FC Solothurn

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FC Solothurn
Vollständiger Name Fussballclub Solothurn
Kurzname FC Solothurn, FCS
Gründung 1901
Ort Solothurn, Kanton Solothurn
Vereinsfarben Rot-Weiss
Präsident Marc Kalousek
Cheftrainer Ervin Gashi
Spielstätte Stadion FC Solothurn
Kapazität 6'300 Plätze
Liga 1. Liga Classic, Gruppe 2
Saison 2026/27
Website fcsolothurn.ch

Der FC Solothurn ist ein Schweizer Fussballverein aus der Stadt Solothurn. Der 1901 gegründete Klub zählt zu den traditionsreichsten Fussballvereinen des Kantons und spielte während mehrerer Perioden in der zweithöchsten Schweizer Spielklasse. Zwischen 1925 und 1931 gehörte die erste Mannschaft der damaligen Serie A und damit der höchsten nationalen Liga an.

Seit dem Abstieg aus der Nationalliga B im Jahr 2001 spielt die Männermannschaft in der 1. Liga. Durch die Einführung der Promotion League wurde die 1. Liga zur Saison 2012/13 von der dritten zur vierten Stufe des Schweizer Ligasystems. In der Saison 2026/27 gehört der FC Solothurn der Gruppe 2 der 1. Liga Classic an.[1]

Der Verein besitzt eine wichtige Funktion in der regionalen Nachwuchsförderung. Sein Einzugsgebiet reicht nach eigener Darstellung ungefähr von Grenchen bis Olten sowie von Burgdorf bis Moutier. Neben dem Männerfussball unterhält der FC Solothurn eine Frauenabteilung, leistungsorientierte Nachwuchsteams und Angebote für den Breiten- und Inklusionssport.[2]

Geschichte

Gründung und erste Vereinsjahre

Der FC Solothurn wurde im Sommer 1901 gegründet. Am 3. April 1902 fand eine Gründerversammlung statt, an der die ersten Statuten beschlossen und ein Vorstand gewählt wurden. Sein erstes offizielles Meisterschaftsspiel bestritt der Verein am 25. Oktober 1903 in Biel. Die Solothurner gewannen die Begegnung mit 1:0.[2]

In den ersten Jahren existierten in der Stadt mehrere kleinere Fussballvereine. Am 11. März 1906 fusionierte der ursprüngliche Klub mit dem FC Young Boys Solothurn. Der gemeinsame Verein führte den Namen FC Solothurn weiter. Im Sommer 1913 schloss sich auch der lokale Konkurrent FC Nordstern an.

Ein ständiges Problem der Anfangszeit war die Suche nach einem geeigneten Spielfeld. Die Mannschaft nutzte verschiedene Plätze in Solothurn und Zuchwil. Seit 1920 trug sie ihre Spiele auf der Anlage Steinbrugg an der Aare aus.

Jahre in der höchsten Spielklasse

Von 1925 bis 1931 spielte der FC Solothurn in der Serie A, der damals höchsten Liga des Schweizer Fussballs. Diese sechs Spielzeiten bildeten die erste bedeutende sportliche Epoche des Vereins.

Die nationalen Wettbewerbe waren zu dieser Zeit noch regional gegliedert. Die Mannschaften der Serie A spielten zunächst in Gruppen, bevor die bestplatzierten Vereine den Schweizer Meister ermittelten. Der FC Solothurn konnte sich dauerhaft in der höchsten Spielklasse halten, gehörte jedoch nicht zu den dominierenden Vereinen des Landes.

Am 15. November 1927 erschien erstmals ein monatliches Vereinsorgan. Damit erhielt der Klub eine regelmässige Publikation für Mitglieder, Anhänger und das regionale Umfeld.

