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	<title>Nyon - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&quot; |- ! colspan=&quot;2&quot; style=&quot;text-align:center; font-size:120%;&quot; | Nyon |- | colspan=&quot;2&quot; style=&quot;text-align:center;&quot; | Wappen von Nyon |- ! Staat | Schweiz |- ! Kanton | Waadt |- ! Bezirk | Nyon |- ! BFS-Nummer | 5724 |- ! Postleitzahl | 1260 |- ! Koordinaten | 46° 22′ 55″ N, 6° 14′ 24″ E |- ! Höhe | 372–478 m ü. M. |- ! Fläche |…»</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; |- ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:120%;&amp;quot; | Nyon |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | &lt;a href=&quot;/de/Datei:CHE_Nyon_COA.svg&quot; title=&quot;Datei:CHE Nyon COA.svg&quot;&gt;120px|Wappen von Nyon&lt;/a&gt; |- ! Staat | Schweiz |- ! Kanton | Waadt |- ! Bezirk | Nyon |- ! BFS-Nummer | 5724 |- ! Postleitzahl | 1260 |- ! Koordinaten | 46° 22′ 55″ N, 6° 14′ 24″ E |- ! Höhe | 372–478 m ü. M. |- ! Fläche |…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:120%;&amp;quot; | Nyon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:CHE Nyon COA.svg|120px|Wappen von Nyon]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Staat&lt;br /&gt;
| Schweiz&lt;br /&gt;
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! Kanton&lt;br /&gt;
| Waadt&lt;br /&gt;
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! Koordinaten&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! Höhe&lt;br /&gt;
| 372–478 m ü. M.&lt;br /&gt;
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! Fläche&lt;br /&gt;
| 6,80 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
| 24&amp;#039;139&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Einwohnerstand&lt;br /&gt;
| 31. Dezember 2025&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bevölkerungsdichte&lt;br /&gt;
| rund 3&amp;#039;550 Einwohner je km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sprache&lt;br /&gt;
| Französisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Einwohnerbezeichnung&lt;br /&gt;
| Nyonnais und Nyonnaises&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Stadtpräsident&lt;br /&gt;
| Olivier Riesen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Website&lt;br /&gt;
| [https://www.nyon.ch/ www.nyon.ch]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nyon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine politische Gemeinde und Stadt im [[Kanton Waadt]] in der [[Schweiz]]. Sie liegt am Nordwestufer des [[Genfersee]]s zwischen [[Genf]] und [[Lausanne]] und ist Hauptort des gleichnamigen [[Bezirk Nyon|Bezirks Nyon]]. Ende 2025 zählte die Gemeinde 24&amp;#039;139 Einwohnerinnen und Einwohner und war damit die viertgrösste Stadt des Kantons Waadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nyon.ch/decouvrir-nyon/nyon-en-bref/chiffres-cle-8577 Chiffres-clé], Stadt Nyon, Stand 31. Dezember 2025, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Nyons reicht bis in die Antike zurück. Zwischen 46 und 44 v. Chr. gründeten die Römer an dieser Stelle die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Colonia Iulia Equestris&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eine der frühesten römischen Kolonien auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Von der antiken Stadt sind unter anderem Teile des Forums, einer Basilika, eines Aquädukts, von Thermen und eines Amphitheaters erhalten oder archäologisch nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist Nyon ein regionales Verwaltungs-, Wirtschafts- und Kulturzentrum im stark wachsenden Grossraum Genf–Lausanne. Die Stadt ist für ihre Altstadt, das [[Schloss Nyon]], ihre römischen Baudenkmäler und ihre Lage am Genfersee bekannt. Internationale Bedeutung besitzt Nyon als Sitz der [[Union of European Football Associations|UEFA]]. Zu den bekanntesten kulturellen Veranstaltungen gehören das [[Paléo Festival Nyon]] und das Dokumentarfilmfestival [[Visions du Réel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nyon liegt im Südwesten des Kantons Waadt am Nordwestufer des Genfersees. Das Stadtzentrum befindet sich auf einer Geländeterrasse oberhalb des Seeufers. Von der Altstadt und der Schlossterrasse bietet sich ein weiter Blick über den See auf die französische Küste, den [[Chablais]] und die Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt ungefähr 25 Kilometer nordöstlich von Genf und rund 40 Kilometer südwestlich von Lausanne. Sie gehört zur Region [[La Côte VD|La Côte]], die sich entlang des Genfersees zwischen Lausanne und der Genfer Kantonsgrenze erstreckt. Die Region ist durch Weinberge, landwirtschaftlich genutzte Flächen und stark