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	<title>Zweiter Kappelerkrieg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&quot; ! colspan=&quot;2&quot; | Zweiter Kappelerkrieg |- ! Zeitraum | 9. Oktober bis 24. November 1531 |- ! Schauplätze | Kappel am Albis, Baar, Menzingen und weitere Gebiete der heutigen Kantone Zürich und Zug |- ! Konfliktparteien | &#039;&#039;&#039;Reformierte Orte:&#039;&#039;&#039; Zürich, Bern und weitere Verbündete des Christlichen Burgrec…»</title>
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		<updated>2026-07-27T18:52:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Zweiter Kappelerkrieg |- ! Zeitraum | 9. Oktober bis 24. November 1531 |- ! Schauplätze | &lt;a href=&quot;/de/Kappel_am_Albis&quot; title=&quot;Kappel am Albis&quot;&gt;Kappel am Albis&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;/de/Baar_ZG&quot; title=&quot;Baar ZG&quot;&gt;Baar&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Menzingen_ZG&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Menzingen ZG (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Menzingen&lt;/a&gt; und weitere Gebiete der heutigen Kantone &lt;a href=&quot;/de/Kanton_Z%C3%BCrich&quot; title=&quot;Kanton Zürich&quot;&gt;Zürich&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;/de/Kanton_Zug&quot; title=&quot;Kanton Zug&quot;&gt;Zug&lt;/a&gt; |- ! Konfliktparteien | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reformierte Orte:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Zürich, Bern und weitere Verbündete des Christlichen Burgrec…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Zweiter Kappelerkrieg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitraum&lt;br /&gt;
| 9. Oktober bis 24. November 1531&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schauplätze&lt;br /&gt;
| [[Kappel am Albis]], [[Baar ZG|Baar]], [[Menzingen ZG|Menzingen]] und weitere Gebiete der heutigen Kantone [[Kanton Zürich|Zürich]] und [[Kanton Zug|Zug]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Konfliktparteien&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reformierte Orte:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Zürich, Bern und weitere Verbündete des Christlichen Burgrechts&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Katholische Orte:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ursachen&lt;br /&gt;
| Konfessionelle Spannungen, Streit um die Gemeinen Herrschaften und die von Zürich und Bern verhängte Proviantsperre&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Entscheidende Gefechte&lt;br /&gt;
| [[Schlacht bei Kappel]] am 11. Oktober 1531&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schlacht am Gubel]] am 23./24. Oktober 1531&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ausgang&lt;br /&gt;
| Sieg der fünf katholischen Orte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Friedensschluss&lt;br /&gt;
| [[Zweiter Kappeler Landfriede]], gesiegelt am 20. und 24. November 1531&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zweite Kappelerkrieg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein im Herbst 1531 ausgetragener konfessioneller und machtpolitischer Konflikt innerhalb der [[Alte Eidgenossenschaft|Alten Eidgenossenschaft]]. Er bildete die Fortsetzung des [[Erster Kappelerkrieg|Ersten Kappelerkriegs]] von 1529 und stellte die schwerste militärische Auseinandersetzung der frühen [[Reformation in der Schweiz|Schweizer Reformation]] dar. Auf der einen Seite standen das reformierte [[Zürich]] und seine Verbündeten, auf der anderen die katholischen Orte [[Luzern]], [[Uri]], [[Schwyz]], [[Unterwalden]] und [[Zug]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-kappelerkriege&amp;quot;&amp;gt;Helmut Meyer: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008903/ Kappelerkriege]. In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, 12. November 2009, abgerufen am 27. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zürcher erlitten am 11. Oktober 1531 in der [[Schlacht bei Kappel]] eine vernichtende Niederlage. Zu den mehr als 500 Gefallenen gehörte der Zürcher Reformator [[Huldrych Zwingli]]. Nachdem ein später eingetroffenes reformiertes Heer in der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober auch am [[Gubel]] geschlagen worden war, mussten Zürich und seine Verbündeten Friedensverhandlungen aufnehmen. Der [[Zweiter Kappeler Landfriede|Zweite Kappeler Landfriede]] stärkte die Stellung der katholischen Orte und prägte die konfessionelle Ordnung der Eidgenossenschaft bis ins frühe 18. Jahrhundert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nationalmuseum-kappelerkrieg&amp;quot;&amp;gt;Andrej Abplanalp: [https://blog.nationalmuseum.ch/2021/10/zweiter-kappelerkrieg/ Der Zweite Kappelerkrieg]. Blog des Schweizerischen Nationalmuseums, 11. Oktober 2021, aktualisiert am 17. Dezember 2025, abgerufen am 27. