S31 (S-Bahn Basel)

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Die S31 ist eine Verstärkerlinie der S-Bahn Basel auf der Verbindung zwischen Basel SBB und Laufen. Sie verkehrt seit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2025 unter der eigenen Linienbezeichnung S31 und ergänzt während der Hauptverkehrszeiten die reguläre S3. Betreiberin ist die Schweizerische Bundesbahnen (SBB).

Die Linie führt von Basel durch das Birstal über Basel Dreispitz, Münchenstein, Dornach-Arlesheim, Aesch BL, Duggingen, Grellingen und Zwingen nach Laufen. Der Linienweg umfasst neun Stationen; die konkrete Haltepolitik einzelner Verstärkerzüge kann je nach Fahrplanlage abweichen.[1]

S31
System S-Bahn Basel
Betreiber Schweizerische Bundesbahnen (SBB)
Strecke Basel SBBLaufen
Bahnstrecke Jurabahn
Verkehr Verstärkerzüge in den Hauptverkehrszeiten
Linienbezeichnung seit 14. Dezember 2025
Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft
Tarifverbund Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW)

Linienführung

Die S31 beginnt im Bahnhof Basel SBB, dem wichtigsten Eisenbahnknoten der Nordwestschweiz. Von dort folgt sie der Jurabahn zunächst in südöstlicher Richtung.

Nach wenigen Minuten erreicht sie die Haltestelle Basel Dreispitz. Diese erschliesst das Dreispitzareal an der Grenze zwischen Basel und Münchenstein und bietet Anschlüsse an das Tram- und Busnetz.

Anschliessend führt die Strecke über Münchenstein nach Dornach-Arlesheim. Der Bahnhof bildet einen bedeutenden Umsteigepunkt für die Gemeinden Arlesheim im Kanton Basel-Landschaft und Dornach im Kanton Solothurn.

Weiter südlich erreicht die S31 Aesch BL. Danach folgt die Bahn dem zunehmend enger werdenden Tal der Birs über Duggingen und Grellingen nach Zwingen.

Endpunkt der Linie ist Laufen, das regionale Zentrum des Laufentals. Im Bahnhof Laufen bestehen Anschlüsse an weitere Regional- und Fernverkehrszüge in Richtung Delémont, Biel/Bienne und Basel.

Stationen

Der Linienweg der S31 umfasst folgende Stationen:[1]

Nr. Bahnhof oder Haltestelle Kanton
1 Basel SBB Basel-Stadt
2 Basel Dreispitz Basel-Stadt
3 Münchenstein Basel-Landschaft
4 Dornach-Arlesheim Basel-Landschaft
5 Aesch BL Basel-Landschaft
6 Duggingen Basel-Landschaft
7 Grellingen Basel-Landschaft
8 Zwingen Basel-Landschaft
9 Laufen Basel-Landschaft

Bei einzelnen Verstärkerzügen können sich die Halte abhängig vom jeweiligen Jahresfahrplan unterscheiden.

Betrieb

Die S31 ist keine ganztägig verkehrende Grundangebotslinie, sondern dient als zusätzliche Verbindung während der Zeiten mit hoher Nachfrage.

Im Fahrplanjahr 2026 verkehren die S31-Züge vor allem an Werktagen während der morgendlichen und nachmittäglichen Hauptverkehrszeit. Am Morgen liegt der Schwerpunkt auf Fahrten von Laufen in Richtung Basel, am Nachmittag beziehungsweise frühen Abend auf Fahrten von Basel nach Laufen.[2]

Die SBB bezeichnet die S31 ausdrücklich als Zusatz-S-Bahn zwischen Basel SBB und Laufen. Sie ergänzt auf demselben Streckenabschnitt die S3.[2]

Die Fahrzeit über die gesamte Strecke beträgt bei den regulären S31-Verbindungen rund eine halbe Stunde.

Verhältnis zur S3

Die S3 bildet das Grundangebot auf der Strecke durch das Laufental.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 verkehrt sie grundsätzlich auf der Relation:

OltenSissachLiestalBasel SBBLaufen.[2]

Die S31 ergänzt die S3 zwischen Basel SBB und Laufen zu den nachfragestärksten Zeiten. Dadurch entstehen zusätzliche Kapazitäten für Pendlerinnen und Pendler aus dem Laufental, dem unteren Birstal und den südlichen Agglomerationsgemeinden Basels.

Im Unterschied zur S3 fährt die S31 nicht über Basel SBB hinaus in Richtung Liestal und Olten.

Einführung der Linienbezeichnung

Die heutigen S31-Züge sind nicht vollständig neu entstanden. Bereits vor dem Fahrplanjahr 2026 verkehrten auf der Strecke Basel–Laufen zusätzliche S-Bahn-Züge während der Hauptverkehrszeiten.

