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	<title>Stadel ZH - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:310px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; |+ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadel ZH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; |- ! Kanton | Zürich |- ! Bezirk | Dielsdorf |- ! BFS-Nr. | 0100 |- ! Postleitzahl | 8174 Stadel bei Niederglatt&amp;lt;br /&amp;gt;8175 Windlach |- ! Höhe | rund 440 m ü. M. |- ! Fläche | rund 12,9 km² |- ! Ortsteile | Stadel, Windlach, Raat und Schüpfheim |- ! Einwohnerbezeichnung | Stadler, Stadlerin |- ! Website | [https://www.stadel.zh.ch www.stadel.zh.ch]…»&lt;/p&gt;
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|+ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadel ZH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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! Website&lt;br /&gt;
| [https://www.stadel.zh.ch www.stadel.zh.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadel ZH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine politische Gemeinde im [[Bezirk Dielsdorf]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]] in der Schweiz. Sie liegt im [[Zürcher Unterland]] nördlich von [[Dielsdorf]] und westlich des [[Flughafen Zürich|Flughafens Zürich]]. Der Zusatz «ZH» dient zur Unterscheidung von anderen Schweizer Orten mit dem Namen Stadel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur politischen Gemeinde gehören die Dörfer Stadel, Windlach und Raat sowie der Weiler Schüpfheim. Die heutige Gemeinde besteht in dieser Form seit 1907. Ihr Gebiet umfasst eine überwiegend ländliche Landschaft mit Ackerflächen, Wiesen, Wäldern, kleineren Feuchtgebieten und mehreren historischen Siedlungskernen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hlsstadel&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000080/ Historisches Lexikon der Schweiz: Stadel], abgerufen am 25. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadel entwickelte sich aus einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einem Wohnort im erweiterten Einzugsgebiet von Zürich, Bülach, Dielsdorf und dem Flughafen. Trotz des Bevölkerungswachstums blieben die einzelnen Dörfer räumlich voneinander getrennt und bewahrten teilweise ihre eigenen Ortsbilder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadel liegt im nördlichen Teil des Bezirks Dielsdorf auf einer leicht gewellten Hochfläche zwischen dem unteren [[Wehntal]], dem [[Neeracherried]] und dem [[Rafzerfeld]]. Das Gemeindegebiet gehört landschaftlich zum Übergangsraum zwischen dem Zürcher Unterland und den Höhenzügen entlang des Rheins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft wurde wesentlich durch die Eiszeiten geprägt. Gletscher und Schmelzwässer hinterliessen Moränen, Kiesflächen, Mulden und Trockentäler. Diese Geländeformen beeinflussten die Lage der Dörfer, die Landwirtschaft und den Verlauf der Verkehrswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort Stadel befindet sich auf einer leicht erhöhten Lage. Windlach liegt nordöstlich davon, während Raat und Schüpfheim westlich beziehungsweise nordwestlich des Hauptdorfes liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde grenzt an [[Bachs]], [[Steinmaur]], [[Neerach]], [[Hochfelden]], [[Glattfelden]], [[Weiach]] und weitere Gemeinden des Zürcher Unterlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft und Bodennutzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil des Gemeindegebiets wird landwirtschaftlich genutzt. Die offenen Flächen eignen sich besonders für Ackerbau, Viehzucht und Futterproduktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Böden bestehen je nach Lage aus Moränenmaterial, Kies, Lehm und jüngeren Ablagerungen. Auf den fruchtbaren Flächen werden unter anderem Getreide, Mais, Raps, Zuckerrüben und Futterpflanzen angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldgebiete befinden sich vor allem an den Rändern der Hochfläche, auf steileren Hängen und in weniger gut landwirtschaftlich nutzbaren Bereichen. Sie dienen der Holzproduktion, dem Natur- und Bodenschutz sowie der Erholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Dörfern bestehen weiterhin grössere unüberbaute Landschaftsräume. Sie tragen wesentlich zum ländlichen Charakter der Gemeinde bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsteile ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadel ist der Hauptort und Sitz der Gemeindeverwaltung. Das Dorf besitzt einen historischen Kern mit der reformierten Kirche, älteren Bauernhäusern und ehemaligen Gewerbebauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Wohnquartiere entstanden vor allem an den Dorfrändern. Der Hauptort verfügt über öffentliche Einrichtungen, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und verschiedene Dienstleistungsbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Windlach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Windlach liegt nordöstlich von Stadel. Das Dorf war zeitweise politisch von Stadel getrennt und wurde 1907 wieder mit der heutigen Gemeinde vereinigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hlswindlach&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003133/ Historisches Lexikon der Schweiz: Windlach], abgerufen am 25. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Siedlungskern besteht aus Bauernhäusern und Wohngebäuden entlang der Dorfstrassen. Seit dem späten 20. Jahrhundert entstanden zusätzliche Wohnquartiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Windlach besitzt eine eigene lokale Identität, die durch Vereine, Veranstaltungen und die räumliche Trennung vom Hauptort erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Raat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raat liegt in einem Trockental nördlich beziehungsweise nordwestlich des Stadlerbergs. Das Dorf besteht aus den zwei historischen Siedlungskernen Oberraat und Unterraat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde 1275 als &amp;#039;&amp;#039;in villa Rode&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Der Name weist wahrscheinlich auf eine Rodungssiedlung hin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hlsraat&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003123/ Historisches Lexikon der Schweiz: Raat], abgerufen am 25. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raat gehörte zunächst zur politischen Gemeinde Stadel. Von 1840 bis 1906 bildete es zusammen mit Schüpfheim die politische Gemeinde Raat-Schüpfheim. Seit 1907 gehört es wieder zu Stadel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schüpfheim ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüpfheim ist ein kleiner Weiler westlich von Raat. Er wurde 1301 als &amp;#039;&amp;#039;Schuffon&amp;#039;&amp;#039; erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hlsstadel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weiler besteht aus wenigen landwirtschaftlichen Betrieben und Wohnhäusern. Seine abgelegene Lage und die umgebenden Felder vermitteln ein besonders ländliches Erscheinungsbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüpfheim war im 19. Jahrhundert zusammen mit Raat Teil der politischen Gemeinde Raat-Schüpfheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname Stadel geht auf das althochdeutsche Wort &amp;#039;&amp;#039;stadal&amp;#039;&amp;#039; zurück. Es bezeichnete einen Speicher, eine Scheune oder ein landwirtschaftliches Wirtschaftsgebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name dürfte ursprünglich einen Hof oder eine kleine Siedlung bei einem auffälligen Speicherbau bezeichnet haben. Vergleichbare Orts- und Flurnamen kommen im gesamten alemannischen Sprachraum vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Unterscheidung von anderen Orten wird häufig die Form &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadel bei Niederglatt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verwendet. In amtlichen und enzyklopädischen Zusammenhängen ist auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadel ZH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadel (ZH)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet von Stadel war bereits vor der schriftlichen Überlieferung von Menschen genutzt. Die fruchtbaren Böden, Wasserstellen und Wälder boten günstige Voraussetzungen für Landwirtschaft und Viehzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde aus dem Zürcher Unterland weisen auf Siedlungen während der Jungsteinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit hin. Auch die Umgebung von Stadel lag innerhalb dieses frühen Siedlungsraums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutigen Dörfer entstanden wahrscheinlich im frühen Mittelalter aus alemannischen Höfen, kleineren Siedlungen und Rodungsgebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadel und seine heutigen Ortsteile wurden im Mittelalter zu unterschiedlichen Zeiten urkundlich erwähnt. Die Siedlungen gehörten zu verschiedenen Grundherrschaften und Gerichtsbezirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundbesitz und Abgabenrechte lagen bei weltlichen Adeligen, Klöstern, Stiften und später auch bei Bürgern der Stadt Zürich. Die bäuerliche Bevölkerung musste Zehnten, Zinsen und teilweise Frondienste leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadel gehörte zur Grafschaft Kyburg. Nach dem Aussterben der Grafen von Kyburg gelangten deren Gebiete an die Habsburger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. Jahrhundert kam das Gebiet unter die Herrschaft der Stadt Zürich. Es wurde Teil des sogenannten Neuamts, das mehrere Gemeinden des Zürcher Unterlands