Grosser Aletschgletscher
| Grosser Aletschgletscher | |
|---|---|
| Lage | Kanton Wallis, Schweiz |
| Gebirge | Berner Alpen |
| Gletschertyp | Talgletscher |
| Länge | rund 22 km |
| Fläche | 75,79 km² |
| Flächenstand | 2023 |
| Nährgebiet | Grosser Aletschfirn, Jungfraufirn, Ewigschneefäld und Grüneggfirn |
| Ursprung | Konkordiaplatz |
| Maximale Eisdicke | rund 800–900 m am Konkordiaplatz |
| Abfluss | Massa → Rhone |
| Längenänderung | −3387 m zwischen 1870 und 2024 |
| Welterbe | Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch |
Der Grosse Aletschgletscher ist der flächenmässig grösste und längste Gletscher der Alpen. Er liegt auf der Südseite der Berner Alpen im Schweizer Kanton Wallis und erstreckt sich von der hochalpinen Gletscherwelt zwischen Jungfrau, Mönch, Aletschhorn und den Fiescherhörnern bis in die Nähe des Aletschwalds.
Der Eisstrom entsteht am Konkordiaplatz, wo der Grosse Aletschfirn, der Jungfraufirn, das Ewigschneefäld und der kleinere Grüneggfirn zusammenfliessen. Von dort bewegt sich das Eis zunächst nach Südosten und anschliessend in einem weiten Bogen nach Südwesten. Das Schmelzwasser verlässt die Gletscherzunge als Massa und fliesst bei Bitsch in die Rhone.
Nach Angaben des Schweizerischen Gletschermessnetzes GLAMOS besass der Grosse Aletschgletscher 2023 eine Fläche von 75,79 Quadratkilometern. Zwischen 1870 und 2024 verkürzte er sich um insgesamt 3387 Meter. Im hydrologischen Jahr 2024/2025 wurde eine negative Massenbilanz von 1,475 Metern Wasseräquivalent gemessen.[1]
Der Gletscher bildet das landschaftliche Zentrum des UNESCO-Weltnaturerbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Die Region wurde 2001 in die Welterbeliste aufgenommen und 2007 auf eine Gesamtfläche von 82'400 Hektaren erweitert.[2]
Name
Der Name Aletsch bezeichnet sowohl den Gletscher als auch mehrere Landschaften, Alpen und Gewässer der Umgebung. Historische Formen des Namens sind unter anderem Alech und Aletsch. Die genaue sprachliche Herkunft ist nicht abschliessend geklärt.
In der Standardsprache wird Aletsch häufig auf der zweiten Silbe betont. Im Oberwalliser Sprachgebrauch liegt die Betonung meist auf der ersten Silbe.
Die Bezeichnung Grosser Aletschgletscher dient der Unterscheidung vom Mittelaletschgletscher und vom Oberaletschgletscher. Diese benachbarten Gletscher gehörten früher teilweise enger zum gemeinsamen Gletschersystem, sind heute jedoch durch eisfreie Fels- und Schuttflächen vom Hauptstrom getrennt.
Lage
Der Grosse Aletschgletscher liegt vollständig auf der südlichen Seite des Alpenhauptkamms. Sein Nährgebiet reicht bis an die Kantonsgrenze zwischen Wallis und Bern, während der eigentliche Gletscherstrom nach Süden in Richtung Rhonetal fliesst.
Das Gletschersystem wird von zahlreichen bekannten Bergen umgeben. Dazu gehören:
- die Jungfrau;
- der Mönch;
- das Aletschhorn;
- das Dreieckhorn;
- das Gletscherhorn;
- das Gross Fiescherhorn;
- das Grünhorn;
- der Trugberg;
- das Eggishorn;
- das Bettmerhorn.
Westlich des unteren Gletscherabschnitts liegen der Aletschwald und die Tourismusorte Riederalp und Bettmeralp. Östlich befinden sich das Eggishorn, die Fiescheralp und der Zugang zum Märjelensee.
Der Grosse Aletschgletscher liegt in einer der am stärksten vergletscherten Regionen Europas. In seiner Umgebung befinden sich weitere bedeutende Eisströme wie der Fieschergletscher, der Untere Grindelwaldgletscher, der Oberaargletscher und der Unteraargletscher.
Nährgebiet
Das Nährgebiet liegt in Höhen von ungefähr 3000 bis über 4000 Metern. Dort fällt ein grosser Teil des Niederschlags als Schnee. Durch wiederholtes Auftauen, Gefrieren und den Druck neuer Schneeschichten entsteht zunächst Firn und später kompaktes Gletschereis.
