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	<title>Sihlwald - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&quot; ! colspan=&quot;2&quot; | Sihlwald |- | &#039;&#039;&#039;Lage&#039;&#039;&#039; | Sihltal und Albis, Kanton Zürich |- | &#039;&#039;&#039;Bezirk&#039;&#039;&#039; | Bezirk Horgen |- | &#039;&#039;&#039;Typ&#039;&#039;&#039; | Naturwaldreservat, Naturerlebnispark |- | &#039;&#039;&#039;Fläche des Naturwaldreservats&#039;&#039;&#039; | ca. 970 ha |- | &#039;&#039;&#039;Vorherrschender Waldtyp&#039;&#039;&#039; | Buchenmischwald |- | &#039;&#039;&#039;Gewässer&#039;&#039;&#039; | Sihl |- | &#039;&#039;&#039;Forstwirtschaftliche Nutzung&#039;&#039;&#039; | seit 2000 e…»</title>
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		<updated>2026-08-14T12:51:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Sihlwald |- | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; | &lt;a href=&quot;/de/Sihltal&quot; title=&quot;Sihltal&quot;&gt;Sihltal&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;/de/Albis&quot; title=&quot;Albis&quot;&gt;Albis&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;/de/Kanton_Z%C3%BCrich&quot; title=&quot;Kanton Zürich&quot;&gt;Kanton Zürich&lt;/a&gt; |- | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bezirk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; | &lt;a href=&quot;/de/Bezirk_Horgen&quot; title=&quot;Bezirk Horgen&quot;&gt;Bezirk Horgen&lt;/a&gt; |- | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Typ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; | Naturwaldreservat, Naturerlebnispark |- | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fläche des Naturwaldreservats&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; | ca. 970 ha |- | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vorherrschender Waldtyp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; | Buchenmischwald |- | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewässer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; | &lt;a href=&quot;/de/Sihl&quot; title=&quot;Sihl&quot;&gt;Sihl&lt;/a&gt; |- | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forstwirtschaftliche Nutzung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; | seit 2000 e…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Sihlwald&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Sihltal]] und [[Albis]], [[Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bezirk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Horgen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Typ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Naturwaldreservat, Naturerlebnispark&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fläche des Naturwaldreservats&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ca. 970 ha&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vorherrschender Waldtyp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Buchenmischwald&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewässer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Sihl]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forstwirtschaftliche Nutzung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| seit 2000 eingestellt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schutzstatus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Naturerlebnispark – Park von nationaler Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nationales Label seit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 1. Januar 2010&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trägerschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Stiftung Wildnispark Zürich&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sihlwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein grossflächiges Waldgebiet im [[Kanton Zürich]] und bildet den zentralen Bestandteil des [[Wildnispark Zürich|Naturerlebnisparks Sihlwald]]. Er liegt südlich der Stadt Zürich im [[Sihltal]] und an den Hängen der [[Albis]]kette. Mit einem Naturwaldreservat von rund 970 Hektaren ist der Sihlwald das grösste Naturwaldreservat im Schweizer Mittelland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Naturwaldreservat&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald/naturwaldreservat Wildnispark Zürich: Naturwaldreservat], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 2000 wird der Wald nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt. Abgestorbene Bäume bleiben weitgehend stehen oder liegen, natürliche Verjüngung, Alterung und Zerfall werden nicht unterbunden. Dadurch entwickelt sich der ehemalige Wirtschaftswald schrittweise wieder zu einem Naturwald mit Strukturen, die langfristig jenen ursprünglicher mitteleuropäischer Wälder ähneln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Naturerlebnispark&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald Wildnispark Zürich: Naturerlebnispark Sihlwald], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Januar 2010 trägt das Gebiet als erster Park der Schweiz das Bundeslabel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;«Naturerlebnispark – Park von nationaler Bedeutung»&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald/geschichte-sihlwald Wildnispark Zürich: Geschichte