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	<title>Wildspitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&quot; ! colspan=&quot;2&quot; | Wildspitz |- | colspan=&quot;2&quot; style=&quot;text-align:center;&quot; | Gipfelkreuz auf dem Wildspitz |- ! Höhe | 1579 m ü. M.&lt;br /&gt;häufig auf 1580 m gerundet |- ! Lage | Grenze zwischen den Kantonen Zug und Schwyz |- ! Gebirge | Schwyzer Alpen |- ! Bergkette | […»</title>
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		<updated>2026-08-03T11:10:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Wildspitz |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | &lt;a href=&quot;/de/Datei:Cross_at_the_summit_of_the_Wildspitz_(14217930132).jpg&quot; title=&quot;Datei:Cross at the summit of the Wildspitz (14217930132).jpg&quot;&gt;300px|Gipfelkreuz auf dem Wildspitz&lt;/a&gt; |- ! Höhe | 1579 m ü. M.&amp;lt;br /&amp;gt;häufig auf 1580 m gerundet |- ! Lage | Grenze zwischen den Kantonen &lt;a href=&quot;/de/Kanton_Zug&quot; title=&quot;Kanton Zug&quot;&gt;Zug&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;/de/Kanton_Schwyz&quot; title=&quot;Kanton Schwyz&quot;&gt;Schwyz&lt;/a&gt; |- ! Gebirge | &lt;a href=&quot;/de/Schwyzer_Alpen&quot; title=&quot;Schwyzer Alpen&quot;&gt;Schwyzer Alpen&lt;/a&gt; |- ! Bergkette | […»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Wildspitz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:Cross at the summit of the Wildspitz (14217930132).jpg|300px|Gipfelkreuz auf dem Wildspitz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Höhe&lt;br /&gt;
| 1579 m ü. M.&amp;lt;br /&amp;gt;häufig auf 1580 m gerundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lage&lt;br /&gt;
| Grenze zwischen den Kantonen [[Kanton Zug|Zug]] und [[Kanton Schwyz|Schwyz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gebirge&lt;br /&gt;
| [[Schwyzer Alpen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bergkette&lt;br /&gt;
| [[Rossberg]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gemeinden&lt;br /&gt;
| [[Unterägeri]] und [[Steinerberg]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gestein&lt;br /&gt;
| Nagelfluh, Sandstein, Siltstein und Mergel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Besonderheit&lt;br /&gt;
| Höchster Punkt des Kantons Zug&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Erschliessung&lt;br /&gt;
| Bergwanderwege, Berggasthaus&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Koordinaten&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|NS=47.08445|EW=8.577574|type=mountain|region=CH}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wildspitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein 1579 Meter hoher Berggipfel auf der Grenze zwischen den Kantonen [[Kanton Zug|Zug]] und [[Kanton Schwyz|Schwyz]] in der [[Zentralschweiz]]. Er bildet die höchste Erhebung des [[Rossberg]]s und zugleich den höchsten Punkt des Kantons Zug. In amtlichen und touristischen Veröffentlichungen wird seine Höhe häufig auf 1580 Meter über Meer gerundet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sac_wildspitz&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sac-cas.ch/de/huetten-und-touren/sac-tourenportal/wildspitz-rossberg-4050/ Wildspitz (Rossberg) 1579 m], Tourenportal des Schweizer Alpen-Clubs, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wildspitz liegt zwischen dem [[Ägerisee]] im Norden, dem [[Zugersee]] im Westen und dem [[Lauerzersee]] im Süden. Zusammen mit dem westlich gelegenen [[Gnipen]] und dem östlichen Chaiserstock gehört er zu den wichtigsten Erhebungen des Rossbergs. Die Bergkette ist vor allem durch den [[Bergsturz von Goldau]] von 1806 bekannt, dessen gewaltige Abrissnische an der Südflanke des Gnipen bis heute sichtbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knapp unterhalb des Gipfels steht das Berggasthaus Wildspitz. Die aussichtsreiche Lage, die gute Erreichbarkeit über ein dichtes Netz von Wanderwegen und die Nähe zu den Siedlungsräumen Zug, Schwyz und Zürich machen den Berg zu einem häufig besuchten Ausflugsziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wildspitz darf nicht mit der wesentlich höheren [[Wildspitze]] in den Ötztaler Alpen in Österreich verwechselt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gipfel befindet sich auf dem Hauptkamm des Rossbergs. Die Kantonsgrenze zwischen Zug und Schwyz folgt in diesem Gebiet weitgehend der Wasserscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordseite gehört zum Einzugsgebiet des Ägerisees. Das