

Die Texte bewegen sich zwischen Autobiografie, Essay und Fiktion. Dürrenmatt beschreibt darin seine Kindheit, seine Familie, die Schweiz, den Zweiten Weltkrieg, religiöse Vorstellungen, naturwissenschaftliche Fragen und die Entstehung seiner Werke. Wiederkehrende Grundbilder sind das Labyrinth, der Turmbau, der Minotaurus und die Welt als unüberschaubares Gefängnis.

Das Stoffe-Projekt bildet den Mittelpunkt seines späten Prosawerks. Es blieb bei seinem Tod unvollendet. Weitere Texte und Entwürfe erschienen postum.

Dramaturgie und Themen

Die Welt als Groteske

Dürrenmatt betrachtete die moderne Welt als so komplex, dass sie sich nicht mehr durch die Form der klassischen Tragödie darstellen lasse. Politische Entscheidungen, wirtschaftliche Interessen, technische Systeme und der Zufall greifen ineinander. Kein Einzelner kann sämtliche Folgen seines Handelns überblicken.

Die Komödie und die Groteske boten ihm die Möglichkeit, diese unübersichtliche Wirklichkeit sichtbar zu machen. Seine Stücke sind deshalb häufig zugleich komisch und bedrohlich. Das Publikum lacht über Situationen, deren moralische und politische Konsequenzen zunehmend erschreckend werden.

Die groteske Überzeichnung bedeutet dabei keine Flucht aus der Realität. Sie soll Strukturen erkennbar machen, die in einer rein realistischen Darstellung verborgen bleiben könnten.

Zufall und schlimmstmögliche Wendung

Der Zufall besitzt in Dürrenmatts Werk eine zentrale Bedeutung. Figuren entwickeln vernünftige Pläne, die durch unvorhersehbare Ereignisse scheitern. Die Geschichte nimmt häufig jene Wendung, welche die Voraussetzungen und Hoffnungen der Beteiligten am gründlichsten zerstört.

Dieses Prinzip prägt sowohl die Dramen als auch die Kriminalromane. In Das Versprechen verhindert ein zufälliger Unfall die geplante Aufklärung eines Mordfalls. In Die Physiker scheitert Möbius’ Opfer, weil eine andere Person seine Aufzeichnungen bereits an sich gebracht hat. In Der Besuch der alten Dame wird aus einer scheinbar unmöglichen Forderung schrittweise eine gesellschaftlich akzeptierte Entscheidung.

Der Zufall hebt die Verantwortung der Figuren jedoch nicht auf. Gerade weil sie die Folgen ihres Handelns nicht vollständig beherrschen können, müssen sie sich ihrer Verantwortung bewusst werden.

Gerechtigkeit und Recht

Dürrenmatt unterscheidet zwischen Recht und Gerechtigkeit. Gerichte, Polizei und staatliche Institutionen können gesetzmässig handeln, ohne notwendigerweise ein gerechtes Ergebnis hervorzubringen. Umgekehrt führt der Versuch, ausserhalb des Rechts Gerechtigkeit herzustellen, häufig zu neuen Verbrechen.

Diese Spannung bestimmt die Bärlach-Romane, Die Panne, Justiz und Der Besuch der alten Dame. Seine Figuren erkennen Unrecht, finden aber keine moralisch einwandfreie Möglichkeit, darauf zu reagieren.

Dürrenmatt bietet meist keine endgültige Lösung an. Er zwingt das Publikum vielmehr, unterschiedliche Formen von Schuld und Verantwortung gegeneinander abzuwägen.

Wissenschaft und Verantwortung

Dürrenmatt interessierte sich intensiv für Mathematik, Astronomie, Physik und Erkenntnistheorie. Naturwissenschaftliche Vorstellungen finden sich nicht nur in Die Physiker, sondern auch in seinen Essays, Zeichnungen und späten Prosatexten.

Er fragte danach, ob wissenschaftliche Erkenntnis kontrolliert werden könne und welche Verantwortung Forschende für deren technische und politische Nutzung tragen. Dabei sah er die Wissenschaft als Teil einer Welt, in der individuelle Entscheidungen von Institutionen und globalen Machtstrukturen überlagert werden.

Religion und Mythologie

Obwohl Dürrenmatt in einem reformierten Pfarrhaus aufwuchs, entwickelte er ein zunehmend kritisches Verhältnis zur institutionalisierten Religion. Biblische und theologische Motive blieben dennoch bis zu seinem Tod ein wesentlicher Bestandteil seines Denkens.

Seine Werke greifen den Turmbau zu Babel, das Weltgericht, Engel, Propheten und apokalyptische Vorstellungen auf. Daneben verwendete er Figuren der griechischen Mythologie, insbesondere den Minotaurus, Herkules und Atlas.

