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	<title>Klausenpass - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&quot; ! colspan=&quot;2&quot; | Klausenpass |- ! Passhöhe | 1948 m ü. M. |- ! Gebirge | Glarner Alpen |- ! Kanton | Uri |- ! Verbindung | Altdorf UR–Linthal GL |- ! Täler | Schächental und Linthtal |- ! Strasse | Hauptstrasse 17 |- ! Streckenlänge | rund 46 km |- ! Eröffnung der Fahrstrasse | 15. Juni 1900 |- ! Wintersperre | in der Regel vom Spätherbst bis i…»</title>
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		<updated>2026-07-28T17:19:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Klausenpass |- ! Passhöhe | 1948 m ü. M. |- ! Gebirge | &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Glarner_Alpen&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Glarner Alpen (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Glarner Alpen&lt;/a&gt; |- ! Kanton | Uri |- ! Verbindung | &lt;a href=&quot;/de/Altdorf_UR&quot; title=&quot;Altdorf UR&quot;&gt;Altdorf UR&lt;/a&gt;–&lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Linthal_GL&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Linthal GL (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Linthal GL&lt;/a&gt; |- ! Täler | &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Sch%C3%A4chental&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Schächental (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Schächental&lt;/a&gt; und Linthtal |- ! Strasse | &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Hauptstrasse_17&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Hauptstrasse 17 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Hauptstrasse 17&lt;/a&gt; |- ! Streckenlänge | rund 46 km |- ! Eröffnung der Fahrstrasse | 15. Juni 1900 |- ! Wintersperre | in der Regel vom Spätherbst bis i…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:320px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Klausenpass&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Passhöhe&lt;br /&gt;
| 1948 m ü. M.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gebirge&lt;br /&gt;
| [[Glarner Alpen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kanton&lt;br /&gt;
| Uri&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Verbindung&lt;br /&gt;
| [[Altdorf UR]]–[[Linthal GL]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Täler&lt;br /&gt;
| [[Schächental]] und Linthtal&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Strasse&lt;br /&gt;
| [[Hauptstrasse 17]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Streckenlänge&lt;br /&gt;
| rund 46 km&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Eröffnung der Fahrstrasse&lt;br /&gt;
| 15. Juni 1900&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Wintersperre&lt;br /&gt;
| in der Regel vom Spätherbst bis ins Frühjahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Öffentlicher Verkehr&lt;br /&gt;
| saisonale Buslinie 408&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klausenpass&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein 1948 m ü. M. hoher Alpenpass in den [[Glarner Alpen]]. Er verbindet das [[Schächental]] im [[Kanton Uri]] mit dem hinteren Linthtal und [[Linthal GL]] im [[Kanton Glarus]]. Die über den Pass führende Klausenstrasse ist Teil der [[Hauptstrasse 17]] und gehört zu den landschaftlich bekanntesten Passstrassen der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Passhöhe liegt vollständig im Kanton Uri. Auch der östlich davon gelegene [[Urnerboden]] gehört noch zum Kanton Uri, obwohl er geografisch vom Glarnerland her leichter zugänglich erscheint. Die Kantonsgrenze zwischen Uri und Glarus befindet sich erst weiter östlich am Ausgang des Urnerbodens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strassenverbindung zwischen Altdorf und Linthal ist rund 46 Kilometer lang. Wegen der Höhenlage, der Lawinengefahr und der grossen Schneemengen bleibt der Pass während des Winters geschlossen. Im Sommer dient er dem regionalen Verkehr, dem Tourismus, der Alpwirtschaft sowie als beliebte Strecke für Ausflugsfahrten, Motorradtouren und den Radsport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klausenpass liegt zwischen den Gebirgsgruppen des Schächentals und des Claridengebiets. Er bildet eine Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von [[Reuss]] und [[Linth]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Westseite fliesst das Wasser über kleinere Bergbäche in den [[Schächen]], der bei Altdorf in die Reuss mündet. Auf der Ostseite wird das Gebiet