Grand Casino Bern
| Unternehmen | Grand Casino Kursaal Bern AG |
|---|---|
| Art | Spielbank mit Konzession A |
| Eröffnung | April 2002 |
| Sitz | Bern |
| Standort | Kursaal Bern |
| Adresse | Kornhausstrasse 3 3013 Bern |
| Aufsichtsbehörde | Eidgenössische Spielbankenkommission |
| Mindestalter | 18 Jahre |
| Angebot | Tischspiele, Geldspielautomaten, Jackpots, Gastronomie und Veranstaltungen |
| Website | www.grandcasino-bern.ch |
Das Grand Casino Bern ist eine konzessionierte Spielbank in der Schweizer Bundesstadt Bern. Es befindet sich im Kursaal Bern am nördlichen Ende der Kornhausbrücke gegenüber der Berner Altstadt. Betreiberin ist die Grand Casino Kursaal Bern AG.
Die Spielbank wurde im April 2002 eröffnet und gehört zu den Schweizer Casinos mit einer Konzession A. Diese Konzessionsart erlaubt ein umfassenderes Spielangebot als eine Konzession B und unterliegt der Aufsicht durch die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK).[1]
Das Grand Casino Bern ist nicht mit dem Casino Bern am Casinoplatz zu verwechseln. Das Casino Bern ist ein Konzert-, Kultur-, Gastronomie- und Veranstaltungsgebäude in der Berner Altstadt, während das Grand Casino Bern eine Spielbank im Kursaal ist.
Lage
Das Grand Casino Bern befindet sich im Kursaal Bern an der Kornhausstrasse 3 im Stadtteil Breitenrain-Lorraine. Der Gebäudekomplex liegt auf einer Anhöhe über der Aare und bietet Ausblicke auf die Berner Altstadt und die Alpen.
Der Kursaal liegt unmittelbar am nördlichen Ende der Kornhausbrücke. Die Brücke verbindet das Gebiet mit der Altstadt und dem Kornhausplatz. Vom Bahnhof Bern ist der Standort mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar.
Zum Kursaal-Komplex gehören neben der Spielbank ein Hotel, Restaurants, Bars, Kongress-, Seminar- und Veranstaltungsräume. Das Casino ist damit Teil eines grösseren touristischen und gesellschaftlichen Betriebs.
Geschichte des Standorts
Sommerwirtschaft Schänzli
Die Geschichte des Kursaal-Areals reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Auf der Anhöhe über der Aare befand sich die Sommerwirtschaft «Schänzli». Der Standort war wegen seiner Aussicht auf die Stadt und die Alpen ein beliebtes Ausflugsziel.
Zu den frühen Unterhaltungsangeboten gehörte das Boule-Spiel. Dabei handelte es sich um eine Form des Glücksspiels, bei der eine Kugel in eine Drehscheibe oder einen Kessel geworfen wurde. Der Spielbetrieb trug dazu bei, das Schänzli als Vergnügungs- und Gesellschaftsort bekannt zu machen.[1]
Im Februar 1903 gründeten Berner Hoteliers und Geschäftsleute die Kursaal- und Sommerkasino-Gesellschaft Schänzli. Das Unternehmen sollte den Betrieb professionalisieren und das Gelände als öffentlichen Vergnügungsort erhalten.[2]
Die Gesellschaft verfügte bei ihrer Gründung über ein Aktienkapital von 35'000 Franken. In den folgenden Jahren wurde das Angebot schrittweise erweitert. Aus der anfänglichen Sommerwirtschaft entwickelte sich ein ganzjährig genutzter Veranstaltungsbetrieb.
Ausbau zum Kursaal
Für die Schweizerische Landesausstellung 1914 in Bern wurde der Gebäudekomplex umfassend umgebaut und erweitert. Es entstanden neue Säle und Einrichtungen für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen.
In den folgenden Jahrzehnten wurde das Haus mehrfach verändert. 1933 wurde ein neuer Theatersaal eröffnet. Seit 1939 trägt die Anlage den Namen Kursaal Bern.
