Felben-Wellhausen

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Felben-Wellhausen
Kanton Thurgau
Bezirk Frauenfeld
BFS-Nr. 4561
Postleitzahl 8552
Höhe 396 m ü. M.
Fläche 7,38 km²
Einwohner 3'172 (2023)
Ortsteile Felben, Wellhausen
Website www.felben-wellhausen.ch

Felben-Wellhausen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau. Sie liegt östlich der Stadt Frauenfeld in der Thurebene und besteht hauptsächlich aus den beiden historischen Ortsteilen Felben und Wellhausen. Die politische Gemeinde in ihrer heutigen Form entstand am 1. Juni 1983 durch den Zusammenschluss der früher selbstständigen Ortsgemeinden Felben und Wellhausen.[1]

Felben-Wellhausen liegt zwischen der Thur im Süden und dem bewaldeten Höhenzug des Wellenbergs im Norden. Die Gemeinde gehört zum engeren Einzugsgebiet von Frauenfeld und hat sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von einer überwiegend landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einem Wohn-, Gewerbe- und Pendlerort entwickelt.

Die Gemeindefläche beträgt 738 Hektaren. Davon entfallen rund 391 Hektaren auf Landwirtschaftsflächen, 193 Hektaren auf Wald, 134 Hektaren auf Siedlungsfläche und rund 20 Hektaren auf Strassen, Gewässer und weitere unproduktive Flächen.[2]

Geografie

Felben-Wellhausen liegt in der breiten Ebene des unteren Thurtals zwischen Frauenfeld und Müllheim.

Der Ortsteil Felben liegt weitgehend in der flachen Thurebene, während sich Wellhausen am Fuss des Wellenbergs befindet. Diese unterschiedliche topografische Lage prägt bis heute den Charakter der beiden historischen Dorfkerne.[1]

Das Gemeindegebiet liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von rund 396 m ü. M.[3]

Die Landschaft ist von Ackerflächen, Wiesen, Waldgebieten und den Gewässern der Thurebene geprägt.

Im Süden bildet die Thur einen bedeutenden Natur- und Erholungsraum. Nördlich des Siedlungsgebiets steigt das Gelände zum Wellenberg an.

Ortsteile

Die Gemeinde besteht aus den beiden historischen Ortsteilen Felben und Wellhausen.

= Felben

Felben bildet den südlichen und heute grösseren Teil der Gemeinde.

Der historische Dorfkern ist durch eine regelmässige, annähernd rechteckige Siedlungsstruktur geprägt. Nach Angaben der Gemeinde bilden die west-östlich ausgerichteten Häuserreihen zusammen mit der Kirche ein charakteristisches Siedlungsviereck.[1]

Felben wurde erstmals 1178 urkundlich erwähnt. Damals bestätigte der Papst dem Kloster Alt St. Johann im Toggenburg Besitz in «Velven».[1]

Der Name entwickelte sich später über Formen wie «Felwen» zum heutigen Felben.

Nach der lokalen Überlieferung verweist der Ortsname auf Weidenbäume.

= Wellhausen

Wellhausen liegt nördlich beziehungsweise nordöstlich von Felben am Fuss des Wellenbergs.

Der Ort wurde 1302 erstmals schriftlich erwähnt.[1]

Historisch war Wellhausen eng mit Schloss Wellenberg verbunden. Die niedere Gerichtsbarkeit lag bei den jeweiligen Besitzern des Schlosses.

Der alte Name «Wellehusen» wird mit einem ursprünglichen Besitzer namens «Wello» in Verbindung gebracht.[1]

Noch heute besitzt Wellhausen einen klar erkennbaren historischen Dorfkern mit traditionellen Wohn- und Landwirtschaftsbauten.

Geschichte

= Vorgeschichte und Römerzeit

Einzelne vorgeschichtliche Funde weisen darauf hin, dass das Gemeindegebiet bereits vor dem Mittelalter genutzt wurde.

