Kanton Freiburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 24. Juli 2026, 17:27 Uhr

Kanton Freiburg
Amtliche Namen Kanton Freiburg
Canton de Fribourg
Kürzel FR
Hauptort Freiburg
Grösste Gemeinde Freiburg
Region Westschweiz, Espace Mittelland
Beitritt zur Eidgenossenschaft 1481[1]
Amtssprachen Französisch und Deutsch[2]
Fläche 1'672,4 km²[3]
Bevölkerung 346'674 Einwohnerinnen und Einwohner, 31. Dezember 2024[4]
Politische Gemeinden 119, Stand 1. Januar 2026[5]
Bezirke 7[6]
Legislative Grosser Rat, 110 Mitglieder[7]
Exekutive Staatsrat, 7 Mitglieder[8]
Höchster Punkt Vanil Noir, 2389 m ü. M.[3]
Tiefster Punkt Ufer des Neuenburgersees, 429 m ü. M.[3]
Internet fr.ch

Der Kanton Freiburg, französisch Canton de Fribourg, ist ein zweisprachiger Kanton im Westen der Schweiz. Er liegt an der Grenze zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz und verbindet Landschaften des Schweizer Mittellands mit den Freiburger Voralpen.

Hauptort und grösste Gemeinde ist Freiburg, französisch Fribourg. Weitere bedeutende Städte und regionale Zentren sind Bulle, Villars-sur-Glâne, Düdingen, Murten, Estavayer-le-Lac, Romont, Châtel-Saint-Denis und Tafers.

Der Kanton grenzt an die Kantone Bern, Waadt und Neuenburg. Teile seiner Grenzen verlaufen durch den Neuenburgersee und den Murtensee. Im Norden reicht Freiburg bis zum Grossen Moos, im Süden bis zu den Gipfeln der Freiburger Voralpen.

Freiburg gehört neben Bern und dem Wallis zu den institutionell zweisprachigen Kantonen der Schweiz. Französisch und Deutsch sind gleichberechtigte kantonale Amtssprachen. Ihr Gebrauch richtet sich nach dem Territorialitätsprinzip und nach der herkömmlichen sprachlichen Zusammensetzung der Gemeinden und Regionen.[2]

Die französischsprachige Bevölkerung bildet die Mehrheit. Der Sensebezirk ist überwiegend deutschsprachig, der Seebezirk zweisprachig. Die übrigen Bezirke sind überwiegend französischsprachig, wobei im Greyerzbezirk die Gemeinde Jaun eine deutschsprachige Insel bildet.[9]

Landschaftlich reicht der Kanton von den Ebenen der Broye und den Ufern der Jurarandseen über das Molassehügelland bis zum Vanil Noir auf 2389 Metern über Meer. Bedeutende Gewässer sind die Saane, die Sense, die Broye, der Murtensee, der Neuenburgersee, der Greyerzersee, der Schiffenensee und der Schwarzsee.

Freiburg ist stark durch Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion geprägt. International bekannte Erzeugnisse sind der Käse Le Gruyère AOP, der Vacherin Fribourgeois, die Cuchaule, die Freiburger Kilbisenfsauce, Doppelrahm und die Birnensorte Poire à Botzi.

Gleichzeitig besitzt der Kanton bedeutende Industrie-, Bildungs- und Dienstleistungsstandorte. Die 1889 gegründete Universität Freiburg ist eine der wichtigsten zweisprachigen Hochschulen der Schweiz.

Name

Der deutsche Name lautet Freiburg, der französische Name Fribourg. Auf Italienisch heisst der Kanton Friburgo, auf Rätoromanisch Friburg.

Der Name bezeichnet sowohl den Kanton als auch seinen Hauptort. Zur Unterscheidung werden die Formen «Kanton Freiburg» und «Stadt Freiburg» verwendet.

Die Stadt wird auf Deutsch auch Freiburg im Üechtland genannt. Dieser Zusatz unterscheidet sie von Freiburg im Breisgau in Deutschland.

Der Name geht auf das mittelhochdeutsche beziehungsweise althochdeutsche Wort für eine «freie Burg» oder eine mit besonderen Freiheiten ausgestattete befestigte Siedlung zurück.

Die Stadt Freiburg wurde 1157 durch Herzog Berchtold IV. von Zähringen gegründet. Der Name entsprach der Politik der Zähringer, neue Städte als befestigte Herrschafts-, Markt- und Verwaltungszentren anzulegen.

Das französische Fribourg entwickelte sich aus der deutschen Namensform. Beide Varianten sind seit dem Mittelalter belegt.

Die historische Landschaftsbezeichnung Üechtland beziehungsweise französisch Nuitonie bezeichnete im Mittelalter einen Teil des Gebiets zwischen Saane, Aare und Broye. Der deutsche Zusatz «im Üechtland» ist heute vor allem in historischen, geografischen und bahnamtlichen Zusammenhängen gebräuchlich.

Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons werden als Freiburgerinnen und Freiburger, auf Französisch als Fribourgeoises und Fribourgeois bezeichnet.

Das Adjektiv lautet freiburgisch oder in Eigennamen häufig Freiburger, beispielsweise Freiburger Voralpen, Freiburger Staatsrat und Freiburger Küche.

Wappen und Flagge

Das Wappen des Kantons ist waagrecht in Schwarz und Weiss geteilt.

Die obere Hälfte ist schwarz, die untere weiss beziehungsweise silbern. Die Kantonsflagge verwendet dasselbe Motiv.

Die Kantonsverfassung beschreibt das Wappen mit den Worten: «Von Schwarz und Weiss geteilt».[2]

Schwarz und Weiss sind seit dem späten Mittelalter als Farben Freiburgs belegt. Das Banner erscheint in historischen Handschriften, Wappenbüchern und Darstellungen der eidgenössischen Orte.

Das Kantonswappen ist vom älteren Siegelwappen der Stadt zu unterscheiden. Dieses zeigte zeitweise eine befestigte Stadtanlage mit Türmen und Toren.

Mit der Ausbildung des Freiburger Stadtstaats wurde das schwarz-weisse Banner zum Zeichen des gesamten Herrschaftsgebiets und später des Kantons.

Eine volkstümliche Legende verbindet die Farben mit Herzog Berchtold IV. von Zähringen. Nach dieser Erzählung wurde der Herzog während einer Jagd von einem Köhler beherbergt und schlief unter einem schwarzen Kohlen- und einem weissen Mehlsack. Historische Belege für diese Geschichte fehlen.[10]

Schwarz und Weiss prägen heute:

  • amtliche Publikationen;
  • kantonale Fahnen;
  • das Erscheinungsbild der Verwaltung;
  • Sport- und Vereinskleidung;
  • kulturelle Veranstaltungen;
  • regionale Produkte und Marken.

Das Logo der kantonalen Verwaltung trägt die zweisprachige Bezeichnung «Etat de Fribourg – Staat Freiburg».[11]

Geografie

Lage und Grenzen

Freiburg liegt im westlichen Schweizer Mittelland und in den nördlichen Voralpen.

Der Kanton besitzt eine Fläche von 1'672,4 Quadratkilometern. Darin enthalten sind rund 77 Quadratkilometer kantonale Seeanteile und der direkt dem Kanton unterstellte Staatswald Galm.[3]

Der Kanton grenzt:

  • im Norden und Osten an Bern;
  • im Westen und Südwesten an Waadt;
  • im Nordwesten über den Neuenburgersee an Neuenburg.

Die Kantonsform ist unregelmässig. Besonders der Broyebezirk besteht aus mehreren räumlich getrennten Gebieten, die von waadtländischem Territorium umgeben oder voneinander getrennt sind.

Diese komplizierte Grenzstruktur geht auf die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Herrschaftsverhältnisse zurück. Freiburg und Bern teilten nach den Burgunderkriegen verschiedene Gebiete, während andere Herrschaften später getrennt erworben wurden.

Landschaftsräume

Der Kanton lässt sich in mehrere grosse Landschaftsräume gliedern:

  • das Freiburger Mittelland;
  • das Saanetal;
  • das Senseland;
  • das Seeland und den Vully;
  • die Broyeebene;
  • das Glanetal;
  • das Greyerzerland;
  • die Freiburger Voralpen;
  • die Region Vivisbach.

Der Norden und Westen gehören überwiegend zum Mittelland. Dort liegen fruchtbare Ebenen, sanfte Molassehügel, Seen und intensiv genutzte Landwirtschaftsflächen.

Der Süden und Südosten werden durch Voralpen, bewaldete Berghänge, Alpweiden und tief eingeschnittene Täler geprägt.

Freiburger Mittelland

Das Freiburger Mittelland erstreckt sich zwischen Murtensee, Broye, Saane und Sense.

Die Landschaft wurde während der Eiszeiten durch den Rhonegletscher und den Aaregletscher geformt.

Typisch sind:

  • Moränenhügel;
  • breite Täler;
  • Molasseplateaus;
  • Seen und Moore;
  • Acker- und Grünland;
  • Einzelhöfe und Dörfer.

Die dichtesten Siedlungsgebiete befinden sich in der Agglomeration Freiburg, im Raum Bulle, entlang der Autobahn A12 sowie in den verkehrsgünstigen Gemeinden zwischen Freiburg, Bern, Murten und Payerne.

Agglomeration Freiburg

Die Agglomeration Freiburg umfasst den Hauptort und mehrere umliegende Gemeinden.

