Autobahn A24: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Autobahn A24''', amtlich als '''Nationalstrasse N24''' bezeichnet, ist eine kurze schweizerische Nationalstrasse im [[Kanton Tessin]]. Sie verbindet die [[Autobahn A2 | Die '''Autobahn A24''', amtlich als '''Nationalstrasse N24''' bezeichnet, ist eine kurze schweizerische Nationalstrasse im [[Kanton Tessin]]. Sie verbindet die [[Autobahn A2|A2]] bei [[Mendrisio]] über [[Stabio]] mit dem Grenzübergang Stabio–Gaggiolo nach Italien. Die Strecke bildet damit eine wichtige Strassenverbindung zwischen dem [[Mendrisiotto]], dem Raum [[Varese]] und dem nordwestlichen Teil der [[Lombardei]]. | ||
Die Bezeichnung «Autobahn A24» ist nur teilweise technisch zutreffend. Zwischen der Verzweigung Mendrisio und Stabio Ost ist die Strasse als Nationalstrasse zweiter Klasse beziehungsweise als [[Autostrasse]] ausgebaut. Sie besitzt in beiden Richtungen je einen Fahrstreifen, jedoch keine bauliche Trennung der Fahrbahnen. Der anschliessende Abschnitt durch Stabio bis zur Landesgrenze ist eine Nationalstrasse dritter Klasse mit Gemischtverkehr, niveaugleichen Kreuzungen, Zufahrten und teilweise innerörtlichem Charakter.<ref name="astra_n24">[https://www.astra.admin.ch/dam/astra/de/dokumente/abteilung_direktionsgeschaefteallgemein/naf/nebstrecken/neb10_n24.pdf.download.pdf/20200316%20FS_NEB-N24-de.pdf ''Nationalstrasse N24, Kanton Tessin, Mendrisio–Gaggiolo (Frontiera)''], Bundesamt für Strassen, abgerufen am 27. Juli 2026.</ref> | Die Bezeichnung «Autobahn A24» ist nur teilweise technisch zutreffend. Zwischen der Verzweigung Mendrisio und Stabio Ost ist die Strasse als Nationalstrasse zweiter Klasse beziehungsweise als [[Autostrasse]] ausgebaut. Sie besitzt in beiden Richtungen je einen Fahrstreifen, jedoch keine bauliche Trennung der Fahrbahnen. Der anschliessende Abschnitt durch Stabio bis zur Landesgrenze ist eine Nationalstrasse dritter Klasse mit Gemischtverkehr, niveaugleichen Kreuzungen, Zufahrten und teilweise innerörtlichem Charakter.<ref name="astra_n24">[https://www.astra.admin.ch/dam/astra/de/dokumente/abteilung_direktionsgeschaefteallgemein/naf/nebstrecken/neb10_n24.pdf.download.pdf/20200316%20FS_NEB-N24-de.pdf ''Nationalstrasse N24, Kanton Tessin, Mendrisio–Gaggiolo (Frontiera)''], Bundesamt für Strassen, abgerufen am 27. Juli 2026.</ref> | ||
Aktuelle Version vom 28. Juli 2026, 10:29 Uhr
| Land | Schweiz |
|---|---|
| Kanton | Tessin |
| Strassennummer | A24 |
| Amtliche Nationalstrasse | N24 |
| Strecke | Mendrisio–Stabio–Gaggiolo |
| Beginn | Verzweigung Mendrisio an der A2 |
| Ende | Grenzübergang Stabio–Gaggiolo an der Grenze zu Italien |
| Länge | rund 5 km |
| Strassenklassen | Nationalstrasse 2. Klasse zwischen Mendrisio und Stabio Ost Nationalstrasse 3. Klasse zwischen Stabio Ost und Gaggiolo |
| Ausbau | ein Fahrstreifen pro Richtung, nicht richtungsgetrennt |
| Vignettenpflicht | Mendrisio–Stabio Ost |
| Betreiber | ASTRA |
| Übernahme ins erweiterte Nationalstrassennetz | 1. Januar 2020 |
Die Autobahn A24, amtlich als Nationalstrasse N24 bezeichnet, ist eine kurze schweizerische Nationalstrasse im Kanton Tessin. Sie verbindet die A2 bei Mendrisio über Stabio mit dem Grenzübergang Stabio–Gaggiolo nach Italien. Die Strecke bildet damit eine wichtige Strassenverbindung zwischen dem Mendrisiotto, dem Raum Varese und dem nordwestlichen Teil der Lombardei.
Die Bezeichnung «Autobahn A24» ist nur teilweise technisch zutreffend. Zwischen der Verzweigung Mendrisio und Stabio Ost ist die Strasse als Nationalstrasse zweiter Klasse beziehungsweise als Autostrasse ausgebaut. Sie besitzt in beiden Richtungen je einen Fahrstreifen, jedoch keine bauliche Trennung der Fahrbahnen. Der anschliessende Abschnitt durch Stabio bis zur Landesgrenze ist eine Nationalstrasse dritter Klasse mit Gemischtverkehr, niveaugleichen Kreuzungen, Zufahrten und teilweise innerörtlichem Charakter.[1]
Die gesamte N24 ist rund fünf Kilometer lang. Der Abschnitt Mendrisio–Stabio Ost ist vignettenpflichtig, während auf dem Abschnitt Stabio Ost–Gaggiolo keine Autobahnvignette erforderlich ist. Die unterschiedlichen Regelungen ergeben sich aus der Einteilung in Nationalstrassen zweiter und dritter Klasse.[1]
Die A24 gehört zu den kürzesten nummerierten Nationalstrassen der Schweiz. Trotz ihrer geringen Länge besitzt sie eine grosse regionale Bedeutung. Sie dient dem grenzüberschreitenden Berufs-, Einkaufs- und Güterverkehr und stellt neben der A2 bei Chiasso–Brogeda eine weitere Strassenverbindung zwischen dem Tessin und der italienischen Provinz Varese dar.