Aus der Römerzeit sind unter anderem zwei römische Münzen bekannt.[1]

Durch das heutige Gemeindegebiet verlief eine römische Verkehrsverbindung zwischen dem Raum Winterthur und Pfyn.

Reste der alten Strasse wurden sowohl in der Nähe der Thur als auch beim Römerhof festgestellt.[1]

Die Lage in der leicht passierbaren Thurebene machte das Gebiet schon früh zu einem regionalen Verkehrsraum.

= Mittelalter

Felben wurde 1178 erstmals urkundlich erwähnt.

Der Ort gehörte teilweise zum Besitz des Klosters Alt St. Johann im Toggenburg.

Wellhausen wird 1302 erstmals genannt und stand in engem Zusammenhang mit den Besitzungen des Schlosses Wellenberg.

Im Mittelalter bestanden unterschiedliche Herrschafts- und Gerichtsrechte.

Felben gehörte zeitweise zur niederen Gerichtsbarkeit der Stadt Frauenfeld, während Wellhausen den jeweiligen Herren von Wellenberg unterstand.[1]

= Schloss Wellenberg

Schloss Wellenberg liegt nördlich von Wellhausen auf einer Anhöhe.

Der erste bekannte Bewohner war ein Dienstmann des Klosters Reichenau.[4]

1259 wurde die Burg während eines Konflikts mit Zürich niedergebrannt.[4]

Den Herren von Wellhausen folgten verschiedene Adelsgeschlechter, darunter:

  • Ritter von Spiegelberg;
  • Herren von Strass;
  • Herren von Hohenlandenberg.

Später gelangte das Schloss an eine Konstanzer Patrizierfamilie aus Ulm.[4]

Während eines Teils der frühen Neuzeit residierten Zürcher Obervögte auf Schloss Wellenberg. Sie verwalteten von dort aus die Gerichte Wellhausen, Thundorf, Hüttlingen, Mettendorf und Lustdorf.[4]

1900 übernahm Hauptmann Schenkel das Schlossgut. Seine Nachkommen bewohnen Schloss Wellenberg bis heute.[4]

= Reformation

Seit der Reformation im 16. Jahrhundert war die politische und kirchliche Situation in Felben durch unterschiedliche Herrschaftsrechte geprägt.

Die niedere Gerichtsbarkeit lag bei der Stadt Frauenfeld, während sich Frauenfeld und die jeweiligen Besitzer von Schloss Wellenberg die Kollatur über die Kirche teilten.[1]

Die evangelisch-reformierte Kirche von Felben entwickelte sich zu einem der wichtigsten historischen Bauwerke der Gemeinde.

= Frühe Neuzeit

Die Bevölkerung lebte überwiegend von:

  • Landwirtschaft;
  • Viehzucht;
  • Wein- und Obstbau;
  • lokalem Handwerk;
  • Forstwirtschaft.

1568 wurde in Wellhausen ein Schützenhaus errichtet.[1]

Zwischen 1777 und 1784 entstand die Hauptstrasse von Islikon nach Konstanz, die durch den Raum Felben-Wellhausen führte.[1]

Damit verbesserte sich die überregionale Verkehrserschliessung bereits vor dem Eisenbahnzeitalter.

Römerhof

Eine besondere Rolle in der Landwirtschaftsgeschichte der Gemeinde spielte der Römerhof.

Um 1812 gründete Johann Konrad Freyenmuth an der Gemeindegrenze zu Frauenfeld auf teilweise sumpfigem und sandigem Gelände einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb.[1]

Freyenmuth war Staatskassier, Strasseninspektor und Regierungsrat.

Er wollte zeigen, dass auch auf wenig ertragreichen Böden mit neuen landwirtschaftlichen Methoden gute Erträge erzielt werden konnten.