Zu den wichtigsten gehören:

  • Freiburg;
  • Villars-sur-Glâne;
  • Marly;
  • Granges-Paccot;
  • Givisiez;
  • Corminboeuf;
  • Belfaux;
  • Düdingen;
  • Matran;
  • Avry;
  • Tafers.

Die Stadt Freiburg liegt auf einem Felssporn und in einer tiefen Schleife der Saane. Das historische Zentrum wird von steilen Hängen, Brücken und mittelalterlichen Quartieren geprägt.

Die Agglomeration ist das wichtigste kantonale Zentrum für:

  • Verwaltung;
  • Bildung;
  • Gesundheit;
  • Handel;
  • Kultur;
  • Dienstleistungen;
  • Verkehr.

Siedlungsentwicklung und Pendelverkehr verbinden französisch- und deutschsprachige Gemeinden zunehmend miteinander.

Saanetal

Die Saane, französisch Sarine, durchquert den Kanton von Süden nach Norden.

Sie tritt aus dem Kanton Waadt in das Greyerzerland ein, fliesst durch den Greyerzersee, passiert Bulle und Freiburg und mündet nördlich der Kantonsgrenze in die Aare.

Bedeutende Zuflüsse sind:

Die Saane hat sich in Freiburg und Umgebung tief in die Molasseschichten eingeschnitten.

Staumauern und Kraftwerke nutzen den Fluss zur Stromproduktion. Die wichtigsten Stauseen sind der Greyerzersee und der Schiffenensee.

Greyerzerland

Das Greyerzerland, französisch La Gruyère, umfasst den oberen Saaneraum und die nördlichen Freiburger Voralpen.

Zentrum ist Bulle. Weitere bedeutende Orte sind:

Die Region wird durch Viehzucht, Milchwirtschaft, Käseproduktion, Tourismus, Gewerbe und Industrie geprägt.

Der Name Greyerz ist eng mit dem Käse Le Gruyère verbunden. Das historische Städtchen Greyerz und sein Schloss gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Kantons.

Das Intyamon-Tal erstreckt sich südlich des Greyerzersees zwischen bewaldeten Bergketten und Alpweiden.

Das Jauntal bildet den östlichen, überwiegend deutschsprachigen Teil des Greyerzbezirks.

Freiburger Voralpen

Die Freiburger Voralpen bilden den südlichen und südöstlichen Teil des Kantons.

Sie bestehen überwiegend aus Kalk- und Flyschgesteinen und gehören zu den nördlichen Westalpen.

Der höchste Punkt ist der Vanil Noir mit 2389 Metern über Meer.[3]

Zu den bekannten Bergen gehören:

Die Gastlosen bilden eine auffällige Kette steiler Kalkzähne im Jauntal.

Der Moléson ist wegen seiner Nähe zu Bulle und Greyerz ein bekannter Aussichts- und Ausflugsberg.

Schwarzsee und Sense-Oberland

Der Schwarzsee liegt im Sense-Oberland auf 1046 Metern über Meer.

Er wird von der Warmen Sense entwässert und ist von der Kaiseregg, dem Schwyberg und weiteren Voralpengipfeln umgeben.

Die Region gehört zur Gemeinde Plaffeien und ist ein wichtiges Erholungs- und Tourismusgebiet.

Im Sommer werden Wandern, Baden, Fischerei und Mountainbike angeboten. Im Winter bestehen Skilifte, Langlaufloipen und Schneeschuhrouten.

Das Sense-Oberland umfasst ausserdem:

  • Plaffeien;
  • Plasselb;
  • Rechthalten;
  • St. Silvester;
  • Brünisried;
  • Teile von Giffers und Tentlingen.

Die Landschaft wird durch Wälder, Streusiedlungen, Voralpenweiden und tief eingeschnittene Bachtäler geprägt.

Sense

Die Sense bildet auf längeren Abschnitten die Grenze zwischen Freiburg und Bern.

Sie entsteht aus der Kalten Sense und der Warmen Sense und mündet bei Laupen in die Saane.

Der Sensegraben gehört zu den naturnahesten Flusslandschaften des Schweizer Mittellands.

Der Fluss besitzt:

  • Kiesbänke;
  • Auenwälder;
  • Steilufer;
  • wechselnde Flussarme;
  • Lebensräume für Fische, Vögel und Amphibien.

Hochwasser verändern das Flussbett regelmässig.

Seebezirk

Der Seebezirk liegt im Norden des Kantons und ist zweisprachig.

Hauptort ist Murten. Weitere Gemeinden und Orte sind unter anderem:

  • Kerzers;
  • Gurmels;
  • Mont-Vully;
  • Muntelier;
  • Meyriez;
  • Courgevaux;
  • Ried bei Kerzers;
  • Fräschels;
  • Greng;
  • Kleinbösingen.

Der Bezirk umfasst Gebiete am Murtensee, im Grossen Moos, am Vully und entlang der Sprachgrenze.

Deutsch dominiert in vielen Gemeinden des östlichen und nördlichen Bezirks. Französisch ist besonders im westlichen und südlichen Teil verbreitet. Murten ist amtlich zweisprachig.

Murtensee und Vully

Der Murtensee wird von den Kantonen Freiburg und Waadt geteilt.

Er besitzt eine Fläche von rund 23 Quadratkilometern und liegt auf ungefähr 429 Metern über Meer.

Die Broye fliesst bei Salavaux in den See und verlässt ihn bei Sugiez durch den Broyekanal in Richtung Neuenburgersee.

Am Freiburger Ufer liegen:

  • Murten;
  • Muntelier;
  • Meyriez;
  • Greng;
  • Mont-Vully.

Der Vully ist ein langgestreckter Hügel zwischen Murten- und Neuenburgersee.

An seinen Südhängen wird Wein angebaut. Der Gipfelbereich bietet Aussicht über das Drei-Seen-Land, den Jura und die Alpen.

Grosses Moos

Das Grosse Moos liegt zwischen Murten-, Neuenburger- und Bielersee.

Vor den Juragewässerkorrektionen bestand die Region aus Mooren, Auen und regelmässig überschwemmten Flächen.

Durch die Absenkung der Seespiegel und den Bau von Kanälen entstanden umfangreiche Landwirtschaftsflächen.

Das Gebiet gehört heute zu den wichtigsten Gemüseanbauregionen der Schweiz.

Freiburger Gemeinden wie Kerzers, Fräschels und Ried bei Kerzers sind stark mit der Landwirtschaft des Grossen Mooses verbunden.

Die entwässerten Torfböden verlieren durch Oxidation und intensive Nutzung an Mächtigkeit. Bodenschutz, Wasserhaushalt und nachhaltige Bewirtschaftung stellen deshalb langfristige Herausforderungen dar.

Broyebezirk

Der Broyebezirk liegt im Westen und Nordwesten des Kantons.

Hauptort ist Estavayer-le-Lac.

Die Region ist durch ihre stark zergliederte territoriale Struktur gekennzeichnet. Mehrere Freiburger Gebiete sind durch waadtländisches Territorium voneinander getrennt.

Bedeutende Orte sind:

  • Estavayer-le-Lac;
  • Belmont-Broye;
  • Saint-Aubin;
  • Delley-Portalban;
  • Gletterens;
  • Cheyres-Châbles;
  • Cugy;
  • Montagny;
  • Surpierre;
  • Fétigny-Ménières.

Die Broyeebene wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Am Neuenburgersee sind Tourismus, Schifffahrt, Fischerei und Naturschutz bedeutend.

Neuenburgersee

Freiburg besitzt einen grossen Ufer- und Flächenanteil am südöstlichen Neuenburgersee.

Der Seespiegel liegt auf rund 429 Metern über Meer und bildet den tiefsten Punkt des Kantons.[3]

Freiburger Uferorte sind unter anderem:

  • Estavayer-le-Lac;
  • Cheyres;
  • Châbles;
  • Font;
  • Gletterens;
  • Delley;
  • Portalban;
  • Saint-Aubin.

Der See dient:

  • der Trinkwasserversorgung;
  • dem Schiffsverkehr;
  • der Fischerei;
  • dem Tourismus;
  • dem Wassersport;
  • dem Naturschutz.

Grande Cariçaie

Am Südufer des Neuenburgersees liegt die Grande Cariçaie, die grösste zusammenhängende Seeufer- und Feuchtgebietslandschaft der Schweiz.

Sie entstand nach der Absenkung des Wasserspiegels durch die erste Juragewässerkorrektion.

Die Landschaft umfasst:

  • Schilfgürtel;
  • Flachmoore;
  • Auenwälder;
  • Sandufer;
  • Feuchtwiesen;
  • Flachwasserzonen.

Sie besitzt internationale Bedeutung für Brut- und Zugvögel, Amphibien, Reptilien und seltene Pflanzen.

Glane und Glanebezirk

Der Glanebezirk liegt im westlichen Mittelland.

Hauptort ist Romont.

Die Region wird durch sanfte Hügel, landwirtschaftlich genutzte Hochflächen, Wälder und kleine Flusstäler geprägt.

Die Glane entspringt im Grenzgebiet zwischen Freiburg und Waadt und mündet bei Villars-sur-Glâne in die Saane.

Romont liegt auf einem markanten Hügel und besitzt eine mittelalterliche Stadtanlage mit Schloss, Ringmauer und Kirchen.

