Arosa

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Arosa

Gemeindedaten

Staat

Schweiz

Kanton

Graubünden

Bezirk

Region Plessur

BFS-Nummer

3921

Postleitzahl

7027–7057

Koordinaten

46.783333° N, 9.683333° E

Höhe

1775 m ü. M.

Fläche

154,79 km²

Einwohner

3'159
(Stand: 31. Dezember 2024)

Website

www.gemeindearosa.ch

Arosa ist eine politische Gemeinde in der Region Plessur des Kantons Graubünden in der Schweiz. Sie umfasst einen grossen Teil des Schanfiggs und entstand in ihrer heutigen Form am 1. Januar 2013 durch den Zusammenschluss der damaligen Gemeinden Arosa, Calfreisen, Castiel, Langwies, Lüen, Molinis, Peist und St. Peter-Pagig.

Die gleichnamige Ortschaft liegt auf rund 1775 Metern über Meer am Ende des Schanfiggs. Sie entwickelte sich seit dem späten 19. Jahrhundert zunächst zu einem Luftkurort und später zu einem der bekanntesten Ferien- und Wintersportorte der Schweiz. Der Tourismus bildet den wichtigsten Wirtschaftszweig. Das Wintersportgebiet ist über die Urdenbahn mit Lenzerheide zum Skigebiet Arosa Lenzerheide verbunden.

Geographie

Lage und Landschaft

Die Gemeinde Arosa erstreckt sich vom vorderen und mittleren Schanfigg bis zum hochalpinen Talkessel am Talschluss. Das Gemeindegebiet umfasst 154,79 Quadratkilometer und gehört damit flächenmässig zu den grösseren Gemeinden des Kantons Graubünden.[1]

Der Talfluss ist die Plessur, die im Gebiet von Arosa entspringt und durch das Schanfigg nach Chur fliesst. Die Siedlungen liegen teilweise im engen Talgrund, überwiegend jedoch auf sonnigen Hangterrassen. Der Höhenunterschied innerhalb der Gemeinde beträgt mehr als 2000 Meter.

Der Hauptort Arosa liegt in einem weiten Talkessel, der von Bergen wie dem Aroser Weisshorn, dem Hörnli, dem Schwelliseehorn, dem Erzhorn und dem Aroser Rothorn umgeben ist. Das Aroser Rothorn erreicht 2980 Meter über Meer und gehört zu den höchsten Punkten des Gemeindegebiets.

Zu den prägenden Gewässern rund um den Hauptort gehören der Obersee, der Untersee, der Schwellisee, der Älplisee und der Stausee Isel. Weite Teile des Gemeindegebiets bestehen aus Wald, Alpweiden, Fels- und Gebirgslandschaften.

Ortschaften

Zur politischen Gemeinde gehören zahlreiche Dörfer, Weiler und ehemalige Walsersiedlungen. Die wichtigsten Ortschaften sind:

  • Arosa mit Innerarosa und Ausserarosa;
  • Calfreisen;
  • Castiel;
  • Langwies mit Litzirüti;
  • Lüen;
  • Molinis;
  • Peist;
  • St. Peter und Pagig.

Hinzu kommen kleinere Siedlungen und ehemalige Maiensässe wie Fatschél, Medergen, Sapün, Strassberg und die Siedlungen im Fondei.[2]

Arosa ist mit rund 2300 ständigen Einwohnerinnen und Einwohnern die grösste Ortschaft. Lüen liegt auf etwa 1000 Metern über Meer und ist die am tiefsten gelegene grössere Siedlung. Molinis befindet sich im Talgrund unmittelbar an der Plessur, während die übrigen Dörfer überwiegend auf Hangterrassen liegen.[2]

Klima

Aufgrund der Höhenlage besitzt Arosa ein alpines Klima mit langen, schneereichen Wintern und vergleichsweise kühlen Sommern. Die geschützte Lage des Talkessels und eine überdurchschnittliche Sonnenscheindauer trugen bereits im 19. Jahrhundert zur Entwicklung als Luftkurort bei.

Die Niederschläge fallen im Winter häufig als Schnee. In höheren Lagen kann die Schneedecke bis weit ins Frühjahr bestehen bleiben. Schutzwälder und Lawinenverbauungen besitzen für die Siedlungen, Verkehrswege und touristischen Anlagen eine grosse Bedeutung.

