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	<title>PostFinance - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:320px; font-size:90%;&quot; ! colspan=&quot;2&quot; | PostFinance AG |- ! Rechtsform | Aktiengesellschaft |- ! Gründung als Aktiengesellschaft | 2013 |- ! Historischer Ursprung | Postcheck- und Girodienst, 1906 |- ! Sitz | Bern |- ! Branche | Bankwesen und Zahlungsverkehr |- ! Eigentümerin | Die Schweizerische Post AG |- ! Anteil der Eigentümerin | 100 Prozent |- ! Bankb…»</title>
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		<updated>2026-07-26T19:09:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; font-size:90%;&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | PostFinance AG |- ! Rechtsform | &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Aktiengesellschaft_(Schweiz)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Aktiengesellschaft (Schweiz) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Aktiengesellschaft&lt;/a&gt; |- ! Gründung als Aktiengesellschaft | 2013 |- ! Historischer Ursprung | Postcheck- und Girodienst, 1906 |- ! Sitz | &lt;a href=&quot;/de/Bern&quot; title=&quot;Bern&quot;&gt;Bern&lt;/a&gt; |- ! Branche | Bankwesen und Zahlungsverkehr |- ! Eigentümerin | &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Die_Schweizerische_Post&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Die Schweizerische Post (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Die Schweizerische Post&lt;/a&gt; AG |- ! Anteil der Eigentümerin | 100 Prozent |- ! Bankb…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; font-size:90%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | PostFinance AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Rechtsform&lt;br /&gt;
| [[Aktiengesellschaft (Schweiz)|Aktiengesellschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gründung als Aktiengesellschaft&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Historischer Ursprung&lt;br /&gt;
| Postcheck- und Girodienst, 1906&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sitz&lt;br /&gt;
| [[Bern]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Branche&lt;br /&gt;
| Bankwesen und Zahlungsverkehr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Eigentümerin&lt;br /&gt;
| [[Die Schweizerische Post]] AG&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Anteil der Eigentümerin&lt;br /&gt;
| 100 Prozent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bankbewilligung&lt;br /&gt;
| seit 2013&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Aufsichtsbehörde&lt;br /&gt;
| [[Eidgenössische Finanzmarktaufsicht]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! CEO&lt;br /&gt;
| Beat Röthlisberger&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Verwaltungsratspräsident&lt;br /&gt;
| Marcel Bührer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Website&lt;br /&gt;
| [https://www.postfinance.ch www.postfinance.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PostFinance AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein schweizerisches Finanzinstitut mit Sitz in [[Bern]]. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der [[Die Schweizerische Post|Schweizerischen Post AG]] und gehört zu den grössten Finanzdienstleistern der Schweiz. Ihre besondere Bedeutung liegt im Zahlungsverkehr, im Einlagengeschäft sowie in der Bereitstellung von Konten und digitalen Bankdienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance ist eine privatrechtlich organisierte Aktiengesellschaft und verfügt über eine Bankbewilligung nach schweizerischem Recht. Sie untersteht der Aufsicht der [[Eidgenössische Finanzmarktaufsicht|Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht]] (FINMA). Anders als die meisten anderen Banken darf sie aufgrund gesetzlicher Einschränkungen grundsätzlich keine eigenständig finanzierten Hypotheken und Unternehmenskredite vergeben. Entsprechende Finanzierungen werden daher teilweise in Zusammenarbeit mit Partnerbanken angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schweizerische Nationalbank]] stufte PostFinance wegen ihrer grossen Bedeutung für den inländischen Zahlungsverkehr und das Einlagengeschäft als systemrelevante Bank ein. Damit unterliegt das Unternehmen erhöhten Anforderungen an Eigenmittel, Liquidität, Stabilisierung und Notfallplanung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FINMASystemrelevanz&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.finma.ch/de/durchsetzung/recovery-und-resolution-n/das-schweizer-too-big-to-fail-konzept/banken/ |titel=Das Schweizer Too-Big-To-Fail-Konzept bei Banken |hrsg=Eidgenössische Finanzmarktaufsicht |abruf=2026-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung des Postcheck- und Girodienstes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte von PostFinance reicht bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Um 1900 konnten die bestehenden Privat- und Kantonalbanken den steigenden Bargeld- und Zahlungsverkehr der schweizerischen Wirtschaft nur unzureichend bewältigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Basler