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	<title>Walliser Alpen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&quot; ! colspan=&quot;2&quot; | Walliser Alpen |- | colspan=&quot;2&quot; style=&quot;text-align:center;&quot; | Walliser Alpen mit dem Matterhorn |- ! Andere Namen | Penninische Alpen |- ! Französischer Name | Alpes valaisannes&lt;br /&gt;Alpes pennines |- ! Italienischer Name | Alpi Pennine |- ! Lage | Schweiz und Italien |- ! Regionen | Kanton Wallis, Aostatal,…»</title>
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		<updated>2026-08-03T09:28:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Walliser Alpen |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | &lt;a href=&quot;/de/Datei:Valais_Alps.jpg&quot; title=&quot;Datei:Valais Alps.jpg&quot;&gt;300px|Walliser Alpen mit dem Matterhorn&lt;/a&gt; |- ! Andere Namen | Penninische Alpen |- ! Französischer Name | Alpes valaisannes&amp;lt;br /&amp;gt;Alpes pennines |- ! Italienischer Name | Alpi Pennine |- ! Lage | &lt;a href=&quot;/de/Schweiz&quot; title=&quot;Schweiz&quot;&gt;Schweiz&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;/de/Italien&quot; title=&quot;Italien&quot;&gt;Italien&lt;/a&gt; |- ! Regionen | &lt;a href=&quot;/de/Kanton_Wallis&quot; title=&quot;Kanton Wallis&quot;&gt;Kanton Wallis&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Aostatal&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Aostatal (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Aostatal&lt;/a&gt;,…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Walliser Alpen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:Valais Alps.jpg|300px|Walliser Alpen mit dem Matterhorn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Andere Namen&lt;br /&gt;
| Penninische Alpen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Französischer Name&lt;br /&gt;
| Alpes valaisannes&amp;lt;br /&amp;gt;Alpes pennines&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Italienischer Name&lt;br /&gt;
| Alpi Pennine&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Lage&lt;br /&gt;
| [[Schweiz]] und [[Italien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Regionen&lt;br /&gt;
| [[Kanton Wallis]], [[Aostatal]], [[Piemont]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Teil der&lt;br /&gt;
| [[Westalpen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Höchster Gipfel&lt;br /&gt;
| [[Dufourspitze]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Höhe&lt;br /&gt;
| 4634 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bedeutende Massiven&lt;br /&gt;
| Monte Rosa, Mischabel, Weisshorn, Matterhorn, Grand Combin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wichtige Täler&lt;br /&gt;
| Mattertal, Saastal, Val d’Anniviers, Val d’Hérens, Val de Bagnes, Valtournenche, Val d’Ayas, Gressoneytal, Valsesia&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bedeutende Pässe&lt;br /&gt;
| Grosser St. Bernhard, Theodulpass, Monte-Moro-Pass, Simplonpass&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Koordinaten&lt;br /&gt;
| {{Coordinate|NS=45.9368|EW=7.8669|type=mountain|region=CH-VS}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walliser Alpen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Penninische Alpen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, sind eine Gebirgsgruppe der [[Westalpen]] auf dem Gebiet der Schweiz und Italiens. Sie erstrecken sich südlich des [[Rhonetal]]s über den [[Kanton Wallis]] sowie über Teile der italienischen Regionen [[Aostatal]] und [[Piemont]]. Mit der 4634 Meter hohen [[Dufourspitze]] im [[Monte-Rosa-Massiv]] besitzen sie den höchsten Punkt der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Walliser Alpen gehören einige der bekanntesten Berge der Welt. Neben dem Matterhorn und dem Monte Rosa zählen dazu das Weisshorn, der Dom, die Dent Blanche, der Grand Combin und das Breithorn. Keine andere grössere Gebirgsgruppe der Alpen weist eine vergleichbar hohe Konzentration von Viertausendern auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Alpenhauptkamm bildet auf weiten Strecken die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und Italien. Von ihm zweigen mächtige Seitenkämme nach Norden und Süden ab. Zwischen diesen Bergketten liegen tief eingeschnittene Täler, ausgedehnte Gletschergebiete und hoch gelegene Übergänge, die seit Jahrhunderten für Handel, Migration und kulturellen Austausch genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutschsprachige Name «Walliser Alpen» bezieht sich auf den Kanton Wallis, obwohl sich ein beträchtlicher Teil des Gebirges auf italienischem Staatsgebiet befindet. In der internationalen geografischen Literatur ist auch die Bezeichnung «Penninische Alpen» verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Begriff «Alpes valaisannes» kann je nach Zusammenhang nur den schweizerischen Teil oder die gesamte grenzüberschreitende Gebirgsgruppe bezeichnen. Daneben wird im Französischen «Alpes pennines» verwendet. Die italienische Bezeichnung lautet «Alpi Pennine».