Vivisbachbezirk

Der Vivisbachbezirk, französisch District de la Veveyse, liegt im Süden des Kantons an der Grenze zum Kanton Waadt.

Hauptort ist Châtel-Saint-Denis.

Die Region bildet einen Übergang zwischen dem Genferseebecken, dem Freiburger Mittelland und den Voralpen.

Zu ihr gehören unter anderem:

  • Châtel-Saint-Denis;
  • Attalens;
  • Bossonnens;
  • Granges;
  • Remaufens;
  • Semsales;
  • Le Flon;
  • Saint-Martin;
  • La Verrerie.

Les Paccots ist ein bedeutender Ferien- und Wintersportort.

Viele Einwohnerinnen und Einwohner pendeln in die Regionen Vevey, Montreux, Lausanne oder Freiburg.

Seen und Stauseen

Im Kanton befinden sich 13 grössere natürliche Seen und Stauseen.[12]

Zu den wichtigsten gehören:

  • Neuenburgersee;
  • Murtensee;
  • Greyerzersee;
  • Schiffenensee;
  • Schwarzsee;
  • Pérollessee;
  • Lac de Montsalvens;
  • Lac de Lessoc;
  • Lac de Lussy;
  • Étang de Seedorf.

Der Greyerzersee entstand durch den Bau der Staumauer von Rossens und wurde 1948 geflutet.

Mit einer Fläche von rund neun Quadratkilometern ist er einer der grössten künstlichen Seen der Schweiz.

Der Schiffenensee entstand durch die Staumauer bei Schiffenen. Er reicht von der Region Düdingen bis nahe an die Stadt Freiburg.

Klima

Das Klima unterscheidet sich deutlich zwischen dem Mittelland und den Voralpen.

Im Norden und Westen herrscht ein gemässigtes Mittellandklima mit häufigen Nebel- und Hochnebellagen im Winter.

Die Voralpen erhalten deutlich mehr Niederschlag. An Bergen wie Moléson, Vanil Noir und Kaiseregg können feuchte Luftmassen starke Regen- und Schneefälle verursachen.

Die tieferen Lagen am Murten- und Neuenburgersee weisen ein vergleichsweise mildes Klima auf.

Der Vully bietet günstige Bedingungen für Weinbau.

Der Klimawandel führt zu:

  • steigenden Durchschnittstemperaturen;
  • häufigeren Hitzetagen;
  • längeren Trockenperioden;
  • intensiveren Starkniederschlägen;
  • kürzeren Schneeperioden;
  • Veränderungen der Wälder und Gewässer;
  • steigendem Bewässerungsbedarf in der Landwirtschaft.

Administrative Gliederung

Der Kanton besteht aus sieben Bezirken. Jedem Bezirk steht eine vom Volk gewählte Oberamtsperson vor.

Bezirk Französischer Name Hauptort Sprachliche Prägung
Saanebezirk District de la Sarine Freiburg überwiegend französischsprachig
Sensebezirk District de la Singine Tafers überwiegend deutschsprachig
Greyerzbezirk District de la Gruyère Bulle überwiegend französischsprachig; Jaun deutschsprachig
Seebezirk District du Lac Murten zweisprachig
Glanebezirk District de la Glâne Romont überwiegend französischsprachig
Broyebezirk District de la Broye Estavayer-le-Lac französischsprachig
Vivisbachbezirk District de la Veveyse Châtel-Saint-Denis französischsprachig

Die heutige Bezirkseinteilung wurde im Wesentlichen mit der Kantonsverfassung von 1848 festgelegt.[13]

Die Oberamtsperson vertritt den Staatsrat und die kantonalen Direktionen im Bezirk.

Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem:

  • Aufsicht über die Gemeinden;
  • regionale Koordination;
  • öffentliche Ordnung;
  • Bewilligungen;
  • Zusammenarbeit mit Polizei und Bevölkerungsschutz;
  • Vermittlung zwischen kantonalen und kommunalen Behörden.

Gemeinden

Der Kanton zählt seit dem 1. Januar 2026 insgesamt 119 politische Gemeinden.[5]

Im Jahr 1850 bestanden noch 285 Gemeinden. Besonders seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde ihre Zahl durch zahlreiche Zusammenschlüsse stark reduziert.

Zu den bedeutenden Gemeindefusionen gehören:

  • Bildung von Val-de-Charmey;
  • Zusammenschlüsse zur heutigen Gemeinde Estavayer;
  • Bildung von Mont-Vully;
  • Fusionen rund um Romont und Ursy;
  • Bildung von Gibloux;
  • Zusammenschlüsse im Intyamon;
  • Fusionen in der Region Murten;
  • Zusammenschluss von Grolley und Ponthaux;
  • Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zur neuen Gemeinde Rue;
  • Zusammenschluss von Gurmels und Ulmiz;
  • Zusammenschluss von Fétigny und Ménières.

Die Gemeinden besitzen im Rahmen des kantonalen Rechts Autonomie.

Zu ihren Aufgaben gehören:

  • lokale Raumplanung;
  • Gemeindestrassen;
  • Wasserversorgung;
  • Abwasser- und Abfallentsorgung;
  • Feuerwehr;
  • Volksschule;
  • Sozialhilfe;
  • Kultur und Sport;
  • Einwohnerkontrolle;
  • kommunale Steuern.

In kleineren Gemeinden bildet die Gemeindeversammlung die Legislative. Grössere Gemeinden können einen Generalrat als Gemeindeparlament einsetzen.

Staatswald Galm

Eine geografische Besonderheit ist der Staatswald Galm im Seebezirk.

Das rund 257 Hektaren grosse Waldgebiet gehört zu keiner politischen Gemeinde, sondern unmittelbar dem Kanton Freiburg.

Es bildet eine geografische Gemeinde ohne Bevölkerung, besitzt jedoch keine politischen Behörden.[14]

Der Wald liegt zwischen Murten und Gurmels und wird durch den Kanton bewirtschaftet.

Bevölkerung

Ende 2024 lebten 346'674 Personen dauerhaft im Kanton.[4]

Gegenüber dem Vorjahr nahm die Bevölkerung um 5137 Personen beziehungsweise 1,5 Prozent zu.

Seit 2010 wuchs die Einwohnerzahl um rund 24,5 Prozent. Freiburg gehört damit zu den am stärksten wachsenden Kantonen der Schweiz.

Die Bevölkerung konzentriert sich besonders auf:

  • Agglomeration Freiburg;
  • Region Bulle;
  • Murten und Seebezirk;
  • Raum Estavayer;
  • Gemeinden entlang der Autobahn A12;
  • Region Châtel-Saint-Denis;
  • verkehrsgünstige Gebiete an den Grenzen zu Bern und Waadt.

Der Kanton besitzt eine vergleichsweise junge Bevölkerung. Gründe sind eine überdurchschnittliche Geburtenrate, Zuwanderung und die Attraktivität als Wohnkanton zwischen den Wirtschaftsregionen Bern, Lausanne und Genfersee.

Viele Einwohnerinnen und Einwohner pendeln zur Arbeit in die Nachbarkantone. Besonders wichtig sind die Pendlerströme nach Bern und Waadt.[15]

Die grössten Gemeinden sind:

  • Freiburg;
  • Bulle;
  • Villars-sur-Glâne;
  • Düdingen;
  • Murten;
  • Estavayer;
  • Marly;
  • Wünnewil-Flamatt;
  • Châtel-Saint-Denis;
  • Givisiez.

Sprachen

Französisch und Deutsch sind die Amtssprachen des Kantons.[2]

Gemäss einer Stichprobenerhebung für 2022 nannten 69,2 Prozent Französisch und 25,2 Prozent Deutsch als Hauptsprache. Mehrfachnennungen waren möglich.[3]

Französische Sprache

Französisch dominiert in:

  • Saanebezirk;
  • Greyerzbezirk;
  • Glanebezirk;
  • Broyebezirk;
  • Vivisbachbezirk;
  • grossen Teilen des Seebezirks.

Das gesprochene Französisch gehört zum Westschweizer beziehungsweise romandischen Französisch.

Es besitzt regionale Wörter, Ausspracheformen und Einflüsse der früher gesprochenen frankoprovenzalischen Dialekte.

Deutsche Sprache

Deutsch dominiert im Sensebezirk und in mehreren Gemeinden des Seebezirks.

Deutschsprachig ist ausserdem die Gemeinde Jaun im Greyerzbezirk.

In Behörden, Schulen und schriftlichen Medien wird Schweizer Hochdeutsch verwendet.

Im Alltag werden alemannische Dialekte gesprochen.

Die wichtigsten Dialektgruppen sind:

  • Senslerdeutsch;
  • Seeländisches Deutsch;
  • Jauner Dialekt;
  • städtische und gemischte Dialektformen der Agglomeration Freiburg.

Das Senslerdeutsch gehört zum westlichen hochalemannischen Sprachraum und weist Einflüsse aus Bern, der Zentralschweiz und dem französischen Sprachgebiet auf.

Frankoprovenzalisch

Vor der weitgehenden Durchsetzung des Französischen wurden in den romanischen Gebieten frankoprovenzalische Mundarten gesprochen.

Diese werden örtlich als patois fribourgeois bezeichnet.

Verschiedene Kulturvereine, Theatergruppen und Wörterbuchprojekte bemühen sich um ihre Dokumentation und Pflege.