Ein neuer Konzert- und Veranstaltungssaal, die spätere Arena, entstand Ende der 1950er-Jahre. Weitere Umbauten und Erweiterungen passten den Gebäudekomplex an die Bedürfnisse des Kongress-, Hotel- und Gastronomiebetriebs an.
Die Verbindung von Unterhaltung und Glücksspiel blieb ein wiederkehrendes Element der Kursaalgeschichte. Der Umfang des zulässigen Glücksspiels hing jedoch von der jeweiligen schweizerischen Gesetzgebung ab.
Glücksspiel in der Schweiz
Glücksspiele waren in der Schweiz während eines grossen Teils des 20. Jahrhunderts stark eingeschränkt. Die Bundesverfassung untersagte zunächst den Betrieb eigentlicher Spielbanken. Erlaubt waren nur Kursäle mit begrenzten Spieleinsätzen.
1993 stimmte die Schweizer Bevölkerung der Aufhebung des Spielbankenverbots zu. Das neue Spielbankengesetz schuf die rechtlichen Grundlagen für konzessionierte Casinos. Die ersten Spielbanken nach der neuen Ordnung eröffneten 2002 und 2003.
Die Konzessionen wurden in zwei Kategorien eingeteilt. Casinos mit einer Konzession A durften ein umfassendes Spielangebot mit hohen Einsätzen anbieten. Spielbanken mit einer Konzession B unterlagen stärkeren Beschränkungen und waren häufig mit touristischen Regionen verbunden.
Das Grand Casino Bern erhielt eine Konzession A und nahm seinen Betrieb im April 2002 auf. Es gehörte damit zur ersten Generation der nach der Liberalisierung eröffneten Schweizer Spielbanken.[1]
Eröffnung im Jahr 2002
Das Grand Casino Bern öffnete im April 2002 seine Türen. Die Spielbank wurde in den Kursaal-Komplex integriert und ergänzte dessen bestehende Angebote in den Bereichen Kongresse, Hotellerie, Gastronomie und Unterhaltung.
Zur Eröffnung gehörte das Grand Casino Bern zu den sieben Schweizer Spielbanken der Kategorie A. Der Betrieb umfasste klassische Tischspiele und Geldspielautomaten.
Die Einrichtung einer grossen Spielbank bedeutete für den Kursaal eine wirtschaftliche und organisatorische Neuausrichtung. Das Casino entwickelte sich zu einem wichtigen Geschäftsbereich des Gesamtunternehmens und zu einem Freizeitangebot für die Region Bern.
Erweiterung 2012
Zum zehnjährigen Bestehen wurde die Spielfläche 2012 umfassend erweitert. Die bestehende Fläche vergrösserte sich um nahezu die Hälfte auf ungefähr 1500 Quadratmeter.[1]
Gleichzeitig wurde das Spielangebot ausgebaut. Der Eingangsbereich erhielt eine neue Gestaltung, und die Wege innerhalb des Casinos wurden neu organisiert.
Mit der Erweiterung reagierte die Betreiberin auf veränderte Erwartungen der Gäste und die Entwicklung des Schweizer Casinomarkts. Neben den eigentlichen Spielen gewannen Gastronomie, Veranstaltungen und Kundenprogramme an Bedeutung.
Konzession
Wer in der Schweiz eine Spielbank betreiben will, benötigt eine Konzession des Bundesrates sowie eine Betriebsbewilligung der ESBK. Die Konzession berechtigt zur Durchführung von Spielbankenspielen innerhalb des bewilligten Betriebs.[3]
Der Bundesrat vergab am 29. November 2023 die Spielbankenkonzessionen für die Periode von 2025 bis 2044. Die neue Konzessionsperiode begann am 1. Januar 2025.[4]
Das Grand Casino Bern verfügt über eine Konzession A. In der Schweiz bestanden Ende 2025 insgesamt 20 konzessionierte landbasierte Spielbanken, davon neun mit einer Konzession A und elf mit einer Konzession B.[5]
Die Konzession ist an zahlreiche Voraussetzungen gebunden. Dazu gehören ein einwandfreier Geschäftsbetrieb, ein Sicherheitskonzept, Massnahmen gegen Geldwäscherei, ein Sozialkonzept und die Abführung der Spielbankenabgabe.
