<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de-CH">
	<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wohlen_AG</id>
	<title>Wohlen AG - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wohlen_AG"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Wohlen_AG&amp;action=history"/>
	<updated>2026-08-14T16:35:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.46.0</generator>
	<entry>
		<id>https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Wohlen_AG&amp;diff=2816&amp;oldid=prev</id>
		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «&#039;&#039;Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Wohlen im Kanton Aargau. Für die Gemeinde im Kanton Bern siehe Wohlen bei Bern.&#039;&#039;  {| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&quot; ! colspan=&quot;2&quot; | Wohlen |- ! Kanton | Aargau |- ! Bezirk | Bremgarten |- ! BFS-Nr. | 4082 |- ! Postleitzahlen | 5610 Wohlen&lt;br&gt;5611 Anglikon |- ! Höhe | 421 m ü. M. |- ! Fläche | 12,48 km² |- ! Einwohner | 18&#039;345 &lt;small&gt;(30. Juni 2026)&lt;/small&gt;…»</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://helvetia.wiki/de/index.php?title=Wohlen_AG&amp;diff=2816&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-08-14T12:43:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «&amp;#039;&amp;#039;Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Wohlen im Kanton Aargau. Für die Gemeinde im Kanton Bern siehe &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Wohlen_bei_Bern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wohlen bei Bern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Wohlen bei Bern&lt;/a&gt;.&amp;#039;&amp;#039;  {| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Wohlen |- ! Kanton | Aargau |- ! Bezirk | Bremgarten |- ! BFS-Nr. | 4082 |- ! Postleitzahlen | 5610 Wohlen&amp;lt;br&amp;gt;5611 Anglikon |- ! Höhe | 421 m ü. M. |- ! Fläche | 12,48 km² |- ! Einwohner | 18&amp;#039;345 &amp;lt;small&amp;gt;(30. Juni 2026)&amp;lt;/small&amp;gt;…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Wohlen im Kanton Aargau. Für die Gemeinde im Kanton Bern siehe [[Wohlen bei Bern]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Wohlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kanton&lt;br /&gt;
| Aargau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bezirk&lt;br /&gt;
| Bremgarten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! BFS-Nr.&lt;br /&gt;
| 4082&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Postleitzahlen&lt;br /&gt;
| 5610 Wohlen&amp;lt;br&amp;gt;5611 Anglikon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Höhe&lt;br /&gt;
| 421 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fläche&lt;br /&gt;
| 12,48 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
| 18&amp;#039;345 &amp;lt;small&amp;gt;(30. Juni 2026)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wohlen.ch/kennzahlenbevoelkerung Gemeinde Wohlen: Bevölkerungsstatistik], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Koordinaten&lt;br /&gt;
| 47.3519° N, 8.2775° E&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Website&lt;br /&gt;
| [https://www.wohlen.ch/ wohlen.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wohlen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (schweizerdeutsch &amp;#039;&amp;#039;Woole&amp;#039;&amp;#039;), zur Unterscheidung von [[Wohlen bei Bern]] häufig auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wohlen AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine Einwohnergemeinde im [[Kanton Aargau]]. Sie gehört zum [[Bezirk Bremgarten]] und liegt im [[Freiamt]] im Tal der [[Bünz]]. Zur Gemeinde gehört neben dem eigentlichen Ort Wohlen auch das nordwestlich gelegene [[Anglikon]], das seit 1914 Teil der Gemeinde ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001681/ Wohlen (AG)] im &amp;#039;&amp;#039;Historischen Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit mehr als 18&amp;#039;000 Einwohnerinnen und Einwohnern gehört Wohlen zu den grössten Gemeinden des Kantons Aargau und ist die bevölkerungsreichste Gemeinde des Freiamts. Der Ort erfüllt für das umliegende Gebiet wichtige Funktionen als regionales Zentrum für Handel, Bildung, Dienstleistungen, Verwaltung und Verkehr. Die Entwicklung Wohlens wurde seit dem späten 18. Jahrhundert besonders durch die international bedeutende Strohgeflecht- und Hutindustrie geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohlen liegt im südöstlichen Teil des Kantons Aargau im breiten [[Bünztal]]. Das Gemeindezentrum befindet sich auf rund 421 m ü. M. Die Gemeindefläche beträgt 1&amp;#039;248 Hektaren beziehungsweise 12,48 km². Nach Angaben der