Bau des Stadions im Brühl

1930 erwarb der FC Solothurn im Brühl ein ungefähr 30'000 Quadratmeter grosses Grundstück. Dort wurde eine eigene Fussballanlage errichtet, die am 9. August 1931 eröffnet wurde. Das neue Stadion bestand aus dem Hauptfeld, Stehrampen, einer Holztribüne mit Garderoben und Restaurant sowie mehreren weiteren Fussballplätzen.[2]

Die Einweihung fiel in eine Zeit grundlegender Veränderungen des Schweizer Ligasystems. 1931 führte der Schweizerische Fussballverband die Nationalliga sowie die 1. bis 4. Liga ein. Nach seinen Jahren in der Serie A wurde der FC Solothurn der damaligen 1. Liga zugeteilt, die zu diesem Zeitpunkt die zweithöchste Spielklasse bildete.

Von 1931 bis 1944 blieb der Verein dreizehn Jahre ununterbrochen in dieser Liga. Aufgrund seines vierten Schlussrangs in der Saison 1943/44 wurde er für die folgende Spielzeit in die neu geschaffene Nationalliga B aufgenommen.

Erste Perioden in der Nationalliga B

Die Saison 1944/45 war die erste Spielzeit des FC Solothurn in der Nationalliga B. Nach nur einem Jahr stieg die Mannschaft wieder in die 1. Liga ab.

1952 gelang unter Trainer Hans Rüeggsegger die Rückkehr in die Nationalliga B. Der Klub konnte sich diesmal sieben Jahre lang in der zweithöchsten Spielklasse halten. Zu jener Generation gehörten mehrere junge Solothurner Spieler, darunter Toni Allemann und Albert Kuhn.

Allemann entwickelte sich später zu einem Schweizer Nationalspieler und nahm an der Weltmeisterschaft 1962 teil. Der FC Solothurn erinnert an ihn als einen seiner bekanntesten ehemaligen Spieler.[3]

Nach dem Abstieg von 1959 folgten vier Jahre in der 1. Liga. In der Saison 1962/63 führte Trainer Willi Sommer die Mannschaft erneut in die Nationalliga B. Der entscheidende Aufstieg wurde unter anderem durch einen verwandelten Penalty von Albert Kuhn im Spiel gegen Étoile Carouge gesichert.[4]

Zwischen 1963 und 1969 spielte der FC Solothurn sechs weitere Saisons in der Nationalliga B. Anschliessend folgte eine lange Periode in der 1. Liga.

Veränderungen am Stadion und sportliche Neuorientierung

1973 verkaufte der finanziell belastete Verein seine Anlage mit fünf Fussballfeldern an die Einwohnergemeinde Solothurn. Die Stadt verpflichtete sich im Gegenzug zum Unterhalt der Sportanlage und gewährte dem FC Solothurn ein bevorzugtes Nutzungsrecht. Auf einem Teil des früheren Fussballgeländes wurde später das Schulhaus Brühl errichtet.

1974 verpasste der FCS unter Trainer Jürg Hoppler in den Aufstiegsspielen nur knapp die Rückkehr in die Nationalliga B. Von 1976 bis 1979 wurde die erste Mannschaft von Hansruedi Hasler betreut, der später Technischer Direktor des Schweizerischen Fussballverbands wurde.

In der Rückrunde der Saison 1983/84 übernahm Hanspeter Latour das Traineramt. Er sicherte zunächst den Ligaerhalt und prägte den Verein während der folgenden Jahre nachhaltig.

1986 wurde der Sponsorenklub «Freunde des FC Solothurn» gegründet. Er sollte die Verbindung zwischen dem Verein und Unternehmen aus der Region stärken und neue finanzielle Grundlagen für den sportlichen Betrieb schaffen.

In der Saison 1986/87 gelang dem FC Solothurn der Aufstieg. Die Mannschaft spielte 1987/88 für ein Jahr in der Nationalliga B, musste danach aber erneut in die 1. Liga zurückkehren.

Nachwuchskonzept unter Hanspeter Latour

1988 wurde Hanspeter Latour hauptamtlicher Trainer der ersten Mannschaft. Gleichzeitig begann der Verein mit dem Aufbau des Konzepts «Fussballförderung in der Region Solothurn». Jugendliche aus den umliegenden Vereinen sollten gezielt gefördert und schrittweise an die erste Mannschaft herangeführt werden.

