Berninapass

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Berninapass
Italienischer Name Passo del Bernina
Rätoromanischer Name Pass dal Bernina
Staat Schweiz
Kanton Kanton Graubünden
Region Engadin und Val Poschiavo
Gemeinden Pontresina und Poschiavo
Passhöhe der Strasse 2328 m ü. M.
Höchster Punkt der Bahn 2253 m ü. M. bei Ospizio Bernina
Gebirgsgruppe Berninagruppe
Verbindung OberengadinPuschlavVeltlin
Nordseite Pontresina und Val Bernina
Südseite Val Laguné und Val Poschiavo
Passstrasse Hauptstrasse 29
Eisenbahn Berninabahn der Rhätischen Bahn
Gewässer Lago Bianco und Lej Nair
Wasserscheide Donau–Po beziehungsweise Schwarzes Meer–Adria
Ganzjährige Offenhaltung grundsätzlich seit 1965
UNESCO-Welterbe Berninalinie seit 2008

Der Berninapass ist ein 2328 Meter hoher Alpenpass im Kanton Graubünden. Er verbindet das Oberengadin bei Pontresina mit dem italienischsprachigen Val Poschiavo, auf Deutsch auch Puschlav genannt, und weiter mit dem italienischen Veltlin. Die eigentliche Strassenpasshöhe liegt im Grenzraum der Gemeinden Pontresina und Poschiavo auf Poschiaver Gemeindegebiet.

Über den Pass führen die Hauptstrasse 29 und die Berninabahn der Rhätischen Bahn. Die Bahn erreicht bei der Station Ospizio Bernina auf 2253 Metern über Meer ihren höchsten Punkt. Damit ist die Berninalinie die höchste ganzjährig betriebene Alpenquerung einer Adhäsionsbahn und eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt.[1]

Der Berninapass liegt auf einer europäischen Hauptwasserscheide. Das Wasser des nördlich gelegenen Lej Nair gelangt über die Ova da Bernina, den Flaz, den Inn und die Donau in das Schwarze Meer. Der Lago Bianco entwässert dagegen über das Val Poschiavo, den Poschiavino, die Adda und den Po zur Adria.

Der Pass bildet zugleich eine landschaftliche, sprachliche und kulturelle Übergangszone. Nördlich des Übergangs liegt das traditionell rätoromanische Oberengadin, südlich davon das italienischsprachige Val Poschiavo. Die hochalpine Passlandschaft wird durch Seen, Gletscherschliffe, Moränen, Felsflächen und die vergletscherten Gipfel der Berninagruppe geprägt.

Während der Berninapass im mittelalterlichen Fernverkehr lange im Schatten der westlicher gelegenen Bündner Pässe stand, gewann er seit der frühen Neuzeit an regionaler Bedeutung. Der Ausbau der modernen Fahrstrasse im 19. Jahrhundert und die Eröffnung der Berninabahn im Jahr 1910 machten ihn zu einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Graubündens.[2]

Name

Der Name Bernina bezeichnet heute den Pass, die Berninagruppe, den Piz Bernina, die Berninabahn und verschiedene Siedlungen, Alpen und touristische Einrichtungen.

Die Bezeichnung geht vermutlich auf einen Personennamen zurück. Der in Oberitalien verbreitete Familien- oder Personenname Bernini beziehungsweise Bernin wurde zunächst für eine Siedlung und eine Alp im Val Minor verwendet.

Im Jahr 1429 kaufte die Gemeinde Bondo eine Alp in der Form Barnynia in valle Minori. Der Name übertrug sich später auf den Pass und schliesslich auf die gesamte Gebirgsgruppe.[3]

In den Sprachen der Region wird der Pass unterschiedlich bezeichnet:

Namen des Passes
Sprache Bezeichnung
Deutsch Berninapass
Italienisch Passo del Bernina
Rätoromanisch Pass dal Bernina
Französisch Col de la Bernina

Der Name Bernina wird ohne Artikel gebraucht. Die ältere deutsche Bezeichnung Berninahöhe ist heute weniger verbreitet.

Lage

Der Berninapass liegt im südöstlichen Teil Graubündens zwischen der Berninagruppe im Westen und den Livigno-Alpen im Osten.

Die Nordrampe beginnt bei Pontresina im Oberengadin. Von dort führt das Val Bernina nach Süden an Morteratsch, Bernina Suot, der Talstation Diavolezza und dem Gebiet von Lagalb vorbei.

Auf der Passhochfläche liegen:

  • der Lej Nair;
  • der Lago Bianco;
  • die Station Ospizio Bernina;
  • das historische Bernina Hospiz;
  • die Hauptstrasse 29;
  • der Unterhaltsstützpunkt des Kantons Graubünden;
  • verschiedene Wanderwege und technische Anlagen der Wasserkraftnutzung.

Südlich der Passhöhe fällt das Gelände zum Val Laguné und weiter zum Val Poschiavo ab. Die Strasse führt über La Rösa und Sfazù nach Poschiavo. Die Bahn benutzt eine weiter westlich gelegene Linienführung über den Lago Bianco, Alp Grüm und Cavaglia.