Bezeichnung und Klassifizierung
Im schweizerischen Strassensystem werden zwei verschiedene Nummerierungsarten verwendet. Die Bezeichnung N24 bezeichnet die Strecke innerhalb des rechtlich festgelegten Nationalstrassennetzes. Die Nummer A24 wird für die signaltechnische und verkehrsbezogene Bezeichnung verwendet.
Die Buchstaben besitzen unterschiedliche Bedeutungen:
- N steht für Nationalstrasse;
- A wird bei signalisierten Autobahnen und Autostrassen verwendet.
Eine Nationalstrasse muss nicht zwingend als Autobahn ausgebaut sein. Das Nationalstrassengesetz unterscheidet drei Klassen:
- Nationalstrassen erster Klasse sind richtungsgetrennte Autobahnen ohne niveaugleiche Kreuzungen;
- Nationalstrassen zweiter Klasse sind in der Regel Autostrassen ohne allgemeine Zugänglichkeit für langsame Verkehrsteilnehmende;
- Nationalstrassen dritter Klasse können gewöhnliche Hauptstrassen mit Gemischtverkehr, Kreuzungen und Grundstückszufahrten sein.
Die N24 vereinigt zwei dieser Kategorien. Von Mendrisio bis Stabio Ost ist sie Nationalstrasse zweiter Klasse. Von Stabio Ost bis zur italienischen Grenze ist sie Nationalstrasse dritter Klasse.[1]
Der Name Autobahn A24 wird dennoch häufig für die gesamte Verbindung verwendet. Auch das Bundesamt für Strassen bezeichnet den Grenzübergang Gaggiolo in Verkehrsmitteilungen teilweise als Grenzübergang der A24.[2]
Aus baulicher Sicht ist die Bezeichnung Autostrasse A24 für den Abschnitt zwischen Mendrisio und Stabio Ost präziser. Der übrige Abschnitt besitzt nicht den Ausbaustandard einer Autostrasse.
Verlauf
Verzweigung Mendrisio
Die A24 beginnt bei der Verzweigung Mendrisio im südlichen Tessin. Dort zweigt sie von der A2 ab, die als wichtigste Nord-Süd-Autobahn der Schweiz vom Raum Basel über Luzern, den Gotthard und Lugano nach Chiasso führt.
Die Verzweigung befindet sich westlich beziehungsweise südwestlich des Zentrums von Mendrisio in der Nähe von Rancate. Sie ist Teil des komplexen Strassensystems rund um den Anschluss Mendrisio.
Von der A2 aus ermöglicht die A24 eine direkte Weiterfahrt in Richtung Stabio und Gaggiolo. Verkehr aus Lugano oder dem übrigen Tessin muss dadurch nicht über das Zentrum von Mendrisio oder den Grenzübergang Chiasso–Brogeda fahren.
Die Verbindung ist besonders für Verkehr mit Ziel im westlichen Mendrisiotto, in der Provinz Varese oder im Gebiet zwischen Varese und Malnate von Bedeutung.
Mendrisio–Stabio Ost
Ab der Verzweigung Mendrisio führt die A24 westwärts durch das Gebiet der heutigen Stadt Mendrisio. Sie verläuft in Richtung Genestrerio und Stabio.
Dieser Abschnitt ist als Autostrasse ausgebaut. Er besitzt einen Fahrstreifen pro Richtung und keine bauliche Fahrbahntrennung. Ein Mittelstreifen fehlt. Auf Teilen der Strecke bestehen seitliche Pannenstreifen oder verbreiterte Randbereiche.[1]
Die Autostrasse ist kreuzungsfrei oder weitgehend kreuzungsfrei gestaltet. Der Zugang ist nur an dafür vorgesehenen Anschlüssen möglich.
Fussgängerinnen und Fussgänger, Fahrräder, Motorfahrräder, landwirtschaftliche Fahrzeuge und andere nicht autostrassentaugliche Verkehrsmittel dürfen diesen Abschnitt nicht benutzen.
Aufgrund der Einstufung als Nationalstrasse zweiter Klasse ist eine gültige schweizerische Autobahnvignette erforderlich. Dies gilt unabhängig davon, ob die Strecke umgangssprachlich als Autobahn oder Autostrasse bezeichnet wird.
Stabio Ost
Bei Stabio Ost endet der autostrassenähnliche Ausbau. Die N24 geht dort in eine Nationalstrasse dritter Klasse über.
Der Übergang ist verkehrsrechtlich bedeutend. Ab diesem Punkt gelten nicht mehr automatisch die besonderen Regeln einer Autostrasse. Die Strasse wird von verschiedenen Verkehrsarten genutzt und besitzt niveaugleiche Knoten.