wachsende Wohngebiete geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet umfasst 6,80 Quadratkilometer. Es erstreckt sich vom Seeufer auf 372 Metern bis zu höher gelegenen Gebieten auf maximal 478 Metern. Nyon grenzt an die Gemeinden [[Duillier]], [[Prangins VD|Prangins]], [[Crans VD|Crans-près-Céligny]], [[Eysins]], [[Signy-Avenex]], [[Grens VD|Grens]] und [[Trélex]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;gebiet&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nyon.ch/decouvrir-nyon/nyon-en-bref/ Nyon en bref], Stadt Nyon, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl das Gemeindegebiet klein ist, besitzt die Stadt ausserhalb ihrer Grenzen umfangreiche Wald- und Alpflächen. Dazu gehören vier Bergweiden im Waadtländer Jura mit einer Gesamtfläche von 174 Hektaren: Les Fruitières de Nyon, Combe-Grasse, Le Rosset und Archette.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gebiet&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtgebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Zentrum liegt auf einer Terrasse über dem See. Es wird von engen Gassen, Plätzen, Arkaden und mehrgeschossigen Bürgerhäusern geprägt. Das Schloss bildet den weithin sichtbaren Abschluss der Altstadt zum See hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des historischen Zentrums liegt das Quartier Rive mit dem Hafen, der Schiffsanlegestelle und der Seepromenade. Zwischen Altstadt und See befinden sich Parks und öffentliche Grünanlagen, darunter der Parc du Bourg-de-Rive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. und vor allem im 20. Jahrhundert dehnte sich die Stadt nach Norden und Westen aus. Rund um den Bahnhof entstanden Wohn-, Geschäfts- und Verwaltungsbauten. Weitere Quartiere entwickelten sich entlang der Strassen nach Saint-Cergue, Genf und Lausanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Plaine de l’Asse nordwestlich der Innenstadt ist vor allem als Veranstaltungsort des Paléo Festivals bekannt. Am südwestlichen Stadtrand liegen der UEFA-Campus und die Sportanlagen von Colovray.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nyon besitzt ein gemässigtes Klima, das durch den Genfersee beeinflusst wird. Die Winter sind im Vergleich zum nahe gelegenen Jura relativ mild, während die Sommer warm und teilweise niederschlagsreich sind. Der See vermindert starke Temperaturschwankungen und begünstigt zusammen mit der guten Sonneneinstrahlung den Weinbau in der Region La Côte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Ortsname entwickelte sich aus antiken und mittelalterlichen Namensformen. Die römische Kolonie wurde als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Colonia Iulia Equestris&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Daneben ist der mit dem keltischen Wort für «neue Festung» verbundene Name &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Noviodunum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter erschienen Schreibweisen wie Neodunum, Nevidunum, Nividunum und Niviodunum. Durch sprachliche Verkürzungen entwickelte sich daraus der heutige französische Name Nyon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerinnen und Einwohner werden auf Französisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nyonnais&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nyonnaises&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Der traditionelle waadtländische Übername lautet «Lè Medze-Fedzo», auf Deutsch ungefähr «die Leberesser». Die Devise der Stadt lautet «Aucune n’est plus avenante», sinngemäss «Keine ist einladender».&amp;lt;ref name=&amp;quot;gebiet&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte und römische Kolonie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne archäologische Funde weisen darauf hin, dass das Gebiet um Nyon bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Die eigentliche Stadtgeschichte begann jedoch mit der römischen Koloniegründung zwischen 46 und 44 v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Colonia Iulia Equestris&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde wahrscheinlich auf Veranlassung von [[Gaius Iulius Caesar]] für Veteranen der römischen Armee gegründet. Das zugehörige Kolonialgebiet erstreckte sich zwischen Genfersee und Jura und umfasste grosse Teile der heutigen Region La Côte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot;&amp;gt;Jean-Pierre Bérard und Gilbert Kaenel: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002516/ Nyon (Gemeinde)], in: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentrum der römischen Stadt lag auf der Terrasse der heutigen Altstadt. Es besass ein Forum mit Tempelanlagen und