Die Luftlinie zwischen Pontresina und der Passhöhe beträgt rund 13 Kilometer. Die Strassen- und Bahnstrecken sind aufgrund der Topografie wesentlich länger.

Passhöhe und unterschiedliche Verkehrswege

Die Strasse und die Eisenbahn überschreiten den Gebirgsraum nicht am gleichen Punkt.

Die Hauptstrasse erreicht ihre Scheitelhöhe auf 2328 Metern. Die Bahn überquert die Wasserscheide weiter westlich beim Lago Bianco. Ihre höchste Stelle liegt bei Ospizio Bernina auf 2253 Metern.

Auch historische Saumwege nutzten unterschiedliche Varianten. Je nach Jahreszeit, Schneeverhältnissen, Zielort und Zustand der Wege konnten Reisende zwischen mehreren Routen wählen.

Die heutige Strassenpasshöhe liegt östlich des Lago Bianco. Die Berninabahn folgt dagegen einer Linienführung, die sich besser für eine Eisenbahn ohne Zahnradabschnitte eignete.

Bedeutende Übergangspunkte
Übergang Höhe Nutzung
Strassenpasshöhe 2328 m ü. M. Hauptstrasse 29
Ospizio Bernina 2253 m ü. M. Höchster Punkt der Berninabahn
Historische Saumwege je nach Variante unterschiedlich Säumer, Fussreisende und Viehtrieb

Landschaft

Die Passregion besitzt den Charakter einer hochalpinen Hochebene. Sie ist etwa vier Kilometer lang und wird von Seen, Felsrücken, Schuttflächen und kleinen Mooren geprägt.

Im Westen erheben sich die vergletscherten Berge der Berninagruppe. Besonders auffällig sind:

  • Piz Cambrena;
  • Piz Caral;
  • Piz d’Arlas;
  • Piz Palü;
  • weiter westlich der Piz Bernina.

Im Osten liegen Gipfel und Hochflächen der Livigno-Alpen.

Die heutige Landschaft entstand wesentlich durch die eiszeitlichen Gletscher. Sie schliffen Felsflächen ab, vertieften Mulden und hinterliessen Moränen. Rundhöcker und glatt geschliffene Felsen sind an zahlreichen Stellen sichtbar.

Der Kontrast zwischen dem hellen Lago Bianco, dem dunkleren Lej Nair, den roten Zügen der Rhätischen Bahn und den vergletscherten Bergen zählt zu den bekanntesten Landschaftsbildern Graubündens.

Geologie

Die Berninagruppe gehört geologisch zu den ostalpinen Decken der Alpen.

Im Gebiet treten vor allem kristalline Gesteine auf, darunter:

  • Gneis;
  • Granit;
  • Granodiorit;
  • kristalline Schiefer;
  • Amphibolit.

Diese Gesteine entstanden teilweise tief im Erdinnern und wurden während der Alpenbildung gehoben, verfaltet und entlang grosser Überschiebungsflächen verlagert.

Gletscher, Frost, Wasser und Steinschlag formten die heutige Oberfläche. Wiederholtes Gefrieren und Auftauen sprengt Gestein aus den Felswänden. Dadurch entstehen Blockfelder und Schutthalden.

Die Passregion liegt oberhalb der geschlossenen Waldgrenze. Der dünne Boden entwickelt sich hauptsächlich in geschützten Mulden und auf feinkörnigen Moränenablagerungen.

Wasserscheide

Zwischen Lago Bianco und Lej Nair verläuft die europäische Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten der Donau und des Po.

Entwässerung der Passregion
Gewässer Abfluss Meer
Lej Nair Ova da Bernina–Flaz–Inn–Donau Schwarzes Meer
Lago Bianco Val da Pila–Poschiavino–Adda–Po Adriatisches Meer

Die beiden Seen liegen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Ihre Abflüsse erreichen jedoch nach langen und vollständig getrennten Flusswegen unterschiedliche Meere.

Die Wasserscheide bildet zugleich ungefähr den Übergang zwischen dem Oberengadin und dem Val Poschiavo sowie zwischen dem rätoromanischen und italienischen Sprachraum.

Lej Nair

Der Lej Nair, auf Deutsch Schwarzsee, liegt nördlich der Wasserscheide.

Sein rätoromanischer Name bedeutet «schwarzer See». Das Wasser wirkt aufgrund des Untergrunds, der Tiefe und der geringeren Menge an hellem Gletschermaterial dunkler als jenes des Lago Bianco.

Der See entwässert in Richtung Engadin. Sein Wasser gelangt über die Ova da Bernina in den Flaz und bei Samedan in den Inn.

Der Lej Nair ist weitgehend natürlich geblieben. Seine Umgebung umfasst alpine Rasen, Feuchtflächen und felsige Ufer.

Lago Bianco

Der Lago Bianco, auf Deutsch Weisssee, liegt südlich der Wasserscheide.

