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	<title>Pfäffikon SZ - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&quot; ! colspan=&quot;2&quot; style=&quot;text-align:center; font-size:125%;&quot; | Pfäffikon SZ |- | colspan=&quot;2&quot; style=&quot;text-align:center;&quot; | Blick über Pfäffikon zum Zürichsee |- ! Staat | Schweiz |- ! Kanton | Schwyz |- ! Bezirk | Höfe |- ! Politische Gemeinde | Freienbach |- ! F…»</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:125%;&amp;quot; | Pfäffikon SZ |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | &lt;a href=&quot;/de/Datei:Lake_zurich_-_pf%C3%A4ffikon_-_seedamm_-_rapperswil.JPG&quot; title=&quot;Datei:Lake zurich - pfäffikon - seedamm - rapperswil.JPG&quot;&gt;300px|Blick über Pfäffikon zum Zürichsee&lt;/a&gt; |- ! Staat | &lt;a href=&quot;/de/Schweiz&quot; title=&quot;Schweiz&quot;&gt;Schweiz&lt;/a&gt; |- ! Kanton | &lt;a href=&quot;/de/Kanton_Schwyz&quot; title=&quot;Kanton Schwyz&quot;&gt;Schwyz&lt;/a&gt; |- ! Bezirk | &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Bezirk_H%C3%B6fe&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Bezirk Höfe (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Höfe&lt;/a&gt; |- ! Politische Gemeinde | &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Freienbach&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Freienbach (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Freienbach&lt;/a&gt; |- ! F…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:125%;&amp;quot; | Pfäffikon SZ&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:Lake zurich - pfäffikon - seedamm - rapperswil.JPG|300px|Blick über Pfäffikon zum Zürichsee]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Staat&lt;br /&gt;
| [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kanton&lt;br /&gt;
| [[Kanton Schwyz|Schwyz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bezirk&lt;br /&gt;
| [[Bezirk Höfe|Höfe]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Politische Gemeinde&lt;br /&gt;
| [[Freienbach]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Funktion&lt;br /&gt;
| Hauptort der Gemeinde Freienbach und zusammen mit [[Wollerau]] Hauptort des Bezirks Höfe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
| 7&amp;#039;518 &amp;lt;small&amp;gt;(31. Dezember 2024)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fläche&lt;br /&gt;
| 11,5 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Höhe&lt;br /&gt;
| 416 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Postleitzahl&lt;br /&gt;
| 8808&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Koordinaten&lt;br /&gt;
| 47.2000° N, 8.7667° E&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Website&lt;br /&gt;
| [https://www.freienbach.ch www.freienbach.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pfäffikon SZ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Ortschaft der politischen Gemeinde [[Freienbach]] im [[Bezirk Höfe]] des [[Kanton Schwyz|Kantons Schwyz]]. Der Zusatz «SZ» dient der Unterscheidung von [[Pfäffikon ZH]] im Kanton Zürich. Pfäffikon liegt am Südufer des [[Zürichsee]]s, am östlichen Zugang zum [[Seedamm von Rapperswil]] und am Fuss des [[Etzel]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 7&amp;#039;518 Einwohnerinnen und Einwohnern Ende 2024 ist Pfäffikon der bevölkerungsreichste der fünf Ortsteile der Gemeinde Freienbach. Die Ortschaft ist Sitz der Gemeindeverwaltung und bildet zusammen mit [[Wollerau]] den Hauptort des Bezirks Höfe. Aufgrund seiner Lage, der guten Verkehrsverbindungen und der zahlreichen Finanz-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen gilt Pfäffikon als wirtschaftliches und administratives Zentrum von [[Ausserschwyz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.freienbach.ch/freienbach/portrait/freienbachzahlen «Freienbach in Zahlen»], Gemeinde Freienbach, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;doerfer&amp;quot;&amp;gt;[https://www.freienbach.ch/freienbach/portrait/diefuenfdoerfer «Die fünf Dörfer»], Gemeinde Freienbach, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon liegt am südlichen Ende des oberen Zürichsees. Das Siedlungsgebiet erstreckt sich vom flachen Seeufer über leicht ansteigende Hänge bis zu den bewaldeten Ausläufern des Etzels. Westlich schliesst das Dorf [[Freienbach]] an, östlich liegen die Gemeinden [[Altendorf SZ|Altendorf]] und [[Feusisberg]]. Nördlich führt der Seedamm über [[Hurden]] nach [[Rapperswil SG|Rapperswil]] im Kanton [[Kanton St. Gallen|St. Gallen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche des Ortsteils beträgt gemäss den Angaben der Gemeinde 11,5 Quadratkilometer. Damit umfasst Pfäffikon mehr als die Hälfte des Gemeindegebiets von Freienbach, zu dem ausserdem die Ortsteile Freienbach, [[Bäch SZ|Bäch]], [[Wilen bei Wollerau|Wilen]] und Hurden gehören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Ortskern befindet sich in der Nähe des Seeufers und des Schlossturms. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden auf den höher gelegenen Flächen und entlang der wichtigsten Verkehrsachsen ausgedehnte Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsquartiere. Die Siedlungsgebiete von Pfäffikon, Freienbach, Wilen und den angrenzenden Gemeinden sind teilweise eng miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zürichsee und Seedamm ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon liegt an einem der bedeutendsten natürlichen und historischen Übergänge über den Zürichsee. Zwischen dem Südufer bei Pfäffikon und Rapperswil verengt sich der See. Über diese Stelle führen der Seedamm, eine Eisenbahnlinie und der parallel verlaufende historische Holzsteg zwischen Rapperswil und Hurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1878 eröffnete Seedamm verbindet die Kantone Schwyz und St. Gallen. Er ist für den regionalen Strassen- und Eisenbahnverkehr von grosser Bedeutung. Die Verbindung erschliesst zugleich die Halbinsel Hurden und stellt einen wichtigen Zugang von Ausserschwyz zur Stadt Rapperswil-Jona und zum Zürcher Oberland dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in prähistorischer Zeit bestanden zwischen den beiden Ufern Holzstege. Archäologische Untersuchungen weisen nach, dass der Übergang über Jahrtausende hinweg genutzt wurde. Der heutige Holzsteg für Fussgängerinnen und Fussgänger wurde im Jahr 2001 eröffnet und folgt ungefähr dem Verlauf historischer Stegverbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Seedamm verlaufen die nationale Veloroute 9, die Seen-Route, sowie die nationale Wanderroute 4, die [[Via Jacobi]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sz.ch/public/upload/assets/85242/Kleine_Anfrage_KA_15_25.pdf «Verkehrssituation auf dem Seedamm»], Regierungsrat des Kantons Schwyz, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauenwinkel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordöstlich des Siedlungsgebiets liegt der [[Frauenwinkel]], eines der bedeutendsten Flachmoorgebiete am Zürichsee. Das Schutzgebiet umfasst ausgedehnte Schilfflächen, Riedwiesen, Flachwasserzonen und Teile der offenen Seefläche. Es bildet einen wichtigen Lebensraum für Wasservögel, Amphibien, Fische und seltene Pflanzenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Frauenwinkel wurde 1927 unter Schutz gestellt. Zum grösseren Naturraum gehören auch die Inseln [[Ufenau]] und [[Lützelau]]. Der Name geht auf die Schenkung Kaiser [[Otto I. (HRR)|Ottos I.]] von 965 an das der Muttergottes geweihte [[Kloster Einsiedeln]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freienbach.ch/freienbach/portrait/sehenswuerdigkeiten/12515 «Naturschutzgebiet Frauenwinkel»], Gemeinde Freienbach, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet steht unter erheblichem Nutzungsdruck durch Siedlung, Verkehr, Landwirtschaft und Freizeitaktivitäten. Wege, Beobachtungsstellen und Schutzbestimmungen sollen den Zugang zur Landschaft ermöglichen und zugleich empfindliche Lebensräume bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname wurde 965 als &amp;#039;&amp;#039;Phaffinchova&amp;#039;&amp;#039; erstmals urkundlich erwähnt. Spätere Schreibweisen waren unter anderem &amp;#039;&amp;#039;pfaffinkon&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Phefincon&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pfaffichon&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;pfeffinkon&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Pfeffikon&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name wird gewöhnlich als «Hof der Leute des Pfaffo» oder als Bezeichnung eines mit einem Geistlichen verbundenen Hofes gedeutet. Der Namensbestandteil &amp;#039;&amp;#039;Pfaff&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete im mittelalterlichen Sprachgebrauch einen Geistlichen oder