Zweisprachigkeit

Die kantonale Verwaltung veröffentlicht Gesetze, wichtige Mitteilungen und zahlreiche Dienstleistungen auf Deutsch und Französisch.

Im Grossen Rat dürfen beide Amtssprachen verwendet werden. Die Beratungen und Beschlüsse werden zweisprachig dokumentiert.[7]

Die Universität Freiburg bietet zahlreiche Studiengänge auf Französisch, Deutsch oder zweisprachig an.

Die Sprachgrenze ist kein scharf abgegrenzter Strich. In Freiburg, Murten und mehreren Agglomerationsgemeinden leben beide Sprachgemeinschaften nebeneinander.

Religion

Freiburg ist historisch stark römisch-katholisch geprägt.

Der Kanton blieb während der Reformation katholisch und entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum der katholischen Eidgenossenschaft.

2022 gehörten gemäss Stichprobenerhebung rund 53,8 Prozent der Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche an. Rund 11 Prozent waren reformiert, etwa ein Viertel gehörte keiner Konfession an.[3]

Bedeutende religiöse Einrichtungen sind:

Im Seebezirk bestehen historisch bedeutende reformierte Gemeinden. Sie gehen teilweise auf die gemeinsame bernisch-freiburgische Herrschaft und die Reformation zurück.

Heute leben im Kanton ausserdem:

  • orthodoxe Christinnen und Christen;
  • muslimische Gemeinschaften;
  • Freikirchen;
  • jüdische Personen;
  • hinduistische und buddhistische Gemeinschaften;
  • konfessionslose Menschen.

Geschichte

Ur- und Frühgeschichte

Das Gebiet des heutigen Kantons ist seit der Altsteinzeit von Menschen aufgesucht worden.

Bedeutende archäologische Fundgebiete befinden sich:

  • an den Ufern des Murten- und Neuenburgersees;
  • in der Broyeebene;
  • im Saanetal;
  • bei Châtillon-sur-Glâne;
  • im Gebiet des Mont Vully;
  • im Greyerzerland.

Während der Jungsteinzeit und Bronzezeit entstanden zahlreiche Seeufersiedlungen.

Die feuchten Böden bewahrten Holz, Werkzeuge, Keramik, Pflanzenreste und weitere organische Materialien.

In Gletterens wurde ein rekonstruiertes jungsteinzeitliches Dorf eingerichtet, das die Lebensweise der frühen Seeufersiedlungen vermittelt.

Während der Eisenzeit gehörte die Region zum keltischen Kulturraum.

Der Mont Vully war Standort einer befestigten Siedlung. Auch Châtillon-sur-Glâne gilt als bedeutender eisenzeitlicher Handels- und Herrschaftsort.

Römische Zeit

Nach der römischen Eroberung wurde die Region Teil des Römischen Reiches.

Das Gebiet lag im Einflussbereich von Aventicum, dem heutigen Avenches, das zur Hauptstadt der Helvetier wurde.

Römische Strassen verbanden Aventicum mit:

  • Augusta Raurica;
  • Genava;
  • dem Berner Mittelland;
  • dem Alpenraum;
  • dem Gebiet des heutigen Freiburg.

Im Kantonsgebiet bestanden zahlreiche Gutshöfe, kleinere Siedlungen und Heiligtümer.

Besonders bedeutend sind die römischen Funde bei:

  • Vallon;
  • Marsens;
  • Riaz;
  • Murten;
  • Estavayer;
  • Kerzers;
  • Freiburg.

In Vallon befindet sich ein archäologisches Museum mit bedeutenden römischen Mosaiken.

Frühmittelalter

Nach dem Ende der römischen Herrschaft gehörte das Gebiet zum burgundischen und später zum fränkischen Herrschaftsraum.

Im frühen Mittelalter bestanden romanisch- und alemannischsprachige Siedlungsgebiete nebeneinander.

Die heutige Sprachgrenze entstand in einem langen Prozess und wurde durch politische Herrschaften, kirchliche Strukturen, Migration und wirtschaftliche Beziehungen beeinflusst.

Grundbesitz und Herrschaftsrechte besassen unter anderem:

  • Klöster;
  • Bischöfe;
  • burgundische Adelsfamilien;
  • Grafen von Savoyen;
  • Herren von Glâne;
  • Grafen von Greyerz.

Gründung Freiburgs

Herzog Berchtold IV. von Zähringen gründete die Stadt Freiburg im Jahr 1157.

Die Lage auf einem Felssporn über der Saane bot militärischen Schutz und kontrollierte wichtige Verkehrswege zwischen dem Mittelland, Burgund und den Voralpen.

Die Stadt erhielt Marktrechte, eine eigene Verwaltung und besondere Freiheiten.

Handwerk und Handel entwickelten sich rasch.

Zu den bedeutenden Gewerben gehörten:

  • Gerberei;
  • Tuchherstellung;
  • Lederverarbeitung;
  • Metallhandwerk;
  • Baugewerbe;
  • Lebensmittelhandel.

Kyburg und Habsburg

Nach dem Aussterben der Zähringer 1218 gelangte Freiburg an die Grafen von Kyburg.

1277 verkauften die Kyburger die Stadt an das Haus Habsburg.

Unter habsburgischer Herrschaft erweiterte Freiburg seine Rechte und sein wirtschaftliches Einflussgebiet.

Die Stadt stand in Konkurrenz zu Bern, unterhielt mit diesem aber zugleich Handelsbeziehungen und zeitweise Bündnisse.

Savoyische Herrschaft

Im 15. Jahrhundert geriet Freiburg zwischen die politischen Interessen Berns, Savoyens und Habsburgs.

1452 stellte sich die Stadt unter die Herrschaft des Hauses Savoyen.

Savoyen bestätigte die städtischen Rechte und gewährte Freiburg eine weitgehende Selbstverwaltung.

Die französischsprachigen Einflüsse nahmen in dieser Zeit zu.

Burgunderkriege

Freiburg beteiligte sich gemeinsam mit Bern und den eidgenössischen Orten an den Burgunderkriegen gegen Herzog Karl den Kühnen.

Freiburger Truppen kämpften unter anderem bei:

  • Grandson;
  • Murten;
  • Nancy.

Die Schlacht bei Murten vom 22. Juni 1476 endete mit einem entscheidenden Sieg der Eidgenossen über die burgundische Armee.

Nach den Burgunderkriegen löste sich Freiburg von Savoyen.

1478 wurde die Stadt als freie Reichsstadt anerkannt.

Beitritt zur Eidgenossenschaft

1481 wurden Freiburg und Solothurn als vollberechtigte Orte in die Eidgenossenschaft aufgenommen.[1]

Die Aufnahme war innerhalb der Eidgenossenschaft umstritten. Besonders die ländlichen Orte befürchteten eine zunehmende Dominanz der Städte.

Der Konflikt wurde durch das Stanser Verkommnis beigelegt.

Freiburg war der erste eidgenössische Ort mit einer bedeutenden französischsprachigen Bevölkerung.

In der eidgenössischen Politik und Verwaltung verwendete die Freiburger Obrigkeit dennoch lange überwiegend Deutsch.

Aufbau des Stadtstaats

Im 15. und 16. Jahrhundert erweiterte Freiburg sein Herrschaftsgebiet durch:

  • Käufe;
  • Eroberungen;
  • Erbschaften;
  • Verträge;
  • gemeinsame Herrschaften mit Bern.

Zum Freiburger Stadtstaat gehörten schliesslich grosse Teile des heutigen Kantons.

Freiburg verwaltete allein unter anderem:

  • Alte Landschaft;
  • Greyerzerland;
  • Romont;
  • Estavayer;
  • Montagny;
  • Jaun;
  • Teile der Broye.

Gemeinsam mit Bern verwaltete Freiburg unter anderem:

  • Murten;
  • Grandson;
  • Orbe-Echallens;
  • Grasburg.

Die Stadt setzte Landvögte ein, zog Abgaben ein und kontrollierte die Gerichte.

Die Landbevölkerung besass lokale Rechte, war politisch aber der städtischen Bürgerschaft nicht gleichgestellt.

Grafschaft Greyerz

Die Grafen von Greyerz herrschten während Jahrhunderten über das obere Saanetal.

Wirtschaftliche Schwierigkeiten führten 1555 zum Konkurs des letzten Grafen Michael von Greyerz.

Bern und Freiburg teilten die Grafschaft unter sich auf.

Freiburg erhielt:

  • Bulle;
  • Greyerz;
  • Broc;
  • Jaun;
  • grosse Teile des heutigen Greyerzbezirks.

Bern übernahm Gebiete im heutigen Pays-d’Enhaut und im Saanenland.

Reformation

Freiburg blieb während der Reformation katholisch.

Die Regierung unterdrückte reformatorische Bewegungen und arbeitete eng mit den katholischen Orten zusammen.

In den gemeinsam mit Bern verwalteten Gebieten entstanden komplizierte konfessionelle Verhältnisse.

Murten und verschiedene Gemeinden des Seebezirks wurden reformiert, obwohl Freiburg an ihrer Herrschaft beteiligt blieb.

Freiburg nahm an den Kappelerkriegen und späteren konfessionellen Bündnissen teil.

Katholische Reform

Nach dem Konzil von Trient wurde Freiburg zu einem Zentrum der katholischen Erneuerung.

Jesuiten kamen 1580 in die Stadt und bauten ein bedeutendes Bildungswesen auf.