Diese Motive erscheinen nicht als einfache Glaubensbekenntnisse. Sie dienen dazu, menschliche Orientierungslosigkeit, Macht, Schuld, Einsamkeit und die Suche nach einem Sinn in einer unüberschaubaren Welt darzustellen.

Bildnerisches Werk

Dürrenmatt malte und zeichnete seit seiner Jugend. Sein bildnerisches Werk umfasst Gemälde, Zeichnungen, Lithografien, Karikaturen, Collagen und grossformatige Wandbilder. Dennoch trat er lange fast ausschliesslich als Schriftsteller an die Öffentlichkeit.

Seine Bilder sind stark vom Expressionismus geprägt. Sie zeigen mythologische, religiöse und kosmische Motive, darunter den Minotaurus, den Turmbau zu Babel, die Kreuzigung, das Weltall und apokalyptische Landschaften. Hinzu kommen Porträts und zahlreiche Karikaturen.

Zwischen literarischem und bildnerischem Werk bestehen enge Beziehungen. Figuren und Motive wurden teilweise zuerst gezeichnet und später literarisch verarbeitet oder begleiteten die Arbeit an einem Text. Während der Entstehung von Ein Engel kommt nach Babylon schuf Dürrenmatt beispielsweise mehrere Turmbau-Zeichnungen.

1976 zeigte er seine Bilder erstmals öffentlich in Neuenburg. Weitere Ausstellungen fanden in Zürich, Bern und Neuenburg statt. 1978 erschien der Band Dürrenmatt – Bilder und Zeichnungen, der erstmals eine grössere Auswahl des bildnerischen Werks zugänglich machte.

Heute wird das Bildwerk im Centre Dürrenmatt Neuchâtel aufbewahrt, erforscht und in Verbindung mit den literarischen Texten ausgestellt.[6]

Politisches und gesellschaftliches Engagement

Dürrenmatt verstand sich nicht als Vertreter eines bestimmten politischen Programms. Er beteiligte sich jedoch regelmässig an öffentlichen Debatten und äusserte sich zu schweizerischer und internationaler Politik.

Er beschäftigte sich mit dem Kalten Krieg, der atomaren Aufrüstung, dem Nahostkonflikt, der Apartheid, der politischen Verantwortung von Intellektuellen und dem Verhältnis von Staat und Bürger. Seine Reden verbanden aktuelle Ereignisse häufig mit philosophischen und historischen Überlegungen.

1969 wurde er Mitherausgeber des politischen Sonntags-Journals. Nach einer Reise nach Israel entstand der umfangreiche Essay Zusammenhänge, in dem er sich mit Judentum, Christentum, Geschichte und Politik auseinandersetzte.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt seine Rede Die Schweiz – ein Gefängnis, die er am 22. November 1990 anlässlich der Verleihung des Gottlieb-Duttweiler-Preises an den tschechoslowakischen Präsidenten Václav Havel hielt. Dürrenmatt verglich die Schweiz darin mit einem Gefängnis, dessen Bewohner zugleich ihre eigenen Gefangenen und Wärter seien. Die Rede war eine provokante Auseinandersetzung mit Neutralität, Selbstzufriedenheit und politischer Kontrolle.

Dürrenmatt blieb der Schweiz eng verbunden, betrachtete sie jedoch mit kritischer Distanz. Seine Werke zeigen häufig kleine, scheinbar geordnete Gemeinschaften, in denen wirtschaftliche Interessen, moralische Anpassung und verdrängte Schuld sichtbar werden.

Verhältnis zu Max Frisch

Dürrenmatt und Max Frisch waren die international bekanntesten Vertreter der deutschsprachigen Schweizer Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihre Werke wurden häufig miteinander verglichen, obwohl ihre literarischen Methoden deutlich voneinander abwichen.

Frisch beschäftigte sich besonders mit Identität, Biografie und den Rollen des Individuums. Dürrenmatt entwarf dagegen häufig groteske Modellwelten, in denen Institutionen, Zufall und gesellschaftliche Systeme das Handeln der Figuren bestimmen.

Nach der Uraufführung von Es steht geschrieben 1947 unterstützte Frisch den jüngeren Kollegen. Zwischen beiden Autoren entwickelte sich eine Freundschaft und ein intensiver Austausch. Später entstanden jedoch persönliche und künstlerische Spannungen. Trotz ihrer unterschiedlichen Positionen prägten beide das internationale Bild der Schweizer Literatur nachhaltig.

Rezeption und Wirkung

Dürrenmatts Werke wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Seine Stücke gehören bis heute zum Repertoire zahlreicher Theater. Besonders Der Besuch der alten Dame und Die Physiker werden regelmässig neu inszeniert und im Schulunterricht behandelt.[4]

Der internationale Erfolg beruhte auf der Verbindung konkreter schweizerischer Schauplätze mit allgemein verständlichen Fragen. Die Kleinstadt Güllen, die psychiatrische Klinik in Die Physiker oder die Berner Landschaft der Kriminalromane wirken lokal, behandeln aber universelle Konflikte.

