Bahnhof Egg

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Bahnhof Egg
Stationsname Egg
Betriebsstellenart Durchgangs- und Kreuzungsbahnhof
Eröffnung 29. November 1912
Gemeinde Egg ZH
Bezirk Uster
Kanton Zürich
Eigentümerin Forchbahn
Betreiberin Forchbahn AG
Bahnstrecke Forchbahnstrecke Zürich–Esslingen
Abkürzung EGG
IBNR

cke Zürich–Esslingen]]

Abkürzung 8503062
Streckenkilometer 10,75
Perrongleise 2
Spurweite 1'000 mm
Stromsystem 1'200 V Gleichstrom
Höhe 545,3 m ü. M.
Tarifzone ZVV-Zone 142
S-Bahn-Linie S18
Nachtverkehr SN18
Koordinaten 47° 18′ 06″ N, 8° 41′ 22″ O
Website forchbahn.ch

Der Bahnhof Egg ist ein Durchgangs- und Kreuzungsbahnhof der Forchbahn in der politischen Gemeinde Egg ZH im Kanton Zürich. Er liegt an der meterspurigen Forchbahnstrecke zwischen den Stationen Hinteregg und Langwies ZH und bildet den wichtigsten Bahnanschluss des Dorfes Egg.

Der Bahnhof wurde am 29. November 1912 zusammen mit der durchgehenden Forchbahnstrecke zwischen Zürich Stadelhofen und Esslingen eröffnet. Im Fahrplan des Zürcher Verkehrsverbunds wird die Verbindung als Linie S18 der S-Bahn Zürich geführt. Sie verbindet Egg direkt mit der Forch, Zumikon, Zollikerberg und dem Zürcher Stadtzentrum sowie in der Gegenrichtung mit Langwies und Esslingen.[1]

Mit zwei Gleisen und zwei Aussenperrons dient Egg als Kreuzungsbahnhof auf dem grösstenteils einspurigen Abschnitt zwischen der Forch und Esslingen. Die Station besitzt dadurch neben ihrer Funktion für den Fahrgastwechsel auch eine wichtige betriebliche Bedeutung für die Stabilität des Fahrplans.

2018 wurde der Bahnhof umfassend erneuert. Beide Perrons wurden erhöht, die Gleise und Weichen ersetzt und die Zugänge an die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes angepasst. Der frühere bediente Bahnschalter wurde im Dezember 2018 geschlossen.[2]

Name und betriebliche Daten

Der offizielle Stationsname lautet Egg. Die Bezeichnung entspricht dem Namen der politischen Gemeinde und ihres zentralen Ortsteils.

Die betriebliche Abkürzung lautet EGG. Die internationale Stationsnummer beziehungsweise IBNR ist 8503062.[3]

In den offiziellen Haltestellendaten ist die Station der Forchbahn AG zugeordnet. Ihre geografische Lage wird mit 47,30155 Grad nördlicher Breite und 8,68956 Grad östlicher Länge angegeben. Die Höhe beträgt rund 545 Meter über Meer.[3]

Der Bahnhof liegt bei Streckenkilometer 10,75 der Forchbahnstrecke Zürich Stadelhofen–Esslingen.[4]

Lage

Der Bahnhof befindet sich im Zentrum des Dorfes Egg zwischen der Forchstrasse, der Dorfstrasse und dem Bahnhofweg.

Die Forchbahnstrecke verläuft im Stationsbereich ungefähr von Nordwesten nach Südosten. In nordwestlicher Richtung führt sie über Hinteregg und die Forch nach Zürich. Südöstlich folgen Langwies, Emmat und der Endbahnhof Esslingen.

Unmittelbar beim Bahnhof befinden sich:

  • der Chilbiplatz;
  • der Dorfplatz;
  • das Gemeindehaus;
  • die reformierte Kirche;
  • Schulen und Kindergärten;
  • Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe;
  • Restaurants;
  • Wohnüberbauungen;
  • Velo- und Fusswegverbindungen.

Der Bahnhof liegt nur wenige Gehminuten vom historischen Dorfkern entfernt. Die Lage zwischen Gemeindehaus, Einkaufszentrum und Wohnquartieren macht ihn zu einem wichtigen Bestandteil des Egger Ortszentrums.

