Autobahn A14

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Autobahn A14
Autobahnsignal A14
Verlauf der Autobahn A14
Land Schweiz
Strassentyp Autobahn
Nummer A14
Nationalstrasse N14
Beginn Verzweigung Rotsee bei Luzern
Ende Sihlbrugg
Gesamtlänge rund 29 km
Kantone Luzern, Aargau, Zug
Betreiber Bundesamt für Strassen
Ausbauzustand vier- bis sechsstreifige Autobahn

Die Autobahn A14 ist eine Autobahn in der Zentralschweiz. Sie verbindet die Autobahn A2 bei der Verzweigung Rotsee nordöstlich von Luzern mit dem Raum Rotkreuz, Cham, Baar und Sihlbrugg. Zwischen den Verzweigungen Rütihof und Blegi verläuft sie gemeinsam mit der Autobahn A4.

Die als Autobahn signalisierte Verbindung von Rotsee bis Sihlbrugg ist einschliesslich des gemeinsam mit der A4 geführten Abschnitts rund 29 Kilometer lang. Die übergeordnete Nationalstrasse N14 führt ab Sihlbrugg als nicht richtungsgetrennte Hauptstrasse über den Hirzelpass weiter nach Wädenswil, wo sie an die A3 anschliesst.[1]

Die A14 bildet gemeinsam mit der A4 die wichtigste Strassenverbindung zwischen den Wirtschaftsräumen Luzern, Zug und Zürich. Sie dient zugleich als Zubringer zur Nord-Süd-Achse der A2 in Richtung Gotthard und Tessin.

Bezeichnung und Einordnung

Die Bezeichnungen A14 und N14 haben unterschiedliche Bedeutungen. Die A-Nummer bezeichnet die für Verkehrsteilnehmende signalisierte Autobahnroute. Die N-Nummer bezeichnet dagegen die rechtliche Einordnung als Nationalstrasse.

Die Nationalstrasse N14 reicht über das Autobahnende in Sihlbrugg hinaus. Zwischen Sihlbrugg und Wädenswil ist sie als Hauptstrasse mit Gegenverkehr ausgebaut. Dieser Abschnitt besitzt keine physische Richtungstrennung und ist nicht als Autobahn signalisiert.[1]

Historisch bezeichnete die A14 zunächst nur die Verbindung zwischen Luzern und der Verzweigung Rütihof. Der Abschnitt von der Verzweigung Blegi nach Sihlbrugg wurde früher als A4a bezeichnet und gehörte dem Kanton Zug. Nach der Übernahme durch den Bund wurde er in die N14 beziehungsweise A14 einbezogen.

Verlauf

Verzweigung Rotsee

Die A14 beginnt an der Verzweigung Rotsee im Norden der Stadt Luzern. Dort zweigt sie von der A2 ab. Die A2 führt nach Norden über Sursee, Zofingen und Basel sowie nach Süden durch die Stadt Luzern in Richtung Stans, Gotthard und Chiasso.

Unmittelbar nach der Verzweigung erschliesst der Anschluss Emmen-Süd Teile der Gemeinden Emmen, Ebikon und Luzern. Die Autobahn überquert die Reuss und führt anschliessend durch den Rathausen-Tunnel.

Rathausen und Buchrain

Im Gebiet Rathausen verläuft die A14 zwischen der Reuss, dem Reusskanal und den Siedlungsgebieten von Ebikon und Emmen. Der rund 700 Meter lange Rathausen-Tunnel schützt die Umgebung teilweise vor Lärm und trennt die Autobahn von benachbarten Wohn- und Erholungsgebieten.

Östlich des Tunnels folgt der Anschluss Buchrain. Er wurde zusammen mit dem Zubringer Rontal am 22. Juni 2011 eröffnet.[2]

Der Zubringer verbindet die A14 direkt mit Buchrain, Dierikon, Ebikon und dem übrigen Rontal. Sein zentrales Bauwerk ist ein Tunnel, der einen grossen Teil des regionalen Verkehrs an den Ortszentren vorbeiführt.

Rontal und Gisikon

Von Buchrain verläuft die Autobahn durch das Rontal in Richtung Osten. Sie passiert die Gemeinden Buchrain, Root und Gisikon.

