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	<title>Schweizerische Centralbahn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «&#039;&#039;&#039;Schweizerische Centralbahn&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;&#039;SCB&#039;&#039;&#039;, zeitgenössisch auch &#039;&#039;&#039;S.C.B.&#039;&#039;&#039;) war eine der bedeutendsten privaten Eisenbahngesellschaften der Schweiz im 19. Jahrhundert. Sie wurde am 4. Februar 1853 mit Sitz in Basel gegründet und errichtete ein Bahnnetz, dessen wichtigster Knotenpunkt Olten war. Von dort führten ihre Hauptlinien in Richtung Basel, Bern, Luzern und Aarau. Damit schuf die SCB einen wesentlichen Teil des heutigen s…»</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schweizerische Centralbahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;SCB&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, zeitgenössisch auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S.C.B.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war eine der bedeutendsten privaten Eisenbahngesellschaften der &lt;a href=&quot;/de/Schweiz&quot; title=&quot;Schweiz&quot;&gt;Schweiz&lt;/a&gt; im 19. Jahrhundert. Sie wurde am 4. Februar 1853 mit Sitz in &lt;a href=&quot;/de/Basel&quot; title=&quot;Basel&quot;&gt;Basel&lt;/a&gt; gegründet und errichtete ein Bahnnetz, dessen wichtigster Knotenpunkt &lt;a href=&quot;/de/Olten&quot; title=&quot;Olten&quot;&gt;Olten&lt;/a&gt; war. Von dort führten ihre Hauptlinien in Richtung Basel, &lt;a href=&quot;/de/Bern&quot; title=&quot;Bern&quot;&gt;Bern&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;/de/Luzern&quot; title=&quot;Luzern&quot;&gt;Luzern&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;/de/Aarau&quot; title=&quot;Aarau&quot;&gt;Aarau&lt;/a&gt;. Damit schuf die SCB einen wesentlichen Teil des heutigen s…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schweizerische Centralbahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;SCB&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, zeitgenössisch auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S.C.B.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war eine der bedeutendsten privaten Eisenbahngesellschaften der [[Schweiz]] im 19. Jahrhundert. Sie wurde am 4. Februar 1853 mit Sitz in [[Basel]] gegründet und errichtete ein Bahnnetz, dessen wichtigster Knotenpunkt [[Olten]] war. Von dort führten ihre Hauptlinien in Richtung Basel, [[Bern]], [[Luzern]] und [[Aarau]]. Damit schuf die SCB einen wesentlichen Teil des heutigen schweizerischen Eisenbahnnetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft gehörte neben der [[Schweizerische Nordostbahn|Schweizerischen Nordostbahn]] (NOB), den [[Vereinigte Schweizerbahnen|Vereinigten Schweizerbahnen]] (VSB), der [[Jura-Simplon-Bahn]] und der [[Gotthardbahn]] zu den grossen privaten Bahngesellschaften, die das Schweizer Eisenbahnwesen vor der Gründung der [[Schweizerische Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen]] (SBB) prägten. Ende des 19. Jahrhunderts verfügte die Centralbahn über ein eigenes Netz von rund 333 Kilometern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sbbarchiv.ch/detail.aspx?ID=444968 Schweizerische Centralbahn SCB, Bestand PL_119], Archiv SBB Historic, abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 1. Januar 1901 wurde der Betrieb der SCB bereits auf Rechnung des Bundes geführt. 1902 ging die Gesellschaft endgültig in den neu geschaffenen Schweizerischen Bundesbahnen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBGeschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://company.sbb.ch/de/unternehmen/ueber-uns/geschichte.html Geschichte der SBB], Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Schweizerische Centralbahn&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkürzung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| SCB&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unternehmensform&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Aktiengesellschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gründung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 4. Februar 1853&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Basel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Betriebsaufnahme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 19. Dezember 1854&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtigster Knoten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Olten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spurweite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 1435 mm (Normalspur)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Netzlänge