Museum Rietberg

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Museum Rietberg ist ein Kunstmuseum der Stadt Zürich mit Sammlungen aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien. Es befindet sich im Rieterpark im Quartier Enge des Kreises 2. Das 1952 eröffnete Museum gehört zu den bedeutenden Kulturinstitutionen Zürichs und ist das wichtigste Schweizer Kunstmuseum mit einem Schwerpunkt auf aussereuropäischen Kulturen.

Grundlage des Museums war die Sammlung des deutsch-schweizerischen Bankiers und Kunstsammlers Eduard von der Heydt. Heute umfasst der Bestand rund 85'000 Inventarnummern, darunter etwa 28'000 Kunstwerke und rund 57'000 historische und dokumentarische Fotografien.[1]

Das Museum verteilt sich auf mehrere historische Gebäude im Rieterpark sowie auf den 2007 eröffneten, überwiegend unterirdischen Erweiterungsbau Smaragd.

Museum Rietberg
Ort Zürich
Quartier Enge
Stadtkreis Kreis 2
Art Kunstmuseum
Schwerpunkte Kunst aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien
Eröffnung 24. Mai 1952
Grundstock der Sammlung Sammlung Eduard von der Heydt
Hauptgebäude Villa Wesendonck
Erweiterungsbau Smaragd, 2007
Adresse Gablerstrasse 15
8002 Zürich
Trägerschaft Stadt Zürich
Website rietberg.ch

Lage

Das Museum liegt im rund um die historischen Villen angelegten Rieterpark oberhalb des linken Ufers des Zürichsees. Das Gelände gehört zum Quartier Enge und liegt südlich des Zürcher Stadtzentrums.

Der weitläufige Park bildet einen wesentlichen Bestandteil des Museumsensembles. Zwischen altem Baumbestand und grossen Wiesen liegen die Villa Wesendonck, die Villa Schönberg, die Park-Villa Rieter, die Remise sowie weitere Gebäude des Museums.

Der Rieterpark ist öffentlich zugänglich und gehört zu den bedeutenden historischen Landschaftsgärten Zürichs. Villa und Park wurden ursprünglich als zusammenhängendes Ensemble geplant.[2]

Geschichte

Villa Wesendonck

Die Geschichte des heutigen Museumsareals ist eng mit dem Kaufmann und Mäzen Otto Wesendonck und seiner Frau Mathilde Wesendonck verbunden.

Otto und Mathilde Wesendonck liessen zwischen 1855 und 1857 eine repräsentative Villa im neoklassizistischen Stil errichten. Architekt war der Zürcher Baumeister Leonhard Zeugheer. Gleichzeitig gestaltete der Gartenarchitekt Theodor Froebel die umgebende Parkanlage.[2]

Die Villa wurde als Villa Wesendonck bekannt. Das Ehepaar gehörte im Zürich des 19. Jahrhunderts zu den bedeutenden Förderern von Kunst und Kultur. Zu seinem Umfeld gehörten bekannte Persönlichkeiten aus Musik, Literatur und Architektur.

Besonders bekannt ist die Verbindung der Familie zu Richard Wagner. Der Komponist lebte 1857 und 1858 in einem Gebäude auf dem Wesendonck-Gut. Seine Beziehung zu Mathilde Wesendonck wurde zu einem wichtigen Kapitel seiner Zürcher Jahre. Fünf ihrer Gedichte vertonte Wagner als die sogenannten Wesendonck-Lieder. Auch an der Oper Tristan und Isolde arbeitete er während seines Aufenthalts auf dem Anwesen.[2]

1871 ging die Villa in den Besitz der Familie Rieter-Rothpletz über. Der heutige Name Rieterpark geht auf diese Familie zurück.

Erwerb durch die Stadt Zürich

1945 kaufte die Stadt Zürich die Villa Wesendonck und den Rieterpark. Damit wurde das zuvor private Anwesen dauerhaft für die Öffentlichkeit gesichert.

Am 9. November 1945 beschloss der Zürcher Stadtrat, die Villa künftig als Museum zu nutzen. Entscheidend für die Gründung des Museums war die Sammlung des Bankiers Eduard von der Heydt.