Nationalrat und Oberst Carl Koechlin reichte deshalb zusammen mit weiteren Mitunterzeichnern eine Motion zur Einführung eines Postcheck- und Girodienstes ein. Das bereits dichte Netz der Poststellen bot geeignete Voraussetzungen für einen schweizweit zugänglichen Zahlungsverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 nahm der erste Postcheck- und Girodienst seinen Betrieb auf. Im selben Jahr eröffnete Carl Koechlin beim Postcheckamt Basel das erste schweizerische Postcheckkonto. Das Poststellennetz umfasste damals bereits mehr als 3000 Zugangspunkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.postfinance.ch/de/ueber-uns/unternehmen/geschichte.html |titel=Die Geschichte von PostFinance |hrsg=PostFinance AG |abruf=2026-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Postcheckkonto konnten Privatpersonen, Unternehmen und Behörden bargeldlose Zahlungen über die Post abwickeln. Das Angebot entwickelte sich zu einer wichtigen Ergänzung des traditionellen Bankensystems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau des Zahlungsverkehrs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahrzehnten wurde der Postcheckdienst schrittweise erweitert. Die Schweizerische Post schloss internationale Postanweisungs- und Überweisungsabkommen ab und entwickelte neue Verfahren für Einzahlungen und Überweisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 wurde das Verfahren «Einzahlungsschein mit Referenznummer» eingeführt. Die als VESR und später als ESR bekannte Dienstleistung vereinfachte die automatische Zuordnung von Zahlungen. Sie prägte den schweizerischen Rechnungs- und Zahlungsverkehr über mehrere Jahrzehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1978 gingen die ersten Postomaten in Betrieb. Für den Bargeldbezug wurde eine eigene Postomatkarte eingeführt. Damit konnten Kundinnen und Kunden unabhängig von den Öffnungszeiten der Poststellen auf ihre Konten zugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1980er-Jahren folgten erste elektronische Zahlungsangebote. Der Dienst Telegiro PTT ermöglichte Überweisungen über Videotex und gilt als Vorläufer des späteren E-Finance.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 wurde die POSTOMAT-PLUS-Karte eingeführt. Aus ihr und dem garantierten Postcheque entstand 1991 die Postcard. Sie entwickelte sich zur zentralen Debitkarte des Postkontos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== PostFinance als Geschäftsbereich der Post ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Liberalisierung und Neuorganisation der früheren [[Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe]] wurde der Zahlungsverkehr stärker als eigenständiger Geschäftsbereich geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 entstand aus den PTT-Betrieben die Schweizerische Post. Der Finanzdienstleistungsbereich trat zunächst unter der Bezeichnung Postfinance und später unter der Marke PostFinance auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau des Internets wurde das elektronische Bankgeschäft immer wichtiger. Der Online-Dienst yellownet ermöglichte die Verwaltung von Konten, Zahlungen und weiteren Finanzdienstleistungen über das Internet. Später wurde er durch das heutige E-Finance ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance entwickelte sich von einem reinen Zahlungsverkehrsanbieter zu einem Finanzinstitut mit Konten, Karten, Sparprodukten, Vorsorgelösungen und Anlageangeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umwandlung in eine Aktiengesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. Juni 2013 wurde PostFinance in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft umgewandelt. Gleichzeitig erhielt sie eine Bankbewilligung der FINMA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizerische Post blieb alleinige Eigentümerin der neuen PostFinance AG. Die Umwandlung änderte somit nichts an der vollständigen staatlichen Eigentümerschaft über den Postkonzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bankbewilligung unterstand PostFinance den bankengesetzlichen Eigenmittel-, Liquiditäts-, Organisations- und Aufsichtsvorschriften. Die rechtliche Verselbstständigung sollte eine klare Trennung zwischen Post- und Bankgeschäft schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigentumsverhältnisse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PostFinance AG befindet sich vollständig im Besitz der Schweizerischen Post AG. Diese ist ihrerseits eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft des Bundes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bund ist alleiniger Eigentümer der Schweizerischen Post. PostFinance befindet sich damit indirekt vollständig im Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der staatlichen Eigentümerschaft ist PostFinance privatrechtlich organisiert. Sie handelt als Geschäftsunternehmen und steht im Wettbewerb mit Banken und anderen Finanzdienstleistern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bund legt für die Schweizerische Post jeweils strategische Ziele fest. Die operative Leitung von PostFinance