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbreitung der Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Einfluss Huldrych Zwinglis führte Zürich in den 1520er Jahren die Reformation ein. In den folgenden Jahren schlossen sich unter anderem [[Bern]], [[Basel]], [[Schaffhausen]] und die Stadt [[St. Gallen]] der reformatorischen Bewegung an. Die fünf Orte der Innerschweiz hielten dagegen am katholischen Glauben fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die religiöse Spaltung war zugleich mit politischen und wirtschaftlichen Gegensätzen verbunden. Besonders umstritten waren die Verhältnisse in den [[Gemeine Herrschaft|Gemeinen Herrschaften]], die von mehreren eidgenössischen Orten gemeinsam verwaltet wurden. Dort versuchten sowohl die katholischen als auch die reformierten Orte, die Entwicklung der örtlichen Gemeinden zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur politischen und militärischen Absicherung der Reformation schlossen Zürich, Bern und weitere reformierte Städte das [[Christliches Burgrecht|Christliche Burgrecht]]. Die katholischen Orte betrachteten dieses Bündnissystem als Bedrohung des überlieferten eidgenössischen Gleichgewichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Kappelerkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1529 hatten sich die Spannungen erstmals bis an die Schwelle eines Krieges gesteigert. Zürich mobilisierte gegen die fünf katholischen Orte und rückte mit seinen Truppen in Richtung Kappel am Albis vor. Eine militärische Auseinandersetzung konnte jedoch durch Vermittlungen verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der am 26. Juni 1529 geschlossene [[Erster Kappeler Landfriede|Erste Kappeler Landfriede]] beendete den Konflikt vorläufig. Mit dem Feldlager von 1529 ist die später entstandene Erzählung von der [[Kappeler Milchsuppe]] verbunden, nach der Soldaten beider Seiten gemeinsam eine Milchsuppe gegessen haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedensvertrag beseitigte die grundlegenden Gegensätze jedoch nicht. Zürich verlangte weiterhin, dass reformatorische Predigten auch in den Gebieten der katholischen Orte zugelassen werden sollten. Die fünf Orte lehnten jede Einmischung in ihre inneren Glaubensverhältnisse ab. Auch die Bestimmungen über die Konfession in den Gemeinen Herrschaften wurden von beiden Seiten unterschiedlich ausgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;religionsfrieden-landfrieden&amp;quot;&amp;gt;Andreas Zecherle: [https://diglib.hab.de/content.php?dir=edoc%2Fed000227&amp;amp;distype=optional&amp;amp;metsID=edoc_ed000227_zweiter_kappeler_landfriede_einleitung&amp;amp;xml=einleitungen%2Fzweiter_kappeler_landfriede_einleitung.xml&amp;amp;xsl=einleitungen%2Feinleitung.xsl Zweiter Kappeler Landfrieden vom 20./24. November 1531 – Einleitung]. In: &amp;#039;&amp;#039;Europäische Religionsfrieden Digital&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 27. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eskalation im Jahr 1531 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Jahres 1531 verschärften gegenseitige Beschimpfungen und Anschuldigungen die Lage. Die reformierten Orte warfen den katholischen Orten vor, Beleidigungen des evangelischen Glaubens nicht ausreichend zu bestrafen. Umgekehrt beklagten die katholischen Orte Angriffe auf ihre religiösen Überzeugungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Streitpunkt entstand während des [[Müsserkrieg|Müsserkriegs]]. Im März 1531 griff Gian Giacomo Medici, der Kastellan von Musso, Gebiete der [[Drei Bünde|Drei Bünde]] an. Die fünf katholischen Orte weigerten sich, Truppen zur Unterstützung der Bündner zu entsenden. In Zürich wurde diese Entscheidung als Verletzung eidgenössischer Verpflichtungen und als möglicher Teil einer grösseren katholischen Politik gegen die Reformation verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwingli und ein Teil der Zürcher Führung drängten auf ein entschlossenes militärisches Vorgehen. Bern und die übrigen reformierten Bündnispartner wollten dagegen einen offenen Krieg vermeiden. Als Kompromiss beschlossen die Mitglieder des Christlichen Burgrechts am 16. Mai 1531 eine wirtschaftliche Blockade. Am 27. Mai verkündeten Zürich und Bern eine Proviantsperre gegen die fünf Orte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;religionsfrieden-landfrieden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sperre betraf insbesondere die Lieferung