Vier Firnströme vereinigen sich am Konkordiaplatz:
| Firngebiet | Lage | Wichtige umgebende Berge |
|---|---|---|
| Grosser Aletschfirn | westlicher Zufluss | Aletschhorn, Dreieckhorn, Gletscherhorn und Ebnefluh |
| Jungfraufirn | nordwestlicher Zufluss | Jungfrau, Mönch, Jungfraujoch und Trugberg |
| Ewigschneefäld | nördlicher bis nordöstlicher Zufluss | Mönch, Gross Fiescherhorn, Grünhorn und Trugberg |
| Grüneggfirn | östlicher, kleinerer Zufluss | Grünhorn und Grünegg |
Die einzelnen Firnfelder unterscheiden sich in Grösse, Neigung und Fliessgeschwindigkeit. Ihre Eismassen bleiben nach dem Zusammenfluss teilweise als nebeneinanderliegende Ströme erkennbar.
Grosser Aletschfirn
Der Grosse Aletschfirn fliesst aus dem Gebiet zwischen Aletschhorn, Sattelhorn, Ebnefluh und Gletscherhorn zum Konkordiaplatz. Er wird von mehreren kleineren Firnflächen gespeist.
Über die Lötschenlücke besteht ein hochalpiner Übergang zum Langgletscher im Lötschental. Die Lötschenlücke ist eine klassische Skitouren- und Hochtourenroute zwischen dem Lötschental und dem Aletschgebiet.
Jungfraufirn
Der Jungfraufirn beginnt im Gebiet des Jungfraujochs. Er wird von den Süd- und Ostflanken der Jungfrau sowie von den angrenzenden Hängen des Mönchs gespeist.
Vom Jungfraujoch aus erscheint der Jungfraufirn als direkte obere Fortsetzung des Grossen Aletschgletschers. Er fliesst zwischen dem Kranzberg und dem Trugberg zum Konkordiaplatz.
Die gute Erreichbarkeit des Jungfraujochs machte den Jungfraufirn zu einem wichtigen Ausgangspunkt für wissenschaftliche Untersuchungen, Gletschertouren und Skidurchquerungen.
Ewigschneefäld
Das Ewigschneefäld liegt östlich des Jungfraufirns. Es zieht sich in einem weiten Bogen von den Flanken des Mönchs und der Fiescherhörner zum Konkordiaplatz.
Der untere Abschnitt ist steiler und weist zahlreiche Gletscherspalten und Eisabbrüche auf. Das Ewigschneefäld ist über das Obere und Untere Mönchsjoch mit benachbarten Firngebieten verbunden.
Grüneggfirn
Der Grüneggfirn ist der kleinste der vier Zuflüsse. Er mündet von Osten in den Konkordiaplatz.
Über die Grünhornlücke besteht eine hochalpine Verbindung zum Fieschergletscher. Die Route wird von Bergsteigern und Skitourengängern als Übergang zwischen der Finsteraarhorn- und der Aletschregion genutzt.
Konkordiaplatz
Der Konkordiaplatz ist eine ausgedehnte, vergleichsweise schwach geneigte Eisfläche im oberen Teil des Grossen Aletschgletschers. Er besitzt eine Fläche von ungefähr sechs Quadratkilometern.
An dieser Stelle vereinigen sich die grossen Firnströme zum Hauptgletscher. Die Eisdicke beträgt nach verschiedenen Messungen ungefähr 800 bis 900 Meter.[3]
Der Name geht auf den britischen Geistlichen und Alpinisten John Frederick Hardy zurück. Er verglich den Zusammenfluss der Eisströme mit einem Ort der Eintracht und bezeichnete ihn als eine Art natürlichen Konkordiaplatz.[4]
Östlich oberhalb des Platzes steht die Konkordiahütte des Schweizer Alpen-Clubs. Die erste Hütte wurde verhältnismässig nahe an der damaligen Gletscheroberfläche gebaut. Wegen des starken Eisverlusts liegt die heutige Hütte deutlich über dem Gletscher und ist über eine lange Metalltreppe erreichbar.
Seit der Errichtung der ersten Hütte sank die Gletscheroberfläche in diesem Gebiet um rund 100 Höhenmeter.[5]
Verlauf
Vom Konkordiaplatz fliesst der Gletscher zunächst nach Südosten. Der Eisstrom erreicht dabei eine Breite von teilweise mehr als einem Kilometer.
Weiter talabwärts beschreibt der Gletscher einen weiten Rechtsbogen. Er dreht sich zunehmend nach Süden und Südwesten. Auf der westlichen Seite wird er von den Hängen des Aletschhorns, Dreieckhorns und später vom Aletschwald begleitet. Östlich begrenzen ihn das Wannenhorn, Eggishorn und Bettmerhorn.