Seinen Namen erhielt er vom hellen, milchig wirkenden Wasser. Dieses enthält feines Gesteinsmehl, das von den Gletschern und Gebirgsbächen mitgeführt wird.

Der See war ursprünglich in mehrere natürliche Becken gegliedert. Zwischen 1910 und 1912 entstanden die nördliche Staumauer Arlas und die südliche Staumauer Scala. Dadurch wurden die Becken zu einem rund drei Kilometer langen Stausee verbunden.[4]

Der Lago Bianco besitzt ein Speichervolumen von rund 21 Millionen Kubikmetern. Das Wasser wird in mehreren Stufen zur Stromproduktion genutzt.[5]

Die Staumauern heissen:

Staumauern des Lago Bianco
Staumauer Lage Funktion
Arlas Nordende Verhindert den Abfluss in Richtung Engadin
Scala Südende Staut das Wasser in Richtung Val Poschiavo

Bei tiefem Wasserstand können die ursprünglichen Seebecken teilweise wieder sichtbar werden.

Klima

Der Berninapass besitzt ein ausgeprägtes Hochgebirgsklima.

Kennzeichnend sind:

  • lange und schneereiche Winter;
  • niedrige Jahresmitteltemperaturen;
  • häufige starke Winde;
  • rasche Wetterwechsel;
  • Schneeverwehungen;
  • Vereisung;
  • kurze Vegetationsperioden;
  • Schneefelder, die bis in den Sommer bestehen können.

Die Passlage ist besonders anfällig für Schneeverfrachtungen. Starker Wind kann geräumte Strassenabschnitte innerhalb kurzer Zeit erneut mit Schnee bedecken.

Im Winter können Lawinengefahr, Sturm, schlechte Sicht und Vereisung zu Verkehrsbehinderungen oder vorübergehenden Sperrungen führen. Die Strasse wird grundsätzlich ganzjährig offen gehalten, eine uneingeschränkte Befahrbarkeit kann bei extremen Wetterlagen jedoch nicht garantiert werden.

Der Rückgang der Gletscher verändert das Landschaftsbild und den Wasserhaushalt. Auch auftauender Permafrost kann die Stabilität von Fels- und Schutthängen beeinflussen.

Pflanzenwelt

Die Passhöhe liegt oberhalb der natürlichen Waldgrenze.

Die Vegetation besteht aus an Kälte, Wind und kurze Sommer angepassten Arten. Dazu gehören:

  • alpine Gräser;
  • Polsterpflanzen;
  • Enziane;
  • Steinbrecharten;
  • Alpen-Leinkraut;
  • Moose;
  • Flechten;
  • Zwergsträucher.

In geschützten Mulden können artenreiche alpine Rasen entstehen. Auf windgepeitschten Kuppen bleibt die Vegetation dagegen niedrig und lückenhaft.

Unterhalb der Passhöhe gehen die alpinen Rasen in Lärchen- und Arvenwälder über. Besonders auf der Engadiner Seite prägen lichte Lärchenwälder die Landschaft.

Tierwelt

Die Berninaregion bietet Lebensraum für zahlreiche Hochgebirgstiere.

Beobachtet werden können unter anderem:

  • Alpensteinbock;
  • Gämse;
  • Murmeltier;
  • Schneehase;
  • Rotfuchs;
  • Steinadler;
  • Bartgeier;
  • Alpenschneehuhn;
  • verschiedene Bergfinken und Schneesperlinge.

Viele Tierarten reagieren empfindlich auf Störungen. Im Winter müssen sie mit knappen Energiereserven auskommen. Das Verlassen markierter Wege kann deshalb besonders in Ruhe- und Wildschutzgebieten problematisch sein.

Frühgeschichte

Archäologische Funde zeigen, dass Menschen den weiteren Berninaraum bereits in vorgeschichtlicher Zeit aufsuchten.

Die hochgelegenen Täler dienten wahrscheinlich der Jagd, der saisonalen Viehhaltung und dem Austausch zwischen Nord- und Südalpen.

Aus römischer Zeit sind Funde entlang der Berninaroute bekannt. Sie belegen Kontakte über den Gebirgsraum, erlauben jedoch nicht den Schluss, dass bereits eine ausgebaute römische Passstrasse bestand.[6]

Für den überregionalen römischen Verkehr waren vermutlich andere Bündner Übergänge bedeutender, insbesondere Julier, Septimer, Splügen und San Bernardino.

Mittelalter

Im Mittelalter war der Berninapass im grossräumigen Transitverkehr zunächst von untergeordneter Bedeutung.

Der Handel zwischen Oberitalien und dem nördlichen Alpenraum benutzte häufig die westlicher gelegenen Routen über Chiavenna, den Septimerpass, den Splügenpass oder den Malojapass.

Der Bernina diente hauptsächlich dem regionalen Verkehr zwischen:

  • Oberengadin;
  • Val Poschiavo;
  • Veltlin;
  • Livigno;
  • benachbarten Alpgebieten.