Das Kollegium St. Michael wurde zu einer wichtigen höheren Schule.

Klöster, Bruderschaften, Prozessionen und religiöse Kunst prägten das öffentliche Leben.

Freiburg war zeitweise Sitz des päpstlichen Nuntius in der Schweiz.

Patriziat

Seit dem 16. und 17. Jahrhundert konzentrierte sich die politische Macht zunehmend auf eine begrenzte Zahl städtischer Familien.

Dieses patrizische System schloss grosse Teile der Stadt- und Landbevölkerung von wichtigen Ämtern aus.

Die führenden Familien kontrollierten:

  • Kleinen Rat;
  • Grossen Rat;
  • Landvogteien;
  • Militärämter;
  • diplomatische Beziehungen;
  • Pensionen aus fremden Diensten.

Der Solddienst in ausländischen Armeen, besonders in Frankreich, war wirtschaftlich und politisch bedeutend.

Bauernunruhen

Die ländliche Bevölkerung erhob sich wiederholt gegen Steuern, Abgaben und politische Benachteiligung.

Während des Schweizer Bauernkriegs von 1653 kam es auch im Freiburgerland zu Unruhen.

Die Regierung konnte den Widerstand durch militärischen Druck, Verhandlungen und Zugeständnisse beenden.

Weitere Konflikte entstanden wegen:

  • Allmendrechten;
  • Waldnutzung;
  • Zehnten;
  • Frondiensten;
  • kommunaler Selbstständigkeit.

Aufklärung

Im 18. Jahrhundert verbreiteten sich aufklärerische Ideen.

Reformer beschäftigten sich mit:

  • Landwirtschaft;
  • Bildung;
  • Armenfürsorge;
  • Medizin;
  • Verwaltung;
  • Wirtschaft.

Das patrizische System blieb jedoch bis 1798 bestehen.

Der Franziskaner Gregor Girard entwickelte später bedeutende pädagogische Konzepte und wurde zu einer wichtigen Persönlichkeit des Freiburger Bildungswesens.

Helvetische Republik

1798 marschierten französische Truppen in die Alte Eidgenossenschaft ein.

Die patrizische Regierung trat zurück, und Freiburg wurde Teil der Helvetischen Republik.

Die Untertanengebiete wurden aufgehoben. Stadt und Land erhielten formal gleiche politische Rechte.

Der helvetische Kanton Freiburg umfasste zeitweise auch Gebiete um Payerne und Avenches.

Die Helvetik brachte:

  • rechtliche Gleichheit;
  • einheitliches Bürgerrecht;
  • zentrale Verwaltung;
  • neue Bezirke;
  • Abschaffung feudaler Rechte.

Gleichzeitig belasteten Krieg, französische Besatzung, Einquartierungen und Steuern die Bevölkerung.

Mediationszeit

Die Mediationsakte von 1803 stellte Freiburg als selbstständigen Kanton wieder her.

Murten und die umliegenden Gebiete wurden endgültig dem Kanton Freiburg zugeteilt.

Avenches und Payerne kamen zum neuen Kanton Waadt.

Die Kantonsverfassung stellte einen Teil der alten politischen Führung wieder her, behielt aber die rechtliche Gleichheit der Regionen grundsätzlich bei.

Freiburg gehörte zu den sechs Vororten der Mediationsschweiz.

Restauration

Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurde 1814 eine konservative Verfassung eingeführt.

Das städtische Patriziat gewann erneut grossen politischen Einfluss.

Liberale und ländliche Kräfte verlangten jedoch mehr politische Mitbestimmung.

Die Julirevolution von 1830 in Frankreich verstärkte den Reformdruck.

Liberale Verfassung

1830 und 1831 kam es zu einer liberalen politischen Umgestaltung.

Eine neue Verfassung führte:

  • repräsentative Institutionen;
  • breitere politische Rechte;
  • stärkere Vertretung der Bezirke;
  • modernere Verwaltung;
  • Gewaltenteilung.

Die Spannungen zwischen liberalen, radikalen und katholisch-konservativen Kräften blieben bestehen.

Sonderbund

Freiburg trat 1845 dem katholisch-konservativen Sonderbund bei.

Dem Bündnis gehörten ausserdem Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug und Wallis an.

Im Sonderbundskrieg von 1847 wurde Freiburg von eidgenössischen Truppen eingeschlossen.

Die Regierung kapitulierte am 14. November 1847 weitgehend kampflos.

Nach der Niederlage übernahmen radikal-liberale Kräfte die Macht.

Verfassung von 1848

Die Verfassung vom 4. März 1848 ordnete den Kanton neu.

Sie schuf die sieben bis heute bestehenden Bezirke und stärkte die demokratischen Institutionen.

Der Kanton wurde anschliessend Teil des schweizerischen Bundesstaats.

Die radikale Regierung führte Reformen in Verwaltung, Bildung, Kirche und Wirtschaft durch.

Die konservativen Kräfte gewannen in den folgenden Jahrzehnten erneut an Einfluss.

Industrialisierung

Freiburg blieb im 19. Jahrhundert stark landwirtschaftlich geprägt.

Die Industrialisierung konzentrierte sich zunächst auf:

  • Lebensmittelverarbeitung;
  • Textilien;
  • Papier;
  • Holz;
  • Metall;
  • Baugewerbe.

Der Ausbau der Eisenbahn förderte die wirtschaftliche Entwicklung.

1862 wurde die Bahnlinie Lausanne–Freiburg–Bern eröffnet.

Weitere Strecken verbanden Freiburg mit:

  • Murten;
  • Payerne;
  • Bulle;
  • Romont;
  • Broc;
  • dem Greyerzerland.

Bulle entwickelte sich zu einem bedeutenden regionalen Industrie- und Handelszentrum.

Universität Freiburg

Die Universität Freiburg wurde 1889 massgeblich auf Initiative katholischer Kreise gegründet.[16]

Eine zentrale Rolle spielte der Staatsrat Georges Python.

Die Universität sollte katholische akademische Bildung in der Schweiz stärken und zugleich die Zweisprachigkeit des Kantons widerspiegeln.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sie sich zu einer offenen, international ausgerichteten Hochschule.

20. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert wandelte sich Freiburg von einem überwiegend ländlichen Kanton zu einem gemischten Landwirtschafts-, Industrie- und Dienstleistungsstandort.

Die Bevölkerung wuchs besonders nach dem Zweiten Weltkrieg.

Neue Wohn- und Gewerbegebiete entstanden in:

  • Villars-sur-Glâne;
  • Marly;
  • Düdingen;
  • Bulle;
  • Givisiez;
  • Granges-Paccot;
  • Châtel-Saint-Denis.

Der Autobahnbau verbesserte die Verbindungen nach Bern, Lausanne und Vevey.

Frauenstimmrecht

1971 wurde das Frauenstimm- und -wahlrecht auf kantonaler Ebene eingeführt.

Frauen konnten fortan an kantonalen und kommunalen Wahlen und Abstimmungen teilnehmen sowie politische Ämter übernehmen.

Die Vertretung von Frauen in Parlamenten und Regierungen nahm danach schrittweise zu.

Neue Kantonsverfassung

Die heute geltende Kantonsverfassung wurde am 16. Mai 2004 angenommen.[2]

Sie trat am 1. Januar 2005 in Kraft und ersetzte die Verfassung von 1857.

Die neue Verfassung:

  • stärkte die Grund- und Sozialrechte;
  • bestätigte Deutsch und Französisch als Amtssprachen;
  • verankerte den Schutz sprachlicher Minderheiten;
  • reduzierte den Grossen Rat von 130 auf 110 Mitglieder;
  • modernisierte die staatliche Organisation;
  • anerkannte die Bedeutung nachhaltiger Entwicklung;
  • regelte die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden neu.

Clavaleyres

Die frühere bernische Gemeinde Clavaleyres bildete eine kleine Enklave im Kanton Freiburg.

Am 1. Januar 2022 wechselte sie vom Kanton Bern zum Kanton Freiburg und fusionierte mit Murten.[1]

Die Gebietsänderung erforderte Zustimmungen der Gemeinden, beider Kantone sowie von Volk und Ständen auf Bundesebene.

Politik

Staatsform

Die Verfassung bezeichnet Freiburg als freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat.[2]

Der Kanton ist ein souveräner Gliedstaat der Schweizerischen Eidgenossenschaft, soweit seine Souveränität nicht durch die Bundesverfassung beschränkt wird.

Die Staatsgewalt wird ausgeübt durch:

  • das Volk;
  • den Grossen Rat;
  • den Staatsrat;
  • die Gerichte.

Direkte Demokratie

Die Stimmberechtigten verfügen über weitreichende direktdemokratische Rechte.

Dazu gehören:

  • Verfassungsinitiative;
  • Gesetzesinitiative;
  • obligatorisches Referendum;
  • fakultatives Referendum;
  • Finanzreferendum;
  • Volksabstimmungen.

Änderungen der Kantonsverfassung müssen zwingend dem Volk vorgelegt werden.

Gegen Gesetze und bestimmte Beschlüsse des Grossen Rates kann das Referendum ergriffen werden.

Seit 2021 gelten besondere Transparenzregeln für die Finanzierung politischer Parteien, Wahl- und Abstimmungskampagnen.

Grosser Rat

Der Grosse Rat, französisch Grand Conseil, ist die gesetzgebende Behörde.