umfasste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hlsstadel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuamt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Neuamt war eine zürcherische Landvogtei beziehungsweise ein Verwaltungsgebiet. Es lag zwischen den älteren Herrschaften Regensberg und Kyburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwaltung wurde im Auftrag der Stadt Zürich durch Amtsträger und lokale Untervögte ausgeübt. Die Dörfer besassen innerhalb der herrschaftlichen Ordnung gewisse Selbstverwaltungsrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lokale Vorschriften regelten die Nutzung von Wald, Weiden, Allmend, Wasserläufen und Wegen. Für die landwirtschaftliche Bevölkerung waren gemeinschaftliche Nutzungsrechte von grosser wirtschaftlicher Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raat und Windlach entwickelten innerhalb dieser Ordnung eigene Dorfgemeinschaften. Die Bewohner regelten lokale Angelegenheiten teilweise unabhängig vom Hauptort Stadel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirche und Reformation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfarrkirche von Stadel war im Mittelalter das kirchliche Zentrum für die umliegenden Siedlungen. Raat und weitere Ortsteile gehörten seit langer Zeit zur Kirchgemeinde Stadel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Reformation in Zürich|Zürcher Reformation]] nahm die Bevölkerung in den 1520er-Jahren den reformierten Glauben an. Gottesdienst, Armenpflege und Schule wurden nach den Vorgaben der Zürcher Obrigkeit umgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchlicher Besitz ging teilweise an die Stadt Zürich über. Der Pfarrer wurde zum wichtigen Vertreter der staatlichen und kirchlichen Ordnung im Dorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach erneuert und umgebaut. Ihr Turm prägt bis heute das Ortsbild des Hauptdorfes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft und dörfliches Leben ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis weit ins 20. Jahrhundert lebte der grösste Teil der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Angebaut wurden Getreide, Hülsenfrüchte, Obst und zeitweise Wein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehzucht und Milchwirtschaft gewannen im 19. Jahrhundert an Bedeutung. Neben den Bauern bestanden Schmieden, Wagner, Schreiner, Müller, Schuhmacher und weitere Handwerksbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dörfer waren durch Feldwege miteinander verbunden. Grössere Märkte und Verwaltungsstellen befanden sich in Dielsdorf, Bülach, Eglisau und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Missernten, Viehseuchen, Brände und kriegerische Ereignisse konnten die wirtschaftliche Lage der Bevölkerung stark verschlechtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetische Republik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und der Gründung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] im Jahr 1798 endete die Herrschaft der Stadt Zürich über ihre Landgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadel, Windlach, Raat und Schüpfheim wurden zunächst in eine gemeinsame politische Gemeinde eingegliedert. Die neue Ordnung sollte die bisherigen Herrschafts- und Standesunterschiede beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenlegung erwies sich jedoch als konfliktanfällig. Unterschiedliche Vermögensverhältnisse, lokale Traditionen und die räumliche Trennung führten zu Spannungen zwischen den Dorfgemeinschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindetrennungen von 1840 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1840 wurden die politischen Verhältnisse neu geregelt. Windlach wurde wieder zu einer selbständigen politischen Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raat und Schüpfheim bildeten gemeinsam die politische Gemeinde Raat-Schüpfheim. Stadel bestand danach als eigene politische Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aufteilung war Teil einer breiteren Entwicklung im Kanton Zürich. Mehrere in der Helvetik geschaffene Grossgemeinden wurden im 19. Jahrhundert wieder getrennt, wenn ihre Ortsteile über eigenständige Vermögen und ausgeprägte lokale Identitäten verfügten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiedervereinigung von 1907 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleinen Gemeinden Windlach und Raat-Schüpfheim verfügten nur über begrenzte finanzielle und personelle Mittel. Die Erfüllung wachsender öffentlicher Aufgaben wurde dadurch zunehmend schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf kantonalen Druck und nach politischen Verhandlungen wurden Stadel, Windlach und Raat-Schüpfheim auf den Beginn des Jahres 1907 wieder zu einer politischen Gemeinde vereinigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hlsstadel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Dörfer