Der Anschluss Gisikon-Root liegt westlich der Reuss und erschliesst neben Gisikon und Root auch Honau, das südliche Freiamt und Teile des Luzerner Seetals. Der 1973 errichtete Anschluss wurde zwischen 2019 und 2021 umfassend erneuert und umgestaltet.[3]

Reussbrücke und Rotkreuz

Östlich von Gisikon überquert die A14 die Reuss auf der Autobahnbrücke Rotkreuz–Dietwil. Das Bauwerk liegt im Grenzgebiet der Kantone Luzern, Aargau und Zug.

Die Autobahn berührt dabei das Gebiet der aargauischen Gemeinde Dietwil und erreicht anschliessend die Zuger Gemeinde Risch. In diesem Abschnitt führt sie an den Ortsteilen Rotkreuz und Holzhäusern vorbei.

Der Anschluss Rotkreuz erschliesst den regional bedeutenden Wirtschafts- und Verkehrsknoten Rotkreuz. In der Umgebung befinden sich grosse Gewerbe- und Industriegebiete sowie der Bahnhof Rotkreuz, an dem mehrere Eisenbahnstrecken zusammentreffen.

Verzweigung Rütihof

Bei der Verzweigung Rütihof trifft die A14 auf die A4. Von dort führt die A4 nach Süden über Küssnacht, Schwyz und Brunnen. Die A14 verläuft dagegen gemeinsam mit der A4 in nördlicher Richtung zur Verzweigung Blegi.

Rütihof ist eine der wichtigsten Autobahnverzweigungen der Zentralschweiz. Der Knoten verbindet die Verkehrsrichtungen Luzern, Zürich, Zug und Gotthard miteinander.

Gemeinsamer Abschnitt mit der A4

Zwischen Rütihof und Blegi tragen die Fahrbahnen sowohl die Bezeichnung A4 als auch A14. Der Abschnitt wurde wegen des zunehmenden Verkehrs auf sechs Fahrstreifen erweitert.

Über den Anschluss Cham werden Cham, Hünenberg und die südwestlichen Gebiete der Stadt Zug erschlossen. Seit der Eröffnung der A4 durch das Knonaueramt im Jahr 2009 ist der gemeinsame Abschnitt Teil der direkten Autobahnverbindung zwischen Luzern und Zürich.

Verzweigung Blegi und Baar

An der Verzweigung Blegi trennen sich die beiden Autobahnrouten wieder. Die A4 führt nach Norden durch das Knonaueramt in Richtung Zürich. Die A14 zweigt nach Osten in Richtung Zug, Baar und Sihlbrugg ab.

Die Strecke passiert dicht besiedelte und gewerblich genutzte Gebiete im Norden der Stadt Zug. Über die Anschlüsse Zug und Baar werden die Stadt Zug, Baar, Steinhausen und weitere Gemeinden des Kantons erschlossen.

Walterswil und Sihlbrugg

Östlich von Baar führt die A14 durch das Gebiet Walterswil. Die Landschaft wird dort zunehmend ländlicher und hügeliger.

Bei Sihlbrugg endet die richtungsgetrennte Autobahn. Die N14 verläuft anschliessend durch das Gewerbegebiet von Sihlbrugg und überquert die Sihl. Danach führt sie als Hauptstrasse über den Hirzel nach Wädenswil.[1]

Anschlüsse und Verzweigungen

Wichtige Anschlüsse und Autobahnknoten
Anschluss oder Verzweigung Erschlossene Orte und Strassen
Verzweigung Rotsee Verbindung mit der A2 Richtung Basel, Luzern und Gotthard
Emmen-Süd Emmen, Ebikon, Luzern-Nord
Buchrain Buchrain, Dierikon, Ebikon, Rontal und Luzerner Seetal
Gisikon-Root Gisikon, Root, Honau, Dietwil und südliches Freiamt
Rotkreuz Rotkreuz, Risch, Hünenberg und Industriegebiete im Raum Rotkreuz
Verzweigung Rütihof Verbindung mit der A4 Richtung Küssnacht, Schwyz und Gotthard
Cham Cham, Hünenberg und Zug-West
Verzweigung Blegi Trennung von A4 und A14; A4 Richtung Zürich, A14 Richtung Baar und Sihlbrugg
Zug Stadt Zug, Steinhausen und nördliche Stadtgebiete
Baar Baar und zentrale Gebiete des Kantons Zug
Walterswil Walterswil, Neuheim und östliche Gebiete von Baar
Sihlbrugg Autobahnende; Übergang zur N14 Richtung Hirzel und Wädenswil

Geschichte

Planung des Nationalstrassennetzes

Die Verbindung Luzern–Zug wurde in den frühen Planungen des schweizerischen Nationalstrassennetzes als N14 vorgesehen. Sie sollte die A2 bei Luzern mit dem Kanton Zug und der geplanten Ost-West-Verbindung in Richtung Zürich verbinden.