Geschichte

Frühe Besiedlung und Walser

Das Schanfigg wurde unter der Bezeichnung «Scanavico» erstmals im Jahr 765 urkundlich erwähnt. Die ältesten heutigen Ortschaften im vorderen Tal sind seit dem 11. und 12. Jahrhundert belegt. Lüen erscheint 1084 in den Quellen, Castiel 1132 und Calfreisen 1156.[3]

Der innere Teil des Schanfiggs war zunächst überwiegend Jagd- und Alpgebiet. Um 1300 wanderten deutschsprachige Walser aus dem Raum Davos über den Strelapass ein. Sie gründeten oder erweiterten Siedlungen in Langwies, Fondei, Sapün, Medergen und Arosa.

Arosa wurde um 1330 als «Araus», 1383 als «Orossen» und 1428 in der heutigen Form erwähnt. Die Walser waren persönlich frei und besassen weitreichende Rechte bei der Verwaltung ihrer Gemeinden.[4]

Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von Viehzucht, Alpwirtschaft und dem Verkehr über die Gebirgspässe. Die Verbindungen nach Davos und ins Prättigau waren lange Zeit bedeutender als der beschwerliche Weg durch das Schanfigg nach Chur.

1384 wurde in Langwies mit dem Bau einer Kapelle für die Bewohner der verstreuten Walsersiedlungen begonnen. Arosa erhielt ebenfalls eine Kirche, die dem heiligen Thomas von Aquin geweiht war. Während der Reformation trat die Bevölkerung des Schanfiggs um 1530 zum reformierten Glauben über.

Im Jahr 1622 wurden während der Bündner Wirren zahlreiche Dörfer zwischen Maladers und Peist zerstört. Die Talgemeinden gehörten zum Zehngerichtenbund und lösten sich im 17. Jahrhundert von den letzten österreichischen Herrschaftsrechten.

Entstehung der früheren Gemeinde Arosa

Arosa war politisch zunächst mit Davos verbunden. 1851 wurde der Ort im Zuge der neuen bündnerischen Gemeindeordnung zu einer selbstständigen politischen Gemeinde im Kreis Schanfigg. Bei der eidgenössischen Volkszählung von 1850 lebten dort lediglich 56 Personen.[3]

Die Bewohner betrieben Viehzucht und Alpwirtschaft. Wegen der abgeschiedenen Lage blieb die Entwicklung der Siedlung bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts langsam.

Entwicklung zum Kurort

Ein grundlegender Wandel setzte mit dem Bau moderner Verkehrswege ein. 1875 wurde die Strasse von Chur nach Langwies eröffnet, 1890 folgte der Abschnitt von Langwies nach Arosa. Bereits 1877 nahm in Arosa die erste Pension ihren Betrieb auf.

Der deutsche Arzt Otto Herwig eröffnete 1888 das erste Sanatorium. Das trockene Höhenklima galt insbesondere für Menschen mit Lungenkrankheiten als gesundheitsfördernd. In der Folge entstanden weitere Sanatorien, Kurhäuser, Hotels und Pensionen.

Arosa entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte von einer kleinen Walsersiedlung zu einem international bekannten Höhenkurort. Die Einwohnerzahl stieg von 61 Personen im Jahr 1870 auf 1071 im Jahr 1900 und auf 3466 im Jahr 1930.[3]

Die neuen Gäste und Arbeitsplätze führten zu einer starken Zuwanderung. Neben der traditionellen reformierten Bevölkerung entstand eine katholische Kirchgemeinde. Handel, Baugewerbe und Dienstleistungen verdrängten die Landwirtschaft als wichtigste Erwerbszweige.

Eisenbahn und Wintersport

Zwischen 1912 und 1914 wurde die Chur-Arosa-Bahn errichtet. Die elektrisch betriebene Schmalspurbahn verband den Kurort direkt mit Chur. Zu ihren bedeutendsten Bauwerken gehört der Langwieser Viadukt, der die Schlucht von Plessur und Sapünerbach in 62 Metern Höhe überspannt.[5]

Der Viadukt wurde aus Stahlbeton gebaut und galt bei seiner Eröffnung als technische Pionierleistung. Die Chur-Arosa-Bahn ging 1942 in der Rhätischen Bahn auf.

Der Wintersport gewann seit dem frühen 20. Jahrhundert an Bedeutung. Skifahren, Eislaufen, Curling, Bobfahren und Eishockey ergänzten den traditionellen Kurbetrieb. Vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden die ersten Skilifte.

