Montreux

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Montreux

Gemeindedaten

Staat

Schweiz

Kanton

Waadt

Bezirk

Riviera-Pays-d’Enhaut

BFS-Nummer

5886

Postleitzahl

1815–1833

Koordinaten

46.433333° N, 6.916667° E

Höhe

390 m ü. M.

Fläche

33,4 km²

Einwohner

28'047
(Stand: 31. Dezember 2025)

Website

www.montreux.ch

Montreux ist eine politische Gemeinde und Stadt im Kanton Waadt in der französischsprachigen Schweiz. Sie gehört zum Bezirk Riviera-Pays-d’Enhaut und liegt am nordöstlichen Ufer des Genfersees, zwischen dem See und den steil ansteigenden Voralpen. Die Gemeinde zählte am 31. Dezember 2025 insgesamt 28'047 registrierte Einwohnerinnen und Einwohner.[1]

Montreux ist eines der bekanntesten Tourismus-, Kultur- und Kongresszentren der Schweiz. Das Stadtbild wird durch die lange Seepromenade, historische Hotels aus der Belle Époque, moderne Wohn- und Geschäftsbauten sowie zahlreiche Dörfer an den Berghängen geprägt. International bekannt ist Montreux vor allem durch das seit 1967 veranstaltete Montreux Jazz Festival. Seit 2023 gehört die Stadt als «City of Music» zum Netzwerk der kreativen Städte der UNESCO.[2]

Die heutige Gemeinde entstand am 1. Januar 1962 durch den Zusammenschluss von Montreux-Châtelard und Montreux-Planches. Sie umfasst nicht nur das dicht bebaute Zentrum am See, sondern ein weitläufiges Gebiet mit Clarens, Territet, Glion, Caux, Chernex, Les Avants und zahlreichen weiteren Dörfern und Weilern.

Name

Der Name Montreux ist mittelalterlichen Ursprungs. In frühen kirchlichen Verzeichnissen erscheinen Formen wie Mustruel und Monasteriolum. Der Name wird gewöhnlich vom spätlateinischen Begriff monasteriolum abgeleitet, der ein kleines Kloster oder eine kleine kirchliche Niederlassung bezeichnet.

Montreux bezeichnete zunächst keine Stadt im heutigen Sinn, sondern eine Kirchgemeinde. Zu ihr gehörten die Gemeinschaften Le Châtelard, Les Planches und Veytaux. Erst durch die Entwicklung des Tourismus und die zunehmende Bebauung des Seeufers wurde Montreux im 19. und 20. Jahrhundert zur zusammenhängenden Ortsbezeichnung.

Die Einwohnerinnen und Einwohner werden auf Französisch als Montreusiennes und Montreusiens bezeichnet. Im Deutschen sind die Bezeichnungen Montreuserin und Montreuser gebräuchlich, werden jedoch vergleichsweise selten verwendet.

Geografie

Lage

Montreux liegt am Nordostufer des Genfersees in der Region Waadtländer Riviera. Das Zentrum befindet sich rund 24 Kilometer südöstlich von Lausanne und etwa 6 Kilometer südöstlich von Vevey. Der dicht besiedelte Uferstreifen geht im Westen nahezu ohne erkennbare Unterbrechung in Clarens und die Agglomeration von Vevey über.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der Seehöhe auf 372 Metern über Meer bis in die Waadtländer Voralpen. Sein höchster Punkt liegt auf rund 1990 Metern zwischen dem Gipfel der Rochers de Naye und der Grande Chaux de Naye. Der eigentliche Gipfel der Rochers de Naye befindet sich dagegen auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Veytaux. Weitere markante Erhebungen sind die Dent de Jaman mit 1874 Metern und die Cape au Moine mit 1941 Metern.[3]

Die Fläche der Gemeinde beträgt 33,4 Quadratkilometer. Aufgrund des grossen Höhenunterschieds umfasst Montreux sehr verschiedene Landschaften: den dicht bebauten Uferraum, ehemalige Weinbaugebiete, bewaldete Hänge, Bergdörfer, Alpweiden und felsige Gipfelregionen.

Nachbargemeinden sind La Tour-de-Peilz, Blonay-Saint-Légier, Haut-Intyamon im Kanton Freiburg und Veytaux. Im Süden bildet der Genfersee eine natürliche Grenze.

Gewässer

Mehrere Bäche durchqueren das Gemeindegebiet und münden in den Genfersee. Die wichtigsten sind die Baye de Montreux und die Baye de Clarens. Die Baye de Montreux fliesst durch die Schlucht Gorge du Chauderon und erreicht den See im Zentrum von Montreux.