liegt jedoch bei ihren eigenen Organen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance verfügt über einen Verwaltungsrat und eine Geschäftsleitung. Der Verwaltungsrat ist das oberste Leitungsorgan und überwacht die Geschäftsführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verwaltungsrat besteht aus sieben Mitgliedern. Seit dem 1. Juli 2021 wird er von Marcel Bührer präsidiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Organisation&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.postfinance.ch/de/ueber-uns/unternehmen/organisation.html |titel=Organisation |hrsg=PostFinance AG |abruf=2026-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschäftsleitung ist für die operative Führung zuständig. Seit dem 1. Juli 2024 steht Beat Röthlisberger als Chief Executive Officer an ihrer Spitze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Organisation&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Geschäftsbereichen gehören insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Privatkunden;&lt;br /&gt;
* Firmenkunden;&lt;br /&gt;
* Finanzen;&lt;br /&gt;
* Informationstechnologie und Betrieb;&lt;br /&gt;
* Risiko, Compliance und Recht;&lt;br /&gt;
* Unternehmensentwicklung und Personal;&lt;br /&gt;
* Kundenerlebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit März 2026 ergänzt eine erweiterte Geschäftsleitung die reguläre Geschäftsleitung. Sie soll die Steuerung des Kundengeschäfts, der Innovationsvorhaben und der finanziellen Ziele stärker miteinander verbinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.postfinance.ch/de/ueber-uns/medien/newsroom/postfinance-fuehrt-eine-erweiterte-geschaeftsleitung-ein.html |titel=PostFinance führt eine erweiterte Geschäftsleitung ein |hrsg=PostFinance AG |datum=2026-02-26 |abruf=2026-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschäftstätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance bietet Finanzdienstleistungen für Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und öffentliche Institutionen an. Ein Schwerpunkt liegt auf der Abwicklung des schweizerischen und internationalen Zahlungsverkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Angebot gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Privat- und Geschäftskonten;&lt;br /&gt;
* Spar- und Vorsorgekonten;&lt;br /&gt;
* Debit- und Kreditkarten;&lt;br /&gt;
* E-Finance und Mobile Banking;&lt;br /&gt;
* nationale und internationale Zahlungen;&lt;br /&gt;
* Anlagefonds und Wertschriftendepots;&lt;br /&gt;
* Vermögensverwaltung;&lt;br /&gt;
* Vorsorgeprodukte;&lt;br /&gt;
* Zahlungs- und Inkassolösungen für Unternehmen;&lt;br /&gt;
* Hypotheken und Finanzierungen in Zusammenarbeit mit Partnerinstituten;&lt;br /&gt;
* Handel und Verwahrung ausgewählter Kryptowährungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die starke Stellung im Zahlungsverkehr geht auf das historische Postchecksystem und das schweizweite Netz der Poststellen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privatkonten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance führt Konten für den täglichen Zahlungsverkehr. Die Angebote können als Einzelkonto oder im Rahmen eines Bankpakets geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Privatkonten ermöglichen den Empfang von Lohn- und Rentenzahlungen, Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge und Kartenzahlungen. Konten können in Schweizer Franken und teilweise in ausländischen Währungen geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontoverwaltung erfolgt zunehmend digital über E-Finance und die PostFinance App. Kontoauszüge, Zahlungsbelege und Steuerunterlagen werden elektronisch bereitgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Jugendliche, Studierende und junge Erwachsene bestehen besondere Kontomodelle. Die Bedingungen und Gebühren unterscheiden sich nach Alter, Vermögen und Umfang der genutzten Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschäftskonten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Unternehmen bietet PostFinance Geschäftskonten, Zahlungslösungen und Dienstleistungen zur Liquiditätsverwaltung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unternehmen können Zahlungen über E-Finance, standardisierte Dateiformate und Schnittstellen zu Buchhaltungsprogrammen ausführen. Für grössere Firmen bestehen Lösungen zur automatisierten Verarbeitung umfangreicher Zahlungsaufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance unterstützt die QR-Rechnung, Lastschriftverfahren, elektronische Rechnungen und virtuelle Konten. Damit können Zahlungseingänge automatisiert den jeweiligen Rechnungen oder Kundendossiers zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Gemeinden, Vereine und gemeinnützige Organisationen nutzen Geschäftskonten und Zahlungslösungen von PostFinance.