Zu den von ihm eingesetzten Neuerungen gehörten:

  • Brabanter Pflug;
  • Sämaschine;
  • Stallhaltung des Viehs;
  • neue Grasarten;
  • systematischer Futterbau.

Der Römerhof gilt deshalb als ein Beispiel für die Modernisierung der Thurgauer Landwirtschaft im frühen 19. Jahrhundert.[1]

19. Jahrhundert

1831 zählte das Gebiet der späteren Gemeinde 527 Einwohnerinnen und Einwohner.[1]

1850 wurde an der Weinfelderstrasse ein Schulhaus mit Glockentürmchen errichtet.

Ein entscheidender Entwicklungsschritt war der Bau der Eisenbahn.

1855 nahm die Bahnstrecke von Winterthur nach Romanshorn ihren Betrieb auf.[1]

Felben-Wellhausen erhielt einen eigenen Bahnhof und wurde dadurch direkt mit Frauenfeld, Winterthur und dem Bodenseeraum verbunden.

Die damalige Fahrzeit nach Winterthur beziehungsweise auf der gesamten Strecke war im Vergleich zu heutigen Verbindungen noch erheblich länger. Nach den historischen Angaben der Gemeinde kostete ein Billet der dritten Klasse drei Franken.[1]

Industrialisierung

Ende des 19. Jahrhunderts erreichte die Industrialisierung auch Felben-Wellhausen.

1896 errichteten die Billwiller Brothers eine Stickereifabrik mit 190 Arbeitsplätzen und 64 Maschinen.[1]

Die Textil- und Stickereiindustrie war zu dieser Zeit in weiten Teilen der Ostschweiz von grosser Bedeutung.

Mit neuen industriellen Arbeitsplätzen veränderte sich die Wirtschaftsstruktur des bisher überwiegend landwirtschaftlich geprägten Dorfes.

1900 zählte Felben-Wellhausen beziehungsweise das Gebiet der späteren Gemeinde 573 Einwohnerinnen und Einwohner.[2]

20. Jahrhundert

Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts blieb Felben-Wellhausen eine vergleichsweise kleine Gemeinde.

1930 wurden 755 Einwohner gezählt.[1]

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein allmählicher Strukturwandel ein.

Neue Wohngebiete entstanden, die Bedeutung der Landwirtschaft nahm relativ ab und immer mehr Einwohnerinnen und Einwohner arbeiteten ausserhalb der Gemeinde.

1957 wurde an der Bahnhofstrasse eine neue Turnhalle errichtet.

1960 lebten 848 Menschen im Gebiet der heutigen Gemeinde.[2]

Am 1. September 1963 wurde Felben-Wellhausen an die Abwasserreinigungsanlage Frauenfeld angeschlossen.[1]

1976 wurde die Güterzusammenlegung abgeschlossen. Sie veränderte die Struktur der landwirtschaftlichen Parzellen und erleichterte eine rationellere Bewirtschaftung.

Hochwasser

Die Lage in der Thurebene brachte wiederholt Hochwassergefahren mit sich.

1876 verursachten die Thur und lokale Bäche Schäden von ungefähr 45'000 Franken.[1]

Weitere bedeutende Hochwasserereignisse traten unter anderem 1978 und 1994 auf.[1]

Der Hochwasserschutz entlang der Thur und der lokalen Gewässer gehört deshalb zu den wichtigen infrastrukturellen Aufgaben der Region.

Autobahn A7

Am 24. August 1978 wurde die Autobahn A7 bis zur Pfynerbrücke eröffnet.[1]

Die Autobahn verläuft südlich des Siedlungsgebiets.

Damit verbesserte sich die Strassenverbindung nach Frauenfeld, Winterthur, Kreuzlingen und in weitere Teile der Ostschweiz.

Die Lage nahe der Autobahn und an der Eisenbahn begünstigte die Entwicklung Felben-Wellhausens als Wohn- und Gewerbestandort.