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name «Penninische Alpen» geht auf die lateinische Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Alpes Poeninae&amp;#039;&amp;#039; zurück. Diese war in der Antike besonders mit dem Gebiet des [[Grosser St. Bernhard|Grossen St. Bernhards]] verbunden. In römischen Quellen erscheint der Pass unter Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;Summus Poeninus&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geografische Abgrenzung ist nicht in allen Einteilungssystemen identisch. In einer häufig verwendeten engeren Definition reichen die Walliser Alpen vom Grossen St. Bernhard im Westen bis zum [[Simplonpass]] im Osten. In weiter gefassten Gliederungen beginnt die Gebirgsgruppe bereits am Grand Col Ferret und umfasst damit auch die Bergketten westlich des Grossen St. Bernhards.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage und Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Walliser Alpen bilden einen breiten Gebirgsbogen zwischen dem Rhonetal im Norden und den oberitalienischen Tälern im Süden. Ihr Hauptkamm verläuft zunächst ungefähr von Westen nach Osten und schwenkt im Gebiet des Monte Rosa nach Nordosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als geografische Grenzen gelten je nach verwendeter Einteilung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* im Norden das Rhonetal zwischen [[Martigny]] und [[Brig-Glis]]&lt;br /&gt;
* im Westen der Grosse St. Bernhard oder der Grand Col Ferret&lt;br /&gt;
* im Süden das Aostatal sowie die Täler der Sesia und des Toce&lt;br /&gt;
* im Osten der Simplonpass und das Val Divedro&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Rhonetals liegen die [[Berner Alpen]]. Westlich schliesst sich das Mont-Blanc-Massiv an, das je nach Gliederung den [[Grajische Alpen|Grajischen Alpen]] oder als eigenständige Gebirgsgruppe den Westalpen zugerechnet wird. Östlich des Simplonpasses beginnen die [[Lepontinische Alpen|Lepontinischen Alpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zentrale Alpenhauptkamm bildet die Wasserscheide zwischen dem Mittelmeer und der Adria. Die Gewässer der Schweizer Nordseite fliessen über die Rhone in das Mittelmeer. Auf der italienischen Seite gelangen sie über die Dora Baltea, die Sesia und den Toce in den Po und schliesslich in die Adria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Relief ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Relief wird durch aussergewöhnlich grosse Höhenunterschiede geprägt. Zwischen den Talböden im Rhonetal und den höchsten Gipfeln liegen mehr als 4000 Höhenmeter. Viele Seitenkämme steigen ohne vorgelagerte Hochflächen unmittelbar aus den Tälern zu vergletscherten Gipfeln auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptkamm liegt über weite Strecken höher als 3000 Meter. Zwischen dem Grand Combin und dem Monte Rosa wird er nur von wenigen tiefen Einsattelungen unterbrochen. Zahlreiche Übergänge sind vergletschert und nur zu Fuss oder im Rahmen alpiner Touren passierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch sind scharf ausgeprägte Grate, steile Felswände, Kare, Trogtäler und Moränenlandschaften. Ihre heutige Form entstand durch das Zusammenwirken tektonischer Hebung, Verwitterung und wiederholter Vergletscherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebirgsgruppen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einheitliche Unterteilung der Walliser Alpen besteht nicht. Alpenvereinsführer, geologische Karten und internationale Klassifikationen verwenden teilweise unterschiedliche Grenzen und Gruppennamen. Häufig werden folgende Massive und Gruppen unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grand-Combin-Gruppe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grand-Combin-Gruppe liegt im westlichen Teil der Walliser Alpen zwischen dem Grossen St. Bernhard und dem Val de Bagnes. Ihr höchster Punkt ist der 4314 Meter hohe Grand Combin de Grafeneire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Massiv besitzt mehrere stark vergletscherte Gipfel. Bekannte Gletscher sind der Corbassièregletscher, der Glacier de Boveire und der Glacier du Mont Durand. Nördlich des Massivs liegt der Ferienort Verbier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dent-Blanche- und Weisshorngruppe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Val d’Hérens, dem Val d’Anniviers und dem Mattertal erheben sich die Dent Blanche und das Weisshorn. Beide Berge weisen eine ausgeprägte pyramidenförmige Gestalt und lange, scharf geschnittene Grate auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 4506 Meter hohe Weisshorn gilt wegen seiner weitgehend regelmässigen Form als einer der eindrucksvollsten Berge der Alpen. Die 4357 Meter hohe Dent Blanche bildet einen markanten Mittelpunkt zwischen Zinal, Evolène und Zermatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Matterhorngebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Matterhorn]] erhebt