Die Trassewahl orientierte sich teilweise am Tal der Reuss. Dadurch konnten grössere Steigungen vermieden und die rasch wachsenden Siedlungs- und Industriegebiete des Rontals erschlossen werden.

Gleichzeitig erforderte der Bau zahlreiche Brücken, Unterführungen und Entwässerungsanlagen. Besonders anspruchsvoll waren die Querungen der Reuss und der Bau des Abschnitts bei Rathausen.

Eröffnung Gisikon–Rütihof

Der Abschnitt zwischen Gisikon und der Verzweigung Rütihof wurde 1974 dem Verkehr übergeben.[4]

Mit diesem Abschnitt erhielten Rotkreuz und die umliegenden Gemeinden einen direkten Autobahnanschluss in Richtung Luzern. Die Autobahn entlastete die Kantonsstrassen durch Root, Gisikon, Honau und Rotkreuz vom überregionalen Durchgangsverkehr.

Fertigstellung bis Luzern

Die Lücke zwischen Gisikon und Luzern wurde 1986 geschlossen. Seitdem besteht eine durchgehende Autobahnverbindung zwischen der Verzweigung Rotsee und Rütihof.[4]

Die Eröffnung förderte die wirtschaftliche Entwicklung des Rontals. Entlang der Autobahn entstanden neue Gewerbe-, Industrie- und Wohngebiete. Gleichzeitig nahm der Pendlerverkehr zwischen Luzern und Zug deutlich zu.

Ausbau Rütihof–Blegi

Mit dem Wachstum des Kantons Zug und der zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtung mit Zürich erreichte der Abschnitt zwischen Rütihof und Blegi früh eine hohe Verkehrsbelastung.

Der gemeinsame Abschnitt von A4 und A14 wurde deshalb auf sechs Fahrstreifen erweitert. Der Ausbau wurde 2007 abgeschlossen. Dadurch konnte die Kapazität des wichtigsten Autobahnabschnitts im Raum Cham und Rotkreuz erhöht werden.

Nach der Eröffnung der A4 durch das Knonaueramt am 13. November 2009 nahm die Bedeutung des Abschnitts weiter zu. Seither verläuft die schnellste Strassenverbindung zwischen Luzern und Zürich über die A14 und A4.

Anschluss Buchrain

Der Anschluss Buchrain und der Zubringer Rontal entstanden nach jahrzehntelangen Planungen und politischen Auseinandersetzungen.

In einer kantonalen Volksabstimmung vom 25. September 2005 wurde der Bau des Zubringers angenommen. Nach knapp vierjähriger Bauzeit wurden der Autobahnanschluss und der Zubringer am 22. Juni 2011 eröffnet.[2]

Das Projekt verbesserte die Anbindung des Rontals und des Luzerner Seetals an die A14. Zugleich wurden Teile des regionalen Verkehrs aus den Ortszentren von Ebikon, Dierikon und Buchrain verlagert.

Übernahme der Strecke Baar–Wädenswil

Mit dem neuen Netzbeschluss des Bundes wurde die Verbindung Baar–Sihlbrugg–Wädenswil am 1. Januar 2020 in das Nationalstrassennetz aufgenommen. Der Bund übernahm von den Kantonen Zug und Zürich die Verantwortung für Betrieb und Unterhalt.[5]

Die frühere kantonale Autobahn zwischen Blegi und Sihlbrugg war zuvor als A4a bezeichnet worden. Nach der Übernahme wurde sie der A14 zugeordnet. Damit entstand eine einheitliche Verbindung von Luzern bis Sihlbrugg.

Bedeutende Bauwerke

Rathausen-Tunnel

Der Rathausen-Tunnel liegt zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain. Er besteht aus zwei getrennten Röhren für die beiden Fahrtrichtungen.