blieben zunächst als Zivilgemeinden bestehen. Diese verwalteten eigenes Vermögen und lokale Einrichtungen wie Brunnen, Wege und Gemeindeland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raat und Windlach bildeten von 1906 bis 2009 eine gemeinsame Zivilgemeinde. Mit der Aufhebung der Zürcher Zivilgemeinden gingen deren Aufgaben und Vermögenswerte vollständig an die politische Gemeinde über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts blieb Stadel hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt. Die Einwohnerzahl wuchs nur langsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mechanisierung verringerte den Bedarf an landwirtschaftlichen Arbeitskräften. Gleichzeitig entstanden neue Arbeitsplätze in Bülach, Dielsdorf, Kloten, Zürich und später am Flughafen Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Strassen, Wasserversorgung, Kanalisation und Schulen ausgebaut. Neue Ein- und Mehrfamilienhäuser entstanden in allen grösseren Ortsteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Dörfer wuchsen jedoch nicht vollständig zusammen. Freiflächen und Landwirtschaftsland blieben zwischen Stadel, Windlach und Raat erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung seit 1990 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbesserte Verkehrsanbindung und die Nähe zum Flughafen machten Stadel zu einer attraktiven Wohngemeinde. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts entstanden zusätzliche Wohnüberbauungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wachstum führte zu Investitionen in Schulen, Kinderbetreuung, Gemeindeverwaltung, Strassen und weitere öffentliche Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig nahm der Druck auf Landwirtschaftsflächen, Ortsbilder und Naturgebiete zu. Die Raumplanung versucht deshalb, die Siedlungsentwicklung auf bereits erschlossene Gebiete zu konzentrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadel blieb bis weit ins 20. Jahrhundert eine kleine Landgemeinde. Seit den 1960er-Jahren nahm die Einwohnerzahl deutlich zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung verteilt sich auf mehrere räumlich voneinander getrennte Dörfer und Weiler. Der Hauptort Stadel und Windlach weisen die grössten zusammenhängenden Wohngebiete auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amtssprache ist Deutsch. Im Alltag wird überwiegend Zürichdeutsch gesprochen. Durch Zuwanderung sind zahlreiche weitere Sprachen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Reformation war die Bevölkerung lange fast vollständig evangelisch-reformiert. Im 20. und 21. Jahrhundert wuchsen die römisch-katholische, konfessionslose und andersgläubige Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle Angaben zur Einwohnerzahl und Bevölkerungsstruktur veröffentlicht der Kanton im Statistikportal «Zürcher Gemeinden in Zahlen».&amp;lt;ref name=&amp;quot;statistikzh&amp;quot;&amp;gt;[https://zgz.statistik.zh.ch/ Zürcher Gemeinden in Zahlen], abgerufen am 25. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeversammlung ist das oberste Organ der politischen Gemeinde. Die Stimmberechtigten entscheiden dort insbesondere über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Budget und Jahresrechnung;&lt;br /&gt;
* kommunale Erlasse;&lt;br /&gt;
* grössere Kredite;&lt;br /&gt;
* Grundstücksgeschäfte;&lt;br /&gt;
* Planungs- und Bauvorhaben;&lt;br /&gt;
* Mitgliedschaften in Zweckverbänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat bildet die Exekutive. Er führt die laufenden Geschäfte, beaufsichtigt die Gemeindeverwaltung und vertritt Stadel gegenüber Bund, Kanton und anderen Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politischen Behörden arbeiten bei zahlreichen Aufgaben mit den Nachbargemeinden zusammen. Dazu gehören Feuerwehr, Zivilschutz, Abwasserreinigung, soziale Dienste, Gesundheitsversorgung und regionaler Verkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die besondere Siedlungsstruktur mit mehreren Dörfern verlangt bei öffentlichen Investitionen eine ausgewogene Berücksichtigung der Ortsteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindewappen nimmt Bezug auf den Ortsnamen und die landwirtschaftliche Geschichte. Es zeigt ein stilisiertes Wirtschafts- beziehungsweise Speichergebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stadel war ursprünglich ein freistehender Speicher oder eine Scheune. Das Wappen gehört damit zu den redenden Gemeindewappen, bei denen das Bildmotiv den Ortsnamen veranschaulicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Darstellung wurde im Rahmen der Vereinheitlichung der Zürcher Gemeindewappen im 20. Jahrhundert festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadel besitzt eine gemischte Wirtschaftsstruktur. Landwirtschaft und lokales Gewerbe sind weiterhin sichtbar, während viele Einwohnerinnen und Einwohner ausserhalb der Gemeinde arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den örtlichen Tätigkeitsbereichen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft und Gemüsebau;&lt;br /&gt;