Die Gletscherzunge liegt heute deutlich höher und weiter talaufwärts als während des Hochstands um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Der untere Abschnitt ist zunehmend von Geröll, Sand und Moränenmaterial bedeckt.
Durch die dünner werdende Eisdecke entstehen neue Felsflächen, Schuttfelder, Bäche und kleinere Seen. Der genaue Verlauf der Zunge verändert sich von Jahr zu Jahr.
Gletscherbewegung
Gletschereis ist trotz seiner festen Erscheinung ständig in Bewegung. Unter dem Druck der eigenen Masse verformt sich das Eis und gleitet langsam über den Untergrund.
Im oberen und mittleren Bereich des Grossen Aletschgletschers wurden Fliessgeschwindigkeiten von bis zu ungefähr 200 Metern pro Jahr gemessen. Im Gebiet des Aletschwalds bewegt sich das Eis langsamer.[6]
Die Geschwindigkeit hängt von mehreren Faktoren ab:
- der Neigung des Gletscherbetts;
- der Eisdicke;
- der Temperatur des Eises;
- der Menge des Schmelzwassers am Untergrund;
- der Form des Gletscherbetts;
- dem Nachschub aus dem Nährgebiet.
An Geländestufen und Kurven entstehen Spannungen im Eis. Diese führen zu Gletscherspalten, Séracs und unregelmässigen Oberflächenformen.
Mittelmoränen
Besonders auffällig sind die dunklen Mittelmoränen, die den Gletscher über viele Kilometer begleiten. Sie entstehen dort, wo zwei Firn- oder Gletscherströme zusammenfliessen.
Das Gesteinsmaterial der ursprünglichen Seitenmoränen gelangt beim Zusammenfluss in die Mitte des neuen Eisstroms. Es wird anschliessend mit dem Eis talabwärts transportiert.
Auf dem Grossen Aletschgletscher sind vor allem die Kranzbergmoräne und die Trugbergmoräne deutlich sichtbar. Sie markieren die Nahtstellen zwischen dem Grossen Aletschfirn, dem Jungfraufirn und dem Ewigschneefäld.
Die Mittelmoränen verdeutlichen, dass sich die einzelnen Eisströme nicht sofort vollständig vermischen. Ihre unterschiedlichen Fliessbahnen bleiben über grosse Entfernungen erkennbar.
Eisdicke und Gletscherbett
Der Grosse Aletschgletscher füllt ein tief ausgeschürftes Tal. Am Konkordiaplatz liegt das Gletscherbett mehrere hundert Meter unter der sichtbaren Eisoberfläche.
Messungen mit Radar und seismischen Verfahren ergaben dort eine Eisdicke von ungefähr 800 bis 900 Metern. Talabwärts nimmt die Mächtigkeit allmählich ab.
Das Gletscherbett ist nicht gleichmässig geneigt. Es besitzt Schwellen, Vertiefungen und übertiefte Becken. Nach dem vollständigen Abschmelzen des Eises könnten sich in mehreren dieser Vertiefungen neue Seen bilden.
Die genaue Entwicklung hängt von der Form des Untergrunds, dem weiteren Eisverlust, der Menge des mitgeführten Sediments und der Stabilität natürlicher Dämme ab.
Entwässerung
Das Schmelzwasser des Grossen Aletschgletschers sammelt sich in zahlreichen oberirdischen und unterirdischen Wasserläufen. Es verlässt die Gletscherzunge als Massa.
Die Massa fliesst durch die tief eingeschnittene Massaschlucht in Richtung Rhonetal. Ein Teil des Wassers wird für die Stromproduktion genutzt. Bei Bitsch mündet der Fluss in die Rhone.
Das Einzugsgebiet ist stark durch Schnee- und Gletscherschmelze geprägt. Die Abflussmenge ist im Winter niedrig und steigt während der warmen Monate deutlich an.
Gletscher wirken als natürliche Wasserspeicher. Schnee wird im Winter und in hohen Lagen über längere Zeit gespeichert. Während heisser und trockener Sommer geben die Gletscher einen Teil dieses Wassers durch Schmelze frei.
Mit dem fortschreitenden Gletscherschwund kann der sommerliche Abfluss vorübergehend zunehmen. Sobald das verbleibende Eisvolumen jedoch stark abgenommen hat, sinkt der Beitrag des Gletschers zur Wasserführung.
Märjelensee
Östlich des Grossen Aletschgletschers liegt der Märjelensee. Während früherer Hochstände staute der Gletscher den Abfluss des Märjelentals und bildete einen grossen natürlichen Eisstausee.