einer Basilika, öffentliche Bäder, Wohnhäuser, Werkstätten, ein Aquädukt und ein Amphitheater. Die Stadt war über Strassen mit [[Genava]], dem heutigen Genf, und [[Lousonna]], dem heutigen Lausanne, verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei aufgerichtete Säulen beim heutigen Parc du Bourg-de-Rive erinnern an das römische Forum. Sie wurden im 20. Jahrhundert aus aufgefundenen antiken Bauteilen rekonstruiert und gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen Nyons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der Spätantike verlor die Stadt an Bedeutung. Im 5. Jahrhundert bestand in Nyon eine christliche Gemeinde. Die antiken öffentlichen Gebäude wurden aufgegeben, und zahlreiche Steine der römischen Anlagen wurden später für mittelalterliche Bauten wiederverwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der römischen Herrschaft entwickelte sich auf den Ruinen der antiken Stadt eine mittelalterliche Siedlung. Nyon gehörte zunächst zur Herrschaft Prangins innerhalb der Grafschaft Waadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 12. Jahrhundert entstand auf dem Geländevorsprung über dem See eine befestigte Anlage, aus der sich das heutige Schloss entwickelte. Im 13. Jahrhundert erhielt Nyon städtische Rechte. Die Lage an der Strasse zwischen Genf und Lausanne sowie der Hafen am Genfersee förderten Handel und Handwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1293 gelangte Nyon unter die Herrschaft des [[Haus Savoyen|Hauses Savoyen]]. Die Stadt wurde zu einem Verwaltungszentrum und zeitweise zu einer savoyischen Münzstätte. Die Befestigungsanlagen, das Schloss und die Stadttore wurden ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Stadt konzentrierte sich rund um die Grand-Rue, den Marktplatz und die Kirche Notre-Dame, den heutigen Temple de Nyon. Teile der damaligen Strassenführung sind in der Altstadt bis heute erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bernische Herrschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1536 eroberte die Stadt Bern das Waadtland und führte die Reformation ein. Nyon wurde Hauptort einer bernischen Landvogtei. Das Schloss diente bis 1798 als Sitz des Landvogts und wurde im 16. Jahrhundert im Stil der bernischen Verwaltungsschlösser umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ehemalige katholische Kirche Notre-Dame wurde zu einer reformierten Kirche. Klösterliche und kirchliche Einrichtungen wurden aufgehoben oder einer neuen Nutzung zugeführt. Die französische Sprache blieb jedoch im Alltag und in der Verwaltung der Region erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der bernischen Zeit blieb Nyon eine kleine, aber wirtschaftlich und administrativ bedeutende Stadt. Handel, Landwirtschaft, Fischerei und Schifffahrt bildeten wichtige Erwerbszweige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1781 und 1813 bestand in Nyon eine Porzellanmanufaktur. Das dort hergestellte Nyon-Porzellan zeichnete sich durch feine Formen und farbige Dekorationen aus. Eine umfangreiche Sammlung wird heute im Schlossmuseum gezeigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;museen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nyon.ch/vivre-a-nyon/festivals-culture/les-musees-de-nyon/ Les musées de Nyon], Stadt Nyon, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Kanton Waadt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1798 endete die bernische Herrschaft über die Waadt. Nyon wurde Hauptort eines Distrikts im neu geschaffenen Kanton Léman der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Mediationsakte von 1803 entstand der selbstständige [[Kanton Waadt]]. Nyon blieb Hauptort des gleichnamigen Bezirks. Der Bezirk wurde bei der waadtländischen Gebietsreform von 2006 vergrössert; Nyon behielt seine Funktion als regionales Verwaltungszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1937 war die Stadt Schauplatz einer internationalen Konferenz über Angriffe von U-Booten auf Handelsschiffe im Mittelmeer während des [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkriegs]]. Die daraus hervorgegangenen Vereinbarungen sind als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkommen von Nyon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung zur modernen Stadt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eröffnung der Bahnstrecke Lausanne–Genf im Jahr 1858 verbesserte die Verkehrsverbindungen erheblich. Der Bahnhof entstand nördlich der Altstadt und wurde zu einem wichtigen Ausgangspunkt der städtischen Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 nahm die meterspurige Bahnstrecke von Nyon über [[Saint-Cergue VD|Saint-Cergue]] nach La