Für die Weiterfahrt in Richtung Gaggiolo ist keine Autobahnvignette erforderlich. Wer jedoch aus Richtung Mendrisio kommt, hat zuvor den vignettenpflichtigen Autostrassenabschnitt benutzt.
Stabio Ost war über Jahrzehnte der Endpunkt des leistungsfähigeren Strassenausbaus. Die Fortsetzung bis Gaggiolo wurde mehrfach projektiert, aber nicht als durchgehende Autostrasse verwirklicht.
Ortsgebiet von Stabio
Zwischen Stabio Ost und Gaggiolo führt die N24 durch das Siedlungs- und Gewerbegebiet von Stabio.
Der Abschnitt besitzt zahlreiche Kreuzungen, Zufahrten, Kreisverkehrsplätze und Verbindungen zu örtlichen Strassen. Entlang der Strecke befinden sich Wohnhäuser, Gewerbebetriebe, Industrieanlagen und öffentliche Einrichtungen.
Die Strasse verläuft unter anderem in der Nähe des Bahnhofs Stabio. Dort besteht eine Verbindung zur Bahnstrecke Mendrisio–Varese, die von den Linien des Tessiner Regionalbahnnetzes TILO bedient wird.
Die Nähe von Strasse, Bahn, Industriegebieten und Grenzübergang macht Stabio zu einem wichtigen regionalen Verkehrsknoten. Gleichzeitig führt die hohe Verkehrsbelastung zu Konflikten mit Wohnqualität, Fussverkehr, Veloverkehr und lokalem Strassenverkehr.
Das Bundesamt für Strassen bezeichnet diesen Teil ausdrücklich als Gemischtverkehrsstrasse, die mehrere Siedlungsgebiete durchquert und zahlreiche Kreuzungen aufweist.[1]
Gaggiolo und Landesgrenze
Die N24 endet am Grenzübergang Stabio–Gaggiolo. Der schweizerische Ortsteil liegt in der Gemeinde Stabio, während das italienische Gaggiolo zur Gemeinde Cantello in der Provinz Varese gehört.
Am Grenzübergang befinden sich Anlagen für Personen- und Warenverkehr. Die Strecke wird sowohl von Pendlerinnen und Pendlern als auch vom gewerblichen Verkehr benutzt.
Auf italienischer Seite führt die Strasse über das regionale Strassennetz weiter in Richtung Malnate und Varese. Über weitere Verbindungen ist die Tangenziale di Varese A60 sowie die italienische Autobahn A8 zwischen Varese und Mailand erreichbar.
Die italienische A60 endet nicht unmittelbar an der Landesgrenze. Zwischen dem Grenzübergang Gaggiolo und den bestehenden Autobahnabschnitten liegt weiterhin ein Strassenkorridor mit unterschiedlichen Ausbaustandards.[3]
Streckenabschnitte
| Abschnitt | Nationalstrassenklasse | Ausbau | Vignettenpflicht |
|---|---|---|---|
| Verzweigung Mendrisio–Stabio Ost | 2. Klasse | Autostrasse mit je einem Fahrstreifen pro Richtung, ohne Mitteltrennung | ja |
| Stabio Ost–Stabio | 3. Klasse | Gemischtverkehrsstrasse mit Kreuzungen und Zufahrten | nein |
| Stabio–Gaggiolo | 3. Klasse | Hauptstrassenähnlicher Ausbau durch Siedlungs- und Gewerbegebiete | nein |
| Gaggiolo–italienische Grenze | 3. Klasse | Zufahrt zum Grenzübergang | nein |
Bedeutung im Strassennetz
Verbindung zwischen A2 und Italien
Die wichtigste Funktion der A24 besteht in der Verbindung der schweizerischen A2 mit dem Grenzübergang Gaggiolo.
Die A2 erreicht Italien bei Chiasso–Brogeda und geht dort in die italienische A9 nach Como und Mailand über. Für Ziele westlich von Como oder im Raum Varese kann die Route über Mendrisio, Stabio und Gaggiolo jedoch günstiger sein.
Die A24 verteilt damit einen Teil des grenzüberschreitenden Verkehrs auf einen zweiten Korridor. Sie kann insbesondere für folgende Fahrbeziehungen genutzt werden:
- Lugano–Stabio;
- Mendrisio–Varese;
- Tessin–Malnate;
- Tessin–westliche Provinz Varese;
- Industriegebiete von Stabio–schweizerisches Autobahnnetz;
- Varese–Mendrisiotto;
- regionale Fahrten zwischen schweizerischen und italienischen Grenzgemeinden.
Der Grenzübergang Gaggiolo wird vom ASTRA zusammen mit Chiasso–Brogeda und Vallorbe zu den Grenzübergängen gezählt, an denen während Ferien- und Feiertagsperioden mit erhöhtem Verkehrsaufkommen gerechnet werden muss.[2]
Regionalverkehr
Ein grosser Teil des Verkehrs auf der A24 ist regionaler Verkehr. Die Strecke verbindet Arbeitsplätze, Wohngebiete, Einkaufszentren und Industrieanlagen beiderseits der Grenze.