Der Wasserstand schwankte stark. Wiederholt entleerte sich der See plötzlich durch Spalten und Kanäle unter dem Gletscher. Solche Ausbrüche führten zu Hochwasser in der Massa und konnten im Raum Naters und im Rhonetal Schäden verursachen.[7]
Um die Gefahr zu vermindern, wurde im späten 19. Jahrhundert ein Entlastungsstollen in Richtung Fieschergletscher gebaut. Durch den Rückzug des Grossen Aletschgletschers verlor der Märjelensee später seine frühere Ausdehnung.
Heute bestehen mehrere kleinere Seen und Feuchtgebiete. Das Gebiet ist ein beliebtes Wanderziel und ein Ausgangspunkt für geführte Gletschertouren.
Geologie
Der Grosse Aletschgletscher liegt in einem geologisch vielfältigen Teil der Alpen. Im Welterbegebiet treffen sehr alte kristalline Gesteine und jüngere Sedimentgesteine aufeinander.
Die Bildung der Alpen begann, als sich die afrikanische und die europäische Kontinentalplatte annäherten. Gesteinspakete wurden gefaltet, überschoben und angehoben.
Im Gebiet des Aletschgletschers treten unter anderem auf:
- Granite;
- Gneise;
- kristalline Schiefer;
- Amphibolite;
- Kalk- und Sedimentgesteine.
Der Gletscher schleift, sprengt und transportiert das Gestein. Dadurch entstanden Trogtäler, Rundhöcker, Moränen, Schliffgrenzen und tief eingeschnittene Abflussrinnen.
Das UNESCO-Welterbe gilt als besonders anschauliches Beispiel für die Gebirgsbildung und die formende Wirkung der Vergletscherung.[8]
Entstehung der Landschaft
Während der Eiszeiten waren grosse Teile des Wallis von mächtigen Gletschern bedeckt. Der damalige Aletschgletscher war wesentlich länger und verband sich mit dem Rhonegletscher.
Das Eis formte das Gelände durch Abrasion und Ausbrechen von Gesteinsblöcken. Es vertiefte Täler und hinterliess nach seinem Rückzug mächtige Ablagerungen.
Zu den sichtbaren Spuren gehören:
- Seiten- und Endmoränen;
- abgeschliffene Felsflächen;
- Gletscherschrammen;
- Findlinge;
- Schotter- und Sandablagerungen;
- ehemalige Eisrandterrassen;
- übertiefte Täler und Becken.
Die Vegetationsgrenzen am Rand des heutigen Gletschers zeigen, welche Flächen noch während der Kleinen Eiszeit vom Eis bedeckt waren.
Gletscherschwankungen
Der Grosse Aletschgletscher veränderte seine Ausdehnung auch vor der modernen Klimaerwärmung. Kältere und niederschlagsreichere Perioden führten zu Vorstössen, während wärmere und trockenere Phasen Rückzüge verursachten.
Die Geschichte lässt sich anhand verschiedener Quellen rekonstruieren:
- historische Karten;
- Gemälde und Fotografien;
- Moränen;
- Holzreste und ehemalige Baumstandorte;
- schriftliche Berichte;
- Messreihen;
- Luft- und Satellitenbilder.
Während des Holozäns zog sich der Gletscher zeitweise deutlich weiter zurück als in späteren Jahrhunderten. In anderen Perioden stiess er wieder vor und überdeckte ältere Böden, Wälder und Wege.
= Kleine Eiszeit
Während der Kleinen Eiszeit erreichte der Gletscher mehrfach grosse Ausdehnungen. Besonders bedeutende Hochstände traten im 17. und 19. Jahrhundert auf.
Um 1850 erreichten zahlreiche Alpengletscher ihren letzten grossen Höchststand. Auch die Zunge des Grossen Aletschgletschers lag damals mehrere Kilometer weiter talabwärts als heute.
Die damaligen Seitenmoränen sind im Gelände noch deutlich erkennbar. An den Talflanken zeigen helle, weitgehend vegetationsfreie Zonen die frühere Höhe des Eises.
Seit dem Ende der Kleinen Eiszeit überwiegt der Rückzug. Einzelne kühlere Jahrzehnte führten zwar zeitweise zu einer Stabilisierung oder einem begrenzten Vorstoss, konnten den langfristigen Trend aber nicht umkehren.
Messungen und Forschung
Der Grosse Aletschgletscher gehört zu den wissenschaftlich am besten untersuchten Gletschern der Alpen. Seine Grösse, gute Zugänglichkeit und lange Dokumentationsgeschichte machen ihn für die Glaziologie besonders wertvoll.