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahlungsverkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zahlungsverkehr bildet das traditionelle Kerngeschäft von PostFinance. Das Unternehmen verarbeitet einen bedeutenden Teil der schweizerischen Überweisungen, Rechnungszahlungen und Zahlungseingänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Rolle spielte über Jahrzehnte der orange oder rote Einzahlungsschein. PostFinance war an der Entwicklung und Verarbeitung der Einzahlungsscheine massgeblich beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2022 wurden die bisherigen Einzahlungsscheine vollständig durch die [[QR-Rechnung]] ersetzt. Diese enthält einen maschinenlesbaren Swiss QR Code mit den Zahlungsinformationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance verarbeitet Überweisungen innerhalb der Schweiz über das nationale Zahlungssystem und internationale Zahlungen über Korrespondenzbanken und das SWIFT-Netzwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der grossen volkswirtschaftlichen Bedeutung wurde der Zahlungsverkehr von PostFinance als systemrelevante Funktion eingestuft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FINMASystemrelevanz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== E-Finance ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E-Finance ist das Online-Banking von PostFinance. Es ermöglicht den Zugriff auf Konten, Karten, Zahlungen, Wertschriften und weitere Finanzprodukte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kundinnen und Kunden können Zahlungen erfassen, Rechnungen scannen, Daueraufträge verwalten und elektronische Dokumente abrufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anmeldung erfolgt über Sicherheitsverfahren, die ein persönliches Gerät, eine App oder weitere Authentisierungsmittel verwenden. Ältere Verfahren mit Lesegeräten und speziellen Karten wurden schrittweise durch appbasierte Lösungen ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Geschäftskunden stehen zusätzliche Funktionen wie Mehrfachunterschriften, Benutzerberechtigungen und die Übermittlung von Zahlungsdateien zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== PostFinance App ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PostFinance App ermöglicht Bankgeschäfte über Smartphones und Tablets. Sie dient gleichzeitig als Zugangsmittel für E-Finance.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der App können Nutzerinnen und Nutzer ihren Kontostand prüfen, Zahlungen erfassen, Rechnungen scannen, Karten verwalten und Wertschriftengeschäfte durchführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die App unterstützt biometrische Sicherheitsverfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, sofern das verwendete Gerät diese Funktionen bereitstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ausgewählte Kleinbetragszahlungen kann eine vereinfachte Schnellzahlfunktion verwendet werden. Die jeweiligen Limiten und Sicherheitsbedingungen werden durch PostFinance festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Postcard und Debitkarte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Postcard war über viele Jahre das wichtigste Kartenprodukt von PostFinance. Sie ermöglichte Bargeldbezüge, Zahlungen in Geschäften und den Zugang zu weiteren Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die traditionelle Postcard war eng mit dem eigenen Zahlungssystem von PostFinance verbunden. Für die internationale Verwendung wurden zusätzliche Partnernetze genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Weiterentwicklung der europäischen Kartensysteme führte PostFinance Debitkarten auf Basis von Debit Mastercard ein. Diese können auch für Online-Zahlungen und an internationalen Akzeptanzstellen verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance gibt zusätzlich Kreditkarten in Zusammenarbeit mit spezialisierten Kartenunternehmen heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bargeldversorgung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kundinnen und Kunden können an Postomaten und weiteren kompatiblen Geldautomaten Bargeld beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzahlungen und Auszahlungen sind ausserdem an ausgewählten Poststellen möglich. Das Netz der physischen Zugangspunkte wird gemeinsam mit der Schweizerischen Post betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung der Schalterdienstleistungen nimmt durch die Digitalisierung und den Rückgang des Bargeldgebrauchs ab. Dennoch stellen Poststellen insbesondere in ländlichen Gebieten weiterhin einen wichtigen Zugang zu grundlegenden Finanzdienstleistungen dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konkrete Verfügbarkeit von Einzahlungen, Auszahlungen und Beratungen hängt vom jeweiligen Standort ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sparen und Vorsorge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance bietet Spar- und Vorsorgeprodukte für unterschiedliche Anlagehorizonte an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehören Sparkonten, Jugendsparkonten, Freizügigkeitslösungen und Konten der gebundenen Selbstvorsorge nach Säule 3a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kundinnen und Kunden können Vorsorgegelder auch in Fonds investieren. Dabei stehen Produkte mit unterschiedlichen Aktien- und Obligationenanteilen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produkte