Das Mendrisiotto weist einen hohen Anteil grenzüberschreitender Beschäftigung auf. Zahlreiche Grenzgängerinnen und Grenzgänger fahren aus der Provinz Varese zu Arbeitsplätzen im Tessin.
In der Gegenrichtung nutzen Bewohnerinnen und Bewohner des Tessins die Strecke für Einkaufs-, Freizeit- und Geschäftsfahrten nach Italien.
Die A24 ist deshalb besonders während der morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeiten belastet. Verzögerungen am Grenzübergang oder auf den italienischen Zufahrtsstrassen können Rückstaus bis in das Siedlungsgebiet von Stabio verursachen.
Güterverkehr
Stabio besitzt mehrere Industrie- und Logistikstandorte. Die Nähe zur Grenze und zum schweizerischen Autobahnnetz macht die Gemeinde für den Warenverkehr attraktiv.
Über die A24 werden Güter zwischen den Betrieben des Mendrisiotto, dem übrigen Tessin und Norditalien transportiert.
Der Grenzübergang Gaggiolo verfügt über Einrichtungen für die Zollabfertigung des gewerblichen Verkehrs. Die Abwicklung des Schwerverkehrs beeinflusst die Leistungsfähigkeit der Strecke erheblich.
Bei grossem Verkehrsaufkommen können Lastwagen auf Zufahrts- und Warteräume angewiesen werden. Verkehrsregelung und Zollabfertigung müssen deshalb eng aufeinander abgestimmt werden.
Geschichte
Frühere Strassenverbindung
Die Verbindung zwischen Mendrisio, Stabio, Gaggiolo und Varese bestand lange vor dem Bau der heutigen A24.
Stabio war ein regionaler Übergangsort zwischen dem Tessin und der Lombardei. Landwirtschaftliche Erzeugnisse, Textilien, Tabakwaren und andere Güter wurden über die Grenze transportiert.
Die ältere Strasse führte durch die Dörfer und war vollständig in das lokale Strassennetz eingebunden. Mit der Motorisierung nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Verkehrsbelastung stark zu.
Die Eröffnung der schweizerischen A2 im Mendrisiotto verbesserte die überregionale Erreichbarkeit. Zwischen der A2 und Stabio fehlte jedoch zunächst eine leistungsfähige direkte Verbindung.
Ausbau Mendrisio–Stabio
Zur Entlastung der Ortsstrassen wurde zwischen Mendrisio und Stabio eine neue, weitgehend kreuzungsfreie Strasse gebaut.
Die Strecke wurde als einbahnige Autostrasse mit einem Fahrstreifen pro Richtung ausgeführt. Wegen des begrenzten Raums und der regionalen Verkehrsfunktion entstand keine vierspurige, richtungsgetrennte Autobahn.
Der leistungsfähige Ausbau endete bei Stabio Ost. Der anschliessende Verkehr musste weiterhin die bestehende Kantonsstrasse durch Stabio bis zur Grenze benutzen.
Diese Kombination aus Autostrasse und gewöhnlicher Hauptstrasse bildet bis heute das grundlegende Merkmal der Verbindung.
Planungen Stabio Ost–Gaggiolo
Ein vollständiger Ausbau zwischen Stabio Ost und Gaggiolo wurde über mehrere Jahrzehnte diskutiert.
Ziel der Planungen war eine Umfahrung des Ortsgebiets von Stabio und eine leistungsfähigere Verbindung zum Grenzübergang. Dadurch sollten Wohngebiete vom Durchgangsverkehr entlastet und die Verkehrssicherheit verbessert werden.
In den 1990er-Jahren gehörte die Strecke Stabio Ost–Gaggiolo zu mehreren Tessiner Strassenprojekten, deren Planung nach der Annahme der Alpen-Initiative und aufgrund verkehrspolitischer Neubewertungen infrage gestellt wurde.[4]
Spätere Projekte sahen eine neue Umfahrungsstrasse mit Anschluss an den Grenzübergang vor. Die Trasse hätte teilweise abseits der bestehenden Ortsdurchfahrt verlaufen sollen.
Die Planung wurde durch räumliche, umweltrechtliche und verkehrstechnische Anforderungen erschwert. Das Gebiet ist dicht genutzt und umfasst Wohnquartiere, Gewerbezonen, Landwirtschaftsflächen, Gewässer, Bahnlinien und bestehende Strassen.
Aufnahme ins Nationalstrassennetz
Im Rahmen des Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds wurde das Schweizer Nationalstrassennetz erweitert.
Die Bundesversammlung änderte am 14. September 2016 den Netzbeschluss. Zahlreiche bisher kantonale Strecken wurden als sogenannte NEB-Strecken in das Nationalstrassennetz aufgenommen.
Die Erweiterung trat am 1. Januar 2020 in Kraft. Seither bildet die Verbindung Mendrisio–Gaggiolo die Nationalstrasse N24.
Mit der Übernahme gingen Verantwortung, Eigentum, Betrieb, Unterhalt und weitere Aufgaben grundsätzlich vom Kanton Tessin an den Bund über. Zuständige Fachbehörde ist das Bundesamt für Strassen.