Der Bach Maladaire bildet einen Teil der Grenze zu La Tour-de-Peilz. Im Osten markiert die Veraye abschnittsweise die Grenze zu Veytaux. Weitere kleinere Gewässer sind der Ruisseau de Vaunaises und verschiedene Bergbäche.

Vor dem Ufer von Clarens liegt die kleine Île de Salagnon. Die künstlich vergrösserte Insel entstand im 19. Jahrhundert auf einer natürlichen Felsbank und ist mit einer Villa und einem Garten bebaut. Sie befindet sich in Privatbesitz.

Klima und Vegetation

Die Lage am Genfersee und der Schutz durch die umliegenden Berge verleihen Montreux ein vergleichsweise mildes Klima. Der See gleicht Temperaturschwankungen aus, während die nach Süden und Südwesten ausgerichteten Hänge viel Sonneneinstrahlung erhalten.

Das milde Mikroklima ermöglicht entlang der Seepromenade die Anpflanzung von Palmen, Zedern, Magnolien und weiteren Zierpflanzen, die für höher gelegene Regionen der Schweiz ungewöhnlich sind. Die üppige Vegetation trägt wesentlich zum Bild der «Schweizer Riviera» bei.

Oberhalb des Siedlungsraums verändert sich die Vegetation mit zunehmender Höhe. Auf Laub- und Mischwälder folgen Nadelwälder, Alpweiden und hochalpine Lebensräume.

Gemeindegliederung

Montreux besitzt kein einziges historisch gewachsenes Stadtzentrum. Die Gemeinde entstand aus zahlreichen Dörfern und Weilern, die im Zuge des Tourismus- und Bevölkerungswachstums teilweise zusammengewachsen sind.

Als drei grosse Ortschaften am See gelten:

Zu den grösseren Dörfern und Ortsteilen gehören:

Weitere Weiler und historische Siedlungen sind Baugy, Chaulin, Chêne, Collonge, Cornaux, Crin, Fontanivent, Jor, Le Châtelard, Mont-Fleuri, Pallens, Pertit, Planchamp, Sâles, Sonzier, Valmont, Vernex und Vuarennes.[4]

Montreux-Zentrum

Das moderne Zentrum liegt am See zwischen Clarens und Territet. Es entstand hauptsächlich seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Entlang der Grand-Rue, der Avenue des Alpes und der Seepromenade konzentrieren sich Hotels, Geschäfte, Restaurants, Verwaltungsgebäude und Kultureinrichtungen.

Der historische Bahnhof liegt oberhalb der Uferzone. Zwischen Bahnhof und See besteht wegen des steilen Geländes ein deutlicher Höhenunterschied. Treppen, Strassen und Aufzüge verbinden die verschiedenen Ebenen.

Clarens

Clarens liegt westlich des Stadtzentrums und ist der einwohnerstärkste Teil der Gemeinde. Die Ortschaft entwickelte sich aus einem Weinbau- und Bauerndorf zu einem dicht besiedelten Wohn- und Geschäftszentrum.

Internationale Bekanntheit erlangte Clarens durch den Briefroman Julie ou la Nouvelle Héloïse von Jean-Jacques Rousseau. Der im Jahr 1761 veröffentlichte Roman schildert eine idealisierte Landschaft am Genfersee und trug wesentlich dazu bei, die Region in ganz Europa bekannt zu machen.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert hielten sich zahlreiche Künstler und Schriftsteller in Clarens auf. Der russische Komponist Pjotr Iljitsch Tschaikowski arbeitete hier zeitweise, und Igor Strawinsky lebte mehrere Jahre in der Ortschaft.

Territet

Territet liegt östlich des Zentrums in Richtung Veytaux und Schloss Chillon. Der Ort entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Hotel- und Kurviertel.

Zu den bekannten historischen Bauten gehören ehemalige Grandhotels und das Hôtel des Alpes-Grand Hôtel. Die Standseilbahn Territet–Glion verbindet den Seeuferbereich mit dem höher gelegenen Glion.

Glion und Caux

Glion liegt auf einer Terrasse hoch über Montreux und bietet einen weiten Blick über den Genfersee. Das Dorf wurde im 19. Jahrhundert durch Hotels, Sanatorien und Bildungseinrichtungen geprägt. Die Bahnstrecke nach Rochers-de-Naye und die Standseilbahn von Territet verbesserten seine Erreichbarkeit.

Caux liegt noch höher am Berghang. Das Ortsbild wird vom monumentalen Caux Palace geprägt, einem der grössten Hotelbauten der Schweizer Belle Époque. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zu einem internationalen Begegnungs- und Konferenzzentrum.

Les Avants

Les Avants liegt in einem Hochtal oberhalb von Montreux. Das Dorf entwickelte sich um 1900 zu einem Ferien- und Wintersportort. Die Bahnlinie der Montreux-Berner Oberland-Bahn und die Standseilbahn nach Sonloup erschliessen das Gebiet.