Zu den untersuchten Grössen gehören:
- Länge und Lage der Gletscherzunge;
- Fläche;
- Eisdicke;
- Fliessgeschwindigkeit;
- Massenbilanz;
- Oberflächenhöhe;
- Temperatur des Eises;
- Schmelzwasserabfluss;
- Veränderungen der Vegetation nach dem Rückzug.
Die systematische Beobachtung der Längenänderung begann 1870. Heute werden Feldmessungen mit Luftbildern, Satellitendaten, digitalen Höhenmodellen, Radar und GPS kombiniert.
Das Messnetz GLAMOS wird von der ETH Zürich sowie den Universitäten Freiburg und Zürich betrieben. Unterstützt wird es unter anderem vom Bundesamt für Umwelt, MeteoSchweiz, der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz und Swisstopo.[9]
Entwicklung seit 1870
Die Messreihe zeigt einen ausgeprägten langfristigen Rückzug.
| Messgrösse | Aktueller beziehungsweise jüngster verfügbarer Wert |
|---|---|
| Fläche | 75,79 km² im Jahr 2023 |
| Ungefähre Länge | rund 22 km |
| Längenänderung | −3387 m zwischen 1870 und 2024 |
| Massenbilanz 2024/2025 | −1,475 m Wasseräquivalent |
| Eisdicke am Konkordiaplatz | ungefähr 800–900 m |
Der Rückzug ist nicht in jedem Jahr gleich stark. Schneereiche Winter und kühle Sommer können den Verlust vorübergehend verlangsamen. Warme, trockene Sommer mit wenig Winterschnee führen dagegen zu besonders negativen Massenbilanzen.
In den Jahren 2022 und 2023 verloren die Schweizer Gletscher aussergewöhnlich viel Eis. MeteoSchweiz schätzte, dass der Grosse Aletschgletscher allein 2022 ungefähr sechs Prozent seines Volumens verlor.[3]
Auch im Jahr 2025 setzte sich der Eisverlust fort. Die gemessene Massenbilanz blieb deutlich negativ.[1]
Ursachen des Rückzugs
Ein Gletscher befindet sich im Gleichgewicht, wenn langfristig ungefähr gleich viel Schnee und Eis hinzukommt, wie durch Schmelze, Verdunstung und Eisabbruch verloren geht.
Beim Grossen Aletschgletscher übersteigen die Verluste den Nachschub seit längerer Zeit. Die wichtigsten Ursachen sind:
- steigende Lufttemperaturen;
- längere Schmelzperioden;
- höhere Nullgradgrenzen;
- häufiger als Regen statt Schnee fallender Niederschlag;
- frühes Abschmelzen der schützenden Schneedecke;
- dunkler Staub und Schutt auf der Oberfläche;
- aussergewöhnlich warme Sommer.
Eine frische Schneedecke reflektiert einen grossen Teil der Sonnenstrahlung. Sobald dunkleres Eis oder Schutt sichtbar wird, nimmt die Oberfläche mehr Wärme auf und die Schmelze beschleunigt sich.
Grosse Gletscher reagieren mit zeitlicher Verzögerung auf Klimaveränderungen. Selbst bei einer raschen Stabilisierung der Temperaturen würde der Aletschgletscher deshalb noch über Jahrzehnte weiter an Masse und Länge verlieren.
Zukunft des Gletschers
Forschende der ETH Zürich veröffentlichten 2019 detaillierte Modellrechnungen zur Entwicklung des Grossen Aletschgletschers bis zum Jahr 2100.
Selbst bei einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf weniger als zwei Grad wurde ein Verlust von mehr als der Hälfte der damaligen Länge und des Eisvolumens erwartet. Bei einer starken weiteren Erwärmung könnten bis zum Ende des Jahrhunderts nur noch kleinere, voneinander getrennte Eisfelder übrig bleiben.[10]
Die Modellierung zeigte zudem, dass der Gletscher nicht mehr im Gleichgewicht mit dem heutigen Klima steht. Selbst ohne eine zusätzliche Erwärmung würde er noch erheblich schrumpfen.
Die tatsächliche Entwicklung hängt von mehreren Faktoren ab:
- dem weltweiten Ausstoss von Treibhausgasen;
- dem Ausmass der regionalen Erwärmung;
- der zukünftigen Niederschlagsverteilung;
- der Schneemenge im Winter;
- der Häufigkeit extremer Hitzeperioden;
- der Reaktion der einzelnen Firnbecken.
Das Verschwinden grosser Teile des Gletschers würde die Landschaft grundlegend verändern. Neue Felsflächen, Seen, Bäche und instabile Hänge würden entstehen.
Neue Seen
Das Gletscherbett besitzt mehrere übertiefte Bereiche. Mit dem weiteren Rückzug könnten sich darin Seen bilden.