Wasser fliesst über den Hüribach und die [[Lorze]] weiter in den Zugersee beziehungsweise über die Reuss zur Aare. Die Südseite entwässert über kleinere Bäche in Richtung Steinerberg, Goldau und Lauerzersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Zuger Seite liegt der Wildspitz im Gebiet der Gemeinde Unterägeri. Die Schwyzer Seite gehört zur Gemeinde Steinerberg. Das Berggasthaus trägt deshalb eine Steinerberger Postadresse, obwohl der eigentliche Gipfel unmittelbar auf der Kantonsgrenze liegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;koordinaten_wildspitz&amp;quot;&amp;gt;[https://wildspitz.ch/contact/erreichbarkeit/ Erreichbarkeit und Koordinaten], Berggasthaus Wildspitz, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benachbarte Orte und Ausgangspunkte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Unterägeri im Norden&lt;br /&gt;
* Sattel im Nordosten&lt;br /&gt;
* Steinerberg im Südosten&lt;br /&gt;
* Arth-Goldau im Süden&lt;br /&gt;
* Walchwil im Westen&lt;br /&gt;
* die Hochfläche des Zugerbergs im Nordwesten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geografischen Koordinaten des Gipfels lauten 47° 05′ 04″ nördlicher Breite und 8° 34′ 39″ östlicher Länge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;koordinaten_wildspitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rossberg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rossberg ist eine langgestreckte Bergkette zwischen dem Zugerberg und dem Talkessel von Schwyz. Er gehört trotz seiner vergleichsweise geringen Höhe zu den landschaftlich besonders markanten Bergen der Zentralschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Gipfel der Kette sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gipfel&lt;br /&gt;
! Höhe&lt;br /&gt;
! Lage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gnipen]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 1567 m&lt;br /&gt;
| Westlicher Hauptgipfel über dem Abbruchgebiet des Goldauer Bergsturzes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wildspitz&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 1579 m&lt;br /&gt;
| Höchster Gipfel und höchster Punkt des Kantons Zug&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Chaiserstock&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | rund 1426 m&lt;br /&gt;
| Bewaldeter östlicher Gipfelbereich&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Gipfeln verläuft ein teilweise schmaler und aussichtsreicher Kamm. Der Übergang vom Gnipen zum Wildspitz ist Bestandteil mehrerer beliebter Bergwanderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördliche Abdachung des Rossbergs ist überwiegend bewaldet und von Alpweiden, Moorgebieten und einzelnen Landwirtschaftsbetrieben geprägt. Die Südseite fällt steil zum Talkessel von Schwyz und zum Lauerzersee ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Höhe und Bedeutung für den Kanton Zug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wildspitz ist der höchste natürliche Punkt des Kantons Zug. Der tiefste Punkt des Kantons befindet sich im Gebiet des Reussspitzes auf ungefähr 388 Metern über Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Höhenunterschied zwischen dem Reussspitz und dem Wildspitz beträgt damit fast 1200 Meter. Für den flächenmässig kleinen Kanton besitzt der Berg eine besondere symbolische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Gipfel stehen ein Gipfelkreuz und eine hölzerne Engelsfigur. Der sogenannte Ägeri-Engel weist auf den höchsten Punkt des Kantons hin. Die Figur wurde mehrfach durch Witterungseinflüsse beschädigt oder ersetzt. Seit 2020 steht dort erneut ein aus Lärchenholz gefertigter Engel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aegeriengel&amp;quot;&amp;gt;[https://wildspitz.ch/stiftung/engel/ Ägeri-Engel auf dem Wildspitz], Stiftung Wildspitz, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wildspitz gehört zur Kategorie der höchsten Punkte der Schweizer Kantone. Im Vergleich zu den alpinen Kantonen Wallis, Bern oder Graubünden ist seine Höhe gering. Durch die freie Lage über mehreren Seen bietet er dennoch eine aussergewöhnlich weite Aussicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rossberg gehört geologisch zur subalpinen Molasse. Seine Gesteine entstanden aus Ablagerungen, die Flüsse während der Bildung der Alpen am Rand des damaligen Gebirges ablagerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch sind mächtige Schichten aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nagelfluh&lt;br /&gt;