Mit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2025 führte die SBB für verschiedene solche Verstärkerangebote in der Region Basel eigene Liniennummern ein.[2]

Neben der S31 wurden dabei auch die Bezeichnungen:

  • S11 für zusätzliche Züge zwischen Basel SBB und Stein-Säckingen beziehungsweise teilweise Laufenburg;
  • S32 für einen beschleunigten morgendlichen Verstärkerzug zwischen Sissach und Basel SBB

eingeführt.

Die S31 machte damit ein zuvor hauptsächlich über einzelne Zugverbindungen wahrgenommenes Zusatzangebot im Liniennetz der S-Bahn Basel klar erkennbar.

Fahrplan 2026

Der Fahrplan 2026 gilt vom 14. Dezember 2025 bis zum 12. Dezember 2026.

Für den Korridor Basel–Laufen wurde das regionale Angebot im Zusammenhang mit einer umfassenden Neuordnung des Bahnverkehrs in der Nordwestschweiz angepasst.

Das Amt für Mobilität des Kantons Basel-Stadt beschrieb die S31 im Rahmen des Fahrplanverfahrens ausdrücklich als:

Zusatzzüge Basel–Laufen und umgekehrt in den Hauptverkehrszeiten.[3]

Die Einführung der Linienbezeichnung erfolgte gleichzeitig mit weiteren grösseren Änderungen im regionalen Eisenbahnangebot.

Dazu gehörten insbesondere die Einführung der S33 zwischen Basel SBB und Liestal sowie ein neues Fernverkehrsangebot zwischen Basel und Biel/Bienne.

Bedeutung für das Laufental

Die S31 ist vor allem für den Pendlerverkehr aus dem Laufental in die Agglomeration Basel von Bedeutung.

Laufen und Zwingen verfügen über eine grosse Zahl von Pendlerinnen und Pendlern, deren Arbeits- oder Ausbildungsort im Raum Basel liegt. Auch die Gemeinden Grellingen, Duggingen und Aesch sind eng mit dem Basler Arbeitsmarkt verbunden.

Die zusätzlichen S31-Züge erhöhen während der Hauptverkehrszeit die verfügbare Kapazität auf diesem Korridor und reduzieren die Belastung der regulären S3-Verbindungen.

Auch die direkten Halte in Münchenstein, Dornach-Arlesheim und Basel Dreispitz sind für den regionalen Verkehr wichtig, da zahlreiche Fahrgäste ihr Ziel ausserhalb des Basler Hauptbahnhofs erreichen können.

Bahnhof Basel Dreispitz

Die Haltestelle Basel Dreispitz wurde 2006 eröffnet und liegt zwischen Basel SBB und Münchenstein.

Sie erschliesst das grosse Dreispitzareal sowie angrenzende Wohn-, Gewerbe-, Bildungs- und Freizeitgebiete.

Durch den Halt der S31 erhalten diese Gebiete während der Hauptverkehrszeiten zusätzliche Direktverbindungen mit dem Birstal und Laufental.

Am Dreispitz bestehen Anschlüsse an mehrere Tram- und Buslinien.

Dornach-Arlesheim

Dornach-Arlesheim gehört zu den wichtigsten Zwischenstationen auf dem Linienweg.

Der Bahnhof befindet sich im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Solothurn und erschliesst sowohl Arlesheim als auch Dornach.

In unmittelbarer Umgebung liegt die Endstation der BLT-Tramlinie 10. Damit bestehen direkte Umsteigemöglichkeiten zwischen S-Bahn und Tram in Richtung Basel, Münchenstein, Arlesheim und weitere Gemeinden.

Aesch BL

Der Bahnhof Aesch BL liegt im inneren Teil des Birstalkorridors.

Die Gemeinde Aesch gehört zum dicht besiedelten Agglomerationsraum Basel. Die Nachfrage im öffentlichen Verkehr ist entsprechend hoch.

Die S31 ergänzt hier die S3 und schafft während der Hauptverkehrszeit zusätzliche Verbindungen nach Basel.

Für den Abschnitt Basel SBB–Aesch ist langfristig ein noch dichteres S-Bahn-Angebot vorgesehen.

Jurabahn

Die S31 benutzt die Jurabahn, eine der wichtigsten Bahnverbindungen zwischen Basel und dem Schweizer Jura.

Die Strecke führt von Basel durch das Birstal über Laufen und Delémont weiter in Richtung Biel/Bienne.

Neben der S31 und S3 wird sie von Fernverkehrszügen benutzt. Seit dem Fahrplanwechsel 2025/2026 besteht zwischen Basel und Biel/Bienne ein Halbstundentakt im Fernverkehr: abwechselnd verkehren der IC51 und der von der BLS betriebene IR56.[2]

Zwischen Basel und Laufen teilen sich damit S-Bahn-, Regional- und Fernverkehrszüge dieselbe stark beanspruchte Eisenbahnachse.

Infrastruktur

Die hohe Zahl von Zügen auf der Jurabahn erfordert eine leistungsfähige Infrastruktur.