Das Konzept wurde mit Unterstützung des Sponsorenklubs umgesetzt. Zwischen 1989 und 1992 erhielt der FC Solothurn dreimal Auszeichnungen des damaligen Schweizerischen Landesverbands für Sport für seine Arbeit an der Basis des Schweizer Sports.[2]

Die regionale Nachwuchsförderung entwickelte sich zu einem zentralen Bestandteil der Vereinsidentität. Ein ähnliches Modell wurde in der Saison 1996/97 durch den Schweizerischen Fussballverband landesweit verbindlich eingeführt.

Am 13. Oktober 1991 absolvierte der FC Solothurn beim 1:1 gegen Colombier sein 1'000. Meisterschaftsspiel in der 1. Liga. 1993 wurde ein Anbau an die Stadiontribüne eröffnet. Im selben Jahr gewann der Klub die gesamtschweizerische Fairnesswertung der 1. Liga.

Rückkehr in die Nationalliga B

Nach mehreren erfolglosen Versuchen erreichte der FC Solothurn in der Saison 1993/94 erneut den Aufstieg in die Nationalliga B. In der darauffolgenden Spielzeit qualifizierte sich die Mannschaft als NLB-Vizemeister für die Aufstiegsrunde zur Nationalliga A.

Die Saison 1995/96 verlief schwieriger. Der Ligaerhalt wurde erst im letzten Spiel gesichert. Nach dreizehn Jahren endete die Amtszeit von Hanspeter Latour.

Unter dem neuen Trainer Martin Weber qualifizierte sich der FCS 1996/97 erneut für die Aufstiegsrunde. Dort belegte er den sechsten Rang. Bemerkenswert war, dass elf der insgesamt vierzehn Punkte gegen Mannschaften aus der Nationalliga A gewonnen wurden.

Beinahe-Aufstieg in die Nationalliga A

Die Saison 1997/98 gilt als die sportlich erfolgreichste Spielzeit der jüngeren Vereinsgeschichte. Der FC Solothurn erreichte wiederum die Aufstiegsrunde zur Nationalliga A und blieb bis zum letzten Spiel im Rennen um einen Platz in der höchsten Liga.

Am 24. Mai 1998 trat die Mannschaft im alten Basler St. Jakob-Stadion gegen den FC Basel an. Der FC Solothurn hätte mit einem entsprechenden Ergebnis den Aufstieg schaffen können, scheiterte jedoch in der entscheidenden Begegnung. Nach Vereinsangaben verfolgten 38'500 Zuschauer das Spiel im Stadion und ungefähr 300'000 Personen die Direktübertragung im Schweizer Fernsehen.[2]

In der Aufstiegsrunde erreichte der FCS einen Zuschauerdurchschnitt von rund 4'100 Personen. Über die gesamte Saison lag der Durchschnitt bei 2'711 Zuschauern. Am 1. März 1998 kamen 6'750 Besucher zum Heimspiel gegen den FC Basel. Diese Zahl gilt als Zuschauerrekord des Stadions.

Im selben Jahr gewann der FC Solothurn den Uhrencup, ein traditionsreiches Vorbereitungsturnier aus der Region Grenchen und Solothurn.[5]

Abstieg im Jubiläumsjahr 2001

Nach dem knapp verpassten Aufstieg folgten mehrere schwierige Nationalliga-B-Spielzeiten. Der FC Solothurn musste dreimal an der Abstiegsrunde teilnehmen und wechselte mehrfach vorzeitig den Trainer.

Sportliche Anerkennung erhielt der Verein durch den Gewinn der Fairplay Trophy der Nationalliga B in den Saisons 1998/99 und 1999/2000. Gleichzeitig wurden Schulden abgebaut, die während der vorhergehenden Jahre entstanden waren.