Vom Bahnhof führen Fuss- und Velowege in Richtung Mönchaltorf, Esslingen, Hinteregg und Pfannenstiel. Die regionale Veloroute 41 beginnt im Bereich des Bahnhofs und führt über Mönchaltorf und Grüningen nach Esslingen.[5]

Bedeutung für die Gemeinde

Die politische Gemeinde Egg umfasst neben dem Hauptort Egg die grösseren Ortsteile Hinteregg und Esslingen sowie zahlreiche Weiler und Einzelhöfe.

Die Forchbahn erschliesst das Gemeindegebiet mit mehreren Stationen:

  • Neuhaus bei Hinteregg;
  • Hinteregg;
  • Egg;
  • Langwies ZH;
  • Emmat;
  • Esslingen.

Der Bahnhof Egg übernimmt dabei die Funktion der zentralen Station für den Hauptort.

Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehören:

  • direkte Verbindung nach Zürich;
  • Verbindung zwischen den Egger Ortsteilen;
  • Kreuzung von Zügen auf der einspurigen Strecke;
  • Erschliessung des Dorfzentrums;
  • Zugang zu Schulen, Verwaltung und Geschäften;
  • Ausgangspunkt für Wander- und Veloverkehr;
  • nächtlicher Endpunkt der Linie SN18.

Die gute Bahnverbindung trug wesentlich dazu bei, dass sich Egg von einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einem Wohn- und Dienstleistungsstandort innerhalb der Agglomeration Zürich entwickelte.

Vorgeschichte

Verkehrsverbindungen vor dem Bahnbau

Vor der Eröffnung der Forchbahn bestanden zwischen Egg und Zürich vor allem Strassenverbindungen.

Seit dem 19. Jahrhundert verkehrten Postkutschen zwischen dem Zürcher Oberland und der Stadt Zürich. Die Strecken führten über Esslingen, Egg, die Forch und Zollikerberg.

Die Reise war langsam und von den Wetter- und Strassenverhältnissen abhängig. Schnee, Regen, aufgeweichte Fahrbahnen und starke Steigungen erschwerten den Verkehr.

Transportiert wurden unter anderem:

  • Personen;
  • Post;
  • Milch;
  • Vieh;
  • landwirtschaftliche Erzeugnisse;
  • Handwerksprodukte;
  • Waren des täglichen Bedarfs.

Zwischen 1905 und 1910 bestand zeitweise ein motorisierter Autobusbetrieb zwischen Esslingen und Zürich. Eingesetzt wurden Fahrzeuge der Schweizer Automobilfirma Martini.

Die Busse stiessen jedoch rasch an ihre Kapazitätsgrenzen. Technische Störungen und die noch wenig entwickelten Strassenverhältnisse erschwerten einen zuverlässigen Betrieb.[6]

Erste Eisenbahnprojekte

Bereits während des 19. Jahrhunderts entstanden verschiedene Projekte für Eisenbahnverbindungen zwischen Zürich, dem Pfannenstiel und dem Zürcher Oberland.

Vorgeschlagen wurden sowohl normalspurige Eisenbahnen als auch schmalspurige Strassenbahnen.

Die Gemeinden der Region erwarteten von einer Bahn:

  • kürzere Reisezeiten nach Zürich;
  • günstigeren Warentransport;
  • bessere Absatzmöglichkeiten für landwirtschaftliche Produkte;
  • Förderung des Ausflugsverkehrs;
  • Erschliessung neuer Wohngebiete;
  • Anschluss an andere Bahnlinien.

Die Umsetzung verzögerte sich wegen unterschiedlicher Interessen, hoher Kosten und Auseinandersetzungen um die Linienführung.

Gründung der Forchbahn

Die eidgenössische Konzession für eine elektrische Strassenbahn von Zürich Rehalp über die Forch nach Egg beziehungsweise Esslingen wurde am 12. Juni 1908 erteilt.

Am 20. Juni 1910 wurde die Aktiengesellschaft der Forchbahn gegründet.[6]

Am Unternehmen beteiligten sich:

  • die Stadt Zürich;
  • der Kanton Zürich;
  • der Bund;
  • die Gemeinden entlang der Strecke;
  • private Aktionärinnen und Aktionäre.

Auch die Gemeinde Egg beteiligte sich finanziell am Projekt und gehört bis heute zu den Aktionärinnen der Forchbahn AG.