Cure den Betrieb auf. Sie erschloss die Gemeinden am Jurafuss und die touristischen Gebiete des Waadtländer Juras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wandelte sich Nyon von einer kleinen Bezirksstadt zu einem Wohn-, Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum. Besonders seit der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung stark. Die gute Verkehrsanbindung zog zahlreiche Pendlerinnen und Pendler an, die in Genf, Lausanne oder bei internationalen Organisationen arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 verlegte die UEFA ihre Verwaltung vorläufig von Bern nach Nyon. Das neue Hauptgebäude, das «Haus des europäischen Fussballs», wurde 1999 eröffnet. In den folgenden Jahren entstand am Seeufer ein aus mehreren Gebäuden bestehender Campus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uefa&amp;quot;&amp;gt;[https://www.uefa.com/news-media/news/0211-0f8a3b9eee4c-788d62a238e4-1000--uefa-campus/ UEFA Campus], UEFA, 30. Januar 2014, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nyon zählte am 31. Dezember 2025 insgesamt 24&amp;#039;139 Einwohnerinnen und Einwohner. 16,8 Prozent der Bevölkerung waren jünger als 16 Jahre. Der Anteil der niedergelassenen ausländischen Bevölkerung betrug 40,3 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Stadt lebten Menschen aus 141 Staaten. Die grössten ausländischen Bevölkerungsgruppen stammten aus Frankreich, Portugal und Italien. Die hohe internationale Vielfalt ist unter anderem auf die Nähe zu Genf, den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt und die Ansiedlung international tätiger Unternehmen und Organisationen zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amtssprache und wichtigste Alltagssprache ist Französisch. Daneben werden insbesondere Englisch, Portugiesisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungsentwicklung ist seit dem 19. Jahrhundert durch ein starkes Wachstum gekennzeichnet. Dieses beschleunigte sich nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Ausdehnung der Agglomerationen von Genf und Lausanne. Wegen der kleinen Gemeindefläche weist Nyon heute eine hohe Bevölkerungsdichte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kommunale Legislative ist der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Conseil communal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das Stadtparlament besteht aus 100 Mitgliedern, die nach dem Verhältniswahlverfahren für eine Amtsdauer von fünf Jahren gewählt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;parlament&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nyon.ch/nyon-officiel/autorites/conseil-communal/ Conseil communal], Stadt Nyon, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive trägt im Kanton Waadt die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Municipalité&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Sie besteht in Nyon aus sieben Mitgliedern und wird ebenfalls für fünf Jahre gewählt. Den Vorsitz führt der Stadtpräsident, der auf Französisch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Syndic&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird. Für die Legislaturperiode 2026–2031 bekleidet Olivier Riesen dieses Amt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;municipalite&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nyon.ch/nyon-officiel/autorites/municipalite/composition-de-la-municipalite-2026-2031-3192 Composition de la Municipalité 2026–2031], Stadt Nyon, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bezirkshauptort beherbergt Nyon verschiedene kantonale und regionale Verwaltungsstellen. Die Stadt übernimmt zudem zentrale Aufgaben für die umliegenden Gemeinden in den Bereichen Bildung, Kultur, Verkehr, Gesundheit und regionale Planung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nyon ist ein bedeutendes Dienstleistungs- und Arbeitszentrum zwischen Genf und Lausanne. Zu den wichtigsten Beschäftigungsbereichen gehören Verwaltung, Finanz- und Unternehmensdienstleistungen, Gesundheitswesen, Bildung, Handel, Tourismus, Informatik und internationale Organisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zu Genf und zum internationalen Flughafen begünstigt die Ansiedlung weltweit tätiger Unternehmen. Viele Einwohnerinnen und Einwohner pendeln in die Agglomerationen Genf und Lausanne. Gleichzeitig fahren zahlreiche Beschäftigte aus den umliegenden Waadtländer Gemeinden und aus dem benachbarten Frankreich nach Nyon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== UEFA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Union of European Football Associations hat ihren Verwaltungssitz seit 1995 in Nyon. Das 1999 eröffnete Haus des europäischen Fussballs bildet den Mittelpunkt des UEFA-Campus am Seeufer. Zum Areal gehören weitere Verwaltungsgebäude und das Sportzentrum Colovray.