sich zwischen Zermatt und Breuil-Cervinia. Seine vier steilen Wände und die nahezu frei stehende Pyramidenform machten den Berg zu einem weltweit bekannten Symbol der Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum weiteren Matterhorngebiet gehören unter anderem die Dent d’Hérens, das Obergabelhorn und das Zinalrothorn. Der Alpenhauptkamm verläuft in diesem Abschnitt entlang der schweizerisch-italienischen Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monte-Rosa-Massiv ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Monte Rosa ist das höchste Massiv der Walliser Alpen. Er besitzt zahlreiche Gipfel über 4000 Meter und eines der grössten zusammenhängenden Gletschergebiete der Westalpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dufourspitze erreicht 4634 Meter und ist der höchste Gipfel der Schweiz. Weitere bedeutende Erhebungen sind das Nordend, die Zumsteinspitze, die Signalkuppe, die Parrotspitze und die Ludwigshöhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der 4553 Meter hohen Signalkuppe steht die Capanna Regina Margherita. Sie gilt als höchstgelegene bewirtschaftete Schutzhütte Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mischabelgruppe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mischabelgruppe liegt zwischen dem Mattertal und dem Saastal. Ihr höchster Gipfel ist der 4546 Meter hohe [[Dom (Berg)|Dom]]. Er ist der höchste Berg, dessen gesamtes Massiv und Gipfelgebiet innerhalb der Schweiz liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Gipfel der Gruppe sind das Täschhorn, der Lenzspitze, das Nadelhorn, das Stecknadelhorn, das Hohberghorn, das Dürrenhorn und der Alphubel. Die Mischabel bildet eine mächtige, nach Norden verlaufende Seitenkette des Alpenhauptkamms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weissmiesgruppe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich des Saastals liegt die Weissmiesgruppe. Sie umfasst das Weissmies, das Lagginhorn und das Fletschhorn. Ihre östliche Begrenzung bildet je nach Klassifikation das Simplongebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe ist weniger stark vergletschert als Monte Rosa und Mischabel, besitzt jedoch zahlreiche klassische Hochtouren und Aussichtsgipfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Gipfel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Höhenangaben können sich durch neue Vermessungen geringfügig verändern. Die folgende Tabelle enthält eine Auswahl bedeutender Gipfel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gipfel&lt;br /&gt;
! Höhe&lt;br /&gt;
! Massiv oder Gruppe&lt;br /&gt;
! Staat beziehungsweise Grenzlage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dufourspitze]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4634 m&lt;br /&gt;
| Monte Rosa&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nordend]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4608 m&lt;br /&gt;
| Monte Rosa&lt;br /&gt;
| Schweiz/Italien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zumsteinspitze]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4563 m&lt;br /&gt;
| Monte Rosa&lt;br /&gt;
| Schweiz/Italien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Signalkuppe]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4553 m&lt;br /&gt;
| Monte Rosa&lt;br /&gt;
| Schweiz/Italien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dom (Berg)|Dom]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4546 m&lt;br /&gt;
| Mischabel&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Liskamm]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4527 m&lt;br /&gt;
| Monte-Rosa-Gebiet&lt;br /&gt;
| Schweiz/Italien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Weisshorn]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4506 m&lt;br /&gt;
| Weisshorngruppe&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Täschhorn]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4491 m&lt;br /&gt;
| Mischabel&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Matterhorn]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4478 m&lt;br /&gt;
| Matterhorngebiet&lt;br /&gt;
| Schweiz/Italien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dent Blanche]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4357 m&lt;br /&gt;
| Dent-Blanche-Gruppe&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Grand Combin de Grafeneire&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4314 m&lt;br /&gt;
| Grand-Combin-Gruppe&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zinalrothorn]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4221 m&lt;br /&gt;
| Weisshorngruppe&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alphubel]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4206 m&lt;br /&gt;
| Mischabel&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rimpfischhorn]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4199 m&lt;br /&gt;