2001 stieg der FC Solothurn im Jahr seines hundertjährigen Bestehens aus der Nationalliga B in die 1. Liga ab. Seither kehrte die erste Mannschaft nicht mehr in den professionellen Ligabetrieb zurück.

Entwicklung seit 2001

In der Saison 2001/02 verpasste der FC Solothurn nach einem Entscheidungsspiel gegen den SC YF Juventus die Teilnahme an den Aufstiegsspielen. Seit der Saison 2003/04 setzte der Verein sein Nachwuchskonzept besonders konsequent um. Nach eigenen Angaben stammten zeitweise rund zwei Drittel der Spieler der ersten Mannschaft aus den eigenen Nachwuchsteams und damit aus der Region.

2006/07 erreichte der FCS unter Trainer Roland Hasler die Aufstiegsspiele zur Challenge League. Nach einem 2:1-Auswärtssieg gegen den FC Gossau verlor die Mannschaft das Rückspiel in Solothurn mit 0:3 und schied aus.

Mit der Einführung der Promotion League im Jahr 2012 wurde die 1. Liga Classic zur vierthöchsten Spielklasse. Der FC Solothurn blieb damit zwar in derselben Liga, rückte innerhalb des nationalen Systems jedoch eine Stufe nach unten.

In den Saisons 2016/17, 2017/18 und 2018/19 erreichte der Verein dreimal hintereinander die Aufstiegsspiele zur Promotion League. 2017 scheiterte die Mannschaft am Yverdon Sport FC. Ein Jahr später gewann sie zunächst gegen den Lancy FC, schied aber in der abschliessenden Runde gegen den FC Münsingen aus. 2019 war Étoile Carouge zu stark.

Die Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 wurden durch die COVID-19-Pandemie unterbrochen beziehungsweise vorzeitig beendet. Der reguläre Meisterschaftsbetrieb war zeitweise untersagt.

In der Saison 2022/23 qualifizierte sich der FCS erneut für die Aufstiegsspiele. Nach einem Erfolg gegen den FC Monthey scheiterte die Mannschaft an der U-21 des FC Lugano.

Zur Saison 2024/25 übernahm der frühere ivorische Nationalspieler Gilles Yapi Yapo das Traineramt. Nach zwei Spielzeiten entschied die Vereinsleitung, den Vertrag nicht zu verlängern. Seit Beginn der Saison 2026/27 wird die erste Mannschaft von Ervin Gashi trainiert.[6]

Gashi war zuvor unter anderem in den Nachwuchsabteilungen des Grasshopper Club Zürich tätig, Co-Trainer der estnischen Nationalmannschaft und Assistenztrainer des FC Schaffhausen. Er hatte bereits als Spieler sowie als Trainer von Nachwuchsmannschaften für den FC Solothurn gearbeitet.

Erste Männermannschaft

Die erste Männermannschaft ist das Fanionteam des Vereins. Sie spielt in der Saison 2026/27 in der Gruppe 2 der 1. Liga Classic. Die Liga bildet die vierte Ebene des Schweizer Fussballs und ist in drei regionale Gruppen eingeteilt.

Der Spielbetrieb verbindet leistungsorientierten Amateurfussball mit teilweise professionellen Strukturen. Ein erheblicher Teil des Kaders besteht traditionell aus Spielern aus dem Kanton Solothurn und angrenzenden Regionen.

Der FC Solothurn gehört aufgrund seiner zahlreichen Spielzeiten zu den erfahrensten Vereinen der 1. Liga. Die Saison 2024/25 war nach eigener Zählung bereits seine 72. Saison in dieser Spielklasse. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die 1. Liga im Verlauf der Geschichte unterschiedliche Positionen innerhalb des Schweizer Ligasystems einnahm.[2]

Zu den regional wichtigen Begegnungen zählen Spiele gegen Vereine wie den FC Langenthal, FC Münsingen, FC Schötz, SR Delémont, FC Bassecourt und FC Courtételle. Die konkrete Gruppenzusammensetzung kann sich durch Auf- und Abstiege sowie geografische Neueinteilungen von Saison zu Saison verändern.