Sihlwald], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Landschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sihlwald liegt rund 10 bis 15 Kilometer südlich des Zürcher Stadtzentrums. Er erstreckt sich vom Talboden der [[Sihl]] bis zu den bewaldeten Hängen und Höhen der Albiskette. Das Gebiet gehört zur Landschaft zwischen [[Zürichsee]], [[Knonauer Amt]] und dem Kanton Zug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Wald liegt hauptsächlich auf Gebieten heutiger Gemeinden des [[Bezirk Horgen|Bezirks Horgen]]. Die kantonale Schutzverordnung umfasst Flächen in [[Hausen am Albis]], [[Horgen]], [[Langnau am Albis]], [[Oberrieden]] und [[Thalwil]] sowie im Gebiet der ehemaligen Gemeinde [[Hirzel]], die seit 2018 zu Horgen gehört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KantonSchutz&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zh.ch/de/umwelt-tiere/naturschutz/naturschutzgebiete.html Kanton Zürich: Naturschutzgebiete und Schutzverordnungen], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sihl bildet das landschaftliche Rückgrat des Gebiets. Zwischen dem Fluss und dem Albisgrat bestehen grosse Höhenunterschiede, wodurch auf engem Raum verschiedene Standorte, Waldgesellschaften und Lebensräume entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sihlwald bildet zusammen mit dem Flussraum der Sihl, den bewaldeten Albishängen und weiteren naturnahen Flächen eine der bedeutendsten zusammenhängenden Naturlandschaften in unmittelbarer Nähe der Agglomeration Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Buchenmischwald ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der natürliche Waldtyp des Sihlwalds ist überwiegend ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buchenmischwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Wälder dieser Art bedeckten ursprünglich grosse Teile Mitteleuropas. Nach Angaben des Wildnisparks wäre auf rund 80 Prozent der Fläche Mitteleuropas ohne menschliche Eingriffe natürlicherweise Buchenwald oder Buchenmischwald verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Naturerlebnispark&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rotbuche]] ist deshalb eine der charakteristischen Baumarten des Sihlwalds. Daneben kommen unter anderem [[Esche]], Ahornarten, [[Weisstanne]] und weitere Laub- und Nadelbäume vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der jahrhundertelangen forstwirtschaftlichen Nutzung wurde die natürliche Zusammensetzung des Waldes teilweise verändert. Insbesondere die [[Gemeine Fichte|Fichte]], in der Schweiz häufig auch Rottanne genannt, wurde an zahlreichen Stellen gefördert. Sie ist jedoch für viele tiefere und wärmere Lagen des Mittellandes weniger gut geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Klimawandels sterben im Sihlwald zunehmend Fichten ab. Gemäss Auswertungen des Wildnisparks sind seit 2018 mehr als 30 Prozent der Rottannen im Sihlwald abgestorben. Auf den dadurch entstandenen Lichtungen entwickeln sich zunächst Pionierpflanzen und später wieder standortgerechtere Baumarten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fichten&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wildnispark.ch/de/allgemein/aktuelles/tschuess-fichte-771 Wildnispark Zürich: Tschüss Fichte!], 17. Juni 2026, abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturwald und Totholz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Merkmal des heutigen Sihlwalds ist der weitgehende Verzicht auf forstliche Eingriffe. Bäume werden nicht gefällt, weil sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, und abgestorbene Stämme werden normalerweise nicht aus dem Wald entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch nimmt der Anteil an stehendem und liegendem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Totholz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu. Dieses ist für natürliche Waldökosysteme von grosser Bedeutung. Zahlreiche Pilze, Insekten, Moose, Flechten und andere Lebewesen sind auf abgestorbenes Holz in verschiedenen Zerfallsstadien angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wald sind zunehmend alte Bäume, abgebrochene Stämme, Höhlenbäume und natürlich entstandene Lichtungen zu finden. Einzelne Bäume erreichen ein Alter von mehr als 200 Jahren. Im Sihlwald gibt es Baumriesen mit Höhen von über 50 Metern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Naturwaldangebot&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wildnispark.ch/de/parkbesuch/verpflegung/feuerstellen/offer-detail/der-naturwald-sihlwald-2891/poi/50455 Wildnispark Zürich: Der Naturwald Sihlwald], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sihlwald ist dennoch kein Urwald im wissenschaftlichen Sinn. Ein Urwald beziehungsweise Primärwald wäre ein Wald, der nie wesentlich durch den Menschen verändert worden ist. Der Sihlwald wurde dagegen während Jahrhunderten intensiv genutzt. Er ist heute ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sekundärwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der sich nach dem Ende der wirtschaftlichen Nutzung wieder weitgehend natürlich entwickeln kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Naturwaldreservat&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zunehmende