der Säule 3a dienen der freiwilligen privaten Altersvorsorge und können innerhalb der gesetzlichen Grenzen steuerlich begünstigt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlagegeschäft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anlageangebot umfasst Fonds, Wertschriftendepots, Anlageberatung und Vermögensverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über E-Finance und die App können Kundinnen und Kunden Aktien, Obligationen, börsengehandelte Fonds und weitere Wertschriften kaufen und verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der E-Vermögensverwaltung bietet PostFinance eine digital geführte Vermögensverwaltung an. Die Anlagestrategie wird auf Grundlage des Risikoprofils ausgewählt und laufend überwacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance vertreibt sowohl eigene Anlageprodukte als auch Fonds und Wertschriften anderer Anbieter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2025 wurde das Angebot unter anderem um passiv verwaltete Vorsorgefonds und den Kauf von Bruchteilen bestimmter Wertschriften erweitert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschaeftsbericht&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.postfinance.ch/de/ueber-uns/medien/berichterstattung/geschaeftsbericht.html |titel=Geschäftsbericht 2025 |hrsg=PostFinance AG |abruf=2026-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kryptowährungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance bietet ihren Kundinnen und Kunden den Handel und die Verwahrung ausgewählter Kryptowährungen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dienstleistung ist in das bestehende E-Finance und die PostFinance App integriert. Käufe und Verkäufe werden in Schweizer Franken abgewickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance erweiterte das Angebot schrittweise um zusätzliche Kryptowährungen und Staking-Dienstleistungen. Beim Staking werden bestimmte digitale Vermögenswerte zur Unterstützung eines Blockchain-Netzwerks eingesetzt, wofür Erträge entstehen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschaeftsbericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kryptowährungen unterliegen hohen Kursschwankungen und besonderen technischen und regulatorischen Risiken. Guthaben in Kryptowährungen gelten nicht als gewöhnliche Bankeinlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hypotheken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance darf aufgrund des Postorganisationsgesetzes grundsätzlich keine eigenständig refinanzierten Hypotheken und Unternehmenskredite vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie vermittelt und betreut jedoch Hypotheken in Zusammenarbeit mit Partnerbanken und institutionellen Finanzierungspartnern. Gegenüber der Kundschaft tritt PostFinance häufig als Beratungs- und Vertriebspartnerin auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzliche Einschränkung ist seit Jahren Gegenstand politischer Diskussionen. Befürworter einer Aufhebung argumentieren, dass PostFinance dadurch ihr Geschäftsmodell diversifizieren und Kundengelder stärker im Inland anlegen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegner verweisen auf mögliche Wettbewerbsverzerrungen durch die staatliche Eigentümerschaft und auf zusätzliche finanzielle Risiken für den Bund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreditverbot ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kreditverbot unterscheidet PostFinance grundlegend von klassischen Universalbanken. Das Unternehmen darf Kundeneinlagen nicht direkt zur Finanzierung von Hypotheken und gewöhnlichen Unternehmenskrediten verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der Kundengelder wird deshalb in Anleihen und anderen Finanzanlagen investiert. Die Ertragslage hängt dadurch besonders stark von den Zinsen und den Entwicklungen an den Kapitalmärkten ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Phasen lang anhaltender Negativ- oder Tiefzinsen war dieses Geschäftsmodell besonders belastet. PostFinance musste grosse Einlagenbestände verwalten, konnte sie aber nur begrenzt im höher verzinsten Kreditgeschäft einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesrat schlug wiederholt vor, das Kreditverbot aufzuheben und die Eigentumsverhältnisse von PostFinance neu zu ordnen. Entsprechende politische Vorlagen fanden bisher jedoch keine ausreichende Mehrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systemrelevanz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizerische Nationalbank erklärte PostFinance 2015 zur systemrelevanten Bank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als systemrelevant gelten Banken, deren Ausfall die schweizerische Volkswirtschaft und das Finanzsystem erheblich beeinträchtigen könnte. Entscheidend sind insbesondere die Grösse, die Vernetzung und die kurzfristig fehlende Ersetzbarkeit ihrer Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei PostFinance gelten vor allem das inländische Einlagengeschäft und der Zahlungsverkehr als systemrelevante