Der Bau der Strecke begann 1910. Die Bahn wurde als meterspurige elektrische Überlandstrassenbahn geplant.

Zwischen Zürich Stadelhofen und Rehalp benutzte sie die Gleise der städtischen Strassenbahn. Ab Rehalp erhielt sie eine eigene Strecke über Zollikerberg, Zumikon und die Forch nach Esslingen.

Eröffnung 1912

Der fahrplanmässige Betrieb auf der gesamten Strecke von Zürich Stadelhofen nach Esslingen begann am 29. November 1912.[6]

Der Bahnhof Egg wurde gleichzeitig mit der Strecke eröffnet.

Die Fahrzeit zwischen Esslingen und Zürich Stadelhofen betrug anfänglich rund 67 Minuten. Heute dauert eine Fahrt zwischen Egg und Zürich Stadelhofen ungefähr eine halbe Stunde.

Die ursprüngliche Station verfügte über:

  • zwei Kreuzungsgleise;
  • Personenperrons;
  • einen Wartesaal;
  • einen Billettschalter;
  • Diensträume;
  • Einrichtungen für den Güterverkehr;
  • Fahrleitungs- und Sicherungsanlagen.

Die Strecke war von Anfang an elektrisch betrieben. Zum Einsatz kamen zweiachsige Motorwagen mit Personen- und Gepäckabteilen.

Frühzeit des Betriebs

Die Forchbahn wurde im Volksmund bald Frieda genannt.

In den ersten Jahrzehnten diente sie sowohl dem Personen- als auch dem Güterverkehr. Die Ausflüglerinnen und Ausflügler aus Zürich bildeten an Sonn- und Feiertagen einen wichtigen Teil der Fahrgäste.

Die Bahn transportierte unter anderem:

  • Milch;
  • Vieh;
  • Pakete;
  • Post;
  • landwirtschaftliche Produkte;
  • Baumaterialien;
  • Stückgut.

Die letzten Schlachttiere wurden 1965 mit der Forchbahn nach Zürich transportiert. Der Posttransport endete 1985, der verbliebene Güterverkehr 1990.[7]

Der Bahnhof Egg war während dieser Zeit mit Bahnpersonal besetzt. Zu dessen Aufgaben gehörten:

  • Verkauf von Fahrausweisen;
  • Abfertigung der Züge;
  • Bedienung der Weichen;
  • Annahme von Gepäck und Gütern;
  • Erteilung von Auskünften;
  • Überwachung der Bahnübergänge.

Mit der technischen Modernisierung wurden viele dieser Aufgaben automatisiert oder zentralisiert.

Verhältnis zur Uster–Oetwil-Bahn

Bereits 1909 war die meterspurige Uster–Oetwil-Bahn zwischen Uster, Mönchaltorf, Esslingen und Oetwil am See eröffnet worden.

Sie führte nicht durch den Bahnhof Egg. Der gemeinsame Anschluss mit der Forchbahn befand sich im benachbarten Bahnhof Esslingen.

Reisende aus Egg konnten dort zwischen der Forchbahn und der Uster–Oetwil-Bahn umsteigen. Dadurch bestanden indirekte Verbindungen nach:

  • Mönchaltorf;
  • Uster;
  • Oetwil am See;
  • Langholz;
  • zur Wetzikon–Meilen-Bahn.

Die Uster–Oetwil-Bahn wurde 1949 stillgelegt und durch Autobusse ersetzt. Der Bahnhof Esslingen blieb Endstation der Forchbahn.[8]

Entwicklung zum Pendlerbahnhof

Ab den 1930er-Jahren gewann der Berufsverkehr zunehmend an Bedeutung.

Immer mehr Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinden am Pfannenstiel arbeiteten in Zürich. Die Forchbahn entwickelte sich deshalb von einer Ausflugs- und Güterbahn zu einer Vorortsbahn.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung von Egg stark. Neue Wohnquartiere entstanden im Dorf und an den Hängen zwischen Egg, Hinteregg und Esslingen.

Die Forchbahn reagierte mit:

  • dichterem Fahrplan;
  • längeren Zügen;
  • leistungsfähigeren Triebwagen;
  • modernisierten Haltestellen;
  • zusätzlichen Kreuzungsstellen;
  • verbesserten Sicherungsanlagen.