Frauenfussball

Die heutige Frauenabteilung geht wesentlich auf die frühere Frauenabteilung des SC Derendingen zurück. Deren Leistungszentrum wurde 2021 in den FC Solothurn integriert. Dadurch entstand innerhalb des Vereins ein durchgehender Ausbildungsweg vom Mädchenfussball bis zur ersten Frauenmannschaft.[2]

Das Frauenteam spielte mehrere Jahre in der Nationalliga B. Nach der Saison 2025/26 erfolgte der Wechsel in die Frauen 1. Liga. In der Saison 2026/27 tritt die Mannschaft in der Gruppe 1 der zweithöchsten Amateurspielklasse des Schweizer Frauenfussballs an.[7]

Für die Saison 2026/27 verpflichtete der Verein Sasa Sakic als Sportchef und Cheftrainer der ersten Frauenmannschaft. Der Klub kündigte gleichzeitig einen mehrjährigen Entwicklungsplan für die Frauenabteilung an.[8]

Zum Leistungszentrum gehören auch Nachwuchsmannschaften in mehreren Altersstufen. Dazu zählen unter anderem Teams der Kategorien U-18, U-16 und U-14.

Nachwuchsförderung

Die Nachwuchsförderung gehört zu den wichtigsten Aufgaben des FC Solothurn. Der Klub unterscheidet zwischen Kinderfussball, regionalem Breitenfussball und leistungsorientierter Ausbildung.

In den Footeco-Stufen FE-12, FE-13 und FE-14 sowie in den anschliessenden U-Mannschaften trainieren ausgewählte Talente aus der Region. Die Ausbildung umfasst technische, taktische, körperliche und soziale Aspekte.

Der Verein arbeitet im Nachwuchsbereich mit dem BSC Young Boys zusammen. Der Berner Klub übernimmt als Partnerverein die weiterführende Ausbildung ausgewählter Spieler in höheren Altersstufen. Daneben bestehen Verbindungen zum Nachwuchsmodell des FC Thun Berner Oberland.

Für Jugendliche, die weniger häufig trainieren möchten, bestehen Angebote des Team Stadt Solothurn. Dieses organisiert gemeinsam mit mehreren städtischen Vereinen Mannschaften des regionalen Breitenfussballs.

Zu den Spielern, die zumindest einen Teil ihrer Ausbildung beim FC Solothurn absolvierten und später im Profifussball tätig waren, gehören Marco Wölfli, Gökhan Inler, Burim Kukeli, Renato Steffen und Charles Pickel.[9]

Gökhan Inler wurde später Captain der Schweizer Nationalmannschaft und spielte unter anderem in der Serie A. Der Verein führt ihn gemeinsam mit Toni Allemann als einen der bekanntesten Spieler seiner Geschichte auf.[3]

FC Solothurn Plus

Mit dem Angebot FC Solothurn Plus beteiligt sich der Verein am inklusiven Fussball. Das Team richtet sich an Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und verbindet sportliche Aktivität mit gesellschaftlicher Teilhabe.

Die Mannschaft nimmt an Trainings, Freundschaftsspielen und Veranstaltungen teil. Sie ist organisatorisch und gesellschaftlich in das Vereinsleben eingebunden und tritt auch bei regionalen Fussballanlässen auf.

Stadion FC Solothurn

Der FC Solothurn trägt seine Heimspiele im Stadion FC Solothurn im Brühl aus. Die Anlage befindet sich an der Brühlstrasse westlich des Solothurner Stadtzentrums.