Priester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon wurde früher auch «zum Spycher» genannt. Diese Bezeichnung bezog sich auf die Funktion des Ortes als Speicher- und Verwaltungszentrum des Klosters Einsiedeln. In Pfäffikon wurden landwirtschaftliche Abgaben und Erträge aus den klösterlichen Besitzungen gesammelt und aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Pfäffikon&amp;#039;&amp;#039; setzte sich im 19. Jahrhundert durch. Der Kantonszusatz &amp;#039;&amp;#039;SZ&amp;#039;&amp;#039; gehört nicht zum eigentlichen Ortsnamen, wird aber in Adressen, Fahrplänen und enzyklopädischen Bezeichnungen verwendet, um Verwechslungen mit Pfäffikon im Kanton Zürich zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prähistorische Besiedlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet am oberen Zürichsee war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Im See vor dem heutigen Gemeindegebiet wurden 1935 Spuren einer Seeufersiedlung aus der Zeit um 2750 v. Chr. entdeckt. Zu den Fundgegenständen gehören Steinbeile, Pfeilspitzen, Keramikfragmente und bearbeitete Feuersteine.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.freienbach.ch/freienbach/portrait/geschichte «Geschichte der Gemeinde Freienbach»], Gemeinde Freienbach, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere archäologische Funde belegen, dass die Seeenge zwischen Pfäffikon, Hurden und Rapperswil bereits in der Bronzezeit durch Holzstege oder Brückenkonstruktionen überquert wurde. Die günstige Lage am Seeübergang und an regionalen Verkehrswegen prägte die Entwicklung des Ortes über Jahrtausende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 965 schenkte Kaiser Otto I. dem Kloster Einsiedeln umfangreiche Besitzungen und grundherrliche Rechte in der Region. Zur Schenkung gehörten die Insel Ufenau sowie Güter in Pfäffikon und weiteren Orten am Zürichsee. Das Kloster blieb danach während vieler Jahrhunderte der wichtigste Grundherr in Pfäffikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Kapelle in Pfäffikon wurde 1132 geweiht. Kirchlich gehörte der Ort zunächst zur Pfarrei auf der Ufenau. Seit 1308 war das Gebiet Bestandteil der eigenständigen Pfarrei Freienbach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster Einsiedeln liess um 1250 einen massiven Wohnturm errichten. Dieser bildete den Kern des späteren Schlosses Pfäffikon und diente als Verwaltungs-, Speicher- und Schutzbau. Von Pfäffikon aus wurden die klösterlichen Besitzungen am oberen Zürichsee verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Kloster selbst keine weltliche Schutz- und Militärgewalt ausübte, standen Pfäffikon und die übrigen Höfe unter verschiedenen Schirmvögten. Zu ihnen gehörten die Grafen von Rapperswil, die Habsburger, Zürich und später Schwyz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konflikte um die Höfe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strategische Lage am Seeübergang führte wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen den regionalen Mächten. Im 14. und 15. Jahrhundert stritten insbesondere Zürich und Schwyz um den Einfluss über die Höfe und die Besitzungen des Klosters Einsiedeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Alter Zürichkrieg|Alten Zürichkriegs]] wurde die Region mehrfach militärisch besetzt. Schwyz konnte seinen Einfluss schliesslich dauerhaft ausbauen. Pfäffikon blieb grundherrlich eng mit dem Kloster Einsiedeln verbunden, gehörte politisch jedoch zum schwyzerischen Herrschaftsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner der Höfe verfügten im Laufe der Zeit über eigene lokale Rechte und Versammlungen. Pfäffikon entwickelte sich zu einem Verwaltungsort für den Vorderen Hof, während Wollerau das Zentrum des Hinteren Hofes bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss Pfäffikon blieb der wichtigste Verwaltungssitz des Klosters Einsiedeln am Zürichsee. Ein Statthalter vertrat den Abt und verwaltete die klösterlichen Güter, Abgaben und Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei, Weinbau und lokalem Gewerbe. Die Lage am Verkehrsweg zwischen Rapperswil, Einsiedeln und den Innerschweizer Gebieten brachte zusätzliche Einnahmen durch Transport, Handel und Gastwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon wurde mehrfach von politischen und militärischen Ereignissen betroffen. Während der konfessionellen Konflikte der Alten Eidgenossenschaft