Am 16. Januar 1946 schlossen von der Heydt und die Stadt Zürich einen Leih- und Erbvertrag. Der Sammler stellte der Stadt einen umfangreichen Bestand aussereuropäischer Kunst zur Verfügung.[3]

Am 3. Juli 1949 stimmte die Zürcher Bevölkerung dem Umbau der Villa Wesendonck in ein Museum und dem dafür erforderlichen Kredit zu.[3]

Eröffnung 1952

Von 1951 bis 1952 wurde die Villa unter Leitung des Architekten Alfred Gradmann für die neue Museumsnutzung umgebaut.[4]

Am 24. Mai 1952 wurde das Museum als Museum Rietberg der Stadt Zürich eröffnet.

Erster Direktor war der Schweizer Künstler und Kunstpädagoge Johannes Itten, der das Museum bis 1956 leitete. Itten hatte sich bereits vor der Eröffnung für die öffentliche Präsentation aussereuropäischer Kunst in Zürich eingesetzt.[5]

Auf Johannes Itten folgte 1956 die Kunsthistorikerin und Ethnologin Elsy Leuzinger. Sie gehörte zu den ersten Frauen an der Spitze eines bedeutenden Schweizer Museums. Unter ihrer Leitung wurde die Sammlung insbesondere im Bereich der afrikanischen Kunst weiter ausgebaut.[5]

Von 1973 bis 1998 leitete Eberhard Fischer das Museum, von 1998 bis 2019 Albert Lutz. Seit 2019 steht das Museum unter der Leitung von Annette Bhagwati.

Eduard von der Heydt und die Gründungssammlung

Eduard von der Heydt wurde 1882 in Elberfeld geboren und war als Bankier und Kunstsammler tätig. Besonders in den 1920er- und 1930er-Jahren baute er eine umfangreiche Sammlung auf.

Er sammelte Kunstwerke aus unterschiedlichen Regionen der Welt und vertrat die Vorstellung, Kunst verschiedener Kulturen als gleichwertige Ausdrucksformen menschlichen Schaffens zu betrachten.

Der Grundstock des Museum Rietberg bestand aus rund 1600 Objekten seiner Sammlung.[1]

Vertreten waren unter anderem indische Skulpturen und Bronzen, buddhistische Kunst, chinesische Werke sowie Kunst aus Afrika, Amerika und Ozeanien.

Nach der Gründung wurde der Museumsbestand durch zahlreiche Schenkungen, Legate und Ankäufe erheblich erweitert.

Die Person Eduard von der Heydts und die Entstehung seiner Sammlung werden inzwischen auch unter dem Gesichtspunkt der Provenienzgeschichte kritisch erforscht. Dazu gehören Fragen nach den früheren Eigentümerinnen und Eigentümern, nach Kunsthandel, kolonialen Kontexten und den politischen Rahmenbedingungen des 20. Jahrhunderts.

Sammlung

Das Museum Rietberg besitzt eine umfangreiche Sammlung von Kunstwerken und kulturhistorischen Objekten aus verschiedenen Regionen der Welt.

Die vier grossen geografischen Schwerpunkte sind:

  • Asien
  • Afrika
  • Amerika
  • Ozeanien

Nach Angaben des Museums umfasst der gesamte Bestand rund 85'000 Inventarnummern. Etwa 28'000 davon betreffen Kunstwerke, rund 57'000 dokumentarische Fotografien.[1]

Innerhalb der Kunstsammlung entfallen nach den Bestandsangaben des Museums unter anderem rund 9800 Inventarnummern auf Indien, 4900 auf Japan, 3200 auf China, 3000 auf Afrika, 2500 auf Süd- und Mittelamerika und rund 1700 auf Südostasien.[1]

Asiatische Kunst

Asiatische Kunst bildet einen besonders umfangreichen Bereich der Sammlung.

Indien und Südasien

Die Indien-Sammlung umfasst Skulpturen, Bronzen, Malereien, Textilien und weitere Kunstwerke aus unterschiedlichen Epochen und Regionen.

Zu den bekanntesten Werken des Museums gehören Darstellungen hinduistischer und buddhistischer Gottheiten. Besonders bedeutend sind Bronzen aus Südindien sowie indische Miniaturmalereien.

Der Bestand an indischer Malerei umfasst mehr als 2000 Werke und gehört zu den bedeutenden Sammlungen dieses Gebiets ausserhalb Indiens.