Mit den Fortschritten der Medizin verlor der klassische Sanatoriumsaufenthalt an Bedeutung. Zahlreiche Kurhäuser wurden deshalb nach dem Krieg in Ferien- und Sporthotels umgewandelt. Neue Bergbahnen und Skipisten machten Arosa zu einem modernen Wintersportort. 1956 und 1957 wurde die Luftseilbahn auf das Aroser Weisshorn eröffnet.[3]

Gemeindefusion

Die Gemeinden des Schanfiggs begannen 2010 mit der Prüfung eines Zusammenschlusses. Neben Arosa beteiligten sich Calfreisen, Castiel, Langwies, Lüen, Molinis, Peist, St. Peter-Pagig und zunächst auch Tschiertschen-Praden am Projekt «Fusion Schanfigg».

Tschiertschen-Praden zog sich später aus dem Vorhaben zurück. In den übrigen Gemeinden wurde der Fusionsvertrag am 17. Juni 2012 jeweils in einer Volksabstimmung angenommen. Die neue politische Gemeinde Arosa nahm ihre Tätigkeit am 1. Januar 2013 auf.[6]

Durch die Fusion vergrösserte sich das Gemeindegebiet von rund 42 auf knapp 155 Quadratkilometer. Die neue Gemeinde umfasst seither sowohl den stark touristisch geprägten Hauptort als auch landwirtschaftlich geprägte Dörfer des mittleren und vorderen Schanfiggs.

Bevölkerung

Am 31. Dezember 2024 zählte die Gemeinde 3159 ständige Einwohnerinnen und Einwohner.[7] Während der touristischen Hochsaison halten sich deutlich mehr Menschen im Gemeindegebiet auf.

Die Bevölkerungsentwicklung unterscheidet sich innerhalb der Gemeinde stark. Der Hauptort Arosa erlebte zwischen 1870 und 1930 ein aussergewöhnliches Wachstum. In den kleineren Talgemeinden stagnierte die Einwohnerzahl dagegen über längere Zeit oder ging zurück.

Die Amtssprache ist Deutsch. Gesprochen werden überwiegend höchstalemannische und walserdeutsche Dialekte. Das Rätoromanische wurde im Schanfigg bereits im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit weitgehend durch das Deutsche verdrängt.

Die Bevölkerung ist traditionell reformiert. Mit dem Wachstum des Kur- und Ferienortes nahm seit dem späten 19. Jahrhundert der Anteil der katholischen und konfessionslosen Bevölkerung zu.

Politik und Verwaltung

Die Legislative der Gemeinde ist das 14-köpfige Gemeindeparlament. Sieben Sitze sind den Ortschaften der ehemaligen Talgemeinden und sieben Sitze dem Gebiet der früheren Gemeinde Arosa zugeordnet. Sämtliche Mitglieder werden von den Stimmberechtigten der gesamten Gemeinde an der Urne gewählt.[8]

Das Parlament erlässt kommunale Gesetze und Verordnungen, genehmigt Budgets und behandelt wichtige Sachgeschäfte. Gegen bestimmte Beschlüsse kann das fakultative Referendum ergriffen werden. Über besonders wichtige Vorlagen entscheidet die Urnengemeinde.

Die Exekutive bildet der fünfköpfige Gemeindevorstand. Jedes Mitglied führt ein Departement. Gemeindepräsidentin für die Amtsperiode 2025 bis 2028 ist Yvonne Altmann.[9]

Die Gemeindeverwaltung befindet sich im Hauptort Arosa. Einzelne kommunale Dienstleistungen und Infrastrukturen werden dezentral in den verschiedenen Ortschaften angeboten.

Wirtschaft

Tourismus

Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig der Gemeinde. Hotels, Ferienwohnungen, Bergbahnen, Gastronomie, Detailhandel, Sportgeschäfte und weitere Dienstleistungen bieten einen grossen Teil der Arbeitsplätze.

Arosa entwickelte sich zunächst als Sommer- und Luftkurort. Heute ist der Ort eine Ganzjahresdestination. Im Winter stehen Skifahren, Snowboarden, Langlaufen, Winterwandern, Schlitteln und Eissport im Vordergrund. Im Sommer gehören Wandern, Mountainbiken, Golf und Naturerlebnisse zu den wichtigsten Angeboten.

Seit der Wintersaison 2013/14 verbindet die Urdenbahn das Aroser Hörnli mit dem Urdenfürggli auf der Lenzerheider Seite. Dadurch entstand das zusammenhängende Skigebiet Arosa Lenzerheide mit rund 225 Kilometern präparierten Pisten.[10]

Eine bekannte touristische Einrichtung ist das Arosa Bärenland bei der Mittelstation der Weisshornbahn. Es bietet aus schlechten Haltungsbedingungen geretteten Bären ein naturnah gestaltetes Gehege und verbindet Tierschutz mit Umweltbildung.

