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	<title>Neftenbach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{{Infobox Gemeinde in der Schweiz |NAME = Neftenbach |WAPPEN = Neftenbach-blazon.svg |BILD = Neftenbach - Reformierte Kirche.jpg |BILDBESCHREIBUNG = Reformierte Kirche und Dorfkern von Neftenbach |KANTON = Zürich |BEZIRK = Winterthur |BFS = 0223 |PLZ = 8413 |BREITENGRAD = 47.52722 |LÄNGENGRAD = 8.66833 |HÖHE = 415 |FLÄCHE = 15.07 |EINWOHNER = 5763 |STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2024 |WEBSITE = www.neftenbach.ch }} &#039;&#039;&#039;Neftenbach&#039;&#039;&#039; ist eine politische […»</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{{Infobox Gemeinde in der Schweiz |NAME = Neftenbach |WAPPEN = Neftenbach-blazon.svg |BILD = Neftenbach - Reformierte Kirche.jpg |BILDBESCHREIBUNG = Reformierte Kirche und Dorfkern von Neftenbach |KANTON = Zürich |BEZIRK = Winterthur |BFS = 0223 |PLZ = 8413 |BREITENGRAD = 47.52722 |LÄNGENGRAD = 8.66833 |HÖHE = 415 |FLÄCHE = 15.07 |EINWOHNER = 5763 |STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2024 |WEBSITE = www.neftenbach.ch }} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neftenbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine politische […»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME = Neftenbach&lt;br /&gt;
|WAPPEN = Neftenbach-blazon.svg&lt;br /&gt;
|BILD = Neftenbach - Reformierte Kirche.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Reformierte Kirche und Dorfkern von Neftenbach&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neftenbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine politische [[Gemeinde]] im [[Bezirk Winterthur]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt westlich der Stadt [[Winterthur]] in einem Seitental der [[Töss]]. Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort Neftenbach mehrere Weiler und Siedlungen, darunter Aesch, Hünikon, Riet, Tössallmend, Hueben und verschiedene Einzelhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde hat sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von einem landwirtschaftlich geprägten Dorf zu einer Wohn- und Gewerbegemeinde im Wirtschaftsraum Winterthur entwickelt. Das historische Ortsbild wird vor allem durch die reformierte Kirche, ältere Bauernhäuser und den entlang des Dorfbachs gewachsenen Siedlungskern bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neftenbach liegt nordwestlich von Winterthur in einer Landschaft, die durch das Tal des Näfbachs, bewaldete Hügel, Landwirtschaftsflächen und die Ebene der Töss geprägt wird. Das Dorf entstand als Strassen- und Bachzeilensiedlung. Sein historischer Kern befindet sich rund um die reformierte Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von rund 15 Quadratkilometern. Etwas mehr als die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, während rund ein Drittel von Wald bedeckt ist. Die Siedlungs- und Verkehrsflächen konzentrieren sich vor allem auf das Dorf Neftenbach sowie auf die umliegenden Weiler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ortsteilen und Siedlungen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Neftenbach&lt;br /&gt;
* Aesch&lt;br /&gt;
* Hünikon&lt;br /&gt;
* Riet&lt;br /&gt;
* Tössallmend&lt;br /&gt;
* Hueben&lt;br /&gt;
* Oberhueb&lt;br /&gt;
* mehrere Einzelhöfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weiler Oberhueb gehörte ursprünglich zur Gemeinde [[Buch am Irchel]]. Auf Wunsch der dortigen Bevölkerung wurde das Gebiet am 1. Januar 2013 Neftenbach zugeteilt. Dadurch vergrösserte sich das Gemeindegebiet um rund 4,6 Hektaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden sind [[Hettlingen]], [[Dägerlen]], [[Dättlikon]], [[Pfungen]], [[Embrach]], [[Rorbas]] und die Stadt Winterthur. Die Nähe zur Töss und zum Irchel prägt die Landschaft im westlichen Teil der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte und Römerzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet von Neftenbach bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Entdeckt wurden unter anderem Grabbeigaben aus der [[Bronzezeit]], darunter Armringe und eine Dolchklinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Flur Steinmöri bestand während der [[Römisches Reich|Römerzeit]] ein bedeutender Gutshof. Die Anlage wurde vermutlich um die Mitte des 1. Jahrhunderts zunächst aus Holz errichtet und gegen Ende des Jahrhunderts durch Steinbauten ersetzt. Der Gutshof diente als landwirtschaftlicher Betrieb und versorgte wahrscheinlich die umliegenden Siedlungen und Verkehrswege mit Nahrungsmitteln und anderen Gütern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Aufmerksamkeit erregte ein 1986 entdeckter Münzhort. In einem bronzenen Gefäss befanden sich 1243 römische Silbermünzen mit einem Gesamtgewicht von ungefähr sechs Kilogramm. Die Münzen stammen aus der Zeit zwischen 197 und 265 nach Christus. Der Fund gehört zu den bedeutenden römischen Münzschätzen der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hlsneftenbach&amp;quot;&amp;gt;Eugen Ott: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000150 Neftenbach], in: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, 9. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem 7. Jahrhundert stammen alemannische Gräber mit Schmuck, Waffen und weiteren Beigaben. Eine reich verzierte Zierscheibe aus einem Frauengrab befindet sich heute im [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseum]] in Zürich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hlsneftenbach&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neftenbach wurde 1209 als &amp;#039;&amp;#039;Neftinbach&amp;#039;&amp;#039; erstmals urkundlich erwähnt. In einer Urkunde trat Conrad, &amp;#039;&amp;#039;plebanus de Neftimbach&amp;#039;&amp;#039;, als Zeuge auf. Die Erwähnung zeigt, dass zu diesem Zeitpunkt bereits eine Kirche und eine organisierte Pfarrei bestanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeindegeschichte&amp;quot;&amp;gt;Gemeinde Neftenbach: [https://www.neftenbach.ch/geschichte Geschichte der Gemeinde Neftenbach], abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname wird vermutlich von einer althochdeutschen Bezeichnung abgeleitet, die sinngemäss «beim langsam oder schläfrig dahinfliessenden Bach» bedeutete. Aus dieser Bezeichnung entwickelte sich über verschiedene Schreibweisen der heutige Name Neftenbach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeindegeschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen Mittelalter gehörten weite Gebiete beidseits der Töss zum Besitz des [[Kloster Reichenau|Klosters Reichenau]]. Um 1200 übernahmen die Freiherren von Wart die Herrschaft über Neftenbach. Als Lehen des Klosters verfügten sie über die Siedlung, die Kirche, Fronhöfe, den Kehlhof, die Mühle und landwirtschaftliche Güter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammsitz der Familie war die [[Burg Wart]] auf einem Hügel südwestlich des Dorfes. Von der mittelalterlichen Anlage sind heute nur noch Geländespuren erhalten. Die Burgstelle gehört zu den geschützten Kulturgütern der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Angehörigen des Geschlechts gehörten die Brüder Jakob und Rudolf von Wart. Rudolf von Wart war an der Ermordung des römisch-deutschen Königs [[Albrecht I. (HRR)|Albrecht I.]] im Jahr 1308 beteiligt. Er wurde gefangen genommen und hingerichtet. Im Zuge der habsburgischen Strafaktion wurde auch die Burg Wart zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakob von Wart war vermutlich nicht direkt am Königsmord beteiligt. Trotzdem verlor auch er einen grossen Teil seiner Besitzungen. Bekannt wurde er als Minnesänger. Mehrere ihm zugeschriebene Lieder wurden in die [[Codex Manesse|Manessische Liederhandschrift]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 14. Jahrhundert wechselten die Herrschaftsrechte mehrfach den Besitzer. Schliesslich gelangte Neftenbach zunehmend unter den Einfluss der Stadt Zürich. Die hohe Gerichtsbarkeit wurde der [[Landvogtei Kyburg]] zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation und Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung der [[Reformation in der Schweiz|Reformation]] im Kanton Zürich wurde Neftenbach in den 1520er-Jahren reformiert. Die bisherige Kirche wurde zum Mittelpunkt der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft bildete weiterhin die wirtschaftliche Grundlage. Neben Getreidebau und Viehzucht gewann der [[Weinbau in der Schweiz|Weinbau]] an Bedeutung. An den sonnigen Hängen rund um Neftenbach wurden Reben kultiviert. Wein aus der Gemeinde wurde auch an politische und diplomatische Gäste ausgeschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Frühen Neuzeit entwickelte sich Neftenbach zu einem regional bedeutenden Dorf mit Kirche, Mühle, Handwerksbetrieben und mehreren grossen Bauernhöfen. Die Bevölkerung lebte überwiegend von der Landwirtschaft, während Heimarbeit und Textilproduktion zusätzliche Einkommen ermöglichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetik und 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einmarsch französischer Truppen und die Gründung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] 1798 