Transportiert wurden unter anderem Vieh, Käse, Getreide, Salz, Wein, Textilien und Handwerksprodukte.

Im Jahr 1410 verpflichteten sich die Talgemeinden des Oberengadins, Poschiavos und Brusios gegenüber mehreren Gemeinden des Veltlins, den Weg bis Piattamala am Ausgang des Val Poschiavo zu unterhalten.[2]

Diese Vereinbarung zeigt, dass der Übergang spätestens im frühen 15. Jahrhundert eine geregelte regionale Verkehrsverbindung bildete.

Säumerverkehr

Vor dem Bau moderner Strassen wurden Waren mit Saumtieren über den Pass transportiert.

Säumer führten Pferde oder Maultiere in kleinen Gruppen. Die Ladung wurde auf beiden Seiten der Tiere befestigt.

Der Weg war schmal, steinig und im Winter häufig unpassierbar. Schneestürme, Lawinen und Nebel stellten erhebliche Gefahren dar.

Für den Säumerverkehr waren Zwischenstationen, Unterstände und Gasthäuser von grosser Bedeutung. Seit 1519 ist auf dem Berninapass eine Notunterkunft beziehungsweise ein Hospiz nachgewiesen.[7]

Drei Bünde und Veltlin

Seit dem späten Mittelalter gehörten Oberengadin und Val Poschiavo zum Freistaat der Drei Bünde.

1512 eroberten die Drei Bünde das Veltlin, Chiavenna und Bormio. Der Berninapass verband danach bündnerische Kerngebiete mit den südlichen Untertanenlanden.

Der Übergang wurde für Verwaltung, Truppentransporte, Handel und Nachrichtenverkehr wichtiger.

Veltliner Wein wurde in grossen Mengen nach Graubünden transportiert. Der historische Weintransport über Bernina, Scaletta und andere Übergänge wird heute durch die Wanderroute Via Valtellina in Erinnerung gehalten.

Während der Bündner Wirren im 17. Jahrhundert besass der Pass auch militärische Bedeutung. Truppen verschiedener Mächte bewegten sich durch die Südtäler Graubündens.

Verlust des Veltlins

1797 trennte Napoleon Bonaparte das Veltlin, Chiavenna und Bormio von Graubünden und gliederte sie der Cisalpinischen Republik an.

Der Berninapass wurde damit zu einem Übergang in ein ausländisches Staatsgebiet.

Das Val Poschiavo blieb bei Graubünden und wurde 1803 Teil des schweizerischen Kantons Graubünden. Die neue Grenze südlich von Campocologno verringerte die politische Einheit des früheren bündnerischen Wirtschaftsraums, der Handel über den Pass blieb jedoch bestehen.

Bau der Kunststrasse

Im 19. Jahrhundert begann der Ausbau der alten Saumroute zu einer modernen Fahrstrasse.

Die Arbeiten dauerten von 1842 bis 1865. Die neue Kunststrasse ermöglichte den Verkehr mit Wagen und Postkutschen.[8]

Der Bau erforderte:

  • Stützmauern;
  • Brücken;
  • Entwässerungsanlagen;
  • Lawinenschutz;
  • Verbreiterung enger Wegstellen;
  • gleichmässigere Steigungen.

Die Strasse verbesserte die Verbindung des Val Poschiavo mit dem übrigen Kanton erheblich. Gleichzeitig förderte sie den Reiseverkehr und den frühen Tourismus.

Postkutschen transportierten Reisende, Briefe und Waren über den Pass. Die Reise blieb langsam und stark vom Wetter abhängig.

Bernina Hospiz

Das historische Bernina Hospiz steht nahe der Passhöhe auf etwa 2309 Metern über Meer.

Frühere Unterkünfte boten Säumern, Reisenden und Pferden Schutz. Das heutige Gebäude entwickelte sich im Zusammenhang mit der Fahrstrasse und dem zunehmenden Tourismus.

Das Hospiz diente als:

  • Gasthaus;
  • Unterkunft;
  • Pferdewechselstation;
  • Zufluchtsort bei Unwettern;
  • Verpflegungsstation;
  • späteres Hotel und Restaurant.

Mit dem Bau der Berninabahn entstand zusätzlich das Stationsgebäude Ospizio Bernina am Lago Bianco. Das Strassenhospiz und die Bahnstation sind daher nicht identisch.

Früher Tourismus

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm der Fremdenverkehr im Engadin stark zu.

Reisende besuchten St. Moritz, Pontresina, die Gletscher des Berninamassivs und das Val Poschiavo. Die neue Passstrasse wurde zu einer beliebten Ausflugsroute.

Bergführer führten Gäste zu:

  • Morteratschgletscher;
  • Piz Palü;
  • Piz Bernina;
  • Diavolezza;
  • weiteren Gipfeln und Gletschern.

Hotels, Gasthäuser und Transportbetriebe profitierten vom wachsenden Reiseverkehr.

Berninabahn

Hauptartikel: Berninabahn

Die Berninabahn wurde zwischen 1908 und 1910 gebaut.