Der Tunnel schützt Teile des Gebiets Rathausen vor den direkten Auswirkungen der Autobahn. Er besitzt moderne Lüftungs-, Beleuchtungs-, Überwachungs- und Sicherheitseinrichtungen.

Reussquerungen

Die A14 überquert die Reuss zweimal. Die erste Querung befindet sich im Raum Rotsee und Rathausen. Die zweite erfolgt auf der Reussbrücke Rotkreuz–Dietwil.

Die Reussbrücke zwischen Dietwil und Rotkreuz ist eines der markantesten Bauwerke der Strecke. Unter der Brücke verlaufen lokale Wege und landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Städtlerwaldbrücke

Im Abschnitt zwischen Baar und Sihlbrugg befindet sich die Städtlerwaldbrücke. Sie führt die Autobahn über ein topografisch anspruchsvolles Gebiet und gehört zu den grösseren Kunstbauten des östlichen Abschnitts.

Zubringer Rontal

Der Zubringer Rontal verbindet den Anschluss Buchrain mit dem regionalen Strassennetz. Ein grosser Teil der Strecke verläuft im rund 900 Meter langen Tunnel.

Der Zubringer ist keine eigentliche Fortsetzung der A14, bildet jedoch ein wichtiges ergänzendes Bauwerk und erschliesst das dicht besiedelte Rontal.

Rastplätze

Zwischen Buchrain und Gisikon-Root liegen auf beiden Fahrbahnseiten die Rastplätze St. Katharina.

Im Rahmen der Gesamterneuerung von 2021 bis 2023 wurden die Ein- und Ausfahrtsspuren der Rastplätze verlängert und mit zusätzlichen Leitmauern versehen. Dadurch sollte das Ein- und Ausfahren sicherer gestaltet werden.[4]

Die Anlagen dienen vor allem kurzen Fahrunterbrechungen. Grössere Autobahnraststätten mit Tankstellen und Gastronomie befinden sich auf den anschliessenden Autobahnen A2 und A4.

Verkehr und Bedeutung

Die A14 gehört zu den meistbefahrenen Autobahnachsen der Zentralschweiz. Besonders stark belastet sind:

  • der Abschnitt zwischen Rotsee und Buchrain
  • die Strecke zwischen Gisikon-Root und Rütihof
  • der gemeinsam mit der A4 geführte Abschnitt Rütihof–Blegi
  • die Anschlüsse Zug und Baar

Die Autobahn nimmt einen grossen Teil des Pendlerverkehrs zwischen Luzern, Zug und Zürich auf. Hinzu kommen regionaler Einkaufs- und Freizeitverkehr sowie der Fernverkehr in Richtung Gotthard.

Für den Güterverkehr verbindet die A14 die Industrie- und Logistikstandorte im Rontal, in Rotkreuz, Cham, Zug und Baar mit dem nationalen Autobahnnetz.

Das Bundesamt für Strassen bezeichnete die A14 zwischen Rütihof und Rotsee auch 2025 als einen der Stauschwerpunkte der Region Luzern. Besonders in Fahrtrichtung Gotthard blieb das Stauaufkommen auf hohem Niveau.[6]

Verkehrsmanagement

Geschwindigkeitsharmonisierung

Zwischen den Verzweigungen Rotsee und Rütihof ist seit 2018 eine Anlage zur Geschwindigkeitsharmonisierung und Gefahrenwarnung in Betrieb.[7]

Sensoren erfassen das Verkehrsaufkommen und die gefahrenen Geschwindigkeiten. Je nach Verkehrsdichte wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf den elektronischen Signalen angepasst. Angezeigt werden normalerweise:

  • 120 km/h bei freiem Verkehr
  • 100 km/h bei zunehmender Belastung
  • 80 km/h bei dichtem Verkehr oder Gefahrensituationen

Durch eine frühzeitige Reduktion der Geschwindigkeit sollen starke Bremsmanöver, Auffahrunfälle und Stop-and-go-Verkehr vermieden werden.