führten zu tiefgreifenden politischen Veränderungen. Die bisherigen Herrschafts- und Gerichtsrechte wurden aufgehoben, und Neftenbach wurde zu einer modernen politischen Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1799 kam es im Raum Neftenbach zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und französischen Truppen. Eine führende Rolle spielte der aus Neftenbach stammende Offizier [[Jakob Christoph Ziegler]]. Er organisierte den Widerstand gegen die französischen Einheiten und wurde in Abwesenheit von einem französischen Kriegsgericht zum Tod verurteilt. Später diente er in österreichischen und niederländischen Diensten und war auch politisch im Kanton Zürich tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ziegler&amp;quot;&amp;gt;Christian Baertschi: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013540 Jakob Christoph Ziegler], in: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, 15. April 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert entstanden in Neftenbach erste industrielle Betriebe. Von besonderer Bedeutung waren Textilunternehmen und mechanische Werkstätten. Gleichzeitig arbeiteten zahlreiche Einwohner in den Fabriken von Winterthur und den umliegenden Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbesserten Verkehrsverbindungen erleichterten den Austausch mit Winterthur. Dennoch blieb Neftenbach bis weit ins 20. Jahrhundert hinein stark landwirtschaftlich geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1900 lebten rund 1600 Menschen in Neftenbach. Bis 1950 stieg die Einwohnerzahl nur langsam auf etwa 1850. Danach setzte ein deutlich stärkeres Wachstum ein. Neue Wohnquartiere entstanden, und die Gemeinde wurde zunehmend Teil der Agglomeration Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1970 hatte Neftenbach rund 2180 Einwohner, im Jahr 2000 bereits mehr als 4500. Danach setzte sich das Wachstum fort. Die gute Erreichbarkeit von Winterthur, Zürich und dem Flughafen Zürich machte die Gemeinde zu einem attraktiven Wohnort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der baulichen Entwicklung blieben die historischen Dorfteile und die umliegende Kulturlandschaft in weiten Teilen erhalten. Die Gemeinde bemüht sich, die weitere Siedlungsentwicklung mit dem Schutz des Ortsbilds und der Landschaft zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schräg geviert von Silber und Blau.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen geht auf das Wappen der Freiherren von Wart zurück. Es wurde 1921 offiziell als Gemeindewappen von Neftenbach festgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wappen&amp;quot;&amp;gt;Gemeinde Neftenbach: [https://www.neftenbach.ch/wappen Wappen], abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2004 verwendet die Gemeinde für ihren öffentlichen Auftritt zusätzlich ein modernes Logo. Das historische Wappen bleibt jedoch das amtliche Hoheitszeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neftenbach zählt mehr als 5700 Einwohner. Die Bevölkerung lebt überwiegend im Hauptort, während die Weiler Aesch, Hünikon, Riet und die weiteren Siedlungen ihren ländlichen Charakter weitgehend bewahrt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das starke Bevölkerungswachstum seit der Mitte des 20. Jahrhunderts hängt vor allem mit der Nähe zu Winterthur und der Entwicklung neuer Wohngebiete zusammen. Viele Einwohner arbeiten ausserhalb der Gemeinde und pendeln nach Winterthur, Zürich, Kloten oder in andere Orte der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alltagssprache ist vorwiegend [[Schweizerdeutsch]]. In Verwaltung, Schule und schriftlicher Kommunikation wird [[Schweizer Hochdeutsch]] verwendet. Durch die Zuwanderung werden in der Gemeinde auch zahlreiche weitere Sprachen gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch war die Bevölkerung fast vollständig reformiert. Heute gehören die Einwohner unterschiedlichen Konfessionen und Religionsgemeinschaften an oder sind konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeversammlung bildet die Legislative von Neftenbach. Die stimmberechtigten Einwohner entscheiden dort über das Budget, die Jahresrechnung, kommunale Erlasse und grössere Investitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive ist der Gemeinderat. Er leitet die politische Gemeinde, setzt die Beschlüsse der Gemeindeversammlung um und beaufsichtigt die Gemeindeverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Schulstrasse 3 und 7. Neftenbach arbeitet in verschiedenen Bereichen mit den umliegenden Gemeinden und regionalen Zweckverbänden zusammen. Dazu gehören