Bekannt sind die Narzissenwiesen rund um Les Avants. Die im Frühling blühenden weissen Narzissen waren früher ein wichtiges Symbol des Tourismus an der Waadtländer Riviera. Heute stehen zahlreiche Wiesen unter Schutz oder werden gezielt gepflegt.

Geschichte

Frühgeschichte und Antike

Archäologische Funde belegen, dass einzelne Bereiche des heutigen Gemeindegebiets bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt waren. Spuren aus der Bronzezeit wurden an mehreren erhöhten und geschützten Stellen gefunden.

Während der römischen Epoche verlief entlang des Genfersees eine Verkehrsverbindung zwischen Aventicum, Lausanne, dem Unterwallis und dem Grossen St. Bernhard. Eine grössere römische Stadt bestand im Gebiet des heutigen Montreux jedoch nicht.

Die Siedlungen blieben bis weit ins Mittelalter klein und waren vorwiegend von Landwirtschaft, Viehzucht, Forstwirtschaft und Weinbau geprägt.

Mittelalter

Im Mittelalter bildeten Le Châtelard, Les Planches und Veytaux gemeinsam die Kirchgemeinde Montreux. Ihr religiöser Mittelpunkt war die Kirche Saint-Vincent oberhalb des Seeufers.

Im Jahr 1317 wurde das Herrschaftsgebiet aufgeteilt. Der westliche Teil mit Le Châtelard gelangte an Girard von Oron, während Les Planches und Veytaux unmittelbar von den Grafen von Savoyen abhängig wurden.[5]

Die Bewohner organisierten die Nutzung von Wäldern, Alpweiden, Wasserläufen und Verkehrswegen zunehmend selbst. In Le Châtelard und Les Planches entstanden örtliche Räte, die von Syndics geleitet wurden. Aus diesen Gemeinschaften entwickelten sich später eigenständige Gemeinden.

Berner Herrschaft

Im Jahr 1536 eroberte Bern den grössten Teil des Waadtlands. Das Gebiet von Montreux wurde der bernischen Landvogtei Vevey unterstellt. Gleichzeitig setzte sich die Reformation durch, und die Kirche Saint-Vincent wurde reformiert.

Unter der Berner Herrschaft blieben Le Châtelard und Les Planches getrennte Gemeinwesen. Landwirtschaft, Rebbau und Alpwirtschaft bildeten weiterhin die wirtschaftliche Grundlage.

Die Lage an der Verbindung zwischen Lausanne und dem Wallis förderte den regionalen Handel. Dennoch bestand Montreux weiterhin aus zahlreichen räumlich voneinander getrennten Dörfern und Weilern.

Helvetische Republik und Kanton Waadt

Mit der Waadtländer Revolution von 1798 endete die Berner Herrschaft. Das Gebiet wurde zunächst Teil des Kantons Léman innerhalb der Helvetischen Republik.

Durch die Mediationsakte von 1803 entstand der heutige Kanton Waadt. Le Châtelard, Les Planches und Veytaux gehörten fortan zum Bezirk Vevey.

Während des 19. Jahrhunderts verbesserten sich die Verkehrsverbindungen. Neue Strassen, Dampfschiffe auf dem Genfersee und die Eisenbahn machten die Region für Reisende aus der Schweiz und dem Ausland leichter erreichbar.

Entwicklung zum Tourismusort

Ab etwa 1850 wandelte sich die Region grundlegend. Das milde Klima, die Aussicht auf den Genfersee und die Alpen sowie die durch Rousseau und Lord Byron popularisierte Landschaft zogen immer mehr Reisende an.

Zunächst entstanden Pensionen und kleinere Gasthäuser. Später wurden grosse Hotels und luxuriöse Paläste errichtet. Zu den bedeutenden Bauten gehörten das Montreux Palace, das Hôtel des Alpes-Grand Hôtel in Territet, das Grand Hôtel in Caux und der Caux Palace.

Die Bebauung dehnte sich entlang des Seeufers und der Verkehrsachsen aus. Die zuvor getrennten Siedlungen Clarens, Vernex, Montreux und Territet wuchsen allmählich zusammen.

Neben wohlhabenden Feriengästen kamen Künstler, Schriftsteller, Musiker, Politiker und Angehörige europäischer Herrscherhäuser nach Montreux. Die Hotellerie schuf zahlreiche Arbeitsplätze und veränderte die soziale Struktur der Region.

Ausbau der Infrastruktur

Die touristische Entwicklung erforderte gemeinsame Einrichtungen. Le Châtelard, Les Planches und Veytaux arbeiteten zunehmend bei Schulen, Polizei, Feuerwehr, Strassenbau und anderen öffentlichen Aufgaben zusammen.