China

Die chinesische Sammlung enthält unter anderem buddhistische Skulpturen, Malereien, Keramik und weitere Kunstwerke.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf religiöser Kunst sowie auf der chinesischen Malerei. Ergänzt wird der Bestand durch Objekte aus verschiedenen historischen Perioden.

Japan

Die japanische Sammlung umfasst buddhistische Kunst, Malerei, Skulpturen, Druckgrafik und kunsthandwerkliche Objekte.

Auch religiöse Traditionen wie Buddhismus und Shintō sowie unterschiedliche Formen japanischer Bildkultur werden in Ausstellungen und Forschungsprojekten behandelt.

Südostasien

Zur Südostasien-Sammlung gehören Kunstwerke aus Regionen und heutigen Staaten wie Thailand, Kambodscha, Myanmar, Indonesien und Vietnam.

Bedeutend sind insbesondere buddhistische und hinduistische Skulpturen sowie Objekte, die den kulturellen Austausch zwischen Indien und Südostasien dokumentieren.

Afrikanische Kunst

Die Afrika-Sammlung umfasst mehrere Tausend Objekte aus verschiedenen Regionen des Kontinents.

Dazu gehören Skulpturen, Masken, Schmuck, Alltags- und Ritualobjekte sowie andere Werke. Besonders gut vertreten sind Kunsttraditionen West- und Zentralafrikas.

Viele Objekte gelangten im 20. Jahrhundert über europäische Sammlerinnen und Sammler sowie über den internationalen Kunsthandel nach Zürich.

Die Geschichte ihrer Erwerbung ist deshalb ein wichtiger Schwerpunkt der heutigen Provenienzforschung.

Kunst aus Amerika

Die Amerika-Sammlung umfasst vor allem Kunst und archäologische Objekte aus Mittel- und Südamerika.

Vertreten sind sowohl präkolumbische Kulturen als auch Werke späterer Epochen. Zu den Beständen gehören unter anderem Keramik, Skulpturen, Textilien und rituelle Objekte.

Archäologische und kunsthistorische Forschung spielen bei der wissenschaftlichen Bearbeitung dieses Sammlungsbereichs eine wichtige Rolle.

Ozeanien

Die Ozeanien-Sammlung enthält Kunstwerke aus verschiedenen Regionen des Pazifiks.

Dazu zählen Skulpturen, Masken, Schmuck und zeremonielle Gegenstände. Wie bei den afrikanischen und amerikanischen Beständen werden auch hier Herkunft, Erwerbungswege und kolonialhistorische Zusammenhänge zunehmend wissenschaftlich untersucht.

Fotosammlung

Neben den Kunstwerken besitzt das Museum eine umfangreiche historische Fotosammlung mit rund 57'000 Inventarnummern.[1]

Die Fotografien dokumentieren unter anderem Kunstwerke, Reisen, Ausgrabungen, Sammlerinnen und Sammler sowie kulturelle und gesellschaftliche Situationen in unterschiedlichen Regionen der Welt.

Historische Fotografien werden heute nicht nur als Dokumente, sondern auch als eigenständige Forschungsobjekte betrachtet. Dabei spielen insbesondere die Bedingungen ihrer Entstehung und koloniale Bildtraditionen eine wichtige Rolle.

Museumsgebäude

Das Museum Rietberg besteht aus mehreren Gebäuden, die gemeinsam ein aussergewöhnliches Museumsensemble bilden.

Villa Wesendonck

Die Villa Wesendonck ist das historische Hauptgebäude des Museums. Sie wurde von 1855 bis 1857 von Leonhard Zeugheer für Otto und Mathilde Wesendonck errichtet.

Der neoklassizistische Bau bildet zusammen mit dem Rieterpark eines der bedeutenden erhaltenen grossbürgerlichen Ensembles des 19. Jahrhunderts in Zürich.

Nach dem Umbau von 1951 bis 1952 wurde die Villa zum Kern des neuen Museums.

Heute werden ihre historischen Räume weiterhin für die Präsentation von Teilen der Sammlung genutzt.

Villa Schönberg

Die benachbarte Villa Schönberg ist ebenfalls Teil des Museumsensembles.