Das Hauptfeld besitzt Naturrasen und misst 105 × 68 Meter. Die offizielle Gesamtkapazität beträgt 6'300 Personen. Davon entfallen 533 Plätze auf gedeckte Sitzplätze, 1'363 auf ungedeckte Sitzplätze und 4'400 auf Stehplätze.[10]

Bereich Kapazität beziehungsweise technische Angabe
Gedeckte Sitzplätze 533
Ungedeckte Sitzplätze 1'363
Stehplätze 4'400
Gesamtkapazität 6'300
Hauptfeld Naturrasen, 105 × 68 Meter
Flutlicht 380 Lux
Kunstrasenfeld 100 × 64 Meter
Nebenplatz Naturrasen, 100 × 64 Meter

Der historische Zuschauerrekord liegt über der heutigen regulären Kapazität. Am 1. März 1998 wurden beim Spiel gegen den FC Basel 6'750 Zuschauer gezählt.

1993 wurde die bestehende Tribüne durch zusätzliche Garderoben und weitere Räume erweitert. Eine zweite Tribüne erhielt später Schalensitze aus dem ehemaligen Stadion Maladière von Neuchâtel Xamax.

Seit März 2009 verfügt die Anlage über ein Kunstrasenfeld. Dieses misst 100 × 64 Meter und ist für Meisterschaftsspiele bis zur 1. Liga zugelassen. Zusätzlich steht ein Naturrasen-Nebenplatz zur Verfügung.

Neben den Heimspielen des FC Solothurn wird das Stadion für Nachwuchsbegegnungen, Cupfinaltage, Testspiele und regionale Fussballveranstaltungen genutzt.

Vereinsfarben und Erscheinungsbild

Die traditionellen Vereinsfarben sind Rot und Weiss. Die erste Mannschaft tritt üblicherweise in roten Trikots an. Je nach Saison werden weisse oder rote Hosen und Stutzen verwendet. Als Ausweichbekleidung kommen auch schwarze Trikots zum Einsatz.

Das Vereinswappen verbindet die Buchstaben des Klubnamens mit den Farben Rot und Weiss. Die genaue grafische Gestaltung wurde im Verlauf der Vereinsgeschichte mehrfach modernisiert.

Der FC Solothurn versteht sich als sportlicher Vertreter der Stadt und des Kantons Solothurn. In seiner Selbstdarstellung betont der Verein Bescheidenheit, wirtschaftliche Vernunft, regionale Verankerung, Nachwuchsförderung und Fairness.[3]

Anhänger und regionale Bedeutung

Der FC Solothurn besitzt eine Anhängerschaft in der Stadt und im weiteren Kanton. Das Zuschauerinteresse schwankt abhängig von Liga, sportlichem Erfolg und Gegner. Besonders die Nationalliga-B-Jahre der 1950er-, 1960er- und 1990er-Jahre zogen grössere Besucherzahlen an.

Die Saison 1997/98 stellte in dieser Hinsicht den Höhepunkt dar. Während der Aufstiegsrunde zur Nationalliga A kamen durchschnittlich rund 4'100 Personen zu den Spielen des Vereins.

Zu den Unterstützerorganisationen gehört der 1986 gegründete Sponsorenklub «Freunde des FC Solothurn». Daneben bestehen Fan- und Fördervereinigungen, die den sportlichen Betrieb, Veranstaltungen und die Nachwuchsförderung unterstützen.

Der Schriftsteller Peter Bichsel ist als langjähriger Anhänger des FC Solothurn bekannt. Der Verein erwähnt ihn in seinem Steckbrief als einen der regelmässigen Besucher der Stadionwirtschaft.[2]

Bekannte ehemalige Spieler und Trainer

Zu den bekannten Persönlichkeiten, die als Spieler oder Trainer mit dem FC Solothurn verbunden waren, gehören:

  • Toni Allemann, Schweizer Nationalspieler
  • Gökhan Inler, langjähriger Captain der Schweizer Nationalmannschaft
  • Marco Wölfli, Schweizer Nationaltorhüter
  • Burim Kukeli, albanischer Nationalspieler
  • Renato Steffen, Schweizer Nationalspieler
  • Charles Pickel, kongolesisch-schweizerischer Fussballspieler
  • Hanspeter Latour, langjähriger Trainer des FC Solothurn
  • Hansruedi Hasler, ehemaliger Technischer Direktor des Schweizerischen Fussballverbands
  • Gilles Yapi Yapo, ehemaliger ivorischer Nationalspieler und FCS-Trainer
  • Thomas Binggeli, ehemaliger Spieler und Trainer des Vereins

Nicht alle genannten Spieler absolvierten ihre gesamte Nachwuchsausbildung beim FC Solothurn. Bei mehreren bestand die Verbindung lediglich während eines bestimmten Ausbildungs- oder Karriereabschnitts.