Im Jahr 1870 beschlossen die Gemeinden den gemeinsamen Bau einer Sekundarschule in Vernex. In den folgenden Jahrzehnten wurden weitere Dienste zusammengelegt.

Neue Bergbahnen erschlossen Glion, Caux, Les Avants, Sonloup und Rochers-de-Naye. Sie dienten sowohl dem Tourismus als auch dem täglichen Verkehr der Bergdörfer.

Krisen des 20. Jahrhunderts

Der Erste Weltkrieg beendete die erste grosse Blütezeit des internationalen Luxustourismus. Viele Hotels verloren ihre ausländische Kundschaft, und einige Betriebe mussten schliessen oder eine neue Nutzung suchen.

In der Zwischenkriegszeit versuchte die Region, sich stärker als Sport-, Erholungs- und Kongressort zu positionieren. Wintersportangebote in Les Avants und Caux sollten die Abhängigkeit von der Sommersaison verringern.

Auch der Zweite Weltkrieg belastete die Hotellerie. Einige grosse Gebäude dienten vorübergehend als Unterkünfte für Flüchtlinge, Internierte oder Verwundete. Nach 1945 begann eine schrittweise Neuausrichtung des Tourismus.

Entstehung der heutigen Gemeinde

Die Idee eines Zusammenschlusses der Gemeinden wurde bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts diskutiert. Ein erster Fusionsversuch scheiterte in den 1920er-Jahren.

Im Jahr 1953 nahmen Le Châtelard und Les Planches die Namen Montreux-Châtelard beziehungsweise Montreux-Planches an. Am 15. und 16. April 1961 stimmte die Bevölkerung erneut über eine Fusion ab. Montreux-Châtelard und Montreux-Planches nahmen die Vorlage an, während Veytaux sie ablehnte.

Die Fusion trat am 1. Januar 1962 in Kraft. Die neue Gemeinde erhielt den Namen Montreux und die BFS-Nummer 5886.[6]

Ein späteres Projekt zur Fusion von Montreux und Veytaux wurde am 22. September 2024 von der Bevölkerung Veytaux’ abgelehnt. Beide Gemeinden blieben deshalb selbstständig.

Stadtentwicklung seit 1962

Nach der Fusion entstanden neue Wohn-, Geschäfts- und Kulturbauten. Zu den markanten Projekten gehörten die Tour d’Ivoire, das Kongresszentrum und die Neugestaltung des Casino-Areals.

Der Ausbau führte teilweise zu Konflikten zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Denkmalschutz. Zahlreiche historische Hotels blieben erhalten, andere wurden abgebrochen oder umgenutzt.

Die Gemeinde bemühte sich zunehmend um den Schutz der Seepromenade, der historischen Dorfkerne und der Landschaft an den Berghängen. Gleichzeitig wuchs die Bevölkerung kontinuierlich.

Bevölkerung

Montreux gehört zu den bevölkerungsreichsten Gemeinden des Kantons Waadt. Ende 2025 waren 28'047 Personen in der Gemeinde registriert.[1]

Die Bevölkerung ist stark international geprägt. Ende November 2025 lebten Angehörige von 149 Nationalitäten in Montreux. Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger betrug rund 46,7 Prozent. Die grössten ausländischen Bevölkerungsgruppen stammten aus Frankreich, Portugal und Italien.[5]

Die hohe Internationalität hängt mit dem Tourismus, den privaten Schulen, internationalen Unternehmen, Kliniken und der langen Tradition Montreux’ als Aufenthaltsort ausländischer Gäste zusammen.

Clarens ist der bevölkerungsreichste Gemeindeteil. Auch das eigentliche Stadtzentrum und die dicht bebauten Bereiche entlang des Seeufers weisen eine hohe Bevölkerungsdichte auf. Die Bergdörfer sind dagegen wesentlich kleiner und teilweise ländlich geprägt.

Amtssprache ist Französisch. Aufgrund des Tourismus und der internationalen Bevölkerung sind Englisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch und weitere Sprachen im Alltag ebenfalls verbreitet.

Politik und Verwaltung

Montreux ist eine politische Gemeinde nach waadtländischem Recht. Die Exekutive wird von der Municipalité gebildet. An ihrer Spitze steht der Syndic, der dem Gemeindepräsidenten in anderen Kantonen entspricht.

Für die Legislaturperiode 2026 bis 2031 wurde Olivier Gfeller erneut zum Syndic gewählt.[7]

Die gesetzgebende Behörde ist der Conseil communal. Seine Mitglieder werden von den Stimmberechtigten nach dem Verhältniswahlverfahren gewählt. Der Rat entscheidet unter anderem über Budget, Steuern, Reglemente, grössere Bauvorhaben und kommunale Investitionen.

Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Grand-Rue 73. Zahlreiche Dienststellen sind auf weitere Gebäude in Montreux und Clarens verteilt.

Wappen

Das Gemeindewappen entstand anlässlich der Fusion von 1962. Es verbindet Elemente der Wappen von Le Châtelard und Les Planches.

Die heraldisch linke Hälfte zeigt auf silbernem Grund drei rote Sterne und zwei rote Halbmonde. Die rechte Hälfte zeigt auf blauem Grund eine goldene Kirche. Das Kirchenmotiv erinnert an die historische Pfarrkirche Saint-Vincent und das frühere Wappen von Les Planches.[5]

Das vereinigte Wappen symbolisiert die Verbindung der beiden ehemaligen Gemeinden, aus denen Montreux hervorging.

Wirtschaft

Tourismus und Hotellerie

Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Montreux verfügt über zahlreiche Hotels, Restaurants, Ferienwohnungen, Veranstaltungsräume und touristische Dienstleistungsbetriebe.

Das Angebot reicht von historischen Luxushotels bis zu kleineren Stadt- und Familienhotels. Die Kongress-, Festival- und Veranstaltungstätigkeit sorgt dafür, dass Gäste nicht nur während der traditionellen Ferienzeiten anreisen.

Die Region wird unter der Bezeichnung Montreux Riviera gemeinsam mit Vevey, La Tour-de-Peilz und weiteren Gemeinden vermarktet. Zu den wichtigsten Anziehungspunkten gehören der Genfersee, die Seepromenade, die Bergbahnen, die Festivals und das nahe Schloss Chillon.

Das Schloss Chillon wird häufig mit Montreux in Verbindung gebracht, liegt verwaltungsmässig jedoch in der Nachbargemeinde Veytaux.[8]

Kongresse und Veranstaltungen

Montreux ist ein bedeutender Kongressort. Das Montreux Music & Convention Centre, kurz 2m2c, verfügt über mehrere Säle und Veranstaltungsflächen. Zu ihnen gehört das Auditorium Stravinski.

Im Jahr 2010 war Montreux Austragungsort des 13. Gipfels der Frankophonie. Daneben finden regelmässig internationale Konferenzen, Firmenveranstaltungen, Ausstellungen und Preisverleihungen statt.

Die Veranstaltungswirtschaft ist eng mit Hotellerie, Gastronomie, Sicherheitsdiensten, Verkehrsbetrieben und dem Detailhandel verbunden.

Bildung und Gesundheit

In Montreux und seinen Bergdörfern befinden sich mehrere private und internationale Bildungseinrichtungen. Besonders bekannt sind Ausbildungsstätten im Bereich Hotellerie und Tourismus.

Die Glion Institute of Higher Education hat einen Standort in Glion. Weitere Schulen bieten internationale Schulabschlüsse, Sprachkurse oder spezialisierte Berufsausbildungen an.

Mehrere Privatkliniken und medizinische Einrichtungen ergänzen das regionale Gesundheitsangebot. Die Tradition der Kur- und Sanatoriumsmedizin reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück.

Dienstleistungen und Gewerbe

Neben dem Tourismus sind Banken, Versicherungen, Immobilienunternehmen, Handel und persönliche Dienstleistungen von Bedeutung. Das Zentrum und Clarens bilden die wichtigsten Einkaufs- und Dienstleistungsgebiete.

Landwirtschaft spielt wirtschaftlich nur noch eine begrenzte Rolle. In den höher gelegenen Gebieten bestehen jedoch weiterhin Viehzucht, Alp- und Forstwirtschaft. Einzelne Rebflächen erinnern an die frühere Bedeutung des Weinbaus.

Verkehr

= Eisenbahn

Der Bahnhof Montreux liegt an der Simplonlinie von Lausanne über Vevey und Villeneuve nach dem Wallis. Er wird von Fernverkehrs- und Regionalzügen bedient.

Montreux ist zugleich Ausgangspunkt der meterspurigen Montreux-Berner Oberland-Bahn. Die Strecke führt über Les Avants, Montbovon, Château-d’Œx und Gstaad nach Zweisimmen. Sie bildet einen wesentlichen Teil der touristisch vermarkteten GoldenPass-Verbindung.

Eine Zahnradbahn führt von Montreux über Glion und Caux in die Nähe des Gipfels der Rochers-de-Naye. Sie überwindet auf kurzer Strecke einen Höhenunterschied von mehr als 1600 Metern.[9]

Chernex beherbergt Werkstätten und betriebliche Einrichtungen der Montreux-Berner Oberland-Bahn. Bei Chamby besteht Anschluss an die Museumsbahn Blonay–Chamby.