| Allalingruppe&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Strahlhorn]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4190 m&lt;br /&gt;
| Allalingruppe&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Breithorn (Zermatt)|Breithorn]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; | 4164 m&lt;br /&gt;
| Monte-Rosa-Gebiet&lt;br /&gt;
| Schweiz/Italien&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Zahl der Viertausender hängt davon ab, ob Nebengipfel und Graterhebungen als selbständige Gipfel gezählt werden. Nach allen gebräuchlichen Definitionen befindet sich jedoch der grösste Teil der schweizerischen Viertausender in den Walliser Alpen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sac_dufour&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sac-cas.ch/de/huetten-und-touren/sac-tourenportal/dufourspitze-539/hochtouren/ Dufourspitze 4634 m], Schweizer Alpen-Club SAC, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sac_weisshorn&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sac-cas.ch/de/huetten-und-touren/sac-tourenportal/weisshorn-vs-2191/hochtouren/ Weisshorn 4506 m], Schweizer Alpen-Club SAC, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Täler ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweizer Seite ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördlichen Täler öffnen sich zum Rhonetal. Von Westen nach Osten gehören dazu insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Val d’Entremont mit dem Zugang zum Grossen St. Bernhard&lt;br /&gt;
* das Val de Bagnes mit Verbier und dem Lac de Mauvoisin&lt;br /&gt;
* das Val d’Hérémence&lt;br /&gt;
* das Val d’Hérens mit Evolène und Arolla&lt;br /&gt;
* das Val d’Anniviers mit Zinal, Grimentz und Saint-Luc&lt;br /&gt;
* das Turtmanntal&lt;br /&gt;
* das Mattertal mit Zermatt&lt;br /&gt;
* das Saastal mit Saas-Fee und Saas-Almagell&lt;br /&gt;
* das Simplongebiet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Täler sind durch hohe Seitenkämme voneinander getrennt. Direkte Strassenverbindungen zwischen benachbarten Tälern bestehen nur selten. Der Verkehr führt deshalb meist über das Rhonetal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Italienische Seite ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Südseite verlaufen die Täler überwiegend quer zum Alpenhauptkamm. Bedeutende Täler sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Valpelline&lt;br /&gt;
* die Valtournenche mit Breuil-Cervinia&lt;br /&gt;
* das Val d’Ayas&lt;br /&gt;
* das Lystal oder Gressoneytal&lt;br /&gt;
* die Valsesia&lt;br /&gt;
* das Valle Anzasca mit Macugnaga&lt;br /&gt;
* das Valle Antrona&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Täler des Aostatals entwässern über die Dora Baltea. Weiter östlich führen Sesia und Toce das Wasser zum Po.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gletscher ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Walliser Alpen sind stark vergletschert. Die grössten Eisflächen liegen im Monte-Rosa-Massiv, in der Mischabel, am Grand Combin sowie in den Hochgebieten zwischen dem Mattertal, dem Saastal und dem Val d’Anniviers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Gletschern gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der [[Gornergletscher]]&lt;br /&gt;
* der Grenzgletscher&lt;br /&gt;
* der Zmuttgletscher&lt;br /&gt;
* der Findelengletscher&lt;br /&gt;
* der Fee- und der Allalingletscher&lt;br /&gt;
* der Turtmanngletscher&lt;br /&gt;
* der Zinalgletscher&lt;br /&gt;
* der Moirygletscher&lt;br /&gt;
* der Ferpèclegletscher&lt;br /&gt;
* der Glacier du Mont Miné&lt;br /&gt;
* der Corbassièregletscher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gornergletscher entsteht aus mehreren Teilgletschern zwischen Monte Rosa, Liskamm, Castor, Pollux und Breithorn. Sein ausgedehntes Eisstromsystem prägte die Landschaft oberhalb von Zermatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gletscher dienen als natürliche Wasserspeicher. Ihr Schmelzwasser speist Flüsse, Stauseen und Wasserkraftanlagen. Gleichzeitig verändern sie durch Erosion und Ablagerung weiterhin die Hochgebirgslandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der Kleinen Eiszeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts ziehen sich nahezu alle Gletscher der Region zurück. Besonders starke Verluste traten in den warmen Jahren des frühen 21. Jahrhunderts auf. GLAMOS dokumentierte für die Schweizer Gletscher 2022 einen Verlust von ungefähr sechs Prozent und 2023 von weiteren vier Prozent des verbleibenden Eisvolumens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glamos_gletscher&amp;quot;&amp;gt;[https://doi.glamos.ch/pubs/glrep/glrep_143-144.pdf The Swiss Glaciers 2021/22 and 2022/23], Glacier Monitoring Switzerland, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Walliser Alpen gehören überwiegend zum Penninikum, einer der geologischen Haupteinheiten der Alpen. Ihre Gesteine entstanden in unterschiedlichen Bereichen des ehemaligen Tethys-Ozeans sowie an den Rändern der europäischen und adriatischen Kontinentalplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Alpenbildung wurden ozeanische Sedimente, Tiefseegesteine und Teile kontinentaler Kruste zusammengeschoben, verfaltet und als mächtige Decken übereinandergestapelt. Die heutige geologische Struktur ist deshalb ausserordentlich komplex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den häufigen Gesteinen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gneise und Glimmerschiefer&lt;br /&gt;