* Sandstein&lt;br /&gt;
* Siltstein&lt;br /&gt;
* Mergel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nagelfluh ist ein natürliches Konglomerat aus gerundeten Geröllen, die durch ein feinkörniges Bindemittel miteinander verkittet sind. Das Gestein erinnert im Aussehen an Beton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Schichten fallen am Rossberg in südlicher Richtung ein. Harte Nagelfluh- und Sandsteinbänke wechseln mit weicheren, wasserempfindlichen Mergel- und Siltsteinschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese geologische Struktur ist für die Landschaft und die Naturgefahren des Rossbergs von entscheidender Bedeutung. Eindringendes Wasser kann die mergeligen Schichten aufweichen und ihre Festigkeit vermindern. Die darüberliegenden schweren Nagelfluhpakete können dadurch ihre stabile Unterlage verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Gestalt des Bergs wurde zusätzlich durch die eiszeitlichen Gletscher geprägt. Der Reussgletscher und seine Seitenarme trugen am Fuss des Rossbergs stützende Gesteinsschichten ab und versteilten die Hänge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bln_goldau&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/landschaft-fachinfo-daten/landschaftenvonnationalerbedeutung/bln_1607_bergsturzgebietvongoldau.pdf.download.pdf/1607_Bergsturzgebiet_von_Goldau.pdf BLN 1607 Bergsturzgebiet von Goldau], Bundesamt für Umwelt, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergsturz von Goldau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rossberg erlangte durch den Bergsturz von Goldau am 2. September 1806 landesweite Bekanntheit. Nach lang anhaltenden starken Regenfällen lösten sich an der Südflanke des Gnipen riesige Gesteinsmassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 36 Millionen Kubikmeter Nagelfluh und weitere Gesteine glitten auf einer aufgeweichten Mergelschicht talwärts. Die Felsmassen verschütteten Teile von Goldau, Röthen und Buosingen und erreichten den Lauerzersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
457 Menschen kamen ums Leben. Zahlreiche Wohnhäuser, Bauernhöfe, Kirchen und Landwirtschaftsflächen wurden zerstört. Der Bergsturz zählt zu den schwersten Naturkatastrophen der Schweizer Geschichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bln_goldau&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wildspitz selbst war nicht das Zentrum des Abrissgebiets. Er gehört jedoch zum gleichen geologischen Bergmassiv und liegt nur wenig östlich des Gnipen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Kammweg zwischen Gnipen und Wildspitz führt nahe an der oberen Abrisskante vorbei. Von dort sind die Schichtflächen, die Gleitbahn und die mächtigen Ablagerungen im Tal gut zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor 1806 ereigneten sich am Rossberg mehrere Berg- und Felsstürze. Ein prähistorischer Bergsturz erreichte den Raum Oberarth und Goldau. Im Jahr 1222 zerstörte ein weiteres Ereignis das Dorf Röthen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bln_goldau&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Berg wird deshalb bis heute geologisch untersucht und überwacht. Wandernde müssen insbesondere im Gebiet des Bergsturzes auf markierten Wegen bleiben und örtliche Sperrungen beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaftsschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wildspitz liegt am Rand beziehungsweise innerhalb des Gebiets «Bergsturzgebiet von Goldau», das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung als BLN-Objekt 1607 aufgeführt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schutzgebiet umfasst Teile der Kantone Zug und Schwyz zwischen Zugersee und Lauerzersee. Es enthält:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Abrissnische und Gleitbahn des Bergsturzes&lt;br /&gt;
* ausgedehnte Block- und Schuttfelder&lt;br /&gt;
* verschiedene Entwicklungsstadien der natürlichen Wiederbewaldung&lt;br /&gt;
* Trockenrasen und lichte Wälder&lt;br /&gt;
* Moore und Streuewiesen&lt;br /&gt;