Der Bahnhof Egg wurde dadurch zu einem der wichtigsten Pendlerbahnhöfe auf dem ländlichen Abschnitt der Forchbahn.

Technische Entwicklung der Strecke

Stromversorgung

Die Forchbahn benutzt zwei unterschiedliche Gleichstromspannungen.

Zwischen Zürich Stadelhofen und Rehalp verkehren die Züge auf dem Netz der Verkehrsbetriebe Zürich. Dieser Abschnitt ist mit der städtischen Strassenbahnspannung elektrifiziert.

Auf der eigenen Forchbahnstrecke zwischen Rehalp und Esslingen wird eine höhere Gleichstromspannung verwendet. Der Bahnhof Egg liegt auf diesem Abschnitt und wird mit 1'200 Volt Gleichstrom versorgt.

Die Forchbahnfahrzeuge sind für beide Stromsysteme ausgerüstet.

Verlegung auf Eigentrassee

Ursprünglich verlief ein grosser Teil der Forchbahn unmittelbar auf oder neben der Strasse.

Mit dem zunehmenden Auto- und Bahnverkehr entstanden Sicherheits- und Kapazitätsprobleme.

Seit den 1930er-Jahren wurden verschiedene Abschnitte auf ein eigenes Bahntrassee verlegt. Weitere Streckenteile wurden ausgebaut, begradigt oder mit Schrankenanlagen gesichert.

Im Bereich Egg verläuft die Bahn weiterhin in enger Nachbarschaft zur Forchstrasse und zu verschiedenen kommunalen Strassen.

Sicherungsanlagen

Die ursprünglichen Weichen und Signale wurden örtlich und teilweise von Hand bedient.

Heute werden die Zugfahrten elektronisch gesichert und zentral überwacht.

Der Bahnhof Egg besitzt wegen der Zugkreuzungen mehrere Weichen. Die Sicherungsanlage verhindert, dass gleichzeitig unverträgliche Fahrstrassen eingestellt werden.

Bahnübergänge im Bahnhofsumfeld sind mit Lichtsignalen und teilweise mit Schranken gesichert.

Zürcher Verkehrsverbund und S-Bahn Zürich

1990 nahm der Zürcher Verkehrsverbund seinen Betrieb auf.

Die Forchbahn wurde als Linie S18 in das Netz der S-Bahn Zürich integriert. Sie blieb rechtlich und technisch eine eigenständige Bahn, erhielt jedoch eine einheitliche Liniennummer und wurde in den ZVV-Zonentarif einbezogen.

Die Integration brachte:

  • gemeinsame Fahrausweise;
  • koordinierte Anschlüsse;
  • einheitliche Fahrgastinformationen;
  • bessere Abstimmung mit Tram und Bus;
  • elektronische Fahrplanauskünfte;
  • Aufnahme in die regionalen Netzpläne.

Der Bahnhof Egg liegt in der Tarifzone 142.[9]

Umbau 2018

Der Bahnhof wurde vom 19. Februar bis zum 25. August 2018 umfassend umgebaut.[10]

Das Projekt umfasste:

  • Erhöhung beider Aussenperrons um rund 20 Zentimeter;
  • hindernisgerechte Gestaltung der Zugänge;
  • Erneuerung beider Bahnhofsgleise;
  • Ersatz beziehungsweise Umbau mehrerer Weichen;
  • Erneuerung des Oberbaus;
  • Anpassung der Fahrleitung;
  • Erneuerung der Beleuchtung;
  • Anpassung von Sitzbänken und Perronmöblierung;
  • Verbesserung der Sicherheitsmarkierungen;
  • Verschiebung eines Bahnübergangs;
  • Anpassung der Strassen- und Mittelinselanlagen.

Das Bundesamt für Verkehr hatte das Projekt im Oktober 2017 genehmigt.[11]

Während der Bauzeit stand zeitweise nur ein Perrongleis zur Verfügung. Die fahrplanmässigen Zugkreuzungen mussten deshalb nach Hinteregg verlegt werden.

Für zwei Bauphasen wurde die Strecke zwischen Hinteregg und Esslingen vollständig gesperrt. Während dieser Zeit verkehrten Bahnersatzbusse.

Nach Abschluss des Umbaus ermöglichen die erhöhten Perrons einen weitgehend niveaugleichen Einstieg in die Niederflurfahrzeuge der Forchbahn.