Automatische Geschwindigkeitskontrolle

Im Jahr 2024 installierte das ASTRA auf dem Abschnitt zwischen dem Rathausen-Tunnel und Gisikon-Root eine Geschwindigkeitsmessanlage, die sich automatisch an die jeweils angezeigte Höchstgeschwindigkeit anpasst.[8]

Das System liest die elektronischen Geschwindigkeitssignale und übermittelt die jeweils gültige Limite an das Radargerät. Der reguläre Betrieb war für 2025 vorgesehen. Der betreffende Streckenabschnitt galt zuvor als Unfallschwerpunkt.

Erhaltung und Sanierungen

Buchrain–Rütihof

Zwischen 2021 und 2023 wurde der Abschnitt vom Anschluss Buchrain bis zur Verzweigung Rütihof umfassend erneuert. Die Arbeiten erfolgten in zwei Etappen:

Erhaltungsprojekt Buchrain–Rütihof
Etappe Zeitraum Abschnitt
Erste Etappe 2021–2022 Buchrain–Gisikon-Root
Zweite Etappe 2022–2023 Gisikon-Root–Rütihof

Das Projekt umfasste:

  • die Erneuerung der Fahrbahnbeläge
  • den Einbau von lärmarmem Porenasphalt
  • die Sanierung von Brücken und Überführungen
  • die Erneuerung von Leitplanken
  • die Modernisierung der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung
  • neue Entwässerungsanlagen
  • die Erneuerung von Wildschutzzäunen
  • zusätzliche Amphibien- und Kleintierschutzmassnahmen
  • die Optimierung der Geschwindigkeitsharmonisierungsanlage

Die Gesamtkosten betrugen rund 73 Millionen Franken.[4]

Anschluss Buchrain

Der Anschluss Buchrain und das nachgelagerte Kantonsstrassennetz sind während der Hauptverkehrszeiten regelmässig überlastet.

Der Kanton Luzern untersucht deshalb eine Optimierung des gesamten Anschlussbereichs. Im Januar 2026 wurde ein Planungskredit für die Weiterentwicklung des Projekts bekanntgegeben.[9]

Geprüft werden unter anderem eine angepasste Verkehrsführung, bessere Busverbindungen sowie sicherere Wege für Fussgänger und Velofahrende.

Rütihof

Im Jahr 2026 werden im Bereich der Verzweigung Rütihof Teile der A4 und A14 erneuert. Das Bauprogramm umfasst den Ersatz des Fahrbahnbelags, die Sanierung von Kunstbauten, neue Entwässerungsleitungen sowie die Erneuerung von Leitplanken und Sicherheitsanlagen.[10]

Mehrere Ein- und Ausfahrten werden verlängert, um den Verkehrsfluss und die Sicherheit im Verzweigungsbereich zu verbessern.

Blegi–Sihlbrugg

Seit April 2026 erstellt das ASTRA zwischen Blegi und Walterswil eine neue Geschwindigkeitsharmonisierungs- und Gefahrenwarnanlage.

Die Arbeiten umfassen Fundamente und neue Signalportale entlang der Strecke Blegi–Zug–Baar–Walterswil. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich bis Ende 2026 dauern.[11]

Die Anlage soll die zulässige Höchstgeschwindigkeit automatisch an das Verkehrsaufkommen anpassen, den Verkehrsfluss stabilisieren und das Unfallrisiko reduzieren.

Lärmschutz und Umwelt

Die A14 verläuft durch dicht besiedelte Gebiete und landschaftlich empfindliche Räume entlang der Reuss. Lärmschutz und Gewässerschutz spielen deshalb bei Sanierungen eine wichtige Rolle.

Auf mehreren Abschnitten wurde offenporiger Asphalt eingebaut. Die Hohlräume im Belag absorbieren einen Teil der Rollgeräusche und vermindern gleichzeitig Sprühwasser bei Regen.

Klassische Lärmschutzwände sind aufgrund der Tallage der Autobahn und der erhöht liegenden Wohngebiete nicht überall ausreichend wirksam. Im Abschnitt Gisikon-Root entschied sich das ASTRA deshalb teilweise für lärmmindernde Fahrbahnbeläge statt zusätzlicher hoher Wände.[7]

Das von der Fahrbahn abfliessende Wasser wird gesammelt und behandelt, bevor es in die Umwelt gelangt. Bei neueren Projekten werden Strassenabwasserbehandlungsanlagen, Rückhaltebecken und verbesserte Entwässerungsleitungen eingesetzt.