* Granit und Granodiorit&lt;br /&gt;
* Amphibolit&lt;br /&gt;
* Kalk- und Bündnerschiefer&lt;br /&gt;
* Serpentinit und andere ophiolithische Gesteine&lt;br /&gt;
* metamorph umgewandelte Sedimente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Monte-Rosa- und das Grand-Paradiso-Massiv bestehen zu einem wesentlichen Teil aus kristallinen Gesteinen kontinentaler Herkunft. Die dazwischenliegenden Zonen enthalten Überreste des ehemaligen penninischen Ozeanraums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Matterhorn bildet ein besonders bekanntes geologisches Beispiel. Sein Gipfelbereich besteht aus Gesteinen der Dent-Blanche-Decke, die ursprünglich zur adriatischen Kontinentalplatte gehörten. Diese Gesteine wurden während der Alpenbildung über tiefere penninische Einheiten geschoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die starke Hebung und anschliessende Erosion legten die unterschiedlichen Gesteinspakete frei. Gletscher und Flüsse formten daraus die heutigen Täler, Kare und Bergflanken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sac_geologie&amp;quot;&amp;gt;Jürg Meyer: [https://www.sac-cas.ch/fileadmin/Huetten_und_Touren/Tourenportal/Gesteinszonenkarten/2021_Helvetisch_Penninisch_Ostalpin_SAC.pdf Helvetisch – Penninisch – Ostalpin – Südalpin], Schweizer Alpen-Club SAC, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;swisstopo_tektonik&amp;quot;&amp;gt;[https://www.swisstopo.admin.ch/de/die-neue-tektonische-karte-bildet-die-geologie-der-ganzen-schweiz-ab Die Tektonische Karte der Schweiz], Bundesamt für Landestopografie swisstopo, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Walliser Alpen bilden eine ausgeprägte Klimaschranke. Feuchte Luftmassen aus Süden führen auf der italienischen Seite und am Alpenhauptkamm häufig zu hohen Niederschlagsmengen. Die inneralpinen Täler auf der Schweizer Nordseite liegen dagegen teilweise im Regenschatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale Rhonetal und die unteren Talhänge gehören zu den trockensten Gebieten der Schweiz. In höheren Lagen nehmen Niederschlag und Schneemenge deutlich zu. Oberhalb von etwa 3000 Metern kann Schnee auch im Sommer liegen bleiben, wobei die Dauer der Schneebedeckung infolge der Klimaerwärmung abnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch sind grosse Temperaturunterschiede zwischen sonnigen Südhängen, schattigen Nordseiten und vergletscherten Hochlagen. Der Föhn kann auf beiden Seiten des Alpenhauptkamms zu raschen Wetter- und Temperaturänderungen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Hochlagen herrscht ein nivales bis glaziales Klima. Stürme, intensive Sonneneinstrahlung, tiefe Temperaturen und rasche Wetterwechsel stellen hohe Anforderungen an Menschen, Tiere und Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pflanzen- und Tierwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grossen Höhenunterschiede schaffen zahlreiche Vegetationsstufen. In den tiefsten Lagen wachsen Reben, Obstbäume und trockenheitsangepasste Pflanzen. Darüber folgen Laub- und Nadelwälder, subalpine Matten, alpine Rasen sowie die nahezu vegetationsfreien Fels- und Eisregionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der trockenen Walliser Seite sind Lärchen, Föhren und Flaumeichen verbreitet. In höheren Lagen wachsen Arven, Alpenrosen, Enziane, Steinbrecharten und Polsterpflanzen. Viele Arten haben sich an kurze Vegetationsperioden, starke Winde und nährstoffarme Böden angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den charakteristischen Tierarten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alpensteinbock]]&lt;br /&gt;
* [[Gämse]]&lt;br /&gt;
* [[Alpenmurmeltier]]&lt;br /&gt;
* [[Schneehase]]&lt;br /&gt;
* [[Steinadler]]&lt;br /&gt;
* [[Bartgeier]]&lt;br /&gt;
* [[Alpenschneehuhn]]&lt;br /&gt;