besass der Ort als Zugang nach Einsiedeln und in die katholische Innerschweiz strategische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetische Republik und Bezirksort ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] im Jahr 1798 wurden die bisherigen Herrschaftsverhältnisse aufgehoben. Die Höfe erhielten eine neue politische Ordnung und wurden zeitweise unterschiedlichen Verwaltungseinheiten zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Mediationsakte]] von 1803 entstand der Bezirk Pfäffikon. Pfäffikon war dessen Hauptort und führte ein eigenes Bezirkswappen mit drei roten Löwen auf goldenem Grund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestanden politische Spannungen zwischen den äusseren Bezirken und dem alten Landesteil des Kantons Schwyz. Die Bezirke March, Einsiedeln, Küssnacht und Pfäffikon bildeten 1831 zusammen mit dem Bezirk Wollerau den kurzlebigen Kanton [[Kanton Schwyz äusseres Land|Schwyz äusseres Land]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wiedervereinigung des Kantons wurden die Verwaltungsstrukturen neu geordnet. 1848 vereinigten sich die Bezirke Pfäffikon und Wollerau zum Bezirk Höfe. Gleichzeitig wurden die bisherigen lokalen Gemeindestrukturen in der politischen Gemeinde Freienbach zusammengefasst. Pfäffikon verlor damit seine Stellung als eigenständige politische Einheit, blieb aber zusammen mit Wollerau Bezirkshauptort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehrsausbau und Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung des Seedamms und der Eisenbahnverbindung zwischen Rapperswil und Pfäffikon im Jahr 1878 veränderte die wirtschaftliche Lage grundlegend. Pfäffikon wurde zu einem regionalen Verkehrsknotenpunkt zwischen Zürich, Rapperswil, Chur, Einsiedeln und der Zentralschweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnanschluss förderte die Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben. Dennoch blieb Pfäffikon bis weit ins 20. Jahrhundert ein vergleichsweise ländlich geprägter Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau der Strassen und der zunehmenden Motorisierung entstanden neue Wohnquartiere. Die Eröffnung der [[Autobahn A3 (Schweiz)|Autobahn A3]] verbesserte die Verbindung nach Zürich und in Richtung Chur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung zum regionalen Zentrum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1960er-Jahren nahm die Bevölkerung stark zu. Landwirtschaftlich genutzte Flächen wurden überbaut, und um den historischen Dorfkern entstanden neue Wohn- und Gewerbegebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er-Jahren wurden das Seedamm-Center und das Freizeitbad [[Alpamare]] eröffnet. Beide Einrichtungen entwickelten sich zu überregionalen Anziehungspunkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1990er-Jahren liessen sich zahlreiche Finanzdienstleister, Anlagegesellschaften und international tätige Unternehmen in Pfäffikon nieder. Die günstige steuerliche Situation, die Nähe zum Wirtschaftsraum Zürich und die gute Verkehrsanbindung förderten den Wandel zu einem bedeutenden Dienstleistungsstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon hatte am 31. Dezember 2024 insgesamt 7&amp;#039;518 Einwohnerinnen und Einwohner. Damit lebten rund 44 Prozent der Bevölkerung der Gemeinde Freienbach im Ortsteil Pfäffikon.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungszahl nahm vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg stark zu. Aus dem historischen Dorf entwickelte sich ein dicht bebautes regionales Zentrum. Neue Quartiere entstanden unter anderem in den Gebieten Roggenacker, Huob und Rietbrunnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bevölkerungszuwachs steht in engem Zusammenhang mit der Entwicklung des Wirtschaftsraums Zürich, dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Ansiedlung von Arbeitsplätzen in der Region Höfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon weist eine international zusammengesetzte Bevölkerung auf. Neben alteingesessenen Familien leben zahlreiche Personen im Ort, die in Zürich, Rapperswil-Jona oder anderen Gemeinden der Region arbeiten. Gleichzeitig pendeln viele Beschäftigte aus anderen Kantonen nach Pfäffikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon ist keine eigenständige politische Gemeinde. Die kommunalen Aufgaben werden durch die politische Gemeinde Freienbach wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gemeindehäuser der Gemeinde Freienbach befinden sich in Pfäffikon. Das Gemeindehaus Schloss liegt an der Unterdorfstrasse, während das Gemeindehaus Dorf an der Etzelstrasse steht. In ihnen sind die Gemeindebehörden und verschiedene Verwaltungsabteilungen untergebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;doerfer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit Wollerau bildet Pfäffikon den Hauptort des Bezirks Höfe. Verschiedene Bezirksstellen und regionale öffentliche Einrichtungen haben ihren Sitz in einem der beiden Orte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Ortsteilebene besteht die Dorfgemeinschaft Pfäffikon. Sie wurde 1981 gegründet und befasst sich mit Anliegen der Dorfentwicklung, der Gestaltung öffentlicher Räume und der Organisation örtlicher Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsstandorte des Kantons Schwyz. Die Wirtschaftsstruktur wird durch Finanzdienstleistungen, Unternehmensberatungen, Beteiligungsgesellschaften, Industrie, Handel, Hotellerie und weitere Dienstleistungen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zu Zürich und Rapperswil-Jona, die Lage an der A3 und die steuerlichen Rahmenbedingungen des Kantons Schwyz förderten seit den 1990er-Jahren die Ansiedlung nationaler und internationaler Unternehmen. Der Bezirk Höfe gilt heute als wichtiger Standort für Finanzdienstleister und Vermögensverwalter.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sz.ch/volkswirtschaftsdepartement/amt-fuer-wirtschaft/wirtschaftsfoerderung/geschaeftsumfeld/infrastruktur.html «Infrastruktur und Wirtschaftsstandort»], Kanton Schwyz, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Unternehmen mit einem bedeutenden Standort in Pfäffikon gehören oder gehörten unter anderem [[OC Oerlikon]], Man Group, LGT Capital Partners und Pamasol. Daneben befinden sich zahlreiche kleinere Unternehmen aus dem Finanz-, Treuhand-, Immobilien- und Beratungsbereich im Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konzentration von Anlage- und Beteiligungsgesellschaften führte dazu, dass Pfäffikon zeitweise als wichtiger europäischer Standort für Hedgefonds bezeichnet wurde. Die Zusammensetzung der ansässigen Unternehmen verändert sich jedoch laufend durch Umzüge, Fusionen und Umstrukturierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrie und Gewerbe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Finanzsektor verfügt Pfäffikon über Gewerbe- und Industriegebiete. Ein bedeutendes Areal befindet sich im Gebiet First nahe der Autobahn. Dort sind Produktionsbetriebe, Detailhandel, Hotels, medizinische Einrichtungen und weitere Dienstleistungsunternehmen angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die industrielle Tradition wird unter anderem durch Unternehmen aus dem Maschinen-, Anlagen- und Verpackungsbau vertreten. Zahlreiche kleinere Handwerks- und Gewerbebetriebe versorgen die Gemeinde und die umliegende Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Detailhandel und Freizeitwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Seedamm-Center ist eines der grössten Einkaufszentren der Region. Es liegt östlich des Ortskerns in der Nähe der Autobahn und umfasst zahlreiche Detailhandels-, Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unmittelbarer Nähe befindet sich das Alpamare, ein überregional bekanntes Erlebnisbad mit Innen- und Aussenbecken sowie Wasserrutschbahnen. Das 1977 eröffnete Bad zählt zu den grössten Anlagen seiner Art in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kongresshotel Seedamm Plaza verfügt über Veranstaltungs- und Übernachtungsmöglichkeiten. Zum Komplex gehört auch das Casino Pfäffikon-Zürichsee, das auf Grundlage einer eidgenössischen Spielbankenkonzession betrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Pfäffikon SZ]] ist ein wichtiger Eisenbahnknoten in Ausserschwyz. Er liegt an der Bahnstrecke Zürich–Chur und am südlichen Ende der Strecke über den Seedamm nach Rapperswil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Pfäffikon bestehen direkte Verbindungen nach Zürich, Rapperswil, Ziegelbrücke, Chur, St. Gallen, Einsiedeln, Arth-Goldau und Luzern. Der Bahnhof wird von Fernverkehrs-, Regional- und S-Bahn-Zügen bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon ist in das Netz der [[S-Bahn Zürich]] eingebunden. Über den Seedamm verkehren Züge in Richtung