Funktionen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.finma.ch/de/news/2025/08/20250828-mm-notfall-und-stabilisierungsplaene/ |titel=FINMA beurteilt die Notfall- und Stabilisierungspläne von PostFinance, Raiffeisen und ZKB |hrsg=Eidgenössische Finanzmarktaufsicht |datum=2025-08-28 |abruf=2026-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance muss deshalb höhere Eigenmittel- und Liquiditätsanforderungen erfüllen. Sie erstellt ausserdem einen Stabilisierungsplan und einen Notfallplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Notfallplan soll zeigen, wie die systemrelevanten Dienstleistungen auch bei drohender Insolvenz ohne Unterbruch weitergeführt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Notfallplanung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die FINMA beurteilt die Notfallpläne systemrelevanter Banken jährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance verfolgt eine Strategie, bei der das Unternehmen in einer Krise rekapitalisiert und weitergeführt werden soll. Dafür muss ausreichend verlusttragendes Kapital verfügbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgestaltung des Notfallplans wurde wiederholt kritisiert, weil die Finanzierung einer Rekapitalisierung nicht in allen Punkten gesichert war. Eine ursprünglich diskutierte Kapitalisierungszusicherung des Bundes wurde vom Parlament nicht beschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Kapitalausstattung prüft die FINMA operationelle Abhängigkeiten, technische Systeme und alternative Abwicklungsstrategien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einlagensicherung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guthaben bei PostFinance unterliegen wie Einlagen bei anderen Schweizer Banken der gesetzlichen Einlagensicherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall einer Bankinsolvenz werden privilegierte Einlagen bis zum gesetzlich festgelegten Höchstbetrag pro Kundin oder Kunde und Bank besonders behandelt. PostFinance ist Mitglied der Einlagensicherung [[Esisuisse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einlagensicherung ist von einer allgemeinen Staatsgarantie zu unterscheiden. Aus der vollständigen Eigentümerschaft des Bundes ergibt sich nicht automatisch eine unbegrenzte Garantie für sämtliche Verpflichtungen der Bank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wertschriften in Kundendepots gehören grundsätzlich der Kundschaft und werden bei einem Konkurs von der Konkursmasse abgesondert. Für Verluste aufgrund von Kursschwankungen besteht jedoch keine Einlagensicherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufsicht und Regulierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance besitzt eine Bewilligung nach dem Bankengesetz und untersteht der FINMA.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Organisation&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie muss Vorschriften über Eigenmittel, Liquidität, Risikomanagement, Geldwäschereibekämpfung, Datenschutz und Kundenschutz einhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als systemrelevante Bank gelten zusätzliche Anforderungen. Dazu gehören besondere Kapitalpuffer, Liquiditätsvorgaben und Pläne für Stabilisierung und Abwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die externe Revision kontrolliert die Einhaltung wichtiger aufsichtsrechtlicher Vorgaben. Darüber hinaus verfügt PostFinance über interne Kontroll-, Compliance- und Risikofunktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldwäschereibekämpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance ist dem schweizerischen Geldwäschereigesetz unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie muss Kundinnen und Kunden identifizieren, wirtschaftlich Berechtigte feststellen und ungewöhnliche Transaktionen abklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei begründetem Verdacht auf Geldwäscherei oder Terrorismusfinanzierung müssen Meldungen an die zuständigen Behörden erfolgen. Vermögenswerte können unter den gesetzlichen Voraussetzungen gesperrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grosse Zahl von Zahlungsverkehrstransaktionen stellt hohe Anforderungen an automatisierte Überwachungssysteme und die manuelle Prüfung auffälliger Vorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschäftsjahr 2025 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte PostFinance einen Gewinn von 282 Millionen Franken. Damit lag das Ergebnis um 162 Millionen Franken über dem Vorjahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschaeftsbericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gründe nannte das Unternehmen insbesondere ein verbessertes Zinsergebnis, wachsende Kundengelder und geringere Verluste im Anlageportfolio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig blieb das Geschäftsmodell durch das Tiefzinsumfeld und die gesetzlichen Einschränkungen im Kreditgeschäft belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2025 begann eine neue Strategieperiode für die Jahre 2025 bis 2028. Sie sieht eine stärkere Ausrichtung auf Kundenbedürfnisse, digitales