* Bau- und Ausbaugewerbe;&lt;br /&gt;
* Fahrzeug- und Maschinenbetriebe;&lt;br /&gt;
* Handel;&lt;br /&gt;
* Transport und Logistik;&lt;br /&gt;
* persönliche Dienstleistungen;&lt;br /&gt;
* Beratung und Informatik;&lt;br /&gt;
* öffentliche und soziale Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zum Flughafen Zürich, zu Bülach und zum Wirtschaftsraum Glattal bietet zahlreiche auswärtige Arbeitsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft prägt das Landschaftsbild und die Geschichte aller Ortsteile. Die offenen Flächen werden überwiegend als Ackerland, Wiesen und Weiden genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angebaut werden unter anderem Getreide, Mais, Raps, Zuckerrüben, Kartoffeln und Futterpflanzen. Viehzucht, Milchwirtschaft und Pferdehaltung ergänzen den Ackerbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Betriebe vermarkten ihre Produkte direkt. Hofläden und Selbstbedienungsstände bieten regionale Lebensmittel an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strukturwandel führte zu einer Abnahme der Zahl der Landwirtschaftsbetriebe. Die verbliebenen Höfe bewirtschaften grössere Flächen und setzen moderne Maschinen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewerbe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleinere Gewerbezonen und Betriebe befinden sich hauptsächlich an den Dorfrändern und entlang der regionalen Strassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die örtlichen Unternehmen versorgen die Bevölkerung mit handwerklichen und technischen Dienstleistungen. Grössere Einkaufs-, Industrie- und Dienstleistungszentren liegen in Bülach, Dielsdorf, Kloten und dem Glattal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentlicher Verkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadel besitzt keinen eigenen Bahnhof. Die Gemeinde wird durch regionale Bus- und Postautolinien erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Busverbindungen führen unter anderem nach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dielsdorf;&lt;br /&gt;
* Bülach;&lt;br /&gt;
* Niederglatt;&lt;br /&gt;
* Neerach;&lt;br /&gt;
* Hochfelden;&lt;br /&gt;
* Weiach;&lt;br /&gt;
* Kaiserstuhl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Bahnhöfen Dielsdorf, Niederglatt und Bülach bestehen Anschlüsse an die [[S-Bahn Zürich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der öffentliche Verkehr ist in den [[Zürcher Verkehrsverbund]] eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Strassen verbinden Stadel mit Dielsdorf, Bülach, Neerach, Weiach und dem Rafzerfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptverbindungen führen durch oder nahe an den historischen Dorfkernen. Durchgangsverkehr, landwirtschaftliche Fahrzeuge und der Pendlerverkehr beanspruchen deshalb teilweise dieselben Strassenräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Bülach und Kloten bestehen Anschlüsse an die Autobahnen A51 und A1. Die Stadt Zürich und der Flughafen sind mit dem Auto vergleichsweise gut erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde beschäftigt sich mit Verkehrsberuhigung, sicheren Schulwegen, Lärmschutz sowie der Verbesserung von Fuss- und Veloverbindungen zwischen den Ortsteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flughafen Zürich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadel liegt nordwestlich des Flughafens Zürich. Der Flughafen ist ein bedeutender Arbeitgeber für die Bevölkerung und beeinflusst die wirtschaftliche und räumliche Entwicklung der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Betriebsrichtung und Flugroute können Teile des Gemeindegebiets von Fluglärm betroffen sein. Flughafenplanung und Flugrouten sind deshalb auch für Stadel von kommunalpolitischem Interesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologisches Tiefenlager ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region Nördlich Lägern wurde vom Bund als Standortgebiet für ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2022 schlug die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle vor, das Tiefenlager im Gebiet Nördlich Lägern zu errichten. Als Standort der Oberflächenanlage wurde ein Gebiet beim Haberstal auf dem Gemeindegebiet von Stadel bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt löste in der Gemeinde und der weiteren Region intensive Diskussionen aus. Befürworter verweisen auf die geologische Eignung und die Notwendigkeit einer langfristigen Entsorgung. Kritiker äussern Bedenken hinsichtlich Sicherheit, Verkehr, Landschaft, Grundwasser und