durch den Fätschbach entwässert. Dieser fliesst durch den Urnerboden und die steile Fätschbachschlucht in Richtung Linthal, wo er das Flusssystem der Linth erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Passlandschaft ist durch steile Kalkfelswände, alpine Matten, Geröllfelder, Lawinenzüge und tief eingeschnittene Bachtäler geprägt. Der obere Teil der Strasse verläuft teilweise unmittelbar unter hohen Felswänden. Auf der Ostseite öffnet sich unterhalb der Passhöhe die weite Landschaft des Urnerbodens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Westseite ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die westliche Zufahrt beginnt im Urner Reusstal bei Altdorf. Von dort führt die Strasse über [[Bürglen UR]] in das Schächental. Sie passiert die Gemeinden [[Spiringen]] und [[Unterschächen]] sowie mehrere kleinere Siedlungen und Weiler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb von Unterschächen steigt die Strasse über Urigen in zahlreichen Kurven an. Besonders markant ist der in die Felswand gebaute Abschnitt zwischen Urigen und der Passhöhe. Die Fahrbahn ist hier stellenweise schmal, und das Kreuzen grösserer Fahrzeuge kann erschwert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor der Passhöhe befinden sich ein Hotel- und Restaurantbetrieb sowie Parkmöglichkeiten. Die eigentliche Passhöhe liegt einige Höhenmeter oberhalb des Gebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ostseite ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich der Passhöhe fällt die Strasse zunächst in mehreren Kurven zum Urnerboden ab. Der Urnerboden ist eine ausgedehnte, im Sommer intensiv landwirtschaftlich genutzte Alp und gehört politisch zur Urner Gemeinde Spiringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Urnerboden führt die Strasse in Richtung Kantonsgrenze. Anschliessend folgt ein steiler Abstieg durch das Gebiet des Fätschbachs nach Linthal. Die östliche Rampe weist enge Kurven, Felspartien und mehrere gegen Naturgefahren geschützte Abschnitte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Strasse befindet sich der Berglistüber-Wasserfall. Der Fätschbach fällt dort über eine markante Felsstufe und bildet eines der bekannten Naturziele an der Glarner Seite des Klausenpasses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klausenstrasse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klausenstrasse ist Teil der Hauptstrasse 17. Sie verbindet das Urner Reusstal mit dem Glarnerland, besitzt wegen der langen Wintersperre jedoch keine ganzjährige Funktion als überregionale Transitachse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strasse ist über weite Strecken zweispurig, weist aber zahlreiche schmale Stellen auf. Besonders auf der Westseite befinden sich Abschnitte, die direkt in steile Felsflanken gebaut wurden. Stützmauern, Galerien, Schutznetze und weitere Sicherungsanlagen dienen dem Schutz vor Steinschlag, Lawinen und Hangbewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für besonders breite oder schwere Fahrzeuge gelten zusätzliche Vorschriften. Abhängig von Fahrzeugbreite, Gewicht und Achszahl kann eine kantonale Sonderbewilligung erforderlich sein. Die Bestimmungen werden von den zuständigen Stellen der Kantone Uri und Glarus festgelegt und können sich ändern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verkehrsregime&amp;quot;&amp;gt;[https://www.gl.ch/verwaltung/sicherheit-und-justiz/justiz/strassenverkehrsamt/sonderbewilligungen/klausenpass-urnerboden.html/463 Kanton Glarus: Klausenpass und Urnerboden – Verkehrsregime und Sonderbewilligungen], abgerufen am 28. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strasse ist bei gutem Wetter ein beliebtes Ausflugsziel. An Sommerwochenenden kann das Verkehrsaufkommen durch Personenwagen, Motorräder, Reisebusse und Fahrräder deutlich zunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wintersperre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klausenpass besitzt eine saisonale Wintersperre. Der genaue Zeitpunkt der Öffnung und Schliessung hängt von der Schneelage, der Lawinengefahr, dem Strassenzustand und den notwendigen Räumungsarbeiten ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr müssen grosse Schneemengen beseitigt, Lawinenkegel geräumt und beschädigte Strassenabschnitte kontrolliert werden. Auch nach der Öffnung können vorübergehende Sperrungen wegen Schneefalls, Steinschlags, Unwettern oder Bauarbeiten notwendig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Öffnung erfolgt häufig im Mai oder Juni. Die Schliessung