Sie verbindet St. Moritz über Pontresina, den Berninapass, Poschiavo und Brusio mit Tirano in Italien.

Die Strecke wurde von Beginn an elektrisch betrieben und in Meterspur ausgeführt. Sie verzichtet trotz grosser Höhenunterschiede vollständig auf Zahnstangenabschnitte.

Die grösste Neigung beträgt 70 Promille. Der höchste Punkt liegt bei Ospizio Bernina auf 2253 Metern.[1]

Die Bahn bewältigt den Höhenunterschied durch:

  • enge Kurven;
  • lange Rampen;
  • Kehrschleifen;
  • Viadukte;
  • kurze Tunnel und Galerien;
  • eine sorgfältige Anpassung an das Gelände.

Die vollständige Strecke wurde 1910 eröffnet.

Linienführung der Bahn

Von Pontresina führt die Bahn durch das Val Bernina an Morteratsch, Bernina Suot, Diavolezza und Lagalb vorbei.

Bei Ospizio Bernina erreicht sie ihren Scheitelpunkt. Anschliessend verläuft sie am Lago Bianco entlang und fällt über Alp Grüm und Cavaglia in das Val Poschiavo ab.

Auf der Südseite bietet die Strecke Ausblicke auf:

  • Palügletscher;
  • Palüsee;
  • Val Poschiavo;
  • Bergamasker Alpen.

Unterhalb von Poschiavo führt die Linie über den Kreisviadukt von Brusio und weiter nach Tirano.

Die rund 61 Kilometer lange Berninalinie umfasst nach Angaben der UNESCO 13 Tunnel und Galerien sowie 52 Viadukte und Brücken.[9]

Ospizio Bernina

Die Station Ospizio Bernina liegt unmittelbar am Lago Bianco.

Mit 2253 Metern ist sie der höchstgelegene Bahnhof im Netz der Rhätischen Bahn.

Das Stationsgebäude entstand im Zusammenhang mit der Verlängerung der Berninabahn nach Poschiavo im Jahr 1910. Die Station wurde zunächst auf Deutsch als Bernina Hospiz bezeichnet.[10]

Heute halten dort Regionalzüge und der Bernina Express. Die Station ist unbedient, besitzt aber ein gastronomisches Angebot in unmittelbarer Nähe.

Winterbetrieb der Bahn

Die Berninabahn war ursprünglich teilweise als Sommerbahn geplant. Die wachsende Bedeutung für das Val Poschiavo führte jedoch bald zum ganzjährigen Betrieb.

Der Winterbetrieb ist wegen Schneefall, Wind und Lawinen anspruchsvoll.

Zum Einsatz kommen:

  • Schneepflüge;
  • Schneeschleudern;
  • Lawinenschutzbauten;
  • Galerien;
  • laufende Überwachung der Strecke.

Die roten Schneeschleudern der Rhätischen Bahn gehören zu den bekanntesten historischen und technischen Fahrzeugen der Berninalinie.

Der ganzjährige Bahnbetrieb ist für die Bevölkerung des Val Poschiavo von grosser Bedeutung. Bei Sperrungen der Strasse kann die Bahn die wichtigste Verbindung zum übrigen Kanton darstellen.

Bernina Express

Der Bernina Express ist ein touristisches Zugangebot der Rhätischen Bahn.

Die Tagesverbindung erhielt 1973 ihren heutigen Produktnamen.[11]

Der Bernina Express verkehrt je nach Saison zwischen Chur, Tiefencastel oder St. Moritz und Tirano. Ein Bus verbindet Tirano mit Lugano.

Neben den Panoramazügen verkehren ganzjährig reguläre Regionalzüge über den Pass. Sie benutzen dieselbe Strecke und bedienen mehr Zwischenstationen.

UNESCO-Welterbe

Seit Juli 2008 gehören die Albula- und Berninalinie zum UNESCO-Welterbe Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina.

Die UNESCO würdigte die technische, architektonische und landschaftliche Einheit der Bahnstrecken.

Die Berninalinie gilt als aussergewöhnliches Beispiel dafür, wie eine Eisenbahn in eine hochalpine Landschaft eingebettet werden kann. Sie erschloss abgelegene Täler und hatte nachhaltige wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen.[9]

Das Welterbe umfasst nicht nur die Gleisanlagen, sondern auch:

  • Bahnhöfe;
  • Brücken;
  • Viadukte;
  • Tunnel;
  • Galerien;
  • technische Nebenbauten;
  • eine ausgedehnte landschaftliche Pufferzone.

Wasserkraft

Die Wasserkraftnutzung veränderte die Passlandschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts grundlegend.

Mit den Staumauern Arlas und Scala wurde der Lago Bianco vergrössert. Sein Wasser wird über Druckleitungen und Kraftwerke stufenweise in Richtung Val Poschiavo geleitet.

Das Wasser wird erstmals im Kraftwerk Palü genutzt und anschliessend in weiteren Kraftwerksstufen erneut turbiniert.[12]

Die Wasserkraftanlagen dienten auch der Stromversorgung der Berninabahn.