Spielangebot
Das Grand Casino Bern bietet klassische Tischspiele, automatisierte Geldspiele und verschiedene Jackpotsysteme an. Für jedes angebotene Spiel ist eine Bewilligung der ESBK erforderlich.[6]
Zum Spielangebot gehören je nach aktueller Bewilligung und betrieblicher Planung insbesondere:
Das genaue Angebot, die Zahl der Tische und die verfügbaren Automaten können sich ändern. Tischspiele werden in der Regel während festgelegter Zeiten angeboten, während der Automatenbereich längere Öffnungszeiten besitzt.
Roulette
Roulette gehört zu den bekanntesten Casinospielen. Die Gäste setzen Jetons auf Zahlen, Zahlengruppen, Farben oder weitere Kombinationen. Das Ergebnis wird durch eine Kugel bestimmt, die in einem sich drehenden Kessel zum Stillstand kommt.
Das Grand Casino Bern bietet klassische Roulettevarianten an. Zusätzlich können elektronische Terminals verfügbar sein, an denen mehrere Gäste gleichzeitig teilnehmen.
Blackjack
Beim Blackjack versuchen die Spielenden, mit ihren Karten näher an den Wert 21 zu gelangen als die Bank, ohne diesen Wert zu überschreiten.
Das Spiel verbindet Zufall mit Entscheidungen über das Ziehen weiterer Karten, das Halten, Teilen oder Verdoppeln eines Einsatzes. Die genauen Regeln und Einsatzgrenzen werden am jeweiligen Tisch bekannt gegeben.
Poker
Poker wird sowohl in Form von Spielen gegen die Bank als auch bei besonderen Turnieren angeboten. Bei Turnieren spielen die Teilnehmenden mit einem festgelegten Startbestand an Turnierjetons gegeneinander.
Das Veranstaltungsprogramm kann regelmässige Turniere und einzelne grössere Pokeranlässe umfassen. Termine, Teilnahmegebühren und Spielvarianten werden vom Casino veröffentlicht.
Geldspielautomaten
Geldspielautomaten bilden einen grossen Teil des Angebots. Die Geräte unterscheiden sich hinsichtlich Thema, Spielmechanik, Einsatzhöhe und Gewinnplan.
Mehrere Automaten können über gemeinsame Jackpot-Systeme miteinander verbunden sein. Dabei fliesst ein Teil der Einsätze in einen Jackpot, der unter bestimmten Bedingungen ausgeschüttet wird.
Eintritt und Zutrittskontrolle
Der Zutritt zum Grand Casino Bern ist erst ab einem Alter von 18 Jahren gestattet. Besucherinnen und Besucher müssen einen gültigen amtlichen Identitätsausweis vorlegen.[7]
Personen mit einer gültigen Spielsperre dürfen das Casino nicht betreten. Die Personalien werden deshalb beim Eingang überprüft und mit den massgebenden Sperrdaten abgeglichen.
Für den Eintritt kann eine Gebühr erhoben werden. Die Höhe und die darin enthaltenen Leistungen können sich ändern. Sonderveranstaltungen, Kundenprogramme oder Aktionen können abweichende Eintrittsbedingungen vorsehen.
Das Casino ist grundsätzlich an allen Tagen des Jahres geöffnet. Die Öffnungszeiten des Automatenbereichs, der Tischspiele und der Gastronomie unterscheiden sich teilweise voneinander.
Spielsperren
Das Schweizer Geldspielrecht verpflichtet Spielbanken, gefährdete Spielerinnen und Spieler vom Spielbetrieb auszuschliessen. Eine Spielsperre kann durch die Spielbank angeordnet oder von der betroffenen Person selbst beantragt werden.