Wachstum sowie den Ausbau des Anlage- und Vorsorgegeschäfts vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschaeftsbericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitalisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance gehört zu den frühen Anbietern elektronischer Finanzdienstleistungen in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Videotex-Dienst Telegiro PTT ermöglichte ab den 1980er-Jahren elektronische Zahlungen. Später folgten yellownet, E-Finance und mobile Apps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird ein grosser Teil der Kundentransaktionen ohne persönlichen Kontakt abgewickelt. Zahlungen, Kontoeröffnungen, Wertschriftengeschäfte und Beratungsprozesse sind weitgehend digital verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Digitalisierung führt zugleich zu einem Rückgang klassischer Schaltergeschäfte. PostFinance passt deshalb ihr Filial- und Beratungsangebot laufend an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== TWINT ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance war an der Entwicklung des mobilen Zahlungssystems [[TWINT]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche TWINT AG wurde durch PostFinance gegründet und lancierte 2015 eine schweizerische Bezahl-App.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2016 wurde TWINT mit dem konkurrierenden System Paymit zusammengeschlossen. PostFinance blieb an der gemeinsamen TWINT AG beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance bietet ihren Kundinnen und Kunden eine eigene TWINT-App an. Zahlungen und Geldübertragungen werden dabei direkt mit einem PostFinance-Konto verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yuh ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance ist zusammen mit der Online-Bank Swissquote an der Finanz-App Yuh beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yuh kombiniert Kontoführung, Zahlungen, Sparfunktionen, Wertschriftenhandel und Kryptowährungen in einer mobilen Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Angebot richtet sich vor allem an digital orientierte Kundinnen und Kunden. Die Zusammenarbeit ermöglicht PostFinance den Zugang zu zusätzlichen technischen und anlagebezogenen Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yuh tritt als eigenständige Marke auf und ist nicht mit der PostFinance App gleichzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Poststellen und Beratungsstandorte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance nutzt Teile des schweizweiten Poststellennetzes für Finanzdienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An vielen Poststellen können Kundinnen und Kunden Bargeld beziehen oder einzahlen und bestimmte Zahlungsaufträge erledigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umfassende Bankberatungen werden jedoch nicht an jeder Poststelle angeboten. Dafür bestehen spezialisierte Beratungsstandorte und Möglichkeiten für Video- oder Telefonberatungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gemeinsame Netz mit der Schweizerischen Post verschafft PostFinance insbesondere in kleineren Gemeinden eine physische Präsenz, die reine Online-Banken nicht besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sponsoring ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance ist im schweizerischen Sport-, Kultur- und Bildungsbereich als Sponsorin tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt ist das Engagement im Schweizer Eishockey. Das Unternehmen unterstützt seit vielen Jahren nationale Ligen, Vereine und den Nachwuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Frauenliga trägt die Bezeichnung PostFinance Women’s League. Mit dem PostFinance Top Scorer werden erfolgreiche Spielerinnen und Spieler ausgezeichnet; damit verbundene Beiträge fliessen in die Nachwuchsförderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sponsoring dient sowohl der Markenbekanntheit als auch der Förderung gesellschaftlicher und sportlicher Projekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachhaltigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance verfolgt Ziele im Bereich der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen will die Emissionen des eigenen Betriebs reduzieren und ab 2030 im eigenen Betrieb klimaneutral arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.postfinance.ch/de/ueber-uns/nachhaltigkeit/massnahmen/oekologische-verantwortung.html |titel=Ökologische Verantwortung |hrsg=PostFinance AG |abruf=2026-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anlagegeschäft werden Nachhaltigkeitskriterien in verschiedenen Produkten und Beratungsprozessen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance veröffentlicht einen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht. Dieser enthält Angaben zu Klima, Personal, Unternehmensführung, Lieferketten und gesellschaftlichem Engagement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker weisen darauf hin, dass die ökologische Wirkung eines Finanzinstituts nicht nur vom eigenen Betrieb, sondern vor allem von seinen Finanzanlagen und den