Zusammenschluss 1983

Die heutige politische Gemeinde Felben-Wellhausen entstand am 1. Juni 1983.[1]

Die bis dahin eigenständigen kommunalen Strukturen von Felben und Wellhausen wurden zusammengeführt.

Der Zusammenschluss war ein wichtiger Schritt zur Vereinfachung der lokalen Verwaltung und zur gemeinsamen Planung der zunehmend zusammenwachsenden Siedlungsgebiete.

2008 feierte die Gemeinde das 25-jährige Jubiläum des Zusammenschlusses.[1]

Entwicklung seit 1983

Nach dem Gemeindezusammenschluss setzte sich das Bevölkerungswachstum fort.

1990 lebten 1'632 Menschen in Felben-Wellhausen.

1991 wurde das neue Gemeindehaus an der Poststrasse 13 eingeweiht.[1]

Am 12. Juni 1998 erreichte die Gemeinde erstmals 2'000 Einwohnerinnen und Einwohner.[1]

2003 wurde die neue Doppelturnhalle «Heuberghalle» eröffnet.

2004 folgte die Einweihung des Sekundarschulhauses an der Hauptstrasse.[1]

Die wachsende Bevölkerung führte auch in den folgenden Jahren zu einem Ausbau von Schul-, Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur.

Bevölkerung

Felben-Wellhausen hat seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ein deutliches Bevölkerungswachstum erlebt.

Die Gemeinde veröffentlichte folgende langfristige Entwicklung:[2]

Jahr Einwohner
1900 573
1950 778
1960 848
1970 1'032
1980 1'179
1990 1'632
2000 2'191
2010 2'494
2020 2'864
2021 2'963
2022 3'191
2023 3'172

Zwischen 1980 und 2023 hat sich die Einwohnerzahl damit weit mehr als verdoppelt.

Die Entwicklung ist vor allem auf neue Wohnquartiere, die Nähe zu Frauenfeld und die gute Verkehrsanbindung zurückzuführen.

Der Anteil ausländischer Einwohnerinnen und Einwohner liegt nach Angaben der Gemeinde bei ungefähr 21 Prozent.[2]

Altersstruktur

Die Gemeinde weist folgende ungefähre Altersstruktur aus:[2]

Altersgruppe Anteil
bis 19 Jahre 20,6 %
20 bis 64 Jahre 60,6 %
65 Jahre und älter 18,8 %

Die Altersstruktur entspricht damit weitgehend jener einer wachsenden Wohn- und Pendlergemeinde.

Wirtschaft

Historisch waren Landwirtschaft und später die Textilindustrie die wichtigsten Wirtschaftsbereiche.

Heute ist die Wirtschaftsstruktur deutlich vielfältiger.

Zu den wichtigen Bereichen gehören:

  • Gewerbe;
  • Industrie;
  • Dienstleistungen;
  • Bauwirtschaft;
  • Landwirtschaft;
  • Detailhandel.

Ein erheblicher Teil der erwerbstätigen Bevölkerung pendelt nach Frauenfeld, Winterthur oder in andere Gemeinden der Region.

Gleichzeitig bestehen in Felben-Wellhausen eigene Gewerbe- und Industriebetriebe.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft besitzt trotz des Bevölkerungswachstums weiterhin eine grosse landschaftliche Bedeutung.

Von den 738 Hektaren Gemeindefläche werden rund 391 Hektaren landwirtschaftlich genutzt.[2]

Damit entfällt mehr als die Hälfte des Gemeindegebiets auf landwirtschaftliche Flächen.

Wichtige Nutzungsformen sind:

  • Ackerbau;
  • Getreide;
  • Mais;
  • Futterbau;
  • Viehhaltung;
  • Obstbau.

Die fruchtbaren Böden der Thurebene eignen sich besonders gut für intensiven Ackerbau.