unter anderem öffentliche Sicherheit, Abfallentsorgung, Wasserversorgung, Sozialwesen und weitere öffentliche Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft prägt weiterhin einen grossen Teil des Gemeindegebiets. Betrieben werden Ackerbau, Viehwirtschaft, Obstbau und Weinbau. Die Rebberge an den sonnigen Hängen erinnern an die lange Weinbautradition der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Landwirtschaft verfügt Neftenbach über ein vielfältiges lokales Gewerbe. In der Gemeinde bestehen mehr als 150 Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gewerbe&amp;quot;&amp;gt;Gemeinde Neftenbach: [https://www.neftenbach.ch/uebersichtgewerbe Gewerbe und Wirtschaft], abgerufen am 26. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertreten sind unter anderem Bauunternehmen, Handwerksbetriebe, Detailhandel, Gastronomie, Landwirtschaftsbetriebe, Beratungsunternehmen und technische Dienstleister. Die Gewerbegebiete liegen hauptsächlich entlang der wichtigen Verkehrsachsen und am Rand des Dorfes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neftenbach befindet sich am westlichen Rand des Wirtschaftsraums Winterthur. Viele Erwerbstätige pendeln in die nahe gelegene Stadt oder in den Grossraum Zürich. Gleichzeitig bietet das lokale Gewerbe Arbeitsplätze für Einwohner aus Neftenbach und den Nachbargemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neftenbach liegt an der Hauptstrasse zwischen Winterthur und [[Andelfingen ZH|Andelfingen]]. Weitere Strassen führen nach Pfungen, Hettlingen, Dättlikon und in die umliegenden Weiler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde besitzt keinen eigenen Bahnhof. Die nächstgelegenen Bahnstationen befinden sich in Winterthur, Pfungen und Hettlingen. Buslinien des [[Zürcher Verkehrsverbund]]s verbinden Neftenbach mit Winterthur und weiteren Orten der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Winterthur besteht Anschluss an das schweizerische Eisenbahnnetz. Die Autobahn [[Autobahn A1 (Schweiz)|A1]] ist in wenigen Minuten erreichbar. Dadurch bestehen gute Verbindungen nach Zürich, St. Gallen und zum [[Flughafen Zürich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Netz von Wander- und Velowegen erschliesst die Landschaft entlang der Töss, die Rebberge, die Wälder und die Weiler. Die Wege werden sowohl für den Alltagsverkehr als auch zur Naherholung genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schule Neftenbach umfasst Kindergarten, Primarschule und Sekundarstufe. Die verschiedenen Schulhäuser und Sportanlagen befinden sich im Hauptort und bilden zusammen ein wichtiges Bildungs- und Freizeitzentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schule arbeitet nach dem Zürcher Volksschulmodell mit drei Zyklen. Zum Angebot gehören ausserdem schulergänzende Betreuung, Sonderpädagogik, Schulsozialarbeit und weitere Unterstützungsangebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Schulen und Berufsfachschulen befinden sich vor allem in Winterthur. Dort besuchen Jugendliche aus Neftenbach Gymnasien, Berufsschulen und andere kantonale Bildungseinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindebibliothek an der Schulstrasse bietet Bücher, Zeitschriften, Filme, Spiele und digitale Medien an. Sie veranstaltet regelmässig Lesungen, Spielnachmittage und weitere kulturelle Anlässe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelisch-reformierte Kirche befindet sich im historischen Dorfkern von Neftenbach. Sie ist das bedeutendste kirchliche Bauwerk der Gemeinde und prägt mit ihrem Turm das Ortsbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirchgemeinde gehört zur Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Neben Gottesdiensten organisiert sie soziale, musikalische und kulturelle Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römisch-katholischen Einwohner gehören zur katholischen Kirchgemeinde in Pfungen. In Neftenbach befindet sich zudem die Mosaik-Kirche, eine evangelische Freikirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche steht auf einer leichten Anhöhe im Zentrum des Dorfes. Ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Bereits bei der ersten urkundlichen Erwähnung Neftenbachs im Jahr 1209 wurde ein Leutpriester genannt, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass schon damals eine Kirche bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Erscheinungsbild entstand durch mehrere Umbauten und Renovationen. Zusammen mit dem Pfarrhaus, dem Friedhof und den angrenzenden historischen Gebäuden bildet die Kirche ein charakteristisches Ensemble.