Mögliche Standorte liegen unter anderem:
- im heutigen Zungengebiet;
- bei den Katzenlöchern;
- im Bereich des Märjelensees;
- in Vertiefungen weiter oberhalb;
- langfristig im Gebiet des Konkordiaplatzes.
Neue Seen können landschaftlich und touristisch attraktiv sein. Sie können zudem für die Energiegewinnung oder als Wasserspeicher interessant werden.
Gleichzeitig entstehen Risiken durch instabile Hänge, Felsstürze, Flutwellen, Sedimente und den möglichen Bruch natürlicher Dämme. Planung und Nutzung erfordern deshalb geologische, hydrologische und ökologische Untersuchungen.
Naturgefahren
Der Rückzug des Gletschers verändert die Naturgefahren im Aletschgebiet.
Mögliche Gefahren sind:
- Steinschlag aus auftauenden Felswänden;
- Felsstürze;
- instabile Seitenmoränen;
- Spaltenstürze;
- plötzliche Schmelzwasserausbrüche;
- Bewegungen an den Talflanken;
- Hochwasser in der Massa;
- Flutwellen in neu entstehenden Seen.
Besonders bekannt sind die Bewegungen im Gebiet der Moosfluh. Der Hang reagiert auf die Entlastung durch den schwindenden Gletscher und wird durch geologische Störungen beeinflusst.
Wanderwege, Aussichtspunkte und touristische Anlagen müssen deshalb regelmässig kontrolliert und teilweise verlegt werden.
Aletschwald
An der nordwestlichen Flanke des unteren Gletschers liegt der Aletschwald. Er gehört zu den bekanntesten Bergwäldern der Schweiz.
Der Wald besteht hauptsächlich aus Arven und Lärchen. Einige Arven erreichen ein hohes Alter und weisen von Wind, Schnee und Blitzschlag geformte Wuchsformen auf.
Der Aletschwald wurde früher durch Holznutzung, Weidewirtschaft und das Sammeln von Waldprodukten stark beansprucht. Seit 1933 steht ein grosser Teil unter Schutz und wird nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt.[11]
Zum Lebensraum gehören unter anderem:
- Rothirsche;
- Gämsen;
- Rehe;
- Tannenhäher;
- Birkhühner;
- Steinadler;
- zahlreiche Insekten und Alpenpflanzen.
Der Tannenhäher spielt eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Arve. Er versteckt Arvennüsse als Wintervorrat. Nicht wiedergefundene Samen können zu neuen Bäumen heranwachsen.
Vegetationsentwicklung
Der Rückzug des Gletschers legt Flächen frei, die zunächst fast ohne Leben sind. Auf diesen Rohböden beginnt eine schrittweise ökologische Entwicklung.
Zu den ersten Besiedlern gehören:
- Bakterien und Algen;
- Flechten;
- Moose;
- widerstandsfähige Pionierpflanzen;
- verschiedene Insekten.
Später entstehen Grasflächen und Zwergstrauchgesellschaften. Mit zunehmender Bodenbildung können Lärchen und schliesslich Arven wachsen.
Die verschiedenen Altersstufen der eisfrei gewordenen Flächen liegen im Aletschgebiet räumlich nahe beieinander. Dadurch lässt sich die Vegetationsentwicklung besonders anschaulich untersuchen.
Die UNESCO nennt diese Abfolge als ein herausragendes Beispiel natürlicher ökologischer Sukzession.[2]
UNESCO-Weltnaturerbe
Das Gebiet Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn wurde 2001 als erstes Naturerbe der Alpen in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. 2007 wurde es erweitert und später in Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch umbenannt.
Das Welterbe umfasst eine Fläche von 82'400 Hektaren. Es erstreckt sich über Gebiete der Kantone Bern und Wallis.
Die UNESCO begründet den aussergewöhnlichen universellen Wert mit:
- der eindrücklichen Hochgebirgslandschaft;
- den geologischen Zeugnissen der Alpenbildung;
- der grossen Vielfalt glazialer Formen;
- den weitgehend natürlichen Ökosystemen;
- der Vegetationsentwicklung nach dem Gletscherrückzug;
- der Bedeutung für Wissenschaft, Kunst, Literatur, Alpinismus und Tourismus.
Der Grosse Aletschgletscher bildet eines der wichtigsten Landschaftselemente des Welterbes. Der Klimawandel wird von der UNESCO zugleich als zentrale langfristige Bedrohung des Gebiets bezeichnet.[2]
Schutz und Verwaltung
Das Welterbegebiet wird gemeinsam von Bund, Kantonen, Gemeinden, Grundeigentümern und regionalen Organisationen betreut.