findet normalerweise im Herbst statt, sobald die sichere Offenhaltung nicht mehr gewährleistet werden kann. In Jahren mit günstigen Bedingungen kann die Strasse früher geöffnet oder länger befahrbar bleiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;passoeffnunguri&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ur.ch/mmdirektionen/134860 Kanton Uri: Klausenpass kann vorzeitig geöffnet werden], Mitteilung vom 28. April 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine offene Passstrasse bedeutet nicht automatisch, dass sommerliche Fahrverhältnisse herrschen. Auch im späten Frühjahr und frühen Herbst sind Schnee, Eis, Nebel und rasche Wetterwechsel möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Nutzung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klausenpass wurde lange vor dem Bau der heutigen Strasse genutzt. Spätestens im Hochmittelalter bestand ein Weg, über den Menschen, Vieh und Waren zwischen dem Schächental, dem Urnerboden und dem Glarnerland transportiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Uri war der Übergang besonders wichtig, weil die Urner Bauern die ausgedehnten Alpweiden des Urnerbodens bewirtschafteten. Die Nutzung der Weiden führte zu Auseinandersetzungen zwischen Uri und Glarus. Im Jahr 1196 wurde der Grenzverlauf nach früheren Alpstreitigkeiten geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Warenverkehr über den Klausenpass blieb im Vergleich zu grossen Alpenübergängen wie dem [[Gotthardpass]] gering. In Bürglen bestand dennoch eine Zollstelle, welche den lokalen Handel kontrollierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Urnerboden wurde 1590 ein Spital für Reisende eingerichtet. Derartige Einrichtungen boten Schutz und Unterkunft, da die Überquerung bei schlechtem Wetter oder frühem Wintereinbruch gefährlich werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hlsklausenpass&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008860/ Historisches Lexikon der Schweiz: Klausenpass], Version vom 2. Oktober 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau der Fahrstrasse ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert entstanden verschiedene Pläne für eine befahrbare Verbindung zwischen Uri und Glarus. Der Bau war wegen des schwierigen Geländes, der hohen Kosten und anderer verkehrspolitischer Prioritäten lange umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten an der modernen Klausenstrasse begannen in den 1890er Jahren. Strassenabschnitte mussten in Felswände gesprengt, steile Hänge gesichert und zahlreiche Stützmauern errichtet werden. Die Bauausführung stellte für die damalige Zeit eine bedeutende technische Leistung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Juni 1900 wurde die durchgehende Strasse zwischen Uri und Glarus feierlich eingeweiht. Mit der Eröffnung wurde erstmals eine regelmässige Postverbindung über den Pass möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;postautogeschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.postauto.ch/de/ueber-uns-und-aktuelles/aktuelles/2022/seit-100-jahren-fahren-postautos-ueber-den-gotthard PostAuto: Geschichte der Fahrten über die Schweizer Alpenpässe], abgerufen am 28. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Strasse erleichterte die Versorgung des Urnerbodens und verbesserte den Austausch zwischen dem Schächental und dem Glarnerland. Aufgrund der Wintersperre blieb ihre wirtschaftliche Bedeutung jedoch auf die wärmeren Monate beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pferdepost und Motorisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten Jahrzehnten nach der Eröffnung wurde der Personen- und Postverkehr mit Pferdekutschen durchgeführt. Die Reise war langsam und erforderte ursprünglich eine Übernachtung in Urigen oder auf dem Urnerboden. Dort konnten auch die Pferde gewechselt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922 wurden die Pferdepostkurse durch motorisierte Busse ersetzt. Damit verkürzte sich die Fahrzeit erheblich. Die Busse auf der Klausenstrasse entwickelten sich zugleich zu einer touristischen Attraktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmende Motorisierung führte in den 1920er Jahren zu politischen Diskussionen über Strassenunterhalt und Verkehrsabgaben. Für das Befahren der Klausenstrasse mussten zeitweise Gebühren entrichtet werden. Im Sommer 1928 wurden gegen 10&amp;#039;000 gebührenpflichtige Fahrten registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kantonale Durchgangsgebühr wurde bereits nach kurzer Zeit wieder