Wald

Rund 193 Hektaren des Gemeindegebiets sind bewaldet.[2]

Die grössten Waldflächen befinden sich insbesondere im Bereich des Wellenbergs und an den Randlagen der Gemeinde.

Die Wälder dienen:

  • Forstwirtschaft;
  • Naturschutz;
  • Naherholung;
  • Schutz vor Erosion;
  • Lebensraum für Wildtiere.

Wander- und Waldwege werden von der Bevölkerung intensiv genutzt.

Verkehr

Felben-Wellhausen ist sowohl mit der Eisenbahn als auch über die Strasse gut erschlossen.

= Bahnhof Felben-Wellhausen

Der Bahnhof Felben-Wellhausen liegt an der Bahnstrecke Winterthur–Frauenfeld–Romanshorn.

Die Strecke wurde 1855 eröffnet.[1]

Der Bahnhof wird heute vom Regional- und S-Bahn-Verkehr bedient.

Direkte Bahnverbindungen bestehen unter anderem nach:

  • Frauenfeld;
  • Winterthur;
  • Weinfelden;
  • Romanshorn;
  • Zürich je nach Verbindung.

Durch die Nähe zu Frauenfeld und den Anschluss an das Zürcher und Ostschweizer Bahnnetz ist der Bahnhof besonders für Pendler von Bedeutung.

= Strassenverkehr

Durch beziehungsweise nahe der Gemeinde verlaufen regionale Hauptstrassen zwischen Frauenfeld und Weinfelden beziehungsweise dem Bodenseeraum.

Südlich des Gemeindegebiets verläuft die Autobahn A7.

Die nächstgelegenen Autobahnanschlüsse ermöglichen schnelle Verbindungen nach:

  • Frauenfeld;
  • Winterthur;
  • Kreuzlingen;
  • Konstanz.

Öffentlicher Verkehr

Neben der Bahn bestehen regionale Busverbindungen.

Bereits 1925 fuhr erstmals ein Postauto von Frauenfeld über die Region in Richtung Steckborn.[1]

Heute ist Felben-Wellhausen in das regionale öffentliche Verkehrsnetz des Kantons Thurgau eingebunden.

Die Kombination aus Bahn und Bus erleichtert den Pendelverkehr und reduziert die Abhängigkeit vom Auto.

Bildung

Felben-Wellhausen verfügt über eigene Schulangebote.

Die Schulinfrastruktur wurde insbesondere aufgrund des starken Bevölkerungswachstums mehrfach erweitert.

2003 wurde die Doppelturnhalle «Heuberghalle» eingeweiht.

2004 folgte das Sekundarschulhaus an der Hauptstrasse.[1]

Die Gemeinde beziehungsweise die örtlichen Schulgemeinden bieten Einrichtungen für Kindergarten, Primar- und Sekundarstufe.

Für weiterführende Schulen nutzen Jugendliche insbesondere Bildungsangebote in Frauenfeld.

Heuberghalle

Die Heuberghalle ist eine Mehrzweck- und Doppelturnhalle bei der Schulanlage.

Sie wird für:

  • Schulsport;
  • Vereinssport;
  • Veranstaltungen;
  • Gemeindeanlässe

genutzt.[5]

Neben der Halle befindet sich ein Sportplatz.

Altes Schützenhaus Wellhausen

Das alte Schützenhaus in Wellhausen stammt ursprünglich aus dem Jahr 1568.[1]

Es liegt an der Strasse zum Schloss Wellenberg.

Heute wird das Gebäude zusammen mit einem Grillplatz als Freizeit- und Veranstaltungsort genutzt.[5]

Es gehört damit zu den historischen Gebäuden der Gemeinde, die eine neue öffentliche Funktion erhalten haben.

Müliweier

Beim Müliweier in Wellhausen befindet sich ein Rasthaus mit Grillplatz.