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgstelle Wart ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Burg Wart war der Stammsitz der Freiherren von Wart. Sie lag auf einer Anhöhe südwestlich des Dorfes. Nach dem Königsmord von 1308 wurde die Anlage im Rahmen einer habsburgischen Strafaktion zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Burg sind heute keine aufgehenden Mauern mehr erhalten. Geländeformen und archäologische Spuren erinnern jedoch an die ehemalige Anlage. Die Burgstelle ist als Kulturgut von regionaler Bedeutung geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römischer Gutshof Steinmöri ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Flur Steinmöri befinden sich Überreste eines römischen Gutshofs. Die Anlage wurde im 1. Jahrhundert errichtet und während mehrerer Generationen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1986 entdeckte Münzschatz mit 1243 Silbermünzen machte den Fundplatz über die Region hinaus bekannt. Die Münzen waren sorgfältig in einem bronzenen Gefäss aufbewahrt worden. Vermutlich wurde der Schatz während der politischen und militärischen Krisen des 3. Jahrhunderts verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfkern und Weinberge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Dorfkern weist mehrere historische Bauernhäuser, Brunnen und ehemalige Gewerbebauten auf. Die entlang der Strassen und des Bachs angeordneten Gebäude zeigen noch heute die Struktur des früheren Strassen- und Bachzeilendorfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Hängen rund um das Dorf befinden sich Rebflächen. Der lokale Weinbau ist zwar kleiner als in früheren Jahrhunderten, gehört aber weiterhin zur kulturellen und landschaftlichen Identität Neftenbachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Gemeindeleben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Leben wird durch zahlreiche Vereine, Kirchen, Parteien und Interessengruppen getragen. Sport-, Musik-, Kultur- und Freizeitvereine organisieren regelmässig Veranstaltungen und fördern den Kontakt zwischen den verschiedenen Dorfteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gemeindeeigene Mitteilungsblatt &amp;#039;&amp;#039;De Neftebacher&amp;#039;&amp;#039; informiert über politische Geschäfte, Veranstaltungen, Vereine und das lokale Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den öffentlichen Einrichtungen gehören die Bibliothek, Sportanlagen, ein Schwimmbad, Mehrzweckräume und verschiedene Begegnungsorte. Die umliegenden Wälder, Felder und das Tössufer dienen als Naherholungsgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dorfmuseum dokumentiert die Geschichte der Gemeinde und zeigt Gegenstände aus Landwirtschaft, Gewerbe und Alltagsleben. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Geschichte der Freiherren von Wart, der römischen Besiedlung und der Entwicklung Neftenbachs vom Bauerndorf zur modernen Agglomerationsgemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jakob von Wart]], mittelalterlicher Minnesänger aus dem Geschlecht der Freiherren von Wart&lt;br /&gt;
* [[Rudolf von Wart]], Beteiligter am Königsmord an Albrecht I. im Jahr 1308&lt;br /&gt;
* [[Jakob Christoph Ziegler]] (1768–1859), Offizier, Politiker und Generalmajor&lt;br /&gt;
* [[Jakob Flach]] (1868–1943), Schriftsteller, Maler und Puppenspieler&lt;br /&gt;
* [[Fritz Studer]] (1873–1945), Jurist und Bundesrichter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band VIII: Der Bezirk Winterthur&amp;#039;&amp;#039;. Birkhäuser, Basel 1952.&lt;br /&gt;
* Eugen Ott: &amp;#039;&amp;#039;Neftenbach&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. 9. Juli 2009.&lt;br /&gt;
* Gemeinde Neftenbach: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Gemeinde Neftenbach&amp;#039;&amp;#039;. Neftenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.neftenbach.ch www.neftenbach.ch] – offizielle Website der Gemeinde Neftenbach&lt;br /&gt;
* [https://www.web.statistik.zh.ch/gpv2/?bfs=223 Gemeindeporträt Neftenbach] beim Statistischen Amt des Kantons Zürich&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000150 Neftenbach] im Historischen Lexikon der Schweiz&lt;br /&gt;
* [https://www.schule-neftenbach.ch Schule Neftenbach]&lt;br /&gt;
* [https://www.kirche-neftenbach.ch Reformierte Kirchgemeinde Neftenbach]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Neftenbach|Neftenbach}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Winterthur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1209]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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