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uefa&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nyon finden Sitzungen, Auslosungen, Konferenzen und Veranstaltungen des europäischen Fussballverbands statt. Die UEFA gehört zu den bekanntesten internationalen Institutionen der Stadt und beschäftigt Mitarbeitende aus zahlreichen Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weinbau und Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nyon liegt in der Weinregion La Côte, einem der wichtigsten Weinbaugebiete des Kantons Waadt. In der Umgebung werden vor allem Chasselas sowie verschiedene rote Rebsorten angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die landwirtschaftlichen Flächen innerhalb der Stadtgrenzen sind durch das starke Siedlungswachstum zurückgegangen. Weinbau, Landwirtschaft und Forstwirtschaft bleiben jedoch für das Landschaftsbild der Region von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nyon verfügt über ein breites Angebot an öffentlichen und privaten Schulen. Neben Einrichtungen der obligatorischen Schule befindet sich in der Stadt das Gymnase de Nyon, das Jugendliche aus dem gesamten Bezirk auf eine gymnasiale Maturität oder andere Abschlüsse der Sekundarstufe II vorbereitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Region befinden sich ausserdem Berufsfachschulen und Ausbildungsstätten für kaufmännische, technische, soziale und landwirtschaftliche Berufe. Von besonderer Bedeutung ist der Standort Changins, der auf Weinbau, Önologie und verwandte Fachgebiete spezialisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zu den Hochschulen in Genf, Lausanne und Ecublens ermöglicht vielen Einwohnerinnen und Einwohnern den täglichen Besuch einer Universität oder Fachhochschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Nyon]] liegt an der Hauptstrecke Lausanne–Genf. Er wird von InterRegio- und RegioExpress-Zügen sowie von der [[RER Vaud]] bedient. Direkte Verbindungen bestehen unter anderem nach Genf, zum [[Flughafen Genf]], nach Lausanne, Vevey, Montreux, Sitten, Brig, Bern, Luzern und Neuenburg.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://network.sbb.ch/de/bahnhof/NY Direktverbindungen ab Nyon], Schweizerische Bundesbahnen, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nyon ist zudem Ausgangspunkt der meterspurigen [[Chemin de fer Nyon–Saint-Cergue–Morez|Bahnstrecke Nyon–Saint-Cergue–La Cure]]. Die Bahn verbindet die Stadt mit den Gemeinden am Jurafuss, Saint-Cergue und La Cure an der französischen Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Stadt- und Regionalbusverkehr betreiben hauptsächlich die Transports publics de la région nyonnaise. Die Buslinien verbinden den Bahnhof mit den Wohnquartieren, dem Seeufer, den Sportanlagen und zahlreichen Gemeinden des Bezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof bildet den wichtigsten Umsteigepunkt zwischen den SBB-Zügen, der Schmalspurbahn und dem regionalen Busnetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nyon liegt an der Autobahn [[Autobahn A1 (Schweiz)|A1]], die Genf mit Lausanne, Bern und Zürich verbindet. Der Autobahnanschluss Nyon erschliesst die Stadt und den südlichen Teil des Bezirks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptstrasse 1 verläuft parallel zum Genfersee und verbindet Nyon mit Genf, Gland, Rolle, Morges und Lausanne. Weitere Strassen führen nach Saint-Cergue und in den Waadtländer Jura.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schifffahrt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nyon besitzt einen Hafen und eine Anlegestelle der [[Compagnie Générale de Navigation sur le lac Léman]]. Eine regelmässige Schiffsverbindung führt über den Genfersee nach [[Yvoire]] in Frankreich. Sie wird sowohl von Pendlerinnen und Pendlern als auch im Ausflugsverkehr genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cgn.ch/de/fahrplaene-billette Fahrpläne und Billette], Compagnie Générale de Navigation sur le lac Léman, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Kursschiffe verbinden Nyon saisonal mit anderen Orten am Genfersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nyon besitzt trotz seiner vergleichsweise geringen Grösse ein vielfältiges Kulturleben. Die Stadt unterstützt Museen, Theater, Musikveranstaltungen, Filmvorführungen und mehrere international bekannte Festivals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paléo Festival ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Paléo Festival Nyon]] findet