Das jährlich durchgeführte Arosa Humorfestival gehört zu den bekanntesten Kulturveranstaltungen des Ortes. Weitere Veranstaltungen sind die Arosa ClassicCar, Musikfestivals, Sportwettkämpfe und der Ski-Cross-Weltcup.

Land- und Forstwirtschaft

In den Dörfern des Schanfiggs besitzen Landwirtschaft und Forstwirtschaft weiterhin eine grössere Bedeutung als im Hauptort. Die Betriebe sind vorwiegend auf Viehzucht, Milchwirtschaft und die Bewirtschaftung von Alpen und Bergwiesen ausgerichtet.

Die Wälder erfüllen neben ihrer wirtschaftlichen Funktion eine wichtige Aufgabe als Schutz vor Lawinen, Steinschlag, Hochwasser und Rüfen. Ihre Pflege ist deshalb eng mit dem Naturgefahrenmanagement verbunden.

Energie und Gewerbe

Die Gemeinde betreibt mit Arosa Energie ein eigenes Energieversorgungsunternehmen. Die Wasserkraft der Plessur und ihrer Zuflüsse wird seit dem frühen 20. Jahrhundert zur Stromerzeugung genutzt.

Zum örtlichen Gewerbe gehören Bauunternehmen, Handwerksbetriebe, Transportunternehmen und Anbieter touristischer Dienstleistungen. In Peist werden traditionell die als «Aroser Schlitten» bekannten Holzschlitten hergestellt.

Verkehr

Arosa ist über die Schanfiggerstrasse mit Chur verbunden. Die kurvenreiche Hauptstrasse führt durch die Dörfer des Schanfiggs und endet im Hauptort. Die Entfernung nach Chur beträgt auf der Strasse rund 30 Kilometer.

Die Bahnstrecke Chur–Arosa wird von der Rhätischen Bahn betrieben. Sie beginnt auf dem Churer Bahnhofplatz, führt zunächst als Strassenbahn durch die Stadt und steigt anschliessend durch das Schanfigg nach Arosa an. Bahnhöfe und Haltestellen befinden sich unter anderem in Lüen-Castiel, St. Peter-Molinis, Peist, Langwies, Litzirüti und Arosa.

Der Langwieser Viadukt ist 287 Meter lang und zählt zu den bekanntesten Kunstbauten der Strecke.[11]

Innerhalb des Hauptorts verkehren Ortsbusse. Bergbahnen erschliessen das Weisshorn, das Hörnli, den Tschuggen und weitere touristisch genutzte Gebiete.

Historische Fuss- und Saumwege führen über den Strelapass nach Davos, durch das Fondei ins Prättigau und über verschiedene Übergänge nach Lenzerheide.

Bildung

Die Gemeinde führt Schulen im Hauptort und in Teilen des Schanfiggs. Das Bildungsangebot umfasst Kindergarten, Primarschule und Sekundarstufe. Aufgrund der weiten Entfernungen werden Schülerinnen und Schüler aus kleineren Ortschaften teilweise mit Schulbussen transportiert.

Weiterführende Mittelschulen, Berufsfachschulen und Hochschulen befinden sich vor allem in Chur. Die Geschichte Arosas als Kurort und Tourismusdestination führte zudem zur Entstehung zahlreicher Ausbildungsplätze im Hotel-, Gastronomie- und Dienstleistungsbereich.

Kultur und Sport

Die Walserkultur prägt Sprache, Architektur und Brauchtum des inneren Schanfiggs. Historische Holzhäuser, Maiensässe, Alpgebäude und Streusiedlungen erinnern an die traditionelle Wirtschafts- und Lebensweise.

Das Schanfigger Heimatmuseum befindet sich im Eggahuus in Innerarosa. Es dokumentiert die Ortsgeschichte, den Tourismus, die Entwicklung des Wintersports und das frühere Alltagsleben der Walser.

Überregional bekannt ist der EHC Arosa. Der 1924 gegründete Eishockeyclub wurde neunmal Schweizer Meister und gehörte insbesondere in den 1950er- und frühen 1980er-Jahren zu den erfolgreichsten Schweizer Vereinen. Heimspielstätte ist das Sport- und Kongresszentrum Arosa.