Das ASTRA hielt fest, dass der Abschnitt Mendrisio–Stabio Ost bereits zuvor als Nationalstrasse zweiter Klasse vom Bund betreut worden war. Neu in die zusammenhängende N24 einbezogen wurde insbesondere die Verbindung von Stabio Ost bis zur Grenze.[1]
Zustand bei der Übernahme
Vor der Übernahme untersuchte der Bund den Zustand der neu ins Nationalstrassennetz aufgenommenen Strecken.
Für die N24 wurde eine inventarisierte Länge von rund sechs Kilometern ausgewiesen. Der Unterschied zur häufig genannten Streckenlänge von rund fünf Kilometern ergibt sich aus unterschiedlichen Abgrenzungen und Erfassungsmethoden.
Der Fahrbahnzustand wurde im Zustandsbericht als ausreichend beurteilt. Kunstbauten sowie Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen befanden sich überwiegend in einem guten bis mittleren Zustand.
Als wichtige Aufgaben wurden unter anderem Lärmsanierungen, Belagserneuerungen und die langfristige Entwicklung des Abschnitts Stabio–Gaggiolo genannt.[5]
Unterhalt und Sanierungen
Zuständigkeit des Bundes
Seit der Aufnahme der Gesamtstrecke in das Nationalstrassennetz ist der Bund für ihren Unterhalt verantwortlich.
Das ASTRA plant und finanziert die Erhaltung der Fahrbahnen, Kunstbauten, Entwässerungsanlagen, Signalisationen und Sicherheitsausrüstungen.
Der betriebliche Unterhalt wird in Zusammenarbeit mit der Gebietseinheit IV durchgeführt. Dazu gehören:
- Reinigung;
- Winterdienst;
- Grünpflege;
- Kontrolle der Fahrbahnen;
- Unterhalt der Signalisation;
- Reparatur von Leiteinrichtungen;
- Reinigung der Entwässerung;
- Behebung kleinerer Schäden;
- Sicherung von Unfallstellen.
Auf dem innerörtlichen Abschnitt arbeitet das ASTRA eng mit dem Kanton Tessin und der Gemeinde Stabio zusammen. Dort überschneiden sich nationale, kantonale und kommunale Anlagen.
Belagssanierung Stabio–Gaggiolo
Zwischen 2022 und 2025 wurde der Strassenbelag auf dem Abschnitt Stabio–Gaggiolo in mehreren Etappen erneuert.
Die Arbeiten umfassten den vollständigen Ersatz beschädigter Belagsschichten. Zusätzlich wurden seitliche Abschlüsse, Entwässerungsrinnen und einzelne Strassenelemente verbessert.
Als Deckschicht kam teilweise lärmmindernder Asphalt zum Einsatz. Damit sollte der durch den Strassenverkehr verursachte Lärm für die angrenzende Bevölkerung reduziert werden.
Die erste Etappe wurde im Sommer 2022 ausgeführt. Weitere Arbeiten folgten 2023 und 2024. Die vierte Etappe begann im Juni 2025 und betraf unter anderem den Abschnitt zwischen dem Bahnhof Stabio und der Kreuzung mit der Via Giulia.[6]
Die Arbeiten wurden teilweise nachts ausgeführt, um den Verkehr während des Tages in beiden Richtungen aufrechterhalten zu können. Während einzelner Bauphasen wurde der Verkehr wechselseitig geführt.
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit zwischen dem ASTRA, dem Departement für Raum und Umwelt des Kantons Tessin und der Gemeinde Stabio.
Lärmschutz
Der Abschnitt durch Stabio verläuft nahe an Wohn- und Arbeitsgebieten. Verkehrslärm gehört deshalb zu den wichtigsten Umweltproblemen der N24.
Lärmmindernde Beläge können die Rollgeräusche der Fahrzeuge reduzieren. Ihre Wirkung hängt von Fahrgeschwindigkeit, Fahrzeugart, Alter des Belags und Unterhalt ab.
Daneben kommen je nach Abschnitt weitere Massnahmen infrage:
- Lärmschutzwände;
- angepasste Geschwindigkeitsregelungen;
- Verbesserung des Verkehrsflusses;
- Schallschutzfenster;
- verkehrsberuhigende Gestaltung;
- räumliche Trennung von Durchgangs- und Lokalverkehr.
Bei der Planung müssen die Anforderungen des Nationalstrassenrechts, des Umweltschutzgesetzes und der Lärmschutz-Verordnung berücksichtigt werden.
Verkehrsführung
Unterschiedliche Verkehrsregeln
Die wechselnde Klassifizierung der Strecke führt zu unterschiedlichen Verkehrsregeln.
Auf dem Abschnitt Mendrisio–Stabio Ost gelten die Regeln für Autostrassen. Zugelassen sind nur Motorfahrzeuge, die eine ausreichende Mindestgeschwindigkeit erreichen können und dürfen.
Auf dem Abschnitt Stabio Ost–Gaggiolo gelten die signalisierten Regeln der gewöhnlichen Strasse. Dort können je nach örtlicher Beschilderung auch Fahrräder, landwirtschaftliche Fahrzeuge und andere Verkehrsmittel zugelassen sein.
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird durch die Signalisation bestimmt. Auf dem innerörtlichen Abschnitt gelten deutlich niedrigere Geschwindigkeiten als auf der Autostrasse.