Anteil alter Bäume und Totholz sowie die Vielfalt unterschiedlicher Waldstrukturen machen den Sihlwald zu einem wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tier-, Pflanzen- und Pilzarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet vorkommenden beziehungsweise dokumentierten Arten gehören unter anderem verschiedene Fledermäuse, Spechte, Amphibien, Insekten und zahlreiche Pilzarten. Auch der [[Biber]] kommt im Bereich der Sihl vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraFauna&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald/flora-und-fauna Wildnispark Zürich: Flora und Fauna im Sihlwald], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den charakteristischen Pflanzen gehört neben der Rotbuche beispielsweise der [[Bärlauch]], der im Frühling stellenweise grosse Flächen des Waldbodens bedeckt. Auch seltene Moose wie das Grüne Koboldmoos finden im Gebiet geeignete Lebensräume.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraFauna&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wertvoll ist der Sihlwald für Arten, die auf alte Wälder und lange ungestörte Entwicklungszyklen angewiesen sind. Viele dieser Lebensräume sind in intensiv bewirtschafteten Wäldern nur in geringerem Umfang vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung des Sihlwalds ist eng mit der Geschichte der Stadt [[Zürich]] verbunden. Bereits im Frühmittelalter spielten die Wälder beidseits der Sihl eine wirtschaftliche Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;853&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; übertrug König [[Ludwig der Deutsche]] seiner Tochter Hildegard, Äbtissin des [[Fraumünster]]s, den Hof Zürich und den Forst rechts der Sihl.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 14. Jahrhundert übernahm die Stadt Zürich Waldgebiete links der Sihl von den [[Habsburger]]n. Holz war für die wachsende Stadt von zentraler Bedeutung. Es wurde als Bauholz, Brennholz und Rohstoff für das Gewerbe benötigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1336 ist erstmals das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sihlamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise ein Sihlwaldmeister schriftlich erwähnt. Diese Institution war für die Verwaltung und Nutzung des Waldes zuständig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im 15. und 16. Jahrhundert galt der Sihlwald als besonders gut gepflegter Wirtschaftswald. Im Jahr &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1483&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde ein frühes Forstgesetz erlassen, das die Nutzung des Waldes regelte und die Rechte der umliegenden Bauern einschränkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Reformation übergab die letzte Äbtissin des Fraumünsters, [[Katharina von Zimmern]], im Jahr &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1524&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Besitzungen des Klosters und damit auch Waldgebiete an die Stadt Zürich. Dadurch verstärkte sich die Kontrolle der Stadt über den Sihlwald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Holzversorgung der Stadt Zürich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Jahrhunderten war der Sihlwald eine der wichtigsten Holzquellen Zürichs. Das geschlagene Holz wurde zunächst über die Sihl in Richtung Stadt transportiert. Bei geeignetem Wasserstand liess man die Stämme beziehungsweise Holzstücke flussabwärts treiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwaltung lag bei städtischen Beamten, den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sihlherren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Zu den bekanntesten gehörte der Dichter, Maler und Politiker [[Salomon Gessner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 17. Jahrhundert wurden erste systematische Pläne zur wirtschaftlichen Nutzung des Waldes entwickelt. Im 19. Jahrhundert setzte sich schrittweise eine auf dauerhaften Holzertrag ausgerichtete Forstwirtschaft durch. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Zürcher Forstmann [[Carl Anton Ludwig von Orelli]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 nahm im Weiler Sihlwald ein Werkbetrieb seinen Betrieb auf. Zeitweise arbeiteten und lebten dort rund hundert Personen. Neben Betriebsgebäuden bestanden auch eine Schule und eine Poststelle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bau der Strasse durch das Sihltal verlor die Flösserei an Bedeutung und wurde eingestellt. Ab &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1876&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; diente eine Waldeisenbahn dem Holztransport. Ihr Streckennetz erreichte zeitweise eine Länge von etwa 12 bis 20 Kilometern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Wirtschaftswald zum Naturwald ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grundlegende Neuorientierung des Sihlwalds begann in den 1980er-Jahren. Der damalige Zürcher Stadtforstmeister &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andreas Speich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entwickelte die Idee, auf die wirtschaftliche Nutzung eines grossen Waldgebiets zu verzichten und natürliche Prozesse wieder stärker wirken zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 begann das Projekt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Naturlandschaft Sihlwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das Konzept unterschied sich wesentlich von der klassischen Forstwirtschaft: Nicht eine bestimmte Menge Holz oder ein gewünschtes Waldbild sollten das Ziel sein, sondern die langfristige natürliche Entwicklung des Ökosystems.