Zu den Einrichtungen gehören:

  • Lago-Bianco-Stausee;
  • Staumauern Arlas und Scala;
  • Druckleitungen;
  • Kraftwerk Palü;
  • weitere Kraftwerksstufen im Val Poschiavo;
  • Hochspannungsleitungen und technische Betriebsgebäude.

Der Lehrpfad Via Energia erklärt zwischen Ospizio Bernina und Cavaglia die Geschichte und Technik der Energiegewinnung.

Passstrasse

Die heutige Berninastrasse ist Teil der schweizerischen Hauptstrasse 29.

Sie verbindet:

  • Samedan und Pontresina;
  • Berninapass;
  • Poschiavo;
  • Brusio;
  • Campocologno;
  • Tirano.

Die Strasse besitzt grosse regionale Bedeutung, da das Val Poschiavo keine vollständig innerhalb der Schweiz verlaufende, tiefer gelegene Strassenverbindung zum übrigen Kanton besitzt.

Die alternative Fahrt über Italien ist länger und führt über ausländisches Staatsgebiet.

Die Passstrasse wird von Personenwagen, Postautos, Reisebussen, Lastwagen, Motorrädern und Velos benutzt.

Ganzjährige Offenhaltung

Bis in die 1960er-Jahre wurde die Passstrasse im Winter regelmässig geschlossen.

Ab 1965 waren die Gemeinden Brusio und Poschiavo ermächtigt, die Strasse ganzjährig für den motorisierten Verkehr offen zu halten. Seit 2007 ist der Kanton Graubünden für den ganzjährigen Unterhalt verantwortlich.[13]

Der Winterdienst umfasst:

  • Schneeräumung;
  • Bekämpfung von Eis;
  • Räumung von Schneeverwehungen;
  • Lawinensicherung;
  • Fels- und Steinschlagkontrollen;
  • laufende Überwachung der Wetterlage.

Trotz des hohen Aufwands kann die Strasse bei extremen Bedingungen zeitweise gesperrt werden.

Unterhaltsstützpunkt

2019 wurde nahe der Passhöhe ein neuer Unterhaltsstützpunkt des Tiefbauamts Graubünden eröffnet.

Das weitgehend in das Gelände integrierte Gebäude dient dem ganzjährigen Strassenunterhalt. Ein freistehender Siloturm enthält Vorräte an Salz und Splitt.

Die geschwungene Sichtbetonfassade folgt der Topografie. Grosse Teile des Gebäudes sind erdüberdeckt, damit sich die Anlage möglichst zurückhaltend in die Landschaft einfügt.

Im Siloturm befindet sich eine Camera obscura. Sie projiziert ein Bild des Cambrena- und Berninamassivs in den Innenraum.[13]

Postauto

Postautolinien verbinden das Oberengadin über den Pass mit dem Val Poschiavo.

Der Busverkehr ergänzt die Berninabahn und erschliesst Haltestellen entlang der Passstrasse.

Fahrplan und Betrieb können im Winter durch Wetter, Schneefall und Strassenzustand beeinflusst werden.

Historische Verkehrswege

Neben Strasse und Bahn sind Abschnitte alter Saumwege erhalten.

Sie gehören teilweise zum Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz.

Die Wege zeigen:

  • gepflasterte Abschnitte;
  • Trockenmauern;
  • Wegspuren;
  • alte Brücken;
  • Hohlwege;
  • historische Rastplätze.

Mehrere heutige Wanderwege folgen den früheren Säumer- und Handelsrouten.

Via Valtellina

Die Via Valtellina erinnert an den historischen Transport des Veltliner Weins.

Die Route führt von Tirano durch das Val Poschiavo über den Berninapass, das Engadin und den Scalettapass nach Davos und weiter nach Norden.

Säumer transportierten Wein in Fässern oder speziellen Behältern. Auf dem Rückweg führten sie andere Waren nach Süden.

Die heutige Wanderroute verbindet Kulturgeschichte mit der alpinen Landschaft.

Wandern

Der Berninapass ist Ausgangspunkt und Zwischenstation zahlreicher Wanderungen.

Bedeutende Routen sind:

  • Via Albula/Bernina;
  • Via Valtellina;
  • Via Energia;
  • Rundweg um den Lago Bianco;
  • Weg nach Alp Grüm;
  • Wanderung nach Cavaglia;
  • Wege zur Diavolezza und Lagalb;
  • Übergänge ins Val Minor und Val da Camp.

Hochgelegene Wege können bis in den Sommer von Schneefeldern bedeckt sein. Wetterfeste Ausrüstung und eine sorgfältige Tourenplanung sind erforderlich.

Via Albula/Bernina

Die Via Albula/Bernina folgt weitgehend den UNESCO-Bahnlinien.

Die Etappe von Pontresina zum Ospizio Bernina führt durch den Stazerwald, das Val Bernina und die Gletscherlandschaft bei Morteratsch.