Gemeinde entfallen rund 42 Prozent der Fläche auf Siedlungsflächen, 31 Prozent auf Landwirtschaftsflächen und 27 Prozent auf Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geographie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wohlen.ch/kennzahlengeographie Gemeinde Wohlen: Geographiekennzahlen], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bünz]] durchquert das Siedlungsgebiet von Südosten nach Nordwesten. Östlich des Tales steigt das Gelände zum [[Wagenrain]] an. Dieser langgestreckte, teilweise bewaldete Höhenzug trennt das Bünztal vom [[Reusstal]]. Im Westen und Süden ist das Gelände deutlich flacher und wird neben den Siedlungsgebieten teilweise landwirtschaftlich genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet grenzt an [[Hägglingen]], [[Niederwil AG|Niederwil]], [[Fischbach-Göslikon]], [[Bremgarten AG|Bremgarten]], [[Waltenschwil]], [[Büttikon]], [[Villmergen]] und [[Dottikon]]. Wohlen liegt ungefähr zwischen den regionalen Zentren [[Lenzburg]], Bremgarten und [[Muri AG|Muri]]. Auch die Städte [[Aarau]] und [[Zürich]] sind aufgrund der Verkehrsanbindungen gut erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Siedlungsgebiet gehören neben dem dicht bebauten Zentrum zahlreiche Wohnquartiere sowie grössere Gewerbe- und Industriegebiete. Im Nordwesten liegt der Dorfteil [[Anglikon]], dessen bauliche Struktur teilweise noch den Charakter eines eigenständigen Dorfes erkennen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte und Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet von Wohlen war bereits lange vor der schriftlichen Überlieferung besiedelt. Archäologische Funde weisen unter anderem auf menschliche Aktivitäten während der Bronze- und Hallstattzeit hin. Besonders bedeutend sind Grabhügel aus der späten Hallstattzeit, die im 20. Jahrhundert untersucht wurden. Auch aus der Römerzeit sind Siedlungsspuren bekannt; auf dem heutigen Gemeindegebiet bestanden mehrere Gutshöfe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname ist 1178/79 als &amp;#039;&amp;#039;Vuolon&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Wolen&amp;#039;&amp;#039; urkundlich belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fruehesiedler&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wohlen.ch/geschichte/2236 Gemeinde Wohlen: Frühe Siedler], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name wird mit dem althochdeutschen Wortstamm &amp;#039;&amp;#039;Walh&amp;#039;&amp;#039; in Verbindung gebracht, mit dem alemannische Siedler romanischsprachige Bewohner oder Vorsiedler bezeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter bestanden auf dem Gebiet des heutigen Wohlen mehrere Siedlungskerne. Eine bedeutende Rolle spielte das [[Kloster Muri]], das in der Region umfangreichen Grundbesitz besass. Daneben verfügten auch die Herren von Wohlen über Besitz und Herrschaftsrechte. Die lokalen Siedlungskerne wuchsen erst allmählich zu einem zusammenhängenden Dorf zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1415 stand das Gebiet unter habsburgischem Einfluss. Nach der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen wurde Wohlen Teil der [[Freie Ämter|Freien Ämter]], einer [[Gemeine Herrschaft|Gemeinen Herrschaft]] der Alten Eidgenossenschaft. Nach dem Zweiten Villmergerkrieg von 1712 gehörte Wohlen zu den Unteren Freien Ämtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetik und Kanton Aargau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Zusammenbruch der alten eidgenössischen Ordnung im Jahr 1798 wurde Wohlen während der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] dem Kanton Baden zugeteilt. Seit der Gründung des heutigen [[Kanton Aargau|Kantons Aargau]] im Jahr 1803 gehört die Gemeinde zum Bezirk Bremgarten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohlen war zu dieser Zeit noch stark von Landwirtschaft und Handwerk geprägt. Aufgrund des Bevölkerungswachstums waren viele Kleinbauern auf zusätzliche Erwerbsmöglichkeiten angewiesen. Diese wirtschaftlichen Bedingungen bildeten einen wichtigen Ausgangspunkt für den Aufstieg der Strohflechterei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strohindustrie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strohgeflechtindustrie prägte Wohlen stärker als fast jeder andere Wirtschaftszweig. Aus dem häuslichen Flechten von Stroh entwickelte sich im 18. Jahrhundert zunächst ein Verlagssystem. Händler kauften die in Heimarbeit hergestellten Geflechte und verkauften sie zunehmend überregional.