Sportliche Bilanz

Der FC Solothurn gewann bislang weder die Schweizer Meisterschaft noch den Schweizer Cup. Seine wichtigsten sportlichen Erfolge liegen in der langjährigen Zugehörigkeit zu den oberen nationalen Ligen, mehreren Aufstiegen und den Teilnahmen an Aufstiegsrunden.

Wettbewerb oder Leistung Ergebnis
Serie A Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse von 1925 bis 1931
Nationalliga B Insgesamt 22 Spielzeiten in mehreren Perioden
Nationalliga B 1994/95 Vizemeister und Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Nationalliga A
Aufstiegsrunde NLA/B 1996/97 6. Rang
Aufstiegsrunde NLA/B 1997/98 5. Rang, Aufstieg erst im letzten Spiel verpasst
Uhrencup Sieger 1998
Fairplay Trophy der Nationalliga B Sieger 1998/99 und 1999/2000
Aufstiegsspiele zur Promotion League Teilnahmen 2016/17, 2017/18, 2018/19 und 2022/23

Ligazugehörigkeit seit 1931

Die Bezeichnungen und Hierarchien der Schweizer Ligen änderten sich mehrfach. Die folgende Übersicht verwendet die jeweils zeitgenössischen Namen.

Zeitraum Liga
1931–1944 1. Liga
1944/45 Nationalliga B
1945–1952 1. Liga
1952–1959 Nationalliga B
1959–1963 1. Liga
1963–1969 Nationalliga B
1969–1987 1. Liga
1987/88 Nationalliga B
1988–1994 1. Liga
1994–2001 Nationalliga B
seit 2001 1. Liga beziehungsweise 1. Liga Classic

Siehe auch

Literatur

  • FC Solothurn: Steckbrief FC Solothurn. Solothurn, Stand Juni 2024.
  • FC Solothurn: 100 Jahre FC Solothurn. Jubiläumsdokumentation, Solothurn 2001.
  • Daniel Schaub: Das grosse Schweizer Fussballbuch. Stämpfli Verlag, Bern 2015, ISBN 978-3-7272-1441-8.

Einzelnachweise

  1. Erste Liga: Gruppeneinteilung und Spielbetrieb 2026/27, Erste Liga, abgerufen am 30. Juli 2026.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 Steckbrief FC Solothurn, FC Solothurn, Stand Juni 2024, abgerufen am 30. Juli 2026.
  3. 3,0 3,1 3,2 Tradition ist für uns sehr wichtig, FC Solothurn, abgerufen am 30. Juli 2026.
  4. Albert «Albi» Kuhn-Brotschi, FC Solothurn, abgerufen am 30. Juli 2026.
  5. Coupe Horlogère – Uhren Cup, Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation, abgerufen am 30. Juli 2026.
  6. Trainerwechsel beim FC Solothurn auf die neue Saison 2026/27, FC Solothurn, abgerufen am 30. Juli 2026.
  7. Frauen 1. Liga, Saison 2026/27, Schweizerischer Fussballverband, abgerufen am 30. Juli 2026.
  8. Sasa Sakic wird Sportchef und Cheftrainer der ersten Frauenmannschaft, FC Solothurn, abgerufen am 30. Juli 2026.
  9. Verantwortung, FC Solothurn, abgerufen am 30. Juli 2026.
  10. Stadion FC Solothurn: technische Daten, FC Solothurn, abgerufen am 30. Juli 2026.

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