= Grenzbedingte Rückstaus
Kontrollen und Zollabfertigungen können den Verkehrsfluss am Grenzübergang beeinflussen.
Bei hohem Verkehrsaufkommen entstehen Rückstaus, die sich in das Strassennetz von Stabio zurück ausdehnen können. Besonders betroffen sind:
- morgendlicher Berufsverkehr in Richtung Schweiz;
- abendlicher Berufsverkehr in Richtung Italien;
- Ferien- und Feiertagsverkehr;
- Zeiten mit verstärkten Zollkontrollen;
- Störungen auf der A2 oder am Grenzübergang Chiasso;
- Unfälle und Baustellen im Raum Varese.
Verkehrsmanagementmassnahmen sollen verhindern, dass Kreuzungen, Zufahrten und Wohnstrassen vollständig blockiert werden.
= Ausweichverkehr
Bei Störungen auf der A2 oder in Chiasso kann zusätzlicher Verkehr auf die A24 und den Grenzübergang Gaggiolo ausweichen.
Umgekehrt weichen Verkehrsteilnehmende bei Staus auf der N24 auf lokale Strassen in Stabio, Ligornetto, Genestrerio und den italienischen Grenzgemeinden aus.
Dieser Ausweichverkehr belastet Wohnquartiere und Strassen, die nicht für grosse Verkehrsmengen ausgelegt sind.
Eine wichtige verkehrspolitische Aufgabe besteht deshalb darin, den Durchgangsverkehr auf geeigneten Hauptachsen zu halten und die untergeordneten Strassen zu schützen.
Öffentlicher Verkehr und Bahn
Parallel zur Strassenverbindung entwickelte sich eine leistungsfähige grenzüberschreitende Bahnverbindung.
Die Bahnstrecke Mendrisio–Stabio wurde vollständig erneuert und 2014 für den Personenverkehr wiedereröffnet. Seit 2018 besteht eine durchgehende Verbindung nach Varese.
Die TILO-Linien verbinden Stabio unter anderem mit Mendrisio, Lugano, Bellinzona, Varese, Como und dem Flughafen Mailand-Malpensa.
Die Bahn bietet insbesondere für Grenzgängerinnen und Grenzgänger eine Alternative zur Fahrt über die A24.
Am Bahnhof Stabio bestehen Umsteigemöglichkeiten zwischen Bahn, Bus, Fuss- und Veloverkehr. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs soll dazu beitragen, das Wachstum des motorisierten Individualverkehrs zu begrenzen.
Die Strasse bleibt dennoch für viele Fahrten wichtig, insbesondere für:
- Orte ohne direkte Bahnverbindung;
- Schichtarbeit ausserhalb der Betriebszeiten;
- Güterverkehr;
- Handwerks- und Lieferfahrzeuge;
- Fahrten mit mehreren Zielen;
- Transporte zu Industrie- und Logistikbetrieben.
Ausbau- und Umfahrungsprojekte
Frühere Umfahrung Stabio–Gaggiolo
Ein älteres kantonales Projekt sah die Verlängerung der Autostrasse um rund vier Kilometer von Stabio Ost bis Gaggiolo vor.
Die neue Strecke hätte die bestehende Ortsdurchfahrt entlasten und eine leistungsfähigere Verbindung zur italienischen Grenze schaffen sollen.
Das Projekt war bereits mehr als zwanzig Jahre vor der Übernahme der N24 durch den Bund entwickelt worden. Inzwischen hatten sich jedoch zahlreiche Rahmenbedingungen verändert:
- Siedlungsentwicklung;
- Umweltrecht;
- Anforderungen an Natur- und Landschaftsschutz;
- Verkehrsprognosen;
- Bahnangebot;
- Grenzverkehr;
- technische Normen;
- Raumplanung.
Der Bundesrat kam im Rahmen des Strategischen Entwicklungsprogramms Nationalstrassen 2023 zum Schluss, dass das ältere kantonale Projekt in der vorliegenden Form nicht weiterverfolgt werden sollte. Es entspreche nicht mehr vollständig den aktuellen verkehrlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen.[7]
Damit wurde nicht grundsätzlich ausgeschlossen, dass der Korridor langfristig verbessert wird. Stattdessen sollte die Situation umfassender neu untersucht werden.
= Korridorstudie
Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrates verlangte 2023 eine Korridorstudie für die N24 zwischen Stabio und Gaggiolo.
Der Bundesrat wurde beauftragt, das weitere Vorgehen zu prüfen, sofern die finanziellen Mittel verfügbar sind. Ziel ist, die Strassenverbindung nach Italien langfristig nicht ausschliesslich über Chiasso–Brogeda führen zu müssen und den Ausweichverkehr auf lokalen Strassen zu reduzieren.[8]
Eine Korridorstudie legt noch keine konkrete Strassenführung fest. Sie untersucht zunächst:
- heutige und künftige Verkehrsströme;
- Engpässe und Unfallrisiken;
- Auswirkungen auf Siedlungen;
- Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs;
- Varianten für Ausbau oder Umfahrung;
- Anschlüsse an das italienische Strassennetz;
- Umwelt- und Landschaftsauswirkungen;
- Kosten und Nutzen;
- Etappierungsmöglichkeiten.
Der Bund kündigte an, das weitere Vorgehen zur Verbindung Stabio–Gaggiolo im Rahmen der übergeordneten Verkehrsinfrastrukturplanung darzulegen.