Die Anlage verfügt unter anderem über:

  • Tische und Bänke;
  • Holzofen;
  • gedeckten Aussenbereich;
  • Feuerstelle;
  • Brunnen;
  • WC.[5]

Der Müliweier und seine Umgebung sind ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Kirche Felben

Die evangelische Kirche in Felben gehört zu den wichtigsten historischen Bauwerken der Gemeinde.

Sie bildet zusammen mit den umliegenden Häusern einen zentralen Bestandteil des alten Dorfkerns.

Die Kirche erinnert an die lange kirchliche Geschichte des Ortes und die frühere Verbindung mit verschiedenen Grund- und Gerichtsherren.

Die evangelische Kirche wird von der Gemeinde ausdrücklich als eine der lokalen Sehenswürdigkeiten genannt.[6]

Schloss Wellenberg

Schloss Wellenberg ist das bekannteste historische Bauwerk im Gemeindegebiet.

Die ursprüngliche Burg wurde bereits im Mittelalter erwähnt.

1259 wurde sie während eines Konflikts mit Zürich zerstört und später wieder aufgebaut.[4]

Im Verlauf der Jahrhunderte wechselten die Besitzer mehrfach.

Unter anderem standen die Anlage und die zugehörigen Gerichtsrechte mit den Geschlechtern von Wellhausen, Spiegelberg, Strass und Hohenlandenberg in Verbindung.

Zeitweise residierten Zürcher Obervögte auf dem Schloss.

Seit 1900 befindet sich der Wellenberg im Besitz der Familie Schenkel.[4]

Das Schloss ist bis heute bewohnt.

Dorfkerne

Felben und Wellhausen besitzen jeweils eigene historische Dorfstrukturen.

In Felben konzentriert sich der alte Ortskern rund um die Kirche.

Wellhausen weist insbesondere entlang der älteren Strassen traditionelle Bauern- und Wohnhäuser auf.

Die Gemeinde zählt die alten Dorfkerne mit ihren historischen Gebäuden zu ihren Sehenswürdigkeiten.[6]

Die zunehmende bauliche Entwicklung hat dazu geführt, dass die beiden früher deutlich getrennten Siedlungen heute stärker miteinander verbunden sind.

Wappen

Das heutige Gemeindewappen entstand nach dem Zusammenschluss von Felben und Wellhausen im Jahr 1983.

Es verbindet Elemente der beiden früheren Ortswappen.[1]

Im oberen Teil befindet sich auf rotem Grund eine stilisierte weisse Weide.

Rot und Weiss erinnern an die frühere Zugehörigkeit Felbens zur Stadt Frauenfeld.

Im unteren Teil steht auf gelbem Grund eine schwarze Burg mit Tor und zwei Türmen.

Die Burg verweist auf Schloss Wellenberg und die frühere Herrschaft über Wellhausen.

Die Farben entsprechen zugleich jenen der Herren von Wellenberg.[1]

Das gemeinsame Wappen sollte nach dem Gemeindezusammenschluss symbolisch das Zusammenwachsen der beiden Ortsteile darstellen.

Politik und Verwaltung

Felben-Wellhausen ist eine politische Gemeinde nach thurgauischem Gemeinderecht.

Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Poststrasse 13 in Felben-Wellhausen.

Die politischen Behörden sind unter anderem zuständig für:

  • Gemeindefinanzen;
  • Bau und Planung;
  • Einwohnerdienste;
  • öffentliche Sicherheit;
  • Infrastruktur;
  • Wasserversorgung;
  • Abfall und Umwelt;
  • soziale Aufgaben.

Die Stimmberechtigten entscheiden bei kommunalen Abstimmungen und Gemeindeversammlungen über wichtige Geschäfte.

Wasserversorgung

Die kommunale Wasserversorgung basiert unter anderem auf Reservoirs und Leitungsanlagen.

2026 plante die Gemeinde den Neubau des Reservoirs Gutenberg.