* geologisch und paläontologisch bedeutende Aufschlüsse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sonnige Südflanke des Rossbergs ist aussergewöhnlich reich an Orchideen. Zu den auffälligsten Arten gehört der geschützte Frauenschuh. Daneben kommen verschiedene Knabenkräuter und weitere wärmeliebende Pflanzen vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wanderwege_orchideen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.schweizer-wanderwege.ch/de/das-wandern/das-wandern-1-2026/die-koenigin-der-taeuschungen Die Königin der Täuschungen], Schweizer Wanderwege, 2026, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzen dürfen nicht gepflückt oder ausgegraben werden. Das Verlassen der Wege kann empfindliche Standorte beschädigen und in steilen Bereichen zusätzliche Erosion auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vegetation rund um den Wildspitz unterscheidet sich je nach Exposition, Untergrund und Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der feuchteren Nordseite dominieren Fichten-, Tannen- und Buchenwälder. In den höheren Bereichen treten Bergahorn, Vogelbeere und verschiedene Straucharten hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den offenen Flächen liegen Alpweiden und Bergwiesen. Diese werden teilweise durch Rinder beweidet oder zur Heugewinnung genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der trockenen und südexponierten Seite des Rossbergs wachsen lichte Wälder, Gebüsche und artenreiche Trockenrasen. Der nährstoffarme, steinige Untergrund und die starke Sonneneinstrahlung schaffen Lebensräume für spezialisierte Pflanzenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Rossberggebiet kommen unter anderem vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frauenschuh&lt;br /&gt;
* verschiedene Orchideenarten&lt;br /&gt;
* Enziane&lt;br /&gt;
* Silberdistel&lt;br /&gt;
* Türkenbund&lt;br /&gt;
* Alpenrosen&lt;br /&gt;
* Mehlbeere&lt;br /&gt;
* Wacholder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die natürliche Wiederbesiedlung der Bergsturzflächen bietet ein anschauliches Beispiel für die ökologische Sukzession. Offene Felsflächen wurden zunächst von Flechten und Pionierpflanzen besiedelt, später folgten Gräser, Sträucher und Waldgesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tierwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgedehnten Wälder und wenig besiedelten Berggebiete bieten Lebensraum für zahlreiche Wildtiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den regelmässig vorkommenden Arten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Reh&lt;br /&gt;
* Rothirsch&lt;br /&gt;
* Gämse&lt;br /&gt;
* Fuchs&lt;br /&gt;
* Dachs&lt;br /&gt;
* Feldhase&lt;br /&gt;
* Eichhörnchen&lt;br /&gt;
* verschiedene Fledermausarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Fels- und Waldgebieten leben Greifvögel wie Mäusebussard, Turmfalke und gelegentlich Steinadler. Spechte, Waldkauz, Tannenhäher und zahlreiche Singvögel finden in den unterschiedlichen Waldtypen geeignete Lebensräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An feuchten Standorten und in den Mooren der nördlichen Rossbergregion kommen Amphibien, Libellen und weitere spezialisierte Tierarten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wildspitz besitzt aufgrund seiner freien Lage eine nahezu vollständige Rundsicht über die Zentralschweiz und Teile des Schweizer Mittellands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden liegen der Talkessel von Schwyz, der Lauerzersee, Goldau und die markanten Gipfel des [[Grosser Mythen|Grossen]] und [[Kleiner Mythen|Kleinen Mythen]]. Dahinter erscheinen die Glarner, Urner und Schwyzer Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Westen reicht der Blick über den Zugersee zur [[Rigi]], zum Pilatus und zum Vierwaldstättersee. Bei klarer Sicht sind weitere Gipfel der Berner Alpen erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden liegen das Ägerital, der Ägerisee, der Zugerberg und das Schweizer Mittelland. Im Nordosten sind die Hügelketten des Kantons Zürich und des Kantons St. Gallen sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussicht gilt als Hauptgrund für die Beliebtheit des Wildspitzes. Besonders im Herbst und Winter liegt das Mittelland häufig unter einer Nebeldecke, während der Gipfel in der Sonne liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berggasthaus Wildspitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knapp unterhalb des Gipfels steht das Berggasthaus Wildspitz, früher auch «Rossberg-Kulm» genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste grössere Gasthaus wurde 1888 durch die Sektion Rossberg des Schweizer Alpen-Clubs errichtet. Bereits im folgenden Jahr übernahm eine Stiftung den Betrieb beziehungsweise die Sicherung des Gebäudes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;staatsarchiv_gasthaus&amp;quot;&amp;gt;[https://query.staatsarchiv.sz.ch/detail.aspx?Id=333162 Rossberg-Kulm: Restaurant Wildspitz SAC], Staatsarchiv