Die Stadt Zürich erwarb das vom Abbruch bedrohte Gebäude 1976. Nach einer Renovierung wurde es 1978 als Erweiterung des Museum Rietberg eröffnet.

Heute befinden sich dort unter anderem Einrichtungen des Museums und die wissenschaftliche Bibliothek.

Park-Villa Rieter

Die Park-Villa Rieter an der Seestrasse gehört ebenfalls zum Museum. Sie wird unter anderem für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Die historischen Villen verdeutlichen die Entwicklung des Rieterparks als grossbürgerliches Wohn- und Landschaftsensemble des 19. Jahrhunderts.

Remise

Die frühere Remise des Anwesens wurde ebenfalls in den Museumsbetrieb integriert. Sie dient verschiedenen betrieblichen und kulturellen Funktionen.

Erweiterungsbau Smaragd

Mit dem Wachstum der Sammlung und der zunehmenden Zahl von Sonderausstellungen reichten die vorhandenen Räume in den historischen Villen langfristig nicht mehr aus.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde deshalb eine umfangreiche Erweiterung geplant. Dabei bestand die besondere Herausforderung darin, neue Ausstellungsflächen zu schaffen, ohne den denkmalgeschützten Charakter des Rieterparks wesentlich zu beeinträchtigen.

Den Architekturwettbewerb gewannen Alfred Grazioli und Adolf Krischanitz.

Der neue Erweiterungsbau wurde grösstenteils unterirdisch angelegt. Dadurch konnten grosszügige moderne Ausstellungssäle geschaffen werden, ohne ein grosses zusätzliches Gebäude in den historischen Park zu setzen.

Am 17. Februar 2007 wurde der Erweiterungsbau eröffnet.[6]

Von aussen ist insbesondere der gläserne Eingangsbau sichtbar. Er wird Smaragd genannt. Seine grünlich schimmernde Glasgestaltung erinnert an die Struktur eines Edelsteins.

Die Bezeichnung nimmt zugleich Bezug auf die mit dem früheren Anwesen verbundene Kulturgeschichte und auf die Wesendonck-Lieder Richard Wagners.

Durch den Erweiterungsbau wurde die verfügbare Ausstellungsfläche des Museums mehr als verdoppelt.

Rieterpark

Der Rieterpark bildet den landschaftlichen Rahmen des Museums. Er gehört zu den grössten historischen Landschaftsparks innerhalb Zürichs.

Die Anlage geht im Wesentlichen auf den Gartenkünstler Theodor Froebel zurück, der den Park gleichzeitig mit dem Bau der Villa Wesendonck gestaltete.

Kennzeichnend sind weitläufige Wiesen, alte Solitärbäume, Baumgruppen und Sichtachsen. Von verschiedenen Stellen bietet sich ein Blick über die Stadt und den Zürichsee bis zu den Alpen.

Nach rund neunzig Jahren in Privatbesitz ging der Park 1945 an die Stadt Zürich über und wurde öffentlich zugänglich.[2]

Das Ensemble aus Park und Villen steht unter Denkmalschutz beziehungsweise ist als bedeutendes historisches Gartendenkmal geschützt.

Ausstellungen

Das Museum zeigt sowohl permanente Präsentationen seiner eigenen Sammlung als auch regelmässig wechselnde Sonderausstellungen.

Die Ausstellungen behandeln einzelne Künstlerinnen und Künstler, Kunsttraditionen, Religionen und historische Epochen ebenso wie kulturübergreifende Themen.

Dabei verbindet das Museum kunsthistorische Präsentationen zunehmend mit Fragen zu Herkunft, Sammlungsgeschichte, Kolonialismus, kulturellem Austausch und zur heutigen Wahrnehmung historischer Objekte.

Sonderausstellungen des Museums beschäftigen sich sowohl mit historischen Kunstwerken als auch mit zeitgenössischer Kunst.

Provenienzforschung

Die Erforschung der Herkunft seiner Sammlungen hat für das Museum Rietberg in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen.

Seit 2008 betreibt das Museum systematische Provenienzforschung zu Sammlungsbeständen, einzelnen Objekten und den Personen, die Kunstwerke gesammelt, gehandelt oder dem Museum überlassen haben.[1]

Untersucht werden unter anderem die Erwerbungswege von Objekten während der Kolonialzeit, im internationalen Kunsthandel und während der Zeit des Nationalsozialismus.