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strohgeschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wohlen.ch/geschichte/2266 Gemeinde Wohlen: Vom Strohflechten in der Not zur Heim- und Fabrikindustrie], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1783 wurde in Wohlen eine der ersten Handelsgesellschaften für Strohgeflechte gegründet. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zum Zentrum der schweizerischen Stroh- und Hutgeflechtindustrie. Wohler Unternehmen exportierten ihre Erzeugnisse in zahlreiche europäische Länder und später auch nach Übersee. Strohhüte, Geflechte und modische Garnituren aus dem Freiamt wurden unter anderem in den grossen Modezentren Europas und Nordamerikas gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Mechanisierung entstanden Fabriken, während gleichzeitig Heimarbeit weiterhin eine wichtige Rolle spielte. Unternehmerfamilien, die durch die Branche zu beträchtlichem Wohlstand gelangten, beeinflussten auch das Ortsbild. Villen, Fabrikgebäude und weitere Bauten aus dieser Zeit erinnern bis heute an die industrielle Blüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts verlor die Strohgeflechtindustrie zunehmend an Bedeutung. Änderungen der Mode, internationale Konkurrenz und neue Produktionsmethoden führten zum Niedergang der Branche. 1991 endete in Wohlen die industrielle Produktion von Strohgeflechten endgültig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte dieses Wirtschaftszweigs wird heute im [[Schweizer Strohmuseum]] dokumentiert. Das Museum befindet sich in der ehemaligen Villa Isler und geht auf das 1976 gegründete Freiämter Strohmuseum zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strohmuseum&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wohlen.ch/strohmuseum Gemeinde Wohlen: Schweizer Strohmuseum], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindung von Anglikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige territoriale Veränderung erfolgte zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die damalige selbstständige Gemeinde [[Anglikon]] geriet in finanzielle Schwierigkeiten und wurde durch einen Entscheid des Kantons mit Wohlen vereinigt. Die gemeinsame Gemeindeverwaltung nahm am 1. Januar 1914 ihre Tätigkeit auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;anglikon&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wohlen.ch/geschichte/199 Gemeinde Wohlen: Die Eingemeindung von Anglikon], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglikon bewahrte trotz der Eingemeindung teilweise seinen dörflichen Charakter und bildet heute einen räumlich erkennbaren Ortsteil von Wohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wandelte sich Wohlen von einem Industrieort zu einem vielseitigen regionalen Zentrum. Neben neuen Industriebetrieben gewannen Handel, Dienstleistungen, Bildung und öffentliche Einrichtungen an Bedeutung. Gleichzeitig entstanden zahlreiche neue Wohnquartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bevölkerungswachstum führte zu einer starken Ausdehnung des Siedlungsgebiets. Zwischen Wohlen und den umliegenden Gemeinden entstanden teilweise zusammenhängende Gewerbe- und Siedlungsräume. Besonders in Richtung [[Villmergen]] ist die traditionelle Gemeindegrenze im bebauten Gebiet kaum mehr wahrnehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2025 beschloss der Gemeinderat das räumliche Entwicklungsleitbild «Wohlen 2050». Es dient als strategische Grundlage für die weitere räumliche Entwicklung und die Revision der kommunalen Nutzungsplanung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rel&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wohlen.ch/entwicklungsleitbild Gemeinde Wohlen: Wohlen 2050 – Räumliches Entwicklungsleitbild], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohlen erlebte insbesondere während der Industrialisierung und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein starkes Bevölkerungswachstum. 1798 lebten knapp 1&amp;#039;400 Menschen im Ort. 1850 waren es bereits mehrere Tausend, 1970 wurde die Marke von 12&amp;#039;000 Einwohnern überschritten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2023 verzeichnete die Gemeinde 17&amp;#039;524 Einwohner, Ende 2024 waren es 17&amp;#039;897 und Ende 2025 bereits 18&amp;#039;223. Im Juni 2026 wurden 18&amp;#039;345 Einwohnerinnen und Einwohner registriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bevoelkerung&amp;quot; /&amp;gt; Damit ist Wohlen die grösste Gemeinde des Freiamts und gehört zu den bevölkerungsreichsten Gemeinden im gesamten Kanton Aargau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsstruktur ist durch die lange Industriegeschichte und die Zuwanderung aus verschiedenen Ländern geprägt. Neben der deutschsprachigen Mehrheit leben in Wohlen Menschen mit