Eine Sperre wird insbesondere ausgesprochen, wenn eine Person:
- überschuldet ist
- ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt
- Spieleinsätze tätigt, die nicht zu ihrem Einkommen oder Vermögen passen
- aufgrund einer Fachmeldung als spielsuchtgefährdet gilt
Die Sperre gilt nicht nur im Grand Casino Bern, sondern grundsätzlich in allen konzessionierten Schweizer Spielbanken und bei den angeschlossenen bewilligten Onlineangeboten.
Eine Aufhebung ist nur nach einem geregelten Prüfverfahren möglich. Dabei muss die betroffene Person nachweisen, dass die Gründe für die Sperre nicht mehr bestehen.
Sozialkonzept und Spielerschutz
Das Grand Casino Bern muss ein von der ESBK geprüftes Sozialkonzept umsetzen. Dieses soll problematisches Spielverhalten frühzeitig erkennen und Glücksspielsucht verhindern.
Mitarbeitende werden geschult, auffällige Veränderungen im Verhalten von Gästen zu beobachten. Dazu können steigende Einsätze, häufigere Besuche, lange Aufenthalte oder erkennbare finanzielle Schwierigkeiten gehören.
Mögliche Massnahmen sind Gespräche, Besuchsvereinbarungen, Einschränkungen des Spielzugangs und Spielsperren. Das Casino arbeitet dabei mit Beratungs- und Fachstellen zusammen.
Informationen über Gewinnwahrscheinlichkeiten, Risiken und Hilfsangebote müssen den Gästen zugänglich sein. Werbung darf nicht irreführend oder aufdringlich sein und sich nicht gezielt an gesperrte oder minderjährige Personen richten.
Geldwäschereibekämpfung
Spielbanken unterstehen dem Schweizer Geldwäschereigesetz. Sie müssen die Identität ihrer Gäste und die Herkunft bestimmter Vermögenswerte überprüfen, wenn gesetzlich festgelegte Voraussetzungen erfüllt sind.
Ungewöhnliche oder verdächtige Transaktionen werden dokumentiert und gegebenenfalls den zuständigen Behörden gemeldet. Besonders beachtet werden hohe Bargeldeinsätze, der Wechsel grosser Geldbeträge und Transaktionen ohne erkennbaren Zusammenhang mit dem Spielverhalten.
Die Spielbank muss interne Kontrollen, Schulungen und Verantwortlichkeiten festlegen. Diese Massnahmen sollen verhindern, dass das Casino zur Verschleierung illegal erworbener Gelder genutzt wird.
Spielbankenabgabe
Schweizer Spielbanken entrichten eine besondere Abgabe auf ihren Bruttospielertrag. Der Bruttospielertrag entspricht vereinfacht der Differenz zwischen den Spieleinsätzen und den an die Gäste ausbezahlten Gewinnen.
Bei Spielbanken mit einer Konzession A fliesst die Abgabe grundsätzlich an die Alters- und Hinterlassenenversicherung. Dadurch leistet das Grand Casino Bern einen Beitrag zur Finanzierung der AHV.
Der Abgabesatz steigt mit der Höhe des Bruttospielertrags. Die ESBK veranlagt und kontrolliert die Spielbankenabgabe.
Die von den Gästen eingesetzten Beträge dürfen nicht mit dem Umsatz eines gewöhnlichen Unternehmens gleichgesetzt werden, da ein grosser Teil als Gewinne wieder ausbezahlt wird.
Betreiberin
Betreiberin der Spielbank ist die Grand Casino Kursaal Bern AG. Sie ist in die Unternehmensgruppe des Kursaal Bern eingebunden.
Die operative Leitung ist für Spielbetrieb, Sicherheit, Finanzen, Personal, Gastronomie, Marketing und die Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften verantwortlich.
Seit September 2025 wird das Grand Casino Bern von Rupert Ecker geführt. Er war zuvor in verschiedenen Funktionen in der internationalen Casino- und Online-Geldspielbranche tätig.[8]
Die Betreiberin beschäftigt Mitarbeitende in unterschiedlichen Berufsfeldern. Dazu gehören Croupiers, Gästebetreuung, Sicherheit, Gastronomie, Technik, Administration und Management.