Schliessung des Bahnschalters

Der Bahnhof Egg besass während vieler Jahrzehnte einen bedienten Billettschalter.

Wegen der zunehmenden Nutzung von Billettautomaten, Mobiltelefonen und Online-Vertriebskanälen ging die Nachfrage nach persönlichem Verkauf zurück.

Der Bahnschalter wurde am 7. Dezember 2018 aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen.[2]

Fahrausweise können seither unter anderem erworben werden:

  • an den Billettautomaten;
  • mit der ZVV-App;
  • mit SBB Mobile;
  • über den Online-Ticketshop;
  • im ZVV-Contact-Kundencenter am Bahnhof Forch.

Nach Angaben der Forchbahn können an ihren Automaten ZVV-Fahrausweise und Abonnemente erworben beziehungsweise verlängert werden. Die Automaten akzeptieren Bargeld sowie Bank- und Kreditkarten.[12]

Bahnanlage

Der Bahnhof besitzt zwei durchgehende Gleise mit jeweils einem Aussenperron.

Gleis Übliche Fahrtrichtung Funktion
1 je nach Fahrplan Zürich oder Esslingen Personenverkehr und Zugkreuzungen
2 je nach Fahrplan Esslingen oder Zürich Personenverkehr und Zugkreuzungen

Die genaue Gleisbelegung richtet sich nach dem Fahrplan und der betrieblichen Situation.

Die beiden Gleise ermöglichen Zugkreuzungen auf dem einspurigen Abschnitt der Forchbahn. Dabei fährt ein Zug auf eines der Gleise ein und wartet gegebenenfalls, bis der Gegenzug das andere Gleis erreicht oder verlassen hat.

Zur Bahnhofsausstattung gehören:

  • zwei erhöhte Aussenperrons;
  • gedeckte Wartebereiche;
  • Sitzgelegenheiten;
  • Billettautomaten;
  • elektronische Fahrgastinformationen;
  • Lautsprecher;
  • Uhren;
  • Beleuchtung;
  • taktile Sicherheitsmarkierungen;
  • Veloabstellmöglichkeiten;
  • Informationstafeln;
  • Zugänge zum Dorfzentrum und zur Forchstrasse.

Die Perrons sind ohne lange Umwege vom Dorfzentrum erreichbar.

Eisenbahnverkehr

Im Fahrplanjahr 2026 wird der Bahnhof von der Linie S18 und in den Wochenendnächten von der SN18 bedient.[1]

Linie Linienführung Angebot
S18 Zürich Stadelhofen – Kreuzplatz – Hegibachplatz – Balgrist – Rehalp – Zollikerberg – Zumikon – Forch – Hinteregg – Egg – Langwies ZH – Esslingen tagsüber regelmässiger Takt, je nach Tageszeit Verdichtung
SN18 Zürich Stadelhofen – Zollikerberg – Forch – Hinteregg – Egg Nachtangebot an Wochenenden und vor Feiertagen

S18

Die S18 verbindet Egg in Richtung Zürich mit:

  • Hinteregg;
  • Neuhaus bei Hinteregg;
  • Scheuren;
  • Forch;
  • Neue Forch;
  • Maiacher;
  • Zumikon;
  • Waltikon;
  • Zollikerberg;
  • Spital Zollikerberg;
  • Rehalp;
  • Balgrist;
  • Hegibachplatz;
  • Kreuzplatz;
  • Bahnhof Zürich Stadelhofen.

In der Gegenrichtung bedient sie:

  • Langwies ZH;
  • Emmat;
  • Esslingen.

Am Bahnhof Zürich Stadelhofen bestehen Anschlüsse an zahlreiche Linien der S-Bahn Zürich sowie an Tram- und Buslinien.

In Esslingen bestehen Anschlüsse an Buslinien nach Mönchaltorf, Uster und Oetwil am See.

Die Fahrt von Egg nach Zürich Stadelhofen dauert je nach Verbindung ungefähr 30 Minuten.

Die vollständige Linienführung des Fahrplanjahres 2026 ist im ZVV-Linienfahrplan der S18 aufgeführt.[13]

Taktangebot

Auf dem Abschnitt zwischen Zürich und der Forch besteht ein besonders dichtes Angebot.