Dürrenmatt beeinflusste das deutschsprachige Nachkriegstheater durch seine Theorie der Komödie und seine Verwendung grotesker Situationen. Seine Kriminalromane trugen dazu bei, das Genre für philosophische und gesellschaftskritische Fragestellungen zu öffnen.

Seine Werke wurden für Kino, Fernsehen, Radio, Oper und Musical bearbeitet. Zu den bekanntesten Verfilmungen gehören Es geschah am hellichten Tag von Ladislao Vajda, Der Besuch von Bernhard Wicki, Der Richter und sein Henker von Maximilian Schell sowie The Pledge von Sean Penn.

Nachlass und Erinnerung

Schweizerisches Literaturarchiv

Dürrenmatt bot der Schweizerischen Eidgenossenschaft seinen literarischen Nachlass unter der Bedingung an, dass ein nationales Literaturarchiv geschaffen werde. Dieses Angebot trug entscheidend zur Gründung des Schweizerischen Literaturarchivs bei, das 1991 als Abteilung der Schweizerischen Nationalbibliothek eröffnet wurde.

Der Nachlass umfasst Manuskripte, Entwürfe, Werkfassungen, Briefe, persönliche Dokumente und eine umfangreiche Dokumentation zu Theateraufführungen. Er besteht aus mehr als 400 Archivschachteln und gehört zu den bedeutendsten Beständen des Schweizerischen Literaturarchivs.[2]

Centre Dürrenmatt Neuchâtel

Das Centre Dürrenmatt Neuchâtel wurde im Jahr 2000 eröffnet. Es befindet sich im ehemaligen Wohnhaus des Schriftstellers und in einem Erweiterungsbau des Tessiner Architekten Mario Botta.

Das Museum gehört zur Schweizerischen Nationalbibliothek. Seine Dauerausstellung stellt Dürrenmatts Gemälde und Zeichnungen in einen Zusammenhang mit seinem literarischen Werk. Daneben organisiert das Centre Sonderausstellungen, Lesungen, Tagungen, Konzerte und Bildungsangebote.

Die Verbindung des Wohnhauses mit Bottas Neubau nimmt zentrale Motive Dürrenmatts auf. Der Bau ist teilweise in den Hang eingelassen und erinnert mit seinen Mauern und Treppen an ein Labyrinth oder eine befestigte Anlage.

Weitere Erinnerungsorte

In Konolfingen erinnert das Dürrenmatt-Mansardenzimmer an die Kindheit und Jugend des Schriftstellers. Schulen, Strassen und kulturelle Einrichtungen in verschiedenen Schweizer Orten tragen seinen Namen.

Anlässlich seines 100. Geburtstags im Jahr 2021 fanden in der Schweiz und im Ausland zahlreiche Ausstellungen, Aufführungen, Lesungen und wissenschaftliche Veranstaltungen statt. Gleichzeitig erschienen neue Ausgaben seiner Werke und eine umfangreiche Biografie.

Werke

Theaterstücke

  • Es steht geschrieben (1947)
  • Der Blinde (1948)
  • Romulus der Grosse (1949)
  • Die Ehe des Herrn Mississippi (1952)
  • Ein Engel kommt nach Babylon (1953)
  • Der Besuch der alten Dame (1956)
  • Frank der Fünfte. Oper einer Privatbank (1959)
  • Die Physiker (1962)
  • Herkules und der Stall des Augias (1963)
  • Der Meteor (1966)
  • Die Wiedertäufer (1967)
  • Play Strindberg (1969)
  • Porträt eines Planeten (1970)
  • Der Mitmacher (1973)
  • Die Frist (1977)
  • Achterloo (1983; spätere Fassungen bis 1988)

Romane und längere Prosawerke

  • Der Richter und sein Henker (1950/1951)
  • Der Verdacht (1951/1952)
  • Grieche sucht Griechin (1955)
  • Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman (1958)
  • Justiz (1985)
  • Der Auftrag oder Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter (1986)
  • Durcheinandertal (1989)

Erzählungen und Novellen

  • Der Hund (1952)
  • Der Tunnel (1952)
  • Die Panne (1956)
  • Abu Chanifa und Anan ben David (1964)
  • Der Sturz (1971)
  • Das Sterben der Pythia (1976)
  • Minotaurus. Eine Ballade (1985)
  • Midas oder Die schwarze Leinwand (postum 1991)