Zu den erforschten Sammlerpersönlichkeiten gehören neben Eduard von der Heydt beispielsweise Han Coray, François Mottas, Emil Alpiger, Hans Himmelheber, Otto Fischer, Alice Boner, Charles Drenowatz, Sidney Brown, Nell Walden sowie Mitglieder der Familien Reinhart und weitere Sammlerinnen und Sammler.[1]

Die Ergebnisse werden in wissenschaftlichen Publikationen, Datenbanken und Ausstellungen öffentlich vermittelt.

Forschung und Publikationen

Das Museum Rietberg ist neben seiner Ausstellungsarbeit auch eine wissenschaftliche Institution.

Kuratorinnen und Kuratoren erforschen die Sammlungen und arbeiten mit Universitäten, Museen und Fachleuten im In- und Ausland zusammen.

Zu vielen Sonderausstellungen erscheinen wissenschaftliche Kataloge. Das Museum publiziert zudem Arbeiten zu einzelnen Sammlungsbereichen, Künstlerinnen und Künstlern sowie zur Geschichte des Sammelns.

Eine besondere Verbindung besteht zur wissenschaftlichen Zeitschrift Artibus Asiae, die der Erforschung asiatischer Kunst gewidmet ist.

Bibliothek

Das Museum verfügt über eine wissenschaftliche Präsenzbibliothek. Ihr Bestand konzentriert sich auf Kunstgeschichte, Archäologie, Ethnologie und die Kulturen der in der Museumssammlung vertretenen Regionen.

Die Bibliothek dient der Forschung des Museums, steht aber unter den entsprechenden Bedingungen auch externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung.

Vermittlung

Ein wichtiger Bestandteil der Museumsarbeit ist die Kunstvermittlung.

Das Museum bietet Führungen, Workshops, Veranstaltungen und Programme für Schulen, Familien, Erwachsene und Kinder an. Dabei werden historische Kunstwerke mit ihren kulturellen, religiösen und gesellschaftlichen Zusammenhängen vermittelt.

Neben klassischen Führungen gehören Gespräche, Ateliers, performative Veranstaltungen und digitale Vermittlungsangebote zum Programm.

Bedeutung

Das Museum Rietberg nimmt innerhalb der Schweizer Museumslandschaft eine besondere Stellung ein. Während viele grosse Kunstmuseen ihren Schwerpunkt auf europäische und nordamerikanische Kunst legen, konzentriert sich das Rietberg auf Kunsttraditionen aus anderen Weltregionen.

Seine Bestände ermöglichen einen Überblick über mehrere Jahrtausende künstlerischen Schaffens und reichen von archäologischen Objekten über religiöse Skulpturen und historische Malerei bis zu zeitgenössischen Werken.

Mit jährlich rund 80'000 Besucherinnen und Besuchern gehört das Museum zu den bedeutenden Kulturinstitutionen der Stadt Zürich.[1]

Von besonderer Bedeutung ist auch die Verbindung zwischen Kunstmuseum, historischen Villen und dem öffentlich zugänglichen Rieterpark. Sie macht das Museum Rietberg zugleich zu einem wichtigen kulturellen und landschaftlichen Ort in Zürich.

Verkehr

Das Museum ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar.

Die Tramhaltestelle Museum Rietberg liegt an der Gablerstrasse und wird von der VBZ bedient. Der Bahnhof Zürich Enge befindet sich ebenfalls in Gehdistanz.

Vom Zürcher Stadtzentrum ist das Museum insbesondere über die Achse Paradeplatz–Stockerstrasse–Enge erreichbar.

Der Haupteingang befindet sich an der Gablerstrasse 15.

Siehe auch

Einzelnachweise

Literatur

  • Stadt Zürich, Amt für Hochbauten und Museum Rietberg (Hrsg.): Museum Rietberg – Die Erweiterung. Grazioli und Krischanitz Architekten. Museum Rietberg, Zürich 2007, ISBN 978-3-907077-34-4.
  • Museum Rietberg: Villa Schönberg. Museum Rietberg, Zürich 2003, ISBN 3-907077-11-3.
  • Stadtarchiv Zürich: Museum Rietberg. Gründungsakten und Materialien von Eduard von der Heydt.

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