Schwyz, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gasthaus entwickelte sich zu einem wichtigen Stützpunkt für Wandernde, Skitourengänger und Ausflügler aus den Kantonen Zug und Schwyz. Historische Fotografien und Ansichtskarten zeigen, dass der Wildspitz bereits um 1900 stark besucht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. Januar 2000 brannte das damalige Gebäude vollständig nieder. Als Ursache gilt ein Kaminbrand, der möglicherweise mit Schäden durch den Sturm Lothar vom Dezember 1999 zusammenhing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ersatzbau wurde im Herbst 2002 eröffnet. Er umfasst Gastronomie, Übernachtungsmöglichkeiten und eine Aussichtsterrasse. Nach Angaben des Schweizer Alpen-Clubs stehen rund 24 Schlafplätze zur Verfügung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sac_wildspitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Berggasthaus befindet sich im Eigentum der Stiftung Wildspitz. Die Stiftung wurde 1989 gegründet, um das Gebäude vor spekulativen Eigentümerwechseln zu schützen und als öffentlich zugänglichen Stützpunkt für Bergbesuchende zu erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stiftung_wildspitz&amp;quot;&amp;gt;[https://wildspitz.ch/stiftung/ Stiftung Wildspitz], abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Gasthauses befindet sich ein kleiner, als «Schlupf» bezeichneter Raum, der Wandernden auch ausserhalb der regulären Öffnungszeiten einen einfachen Schutz und eine begrenzte Verpflegungsmöglichkeit bieten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erschliessung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Wildspitz führt keine öffentliche Seilbahn. Der Gipfel ist nur zu Fuss, mit Schneeschuhen, auf Tourenski oder über zugelassene Zufahrtswege mit dem Mountainbike erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut markierte Wege führen von mehreren Seiten hinauf. Wichtige Ausgangspunkte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Steinerberg und Obhäg&lt;br /&gt;
* Sattel und Halsegg&lt;br /&gt;
* Unterägeri&lt;br /&gt;
* Walchwil&lt;br /&gt;
* Zugerberg&lt;br /&gt;
* Arth-Goldau&lt;br /&gt;
* Oberwil bei Zug&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Motorfahrzeuge dürfen nicht bis zum Gipfel fahren. Ab Obhäg besteht ein grundsätzliches Fahrverbot. Zufahrten zum Gasthaus sind nur mit besonderer Bewilligung möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;erreichbarkeit_wildspitz&amp;quot;&amp;gt;[https://wildspitz.ch/contact/erreichbarkeit/ Viele Wege führen zum Wildspitz], Berggasthaus Wildspitz, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wanderrouten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Steinerberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vergleichsweise kürzeste übliche Aufstieg beginnt oberhalb von Steinerberg bei Obhäg. Der Weg führt über Wald, Bergweiden und die Obhägkapelle zum Rossbergkamm und weiter zum Gipfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Route ist besonders beliebt, weil sich der Ausgangspunkt bereits auf beträchtlicher Höhe befindet. Dennoch müssen mehrere steile Abschnitte überwunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinerberg ist mit der Bahn auf der Strecke Arth-Goldau–Biberbrugg erreichbar. Von der Bahnstation führen Wanderwege und lokale Strassen zu den höheren Ausgangspunkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Sattel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Sattel führt eine Route über die Halsegg auf den Wildspitz. Die Halsegg liegt auf dem Kamm zwischen Ägerital und Steinerberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg folgt teilweise dem bewaldeten Rücken und führt über offene Weiden zum Gipfel. Die Route wird im Winter auch als Ski- oder Schneeschuhtour begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Unterägeri ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Unterägeri bestehen mehrere Varianten. Eine Route führt über das Alpli, eine weitere durch das Hürital.