Hörspiele

  • Nächtliches Gespräch mit einem verachteten Menschen (1952)
  • Stranitzky und der Nationalheld (1952)
  • Das Unternehmen der Wega (1954)
  • Die Panne (1956)
  • Abendstunde im Spätherbst (1956)

Essays, Reden und autobiografische Werke

  • Theaterprobleme (1955)
  • Sätze aus Amerika (1970)
  • Zusammenhänge (1976)
  • Der Mitmacher-Komplex (1976)
  • Labyrinth. Stoffe I–III (1981)
  • Turmbau. Stoffe IV–IX (1990)
  • Die Schweiz – ein Gefängnis (1990)
  • Gedankenfuge (postum 1992)

Auszeichnungen und Ehrungen

Dürrenmatt erhielt zahlreiche schweizerische und internationale Literaturpreise sowie mehrere Ehrendoktorwürden. Zu den wichtigsten Auszeichnungen gehören:[7]

  • 1947: Preis der Welti-Stiftung für das Drama für Es steht geschrieben
  • 1954: Literaturpreis der Stadt Bern
  • 1957: Hörspielpreis der Kriegsblinden für Die Panne
  • 1958: Prix Italia für Abendstunde im Spätherbst
  • 1959: New York Drama Critics’ Circle Award für Der Besuch der alten Dame
  • 1960: Grosser Preis der Schweizerischen Schillerstiftung
  • 1968: Grillparzer-Preis
  • 1969: Grosser Literaturpreis des Kantons Bern
  • 1976: International Writer’s Prize des Welsh Arts Council
  • 1979: Grosser Literaturpreis der Stadt Bern
  • 1983: Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur
  • 1984: Carl-Zuckmayer-Medaille
  • 1985: Jean-Paul-Preis
  • 1986: Georg-Büchner-Preis
  • 1986: Premio Letterario Internazionale Mondello für Justiz
  • 1989: Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik

Ehrendoktorwürden erhielt er unter anderem von der Temple University in Philadelphia, der Universität Nizza, der Hebräischen Universität Jerusalem, der Universität Neuenburg und der Universität Zürich.

Verfilmungen und audiovisuelle Bearbeitungen

  • Es geschah am hellichten Tag, Regie: Ladislao Vajda (1958)
  • Die Ehe des Herrn Mississippi, Regie: Kurt Hoffmann (1961)
  • Der Besuch, Regie: Bernhard Wicki (1964)
  • Die Physiker, Regie: Fritz Umgelter (1964)
  • Grieche sucht Griechin, Regie: Rolf Thiele (1966)
  • Der Richter und sein Henker, Regie: Maximilian Schell (1975)
  • Justiz, Regie: Hans W. Geissendörfer (1993)
  • The Pledge, Regie: Sean Penn (2001)
  • Friedrich Dürrenmatt – Im Labyrinth, Dokumentarfilm von Sabine Gisiger (2015)

Siehe auch

Literatur

  • Heinz Ludwig Arnold: Friedrich Dürrenmatt. Edition Text + Kritik, München 1982, ISBN 3-88377-111-2.
  • Peter Rüedi: Dürrenmatt oder Die Ahnung vom Ganzen. Biographie. Diogenes, Zürich 2011, ISBN 978-3-257-06797-2.
  • Ulrich Weber: Friedrich Dürrenmatt. Eine Biographie. Diogenes, Zürich 2020, ISBN 978-3-257-07199-3.
  • Ulrich Weber, Andreas Mauz und Martin Stingelin (Hrsg.): Dürrenmatt-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-476-02435-0.
  • Centre Dürrenmatt Neuchâtel (Hrsg.): Friedrich Dürrenmatt. Schriftsteller und Maler. Centre Dürrenmatt, Neuenburg 2001.
  • Charlotte Kerr: Die Frau im roten Mantel. Piper, München 1992, ISBN 3-492-03520-5.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Friedrich Dürrenmatt im Schweizerischen Literaturarchiv. Schweizerische Nationalbibliothek, abgerufen am 27. Juli 2026.
  2. 2,0 2,1 Friedrich Dürrenmatts Nachlass. Centre Dürrenmatt Neuchâtel, abgerufen am 27. Juli 2026.
  3. Friedrich Dürrenmatt. In: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 27. Juli 2026.
  4. 4,0 4,1 Friedrich Dürrenmatt: Chronik zu Leben und Werk. Centre Dürrenmatt Neuchâtel, abgerufen am 27. Juli 2026.
  5. Friedrich Dürrenmatt. Diogenes Verlag, abgerufen am 27. Juli 2026.
  6. Das Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Schweizerische Nationalbibliothek, abgerufen am 27. Juli 2026.
  7. Preise und Ehrungen Friedrich Dürrenmatt. Centre Dürrenmatt Neuchâtel, abgerufen am 27. Juli 2026.

Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu Friedrich Dürrenmatt