* verschiedene Amphibien, Reptilien und Insektenarten der Trockenhänge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Steinbock war im 19. Jahrhundert in der Schweiz ausgerottet. Durch Wiederansiedlungen entstanden im 20. Jahrhundert erneut stabile Populationen, unter anderem in den Walliser Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besiedlung und Kulturlandschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dauerhaft bewohnten Siedlungen liegen überwiegend in den Tälern und an sonnigen Hängen. Landwirtschaft war wegen des steilen Geländes, des trockenen Klimas und der kurzen Vegetationszeit nur unter grossem Aufwand möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die traditionelle Wirtschaft beruhte auf Viehzucht, Alpwirtschaft, Getreidebau und saisonaler Nutzung verschiedener Höhenstufen. Familien zogen mit ihren Tieren im Jahresverlauf zwischen Talboden, Maiensässen und Hochalpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der trockenen Schweizer Seite entstanden kilometerlange Wasserleitungen, die als [[Suone]]n oder Bissen bezeichnet werden. Sie leiteten Schmelz- und Bachwasser zu Wiesen, Äckern und Rebhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische historische Gebäude sind Holzhäuser, Stadel und Speicher auf steinernen Sockeln. Runde Steinplatten zwischen Sockel und Holzkonstruktion erschwerten Nagetieren den Zugang zu den gelagerten Vorräten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Hochmittelalter an wanderten deutschsprachige [[Walser]] aus dem oberen Wallis über Gebirgspässe in benachbarte Alpenregionen aus. Auf der italienischen Südseite entstanden Walsergemeinden unter anderem im Gressoneytal, in der Valsesia und bei Macugnaga. Ihre Sprache und Baukultur sind dort teilweise bis heute erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alpenübergänge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grosser St. Bernhard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 2469 Meter hohe Grosse St. Bernhard gehört zu den ältesten bedeutenden Alpenübergängen. Er verbindet das Val d’Entremont mit dem Aostatal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in römischer Zeit führte eine wichtige Route über den Pass. Im Mittelalter entstand ein Hospiz zur Aufnahme von Pilgern und Reisenden. Der Pass ist zugleich mit der Geschichte der Bernhardinerhunde verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1964 ermöglicht der Grosse-St.-Bernhard-Tunnel eine ganzjährige Strassenverbindung unterhalb der Passhöhe. Die historische Passstrasse besitzt dagegen eine Wintersperre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sac_st_bernhard&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sac-cas.ch/de/huetten-und-touren/sac-tourenportal/col-du-grand-st-bernard-7981/schneeschuhtouren/ Col du Grand St-Bernard], Schweizer Alpen-Club SAC, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theodulpass ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der rund 3300 Meter hohe Theodulpass verbindet Zermatt mit Breuil-Cervinia. Trotz seiner grossen Höhe wurde er bereits in früher Zeit begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während klimatisch günstiger Perioden erleichterte eine geringere Vergletscherung den Übergang. Archäologische Funde belegen die Nutzung in verschiedenen historischen Epochen. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit diente der Pass dem lokalen Handel und dem Austausch zwischen dem Mattertal und dem Aostatal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monte-Moro-Pass ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Monte-Moro-Pass verbindet das Saastal mit dem Valle Anzasca und Macugnaga. Er spielte unter anderem bei der Ansiedlung deutschsprachiger Walser auf der italienischen Südseite eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute führt eine Etappe des Fernwanderwegs Monte-Rosa-Tour über den Pass. Auf der Passhöhe steht eine weithin sichtbare Marienstatue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Simplonpass ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Simplonpass bildet die östliche Begrenzung der Walliser Alpen. Er verbindet Brig mit dem Val Divedro und Domodossola.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übergang gewann im 17. Jahrhundert unter Kaspar Stockalper an wirtschaftlicher Bedeutung. Zwischen 1801 und 1805 liess Napoleon eine befahrbare Strasse über den Pass bauen. Heute führt die Nationalstrasse A9 über den Simplon.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls_simplon&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008806/ Simplonpass], Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Alpinismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Walliser Alpen spielten eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des modernen Alpinismus. Seit dem späten 18. Jahrhundert bereisten Naturforscher, Kartografen und wohlhabende Reisende die Walliser Täler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der sogenannten Goldenen Zeit des Alpinismus zwischen 1854 und 1865 wurden zahlreiche hohe Gipfel erstmals bestiegen. Einheimische Bergführer aus Zermatt, Saas, St. Niklaus, Zinal und anderen Bergdörfern trugen entscheidend zu diesen Erfolgen bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigen Erstbesteigungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Gipfel&lt;br /&gt;
! Jahr der Erstbesteigung&lt;br /&gt;
! Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dufourspitze]]&lt;br /&gt;
| 1855&lt;br /&gt;
| Höchster Gipfel der Schweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dom (Berg)|Dom]]&lt;br /&gt;
| 1858&lt;br /&gt;
| Höchster vollständig in der Schweiz gelegener Berg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Weisshorn]]&lt;br /&gt;