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufstieg beginnt auf etwa 730 Metern über Meer und überwindet damit mehr als 800 Höhenmeter. Die Tour führt durch Wald, Alpgebiete und offene Kammabschnitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine häufig begangene Rundtour führt von Unterägeri zum Wildspitz und über eine andere Route wieder ins Ägerital zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Zugerberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lange Höhenwanderung vom Zugerberg führt über Früebüel, Pfaffenboden, Urzelenboden und weitere Alpgebiete zum Wildspitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bekannte Variante beginnt bei der Bergstation der Zugerbergbahn und endet nach dem Wildspitz-Abstieg in Unterägeri. Zug Tourismus gibt für diese Strecke eine Wanderzeit von ungefähr sechs Stunden und zwanzig Minuten an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zug_tourismus_wanderung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zug-tourismus.ch/de/tours/wanderung/wildspitzwanderung/ Wildspitzwanderung], Zug Tourismus, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Route ist weniger ein direkter Gipfelaufstieg als eine lange Überschreitung der Zuger Voralpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Goldau über den Gnipen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine landschaftlich und geologisch besonders interessante Route beginnt in Goldau. Sie führt durch oder am Rand des historischen Bergsturzgebiets hinauf zum Gnipen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gnipen verläuft der Weg entlang des Rossbergkamms weiter zum Wildspitz. Die Tour bietet Einblicke in die Abrissnische und die geologische Struktur des Bergsturzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne Stellen sind steil und ausgesetzt. Die Route setzt Trittsicherheit und geeignete Wetterverhältnisse voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Walchwil ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Walchwil führen mehrere lange Wege über die bewaldete Westseite des Rossbergs. Eine Variante steigt über Rufiberg und den Gnipen zum Wildspitz auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Höhenunterschied vom Zugersee bis zum Gipfel beträgt mehr als 1100 Meter. Die Tour ist deshalb konditionell anspruchsvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwierigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwierigkeit hängt stark von der gewählten Route ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewöhnliche Zugänge von Steinerberg, Sattel oder Unterägeri verlaufen überwiegend auf markierten Bergwanderwegen. Je nach Abschnitt entsprechen sie ungefähr den Schwierigkeitsgraden T2 bis T3 der SAC-Wanderskala.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kammweg über den Gnipen kann anspruchsvoller sein. Eine im SAC-Tourenportal erfasste Bergwanderroute wird mit T3+ bewertet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sac_wildspitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefahren entstehen durch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* steile und bei Nässe rutschige Gras- und Waldhänge&lt;br /&gt;
* vereiste Wege im Winter&lt;br /&gt;
* Gewitter und starke Winde am Kamm&lt;br /&gt;
* Nebel und eingeschränkte Orientierung&lt;br /&gt;
* instabile Felsbereiche nahe dem Bergsturzgebiet&lt;br /&gt;
* Lawinengefahr auf einzelnen Winterrouten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wandernde sollten aktuelle Wetter-, Schnee- und Wegverhältnisse beachten. Bergschuhe, ausreichende Kondition und Trittsicherheit sind auf den längeren Routen erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Winteraktivitäten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wildspitz wird auch im Winter besucht. Der Schweizer Alpen-Club beschreibt mehrere Skitouren sowie eine Schneeschuhroute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Skitouren führen unter anderem von Steinerberg, Sattel, Unterägeri und dem Zugerberg zum Gipfel. Die üblichen Schwierigkeiten liegen je nach Route im leichten bis wenig schwierigen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tour von Steinerberg umfasst ungefähr 990 Höhenmeter und benötigt für den Aufstieg in der Regel zweieinhalb bis drei Stunden. Von Sattel werden ungefähr 900 Höhenmeter überwunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sac_skitouren&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sac-cas.ch/de/huetten-und-touren/sac-tourenportal/wildspitz-rossberg-4050/skitouren/ Wildspitz: Skitouren], Schweizer Alpen-Club, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der relativ geringen Höhe ist die Schneelage wechselhaft. In milden Wintern sind Teile der Routen nicht durchgehend mit Schnee bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lawinengefahr darf trotz der voralpinen Lage nicht unterschätzt werden. Steile offene Hänge und eingewehte Bereiche können gefährlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mountainbike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rossberg ist