Das bestehende Reservoir stammt aus dem Jahr 1904 und wurde 1994 saniert.[7]

Das geplante neue Reservoir soll über ein Gesamtvolumen von 1'400 Kubikmetern verfügen und sowohl der normalen Versorgung als auch als Löschwasserreserve dienen.[7]

Für das Projekt beantragte der Gemeinderat einen Bruttokredit von 1,9 Millionen Franken ohne Mehrwertsteuer.

Vereine und Dorfleben

Felben-Wellhausen besitzt ein aktives Vereinsleben.

Vereine bestehen unter anderem in den Bereichen:

  • Sport;
  • Musik;
  • Kultur;
  • Schützenwesen;
  • Jugend;
  • Freizeit.

Die Gemeinde veröffentlicht regelmässig die Informationsschrift «Infos zwischen Thur und Wellenberg», die über kommunale Themen, Vereine und Veranstaltungen berichtet.[8]

Die Bezeichnung «zwischen Thur und Wellenberg» beschreibt zugleich die geografische Lage und das Selbstverständnis der Gemeinde.

Naherholung

Die Lage zwischen Thur und Wellenberg bietet vielfältige Möglichkeiten für Freizeit und Erholung.

Beliebte Gebiete sind:

  • Thurauen;
  • Waldgebiete am Wellenberg;
  • Müliweier;
  • Feldwege;
  • Grillplätze;
  • Velorouten durch die Thurebene.

Die weitgehend flache Landschaft südlich des Dorfes eignet sich besonders zum Velofahren.

Der Wellenberg bietet dagegen bewaldete Wege und leicht hügelige Wanderstrecken.

Sehenswürdigkeiten

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und historischen Orten gehören:

  • Schloss Wellenberg;
  • evangelische Kirche Felben;
  • historischer Dorfkern Felben;
  • historischer Dorfkern Wellhausen;
  • altes Schützenhaus Wellhausen;
  • Römerhof;
  • Müliweier;
  • Landschaft der Thur.

Bedeutung innerhalb der Region

Felben-Wellhausen profitiert stark von seiner Lage unmittelbar östlich von Frauenfeld.

Die Kantonshauptstadt bietet zahlreiche:

  • Arbeitsplätze;
  • Schulen;
  • Einkaufsmöglichkeiten;
  • Behörden;
  • Kulturangebote;
  • Gesundheitsdienstleistungen.

Gleichzeitig besitzt Felben-Wellhausen einen deutlich ländlicheren Charakter als Frauenfeld.

Die Kombination aus guter Verkehrserschliessung, ländlicher Umgebung und Nähe zum regionalen Zentrum trug wesentlich zum starken Bevölkerungswachstum der vergangenen Jahrzehnte bei.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 1,23 1,24 1,25 1,26 1,27 1,28 1,29 1,30 1,31 1,32 1,33 Geschichte, Gemeinde Felben-Wellhausen, abgerufen am 25. August 2026.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 Zahlen und Fakten, Gemeinde Felben-Wellhausen, abgerufen am 25. August 2026.
  3. Geographische Kennzahlen der Schweizer Gemeinden, Bundesamt für Statistik, Felben-Wellhausen, BFS-Nr. 4561, abgerufen am 25. August 2026.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 4,6 Schloss Wellenberg, Gemeinde Felben-Wellhausen, abgerufen am 25. August 2026.
  5. 5,0 5,1 5,2 Freizeitanlagen, Gemeinde Felben-Wellhausen, abgerufen am 25. August 2026.
  6. 6,0 6,1 Sehenswürdigkeiten, Gemeinde Felben-Wellhausen, abgerufen am 25. August 2026.
  7. 7,0 7,1 Felben-Wellhausen stimmt über neues Wasserreservoir ab, Gemeinde Felben-Wellhausen, 27. Mai 2026, abgerufen am 25. August 2026.
  8. Infos zwischen Thur und Wellenberg, Gemeinde Felben-Wellhausen, abgerufen am 25. August 2026.

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