von Salz und Getreide. Mit ihr sollten die katholischen Orte zur Annahme der Zürcher Forderungen gezwungen werden. Die Massnahme traf jedoch auch die Bevölkerung und verstärkte in der Innerschweiz die Bereitschaft zum Widerstand. Mehrere Vermittlungsversuche französischer Gesandter und neutraler eidgenössischer Orte blieben erfolglos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegsausbruch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Oktober 1531 erklärten die fünf katholischen Orte Zürich den Krieg. Ihre Truppen wurden rasch mobilisiert und rückten über Zug in Richtung der Zürcher Grenze vor. Die Zürcher Führung reagierte dagegen nur langsam. Ein Teil der Verantwortlichen rechnete weiterhin mit Verhandlungen oder ging davon aus, dass ein grösserer Angriff nicht unmittelbar bevorstehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zürcher Truppen waren zudem durch organisatorische Probleme geschwächt. Eine nach dem Ersten Kappelerkrieg eingeführte Kriegsordnung hatte die Bestände und den Sold reduziert. Das Verbot fremder Kriegsdienste führte dazu, dass weniger erfahrene Söldner und Offiziere zur Verfügung standen. Zwischen der Stadt Zürich und Teilen der Landschaft bestanden ausserdem politische Spannungen, welche die Mobilisierung erschwerten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nationalmuseum-kappelerkrieg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlacht bei Kappel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Oktober 1531 standen bei Kappel am Albis rund 2000 Zürcher einem katholischen Heer von mindestens 7000 Mann gegenüber. Die erwartete Unterstützung aus Bern und anderen reformierten Gebieten war noch nicht eingetroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zürcher bezogen eine ungünstige Stellung auf offenem und teilweise unübersichtlichem Gelände. Als die katholischen Truppen angriffen, gelang es den Zürchern nicht, eine geschlossene Schlachtordnung zu bilden. Nach heftigem Widerstand brachen ihre Reihen auseinander. Zahlreiche Soldaten wurden während der Flucht getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als 500 Zürcher kamen ums Leben. Unter den Gefallenen befanden sich zahlreiche Mitglieder der politischen, kirchlichen und militärischen Führung Zürichs. Auch Huldrych Zwingli, der das Heer als Feldprediger begleitet hatte, wurde verwundet und getötet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nationalmuseum-kappelerkrieg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwinglis Tod war nicht nur für Zürich, sondern für die gesamte reformierte Bewegung von grosser Bedeutung. Mit ihm verlor die Zürcher Reformation ihren wichtigsten politischen und theologischen Wortführer. Sein Nachfolger am Grossmünster wurde [[Heinrich Bullinger]], der die Zürcher Kirche stärker auf Konsolidierung und Zusammenarbeit mit den übrigen reformierten Gebieten ausrichtete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls-reformation&amp;quot;&amp;gt;Bruce Gordon u. a.: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013328/ Reformation]. In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 27. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortsetzung der Kämpfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage bei Kappel beendete den Krieg zunächst nicht. In den folgenden Tagen trafen Truppen aus Bern, Schaffhausen, St. Gallen, dem Thurgau und dem Toggenburg ein. Gemeinsam mit den verbliebenen Zürchern bildeten sie ein neues reformiertes Heer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Heer zog durch das Reusstal in Richtung Zug. Auf dem Vormarsch kam es zu Plünderungen und Verwüstungen. Die zahlenmässig schwächeren Truppen der fünf Orte vermieden zunächst eine offene Feldschlacht und bezogen eine befestigte Stellung in der Umgebung von Inwil und Baar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierten Befehlshaber versuchten, die katholische Stellung durch ein Umgehungsmanöver zu bedrohen. Ein mehrere Tausend Mann starkes Heer zog über Sihlbrugg, Neuheim und Menzingen auf den Gubel, eine Anhöhe zwischen dem Ägerital und Menzingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlacht am Gubel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend des 23. Oktober 1531 schlugen nach zeitgenössischer Datierung etwa 5000 bis 6000 reformierte Soldaten in der Umgebung des Gubels ihr Nachtlager auf. Die Truppen waren nach dem anstrengenden Marsch und den Plünderungen des Tages nur unzureichend gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Gruppe katholischer Kämpfer aus Zug, Menzingen und dem Ägerital entschloss sich zu einem eigenmächtigen nächtlichen Angriff. Nach lokaler Überlieferung umfasste sie ungefähr 630 Mann. Die Angaben zu den Truppenstärken und Verlusten unterscheiden sich jedoch je nach Quelle erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober überraschten die katholischen Angreifer das reformierte Lager. In der Dunkelheit entstand Panik, und die zahlenmässig weit überlegenen reformierten Truppen konnten keine geordnete Verteidigung aufbauen. Sie wurden in die Flucht geschlagen und erlitten schwere Verluste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;oberaegeri-gubel&amp;quot;&amp;gt;Einwohnergemeinde Oberägeri: [https://www.oberaegeri.ch/geschichte/1761 Die Schlacht auf dem Gubel entscheidet den ersten eidgenössischen Religionskrieg], abgerufen am 27. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erfolg am Gubel entschied den Zweiten Kappelerkrieg endgültig zugunsten der fünf katholischen Orte. Das reformierte Heer zerfiel zunehmend, während Zürich und Bern unter politischen und wirtschaftlichen Druck gerieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedensverhandlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage am Gubel begannen Vertreter neutraler Orte und ausländischer Mächte mit der Vermittlung. Die fünf Orte verlangten die Auflösung des Christlichen Burgrechts, die Aufhebung des Ersten Kappeler Landfriedens und weitreichende Zugeständnisse in den Gemeinen Herrschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zürich führte die Verhandlungen seit dem 14. November ohne Bern und seine übrigen Verbündeten weiter. Am 16. November einigten sich Zürcher Gesandte und Vertreter der fünf Orte in Deinikon bei Baar auf einen vorläufigen Frieden. Die endgültige Urkunde zwischen Zürich und den fünf Orten wurde am 20. November 1531 in Zug gesiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bern gab seinen Widerstand auf, nachdem katholische Truppen durch die Freien Ämter bis an die Grenze des Berner Aargaus vorgedrungen waren und sich das Berner Heer zunehmend auflöste. Der Friedensvertrag zwischen Bern und den fünf Orten wurde am 24. November in Bremgarten gesiegelt. Basel, Schaffhausen und weitere reformierte Verbündete wurden später ebenfalls in die Friedensordnung einbezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;religionsfrieden-landfrieden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestimmungen des Zweiten Kappeler Landfriedens ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zweite Kappeler Landfriede bestätigte das Recht jedes souveränen eidgenössischen Ortes, die Konfession im eigenen Herrschaftsgebiet selbst zu bestimmen. Zürich musste damit seine Forderung aufgeben, in den katholischen Orten reformatorische Predigten zuzulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Gemeinen Herrschaften erhielten reformierte Gemeinden ausdrücklich die Möglichkeit, zum katholischen Glauben zurückzukehren. Das im Ersten Kappeler Landfrieden enthaltene Recht, die Reformation durch einen Mehrheitsbeschluss neu einzuführen, wurde dagegen nicht erneuert. Katholische Minderheiten erhielten einen besonderen Schutz und konnten die Wiederherstellung des katholischen Gottesdienstes verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebiete der Freien Ämter, Gaster und Weesen sowie die Stadt Rapperswil waren von den allgemeinen Regelungen ausgenommen und wurden weitgehend rekatholisiert. Auch der Fürstabt von St. Gallen wurde wieder in seine Herrschaftsrechte eingesetzt, während sich die Reformation in der Stadt St. Gallen und in Teilen des Toggenburgs behauptete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zürich musste seine neueren Bündnisse und damit insbesondere das Christliche Burgrecht auflösen. Der Erste Kappeler Landfriede verlor seine Gültigkeit. Ausserdem mussten Zürich und seine Verbündeten Entschädigungszahlungen zurückerstatten, die ihnen nach dem Konflikt von 1529 zugesprochen worden waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;religionsfrieden-landfrieden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konfessionelle Teilung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zweite Kappelerkrieg beendete die Hoffnung Zwinglis auf eine von Zürich geführte, weitgehend reformierte Eidgenossenschaft. Die Reformation blieb in Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen und weiteren Gebieten bestehen, konnte sich jedoch in der deutschsprachigen Schweiz vorerst nicht mehr wesentlich ausbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konfessionelle Grenze wurde durch den Friedensschluss weitgehend stabilisiert. Katholische und reformierte Orte blieben Mitglieder desselben eidgenössischen Bündnissystems, verfügten jedoch über eigene konfessionelle Bündnisse und unterschiedliche