Er besteht aus 110 Mitgliedern, die alle fünf Jahre nach dem Verhältniswahlverfahren gewählt werden.[7]

Für die Wahl bestehen acht Wahlkreise:

  • Stadt Freiburg;
  • Saane-Land;
  • Sense;
  • Greyerz;
  • See;
  • Glane;
  • Broye;
  • Vivisbach.

Der Grosse Rat:

  • erlässt Gesetze und Dekrete;
  • genehmigt Budget und Staatsrechnung;
  • bewilligt grössere Ausgaben;
  • kontrolliert Staatsrat und Verwaltung;
  • übt die Oberaufsicht über die Justiz aus;
  • wählt bestimmte Mitglieder der Gerichtsbehörden;
  • verleiht das Kantonsbürgerrecht;
  • entscheidet über Begnadigungen.

Die Beratungen werden auf Deutsch und Französisch geführt.

Der Grosse Rat tagt im Rathaus der Stadt Freiburg.

Staatsrat

Der Staatsrat, französisch Conseil d’État, ist die kantonale Regierung.

Er besteht aus sieben Mitgliedern, die vom Volk für fünf Jahre gewählt werden.[8]

Jedes Mitglied leitet eine Direktion:

  • Direktion für Bildung und kulturelle Angelegenheiten;
  • Sicherheits-, Justiz- und Sportdirektion;
  • Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft;
  • Volkswirtschafts- und Berufsbildungsdirektion;
  • Direktion für Gesundheit und Soziales;
  • Finanzdirektion;
  • Direktion für Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Umwelt.

Das Präsidium des Staatsrates wechselt jährlich.

Die Staatskanzlei unterstützt Regierung und Parlament.

Gerichte

Das Kantonsgericht ist die oberste kantonale Gerichtsbehörde.

Es befindet sich in Freiburg.

Daneben bestehen unter anderem:

  • Bezirksgerichte;
  • Friedensgerichte;
  • Arbeitsgerichte;
  • Strafgericht;
  • Wirtschaftsstrafgericht;
  • Jugendstrafgericht;
  • Staatsanwaltschaft;
  • Schlichtungsbehörden.

Gerichtsverfahren werden je nach Sprachgebiet auf Französisch oder Deutsch geführt.

Oberamtspersonen

Jeder Bezirk besitzt eine Oberamtsperson.

Sie wird für fünf Jahre vom Volk des Bezirks gewählt.

Die Oberamtsperson vertritt die kantonale Regierung, koordiniert regionale Aufgaben und beaufsichtigt die Gemeinden.

Vertretung im Bund

Freiburg besitzt zwei Sitze im Ständerat.

Die Zahl seiner Sitze im Nationalrat richtet sich nach der Bevölkerungszahl.

In der Legislaturperiode 2023–2027 verfügt der Kanton über sieben Nationalratssitze.

Bei eidgenössischen Verfassungsabstimmungen besitzt Freiburg eine volle Standesstimme.

Wirtschaft

Die Freiburger Wirtschaft verbindet einen starken Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor mit Industrie, Bauwirtschaft und Dienstleistungen.

Wichtige Wirtschaftszentren sind:

  • Freiburg;
  • Bulle;
  • Villars-sur-Glâne;
  • Marly;
  • Düdingen;
  • Murten;
  • Estavayer;
  • Châtel-Saint-Denis;
  • Romont.

Landwirtschaft

Freiburg gehört zu den bedeutendsten Landwirtschaftskantonen der Schweiz.

2023 bestanden rund 2598 Landwirtschaftsbetriebe mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von mehr als 75'000 Hektaren.[3]

Wichtige Produktionsbereiche sind:

  • Milchwirtschaft;
  • Rinderhaltung;
  • Schweinehaltung;
  • Getreidebau;
  • Gemüsebau;
  • Futterbau;
  • Alpwirtschaft;
  • Obstbau;
  • Weinbau.

Im Greyerzerland, Sense-Oberland und in den Voralpen dominieren Milch- und Viehwirtschaft.

In der Broye und im Grossen Moos werden Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln und Gemüse angebaut.

Käseproduktion

Die Käseherstellung besitzt eine zentrale wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung.

Die bekanntesten Käsesorten sind:

  • Le Gruyère AOP;
  • Vacherin Fribourgeois AOP.

Le Gruyère ist ein Hartkäse, dessen Name auf das Greyerzerland zurückgeht.

Vacherin Fribourgeois ist ein Halbhartkäse und ein wesentlicher Bestandteil des Freiburger Fondues moitié-moitié.

Auf zahlreichen Alpen wird traditioneller Alpkäse hergestellt.

Lebensmittelindustrie

Die Landwirtschaft bildet die Grundlage einer bedeutenden Lebensmittelindustrie.

Zu den Bereichen gehören:

  • Milchverarbeitung;
  • Käseherstellung;
  • Schokolade;
  • Fleischverarbeitung;
  • Getränke;
  • Backwaren;
  • Futtermittel;
  • Gemüseverarbeitung.

Broc ist historisch mit der Schokoladenherstellung verbunden.

In der Region bestehen mehrere grosse Molkereien, Käsereien und Lebensmittelunternehmen.

Industrie

Bedeutende Industriezweige sind:

  • Maschinenbau;
  • Fahrzeug- und Komponentenbau;
  • Metallverarbeitung;
  • Elektrotechnik;
  • Chemie und Pharma;
  • Kunststofftechnik;
  • Baustoffe;
  • Holzverarbeitung;
  • Präzisionstechnik.

Bulle besitzt einen bedeutenden Standort für Maschinen- und Motorenbau.

Im Raum Freiburg, Marly und Villars-sur-Glâne bestehen Unternehmen der Chemie-, Pharma-, Elektronik- und Medizintechnikbranche.

Dienstleistungen

Der Dienstleistungssektor stellt den grössten Teil der Arbeitsplätze.

Wichtige Bereiche sind:

  • kantonale Verwaltung;
  • Bildung;
  • Gesundheitswesen;
  • Banken und Versicherungen;
  • Handel;
  • Verkehr;
  • Beratung;
  • Informatik;
  • Tourismus;
  • Gastronomie.

Die Stadt Freiburg ist das wichtigste Verwaltungs-, Bildungs- und Dienstleistungszentrum.

Bulle übernimmt eine zentrale Funktion für den südlichen Kantonsteil.

Tourismus

Der Tourismus verbindet historische Städte, Seen, Voralpen und regionale Küche.

Bedeutende Reiseziele sind:

  • Freiburg;
  • Greyerz;
  • Murten;
  • Estavayer-le-Lac;
  • Bulle;
  • Romont;
  • Schwarzsee;
  • Moléson;
  • Charmey;
  • Jaun;
  • Les Paccots;
  • Mont Vully.

Im Sommer sind Wandern, Velofahren, Wassersport und Kulturtourismus verbreitet.

Im Winter bieten Schwarzsee, Moléson, Charmey, Jaun und Les Paccots Skifahren, Langlauf, Schlitteln und Schneeschuhwandern.

Verkehr

Freiburg liegt an bedeutenden Verkehrsachsen zwischen der Deutschschweiz, der Romandie und dem Genferseeraum.

Eisenbahn

Der Bahnhof Freiburg ist ein wichtiger Eisenbahnknoten.

Direkte Verbindungen bestehen unter anderem nach:

  • Bern;
  • Lausanne;
  • Genf;
  • Zürich;
  • St. Gallen;
  • Neuenburg;
  • Bulle;
  • Murten;
  • Payerne;
  • Romont.

Die wichtigste Ost-West-Achse ist die Strecke Lausanne–Freiburg–Bern.

Die Transports publics fribourgeois, deutsch Freiburgische Verkehrsbetriebe, betreiben einen grossen Teil des regionalen Bahn- und Busnetzes.

Zu den Regionalstrecken gehören:

  • Freiburg–Murten–Ins;
  • Freiburg–Payerne;
  • Bulle–Romont;
  • Bulle–Broc;
  • Bulle–Montbovon;
  • Palézieux–Bulle–Montbovon;
  • Murten–Kerzers.

Strassen

Die wichtigsten Autobahnen sind:

Die A1 verbindet den Norden des Kantons mit Bern, Yverdon, Lausanne und der übrigen Westschweiz.

Die A12 führt von Bern über Freiburg und Bulle nach Vevey.

Sie bildet die wichtigste Verkehrsachse zwischen Hauptstadt, Greyerzerland und Genfersee.

Weitere bedeutende Strassen führen:

  • von Freiburg nach Murten;
  • durch das Senseland nach Schwarzenburg;
  • von Bulle nach Château-d’Œx;
  • von Bulle nach Jaun und ins Simmental;
  • von Estavayer nach Payerne;
  • entlang des Neuenburger- und Murtensees.

Öffentlicher Nahverkehr

Stadt- und Regionalbusse erschliessen die Agglomerationen Freiburg und Bulle sowie die ländlichen Bezirke.

Das Netz wird hauptsächlich durch die Freiburgischen Verkehrsbetriebe betrieben.

In der Stadt Freiburg verbindet eine historische Standseilbahn die Unterstadt mit dem Stadtzentrum.

Die Standseilbahn nutzt seit ihrer Eröffnung 1899 teilweise gereinigtes Abwasser als Antriebsgewicht.

Schifffahrt

Kursschiffe verkehren auf dem Murten- und Neuenburgersee.