Zu den Zielen gehören:
- Erhaltung der natürlichen Landschaft;
- Schutz wertvoller Lebensräume;
- nachhaltige touristische Nutzung;
- Information und Umweltbildung;
- wissenschaftliche Beobachtung;
- Koordination von Infrastrukturprojekten;
- Schutz vor unangepassten baulichen Eingriffen.
Das World Nature Forum in Naters dient als Besucher- und Informationszentrum des UNESCO-Welterbes. Es vermittelt die Entstehung der Alpen, die Geschichte der Vergletscherung und die Folgen des Klimawandels.
Auf der Riederfurka betreibt Pro Natura in der Villa Cassel das Pro-Natura-Zentrum Aletsch. Es bietet Ausstellungen, Exkursionen und Bildungsangebote zum Gletscher und zum Aletschwald an.
Alpinismus
Der Grosse Aletschgletscher ist ein wichtiger Zugang zu zahlreichen Gipfeln und Übergängen der Berner Alpen.
Zu den bekannten Hütten im Umfeld gehören:
- die Konkordiahütte;
- die Hollandiahütte;
- die Mönchsjochhütte;
- die Finsteraarhornhütte;
- die Oberaletschhütte;
- die Mittelaletschbiwak-Region.
Klassische Routen führen:
- vom Jungfraujoch über den Jungfraufirn zum Konkordiaplatz;
- vom Lötschental über die Lötschenlücke;
- von der Fiescheralp über den Märjelensee;
- über die Grünhornlücke zum Fieschergletscher;
- zur Konkordiahütte und weiter ins Grimsel- oder Finsteraarhorngebiet.
Eine Begehung des Gletschers erfordert Kenntnisse im Umgang mit Seil, Steigeisen und Spaltenrettung. Wegen der zahlreichen verdeckten Spalten sollte er nur mit geeigneter Ausrüstung und Erfahrung betreten werden.
Geführte Touren werden von lokalen Bergsteigerschulen und Bergführern angeboten. Die Routen müssen wegen des Eisverlusts regelmässig angepasst werden.
Tourismus
Der Grosse Aletschgletscher ist eines der bekanntesten Naturziele der Schweiz. Besonders gut sichtbar ist er von den Aussichtspunkten oberhalb der Aletsch Arena.
Zu den wichtigsten Aussichtspunkten gehören:
- Moosfluh;
- Hohfluh;
- Bettmerhorn;
- Eggishorn;
- Märjelensee;
- Jungfraujoch.
Die autofreien Orte Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp sind durch Luftseilbahnen erschlossen. Wanderwege führen entlang der ehemaligen und heutigen Gletschergrenzen.
Das Eggishorn bietet einen besonders weiten Blick auf den gesamten Eisstrom vom Konkordiaplatz bis zur Zunge. Bei klarer Sicht sind auch Jungfrau, Mönch, Aletschhorn, Weisshorn und Matterhorn erkennbar.
Der Gletscherrückzug verändert den Tourismus. Aussichtspunkte liegen zunehmend weiter vom Eis entfernt, Zugänge müssen verlegt werden und frühere Gletscherrouten führen heute über Schutt oder Fels.
Wissenschafts- und Bildungstourismus
Neben klassischen Feriengästen besuchen Schulklassen, Hochschulen und wissenschaftliche Gruppen das Aletschgebiet.
Der Gletscher eignet sich besonders zur Vermittlung von Themen wie:
- Klimawandel;
- Glaziologie;
- Alpenentstehung;
- Naturgefahren;
- Wasserkreislauf;
- Pflanzenbesiedlung;
- nachhaltiger Tourismus.
Das World Nature Forum, das Pro-Natura-Zentrum Aletsch und die Welterbeorganisation bieten Ausstellungen, Lehrmittel und geführte Exkursionen an.
Historische Fotografien und Karten ermöglichen einen direkten Vergleich zwischen früheren Gletscherständen und der heutigen Situation.
Kulturelle Bedeutung
Der Grosse Aletschgletscher prägte die Wahrnehmung der Alpen als Natur- und Erholungsraum. Seit dem 18. und 19. Jahrhundert wurde er von Forschern, Malern, Schriftstellern und Reisenden beschrieben.
Mit dem Aufschwung des Alpinismus nahm das internationale Interesse zu. Britische Bergsteiger und Naturwissenschaftler gehörten zu den frühen Besuchern der Region.
Der irische Physiker und Gletscherforscher John Tyndall hielt sich wiederholt im Aletschgebiet auf. Er untersuchte die Bewegung des Eises und trug zur Bekanntheit der Region in Grossbritannien bei.