Arosa war wiederholt Austragungsort nationaler und internationaler Ski-, Snowboard- und Eissportveranstaltungen. Der Ort brachte mehrere erfolgreiche Wintersportler hervor.

Sehenswürdigkeiten

Bergkirchli

Das Bergkirchli in Innerarosa ist das älteste erhaltene Gebäude des Hauptorts. Die spätgotische Kirche wurde 1493 errichtet und diente der reformierten Kirchgemeinde bis zum Bau der Dorfkirche als Gotteshaus. Sie steht auf einem erhöhten Platz nahe der Talstation des Hörnli-Express.

Langwieser Viadukt

Der Langwieser Viadukt wurde von 1912 bis 1914 nach Plänen des Ingenieurs Hermann Schürch errichtet. Die Stahlbetonbrücke war zur Zeit ihrer Fertigstellung eine technische Sensation und gilt als Wahrzeichen des Schanfiggs.

Dorfkirchen

In den Ortschaften der Gemeinde befinden sich mehrere historische reformierte Kirchen. Dazu gehören die Kirchen von Castiel, Lüen, Molinis, Peist, Langwies, St. Peter und Arosa. Die Kirche von Lüen besitzt bedeutende romanische Wandmalereien aus der Werkstatt des Waltensburger Meisters.

Obersee und Untersee

Der Obersee liegt unmittelbar beim Bahnhof und bildet einen zentralen Teil des Ortsbildes von Arosa. Der tiefer gelegene Untersee wird im Sommer als Badesee genutzt. Spazier- und Wanderwege verbinden beide Seen mit dem Dorfzentrum und den umliegenden Wäldern.

Arosa Bärenland

Das Arosa Bärenland liegt oberhalb des Dorfes bei der Mittelstation der Weisshornbahn. Von einer Besucherplattform und einem Erlebnisweg können die Tiere in der weitläufigen Berglandschaft beobachtet werden.

Walserlandschaften

Die Täler Fondei und Sapün sowie die Siedlung Medergen gehören zu den landschaftlich und kulturhistorisch bedeutenden Walsergebieten der Gemeinde. Die traditionellen Holzhäuser und Alpweiden sind weitgehend erhalten und über Wanderwege erreichbar.

Wappen

Das Gemeindewappen zeigt in Blau eine silberne Sonne über zwei silbernen sechsstrahligen Sternen. Es geht auf das Wappen der früheren Gemeinde Arosa zurück und wurde nach der Fusion von 2013 für die neue Gesamtgemeinde beibehalten.

Die Sonne und die Sterne werden mit der Höhenlage und dem früheren Ruf Arosas als sonniger Luftkurort in Verbindung gebracht.

Persönlichkeiten

Siehe auch

Literatur

  • Hans Danuser: Arosa – wie es damals war. Mehrbändiges ortsgeschichtliches Werk, Arosa.
  • Fritz Maron: Arosa. Beziehungen zwischen Landschaft und Wirtschaft in einem Bündner Hochtal. Bern 1951.
  • Jürg Simonett: Schanfigg. In: Historisches Lexikon der Schweiz.

Einzelnachweise

  1. Geographische Kennzahlen der Schweizer Gemeinden, Bundesamt für Statistik, Stand 31. Dezember 2024, abgerufen am 3. August 2026.
  2. 2,0 2,1 Ortschaften, Gemeinde Arosa, abgerufen am 3. August 2026.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Geschichte Arosa, Gemeinde Arosa, abgerufen am 3. August 2026.
  4. Adolf Collenberg: Arosa. In: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 3. August 2026.
  5. Geschichte der Rhätischen Bahn, Rhätische Bahn, abgerufen am 3. August 2026.
  6. Geschichte und Gemeindefusion, Gemeinde Arosa, abgerufen am 3. August 2026.
  7. Finanz- und Bevölkerungskennzahlen der Bündner Gemeinden, Amt für Gemeinden Graubünden, Ausgabe 1/2026, abgerufen am 3. August 2026.
  8. Gemeindeparlament, Gemeinde Arosa, abgerufen am 3. August 2026.
  9. Behördenverzeichnis der Gemeinde Arosa, Amtsdauer 2025–2028, Gemeinde Arosa, abgerufen am 3. August 2026.
  10. Skigebiet Arosa Lenzerheide, Arosa Lenzerheide, abgerufen am 3. August 2026.
  11. Arosa Genussexpress und Langwieser Viadukt, Rhätische Bahn, abgerufen am 3. August 2026.

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