zahlreichen unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Hintergründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohlen gehört zu den Aargauer Gemeinden mit einem Gemeindeparlament. Die Legislative bildet der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerrat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Er besteht aus 40 Mitgliedern, die für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt werden. Der Einwohnerrat entscheidet unter anderem über kommunale Reglemente, Budget und Rechnung, grössere Bauprojekte sowie politische Vorstösse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohnerrat&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wohlen.ch/legislative Gemeinde Wohlen: Einwohnerrat], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive ist der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinderat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Er besteht aus fünf Mitgliedern und führt die Gemeinde politisch und strategisch. Zu seinen Aufgaben gehören die Umsetzung der Beschlüsse des Einwohnerrats, die Vorbereitung politischer Geschäfte sowie die Aufsicht über Verwaltung und Finanzhaushalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeinderat&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wohlen.ch/exekutive Gemeinde Wohlen: Gemeinderat], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Einwohnergemeinde besteht eine [[Ortsbürgergemeinde]], die insbesondere eigenes Vermögen und Grundeigentum verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohlen ist ein bedeutender Arbeitsplatzstandort im Freiamt. Die historische Strohindustrie ist verschwunden, doch die industrielle Tradition des Ortes blieb erhalten. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts siedelten sich unter anderem Unternehmen aus Maschinenbau, Elektrotechnik, Kunststoffverarbeitung, Verpackungstechnik und anderen Industriezweigen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist die Wirtschaftsstruktur breit gefächert. Neben Industrie- und Gewerbebetrieben spielen Detailhandel, Gesundheitswesen, Bildung, Finanz- und Unternehmensdienstleistungen sowie die öffentliche Verwaltung eine wichtige Rolle. Grössere Gewerbegebiete befinden sich insbesondere im Westen und Nordwesten des Siedlungsraums sowie im Übergangsgebiet in Richtung Villmergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine Grösse und zentrale Lage übernimmt Wohlen Versorgungsfunktionen für zahlreiche kleinere Gemeinden des Freiamts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohlen ist ein wichtiger Verkehrsknoten im südöstlichen Aargau. Zentral für den öffentlichen Verkehr ist der [[Bahnhof Wohlen AG|Bahnhof Wohlen]]. Er wurde 1874 im Zusammenhang mit dem Bau der [[Aargauische Südbahn|Aargauischen Südbahn]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die normalspurige Bahnstrecke bestehen Verbindungen in Richtung [[Lenzburg]], [[Aarau]], [[Rotkreuz ZG|Rotkreuz]] und weitere Zentren. Gleichzeitig ist Wohlen Ausgangspunkt der [[Bremgarten-Dietikon-Bahn]], die über [[Bremgarten AG|Bremgarten]] und das Reusstal nach [[Dietikon]] führt. Damit besteht eine direkte Verbindung zum westlichen Teil des Kantons Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof ist zudem ein bedeutender Knoten des regionalen Busverkehrs. Ergänzt wird das Angebot durch ein kommunales Ortsbusnetz, das verschiedene Wohn-, Schul-, Einkaufs- und Gewerbegebiete mit dem Bahnhof und dem Zentrum verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch bestand ausserdem die [[Wohlen-Meisterschwanden-Bahn]]. Sie verband Wohlen ab 1916 mit dem Seetal und wurde 1997 stillgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Individualverkehr ist Wohlen durch mehrere Kantonsstrassen mit Bremgarten, Villmergen, Lenzburg, Muri und dem Reusstal verbunden. Die nächstgelegenen Anschlüsse an das Nationalstrassennetz befinden sich ausserhalb des Gemeindegebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als regionales Zentrum verfügt Wohlen über ein umfangreiches Bildungsangebot. Neben Kindergärten, Primarschulen und Oberstufenschulen befinden sich in der Gemeinde mehrere Einrichtungen mit regionaler oder kantonaler Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Bedeutung ist die [[Kantonsschule Wohlen]], die 1976 eröffnet wurde und Schülerinnen und Schüler aus einem grossen Teil des Freiamts und angrenzender Regionen unterrichtet. Hinzu kommen Berufsbildungsangebote sowie eine regionale Musikschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung Wohlens als Bildungsstandort reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Bereits damals entstanden Einrichtungen, die