| 1861&lt;br /&gt;
| Bedeutender Erfolg der frühen Führeralpinistik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Matterhorn]]&lt;br /&gt;
| 1865&lt;br /&gt;
| Eine der bekanntesten Erstbesteigungen der Alpingeschichte&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erstbesteigung des Matterhorns durch eine Gruppe um Edward Whymper endete beim Abstieg in einer Katastrophe. Vier Teilnehmer stürzten über die Nordwand ab. Das Ereignis fand europaweit Beachtung und trug wesentlich zur Bekanntheit Zermatts bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Gründung alpiner Vereine entstanden Schutzhütten, markierte Zugangswege und systematisch beschriebene Routen. Der Beruf des Bergführers wurde im Wallis bereits im 19. Jahrhundert geregelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls_alpinismus&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016338/ Alpinismus], Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Walliser Alpen gehören zu den bedeutendsten Tourismusregionen Europas. Zermatt, Saas-Fee, Verbier, Crans-Montana, Grimentz, Zinal, Evolène und Breuil-Cervinia sind international bekannte Ferienorte. Crans-Montana liegt geografisch am Rand der Berner Alpen, dient jedoch ebenfalls als Ausgangspunkt für den südlichen Walliser Alpenraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer stehen Wandern, Bergsteigen, Klettern, Mountainbiken und Gletschertouren im Vordergrund. Mehrtägige Routen sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Haute Route von Chamonix nach Zermatt&lt;br /&gt;
* die Tour des Combins&lt;br /&gt;
* die Tour du Cervin&lt;br /&gt;
* die Tour Monte Rosa&lt;br /&gt;
* der Europaweg zwischen Grächen und Zermatt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter bilden Skifahren, Snowboarden, Skitouren und Schneeschuhwandern die wichtigsten Aktivitäten. Die hoch gelegenen Skigebiete von Zermatt und Saas-Fee besitzen teilweise Anlagen im Gletscherbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bergbahnen erschliessen Aussichtspunkte wie den Gornergrat, das Klein Matterhorn, den Mittelallalin und die Hannigalp. Die intensive touristische Nutzung führte jedoch auch zu Eingriffen in Landschaft und Ökosysteme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr und Erschliessung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Zufahrten auf der Schweizer Seite zweigen vom Rhonetal ab. Bahnverbindungen führen unter anderem nach Zermatt und in das untere Mattertal. Andere Seitentäler werden durch Buslinien und Strassen erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zermatt ist für den privaten motorisierten Verkehr weitgehend gesperrt. Reisende wechseln in Täsch auf die Bahn. Saas-Fee besitzt ebenfalls ein stark eingeschränktes motorisiertes Verkehrsregime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf italienischer Seite führen Strassen aus dem Aostatal in die Valtournenche, das Val d’Ayas und das Gressoneytal. Die Täler von Valsesia und Anzasca werden aus dem Piemont erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen vielen benachbarten Tälern bestehen keine direkten Strassen. Bergpässe und Wanderwege bewahren deshalb bis heute ihre Bedeutung für den lokalen und touristischen Austausch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wasserkraft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das starke Gefälle und die grossen Niederschlags- und Schmelzwassermengen schaffen günstige Bedingungen für die Wasserkraft. Mehrere Täler besitzen Stauseen und umfangreiche Kraftwerksanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Speicherseen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lac de Mauvoisin&lt;br /&gt;
* Lac des Dix&lt;br /&gt;
* Lac de Moiry&lt;br /&gt;
* Mattmarksee&lt;br /&gt;
* Stausee von Grande Dixence&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlagen liefern einen bedeutenden Beitrag zur schweizerischen Stromproduktion. Ihr Bau veränderte jedoch Landschaften, Gewässer und traditionelle Alpgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klimawandel stellt die Wasserwirtschaft vor neue Herausforderungen. Mit dem Rückgang von Schnee und Gletschern verändert sich die saisonale Verteilung des Abflusses. Langfristig wird im Sommer weniger Schmelzwasser zur Verfügung stehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bafu_wasser&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bafu.admin.ch/dam/de/sd-web/hVR2FJxQ6TfY/auswirkungen-des-klimawandels-auf-die-wasserwirtschaft-der-schweiz.pdf Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft der Schweiz], Bundesamt für Umwelt, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturgefahren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steile Hänge, Gletscher, Permafrost und starke Niederschläge führen zu einer Vielzahl von Naturgefahren. Dazu gehören Lawinen, Murgänge, Hochwasser, Steinschlag, Gletscherabbrüche und Bergstürze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siedlungen