finanzierten Tätigkeiten abhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance steht aufgrund ihrer besonderen Stellung zwischen Staatsunternehmen und Wettbewerbsbank regelmässig in der politischen Diskussion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Private Banken kritisieren teilweise, dass das Unternehmen von der Bekanntheit, dem Poststellennetz und der indirekten staatlichen Eigentümerschaft profitiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance verweist dagegen auf das gesetzliche Kreditverbot, das wesentliche Ertragsmöglichkeiten einer gewöhnlichen Bank ausschliesst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Kritik betrifft Kontogebühren, die Schliessung oder Umgestaltung von Standorten, technische Störungen sowie Veränderungen bei Karten- und Online-Banking-Systemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Frage, ob PostFinance vollständig im Besitz der Post bleiben, teilprivatisiert oder mit einer expliziten Staatsgarantie ausgestattet werden soll, ist politisch umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privatisierungsdebatte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesrat schlug zeitweise vor, die gesetzlichen Grundlagen für eine Teilprivatisierung von PostFinance zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beteiligung privater Investoren sollte zusätzliches Eigenkapital ermöglichen und die Voraussetzungen für eine Aufhebung des Kreditverbots verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegner befürchteten einen Verlust öffentlicher Kontrolle und eine Schwächung des Service public. Zudem blieb umstritten, ob der Bund auch nach einer Teilprivatisierung finanzielle Risiken tragen müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Parlament trat auf zentrale Teile der vorgeschlagenen Neuordnung nicht ein. PostFinance blieb deshalb vollständig im Eigentum der Schweizerischen Post.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Schweiz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PostFinance nimmt eine besondere Stellung im schweizerischen Finanzsystem ein. Sie verbindet die historische Tradition des Postcheckdienstes mit modernen Bank- und Zahlungsdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre grosse Zahl an Konten und Zahlungstransaktionen macht sie zu einem zentralen Bestandteil des alltäglichen Zahlungsverkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dichte Netz der Schweizerischen Post erleichterte über Jahrzehnte auch Personen in ländlichen Regionen den Zugang zu Finanzdienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig begrenzen das Kreditverbot und die staatliche Eigentümerstruktur die Möglichkeiten des Unternehmens und führen zu wiederkehrenden politischen Diskussionen über seine zukünftige Ausrichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Schweizerische Post]]&lt;br /&gt;
* [[Bankwesen in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Zahlungsverkehr in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Eidgenössische Finanzmarktaufsicht]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizerische Nationalbank]]&lt;br /&gt;
* [[Systemrelevante Bank]]&lt;br /&gt;
* [[TWINT]]&lt;br /&gt;
* [[QR-Rechnung]]&lt;br /&gt;
* [[Esisuisse]]&lt;br /&gt;
* [[E-Banking in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Postcard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* PostFinance AG: &amp;#039;&amp;#039;Geschäftsbericht 2025.&amp;#039;&amp;#039; Bern 2026.&lt;br /&gt;
* Die Schweizerische Post AG: &amp;#039;&amp;#039;Geschäftsbericht 2025.&amp;#039;&amp;#039; Bern 2026.&lt;br /&gt;
* Eidgenössische Finanzmarktaufsicht: &amp;#039;&amp;#039;Berichterstattung zu Recovery und Resolution.&amp;#039;&amp;#039; Bern.&lt;br /&gt;
* Schweizerische Nationalbank: &amp;#039;&amp;#039;Bericht zur Finanzstabilität.&amp;#039;&amp;#039; Zürich und Bern.&lt;br /&gt;
* Historisches Lexikon der Schweiz: &amp;#039;&amp;#039;Postcheck- und Giroverkehr.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.postfinance.ch Offizielle Website von PostFinance]&lt;br /&gt;
* [https://www.postfinance.ch/de/ueber-uns/unternehmen/geschichte.html Geschichte von PostFinance]&lt;br /&gt;
* [https://www.postfinance.ch/de/ueber-uns/unternehmen/organisation.html Organisation von PostFinance]&lt;br /&gt;
* [https://www.postfinance.ch/de/ueber-uns/medien/berichterstattung/geschaeftsbericht.html Geschäftsbericht von PostFinance]&lt;br /&gt;
* [https://www.finma.ch/de/durchsetzung/recovery-und-resolution-n/das-schweizer-too-big-to-fail-konzept/banken/ Systemrelevante Banken] bei der FINMA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|PostFinance|PostFinance}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bank (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Schweizerische Post]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahlungsverkehr (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Systemrelevante Bank]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 2013]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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