Rapperswil und Zürich. Weitere Verbindungen führen entlang des linken Zürichseeufers nach Wädenswil und Zürich sowie in Richtung March und Glarnerland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie nach [[Einsiedeln]] zweigt in Pfäffikon von der Hauptstrecke ab und steigt über [[Feusisberg]] und [[Schindellegi]] zum Hochtal von Einsiedeln an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof dient als zentraler Umsteigepunkt für regionale und lokale Buslinien. Verbindungen bestehen unter anderem nach Freienbach, Bäch, Wilen, Wollerau, Feusisberg, Schindellegi, Altendorf und Lachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ortsbuslinien erschliessen das Seedamm-Center, das Gewerbegebiet First und verschiedene Wohnquartiere. Seit Dezember 2023 wird das Gewerbegebiet First durch die verlängerte Buslinie 188 halbstündlich mit dem Bahnhof verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sz.ch/public/upload/assets/66848/B_20230511_Begleitdokument_Kanton_Schwyz_zu_Fahrplanentwurf_2024.pdf «Begleitdokument zum Fahrplanentwurf 2024»], Kanton Schwyz, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon liegt an der Autobahn A3 zwischen Zürich und Chur. Mehrere Autobahnanschlüsse erschliessen den Ort und die angrenzenden Gewerbegebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptstrassen führen westwärts über Freienbach und Wollerau nach Richterswil, ostwärts nach Altendorf und Lachen sowie nordwärts über den Seedamm nach Rapperswil-Jona. Eine weitere Verbindung führt über Feusisberg nach Schindellegi und Einsiedeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Seedamm gehört zu den am stärksten belasteten Strassenabschnitten der Region. Zu den täglichen Pendlerströmen kommen Einkaufs-, Freizeit- und Durchgangsverkehr. Die hohe Belastung führt regelmässig zu Staus und ist Gegenstand kantonaler und interkantonaler Verkehrsplanungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schifffahrt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon besitzt eine Anlegestelle der Zürichsee-Schifffahrt. Kursschiffe verbinden den Ort saisonal mit Rapperswil und weiteren Orten am Zürichsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schifffahrt hat vor allem touristische und freizeitbezogene Bedeutung. Historisch wurden auf dem See auch Personen, Tiere und Waren zwischen den Ortschaften transportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeschule Freienbach unterhält in Pfäffikon mehrere Schulstandorte für Kindergarten und Primarschule. Weiterführende Schulen werden teilweise gemeinsam mit anderen Ortsteilen und Gemeinden der Region geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Pfäffikon befindet sich ein Standort der [[Kantonsschule Ausserschwyz]]. Die Schule geht unter anderem auf das 1971 eröffnete kantonale Unterseminar und die 1975 gegründete Kantonsschule Pfäffikon zurück. 1997 wurde sie mit dem Christ-König-Kollegium in Nuolen zur Kantonsschule Ausserschwyz zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Pfäffikon bietet gymnasiale und weitere kantonale Bildungsangebote. Aufgrund der guten Verkehrsanbindung besuchen Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Bezirk Höfe sowie aus angrenzenden Regionen die Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bestehen private Bildungs-, Sprach- und Weiterbildungseinrichtungen. Die wirtschaftliche Bedeutung des Ortes fördert insbesondere Angebote in den Bereichen Management, Finanzen und berufliche Weiterbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon gehörte ursprünglich zur Pfarrei auf der Insel Ufenau. Eine Kapelle im Ort wurde 1132 geweiht. Nach der kirchlichen Verselbstständigung von Freienbach im Jahr 1308 blieb Pfäffikon Teil dieser Pfarrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige römisch-katholische Kirche St. Meinrad wurde im 20. Jahrhundert errichtet. Sie trägt das Patrozinium des heiligen [[Meinrad von Einsiedeln]], dessen Geschichte eng mit dem Kloster Einsiedeln und der Region verbunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die reformierte Bevölkerung besteht die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Höfe. Sie umfasst mehrere Gemeinden des Bezirks und unterhält kirchliche Einrichtungen in Pfäffikon und Wollerau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Bevölkerungswachstum und die internationale Zuwanderung leben in Pfäffikon auch Angehörige weiterer christlicher