regionaler Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bewilligungsverfahren liegt beim Bund. Es umfasst sicherheitstechnische Prüfungen, öffentliche Mitwirkung und politische Entscheide. Die Gemeinde selbst entscheidet nicht allein über die Errichtung des Lagers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadel verfügt über Kindergärten und Primarschulangebote. Die Schulstandorte befinden sich hauptsächlich im Hauptort und dienen Kindern aus allen Ortsteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sekundarschule wird regional organisiert. Jugendliche besuchen Schulen in einer der umliegenden Gemeinden des Zürcher Unterlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen und Berufsschulen befinden sich unter anderem in Bülach, Dielsdorf, Kloten, Winterthur und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur familienergänzenden Betreuung gehören Tagesstrukturen, Mittagstische und weitere öffentliche oder private Angebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen und Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche Stadel bildet den historischen und räumlichen Mittelpunkt des Hauptdorfes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Kirche bestand bereits im Mittelalter. Das Gebäude wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach verändert, erweitert und erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchturm ist weithin sichtbar und prägt zusammen mit Pfarrhaus, Friedhof und älteren Bauernhäusern das Ortsbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchgemeinde umfasst traditionell auch Raat, Windlach und Schüpfheim. Heute ist sie Teil einer regional organisierten reformierten Kirchgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Bevölkerung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholische Bevölkerung gehört zu einer regionalen Pfarrei im Zürcher Unterland. Katholische Kirchen befinden sich in grösseren Nachbargemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben leben Angehörige freikirchlicher Gemeinschaften, anderer Religionen und konfessionslose Personen in der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historischer Dorfkern Stadel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zentrum von Stadel sind zahlreiche traditionelle Bauernhäuser erhalten. Typisch sind grosse Gebäude, die Wohnteil, Stall und Scheune unter einem gemeinsamen Dach vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Bauten wurden zu Wohnzwecken umgebaut. Dennoch ist die historische Siedlungsstruktur entlang der Dorfstrassen weiterhin erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche ist das wichtigste historische Einzelbauwerk des Hauptortes. Ihre erhöhte Lage und der Turm machen sie zu einer weithin sichtbaren Landmarke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchenareal bildet zusammen mit dem Friedhof und benachbarten historischen Gebäuden eine geschlossene Baugruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortskern Windlach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Windlach besitzt einen eigenen historischen Dorfkern mit Bauernhäusern und schmalen Dorfstrassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die räumliche Trennung von Stadel trug dazu bei, dass das Dorf seinen eigenständigen Charakter bewahren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberraat und Unterraat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Siedlungskerne von Raat veranschaulichen die historische Gliederung des Dorfes. Landwirtschaftliche Gebäude, Höfe und Freiflächen prägen das Ortsbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage in einem Trockental und die geringe moderne Überbauung verleihen Raat einen besonders ländlichen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schüpfheim ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kleine Weiler Schüpfheim besteht aus einer lockeren Gruppe von Höfen. Er liegt abseits der grösseren Verkehrswege und ist von Landwirtschaftsflächen umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Erholung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die offene Landschaft und die ausgedehnten Feld- und Waldwege bieten zahlreiche Möglichkeiten für Spaziergänge, Wanderungen und Velotouren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beliebte Routen führen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwischen Stadel und Windlach;&lt;br /&gt;
* durch Raat und Schüpfheim;&lt;br /&gt;
* in Richtung Bachs;&lt;br /&gt;
* zum Neeracherried;&lt;br /&gt;
* nach Weiach und ins Rafzerfeld;&lt;br /&gt;