um 1902&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| rund 333 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verstaatlichung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 1901/1902&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nachfolgerin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Schweizerische Bundesbahnen (SBB)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verfügte die Schweiz noch über kein zusammenhängendes Eisenbahnnetz. Während in Grossbritannien, Frankreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern bereits zahlreiche Bahnlinien entstanden, wurde in der Schweiz lange über die Finanzierung, die Linienführung und insbesondere über die Frage gestritten, ob Eisenbahnen durch den Bund, die Kantone oder private Gesellschaften gebaut werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Grundlage für die spätere Entwicklung bildete eine vom Bundesrat in Auftrag gegebene Untersuchung der britischen Ingenieure [[Robert Stephenson]] und Henry Swinburne. Sie schlugen ein schweizerisches Eisenbahnnetz mit einem zentralen Kreuzungspunkt im Raum Olten vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Eisenbahngesetz von 1852 entschied sich der Bund grundsätzlich für den Bau und Betrieb der Eisenbahnen durch private Gesellschaften, wobei die Kantone die Konzessionen erteilten. Damit begann eine Phase intensiver Gründungen privater Bahngesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Basel entwickelte sich eine Gruppe von Unternehmern und Finanzleuten zu einer treibenden Kraft für eine Bahnverbindung zwischen der Rheinstadt und dem schweizerischen Mittelland. Zu den wichtigsten Initianten gehörten der Bankier &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Jakob Speiser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Achilles Bischoff und Karl Geigy.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Februar 1853 wurde die Schweizerische Centralbahn als Aktiengesellschaft mit Sitz in Basel gegründet. Ihr Hauptziel war der Aufbau eines Eisenbahnkreuzes mit Olten als Mittelpunkt. Von dort sollten Bahnlinien nach Basel, Bern, Luzern und in Richtung Zürich führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung stützte sich auf schweizerisches und ausländisches Kapital. Bedeutende Geldgeber waren insbesondere Pariser und Basler Bankhäuser. Auch die Kantone [[Basel-Stadt]] und [[Basel-Landschaft]] beteiligten sich am Unternehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahndaten&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bahndaten.ch/content/bahnen-detail/154/schweizerische-centralbahn Schweizerische Centralbahn], Bahndaten – Daten zu den Schweizer Bahnen 1847–1920, abgerufen am 9. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war ein Aktienkapital von 36 Millionen Franken vorgesehen. Zusätzlich sollten Anleihen im Umfang von 12 Millionen Franken aufgenommen werden. Bereits kurz nach der Gründung geriet die Gesellschaft jedoch in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Spekulationsverkäufe an der Pariser Börse liessen den Kurs der Aktien stark fallen. Der Wert der Papiere sank von ursprünglich 500 auf rund 200 Franken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahndaten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das tatsächlich einbezahlte Aktienkapital belief sich schliesslich nur auf rund 14,5 Millionen Franken. Die Kantone Luzern und Bern sowie verschiedene bernische Gemeinden unterstützten das Unternehmen mit Aktienkäufen und Subventionen. Weitere Finanzhilfen wurden später notwendig, um den Bau des Stammnetzes fortsetzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Bahnstrecke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strecke der Centralbahn wurde am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;19. Dezember 1854&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Basel]] und [[Liestal]] eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahndaten&amp;quot; /&amp;gt; Damit nahm die Gesellschaft weniger als zwei Jahre nach ihrer Gründung den regulären Eisenbahnbetrieb auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung sollte jedoch nicht in Liestal enden. Das eigentliche Ziel bestand darin, den Jura zu überwinden und Olten zu erreichen. Von dort aus konnte das schweizerische Mittelland in mehrere Richtungen erschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau erfolgte schrittweise über [[Sissach]] und [[Läufelfingen]] in Richtung Olten. Die Querung des Juras entwickelte sich dabei zum technisch anspruchsvollsten Abschnitt des gesamten Stammnetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauensteinlinie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Hauensteinlinie]] zwischen Basel und Olten war das wichtigste frühe Bauprojekt der Centralbahn. Besonders anspruchsvoll war der Abschnitt zwischen Läufelfingen und [[Trimbach SO|Trimbach]] mit dem rund 2,5 Kilometer langen [[Hauensteintunnel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke musste Steigungen von bis zu ungefähr 27 Promille überwinden. Sie gehörte zu den frühesten bedeutenden Gebirgs- beziehungsweise Passbahnen Europas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tunnelbau stellte die Ingenieure und Arbeiter vor erhebliche technische Schwierigkeiten. Die Arbeiten erfolgten unter Bedingungen, die nach heutigen Massstäben äusserst gefährlich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Mai 1857 ereignete sich beim Bau des Hauensteintunnels eine schwere Katastrophe. Ein Brand in einem Schacht führte zum Tod von insgesamt 63 Menschen. Das Unglück gehört zu den schwersten Ereignissen der frühen schweizerischen Eisenbahngeschichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1858 konnte die durchgehende Verbindung über den alten Hauenstein schliesslich eröffnet werden. Damit war Basel auf direktem Schienenweg mit Olten verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Hauensteinlinie verlor später einen Teil ihrer Bedeutung, nachdem die SBB 1916 den [[Hauenstein-Basistunnel]] zwischen [[Tecknau]] und [[Olten]] eröffnet hatten. Sie blieb jedoch als Bahnstrecke bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Olten als Eisenbahnknoten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl Oltens als zentraler Knotenpunkt war für die Entwicklung der Stadt von ausserordentlicher Bedeutung. Vor dem Eisenbahnbau war Olten eine vergleichsweise kleine Stadt an der [[Aare]]. Durch die Centralbahn entwickelte sie sich innerhalb weniger Jahre zu einem der wichtigsten Verkehrsknoten der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Bahnhof Olten entstanden Verbindungen in vier Hauptrichtungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nach Basel über den Hauenstein,&lt;br /&gt;
* nach Aarau und weiter in Richtung Zürich,&lt;br /&gt;
* nach Bern und in die Westschweiz,&lt;br /&gt;
* nach Luzern und in die Zentralschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit entsprach das Netz im Wesentlichen dem Konzept eines zentralen Eisenbahnkreuzes, das bereits in den Planungen von Robert Stephenson und Henry Swinburne vorgesehen worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung Oltens als Eisenbahnknoten blieb auch nach dem Ende der Centralbahn bestehen. Noch heute kreuzen sich dort mehrere der wichtigsten Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen des schweizerischen Bahnnetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung nach Aarau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Olten aus baute die Centralbahn ihre Strecke ostwärts in Richtung Aarau. Dort traf sie auf das Netz der [[Schweizerische Nordostbahn|Schweizerischen Nordostbahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die direkte Verbindung der Netze von SCB und NOB ermöglichte durchgehende Bahnverbindungen zwischen Basel beziehungsweise Bern und [[Zürich]]. 1858 wurden nach der Fertigstellung des Aarauer Schanztunnels die Gleise beider Gesellschaften miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl SCB und NOB wirtschaftliche Konkurrentinnen waren, war die Zusammenarbeit beider Gesellschaften für die Entstehung eines zusammenhängenden schweizerischen Eisenbahnnetzes unverzichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung nach Bern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Olten aus errichtete die Centralbahn eine Hauptlinie über [[Aarburg]], [[Langenthal]] und [[Herzogenbuchsee]] in Richtung Bern. Die Verbindung Olten–Herzogenbuchsee wurde 1857 eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahn veränderte die Verkehrsverhältnisse im bernischen Mittelland grundlegend. Städte und Ortschaften wie Langenthal erhielten schnelle Verbindungen nach Basel, Bern und in die übrige Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Einfahrt nach Bern musste die Aare überwunden werden. Die Centralbahn errichtete dafür 1858 die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rote Brücke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die Eisenkonstruktion gehörte zu den bemerkenswerten frühen Eisenbahnbrücken Europas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wurde die Verbindung von Bern aus nach [[Thun]] weitergeführt. Dadurch entstand eine wichtige Zufahrt zum Berner Oberland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung nach Luzern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Hauptachse führte von Olten beziehungsweise Aarburg über [[Zofingen]] und [[Sursee]] nach [[Luzern]]. Mit dieser Strecke wurde die Zentralschweiz an das entstehende nationale Eisenbahnnetz angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung war sowohl für den Personenverkehr als auch für den Gütertransport von grosser Bedeutung. Luzern entwickelte sich gleichzeitig zu einem wichtigen Ausgangspunkt für den Tourismus in der Zentralschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der späteren Eröffnung der [[Gotthardbahn]] gewann die Achse über Luzern beziehungsweise die von der Centralbahn mitbetriebene Aargauische Südbahn zusätzlich an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbau nach Biel und Thun ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netz der Centralbahn wurde im Laufe der 1850er- und 1860er-Jahre weiter ausgebaut. Von den Hauptachsen aus entstanden Verbindungen unter anderem nach [[Biel/Bienne]] und Thun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit verband die Gesellschaft Basel und die Nordwestschweiz nicht nur mit Bern und Luzern, sondern auch mit dem Jurasüdfuss und dem Berner Oberland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An verschiedenen Punkten traf das Netz der Centralbahn auf Strecken anderer Gesellschaften. Dadurch entstanden zunehmend durchgehende nationale und internationale Bahnverbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Verbindungen in Basel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Basel besass aufgrund seiner Lage am Dreiländereck eine besondere Bedeutung für den internationalen Eisenbahnverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1844 hatte die französische Strassburg-Basel-Bahn den Abschnitt von [[Saint-Louis (Haut-Rhin)|Saint-Louis]] nach Basel eröffnet. Diese Linie war die erste Eisenbahnstrecke, die das Gebiet der heutigen Schweiz erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 wurde das Netz der Centralbahn in Basel direkt mit dem französischen Eisenbahnnetz verbunden. 1873 kam eine Verbindung zum deutschen Eisenbahnnetz hinzu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit nahm die SCB eine Schlüsselstellung im internationalen Nord-Süd-Verkehr ein. Güter und Reisende aus Frankreich und Deutschland konnten über Basel und Olten in verschiedene Teile der Schweiz weiterbefördert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bahnhof Basel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Centralbahn war Basel nicht nur Unternehmenssitz, sondern auch Ausgangspunkt ihres wichtigsten Hauptstrangs. Die Gesellschaft errichtete dort gemeinsam mit anderen Bahnen Bahnhofanlagen, aus denen sich langfristig der heutige [[Bahnhof Basel SBB]] entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Basler Centralbahnhof wurde zu einem wichtigen Übergangspunkt zwischen schweizerischen und ausländischen Bahnnetzen. Durch den stetig zunehmenden Personen- und Güterverkehr mussten die Anlagen mehrfach erweitert und umgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Verstaatlichung gingen die Anlagen an die SBB über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkstätte Olten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Bahnhof errichtete die Centralbahn in Olten ihre wichtigste Werkstätte. Sie wurde ab den 1850er-Jahren zu einem bedeutenden Zentrum für Unterhalt und Bau von Eisenbahnfahrzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Rolle spielte der Ingenieur [[Niklaus Riggenbach]], der als Werkstattleiter tätig war. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Werkstätte von einer Anlage für Reparatur- und Unterhaltsarbeiten zu einem Industriebetrieb, in dem unter anderem Lokomotiven und Güterwagen gebaut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Werkstätte der Centralbahn entwickelte sich später das Industriewerk Olten der SBB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahnwerkstätten prägten die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Oltens über Generationen hinweg und machten die Stadt zu einem bedeutenden Standort der schweizerischen Bahnindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rollmaterial ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie andere Bahngesellschaften ihrer Zeit setzte die Centralbahn zunächst ausschliesslich Dampflokomotiven ein. Die ersten Maschinen wurden überwiegend bei ausländischen Herstellern beschafft, da in der Schweiz noch keine leistungsfähige Lokomotivindustrie bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Werkstätte Olten konnten zunehmend eigene Fahrzeuge hergestellt