Ein Teil der Züge endet beziehungsweise beginnt am Bahnhof Forch. Der ländliche Abschnitt zwischen Forch, Egg und Esslingen wird ausserhalb der Hauptverkehrszeiten weniger dicht bedient.

Zwischen Egg und Zürich besteht grundsätzlich mindestens ein Halbstundentakt. Während verkehrsstarker Zeiten wird das Angebot durch zusätzliche Züge verdichtet.

Die Gemeinde Egg setzt sich seit Jahren für einen durchgehenden Viertelstundentakt zwischen Esslingen und Zürich Stadelhofen ein. Der Zürcher Verkehrsverbund lehnte eine ganztägige Einführung bisher wegen der Nachfrage und der zusätzlichen Kosten ab.[14]

SN18

Die Nacht-S-Bahn SN18 verkehrt in den Nächten auf Samstag und Sonntag sowie vor allgemeinen Feiertagen.

Egg ist der Endpunkt der Linie.[15]

Die SN18 führt von Zürich Stadelhofen über Rehalp, Zollikerberg, Zumikon, Forch und Hinteregg nach Egg.

Für den ZVV-Nachtverkehr genügt ein gewöhnlicher, für die benötigten Zonen gültiger Fahrausweis. Ein besonderer Nachtzuschlag wird nicht mehr erhoben.

Tarif

Der Bahnhof liegt in der ZVV-Tarifzone 142.[9]

Für Fahrten innerhalb des Zürcher Verkehrsverbunds gilt ein Zonentarif.

Ein gültiger Fahrausweis berechtigt während seiner zeitlichen Gültigkeit zu beliebigen Fahrten mit den einbezogenen öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb der gelösten Zonen.

Dazu gehören:

  • Bahn;
  • Tram;
  • Bus;
  • fahrplanmässige Schiffe;
  • weitere Verbundangebote.

Die Stadtzone Zürich 110 wird tariflich doppelt gezählt, da sie über ein besonders dichtes öffentliches Verkehrsangebot verfügt.

Für kurze Fahrten innerhalb der Gemeinde können lokale oder auf wenige Zonen beschränkte Fahrausweise verwendet werden.

Hindernisfreiheit

Seit dem Umbau von 2018 besitzt der Bahnhof erhöhte Perrons.

Die Haltekanten wurden um rund 20 Zentimeter angehoben. Dadurch ist an den Niederflurtüren der modernen Forchbahnfahrzeuge ein weitgehend niveaugleicher Einstieg möglich.

Die Anlage erleichtert die Benutzung insbesondere für:

  • Personen im Rollstuhl;
  • Reisende mit Gehbehinderung;
  • ältere Menschen;
  • Personen mit Kinderwagen;
  • Reisende mit schwerem Gepäck;
  • Fahrgäste mit Velos.

Taktile Markierungen entlang der Perronkanten unterstützen sehbehinderte Personen.

Die genaue Zugänglichkeit kann von der eingesetzten Fahrzeugkomposition und der Türposition abhängen.

Fahrzeuge

Auf der S18 verkehren elektrische Triebzüge der Forchbahn.

Zu den wichtigsten Fahrzeugtypen gehören:

  • Be 4/6;
  • Be 8/8;
  • Be 4/6 der neueren Fahrzeuggeneration;
  • modernisierte Niederflurtriebzüge.

Die Fahrzeuge besitzen:

  • Niederflureinstiege;
  • automatische Türen;
  • Fahrgastinformationsanzeigen;
  • Mehrzweckbereiche;
  • Platz für Kinderwagen und Velos;
  • akustische Haltestellenansagen.

Die Forchbahn modernisiert seit den 2020er-Jahren einen Teil ihrer bestehenden Fahrzeugflotte. Für die Zeit ab 2030 ist ausserdem die Inbetriebnahme einer neuen Fahrzeuggeneration vorgesehen.[16]

Bahnhof und Ortsentwicklung

Der Bahnhof beeinflusste die Entwicklung des Dorfes Egg stark.

Vor 1912 konzentrierte sich die Bebauung auf den älteren Dorfkern und die traditionellen Strassenverbindungen.

Nach der Eröffnung der Bahn entstanden im Bahnhofsumfeld:

  • Wohnhäuser;
  • Verkaufsgeschäfte;
  • Gaststätten;
  • öffentliche Einrichtungen;
  • Lager- und Gewerbebauten;
  • neue Strassen und Fusswege.