* durch die Wälder an den Gemeindegrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geringe Siedlungsdichte ausserhalb der Dorfkerne ermöglicht weite Blicke über das Zürcher Unterland. Bei klarer Sicht sind von erhöhten Punkten Teile der Alpen und des Schwarzwaldes sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hecken, Waldränder, Hochstammobstgärten, Bachläufe und extensiv bewirtschaftete Wiesen bilden wichtige Lebensräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zum Neeracherried erhöht die Bedeutung der offenen Kulturlandschaft für Vögel. Greifvögel, Weissstörche und weitere Arten nutzen die Felder zur Nahrungssuche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vernetzungsprojekte sollen ökologische Verbindungen zwischen Wald, Landwirtschaftsflächen und Feuchtgebieten erhalten oder verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raumplanung, Landwirtschaft und Naturschutz stehen dabei teilweise in einem Spannungsverhältnis. Die Gemeinde und der Kanton müssen Siedlungsentwicklung, Infrastruktur und Landschaftsschutz aufeinander abstimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Vereinsleben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Ortsteile besitzen ein vielfältiges Vereinsleben. Viele Organisationen wirken in der gesamten politischen Gemeinde, während andere ihre Wurzeln in einem bestimmten Dorf haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Vereinsbereichen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Turnen und Sport;&lt;br /&gt;
* Fussball;&lt;br /&gt;
* Schiessen;&lt;br /&gt;
* Musik und Gesang;&lt;br /&gt;
* Feuerwehr;&lt;br /&gt;
* Familien- und Jugendangebote;&lt;br /&gt;
* Natur- und Landschaftsschutz;&lt;br /&gt;
* Dorf- und Quartiervereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereinsanlässe, Dorffeste, Konzerte und sportliche Veranstaltungen fördern den Austausch zwischen den Ortsteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuerwehr und Bevölkerungsschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerwehr ist regional organisiert und leistet Brandbekämpfung, technische Hilfe, Elementarschadenbewältigung und Unterstützung bei Verkehrsunfällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei grösseren Ereignissen arbeitet sie mit den Feuerwehren der Nachbargemeinden, der Stützpunktfeuerwehr Bülach, Rettungsdiensten und der Kantonspolizei Zürich zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadel gehört zudem zu einer regionalen Zivilschutzorganisation. Diese unterstützt die Bevölkerung bei Katastrophen, Notlagen, Unwettern und länger dauernden Versorgungsausfällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Raumplanung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde besitzt mehrere voneinander getrennte Siedlungskerne. Diese Struktur stellt besondere Anforderungen an Schulen, Strassen, Versorgung und öffentlichen Verkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Raumplanung verfolgt unter anderem folgende Ziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* massvolle Verdichtung innerhalb der bestehenden Bauzonen;&lt;br /&gt;
* Erhaltung der Trennung zwischen den Ortsteilen;&lt;br /&gt;
* Schutz historischer Dorfkerne;&lt;br /&gt;
* Sicherung von Landwirtschaftsflächen;&lt;br /&gt;
* Verbesserung des Fuss- und Veloverkehrs;&lt;br /&gt;
* Schutz von Gewässern und Naturflächen;&lt;br /&gt;
* Abstimmung mit dem geplanten Tiefenlager.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Baugebiete werden kontrovers diskutiert, da sie das Ortsbild und die Landschaft dauerhaft verändern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Stadel ZH verbunden sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karl Hafner (1878–1947), Jurist und Zürcher Regierungsrat;&lt;br /&gt;
* Angehörige lokaler Bauern-, Handwerker- und Politikerfamilien, die in den ehemaligen Gemeinden Stadel, Windlach und Raat-Schüpfheim wirkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Dielsdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Unterland]]&lt;br /&gt;
* [[Windlach]]&lt;br /&gt;
* [[Raat]]&lt;br /&gt;
* [[Schüpfheim ZH]]&lt;br /&gt;
* [[Neeracherried]]&lt;br /&gt;
* [[Nördlich Lägern]]&lt;br /&gt;
* [[Geologisches Tiefenlager]]&lt;br /&gt;
* [[Bachs]]&lt;br /&gt;
* [[Weiach]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.stadel.zh.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Stadel]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000080/ Stadel im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003123/ Raat im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003133/ Windlach im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://zgz.statistik.zh.ch/ Zürcher Gemeinden in Zahlen]&lt;br /&gt;
* [https://map.geo.admin.ch/ Kartenviewer des Bundes]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Stadel bei Niederglatt|Stadel ZH}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Dielsdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zürcher Unterland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im Mittelalter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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