Kursaal Bern
Der Kursaal Bern ist ein Kongress-, Hotel-, Gastronomie- und Unterhaltungszentrum. Das Grand Casino Bern bildet einen seiner wichtigsten Geschäftsbereiche.
Die Wurzeln des Unternehmens reichen zur 1903 gegründeten Kursaal- und Sommerkasino-Gesellschaft Schänzli zurück. Aus dem Ausflugs- und Unterhaltungsbetrieb entwickelte sich im 20. Jahrhundert ein modernes Kongresszentrum.
Der Kursaal-Komplex wurde mehrfach erweitert und modernisiert. Seine Lage gegenüber der Berner Altstadt und die Verbindung unterschiedlicher Angebote machen ihn zu einem wichtigen Standort des Berner Tourismus und Veranstaltungswesens.
Die Bezeichnung «Casino» führte gelegentlich zu Verwechslungen mit dem Casino Bern. Historisch konnte das Wort Casino auch ein Gesellschafts-, Konzert- oder Veranstaltungsgebäude bezeichnen und musste nicht zwingend eine Spielbank meinen.
Gastronomie
Zum Grand Casino Bern gehören gastronomische Angebote mit Restaurant- und Barbetrieb. Sie können unabhängig vom eigentlichen Spielen oder in Verbindung mit einem Casinobesuch genutzt werden.
Das Angebot umfasst Speisen, Getränke, Cocktails und kleinere Imbisse. Öffnungszeiten und Konzepte können je nach Wochentag, Veranstaltung und Saison variieren.
Die Gastronomie dient auch als Veranstaltungsort für Gruppen, Firmenanlässe und besondere Casinoabende. Dabei können Essen, Unterhaltung und Spielangebote miteinander kombiniert werden.
Veranstaltungen
Das Casino organisiert regelmässig Veranstaltungen, Wettbewerbe und Themenabende. Dazu gehören Pokerturniere, Quizveranstaltungen, Musikprogramme, Verlosungen und gastronomische Anlässe.
Kundenprogramme bieten registrierten Gästen je nach Ausgestaltung Vergünstigungen, Einladungen oder weitere Leistungen. Solche Programme müssen die gesetzlichen Vorgaben zum Spielerschutz und zur Werbung einhalten.
An Feiertagen und zu besonderen Anlässen können erweiterte Öffnungszeiten oder spezielle Programme gelten.
Bedeutung für den Tourismus
Das Grand Casino Bern ergänzt das touristische Angebot der Bundesstadt. Seine Lage in der Nähe der Altstadt, die seit 1983 zum UNESCO-Welterbe gehört, macht es für einheimische und auswärtige Gäste gut erreichbar.
Die Verbindung mit Hotel, Gastronomie und Kongresszentrum ermöglicht mehrtägige Veranstaltungen und Geschäftsreisen. Das Casino kann dabei als Teil eines umfassenderen Freizeit- oder Veranstaltungsprogramms besucht werden.
Der Betrieb schafft Arbeitsplätze und erzeugt Nachfrage bei Zulieferern, Gastronomie, Hotellerie und weiteren Dienstleistungsunternehmen.
Aufsicht und Kontrolle
Die Eidgenössische Spielbankenkommission beaufsichtigt das Grand Casino Bern. Sie kontrolliert die Einhaltung des Geldspielrechts, die Sicherheit und Transparenz der Spiele, den Spielerschutz und die Berechnung der Spielbankenabgabe.
Die ESBK kann Unterlagen einfordern, Kontrollen vor Ort durchführen und bei Verstössen Massnahmen anordnen. Sie erteilt ausserdem die Bewilligungen für einzelne Spiele und Spielsysteme.
Technische Geräte und Spielsysteme müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Ergebnisse dürfen nicht manipulierbar sein, und die Regeln sowie Gewinnpläne müssen transparent festgelegt werden.
Auch die Überwachung des Spielbetriebs, die Zutrittskontrolle und der Umgang mit Bargeld unterliegen strengen internen und gesetzlichen Vorgaben.