Standseilbahnen und Busse

Die Standseilbahn Territet–Glion verbindet das Seeufer mit Glion. Eine weitere Standseilbahn führt von Les Avants nach Sonloup.

Der öffentliche Nahverkehr entlang der Riviera wird hauptsächlich von den Verkehrsbetrieben Vevey–Montreux–Chillon–Villeneuve, kurz VMCV, betrieben. Die Hauptlinie verbindet Vevey über La Tour-de-Peilz, Clarens, Montreux und Veytaux mit Villeneuve.

Weitere Buslinien erschliessen die Wohnquartiere und Bergdörfer.

Schifffahrt

Montreux verfügt über Landestellen der Compagnie Générale de Navigation sur le lac Léman. Kursschiffe verbinden die Stadt mit Vevey, Lausanne, Villeneuve sowie französischen Orten am Südufer des Genfersees.

Die Belle-Époque-Schiffe der Gesellschaft sind zugleich touristische Sehenswürdigkeiten. Ein historischer Raddampfer trägt den Namen Montreux.

Strassenverkehr

Die Hauptstrasse entlang des Genfersees verbindet Montreux mit Vevey und Villeneuve. Oberhalb des Siedlungsgebiets verläuft die Autobahn A9.

Wegen der schmalen Uferzone, der steilen Hanglage und der dichten Bebauung ist der Strassenraum begrenzt. Während grosser Veranstaltungen wird der öffentliche Verkehr deshalb gezielt verstärkt.

Kultur

Montreux Jazz Festival

Das Montreux Jazz Festival wurde 1967 von Claude Nobs, René Langel und Géo Voumard gegründet. Es entwickelte sich von einem kleinen Jazzfestival zu einer der international bedeutendsten Musikveranstaltungen Europas.[10]

Das Festival präsentiert neben Jazz auch Rock, Blues, Soul, Pop, elektronische Musik und weitere Stilrichtungen. Zahlreiche Konzerte werden aufgezeichnet und archiviert.

Die Sammlung der Konzertaufnahmen ist unter der Bezeichnung The Montreux Jazz Festival Legacy beziehungsweise Claude Nobs Legacy international anerkannt. Sie umfasst mehrere tausend Stunden Ton- und Bildmaterial.

Zu den mit Montreux verbundenen Musikerinnen und Musikern gehören Nina Simone, Miles Davis, Ella Fitzgerald, Aretha Franklin, David Bowie, Prince, B. B. King und zahlreiche weitere Künstler.

Montreux und die Rockmusik

Montreux nimmt in der Geschichte der Rockmusik eine besondere Stellung ein. Am 4. Dezember 1971 brannte das damalige Casino während eines Konzerts von Frank Zappa and the Mothers of Invention ab.

Die britische Band Deep Purple, die sich zur Aufnahme eines Albums in Montreux aufhielt, beobachtete den Rauch über dem Genfersee. Das Ereignis inspirierte das Lied Smoke on the Water.

Auch die Band Queen war eng mit Montreux verbunden. Sie nutzte die Mountain Studios im Casino und nahm dort Teile mehrerer Alben auf. Sänger Freddie Mercury verbrachte regelmässig Zeit in der Region.

An der Seepromenade steht eine von Irena Sedlecká geschaffene Statue Freddie Mercurys. Sie gehört zu den meistbesuchten Wahrzeichen der Stadt.

Weitere Veranstaltungen

Neben dem Jazzfestival finden in Montreux zahlreiche weitere Kultur- und Publikumsveranstaltungen statt. Dazu gehören:

  • Septembre Musical Montreux-Vevey
  • Montreux Comedy
  • Montreux Noël
  • Montreux Art Gallery
  • Polymanga
  • die Saison culturelle
  • die Coupe des Nations im Rollhockey
  • die traditionellen Jahrmärkte in Brent und Les Planches

Die Foire de Brent geht auf das Jahr 1486 zurück und gehört zu den ältesten lokalen Märkten der Region.

UNESCO City of Music

Im Jahr 2023 wurde Montreux in das UNESCO Creative Cities Network aufgenommen. Die Stadt gehört dort zur Sparte Musik.

Die UNESCO würdigte insbesondere das Montreux Jazz Festival, die umfangreichen Musikarchive, die Förderung junger Kunstschaffender und die Bedeutung der Musik für die Stadtentwicklung.[2]

Sehenswürdigkeiten

Seepromenade

Die mehrere Kilometer lange Uferpromenade erstreckt sich von Clarens über Montreux bis in Richtung Territet und Chillon. Sie ist mit Blumenbeeten, Skulpturen, alten Bäumen und Sitzgelegenheiten gestaltet.