= Verhältnis zum Ausbau der A2
Die Entwicklung der A24 ist eng mit dem Projekt zur Verbesserung der A2 zwischen Lugano und Mendrisio verbunden.
Dieser Korridor gehört zu den am stärksten belasteten Strassenabschnitten des Tessins. Die Planungen umfassen zusätzliche Fahrstreifen, neue Tunnel, Umbauten von Anschlüssen und Verbesserungen des kantonalen Strassennetzes.
Im Raum Mendrisio müssen die Verkehrsströme von A2, A24, lokalen Strassen und Industriegebieten gemeinsam betrachtet werden.
Das ASTRA setzte deshalb Arbeitsgruppen ein, die unter anderem die Verbindung zwischen der A2, Rancate, Genestrerio und dem Korridor der A24 untersuchen.[9]
Eine isolierte Verlängerung der A24 könnte Verkehrsprobleme lediglich an einen anderen Ort verschieben. Ausbauentscheidungen müssen deshalb mit der Leistungsfähigkeit der A2 und des italienischen Netzes abgestimmt werden.
Umwelt und Landschaft
Die N24 verläuft durch eine dicht genutzte Landschaft im südlichsten Teil der Schweiz.
Das Mendrisiotto besitzt Siedlungen, Industriegebiete, Verkehrsachsen, Landwirtschaftsflächen, Weinberge und ökologisch wertvolle Räume auf engem Raum.
Zu den wichtigsten Umweltthemen gehören:
- Verkehrslärm;
- Luftschadstoffe;
- Flächenverbrauch;
- Zerschneidung von Lebensräumen;
- Gewässerschutz;
- Entwässerung der Fahrbahn;
- Verlust landwirtschaftlicher Böden;
- Lichtemissionen;
- zusätzlicher Verkehr durch Ausbauvorhaben.
Der Raum gehört zu den verkehrlich und lufthygienisch besonders belasteten Gebieten der Schweiz. Neben dem lokalen Verkehr wirken auch grenzüberschreitende Emissionen aus der dicht besiedelten Lombardei.
Ausbauprojekte müssen deshalb nicht nur die Leistungsfähigkeit der Strasse, sondern auch Umwelt-, Gesundheits- und Klimaziele berücksichtigen.
Verkehrssicherheit
Die beiden Abschnitte der N24 weisen unterschiedliche Sicherheitsmerkmale auf.
Auf der Autostrasse zwischen Mendrisio und Stabio Ost bestehen keine gewöhnlichen Kreuzungen und keine direkten Grundstückszufahrten. Gegenverkehr und fehlende Mitteltrennung können jedoch bei Überholmanövern oder Kontrollverlust zu schweren Unfällen führen.
Der Abschnitt Stabio–Gaggiolo besitzt niedrigere Geschwindigkeiten, aber mehr Konfliktpunkte. Dazu gehören:
- ein- und abbiegende Fahrzeuge;
- Kreisverkehrsplätze;
- Fussgängerquerungen;
- Veloverkehr;
- Zufahrten zu Betrieben;
- Schwerverkehr;
- Rückstaus vor der Grenze;
- Busverkehr;
- Verkehr in der Nähe des Bahnhofs.
Sanierungen und Umbauten sollen die Sichtverhältnisse, Fahrbahnoberfläche, Entwässerung und Führung verschiedener Verkehrsarten verbessern.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Sicherheit von Fussgängerinnen, Fussgängern und Velofahrenden im Siedlungsgebiet.
Wirtschaftliche Bedeutung
Die A24 verbessert die Erreichbarkeit des westlichen Mendrisiotto.
Stabio und die umliegenden Gemeinden besitzen zahlreiche Industrie-, Gewerbe- und Logistikunternehmen. Für diese Betriebe ist eine zuverlässige Verbindung zum schweizerischen und italienischen Strassennetz ein wichtiger Standortfaktor.
Die Strasse unterstützt:
- den Warenexport und -import;
- Zulieferverkehr;
- grenzüberschreitende Dienstleistungen;
- Pendlerverkehr;
- Handel;
- Logistik;
- Tourismus;
- Zugang zu regionalen Flughäfen.
Über Varese bestehen Strassenverbindungen zum Flughafen Mailand-Malpensa. Die Bahnverbindung über Varese und Gallarate bietet hierfür eine Alternative.
Verkehrsstaus, unzuverlässige Reisezeiten und Grenzabfertigungen verursachen jedoch wirtschaftliche Kosten. Unternehmen müssen Zeitreserven einplanen und sind bei Lieferungen von der Verkehrslage abhängig.
Besonderheiten
Die A24 weist mehrere Besonderheiten innerhalb des schweizerischen Nationalstrassennetzes auf:
- Sie gehört zu den kürzesten A- beziehungsweise N-Strassen der Schweiz.
- Sie ist nicht durchgehend als Autobahn oder Autostrasse ausgebaut.
- Nur ein Teil der Strecke ist vignettenpflichtig.
- Sie verbindet eine schweizerische Autobahn mit einem Grenzübergang, ohne auf italienischer Seite unmittelbar in eine durchgehende Autobahn überzugehen.
- Sie verläuft teilweise durch ein dicht bebautes Ortsgebiet.