Gemälde, Reiseberichte, Fotografien und touristische Plakate machten den Gletscher zu einem Symbol der Schweizer Hochalpen.
Heute steht er zunehmend als sichtbares Zeichen des Klimawandels im Mittelpunkt. Bildvergleiche zeigen den Rückzug besonders eindrücklich und werden häufig in Medien, Ausstellungen und Bildungsprojekten verwendet.
Wirtschaftliche Bedeutung
Der Gletscher und seine Umgebung besitzen eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für das Oberwallis.
Direkt oder indirekt profitieren:
- Bergbahnen;
- Hotels und Ferienwohnungen;
- Gastronomiebetriebe;
- Bergführer;
- Sportgeschäfte;
- Verkehrsunternehmen;
- Besucherzentren;
- regionale Produzenten.
Das Schmelzwasser wird zudem für die Energiegewinnung genutzt und trägt zur sommerlichen Wasserführung der Massa und der Rhone bei.
Der langfristige Gletscherschwund kann diese Nutzungen verändern. Für Tourismus, Wasserversorgung, Landwirtschaft und Energieproduktion entstehen neue Herausforderungen.
Verhalten auf und am Gletscher
Der Grosse Aletschgletscher ist kein gewöhnliches Wandergebiet. Seine Oberfläche und die Zugänge verändern sich laufend.
Zu den Gefahren gehören:
- offene und zugeschneite Spalten;
- instabile Eisbrücken;
- Steinschlag;
- rutschige Moränen;
- Schmelzwasserbäche;
- plötzliche Wetterwechsel;
- schlechte Sicht;
- Kälte und starke Sonneneinstrahlung.
Gletscherwanderungen sollten nur mit geeigneter Ausrüstung und ausreichender Erfahrung durchgeführt werden. Ortsunkundigen wird die Begleitung durch diplomierte Bergführer empfohlen.
Auch an den Gletscherrändern ist Vorsicht erforderlich. Neu freigelegte Moränen und Hänge können instabil sein. Absperrungen und lokale Hinweise müssen beachtet werden.
Siehe auch
- Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch
- Aletschhorn
- Konkordiaplatz
- Konkordiahütte
- Aletschwald
- Märjelensee
- Massa
- Oberaletschgletscher
- Mittelaletschgletscher
- Fieschergletscher
- Jungfraujoch
- Berner Alpen
- Gletscher in der Schweiz
- Gletscherschwund in der Schweiz
Literatur
- Hans Röthlisberger: Der Grosse Aletschgletscher. Schweizer Alpen-Club, Bern.
- Hanspeter Holzhauser: Gletscherschwankungen innerhalb der letzten 3200 Jahre am Beispiel des Grossen Aletsch- und des Gornergletschers. Zürich 1995.
- Guillaume Jouvet, Matthias Huss: Future retreat of Great Aletsch Glacier. In: Journal of Glaciology. Band 65, 2019.
- Schweizerische Gletscherkommission: Die Gletscher der Schweizer Alpen. Zürich.
- Schweizer Alpen-Club: Clubführer Berner Alpen. Bern.
- UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch: Eisströme – Gletscherlandschaften im Welterbe. Naters.
- Pro Natura Zentrum Aletsch: Der Aletschwald und der Grosse Aletschgletscher. Riederalp.
Weblinks
- Grosser Aletschgletscher beim Schweizerischen Gletschermessnetz GLAMOS
- UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch
- Offizielle Website des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch
- Informationen des Pro-Natura-Zentrums Aletsch
- Informationen der Aletsch Arena
- Grosser Aletschgletscher beim Schweizer Alpen-Club
- Kartenviewer des Bundes
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Schweizerisches Gletschermessnetz GLAMOS: Grosser Aletschgletscher, Angaben zu Fläche, Massenbilanz und Längenänderung, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Swiss Alps Jungfrau-Aletsch, UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ 3,0 3,1 Der Aletschgletscher schrumpft immer schneller, Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, 12. Oktober 2023, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Aussichtspunkt Konkordiaplatz, UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Neuer Hüttenzustieg für die Konkordiahütte SAC, Schweizer Alpen-Club, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Grosser Aletschgletscher, Schweizer Alpen-Club, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Der Märjelensee, Schweizer Alpen-Club, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Swiss Alps Jungfrau-Aletsch – Outstanding Universal Value, UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Über GLAMOS, Schweizerisches Gletschermessnetz, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Schlechte Aussichten für den Aletschgletscher, ETH Zürich, 12. September 2019, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Naturschutzgebiet Aletschwald, Pro Natura, abgerufen am 3. August 2026.
Wikimedia Commons: Medien zu Grosser Aletschgletscher