Sie passiert die Wasserscheide zwischen Lago Bianco und Lej Nair und bietet Ausblicke auf die höchsten Gipfel Graubündens.[14]

Veloverkehr

Die Berninastrasse ist bei Rennvelofahrenden beliebt.

Die Auffahrt von Poschiavo ist länger und steiler als jene von Pontresina. Der Verkehr und die wechselnden Wetterbedingungen stellen besondere Anforderungen.

Mountainbike-Routen führen teilweise über historische Wege und Nebenrouten. Auf Wanderwegen müssen lokale Vorschriften und die Bedürfnisse anderer Nutzer beachtet werden.

Bernina Gran Turismo

Seit 2015 wird auf der Südseite des Passes die Veranstaltung Bernina Gran Turismo ausgetragen.

Historische Renn- und Sportwagen fahren auf einer für den übrigen Verkehr gesperrten Strecke zwischen La Rösa beziehungsweise Sfazù und dem Passgebiet.

Die Veranstaltung erinnert an die Tradition europäischer Bergrennen. Während der Durchführung kommt es zu zeitweisen Strassensperrungen.

Wintersport

Die Berninaregion ist ein bedeutendes Wintersportgebiet.

Nahe dem Pass liegen die Skigebiete Diavolezza und Lagalb. Die hochgelegene Landschaft eignet sich zudem für:

  • Skitouren;
  • Langlauf;
  • Schneeschuhwanderungen;
  • Winterwanderungen;
  • Freeride-Abfahrten.

Abseits gesicherter Anlagen besteht Lawinengefahr. Touren erfordern entsprechende Kenntnisse, Ausrüstung und die Beachtung des Lawinenbulletins.

Alpinismus

Der Berninapass bildet einen wichtigen Zugang zur Berninagruppe.

Von Pontresina und der Diavolezza aus werden zahlreiche Hoch- und Gletschertouren unternommen.

Zu den bekannten Zielen gehören:

  • Piz Palü;
  • Piz Cambrena;
  • Piz Bernina;
  • Bellavista;
  • Piz Morteratsch;
  • Pers- und Morteratschgletscher.

Die Besteigung vergletscherter Berge erfordert alpine Erfahrung. Der Gletscherrückgang verändert die Routen und kann Steinschlag- sowie Spaltengefahren erhöhen.

Sprach- und Kulturgrenze

Der Pass verbindet zwei unterschiedlich geprägte Regionen Graubündens.

Im Oberengadin wurde traditionell das rätoromanische Idiom Puter gesprochen. Heute ist dort auch Deutsch weit verbreitet.

Im Val Poschiavo ist Italienisch die Hauptsprache.

Der Berninapass bildet keine scharfe kulturelle Grenze. Handel, Familienbeziehungen, Viehwirtschaft, kirchliche Verbindungen und gemeinsame politische Geschichte verbanden beide Täler über Jahrhunderte.

Die Berninabahn verstärkte diese Beziehungen und erleichterte den täglichen Austausch.

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Berninapass ist für das Val Poschiavo von grundlegender wirtschaftlicher Bedeutung.

Über den Pass erfolgen:

  • Personenverkehr;
  • Warentransport;
  • touristischer Verkehr;
  • öffentliche Dienstleistungen;
  • Energieübertragung;
  • Verbindung zu Bildungs- und Gesundheitsangeboten im Oberengadin.

Tourismus, Bahnverkehr, Wasserkraft und Strassenunterhalt schaffen Arbeitsplätze.

Die Passverbindung ermöglicht gleichzeitig den Bewohnern des Val Poschiavo den Zugang zu den kantonalen Zentren im Norden.

Naturgefahren

Die hochalpine Lage ist mit verschiedenen Naturgefahren verbunden.

Dazu gehören:

  • Lawinen;
  • Schneeverwehungen;
  • Steinschlag;
  • Felsstürze;
  • Rutschungen;
  • Hochwasser;
  • Gletscherabbrüche;
  • Vereisung und Sturm.

Strasse, Bahn und Wasserkraftanlagen werden regelmässig überwacht.

Besondere Aufmerksamkeit galt zeitweise dem Cambrenagletscher. Eine instabile Eismasse hätte in den Lago Bianco stürzen und eine Flutwelle auslösen können. Der Gletscher wurde deshalb mit einem Frühwarnsystem überwacht. Durch das Abschmelzen verringerte sich die betreffende Gefahr später.[4]

Umweltbelastungen

Strassenverkehr, Tourismus und technische Anlagen beeinflussen die empfindliche Passlandschaft.

Mögliche Belastungen entstehen durch:

  • Verkehrslärm;
  • Abgase;
  • Trittschäden;
  • Abfälle;
  • Störung von Wildtieren;
  • Bau und Unterhalt von Infrastruktur;
  • Eingriffe in den Wasserhaushalt.

Schutz- und Lenkungsmassnahmen sollen Naturerlebnis, Verkehr, Energiegewinnung und Landschaftsschutz miteinander vereinbaren.

Klimawandel

Der Klimawandel ist in der Berninaregion deutlich sichtbar.