auch ein Ziel für Mountainbiker. Fahrbare Routen führen von Unterägeri, Walchwil, Goldau und Steinerberg in die Nähe des Gipfels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anstiege sind teilweise sehr steil und erfordern eine gute Kondition. Auf schmalen Wanderwegen haben Fussgänger grundsätzlich Vorrang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht alle Wanderwege dürfen oder sollen mit Fahrrädern befahren werden. Lokale Signalisationen, Fahrverbote und Naturschutzbestimmungen sind zu beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf empfindlichen Böden und bei Nässe können Fahrräder erhebliche Erosionsschäden verursachen. Besonders im Bergsturzgebiet und in Moorlandschaften ist ein rücksichtsvolles Verhalten wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alpwirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die offenen Flächen rund um den Wildspitz werden seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt. Im Sommer weiden Rinder auf den Alpen und Bergweiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alpwirtschaft prägt das Landschaftsbild und verhindert, dass sämtliche offenen Flächen wieder bewaldet werden. Dadurch bleiben artenreiche Wiesen und Aussichtspunkte erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Wege entstanden ursprünglich als Zugänge zu Alpen, Ställen und Waldgebieten. Erst später wurden sie zu touristischen Wanderwegen ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wandernde müssen Weidezäune schliessen und Abstand zu Rindern halten. Besondere Vorsicht ist bei Mutterkühen und mitgeführten Hunden erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Ausflugstourismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zu Zug, Schwyz und den Bahnstationen von Arth-Goldau, Steinerberg und Sattel förderte den Ausflugstourismus bereits im späten 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eröffnung des ersten Gasthauses im Jahr 1888 wurde die Rossberg-Kulm zu einem beliebten Ziel für Alpenvereine, Schulklassen, Familien und Gesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historische Ansichtskarten zeigen das damalige Hotel mit grossen Besuchergruppen. Die Gäste stiegen zu Fuss oder teilweise mit Transporthilfen aus den umliegenden Tälern auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wurden Wirtschafts- und Zufahrtswege ausgebaut. Zeitweise bestand eine Material- beziehungsweise Transportseilbahn zwischen Schwand und dem Wildspitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Erschliessung blieb der Berg im Gegensatz zur benachbarten Rigi ohne touristische Bergbahn. Der Gipfel muss deshalb bis heute mit eigener Muskelkraft erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stiftung Wildspitz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stiftung Wildspitz entstand 1989 auf Initiative von Personen aus der Region und der SAC-Sektion Rossberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auslöser waren Befürchtungen, das historische Berggasthaus könnte verkauft, zweckentfremdet oder der Öffentlichkeit entzogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stiftung verfolgt insbesondere folgende Ziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erhaltung des Berggasthauses&lt;br /&gt;
* Sicherung eines öffentlich zugänglichen Stützpunkts&lt;br /&gt;
* Förderung des Wanderns und des Bergsports&lt;br /&gt;
* Schutz des regionalen Ausflugsziels&lt;br /&gt;
* Zusammenarbeit zwischen den Kantonen Zug und Schwyz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stiftungsrat sind Vertreter der benachbarten Gemeinden, der Kantone, der Korporationen und des Bergsports beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stiftung_wildspitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und regionale Identität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wildspitz ist für die Zuger Bevölkerung ein wichtiger Identifikationsort. Als höchster Punkt des Kantons erscheint er in touristischen Darstellungen, Schulmaterialien, Wanderführern und kantonalen Statistiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für Steinerberg, Sattel, Unterägeri und Walchwil besitzt der Berg eine lokale Bedeutung. Vereine und Schulklassen organisieren regelmässig Wanderungen zum Gipfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemeinsame Lage auf der Kantonsgrenze verbindet die Zuger und Schwyzer Regionen. Das Berggasthaus wird von Gästen aus beiden Kantonen genutzt und von einer regional breit abgestützten Stiftung getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturgefahren und Sicherheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den gewöhnlichen Gefahren einer Bergwanderung besitzt der Rossberg eine besondere geologische Dynamik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleinere Felsstürze, Rutschungen und Steinschläge sind auch nach dem Ereignis von 1806 möglich. An steilen Hängen können sich bei Starkregen neue Risse bilden oder lose Gesteinsmassen bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besuchende sollen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* markierte Wege nicht verlassen&lt;br /&gt;