- Sie dient überwiegend dem regionalen und grenzüberschreitenden Verkehr und nur in geringerem Umfang dem Fernverkehr.
- Die Strecke wurde erst 2020 in ihrer heutigen Gesamtheit als N24 Teil des Nationalstrassennetzes.
- Ihr zukünftiger Ausbau ist Gegenstand einer Korridorstudie und übergeordneter Verkehrsplanungen.
Chronologie
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| 20. Jahrhundert | Starker Anstieg des Strassenverkehrs zwischen Mendrisio, Stabio und der italienischen Grenze |
| zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts | Ausbau einer leistungsfähigeren Strassenverbindung zwischen der A2 bei Mendrisio und Stabio Ost |
| 1990er-Jahre | Politische Diskussionen über den Ausbau Stabio Ost–Gaggiolo |
| 14. September 2016 | Die Bundesversammlung beschliesst die Erweiterung des Nationalstrassennetzes |
| 2019 | Der Bund untersucht den Zustand der neu zu übernehmenden Strecke Mendrisio–Gaggiolo |
| 1. Januar 2020 | Die Gesamtverbindung Mendrisio–Gaggiolo wird als N24 Bestandteil des erweiterten Nationalstrassennetzes |
| 2022 | Beginn der mehrjährigen Belagssanierung auf dem Abschnitt Stabio–Gaggiolo |
| 2023 | Zweite Etappe der Belagserneuerung |
| 30. Mai 2023 | Der Nationalrat nimmt das Postulat für eine Korridorstudie zur N24 Stabio–Gaggiolo an |
| 2023 | Der Bundesrat empfiehlt, das ältere kantonale Umfahrungsprojekt nicht in seiner bisherigen Form weiterzuverfolgen |
| 2024 | Dritte Etappe der Belagserneuerung in Stabio |
| 2025 | Vierte Etappe der Belagserneuerung mit lärmminderndem Asphalt |
| ab 2026 | Weitere Prüfung der langfristigen Entwicklung des Korridors Stabio–Gaggiolo im Rahmen der nationalen Verkehrsinfrastrukturplanung |
Siehe auch
- Autobahn A2
- Nationalstrasse
- Autobahn und Autostrasse
- Liste der Autobahnen und Autostrassen in der Schweiz
- Hauptstrasse 394
- Mendrisio
- Stabio
- Mendrisiotto
- Grenze zwischen Italien und der Schweiz
- Grenzübergang Stabio–Gaggiolo
- TILO
- Bahnstrecke Mendrisio–Varese
- Verkehr im Kanton Tessin
Literatur
- Bundesamt für Strassen: Nationalstrasse N24, Kanton Tessin, Mendrisio–Gaggiolo (Frontiera). Bern und Bellinzona.
- Bundesamt für Strassen: Bericht 2019 über den Zustand der neu in das Nationalstrassennetz aufgenommenen Strecken. Bern 2019.
- Bundesrat: Botschaft zum Zahlungsrahmen Nationalstrassen 2024–2027, zum Ausbauschritt 2023 und zum Verpflichtungskredit. Bern 2023.
- Kanton Tessin: Planungs- und Verkehrsdokumente zum Agglomerationsprogramm Mendrisiotto.
- Bundesamt für Raumentwicklung: Berichte zur grenzüberschreitenden Mobilität im Raum Tessin–Lombardei.
Weblinks
- Website des Bundesamts für Strassen
- ASTRA: Faktenblatt zur Nationalstrasse N24
- Medienmitteilungen der ASTRA-Filiale Bellinzona
- Verkehrskameras des Kantons Tessin
- Website des Kantons Tessin
- Website der Gemeinde Stabio
- Website der Stadt Mendrisio
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Nationalstrasse N24, Kanton Tessin, Mendrisio–Gaggiolo (Frontiera), Bundesamt für Strassen, abgerufen am 27. Juli 2026.
- ↑ 2,0 2,1 «Verkehrsprognose für Ostern 2026», Bundesamt für Strassen, abgerufen am 27. Juli 2026.
- ↑ «A8 Milano–Varese: Verbindung zur A60 in Richtung Gaggiolo», Autostrade per l’Italia, abgerufen am 27. Juli 2026.
- ↑ «Einstellung der Strassenprojekte im Tessin», Schweizer Parlament, Geschäft 94.3044, abgerufen am 27. Juli 2026.
- ↑ Bericht 2019 über den Zustand der neu in das Nationalstrassennetz aufgenommenen Strecken, Bundesamt für Strassen, S. 64–65, abgerufen am 27. Juli 2026.
- ↑ «A24 Stabio–Gaggiolo: Fortsetzung der Belagserneuerung», Bundesamt für Strassen, 12. Juni 2025, abgerufen am 27. Juli 2026.
- ↑ «Botschaft zum STEP Nationalstrassen 2023», Bundesamt für Strassen, abgerufen am 27. Juli 2026.
- ↑ «Postulat 23.3497: Eine Korridorstudie für die A2 nach Italien», Schweizer Parlament, 17. April 2023, angenommen am 30. Mai 2023.
- ↑ «PoLuMe: neue Projektphase gestartet», Bundesamt für Strassen, 13. Juni 2023, abgerufen am 27. Juli 2026.