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 wurde der Werkplatz Sihlwald stillgelegt. Drei Jahre später entstand die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stiftung Naturlandschaft Sihlwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2000&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde die reguläre Waldpflege im gesamten vorgesehenen Sihlwald-Perimeter eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit begann eine Entwicklung, die über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg sichtbar werden soll. Da Buchen mehrere hundert Jahre alt werden können und die Entstehung urwaldähnlicher Strukturen sehr lange dauert, ist die Entwicklung des heutigen Sihlwalds als langfristiger Prozess angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzgebiet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 trat der Waldreservatvertrag für den Sihlwald in Kraft. Im selben Jahr wurde eine kantonale Verordnung zum Schutz des Sihlwalds als Natur- und Landschaftsschutzgebiet mit überkommunaler Bedeutung erlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;KantonSchutz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schutzbestimmungen unterscheiden verschiedene Zonen. In besonders empfindlichen Bereichen hat die natürliche Entwicklung Vorrang. Menschliche Aktivitäten werden dort stärker eingeschränkt als in Bereichen, die der Erholung und Vermittlung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale Naturwaldreservat umfasst rund &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;970 Hektaren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und ist damit das grösste Naturwaldreservat des Schweizer Mittellandes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Naturwaldreservat&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Park von nationaler Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Januar 2010&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erhielt der Sihlwald vom Bund das Label &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;«Naturerlebnispark – Park von nationaler Bedeutung»&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Er war der erste anerkannte Naturerlebnispark der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Naturerlebnispark&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept eines Naturerlebnisparks verbindet den Schutz natürlicher Prozesse mit Umweltbildung und einer gelenkten Erholungsnutzung. Im Unterschied zu einem [[Schweizerischer Nationalpark|Nationalpark]] ist der Sihlwald deshalb kein Nationalpark im rechtlichen Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bundeslabel wurde per 1. Januar 2020 um weitere zehn Jahre verlängert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Naturerlebnispark Sihlwald ist heute Bestandteil des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wildnisparks Zürich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, zu dem auch der [[Wildnispark Zürich Langenberg|Tierpark Langenberg]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stiftung Wildnispark Zürich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Stiftung Wildnispark Zürich entstand aus der 1994 gegründeten Stiftung Naturlandschaft Sihlwald. Zu ihrer Trägerschaft gehören die Stadt Zürich, die Gemeinden des Bezirks Horgen, der Kanton Zürich und [[Pro Natura Zürich]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Traegerschaft&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wildnispark.ch/de/allgemein/ueber-uns/traegerschaft Wildnispark Zürich: Trägerschaft], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Aufgaben der Stiftung gehören der Schutz natürlicher und naturnaher Waldökosysteme, die Förderung der natürlichen Walddynamik, Umweltbildung, Forschung und die Organisation einer mit den Naturschutzzielen vereinbaren Erholungsnutzung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Traegerschaft&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da grossflächige, nicht mehr bewirtschaftete Buchenmischwälder im Schweizer Mittelland selten sind, besitzt der Sihlwald eine besondere Bedeutung für die wissenschaftliche Forschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht werden beispielsweise Veränderungen der Baumarten, die Entwicklung von Totholz, die natürliche Verjüngung, die Auswirkungen von Stürmen und Trockenperioden sowie die Entwicklung von Tier-, Pflanzen- und Pilzgemeinschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die langjährige Beobachtung ermöglicht es, Prozesse zu dokumentieren, die in bewirtschafteten Wäldern durch regelmässige Eingriffe verändert oder unterbrochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sihlwald dient damit auch als Referenzgebiet für Fragen zur natürlichen Waldentwicklung und zur Reaktion mitteleuropäischer Wälder auf den [[Klimawandel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erholung