Online-Geldspiel
Das seit 2019 geltende Bundesgesetz über Geldspiele erlaubt konzessionierten Schweizer Spielbanken, eine Erweiterung ihrer Konzession für Online-Spielbankenspiele zu beantragen.
Ein Onlineangebot darf erst nach der entsprechenden Konzessionserweiterung und den notwendigen Bewilligungen betrieben werden. Nicht bewilligte ausländische Plattformen können von den Schweizer Behörden durch Zugangssperren blockiert werden.
Online- und landbasierte Angebote unterliegen denselben grundlegenden Anforderungen an Spielerschutz, Geldwäschereibekämpfung und Spielsperren. Eine in einer Schweizer Spielbank ausgesprochene Sperre gilt daher auch für angeschlossene konzessionierte Online-Casinos.
Kritik und gesellschaftliche Diskussion
Spielbanken sind wegen ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Befürworter verweisen auf Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Tourismus und die Abgaben an die AHV.
Kritiker weisen auf das Risiko von Glücksspielsucht, Überschuldung und sozialen Folgekosten hin. Besonders gefährdet sind Personen, die Verluste durch immer höhere Einsätze auszugleichen versuchen.
Die schweizerische Regulierung versucht, diese Interessen durch Konzessionen, Kontrollen, Sozialkonzepte und Spielsperren auszugleichen. Ob die Massnahmen ausreichend sind und wie Werbung gestaltet werden darf, wird regelmässig politisch und gesellschaftlich diskutiert.
Abgrenzung zum Casino Bern
Das Grand Casino Bern und das Casino Bern sind zwei unterschiedliche Institutionen:
| Merkmal | Grand Casino Bern | Casino Bern |
|---|---|---|
| Funktion | Konzessionierte Spielbank | Konzert-, Kultur-, Gastronomie- und Veranstaltungszentrum |
| Standort | Kursaal Bern, Kornhausstrasse | Casinoplatz in der Berner Altstadt |
| Eröffnung | 2002 | 1909 |
| Hauptangebot | Tischspiele, Geldspielautomaten und Jackpots | Konzerte, Gastronomie, Tagungen und Veranstaltungen |
| Trägerschaft | Grand Casino Kursaal Bern AG | Burgergemeinde Bern beziehungsweise Betriebsgesellschaft des Casino Bern |
Das Casino Bern wurde von 1907 bis 1909 als Konzert- und Gesellschaftshaus erbaut. Der historische Begriff «Casino» bezeichnet dort keinen modernen Spielbankenbetrieb.
Siehe auch
- Kursaal Bern
- Casino Bern
- Bern
- Glücksspiel in der Schweiz
- Eidgenössische Spielbankenkommission
- Liste der Spielbanken in der Schweiz
Weblinks
- Offizielle Website des Grand Casino Bern
- Offizielle Website des Kursaal Bern
- Eidgenössische Spielbankenkommission
- Liste der konzessionierten landbasierten Spielbanken
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 Impressionen und Geschichte. Hrsg.: Grand Casino Bern. Abgerufen am 2026-07-26.
- ↑ Geschichte des Hauses. Hrsg.: Kursaal Bern. Abgerufen am 2026-07-26.
- ↑ Konzessionsverfahren. Hrsg.: Eidgenössische Spielbankenkommission. Abgerufen am 2026-07-26.
- ↑ Bundesrat vergibt Spielbankenkonzessionen. Hrsg.: Der Bundesrat. 2023-11-29. Abgerufen am 2026-07-26.
- ↑ Landbasierte Spielbanken. Hrsg.: Eidgenössische Spielbankenkommission. 2025-12-10. Abgerufen am 2026-07-26.
- ↑ Sicherer und transparenter Spielbetrieb. Hrsg.: Eidgenössische Spielbankenkommission. 2026-03-05. Abgerufen am 2026-07-26.
- ↑ Preise und Öffnungszeiten. Hrsg.: Grand Casino Bern. Abgerufen am 2026-07-26.
- ↑ Das Unternehmen. Hrsg.: Grand Casino Bern. Abgerufen am 2026-07-26.