Die Bahn erleichterte das tägliche Pendeln nach Zürich. Dadurch wurde Egg auch für Personen attraktiv, die in der Stadt arbeiteten, aber ausserhalb wohnen wollten.

Im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert wurden rund um den Bahnhof neue Wohn- und Geschäftsbauten errichtet.

Der Chilbiplatz und die angrenzenden Überbauungen stärken die Verbindung zwischen Bahnhof, Gemeindehaus und Dorfzentrum.

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Bahnhof ist für den regionalen Arbeitsmarkt von grosser Bedeutung.

Direkte Bahnverbindungen bestehen nach:

  • Zürich Stadelhofen;
  • Zürich Kreuzplatz;
  • Balgrist;
  • Zollikerberg;
  • Zumikon;
  • Forch;
  • Esslingen.

Am Bahnhof Stadelhofen können Reisende in S-Bahn-Züge in Richtung Zürich Hauptbahnhof, Flughafen, Winterthur, Uster und weitere Ziele umsteigen.

Der Bahnhof unterstützt Egg als:

  • Wohnstandort;
  • Gewerbestandort;
  • Pendlergemeinde;
  • Bildungsstandort;
  • Einkaufs- und Dienstleistungszentrum.

Die gute Erreichbarkeit verringert die Abhängigkeit vom privaten Auto und trägt zur Entlastung der Strassen zwischen Egg, der Forch und Zürich bei.

Freizeit und Tourismus

Der Bahnhof ist Ausgangspunkt für Wanderungen und Velotouren im Gebiet zwischen Pfannenstiel, Greifensee und Zürcher Oberland.

Zu den erreichbaren Zielen gehören:

  • der Pfannenstiel;
  • die Hochwacht;
  • der Guldenen;
  • das Rappentobel;
  • Hinteregg;
  • Mönchaltorf;
  • der Greifensee;
  • Grüningen;
  • Schloss Grüningen;
  • der Botanische Garten Grüningen;
  • Esslingen;
  • das Naturnetz Pfannenstiel.

Die Forchbahn veröffentlicht verschiedene Ausflugsvorschläge, die am Bahnhof Egg beginnen oder enden.[5]

Die Veloroute von Egg über Mönchaltorf und Grüningen nach Esslingen verbindet Natur-, Kultur- und Landschaftsziele des Zürcher Oberlands.

Veranstaltungen

Der Bahnhof wird bei grösseren regionalen Veranstaltungen zeitweise durch zusätzliche Züge bedient.

Von besonderer Bedeutung ist die SOLA-Stafette. Für den Transport der Teilnehmenden setzt die Forchbahn Zusatzzüge nach Egg, Zumikon und zur Forch ein.

Im Rahmen des hundertjährigen Bestehens der Forchbahn erhielt 2012 ein Zug den Namen Egg.

Die Taufe fand am 27. Oktober 2012 beim Bahnhof statt. Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde, der Forchbahn und der Verkehrsbetriebe Zürich nahmen an der Feier teil.[17]

Zukunft

Die Forchbahn führt unter der Bezeichnung «Frieda 2030» ein langfristiges Modernisierungsprogramm durch.

Es umfasst unter anderem:

  • Erneuerung von Gleisen und Fahrleitungen;
  • Modernisierung von Haltestellen;
  • hindernisfreie Zugänge;
  • neue Sicherungsanlagen;
  • Sanierung des Tunnels Zumikon;
  • Ausbau von Doppelspurabschnitten;
  • Modernisierung bestehender Fahrzeuge;
  • Beschaffung neuer Triebzüge;
  • Ausbau der Unterhaltsanlagen.

Der Bahnhof Egg wurde bereits 2018 grundlegend erneuert. Zukünftige Massnahmen betreffen deshalb vor allem den laufenden Unterhalt, die Erneuerung technischer Anlagen und die Abstimmung mit benachbarten Streckenprojekten.

Zwischen Langwies und Egg werden beziehungsweise wurden Ober- und Unterbau sowie die Lage des Bahntrassees erneuert. Diese Arbeiten dienen der Betriebssicherheit und der Einhaltung des vorgeschriebenen Lichtraumprofils.

Langfristig bleibt ein dichteres Angebot zwischen Egg, Esslingen und Zürich ein wichtiges verkehrspolitisches Ziel der Gemeinde.