Die Drei-Seen-Schifffahrt verbindet Murten mit:

  • Neuenburg;
  • Biel;
  • Estavayer;
  • Yverdon;
  • weiteren Orten des Seelands.

Der Greyerzersee wird hauptsächlich für Freizeit- und Ausflugsverkehr genutzt.

Bildung und Forschung

Volksschule

Die obligatorische Schule wird in französischer oder deutscher Sprache geführt.

Die Gemeinden tragen einen grossen Teil der Verantwortung für Kindergarten und Primarschule.

Der Kanton legt Lehrpläne, Bildungsziele und Qualitätsstandards fest.

In zweisprachigen Regionen bestehen verschiedene Formen des Sprachaustauschs und bilingualer Bildung.

Mittelschulen

Bedeutende Mittelschulen sind:

  • Kollegium St. Michael;
  • Kollegium Heilig Kreuz;
  • Kollegium Gambach;
  • Kollegium des Südens in Bulle;
  • Interkantonales Gymnasium der Region Broye;
  • Fachmittelschulen und Berufsmaturitätsschulen.

Der Unterricht wird je nach Schule auf Französisch, Deutsch oder zweisprachig angeboten.

Universität Freiburg

Die Universität Freiburg wurde 1889 gegründet.[16]

Sie umfasst Fakultäten für:

  • Theologie;
  • Rechtswissenschaft;
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaften;
  • Geisteswissenschaften;
  • Naturwissenschaften und Medizin.

Die Universität ist für ihre deutsch-französische Zweisprachigkeit bekannt.

Viele Studienprogramme können vollständig auf Deutsch oder Französisch sowie in zweisprachiger Form absolviert werden.

Fachhochschulen

Die Freiburger Hochschulen gehören überwiegend zur Fachhochschule Westschweiz.

Zu ihnen gehören:

  • Hochschule für Technik und Architektur Freiburg;
  • Hochschule für Wirtschaft Freiburg;
  • Hochschule für Gesundheit Freiburg;
  • Hochschule für Soziale Arbeit Freiburg;
  • Pädagogische Hochschule beziehungsweise Institut für Lehrerinnen- und Lehrerbildung.

Forschungsschwerpunkte bestehen unter anderem in:

  • nachhaltigem Bauen;
  • Werkstofftechnik;
  • Informatik;
  • Energie;
  • Lebensmittelwissenschaft;
  • Gesundheit;
  • Sozialpolitik;
  • Mehrsprachigkeit.

Grangeneuve

Grangeneuve bei Posieux ist ein wichtiges Bildungs-, Beratungs- und Forschungszentrum für Landwirtschaft, Lebensmittel und Hauswirtschaft.

Dort befinden sich kantonale Ausbildungsangebote sowie Einrichtungen der landwirtschaftlichen Forschung und Beratung.

Gesundheitswesen

Das Freiburger Spital betreibt mehrere Standorte.

Der wichtigste Akutspitalstandort befindet sich in Freiburg.

Weitere Einrichtungen bestehen unter anderem in:

  • Riaz;
  • Meyriez;
  • Tafers;
  • Billens;
  • Marsens.

Das Freiburger Netzwerk für psychische Gesundheit bietet stationäre und ambulante psychiatrische Versorgung.

Weitere Gesundheitsangebote umfassen:

  • regionale Pflegeheime;
  • Spitex;
  • Rehabilitationskliniken;
  • private Kliniken;
  • Rettungsdienste;
  • ambulante medizinische Zentren.

Das starke Bevölkerungswachstum stellt die Gesundheitsversorgung vor Herausforderungen bei Personal, Infrastruktur und Finanzierung.

Kultur

Die Kultur des Kantons wird durch die Begegnung der deutschen und französischen Sprachgemeinschaften geprägt.

Regionale Identitäten wie Senseland, Greyerzerland, Broye und Seebezirk besitzen eine grosse Bedeutung.

Stadt Freiburg

Die Altstadt von Freiburg gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtlandschaften der Schweiz.

Bedeutende Sehenswürdigkeiten sind:

  • Kathedrale St. Nikolaus;
  • Zähringerbrücke;
  • Berner Brücke;
  • Mittlere Brücke;
  • Stadtmauer;
  • Bürglentor;
  • Murtentor;
  • Rathaus;
  • Unterstadt;
  • Augustinerkirche;
  • Abtei Magerau.

Die Altstadt erstreckt sich über den Felssporn und die tiefer gelegenen Quartiere an der Saane.

Greyerz

Das Städtchen Greyerz besitzt:

  • Schloss Greyerz;
  • mittelalterliche Hauptgasse;
  • Stadtmauer;
  • Kirche;
  • historische Bürgerhäuser.

Das Schloss dokumentiert die Geschichte der Grafen von Greyerz und der späteren freiburgischen Landvögte.

Im Ort befinden sich ausserdem das HR-Giger-Museum und verschiedene Kunstausstellungen.

Murten

Murten besitzt eine weitgehend erhaltene Ringmauer und eine historische Altstadt.

Bedeutende Bauwerke sind:

  • Schloss;
  • Berntor;
  • Ringmauer;
  • Französische Kirche;
  • Deutsche Kirche;
  • historische Laubenhäuser.

Die Stadt ist eng mit der Schlacht bei Murten von 1476 verbunden.

Romont

Romont liegt auf einem Hügel und besitzt eine mittelalterliche Stadtanlage.

Das Schloss beherbergt das Vitromusée, das Schweizerische Museum für Glasmalerei und Glaskunst.

Die Stiftskirche Notre-Dame-de-l’Assomption enthält bedeutende Glasfenster verschiedener Epochen.

Museen

Bedeutende Museen sind:

  • Museum für Kunst und Geschichte Freiburg;
  • Naturhistorisches Museum Freiburg;
  • Espace Jean Tinguely–Niki de Saint Phalle;
  • Schweizerisches Marionettenmuseum;
  • Schloss Greyerz;
  • Vitromusée Romont;
  • Museum Murten;
  • Römisches Museum Vallon;
  • Musée gruérien in Bulle;
  • Pfahlbaudorf Gletterens.

Musik und Festivals

Bedeutende Kulturveranstaltungen sind:

  • Internationales Filmfestival Freiburg;
  • Belluard Bollwerk;
  • Festival Les Georges;
  • Murten Classics;
  • Estivale Open Air;
  • Kilbi- und Alpabzugsfeste;
  • regionale Chor- und Blasmusiktreffen.

Chöre und Blasmusikvereine spielen besonders in ländlichen Gemeinden eine wichtige Rolle.

Brauchtum

Kilbi

Die Freiburger Kilbi, französisch Bénichon, ist eines der bekanntesten Feste des Kantons.

Ursprünglich handelte es sich um das Kirchweihfest und den Abschluss der landwirtschaftlichen Arbeiten und der Alpsaison.

Das traditionelle Kilbimenü kann mehrere Gänge umfassen:

  • Cuchaule mit Kilbisenf;
  • Bouillon;
  • Fleisch und Gemüse;
  • Lamm;
  • Schinken;
  • Meringues mit Doppelrahm;
  • Gebäck und Kaffee.

Die Kilbi wird je nach Region im Sommer oder Herbst gefeiert.

Alpabzug

In den Voralpen kehren die Viehherden am Ende des Sommers von den Alpen in die Dörfer zurück.

Bekannte Alpabzüge finden unter anderem statt in:

  • Charmey;
  • Albeuve;
  • Semsales;
  • Plaffeien;
  • Jaun.

Die Kühe werden mit Blumen, Glocken und Schmuck ausgestattet.

Musik, Märkte, Handwerk und regionale Produkte begleiten die Veranstaltungen.

Poya

Als Poya wird im Greyerzerland sowohl der Alpaufzug als auch eine traditionelle Form der Bauernmalerei bezeichnet.

Poya-Bilder zeigen den Zug der Kühe, Hirten und Geräte auf die Alp.

Sie wurden häufig über den Eingängen von Bauernhäusern angebracht.

Nikolausfest

Der heilige Nikolaus ist Patron der Stadt Freiburg und der Kathedrale.

Am ersten Dezemberwochenende findet ein grosses Nikolausfest statt.

Ein als Nikolaus verkleideter Darsteller zieht auf einem Esel durch die Stadt und hält vom Balkon der Kathedrale eine Ansprache.

Solennität von Murten

Die Solennität erinnert an die Schlacht bei Murten von 1476.

Schülerinnen und Schüler, Musikgesellschaften und Behörden nehmen an Umzügen und Gedenkveranstaltungen teil.

Das Fest verbindet historische Erinnerung mit lokaler Identität.

Natur- und Landschaftsschutz

Freiburg besitzt acht kantonale Naturschutzgebiete.[17]

Zu den bedeutenden Schutzgebieten gehören:

  • Südufer des Neuenburgersees;
  • Vanil Noir;
  • Sensegraben;
  • Pérollessee;
  • Lac de Lussy;
  • Auried;
  • Chablais;
  • verschiedene Moor- und Auenlandschaften.

Vanil Noir

Das Naturschutzgebiet Vanil Noir liegt in den Gemeinden Val-de-Charmey, Grandvillard und Bas-Intyamon.

Es umfasst Kalkgipfel, Felswände, Alpweiden, Wälder und alpine Rasen.

Im Gebiet leben unter anderem:

  • Steinböcke;
  • Gämsen;
  • Murmeltiere;
  • Steinadler;
  • seltene Alpenpflanzen.