Gletscher wie Morteratsch-, Pers-, Palü- und Cambrenagletscher haben an Fläche und Volumen verloren.

Die Veränderungen betreffen:

  • Landschaftsbild;
  • Wasserführung;
  • Wasserkraft;
  • Naturgefahren;
  • Permafrost;
  • alpine Lebensräume;
  • Tourismus und Bergsport.

Neue eisfreie Flächen werden zunächst von Pionierpflanzen besiedelt. Gleichzeitig verlieren kälteliebende Arten geeignete Lebensräume.

Der Rückgang des Permafrosts kann Felswände destabilisieren und den Unterhalt von Verkehrswegen erschweren.

Bedeutung für Graubünden

Der Berninapass gehört zu den wichtigsten innerkantonalen Verkehrsverbindungen Graubündens.

Er verbindet ein italienischsprachiges Südtal mit dem Engadin und dem übrigen Kanton.

Seine Bedeutung beruht auf der Verbindung von:

  • historischem Säumerweg;
  • ganzjährig unterhaltener Passstrasse;
  • internationaler Eisenbahnlinie;
  • UNESCO-Welterbe;
  • Wasserkraftnutzung;
  • Tourismus;
  • hochalpiner Natur- und Kulturlandschaft.

Kaum ein anderer Alpenpass vereint auf engem Raum Strassen-, Eisenbahn-, Energie- und Landschaftsgeschichte in vergleichbarer Weise.

Zeittafel

Wichtige Ereignisse
Zeitraum oder Jahr Ereignis
Vorgeschichte Jäger, Hirten und Händler nutzen den weiteren Berninaraum.
Römische Zeit Römische Funde belegen Kontakte und Verkehr im Passgebiet.
Mittelalter Der Übergang dient hauptsächlich dem regionalen Verkehr zwischen Oberengadin, Puschlav und Veltlin.
1410 Oberengadin, Poschiavo und Brusio verpflichten sich gegenüber Veltliner Gemeinden zum Unterhalt des Wegs.
1429 Die Gemeinde Bondo erwirbt eine Alp in Barnynia im Val Minor.
1512 Die Drei Bünde erobern das Veltlin; der Bernina gewinnt als innerbündnerische Verbindung an Bedeutung.
1519 Auf dem Pass ist eine Notunterkunft beziehungsweise ein Hospiz nachgewiesen.
17. Jahrhundert Militärische Nutzung während der Bündner Wirren.
1797 Das Veltlin wird von Graubünden getrennt.
1803 Das Val Poschiavo und der Berninapass werden Teil des Kantons Graubünden im Schweizer Bundesstaat.
1842–1865 Bau der modernen Kunststrasse über den Berninapass.
zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Zunahme des Postkutschenverkehrs und des Tourismus.
1908 Beginn des Baus der Berninabahn.
1910 Eröffnung der durchgehenden Berninabahn zwischen St. Moritz und Tirano.
1910–1912 Bau der Staumauern Arlas und Scala und Vergrösserung des Lago Bianco.
1965 Beginn der grundsätzlichen ganzjährigen Offenhaltung der Passstrasse.
1973 Einführung des Produktnamens Bernina Express.
2007 Der Kanton Graubünden übernimmt die Verantwortung für die ganzjährige Offenhaltung der Strasse.
2008 Albula- und Berninalinie werden UNESCO-Welterbe.
2015 Erste Austragung der Bernina Gran Turismo.
2019 Eröffnung des neuen kantonalen Unterhaltsstützpunkts mit Camera obscura.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Infrastruktur der Rhätischen Bahn, Rhätische Bahn, abgerufen am 23. Juli 2026.
  2. 2,0 2,1 Berninapass, in: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 23. Juli 2026.
  3. Bernina, Piz, in: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 23. Juli 2026.
  4. 4,0 4,1 100 Jahre plus: Kein Problemalter für Talsperren, Repower, 23. Juli 2024.
  5. Lago Bianco, Graubünden Ferien, abgerufen am 23. Juli 2026.
  6. Graubünden, in: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 23. Juli 2026.
  7. Historische Verkehrswege der Albula- und Berninalandschaft, UNESCO-Kandidaturdossier der Rhätischen Bahn, abgerufen am 23. Juli 2026.
  8. Pontresina, in: Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 23. Juli 2026.
  9. 9,0 9,1 Rhaetian Railway in the Albula/Bernina Landscapes, UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 23. Juli 2026.
  10. Ospizio Bernina, Graubünden Ferien, abgerufen am 23. Juli 2026.
  11. Bernina Express feiert 50 Jahre, Rhätische Bahn, abgerufen am 23. Juli 2026.
  12. Kraftwerk Palü, Repower, abgerufen am 23. Juli 2026.
  13. 13,0 13,1 In die Landschaft eingepasst – ein neues Wahrzeichen auf dem Berninapass, Kanton Graubünden, 2. Oktober 2019.
  14. Via Albula/Bernina, Etappe 7, Graubünden Ferien und SchweizMobil, abgerufen am 23. Juli 2026.