nicht nur der lokalen Bevölkerung, sondern auch Jugendlichen aus den umliegenden Gemeinden offenstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kulturelle Erbe Wohlens ist eng mit seiner Geschichte als Industrie- und Regionalzentrum verbunden. Besonders sichtbar ist dies an den erhaltenen Villen und ehemaligen Fabrikgebäuden der Strohindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden kulturellen Einrichtungen gehört das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizer Strohmuseum]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in der Villa Isler. Seine Sammlung dokumentiert die Entwicklung der Strohgeflechtindustrie, ihre Produktionstechniken, den internationalen Handel und die gesellschaftlichen Auswirkungen auf das Freiamt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strohmuseum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges sakrales Bauwerk ist die katholische &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Pfarrkirche St. Leonhard (Wohlen)|Pfarrkirche St. Leonhard]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die Geschichte der Wohler Pfarrei reicht bis ins Mittelalter zurück. Die heutige Kirche entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Ebenfalls prägend für das Ortsbild ist die reformierte Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im historischen Zentrum sind verschiedene Gebäude aus dem 18., 19. und frühen 20. Jahrhundert erhalten. Sie zeigen den Wandel vom landwirtschaftlich geprägten Dorf zum Industrie- und Dienstleistungszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den landschaftlich interessanten Gebieten zählen die Wälder des Wagenrains. Dort befinden sich mehrere grosse Findlinge, darunter der [[Erdmannlistein]], der zu den bekannten Naturdenkmälern der Region gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohlen verfügt über zahlreiche Sportvereine und Sportanlagen. Ein Schwerpunkt liegt im Gebiet Niedermatten, wo verschiedene Anlagen für Fussball, Leichtathletik und weitere Sportarten zusammengefasst sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannteste Sportverein der Gemeinde ist der [[FC Wohlen]], der während verschiedener Perioden auch im schweizerischen Profifussball vertreten war. Daneben bestehen Vereine für Handball, Tennis, Leichtathletik, Turnsport, Eissport und zahlreiche weitere Sportarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Freizeitangebot gehören zudem das Freibad, Eissportanlagen, eine Minigolfanlage, ein Skaterpark sowie ein weitläufiges Netz von Spazier- und Velowegen in der Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für das Freiamt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohlen bildet gemeinsam mit [[Bremgarten AG|Bremgarten]] und [[Muri AG|Muri]] eines der wichtigsten Zentren des [[Freiamt|Freiamts]]. Aufgrund seiner Bevölkerungszahl, der Arbeitsplätze, der Schulen und der Verkehrsinfrastruktur besitzt die Gemeinde eine Bedeutung, die deutlich über das eigene Gemeindegebiet hinausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entwicklung von der landwirtschaftlich geprägten Siedlung über das international bekannte Zentrum der Strohindustrie bis zur modernen Agglomerationsgemeinde ist charakteristisch für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel des schweizerischen Mittellands seit dem 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Wohlen AG]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Bremgarten]]&lt;br /&gt;
* [[Freiamt]]&lt;br /&gt;
* [[Anglikon]]&lt;br /&gt;
* [[Bünz]]&lt;br /&gt;
* [[Aargauische Südbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Bremgarten-Dietikon-Bahn]]&lt;br /&gt;
* [[Kantonsschule Wohlen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Aargau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anne-Marie Dubler, Jean-Jacques Siegrist: &amp;#039;&amp;#039;Wohlen. Geschichte von Recht, Wirtschaft und Bevölkerung einer frühindustrialisierten Gemeinde im Aargau.&amp;#039;&amp;#039; Sauerländer, Aarau 1975.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wohlen (AG).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.wohlen.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Wohlen]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001681/ Wohlen (AG) im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.strohmuseum.ch/ Schweizer Strohmuseum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wohlen AG]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Bremgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiamt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1178]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
	</entry>
</feed>