Erneuerte Wildschutzzäune sollen verhindern, dass Tiere auf die Fahrbahn gelangen. Ergänzende Durchlässe und Schutzvorrichtungen verbessern die Durchgängigkeit für Amphibien und Kleintiere.

Verkehrsvorschriften

Die A14 ist als Autobahn signalisiert. Sie darf nur von Motorfahrzeugen benutzt werden, die eine Geschwindigkeit von mindestens 80 km/h erreichen können und dürfen.

Für Personenwagen gilt grundsätzlich eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Auf stark belasteten Abschnitten wird die Limite durch elektronische Signale häufig auf 100 oder 80 km/h reduziert.

Für die Benutzung ist eine gültige Schweizer Autobahnvignette erforderlich. Dies gilt auch für den Abschnitt zwischen Blegi und Sihlbrugg.

Auf dem gemeinsam mit der A4 geführten Abschnitt gelten die Signale und Wegweiser beider Autobahnrouten. Verkehrsteilnehmende in Richtung Zürich folgen ab Blegi der A4, während der Verkehr nach Zug, Baar und Sihlbrugg auf der A14 bleibt.

Wirtschaftliche und räumliche Auswirkungen

Der Bau der A14 veränderte die Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung im Rontal und im Kanton Zug grundlegend.

Gemeinden wie Buchrain, Dierikon, Root, Gisikon, Risch, Cham und Baar wurden zu gut erreichbaren Wohn- und Arbeitsplatzstandorten. In der Nähe der Anschlüsse entstanden Industrie-, Gewerbe-, Logistik- und Dienstleistungsgebiete.

Besonders Rotkreuz entwickelte sich nach dem Bau der Autobahn und dem Ausbau des Eisenbahnknotens zu einem bedeutenden Unternehmensstandort. Auch die Arbeitsplatzgebiete in Cham, Zug und Baar profitieren von der Verbindung zu Luzern, Zürich und der Gotthardachse.

Gleichzeitig führte die hohe Erreichbarkeit zu zusätzlichem Verkehr, wachsender Siedlungsfläche und steigenden Belastungen für die Gemeinden entlang der Strecke. Ausbau- und Sanierungsprojekte werden deshalb zunehmend mit Massnahmen für den öffentlichen Verkehr, den Fuss- und Veloverkehr sowie den Lärmschutz verbunden.

Siehe auch

Wikimedia Commons Wikimedia Commons: Medien zu Autobahn A14

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Nationalstrasse N14 – Baar–Wädenswil, Bundesamt für Strassen ASTRA, abgerufen am 24. Juli 2026.
  2. 2,0 2,1 Technischer Bericht Strassenverkehrszählung 2011, Kanton Luzern, abgerufen am 24. Juli 2026.
  3. Umgestaltung und Erneuerung A14-Anschluss Gisikon-Root, Bundesamt für Strassen ASTRA, Januar 2020, abgerufen am 24. Juli 2026.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Erhaltungsprojekt A14 Anschluss Buchrain–Verzweigung Rütihof, Bundesamt für Strassen ASTRA, März 2022, abgerufen am 24. Juli 2026.
  5. Informationen zum neuen Netzbeschluss Nationalstrassen, Bundesamt für Strassen ASTRA, abgerufen am 24. Juli 2026.
  6. Verkehrsentwicklung und Verkehrsfluss 2025, Bundesamt für Strassen ASTRA, Juni 2026, abgerufen am 24. Juli 2026.
  7. 7,0 7,1 Erhaltungsprojekt A14 – Informationen zur Geschwindigkeitsharmonisierung, Bundesamt für Strassen ASTRA, März 2021, abgerufen am 24. Juli 2026.
  8. A14 – neue Messanlage zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, Bundesamt für Strassen ASTRA, 11. Juli 2024, abgerufen am 24. Juli 2026.
  9. Optimierung Anschlussbereich Buchrain, Kanton Luzern, abgerufen am 24. Juli 2026.
  10. Bauprogramm A4/A14 im Bereich der Verzweigung Rütihof, Bundesamt für Strassen ASTRA, abgerufen am 24. Juli 2026.
  11. A14 Blegi–Sihlbrugg: Bau eines Verkehrsleitsystems, Bundesamt für Strassen ASTRA, 31. März 2026, abgerufen am 24. Juli 2026.