Regionaler Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut

Der Regionale Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut umfasst Gebiete der Kantone Freiburg und Waadt.

Zum Freiburger Teil gehören Landschaften des Greyerzerlands und der Voralpen.

Der Park verbindet:

  • Naturschutz;
  • Landwirtschaft;
  • regionale Produkte;
  • Tourismus;
  • Kulturpflege;
  • nachhaltige Entwicklung.

Gewässerschutz

Murtensee, Neuenburgersee, Greyerzersee und weitere Gewässer wurden im 20. Jahrhundert durch Nährstoffeinträge und Siedlungsabwässer belastet.

Der Ausbau von Kläranlagen und strengere Umweltvorschriften verbesserten die Wasserqualität.

Herausforderungen bestehen weiterhin durch:

  • Landwirtschaft;
  • Mikroverunreinigungen;
  • Erwärmung der Seen;
  • invasive Arten;
  • Verlust natürlicher Ufer;
  • zunehmenden Freizeitdruck.

Wald

Rund 27 Prozent der Kantonsfläche sind mit Wald und Gehölzen bedeckt.[5]

Die Wälder erfüllen Aufgaben als:

  • Lebensraum;
  • Holzlieferant;
  • Erholungsgebiet;
  • Schutz vor Naturgefahren;
  • Wasserspeicher;
  • Kohlenstoffspeicher.

In den Voralpen schützen Wälder Siedlungen und Verkehrswege vor Lawinen, Steinschlag, Rutschungen und Erosion.

Naturgefahren

Der Kanton ist verschiedenen Naturgefahren ausgesetzt.

Dazu gehören:

  • Hochwasser;
  • Rutschungen;
  • Murgänge;
  • Steinschlag;
  • Lawinen;
  • Sturm;
  • Seeufererosion.

Besonders betroffen sind Gebiete entlang von Saane, Sense, Broye und kleineren Voralpenbächen.

Der Kanton erstellt Gefahrenkarten und betreibt:

  • Flussverbauungen;
  • Rückhaltebecken;
  • Geschiebesammler;
  • Schutzwälder;
  • Lawinenverbauungen;
  • Warn- und Überwachungssysteme.

Der Klimawandel kann Hochwasser, Trockenheit, Waldbrandgefahr und Hanginstabilität verstärken.

Sport und Freizeit

Der Kanton bietet Sportmöglichkeiten an Seen, im Mittelland und in den Voralpen.

Beliebt sind:

  • Wandern;
  • Velofahren;
  • Mountainbike;
  • Segeln;
  • Rudern;
  • Schwimmen;
  • Skifahren;
  • Langlauf;
  • Schneeschuhwandern;
  • Klettern;
  • Gleitschirmfliegen.

Bedeutende Wintersportgebiete sind:

  • Schwarzsee;
  • Moléson;
  • Charmey;
  • Jaun;
  • Les Paccots;
  • La Berra.

Eishockey

Der HC Fribourg-Gottéron ist der bekannteste Sportverein des Kantons.

Der Klub spielt in der höchsten Schweizer Eishockeyliga und trägt seine Heimspiele in der BCF-Arena in Freiburg aus.

Der Drachen ist das traditionelle Symbol des Vereins.

Basketball

Freiburg Olympic gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Basketballvereinen.

Im Frauenbasketball ist Elfic Fribourg national bedeutend.

Fussball

Zu den bekannten Fussballvereinen gehören:

  • FC Freiburg;
  • FC Bulle;
  • FC Portalban-Gletterens;
  • FC Murten;
  • zahlreiche regionale Amateurvereine.

Murtenlauf

Der Murtenlauf führt von Murten nach Freiburg.

Er erinnert an den Überlieferungsbericht eines Boten, der nach der Schlacht bei Murten die Nachricht vom Sieg nach Freiburg gebracht haben soll.

Der Volkslauf gehört zu den traditionsreichsten Laufveranstaltungen der Schweiz.

Küche und regionale Produkte

Die Freiburger Küche verbindet bäuerliche Traditionen, Käseproduktion und Einflüsse der deutschen und französischen Schweiz.

Fondue moitié-moitié

Das Fondue moitié-moitié gilt als bekanntestes Freiburger Gericht.

Es besteht grundsätzlich zu gleichen Teilen aus:

  • Le Gruyère AOP;
  • Vacherin Fribourgeois AOP.

Die Käsemischung wird mit Weisswein, Knoblauch und je nach Rezept weiteren Zutaten zubereitet.

Cuchaule und Kilbisenf

Die Cuchaule ist ein leicht süsses Safranbrot.

Sie wird traditionell mit dem süss-würzigen Kilbisenf, französisch moutarde de Bénichon, serviert.

Die Cuchaule besitzt eine geschützte Ursprungsbezeichnung.

Meringues und Doppelrahm

Meringues werden häufig mit Greyerzer Doppelrahm serviert.

Der besonders fettreiche Rahm wird traditionell in einem hölzernen Gefäss, dem sogenannten Chalet, auf den Tisch gebracht.

Poire à Botzi

Die Poire à Botzi ist eine kleine Freiburger Birnensorte.

Sie wird häufig gekocht und zu Fleischgerichten des Kilbimenüs serviert.

Die Sorte besitzt eine geschützte Ursprungsbezeichnung.

Weitere Spezialitäten

Weitere regionale Produkte sind:

  • Jambon de la Borne;
  • Freiburger Bricelets;
  • Anisgebäck;
  • Greyerzer Alpkäse;
  • Vully-Weine;
  • Murtensee-Fische;
  • Schokolade;
  • regionale Biere;
  • Kräuterprodukte.

Bedeutung innerhalb der Schweiz

Freiburg besitzt innerhalb der Schweiz eine besondere Stellung als Verbindung zwischen deutscher und französischer Sprach- und Kulturregion.

Der Kanton verbindet:

  • Romandie und Deutschschweiz;
  • Mittelland und Voralpen;
  • Landwirtschaft und Industrie;
  • katholische Tradition und moderne Hochschulbildung;
  • historische Stadtlandschaften und schnell wachsende Agglomerationen.

Der Beitritt Freiburgs zur Eidgenossenschaft im Jahr 1481 stärkte die Verbindung zwischen den westlichen Gebieten und den älteren eidgenössischen Orten.

Die Zweisprachigkeit prägt Verwaltung, Bildung, Politik und Alltag.

Die Landwirtschaft und die international bekannten Käseprodukte tragen wesentlich zum Bild Freiburgs bei.

Die Universität Freiburg besitzt eine besondere nationale Bedeutung als deutsch-französische Hochschule.

Siehe auch

Literatur

  • Historisches Lexikon der Schweiz: Freiburg (Kanton).
  • Gaston Castella: Histoire du canton de Fribourg. Freiburg.
  • Roland Ruffieux (Hrsg.): Histoire du canton de Fribourg. Freiburg.
  • Nicolas Morard: Publikationen zur mittelalterlichen Wirtschafts- und Sozialgeschichte Freiburgs.
  • Jean-Pierre Dorand: Publikationen zur politischen Geschichte des Kantons Freiburg.
  • Staatsarchiv Freiburg: Quellen und Publikationen zur Kantonsgeschichte.
  • Société d’histoire du canton de Fribourg: Annales fribourgeoises.
  • Deutscher Geschichtsforschender Verein des Kantons Freiburg: Freiburger Geschichtsblätter.
  • Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte: Die Kunstdenkmäler des Kantons Freiburg.
  • Amt für Statistik und Daten: Der Kanton Freiburg in Zahlen.

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Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Freiburg (Kanton), Historisches Lexikon der Schweiz, Version vom 9. März 2023, abgerufen am 21. Juli 2026.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Verfassung des Kantons Freiburg vom 16. Mai 2004, insbesondere Art. 1, 2 und 6, Freiburger Gesetzgebung, abgerufen am 21. Juli 2026.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 3,7 3,8 Der Kanton Freiburg in Zahlen 2025, Amt für Statistik und Daten des Kantons Freiburg, S. 5–6, abgerufen am 21. Juli 2026.
  4. 4,0 4,1 Stand und Entwicklung der Bevölkerung, Amt für Statistik und Daten des Kantons Freiburg, Version vom 22. Mai 2026, abgerufen am 21. Juli 2026.
  5. 5,0 5,1 5,2 Bodennutzung und Bodenbedeckung, Amt für Statistik und Daten des Kantons Freiburg, Version vom 4. Februar 2026, abgerufen am 21. Juli 2026.
  6. Die sieben Oberämter des Kantons Freiburg, Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.
  7. 7,0 7,1 7,2 Den Grossen Rat entdecken, Grosser Rat des Kantons Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.
  8. 8,0 8,1 Staatsrat des Kantons Freiburg, Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.
  9. Freiburg, der Kanton an der Sprachgrenze, Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.
  10. Die Flagge des Rathauses, Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.
  11. Corporate Design des Staates Freiburg, Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.
  12. Die Seen des Kantons Freiburg, Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.
  13. Aufgaben und Kompetenzen der Oberamtsperson, Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.
  14. Der Staatswald Galm, Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.
  15. Personenverkehr, Amt für Statistik und Daten des Kantons Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.
  16. 16,0 16,1 Universität Freiburg, Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.
  17. Die Naturschutzgebiete des Kantons Freiburg, Staat Freiburg, abgerufen am 21. Juli 2026.