Würdigung

Der Bahnhof Egg verbindet die Geschichte einer frühen elektrischen Überlandbahn mit den Anforderungen des modernen Agglomerationsverkehrs.

Seine besondere Bedeutung ergibt sich aus:

  • der Eröffnung im Jahr 1912;
  • seiner zentralen Lage im Dorf;
  • der direkten Verbindung nach Zürich;
  • seiner Funktion als Kreuzungsbahnhof;
  • der Bedeutung für die Siedlungsentwicklung;
  • dem hindernisfreien Ausbau von 2018;
  • seiner Rolle als Endpunkt der Nachtlinie SN18;
  • seiner Funktion für Freizeit- und Veloverkehr.

Der Bahnhof ist damit sowohl eine technische Betriebsstelle als auch ein wichtiger öffentlicher Raum im Zentrum der Gemeinde Egg.

Siehe auch

Literatur

  • Hans Bodmer
Forchbahn 1912–2020. Eigenverlag, Gossau ZH2020. ISBN 978-3-033-08146-8.
  • Thomas Fischer
75 Jahre Forchbahn. Offizielle Festschrift. In: Schweizer Privatbahnen, Band 3. Ernst B. Leutwiler Verlag, Zürich1987. ISBN 3-906681-04-1.
  • Werner Neuhaus
Aus den Annalen der Forchbahn. 2. Auflage, Stäfa1982.
  • Peter Manz
Die Forchbahn ist 100 Jahre alt geworden. In: Zolliker Jahrheft2012.
  • Forchbahn AG (Hrsg.)
Geschäftsbericht 2018, Forch2019(abgerufen am 3. August 2026).
  • Gemeinde Egg (Hrsg.)
Jahresbericht 2018, Egg2019(abgerufen am 3. August 2026).

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Haltestellen- und Linienfahrpläne Egg. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 3. August 2026.
  2. 2,0 2,1 Jahresbericht 2018. Hrsg.: Gemeinde Egg. Abgerufen am 3. August 2026.
  3. 3,0 3,1 Dienststellen gemäss opentransportdata.swiss – Egg. Hrsg.: Schweizerische Bundesbahnen. Abgerufen am 3. August 2026.
  4. Forchbahn Zürich Stadelhofen–Esslingen. In: Schienenverkehr Schweiz. Abgerufen am 3. August 2026.
  5. 5,0 5,1 Ab ins Blumenmeer. Hrsg.: Forchbahn AG. Abgerufen am 3. August 2026.
  6. 6,0 6,1 6,2 Geschichte der Forchbahn. Hrsg.: Forchbahn AG. Abgerufen am 3. August 2026.
  7. Auf den Spuren der alten Frieda. Hrsg.: Forchbahn AG. Abgerufen am 3. August 2026.
  8. Uster–Oetwil-Bahn. In: Eingestellte Bahnen der Schweiz. Abgerufen am 3. August 2026.
  9. 9,0 9,1 Tickets und Preise – Tarifzonen. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 3. August 2026.
  10. Geschäftsbericht 2018. Hrsg.: Forchbahn AG. Abgerufen am 3. August 2026.
  11. Forchbahn-Haltestelle Egg – Oberbauerneuerung und Perronerhöhung. Hrsg.: Gemeinde Egg. 30. Oktober 2017. Abgerufen am 3. August 2026.
  12. Tickets und ZVV-Contact. Hrsg.: Forchbahn AG. Abgerufen am 3. August 2026.
  13. Linienfahrplan S18 Esslingen–Zürich Stadelhofen. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 3. August 2026.
  14. Verbundfahrplan 2025–2026 – Stellungnahme der Gemeinde Egg. Hrsg.: Gemeinde Egg. 16. September 2024. Abgerufen am 3. August 2026.
  15. Linienfahrplan SN18 Zürich Stadelhofen–Egg. Hrsg.: Zürcher Verkehrsverbund. Abgerufen am 3. August 2026.
  16. So sehen die fast neuen Züge aus. Hrsg.: Forchbahn AG. 10. März 2026. Abgerufen am 3. August 2026.
  17. Jahresbericht 2012. Hrsg.: Gemeinde Egg. Abgerufen am 3. August 2026.

47,30155° N, 8,68956° E

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