und Besucherlenkung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seines Schutzstatus ist der Sihlwald ein bedeutendes Naherholungsgebiet für die Bevölkerung der Region Zürich. Zahlreiche Wanderwege erschliessen den Wald und die Albiskette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Schutzgebiet gilt jedoch der Grundsatz, dass die Natur Vorrang hat. Besonders in der Kernzone müssen Besucherinnen und Besucher auf den markierten Wegen bleiben. Dadurch sollen störungsempfindliche Tiere und die natürliche Vegetation möglichst wenig beeinträchtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für Velofahren, Reiten, Hunde, Feuer und weitere Freizeitaktivitäten gelten je nach Zone besondere Bestimmungen. Die Besucherlenkung soll ermöglichen, dass Naturentwicklung und Erholungsnutzung nebeneinander bestehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgestürzte Bäume und abgestorbene Äste gehören im Naturwald zum natürlichen Prozess. Deshalb kann sich das Begehen des Sihlwalds von einem gepflegten Wirtschaftswald unterscheiden. Wege können zeitweise durch Naturereignisse beeinflusst oder aus Sicherheits- und Naturschutzgründen gesperrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besucherzentrum Sihlwald ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Weiler Sihlwald an der Sihl befindet sich das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Besucherzentrum Sihlwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Es dient als Informations- und Bildungszentrum des Naturerlebnisparks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausstellung erläutert die Entwicklung des Gebiets vom intensiv genutzten Wirtschaftswald zum Naturwald. Weitere Angebote vermitteln Kenntnisse über Tiere, Pflanzen, ökologische Prozesse und die Geschichte des Sihlwalds.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Besucherzentrum&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wildnispark.ch/de/parkbesuch/besucherzentrum-sihlwald Wildnispark Zürich: Besucherzentrum Sihlwald], abgerufen am 14. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Umgebung des Besucherzentrums befinden sich unter anderem ein Walderlebnispfad, Spielmöglichkeiten, Rastplätze und Feuerstellen. Das Waldgebiet selbst ist grundsätzlich ganzjährig zugänglich, während das Besucherzentrum saisonale Öffnungszeiten hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Besucherzentrum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weiler Sihlwald verfügt über den [[Bahnhof Sihlwald]] an der [[Sihltalbahn]]. Damit ist das Gebiet direkt an den öffentlichen Verkehr des Grossraums Zürich angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahnlinie folgt im Wesentlichen dem Lauf der Sihl und ermöglicht einen direkten Zugang zum Besucherzentrum und zu verschiedenen Wanderwegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich bestehen Wanderverbindungen über den Albis nach [[Hausen am Albis]], zum [[Albispass]], zum [[Albishorn]] und in Richtung [[Horgen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sihlwald besitzt für die Schweiz eine besondere Stellung, weil sich hier ein sehr grosser ehemaliger Wirtschaftswald in unmittelbarer Nähe eines dicht besiedelten Ballungsraums ohne reguläre Holznutzung entwickeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet zeigt, wie sich ein mitteleuropäischer Buchenmischwald verändert, wenn natürliche Prozesse wie Wachstum, Konkurrenz, Alterung, Baumsturz und Zersetzung wieder weitgehend ohne menschliche Steuerung ablaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig ist der Sihlwald ein Beispiel dafür, wie Naturschutz, Forschung, Umweltbildung und Naherholung miteinander verbunden werden können. Seine Nähe zur Stadt Zürich ermöglicht es einer grossen Zahl von Menschen, die Entwicklung eines Naturwaldes unmittelbar zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wildnispark Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Wildnispark Zürich Langenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Sihl]]&lt;br /&gt;
* [[Sihltal]]&lt;br /&gt;
* [[Albis]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Sihlwald]]&lt;br /&gt;
* [[Hausen am Albis]]&lt;br /&gt;
* [[Horgen]]&lt;br /&gt;
* [[Langnau am Albis]]&lt;br /&gt;
* [[Naturschutz im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald Naturerlebnispark Sihlwald – Wildnispark Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald/naturwaldreservat Naturwaldreservat Sihlwald – Wildnispark Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/umwelt-tiere/naturschutz/naturschutzgebiete.html Naturschutzgebiete – Kanton Zürich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sihlwald}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutzgebiet im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Park von nationaler Bedeutung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Horgen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Langnau am Albis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausen am Albis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sihltal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Albis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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