und Verkehrswege werden durch Schutzwälder, Lawinenverbauungen, Dämme, Galerien und Überwachungssysteme geschützt. Im Saastal, Mattertal und in weiteren Regionen werden instabile Felspartien und Gletscher laufend beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Erwärmung des Permafrosts können Felsflanken an Stabilität verlieren. Gleichzeitig entstehen im Vorfeld zurückweichender Gletscher neue Seen und grosse Mengen lockeren Gesteins. Dadurch verändern sich bestehende Gefahrenzonen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bafu_permafrost&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bafu.admin.ch/de/instabiler-permafrost-fuehrt-zu-haeufigeren-bergstuerzen Instabiler Permafrost führt zu häufigeren Bergstürzen], Bundesamt für Umwelt, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile der Walliser Alpen stehen unter nationalem, kantonalem oder kommunalem Schutz. Dazu gehören Moorlandschaften, Trockenwiesen, Gletschervorfelder, Auen, Jagdbanngebiete und alpine Lebensräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regionale Naturpark Pfyn-Finges umfasst neben dem Rhonetal auch Gebiete am Nordrand der Walliser Alpen. Weitere Schutzgebiete liegen im Val d’Hérens, im Val d’Anniviers, im Mattertal und im Saastal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf italienischer Seite bestehen regionale Naturparks und zahlreiche Schutzgebiete des europäischen Natura-2000-Netzes. Der Schutz richtet sich besonders auf seltene alpine Pflanzen, Wildtiere, Feuchtgebiete und geologisch bedeutende Landschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Naturschutz, Wasserkraft, Verkehr, Siedlungsentwicklung und Tourismus bestehen wiederholt Nutzungskonflikte. Eine zentrale Aufgabe ist deshalb die Verbindung wirtschaftlicher Nutzung mit dem langfristigen Erhalt der Hochgebirgslandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Walliser Alpen besitzen eine aussergewöhnliche geografische, ökologische und kulturelle Bedeutung. Sie umfassen den höchsten Punkt der Schweiz, zahlreiche Viertausender und einige der bekanntesten Bergformen der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebirgsgruppe prägte die Geschichte des Alpinismus, der Bergführerkultur und des alpinen Tourismus. Übergänge wie der Grosse St. Bernhard, der Theodulpass und der Simplon ermöglichten zugleich seit Jahrhunderten den Austausch zwischen dem Wallis und Oberitalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gletscher und Gebirgsbäche sind wichtige Bestandteile des Wasserhaushalts und der Energieversorgung. Ihre rasche Veränderung macht die Walliser Alpen heute zu einem besonders sichtbaren Schauplatz des Klimawandels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alpen]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizer Alpen]]&lt;br /&gt;
* [[Berner Alpen]]&lt;br /&gt;
* [[Lepontinische Alpen]]&lt;br /&gt;
* [[Dufourspitze]]&lt;br /&gt;
* [[Monte-Rosa-Massiv]]&lt;br /&gt;
* [[Matterhorn]]&lt;br /&gt;
* [[Mischabel]]&lt;br /&gt;
* [[Weisshorn]]&lt;br /&gt;
* [[Gornergletscher]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Viertausender in den Alpen]]&lt;br /&gt;
* [[Tourismus im Kanton Wallis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Michael Waeber: &amp;#039;&amp;#039;Walliser Alpen. Gebietsführer für Wanderer, Bergsteiger und Kletterer&amp;#039;&amp;#039;. Bergverlag Rother, München.&lt;br /&gt;
* Schweizer Alpen-Club: &amp;#039;&amp;#039;Alpinführer Walliser Alpen&amp;#039;&amp;#039;. Mehrere Bände, SAC-Verlag, Bern.&lt;br /&gt;
* Helmut Dumler und Willi P. Burkhardt: &amp;#039;&amp;#039;Viertausender der Alpen&amp;#039;&amp;#039;. Bergverlag Rother, München.&lt;br /&gt;
* Toni P. Labhart: &amp;#039;&amp;#039;Geologie der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. Ott Verlag, Thun.&lt;br /&gt;
* François Walter: &amp;#039;&amp;#039;Une histoire du Valais&amp;#039;&amp;#039;. Éditions Payot, Lausanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.sac-cas.ch/de/huetten-und-touren/sac-tourenportal/ Tourenportal des Schweizer Alpen-Clubs]&lt;br /&gt;
* [https://map.geo.admin.ch/ Kartenviewer des Bundes]&lt;br /&gt;
* [https://www.swisstopo.admin.ch/ Bundesamt für Landestopografie swisstopo]&lt;br /&gt;
* [https://www.glamos.ch/ Glacier Monitoring Switzerland]&lt;br /&gt;
* [https://www.valais.ch/ Touristische Informationen zum Wallis]&lt;br /&gt;
* [https://www.lovevda.it/ Touristische Informationen zum Aostatal]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pennine Alps}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge in den Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton Wallis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Aostatal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Piemont)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westalpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grenze zwischen Italien und der Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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