aussenpolitische Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches Gleichgewicht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg stärkte den politischen Einfluss der katholischen Orte innerhalb der Tagsatzung und in den Gemeinen Herrschaften. Dieses Übergewicht wurde im [[Erster Villmergerkrieg|Ersten Villmergerkrieg]] von 1656 nochmals bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst der Sieg Zürichs und Berns im [[Zweiter Villmergerkrieg|Zweiten Villmergerkrieg]] von 1712 veränderte das konfessionelle Machtverhältnis grundlegend. Der anschliessende Vierte Landfriede ersetzte wesentliche Bestimmungen des Zweiten Kappeler Landfriedens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;religionsfrieden-landfrieden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung der Zürcher Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Zwinglis Tod übernahm Heinrich Bullinger die Leitung der Zürcher Kirche. Unter ihm wurde die Reformation institutionell gefestigt. Bullinger setzte stärker als Zwingli auf theologische Verständigung und den Aufbau langfristiger Beziehungen zu anderen reformierten Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die militärische Niederlage führte in Zürich zugleich zu einer vorsichtigeren Politik gegenüber den übrigen eidgenössischen Orten. Der Versuch, konfessionelle Ziele mit militärischem und wirtschaftlichem Druck durchzusetzen, war gescheitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungskultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlacht bei Kappel wurde sowohl in der katholischen als auch in der reformierten Geschichtsschreibung unterschiedlich gedeutet. In Zürich stand lange der Tod Zwinglis als Märtyrer der Reformation im Mittelpunkt. Auf katholischer Seite wurden die Siege bei Kappel und am Gubel als Bewahrung des alten Glaubens verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kappel am Albis erinnert ein Denkmal an Zwingli und die Gefallenen der Schlacht. Auf dem Gubel entstand eine Schlachtkapelle, die zu einem katholischen Wallfahrtsort wurde. Im 19. Jahrhundert wurde dort das [[Kloster Maria Hilf auf dem Gubel|Kapuzinerinnenkloster Maria Hilf]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgenössische und spätere Chronisten hielten den Krieg in Texten und Bildern fest. Zu den wichtigen Berichten gehören Aufzeichnungen des Zürcher Artilleriehauptmanns [[Peter Füssli]] sowie Darstellungen von Heinrich Bullinger und [[Aegidius Tschudi]]. Die Schlacht bei Kappel wurde später auch in literarischen und künstlerischen Werken behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Erster Kappelerkrieg]]&lt;br /&gt;
* [[Kappeler Milchsuppe]]&lt;br /&gt;
* [[Schlacht bei Kappel]]&lt;br /&gt;
* [[Schlacht am Gubel]]&lt;br /&gt;
* [[Zweiter Kappeler Landfriede]]&lt;br /&gt;
* [[Reformation in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Huldrych Zwingli]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Bullinger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christian Bäder, Oliver Bangerter: &amp;#039;&amp;#039;Kappeler Kriege 1529/1531. Kampf um Vorherrschaft und Souveränität, ums Wort und den wahren Glauben.&amp;#039;&amp;#039; Au 2003.&lt;br /&gt;
* Helmut Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Der Zweite Kappeler Krieg. Die Krise der Schweizerischen Reformation.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1976.&lt;br /&gt;
* Gottfried W. Locher: &amp;#039;&amp;#039;Die Zwinglische Reformation im Rahmen der europäischen Kirchengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen und Zürich 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008903/ Kappelerkriege] im Historischen Lexikon der Schweiz&lt;br /&gt;
* [https://blog.nationalmuseum.ch/2021/10/zweiter-kappelerkrieg/ Der Zweite Kappelerkrieg] im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums&lt;br /&gt;
* [https://diglib.hab.de/content.php?dir=edoc%2Fed000227&amp;amp;distype=optional&amp;amp;metsID=edoc_ed000227_zweiter_kappeler_landfriede_einleitung&amp;amp;xml=einleitungen%2Fzweiter_kappeler_landfriede_einleitung.xml&amp;amp;xsl=einleitungen%2Feinleitung.xsl Edition und Erläuterungen zum Zweiten Kappeler Landfrieden]&lt;br /&gt;
* [https://www.oberaegeri.ch/geschichte/1761 Die Schlacht auf dem Gubel] auf der Website der Einwohnergemeinde Oberägeri&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krieg in der Schweizer Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformation in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Kantons Zug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1531]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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