jährlich während sechs Tagen auf der Plaine de l’Asse statt. Seine Geschichte begann 1976 mit einem kleinen Folkfestival. Daraus entwickelte sich die grösste Open-Air-Musikveranstaltung der Schweiz und eines der bedeutendsten Festivals Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm umfasst Rock, Pop, Chanson, elektronische Musik, Weltmusik, Hip-Hop, Zirkus und weitere Bühnenkünste. Das Festivalgelände verfügt über mehrere Bühnen und wird während der Veranstaltung von einer temporären Infrastruktur mit Restaurants, Verkaufsständen und Campingplätzen ergänzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://yeah.paleo.ch/en Paléo Festival Nyon], offizielle Website, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Visions du Réel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das internationale Dokumentarfilmfestival &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Visions du Réel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde 1969 als Festival international de cinéma de Nyon gegründet und trägt seit 1995 seinen heutigen Namen. Es gehört zu den wichtigsten europäischen Veranstaltungen für Dokumentar- und Sachfilme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Festival zeigt internationale Premieren, Retrospektiven und experimentelle Filmformen. Ergänzend finden Diskussionen, Workshops und Veranstaltungen für Filmschaffende statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.visionsdureel.ch/en/program/about/ Visions du Réel], offizielle Website, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den weiteren Kulturveranstaltungen gehören das far° Festival des arts vivants, Konzerte, Theaterproduktionen, Kunstausstellungen und saisonale Feste. Die Usine à Gaz dient als Veranstaltungsort für Musik, Theater und zeitgenössische Bühnenkunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nyon besitzt drei städtische Museen, die unterschiedliche Aspekte der Geschichte der Stadt und der Genferseeregion behandeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;museen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlossmuseum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss Nyon beherbergt ein historisches Museum. Seine Sammlungen dokumentieren die Stadtgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Nyon-Porzellan, das zwischen 1781 und 1813 hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Museum wurde 1888 im Schloss eingerichtet. Neben den Dauerausstellungen zeigt es wechselnde Ausstellungen zu Geschichte, Kunst und regionaler Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römisches Museum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Musée romain de Nyon]] befindet sich innerhalb der Fundamente der antiken Forumsbasilika. Diese wurden 1974 bei Bauarbeiten wiederentdeckt. Das Museum wurde 1978 eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstellung zeigt Skulpturen, Inschriften, Keramik, Münzen, Alltagsgegenstände und Architekturteile aus der Colonia Iulia Equestris. Sie vermittelt die Entwicklung der römischen Stadt und das Leben ihrer Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mrn.ch/ Musée romain de Nyon], offizielle Website, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musée du Léman ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Musée du Léman ist dem Genfersee gewidmet. Es behandelt dessen Naturgeschichte, Ökologie, Schifffahrt, Fischerei, Forschung und kulturelle Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Sammlungen gehören historische Schiffsmodelle, nautische Gegenstände, wissenschaftliche Instrumente und Dokumente zur Geschichte der Seenotrettung. Ein weiterer Themenbereich befasst sich mit dem Werk des Genferseeforschers François-Alphonse Forel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schloss Nyon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schloss Nyon]] steht auf einem Geländevorsprung über dem See. Der Kern der Anlage entstand im 12. Jahrhundert. Unter savoyischer und später bernischer Herrschaft wurde das Gebäude mehrfach erweitert und umgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weiss verputzte Schloss mit seinen fünf Türmen prägt das Stadtbild. Von der Schlossterrasse reicht der Blick über die Dächer der Altstadt, den Hafen, den Genfersee und die Alpen. Seit 1888 beherbergt es ein Museum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schloss&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nyon.ch/decouvrir-nyon/histoire/le-patrimoine-nyonnais-849/ Nyon, ville de patrimoine], Stadt Nyon, abgerufen am 6. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Säulen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei römischen Säulen auf der Esplanade des Marronniers stammen vom antiken Forum. Sie wurden aus erhaltenen Bauteilen wieder aufgerichtet und bilden zusammen mit dem Blick über den See eines der bekanntesten Motive der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Überreste der römischen Stadt befinden sich im Römischen Museum, unter Gebäuden der Altstadt und im Bereich des Amphitheaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Temple de Nyon ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der reformierte Temple de Nyon geht auf die im 12. Jahrhundert errichtete Kirche Notre-Dame zurück. Er ist das einzige mittelalterliche Sakralgebäude der Stadt, das die Reformation überstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebäude sind romanische, gotische und neuzeitliche Bauteile erhalten. Der Kirchturm und das Kirchenschiff wurden im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach verändert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schloss&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altstadt und Seeufer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altstadt umfasst die Grand-Rue, die Rue du Collège, die Place du Château und mehrere kleine Gassen. Historische Bürgerhäuser, Arkaden und Brunnen erinnern an die Funktion Nyons als Markt- und Verwaltungsstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seepromenade, der Hafen, der Parc du Bourg-de-Rive und die öffentlichen Badeanlagen bilden ein wichtiges Naherholungsgebiet. Vom Ufer bestehen Ausblicke auf die französische Gemeinde Yvoire und die Savoyer Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannteste Fussballverein der Stadt ist der [[FC Stade Nyonnais]]. Seine Heimspiele trägt er im Centre sportif de Colovray aus. Die Anlage umfasst mehrere Fussballfelder, Leichtathletikanlagen und weitere Sporteinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nyon bestehen zudem Vereine für Basketball, Rugby, Eishockey, Schwimmen, Rudern, Segeln, Leichtathletik und zahlreiche weitere Sportarten. Der Genfersee bietet Möglichkeiten zum Segeln, Windsurfen, Paddeln und Schwimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anwesenheit der UEFA hat die internationale Wahrnehmung Nyons als Fussballstandort verstärkt. In Colovray finden regelmässig Trainings, Nachwuchsturniere und Veranstaltungen des europäischen Fussballverbands statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Nyon geboren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Louis Niedermeyer]] (1802–1861), schweizerisch-französischer Komponist&lt;br /&gt;
* [[Édouard Rod]] (1857–1910), Schriftsteller und Literaturkritiker&lt;br /&gt;
* [[Alfred Cortot]] (1877–1962), Pianist, Dirigent und Musikpädagoge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit Nyon verbunden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Daniel Rossellat (* 1953), Kulturmanager, Mitbegründer des Paléo Festivals und langjähriger Stadtpräsident&lt;br /&gt;
* Moritz de Hadeln (1940–2025), Filmfestivalleiter und Mitbegründer des Internationalen Filmfestivals Nyon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kanton Waadt]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Nyon]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Kantons Waadt]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Nyon]]&lt;br /&gt;
* [[Musée romain de Nyon]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Nyon]]&lt;br /&gt;
* [[Chemin de fer Nyon–Saint-Cergue–Morez]]&lt;br /&gt;
* [[Paléo Festival Nyon]]&lt;br /&gt;
* [[Visions du Réel]]&lt;br /&gt;
* [[Union of European Football Associations]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Städte in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.nyon.ch/ Offizielle Website der Stadt Nyon]&lt;br /&gt;
* [https://www.lacote-tourisme.ch/de/Z9275/nyon Touristische Informationen über Nyon]&lt;br /&gt;
* [https://chateaudenyon.ch/ Offizielle Website des Schlosses Nyon]&lt;br /&gt;
* [https://www.mrn.ch/ Offizielle Website des Römischen Museums]&lt;br /&gt;
* [https://www.museeduleman.ch/ Offizielle Website des Musée du Léman]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002516/ Nyon im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nyon| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Kanton Waadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Waadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirkshauptort in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Genfersee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Stadt in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Waadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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