* Absperrungen beachten&lt;br /&gt;
* bei Starkregen exponierte Hänge meiden&lt;br /&gt;
* keine Steine lösen oder über Abbruchkanten werfen&lt;br /&gt;
* Hunde in Schutz- und Weidegebieten kontrollieren&lt;br /&gt;
* Abfälle wieder mitnehmen&lt;br /&gt;
* Feuer nur an vorgesehenen Stellen entfachen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter kommen Lawinen, Schneeverwehungen und Vereisung hinzu. Die niedrige Höhe darf nicht zu einer Unterschätzung der Wetterverhältnisse führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wildspitz verbindet auf engem Raum mehrere für die Zentralschweiz typische Themen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die voralpine Landschaft zwischen Seen und Hochalpen&lt;br /&gt;
* die Grenze zwischen den Kantonen Zug und Schwyz&lt;br /&gt;
* die Geologie der subalpinen Molasse&lt;br /&gt;
* die Geschichte des Goldauer Bergsturzes&lt;br /&gt;
* artenreiche Wälder, Trockenrasen und Moorlandschaften&lt;br /&gt;
* traditionelle Alp- und Forstwirtschaft&lt;br /&gt;
* Wander-, Ski- und Mountainbiketourismus&lt;br /&gt;
* die Geschichte der Berggasthäuser und Alpenvereine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Höhe ist im schweizerischen Vergleich bescheiden. Als höchster Punkt des Kantons Zug, aussichtsreicher Gipfel und Teil einer der bekanntesten Bergsturzlandschaften des Landes besitzt der Wildspitz dennoch eine überregionale Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rossberg]]&lt;br /&gt;
* [[Gnipen]]&lt;br /&gt;
* [[Bergsturz von Goldau]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Zug]]&lt;br /&gt;
* [[Kanton Schwyz]]&lt;br /&gt;
* [[Unterägeri]]&lt;br /&gt;
* [[Steinerberg]]&lt;br /&gt;
* [[Zugerberg]]&lt;br /&gt;
* [[Lauerzersee]]&lt;br /&gt;
* [[Ägerisee]]&lt;br /&gt;
* [[Schwyzer Alpen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der höchsten Punkte der Schweizer Kantone]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Josef Niklaus Zehnder: &amp;#039;&amp;#039;Der Goldauer Bergsturz. Seine Zeit und sein Niederschlag&amp;#039;&amp;#039;. Schwyz.&lt;br /&gt;
* Albert Heim: &amp;#039;&amp;#039;Der Bergsturz von Goldau&amp;#039;&amp;#039;. Zürich.&lt;br /&gt;
* Bundesamt für Umwelt: &amp;#039;&amp;#039;BLN 1607 Bergsturzgebiet von Goldau&amp;#039;&amp;#039;. Bern.&lt;br /&gt;
* Schweizer Alpen-Club: &amp;#039;&amp;#039;SAC-Tourenportal: Wildspitz (Rossberg)&amp;#039;&amp;#039;. Bern.&lt;br /&gt;
* Stiftung Wildspitz: &amp;#039;&amp;#039;Chronik des Berggasthauses Wildspitz&amp;#039;&amp;#039;. Steinerberg.&lt;br /&gt;
* Kaspar Michel: &amp;#039;&amp;#039;Der Bergsturz von Goldau 1806. Geschichte einer Naturkatastrophe&amp;#039;&amp;#039;. Schwyz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://wildspitz.ch/ Website des Berggasthauses und der Stiftung Wildspitz]&lt;br /&gt;
* [https://www.sac-cas.ch/de/huetten-und-touren/sac-tourenportal/wildspitz-rossberg-4050/ Wildspitz im Tourenportal des Schweizer Alpen-Clubs]&lt;br /&gt;
* [https://www.zug-tourismus.ch/de/tours/wanderung/wildspitzwanderung/ Wildspitzwanderung bei Zug Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://map.geo.admin.ch/ Kartenviewer des Bundes]&lt;br /&gt;
* [https://www.schweizer-wanderwege.ch/ Schweizer Wanderwege]&lt;br /&gt;
* [https://www.goldauerbergsturz.ch/ Informationen zum Bergsturz von Goldau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wildspitz (Rossberg)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in den Schwyzer Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg im Kanton Zug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg im Kanton Schwyz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterägeri]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinerberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höchster Punkt eines Schweizer Kantons]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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