Gemeinschaften, anderer Religionen sowie konfessionslose Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schloss Pfäffikon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schloss Pfäffikon]] ist das bedeutendste historische Bauwerk des Ortes. Sein markanter Wohnturm wurde um 1250 durch das Kloster Einsiedeln errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage diente als Wehrbau, Speicher und Verwaltungssitz für die umfangreichen klösterlichen Besitzungen am oberen Zürichsee. Der Einsiedler Statthalter verwaltete von Pfäffikon aus die Güter und Einkünfte des Klosters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der mittelalterliche Turm ist von späteren Wohn- und Wirtschaftsgebäuden umgeben. Die Gesamtanlage wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und renoviert. Sie befindet sich weiterhin im Eigentum des Klosters Einsiedeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein Pro Schloss Pfäffikon setzt sich für die Erhaltung und Vermittlung der Anlage ein und organisiert Führungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freienbach.ch/freienbach/portrait/sehenswuerdigkeiten/12440 «Schlossturm Pfäffikon»], Gemeinde Freienbach, abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapelle St. Anna ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kapelle St. Anna steht im Bereich der Schlossanlage. Sie gehört zum historischen Gebäudekomplex des Klosters Einsiedeln und dient kirchlichen Feiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bau geht auf die frühe Neuzeit zurück und enthält ältere Ausstattungsstücke. Zusammen mit dem Schlossturm erinnert die Kapelle an die jahrhundertelange geistliche und wirtschaftliche Verbindung Pfäffikons mit dem Kloster Einsiedeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirche St. Meinrad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche St. Meinrad prägt mit ihrem Turm das Ortsbild in der Nähe des historischen Dorfkerns. Sie wurde errichtet, um der stark wachsenden Bevölkerung von Pfäffikon einen eigenen Gottesdienstraum zu bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche ist nach dem heiligen Meinrad benannt, der im 9. Jahrhundert als Einsiedler lebte und als geistlicher Wegbereiter des Klosters Einsiedeln gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzsteg und Seeufer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzsteg zwischen Hurden und Rapperswil ist vom Pfäffikoner Seeufer aus gut erreichbar. Er gehört zu den bekanntesten Fusswegverbindungen am oberen Zürichsee und ist Teil des Jakobswegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Seeufer bietet Spazierwege, Hafenanlagen, Grünflächen und Ausblicke auf die Inseln Ufenau und Lützelau. Teile des Ufers gehören zum empfindlichen Naturraum des Frauenwinkels und dürfen nur auf den bezeichneten Wegen betreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kulturelle Leben wird von Vereinen, Kirchgemeinden, Schulen und privaten Veranstaltern getragen. In Pfäffikon bestehen Musik-, Sport-, Fasnachts-, Kultur- und Quartiervereine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dorfgemeinschaft Pfäffikon organisiert unter anderem einen Räbeliechtliumzug, einen Weihnachtsmarkt und zeitweise ein Freiluftkino am See. Weitere Veranstaltungen finden im Dorfzentrum, im Schlossareal und im Seedamm Plaza statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zu Rapperswil, Einsiedeln und Zürich erweitert das kulturelle Angebot. Gleichzeitig besitzt Pfäffikon mit seinen lokalen Traditionen und historischen Beziehungen zum Kloster Einsiedeln eine eigenständige Dorfidentität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Freizeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Zürichsee bestehen Möglichkeiten zum Schwimmen, Segeln, Rudern, Paddeln und weiteren Wassersportarten. Wegen des Naturschutzgebiets Frauenwinkel gelten in verschiedenen Ufer- und Wasserbereichen besondere Schutz- und Befahrungsregeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wanderwege führen von Pfäffikon auf den Etzel, nach Einsiedeln, über den Holzsteg nach Rapperswil und entlang des Zürichsees. Die Via Jacobi verbindet den Ort mit dem schweizerischen Netz der Jakobswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alpamare ist ein bedeutender Freizeitbetrieb. Weitere Sportanlagen umfassen Turnhallen, Fussballplätze, Tennisanlagen und Fitnesszentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsbild und Siedlungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Kern von Pfäffikon liegt zwischen dem Schloss, dem Bahnhof und dem Seeufer. Ältere Wohn- und Gewerbebauten stehen entlang der früheren Durchgangsstrassen und des Dorfbachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die starke Entwicklung des 20. und 21. Jahrhunderts führte zu einer heterogenen Bebauung. Neben traditionellen Häusern bestehen Mehrfamilienhäuser, Hochhäuser, Bürokomplexe, Einkaufszentren und grossflächige Gewerbebauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bauliche Verdichtung ist eine Folge des Bevölkerungswachstums und der hohen Nachfrage nach Wohn- und Geschäftsraum. Gleichzeitig bemühen sich Gemeinde und Kanton um die Erhaltung historischer Gebäude, öffentlicher Freiräume und der empfindlichen Landschaft am See.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitere Entwicklung wird durch die begrenzten Landreserven, die Verkehrsbelastung und die Anforderungen des Natur- und Hochwasserschutzes beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für Ausserschwyz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfäffikon erfüllt für Ausserschwyz zahlreiche Zentrumsfunktionen. Der Ort ist Verkehrsknotenpunkt, Verwaltungsstandort, Bildungszentrum und bedeutender Arbeitsplatzschwerpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Bahnhof und den Seedamm verbindet Pfäffikon den Kanton Schwyz mit dem Raum Rapperswil-Jona und dem Zürcher Verkehrsnetz. Die A3 stellt eine schnelle Verbindung nach Zürich und in die Ostschweiz her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftlich besitzt Pfäffikon insbesondere für die Finanz- und Dienstleistungsbranche Bedeutung. Gemeinsam mit Wollerau und den übrigen Gemeinden des Bezirks Höfe bildet der Ort einen stark mit der Agglomeration Zürich verflochtenen Wirtschaftsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner städtischen Funktionen ist Pfäffikon rechtlich weiterhin ein Ortsteil der Gemeinde Freienbach und keine selbstständige Stadt oder politische Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Freienbach]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Höfe]]&lt;br /&gt;
* [[Pfäffikon ZH]]&lt;br /&gt;
* [[Seedamm von Rapperswil]]&lt;br /&gt;
* [[Hurden]]&lt;br /&gt;
* [[Frauenwinkel]]&lt;br /&gt;
* [[Ufenau]]&lt;br /&gt;
* [[Etzel]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Pfäffikon SZ]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Pfäffikon]]&lt;br /&gt;
* [[Kantonsschule Ausserschwyz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Albert Jörger: &amp;#039;&amp;#039;Pfäffikon. Wirtschafts- und Bildungszentrum der Höfe.&amp;#039;&amp;#039; Schwyzer Hefte, Band 17, Schwyz 1980.&lt;br /&gt;
* Linus Birchler: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: Einsiedeln, Höfe und March. Birkhäuser, Basel 1927.&lt;br /&gt;
* Markus Bamert: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz. Neue Ausgabe, Band 1: Der Bezirk Höfe.&amp;#039;&amp;#039; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2010, ISBN 978-3-906131-93-1.&lt;br /&gt;
* Gemeinde Freienbach: &amp;#039;&amp;#039;Freienbach – Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Freienbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.freienbach.ch Offizielle Website der Gemeinde Freienbach]&lt;br /&gt;
* [https://www.freienbach.ch/freienbach/portrait/diefuenfdoerfer Informationen zu den fünf Ortsteilen der Gemeinde]&lt;br /&gt;
* [https://www.freienbach.ch/freienbach/portrait/geschichte Geschichte der Gemeinde Freienbach]&lt;br /&gt;
* [https://www.freienbach.ch/freienbach/portrait/freienbachzahlen Bevölkerungs- und Flächenangaben]&lt;br /&gt;
* [https://www.freienbach.ch/freienbach/portrait/sehenswuerdigkeiten/12440 Informationen zum Schlossturm Pfäffikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.freienbach.ch/freienbach/portrait/sehenswuerdigkeiten/12515 Informationen zum Naturschutzgebiet Frauenwinkel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Schwyz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freienbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Zürichsee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptort eines Bezirks in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzplatz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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