Ein wichtiger Ausbau war die Doppelspur zwischen Grellingen und Duggingen. Solche Kapazitätserweiterungen sind notwendig, um zusätzliche S-Bahn-Züge und den verdichteten Fernverkehr zuverlässig auf derselben Strecke führen zu können.

Auch im Raum Basel wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Arbeiten am Bahnnetz durchgeführt.

Die Einführung beziehungsweise Kennzeichnung der zusätzlichen S31-Verbindungen ist Teil der schrittweisen Weiterentwicklung des regionalen Bahnangebots in der Nordwestschweiz.

Trinationale S-Bahn Basel

Die S31 gehört zum Netz der trinationalen S-Bahn Basel, das unter der Marke trireno gemeinsam weiterentwickelt wird.

Das Netz umfasst Bahnverbindungen in:

  • der Nordwestschweiz;
  • dem französischen Elsass;
  • dem deutschen Südbaden.

Die S31 selbst verkehrt vollständig innerhalb der Schweiz.

Trireno verfolgt langfristig das Ziel, die inneren S-Bahn-Korridore der Region Basel dichter zu bedienen und mehr durchgehende Verbindungen über die heutigen Endbahnhöfe hinaus zu schaffen.[4]

Geplanter Ausbau Basel–Aesch

Für den Abschnitt zwischen Basel SBB und Aesch ist eine weitere Verdichtung des Angebots vorgesehen.

Nach der aktuellen Planung von trireno soll die S33 ab dem Horizont 2028 über Basel SBB hinaus nach Aesch verlängert werden. Zusammen mit den übrigen S-Bahn-Verbindungen soll dadurch auf diesem stark belasteten Abschnitt ein 15-Minuten-Takt entstehen.[4]

Das Projekt zeigt die besondere Bedeutung des Birstalkorridors für die zukünftige Entwicklung des öffentlichen Verkehrs im Raum Basel.

Zukünftige Durchbindung des Laufentals

Langfristig soll das heutige S-Bahn-Angebot des Laufentals stärker über Basel hinaus durchgebunden werden.

Trireno plant im Horizont 2030/2031 eine neue Linie S4 auf der Relation:

Laufen – Basel SBB – Basel St. Johann – Saint-Louis.[4]

Später soll diese Linie mit der geplanten Bahnanbindung bis zum EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg verlängert werden.

Damit würde das Laufental eine direkte grenzüberschreitende Verbindung über die Basler Innenstadt in das französische Elsass und zum Flughafen erhalten.[5]

Die heutigen S31-Verstärkerzüge sind damit Teil eines Korridors, dessen Angebot in den kommenden Jahren schrittweise weiter ausgebaut werden soll.

Tarif

Die gesamte Strecke der S31 liegt im Gebiet des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW).

Für Fahrten innerhalb des Verbundgebiets gelten die entsprechenden Zonenbillette und Abonnemente, darunter das U-Abo.

Am Bahnhof Basel SBB bestehen Anschlüsse an den nationalen und internationalen Fernverkehr sowie an das Tram- und Busnetz von Basel.

Besonderheiten

Die S31 unterscheidet sich von den meisten anderen Linien der S-Bahn Basel dadurch, dass sie ausschliesslich als Verstärkerangebot betrieben wird.

Sie besitzt keinen ganztägigen regelmässigen Takt, sondern konzentriert sich auf jene Tageszeiten, in denen besonders viele Reisende zwischen dem Laufental und Basel unterwegs sind.

Eine weitere Besonderheit ist die erst seit Dezember 2025 verwendete Liniennummer. Das zugrunde liegende Konzept zusätzlicher Hauptverkehrszeit-Züge ist älter; mit der Bezeichnung S31 wurde das Angebot jedoch erstmals als eigenständige Linie im Netzplan sichtbar.

Die Nummer S31 darf zudem nicht mit der gleichnamigen Linie der S-Bahn Bern verwechselt werden. Beide Linien gehören zu unterschiedlichen S-Bahn-Systemen und haben betrieblich keinen Zusammenhang.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Liniennetzplan trireno, gültig ab 14. Dezember 2025, trireno, abgerufen am 10. August 2026.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Fahrplan 2026: grösster Angebotsausbau in der Nordwestschweiz seit 20 Jahren, Schweizerische Bundesbahnen, 21. Mai 2025, abgerufen am 10. August 2026.
  3. Fahrplan 2026 – wichtigste Änderungen im Kanton Basel-Stadt, Amt für Mobilität Basel-Stadt, abgerufen am 10. August 2026.
  4. 4,0 4,1 4,2 Angebotsentwicklung der trinationalen S-Bahn Basel, trireno, abgerufen am 10. August 2026.
  5. S-Bahn-Verbindung zum EuroAirport mit den Linien S2 und S4, trireno, abgerufen am 10. August 2026.