oder umfassend umgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lokomotiven und Wagen mussten an sehr unterschiedliche Betriebsbedingungen angepasst werden. Während die Strecken im Mittelland vergleichsweise geringe Steigungen aufwiesen, verlangte die Hauensteinlinie leistungsfähige Maschinen für den Betrieb auf starken Steigungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs der Fahrzeugbestand erheblich. Neben Personenzügen spielte vor allem der Güterverkehr eine immer wichtigere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güterverkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Centralbahn besass eine zentrale Stellung bei der Versorgung der Schweiz mit Importgütern. Über Basel gelangten grosse Mengen an Kohle, Getreide und anderen Waren in das Land und wurden über Olten weiterverteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahndaten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Güterverkehr war deshalb von Anfang an ein bedeutender Teil des Geschäftsmodells der Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung neuer Konkurrenzstrecken konnte erhebliche Auswirkungen auf die Verkehrsströme haben. Nach der Eröffnung der [[Bözbergbahn]] 1875 verlagerte sich beispielsweise ein Teil des Verkehrs auf die direkte Verbindung Basel–Brugg–Zürich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahndaten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen neuen kräftigen Aufschwung brachte dagegen die Eröffnung der Gotthardbahn im Jahr 1882. Sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr der Centralbahn nahmen danach deutlich zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahndaten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aargauische Südbahn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Erweiterung des Verkehrsnetzes war die [[Aargauische Südbahn]]. Sie entstand unter Beteiligung der Centralbahn und der Schweizerischen Nordostbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strecke führte über den Aargau in Richtung [[Immensee]] und stellte eine Verbindung zur Gotthardbahn her. Die SCB war zur Hälfte an der Aargauischen Südbahn beteiligt und führte auf deren Strecken den Betrieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahndaten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwischen 1873 und 1882 aufgebaute Verbindung ermöglichte es, Züge aus Basel und dem Mittelland zur neuen Nord-Süd-Achse durch den Gotthard zu führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Eröffnung der Gotthardbahn 1882 erhielt die Centralbahn damit Zugang zu einer der bedeutendsten internationalen Alpentransversalen Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bözbergbahn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Centralbahn beteiligte sich gemeinsam mit der Schweizerischen Nordostbahn an der [[Bözbergbahn]]. Diese schuf eine direktere Verbindung zwischen Basel und Brugg beziehungsweise Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bözbergstrecke wurde 1875 eröffnet. Sie stand teilweise in Konkurrenz zur traditionellen Verbindung Basel–Olten–Aarau, eröffnete den beteiligten Gesellschaften aber gleichzeitig eine leistungsfähige zusätzliche Ost-West-Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langfristig entwickelte sich die Bözbergstrecke zu einer der wichtigsten Eisenbahnverbindungen zwischen Basel und dem Schweizer Mittelland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gäubahn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1870er-Jahren reagierte die Centralbahn auf die zunehmende Konkurrenz anderer Bahngesellschaften mit weiteren Streckenprojekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Bedeutung war die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gäubahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von Olten über [[Oensingen]], [[Solothurn]] und [[Busswil BE|Busswil]] in Richtung Biel. Die Strecke wurde 1876 eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahndaten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrem Bau wollte die Centralbahn unter anderem verhindern, dass konkurrierende Gesellschaften wichtige Verkehrsgebiete zwischen Olten, Solothurn und Biel erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht alle von der SCB geplanten Projekte wurden verwirklicht. Zu den aufgegebenen Vorhaben gehörte die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wasserfallenbahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zwischen Liestal und Oensingen. Die finanziellen Verpflichtungen aus solchen Projekten belasteten das Unternehmen zeitweise erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konkurrenz zwischen