Von der Promenade öffnet sich der Blick über den Genfersee zu den Savoyer Alpen und den Bergen des Chablais. Entlang des Wegs liegen Hotels, Häfen, Restaurants, das Casino und mehrere Veranstaltungsorte.

Altstadt und Kirche Saint-Vincent

Die historische Altstadt befindet sich oberhalb des modernen Zentrums im Gebiet von Les Planches. Enge Gassen, alte Wohnhäuser, Brunnen und kleine Plätze erinnern an die dörfliche Vergangenheit.

Die reformierte Kirche Saint-Vincent steht an aussichtsreicher Lage über der Schlucht der Baye de Montreux. Der heutige Bau stammt in wesentlichen Teilen aus dem späten Mittelalter und wurde nach der Reformation für den reformierten Gottesdienst genutzt.

Die Maison Visinand dient als Kultur- und Ausstellungszentrum. In der Umgebung befinden sich Ateliers, kleine Theater und lokale Kulturvereine.

Marché couvert

Die gedeckte Markthalle am See wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Sie besitzt eine offene Eisenkonstruktion und wird für Märkte, Feste, Konzerte und öffentliche Veranstaltungen genutzt.

Vor der Halle liegt ein Platz mit direktem Zugang zur Seepromenade. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Statue Freddie Mercurys und der Schiffsanleger.

Montreux Palace

Das Fairmont Le Montreux Palace wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnet und gehört zu den bekanntesten historischen Luxushotels der Schweiz.

Der Bau verbindet Elemente des Historismus und der Belle Époque. Das Hotel beherbergte zahlreiche Künstler, Politiker und internationale Gäste.

Der Schriftsteller Vladimir Nabokov lebte von 1961 bis zu seinem Tod im Jahr 1977 mit seiner Frau Véra dauerhaft im Hotel. Seine frühere Suite erinnert an den langjährigen Aufenthalt.

Casino Barrière Montreux

Das Casino liegt direkt am Genfersee. Nach dem Brand von 1971 wurde der Komplex neu aufgebaut.

Im Gebäude befindet sich die Queen Studio Experience, eine Ausstellung zur Geschichte der Mountain Studios und der Band Queen. Der Eintrittsbereich und verschiedene Erinnerungsstücke dokumentieren die Arbeit der Band in Montreux.

Caux Palace

Der oberhalb des Sees gelegene Caux Palace wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Luxushotel errichtet. Das weithin sichtbare Gebäude besitzt eine monumentale Fassade und einen ausgedehnten Garten.

Während des Zweiten Weltkriegs diente es zeitweise als Unterkunft für Internierte und Flüchtlinge. Seit 1946 wird es von der Bewegung Initiatives of Change als internationales Begegnungszentrum genutzt.

Ein Teil des Gebäudes wird von einer Hotelfach- und Managementschule verwendet.

Rochers-de-Naye und Dent de Jaman

Die Rochers-de-Naye bilden das bekannteste Ausflugsziel oberhalb Montreux’. Eine Zahnradbahn führt vom Stadtzentrum über Glion und Caux in die Gipfelregion.

Von dort bietet sich ein weiter Blick auf den Genfersee, die Waadtländer und Walliser Alpen sowie bei klarer Sicht bis zum Jura. In der Nähe befindet sich der Alpengarten La Rambertia.

Die Dent de Jaman ist ein markanter Felsgipfel westlich der Rochers-de-Naye. Der Col de Jaman war früher ein wichtiger Übergang zwischen der Riviera und dem Gebiet des Pays-d’Enhaut.

Schloss Chillon

Das Schloss Chillon liegt auf einer Felseninsel am Seeufer östlich von Montreux. Obwohl es touristisch eng mit der Stadt verbunden ist, gehört es zur Gemeinde Veytaux.

Die Anlage war eine bedeutende Residenz und Zollstation der Grafen und späteren Herzöge von Savoyen. Im 19. Jahrhundert wurde sie durch Lord Byrons Gedicht The Prisoner of Chillon international bekannt.

Persönlichkeiten und berühmte Gäste

Montreux zog seit dem 19. Jahrhundert zahlreiche Persönlichkeiten aus Kunst, Literatur, Musik und Politik an. Manche hielten sich nur vorübergehend in der Region auf, andere lebten hier über Jahre.