den Privatbahnen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schweizerische Eisenbahnnetz entstand im 19. Jahrhundert nicht nach einem einheitlichen staatlichen Gesamtplan, sondern durch zahlreiche private Gesellschaften mit teilweise konkurrierenden Interessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Centralbahn stand insbesondere mit der Schweizerischen Nordostbahn und später mit der [[Schweizerische Nationalbahn|Schweizerischen Nationalbahn]] im Wettbewerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaften versuchten häufig, durch neue Konzessionen und Streckenprojekte das Eindringen von Konkurrentinnen in ihre Verkehrsgebiete zu verhindern. Dies führte teilweise zum Bau paralleler Linien oder zur Projektierung von Strecken, deren wirtschaftliche Grundlage schwach war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aggressive Konkurrenzpolitik gehörte zu den Gründen, weshalb sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Forderung nach einer stärkeren staatlichen Koordination und schliesslich nach einer Verstaatlichung der grossen Eisenbahngesellschaften verstärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz mehrerer schwerer Finanzkrisen entwickelte sich die Centralbahn langfristig zu einem wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besonders kritische Phase trat bereits während des Baus des Stammnetzes ein. Kostenüberschreitungen beim Hauensteintunnel und Verzögerungen brachten die Gesellschaft an den Rand des Konkurses. 1857 sicherte eine rückzahlbare Investitionshilfe des Bundes in Höhe von vier Millionen Franken zusammen mit Anleihen von Basler und Stuttgarter Banken die Weiterführung der Bauarbeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahndaten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später erwirtschaftete die Gesellschaft über längere Zeit hohe Gewinne. Mit Ausnahme der Jahre 1878 und 1879 konnte sie regelmässig Dividenden ausschütten. In besonders guten Jahren lagen diese bei neun Prozent oder mehr des Aktienkapitals.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahndaten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wirtschaftliche Erfolg der grossen Privatbahnen war allerdings politisch umstritten. Kritiker warfen den Gesellschaften unter anderem vor, private Aktionärsinteressen gegenüber den Bedürfnissen eines national koordinierten Verkehrsnetzes zu bevorzugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung der Gotthardbahn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der [[Gotthardbahn]] 1882 veränderte die Verkehrsströme innerhalb der Schweiz grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ihre Beteiligung an der Aargauischen Südbahn und ihre Verbindungen nach Basel, Bern und Luzern profitierte die Centralbahn stark vom zunehmenden internationalen Nord-Süd-Verkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Basel wurde zu einem wichtigen nördlichen Zugang zur Gotthardroute. Güter- und Reisezüge konnten aus Frankreich und Deutschland über das Netz der Centralbahn zur Gotthardbahn weitergeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verkehrszuwachs nach 1882 trug wesentlich zur guten wirtschaftlichen Entwicklung der SCB in den letzten Jahrzehnten ihres Bestehens bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahndaten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verstaatlichungsdebatte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im 19. Jahrhundert wurde wiederholt darüber diskutiert, die wichtigsten privaten Eisenbahnen in staatlichen Besitz zu überführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 bot ein Bankenkonsortium dem Bund die Aktienmehrheit der Centralbahn zum Kauf an. Die eidgenössischen Räte stimmten dem Erwerb zu. Gegen den Beschluss wurde jedoch das Referendum ergriffen, und die Vorlage scheiterte in der Volksabstimmung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahndaten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Stimmung änderte sich im Verlauf der 1890er-Jahre. Die Befürworter einer Verstaatlichung argumentierten, ein landesweit koordiniertes Bahnnetz sei für Wirtschaft und Bevölkerung wichtiger als die Interessen einzelner privater Gesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Februar 1898 stimmte die Schweizer Bevölkerung dem Bundesgesetz über den Erwerb und Betrieb der Eisenbahnen durch den Bund zu. 386&amp;#039;634 Stimmberechtigte votierten dafür, 182&amp;#039;718 dagegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBGeschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war der Weg für die Übernahme der grossen Privatbahnen durch den Bund frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übernahme durch den Bund ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1900 kam zwischen dem Bund und der Schweizerischen Centralbahn ein Vertrag über den freihändigen Ankauf der Gesellschaft zustande. Am 14. Dezember 1900 stimmte die Bundesversammlung dem Erwerb zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBGeschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ab dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Januar 1901&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verkehrten die Züge der Centralbahn auf Rechnung des Bundes. Personal und Organisation der SCB bestanden zunächst teilweise weiter, wirtschaftlich gehörte der Betrieb jedoch bereits zum staatlichen Eisenbahnsystem.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBGeschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1902 begann offiziell der Betrieb der [[Schweizerische Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen]]. Neben der Centralbahn wurde unter anderem die Schweizerische Nordostbahn in das neue Staatsunternehmen integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit endete die Geschichte der Schweizerischen Centralbahn als selbstständige Eisenbahngesellschaft nach knapp fünf Jahrzehnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streckennetz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigene Netz der Centralbahn erreichte bis zur Verstaatlichung eine Länge von rund 333 Kilometern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten von der Gesellschaft gebauten oder betriebenen Verbindungen gehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Strecke beziehungsweise Verbindung&lt;br /&gt;
! Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Basel–Liestal–Sissach–Läufelfingen–Olten&lt;br /&gt;
| Hauptachse über den alten Hauenstein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Olten–Aarau&lt;br /&gt;
| Verbindung zum Netz der Nordostbahn und nach Zürich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Olten–Langenthal–Herzogenbuchsee–Bern&lt;br /&gt;
| Hauptverbindung ins bernische Mittelland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bern–Thun&lt;br /&gt;
| Verbindung ins Berner Oberland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Olten/Aarburg–Zofingen–Sursee–Luzern&lt;br /&gt;
| Hauptverbindung in die Zentralschweiz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Olten–Solothurn–Busswil&lt;br /&gt;
| Gäubahn und Verbindung in Richtung Biel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Aargauische Südbahn&lt;br /&gt;
| Anschluss an die Gotthardbahn&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele dieser Strecken gehören heute zu den meistbefahrenen Bahnlinien der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur und Ingenieurbauten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Centralbahn hinterliess zahlreiche bedeutende Bauwerke der frühen Eisenbahngeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders hervorzuheben sind der alte Hauensteintunnel und die zugehörigen Viadukte. Die Strecke musste unter schwierigen topografischen Bedingungen durch den Jura geführt werden und stellte Mitte des 19. Jahrhunderts aussergewöhnlich hohe Anforderungen an Planung und Bau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bedeutendes Bauwerk war die 1858 errichtete Rote Brücke über die Aare bei Bern. Sie wurde später ersetzt, galt jedoch zur Zeit ihrer Errichtung als bemerkenswerte Eisenkonstruktion.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zahlreiche Bahnhöfe, Werkstätten, Güterschuppen, Brücken und andere Hochbauten entstanden nach Normen der Centralbahn. Pläne vieler dieser Anlagen werden heute im Archiv von [[SBB Historic]] aufbewahrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kilometrierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine historische Besonderheit des Centralbahn-Netzes ist seine Kilometrierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurden Entfernungen teilweise vom Eisenbahnknoten Olten aus in Wegstunden angegeben. Mit der Einführung des metrischen Systems änderte die Centralbahn 1877 die Distanzbezeichnungen ihrer Strecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither liegt der Ausgangspunkt der Kilometrierung zahlreicher ehemaliger SCB-Strecken in Basel. Diese historische Festlegung wirkt teilweise bis in das heutige SBB-Netz fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Bahnhof Olten erinnert ein historischer Stein an die Bedeutung der Stadt als Mittelpunkt des frühen schweizerischen Eisenbahnnetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Schweizer Eisenbahngeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizerische Centralbahn gehörte zu den wichtigsten Unternehmen der ersten grossen Ausbauphase des Schweizer Eisenbahnnetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre besondere Bedeutung lag in der Schaffung eines zentralen Streckenkreuzes in Olten. Durch die Linien nach Basel, Bern, Luzern und Aarau verband die SCB verschiedene Landesteile miteinander und stellte gleichzeitig Anschlüsse an andere private Bahngesellschaften her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von der Centralbahn entwickelte Netz bildete nach der Verstaatlichung einen wesentlichen Bestandteil des SBB-Netzes. Zahlreiche heutige Hauptstrecken folgen noch immer weitgehend den Trassen, die Mitte des 19. Jahrhunderts von der SCB geplant und gebaut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die Achse Basel–Olten besitzt bis heute eine zentrale Funktion im schweizerischen Fern- und Güterverkehr. Auch die Stellung Oltens als einer der wichtigsten Eisenbahnknoten der Schweiz geht unmittelbar auf die Netzplanung der Centralbahn zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Gesellschaft seit 1902 nicht mehr besteht, ist ihr Einfluss im heutigen Eisenbahnnetz deutlich sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von ihr aufgebauten Verbindungen gehören heute zu zentralen Achsen der SBB. Bahnhöfe wie Basel SBB, Olten, Bern und Luzern entwickelten sich zu grossen nationalen Verkehrsknoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Industriewerk Olten hat seine Wurzeln in der Hauptwerkstätte der Centralbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historische Dokumente, Baupläne, Fotografien und technische Unterlagen der SCB befinden sich heute unter anderem in den Sammlungen von SBB Historic. Der dort geführte Planbestand der Schweizerischen Centralbahn umfasst Hunderte Pläne von Bahnstrecken, Bahnhöfen, Tunneln, Brücken und weiteren Anlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBBHistoric&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SCB steht damit exemplarisch für die privatwirtschaftliche Aufbauphase des Schweizer Eisenbahnwesens zwischen den 1850er-Jahren und der Verstaatlichung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Schweizer Eisenbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Bundesbahnen]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Nordostbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Vereinigte Schweizerbahnen]]&lt;br /&gt;
* [[Jura-Simplon-Bahn]]&lt;br /&gt;
* [[Gotthardbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Nationalbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Aargauische Südbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Bözbergbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Hauensteinlinie]]&lt;br /&gt;
* [[Hauensteintunnel]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Olten]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Basel SBB]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Bärtschi: &amp;#039;&amp;#039;Schweizerische Centralbahn (SCB)&amp;#039;&amp;#039;. In: Historisches Lexikon der Schweiz.&lt;br /&gt;
* Alfred Moser: &amp;#039;&amp;#039;Der Dampfbetrieb der Schweizerischen Eisenbahnen 1847–1966&amp;#039;&amp;#039;. Birkhäuser, Basel und Stuttgart.&lt;br /&gt;
* Hans G. Wägli: &amp;#039;&amp;#039;Schienennetz Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. AS Verlag, Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/041892/ Schweizerische Centralbahn (SCB) im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.sbbarchiv.ch/detail.aspx?ID=444968 Archivbestand Schweizerische Centralbahn bei SBB Historic]&lt;br /&gt;
* [https://www.bahndaten.ch/content/bahnen-detail/154/schweizerische-centralbahn Schweizerische Centralbahn bei Bahndaten]&lt;br /&gt;
* [https://company.sbb.ch/de/unternehmen/ueber-uns/geschichte.html Geschichte der Schweizerischen Bundesbahnen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahngesellschaft (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Basel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Basel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kanton Solothurn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kanton Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kanton Luzern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Kanton Aargau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizerische Bundesbahnen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1853]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Eisenbahngeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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