Zu den mit Montreux verbundenen Persönlichkeiten gehören:

  • Jean-Jacques Rousseau, dessen Roman Julie ou la Nouvelle Héloïse Clarens bekannt machte
  • Lord Byron, der Schloss Chillon und die Genferseeregion literarisch popularisierte
  • Pjotr Iljitsch Tschaikowski, der zeitweise in Clarens arbeitete
  • Igor Strawinsky, der mehrere Jahre in Clarens lebte
  • Rainer Maria Rilke, der 1926 in der Clinique Valmont starb
  • Vladimir Nabokov, der von 1961 bis 1977 im Montreux Palace lebte
  • Elisabeth von Österreich-Ungarn, die mehrfach in Territet und Caux weilte
  • Paul Kruger, der 1904 im Exil in Clarens starb
  • Carl Gustaf Emil Mannerheim, der in der Region an seinen Erinnerungen arbeitete
  • Freddie Mercury, der Montreux als Wohn- und Arbeitsort schätzte
  • Claude Nobs, Mitbegründer und langjähriger Leiter des Montreux Jazz Festival

Sport

Die geografische Lage ermöglicht Wassersport, Bergsport, Wandern, Radfahren und Wintersport. Am See bestehen Häfen, Badeanlagen und Wassersportangebote.

In Les Avants und im Gebiet von Rochers-de-Naye werden im Winter Skisport, Schlitteln und Schneeschuhwandern betrieben. Ein historischer Schlittelweg führt von Sonloup nach Les Avants.

Montreux ist traditionell ein Zentrum des Rollhockeys. Die Coupe des Nations wird seit 1921 ausgetragen und gehört zu den ältesten internationalen Rollhockeyturnieren.

Der Fussballverein FC Montreux-Sports und zahlreiche weitere Vereine bieten Breiten- und Nachwuchssport an.

Energie und Umwelt

Montreux trägt seit 1999 das Label Energiestadt und seit 2016 das Label Energiestadt Gold. Die Gemeinde verfolgt Programme zur Senkung des Energieverbrauchs, zur Förderung erneuerbarer Energien und zur Verringerung der Treibhausgasemissionen.

Zu den Herausforderungen gehören der Schutz der Seeuferlandschaft, die Erhaltung der historischen Dorfkerne, der zunehmende Verkehr und die Siedlungsentwicklung an den Hängen.

Die Gemeinde fördert den öffentlichen Verkehr, den Fuss- und Veloverkehr sowie energetische Sanierungen. Waldgebiete, Narzissenwiesen, Bachschluchten und alpine Lebensräume besitzen eine hohe ökologische Bedeutung.

Internationale Beziehungen

Montreux pflegt internationale Beziehungen, die aus seiner touristischen und kulturellen Tradition hervorgegangen sind.

Städtepartnerschaften beziehungsweise langjährige freundschaftliche Beziehungen bestehen insbesondere mit:

Die Partnerschaften umfassen kulturelle Begegnungen, Schüleraustausch und offizielle Besuche.

Siehe auch

Literatur

  • Philippe Mottu: Caux. Von der Belle Époque zur Begegnungsstätte. Caux-Verlag, Caux 1970.
  • Jacques Gubler: Montreux et ses hôtels. Éditions Payot, Lausanne 1988.
  • Pierre-Olivier Bessire, Evelyne Lüthi-Graf: Montreux, 1962–2022. Empreintes du temps. Archives de Montreux, Montreux 2022.
  • Dave Lüthi: Le compas et le bistouri. Architectures de la médecine et du tourisme curatif. Éditions BHMS, Lausanne 2012.
  • Jean-Pierre Pastori: Montreux Jazz. Une histoire illustrée. Éditions Favre, Lausanne 2007.
  • Evelyne Lüthi-Graf: Montreux, une histoire de villages. Archives de Montreux, Montreux.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Rapport de gestion 2025, Gemeinde Montreux, S. 38, abgerufen am 27. Juli 2026.
  2. 2,0 2,1 Montreux – Creative City of Music, UNESCO, abgerufen am 27. Juli 2026.
  3. Connaissances générales sur la Suisse, le Canton de Vaud et la Commune de Montreux, Gemeinde Montreux, 2025, S. 29–31, abgerufen am 27. Juli 2026.
  4. Villages, Gemeinde Montreux, abgerufen am 27. Juli 2026.
  5. 5,0 5,1 5,2 Montreux – une commune riche et diversifiée, Feuille des Avis Officiels du canton de Vaud, abgerufen am 27. Juli 2026.
  6. Detailansicht Mutation 1005, Bundesamt für Statistik, abgerufen am 27. Juli 2026.
  7. Législature 2026–2031: élection du Syndic, Gemeinde Montreux, 7. April 2026, abgerufen am 27. Juli 2026.
  8. Château de Chillon, Stiftung Schloss Chillon, abgerufen am 27. Juli 2026.
  9. Montreux–Les Rochers-de-Naye, Montreux-Berner Oberland-Bahn, abgerufen am 27. Juli 2026.
  10. Timeline, Montreux Jazz Festival, abgerufen am 27. Juli 2026.

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