abgeschafft, weil Bundesbeiträge aus den Erträgen des Benzinzolls mit einem Verbot solcher kantonalen Gebühren verbunden waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;klausenzoll&amp;quot;&amp;gt;[https://www.gl.ch/public-newsroom.html/31/news/20485 Kanton Glarus: Strassenzoll für die Klausenstrasse], veröffentlicht am 5. März 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentlicher Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klausenpass wird während der Sommersaison durch die Buslinie 408 erschlossen. Die Verbindung führt vom Urner Talboden durch das Schächental nach Urigen und wird saisonal über den Klausenpass, den Urnerboden und die Kantonsgrenze bis nach Linthal verlängert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fahrt von Altdorf nach Linthal dauert ungefähr zwei Stunden. Sie dient sowohl dem touristischen Ausflugsverkehr als auch der Erschliessung von Wanderwegen, Alpen und Bergbahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die saisonale Betriebsperiode richtet sich nach dem Fahrplan und der Öffnung der Passstrasse. Im Jahr 2026 wurde die durchgehende Strecke über den Pass zwischen Juni und Oktober angeboten. Vor einer Reise muss deshalb der jeweils gültige Online-Fahrplan geprüft werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aaguklausenlinie&amp;quot;&amp;gt;[https://www.aagu.ch/angebot-dienstleistung/klausenpass-linie Auto AG Uri: Klausenpass-Linie 408], abgerufen am 28. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Linie sind die üblichen Vergünstigungen des schweizerischen öffentlichen Verkehrs wie Halbtax und Generalabonnement gültig. Für Fahrräder kann das Platzangebot begrenzt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klausenrennen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klausenpass wurde durch das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klausenrennen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; international bekannt. Das Bergrennen gehörte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den bedeutendsten und anspruchsvollsten Motorsportveranstaltungen Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Rennen fand am 27. August 1922 statt. Die Rennstrecke führte von Linthal über den Urnerboden in Richtung Passhöhe. Sie war rund 21,5 Kilometer lang und umfasste 136 Kurven sowie lange schnelle Abschnitte auf dem Urnerboden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1922 und 1934 wurde das internationale Klausenrennen insgesamt zehnmal durchgeführt. Namhafte Rennfahrer und Fahrzeughersteller aus verschiedenen europäischen Ländern nahmen daran teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Rennen von 1934 stellte der deutsche Rennfahrer Rudolf Caracciola mit einem Mercedes-Benz W 25 eine Zeit von 15 Minuten und 22,2 Sekunden auf. Dies entsprach einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 83,9 km/h. Der historische Streckenrekord wurde nicht mehr unter vergleichbaren Rennbedingungen gebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;acsklausenrennen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.acs.ch/de/interessantes/Der-Mythos-lebt.php Automobil Club der Schweiz: Der Mythos des Klausenrennens], abgerufen am 28. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1993 bis 2013 wurde die Tradition mit fünf sogenannten Klausenrennen-Memorials wiederbelebt. Dabei fuhren historische Renn- und Sportfahrzeuge auf Teilen der ursprünglichen Strecke. Aufgrund der heutigen Sicherheitsanforderungen ist die Durchführung eines klassischen Hochgeschwindigkeitsrennens über die gesamte historische Strecke kaum mehr möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klausenpass ist ein bedeutendes Ausflugsziel zwischen der Zentralschweiz und dem Glarnerland. Die Fahrt bietet Ausblicke auf das Schächental, den Urnerboden, die umliegenden Gipfel und die markanten Felsformationen der Glarner Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf und nahe der Passhöhe bestehen gastronomische Angebote. Weitere Gasthäuser, Alpbetriebe und Unterkunftsmöglichkeiten befinden sich auf dem Urnerboden sowie in den Dörfern des Schächentals und in Linthal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region ist besonders während der Alpzeit belebt. Auf dem Urnerboden werden Rinder und anderes Vieh gesömmert. Die Alpwirtschaft prägt das Landschaftsbild und ist eng mit der historischen Nutzung des Passübergangs verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wandern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Klausenpass führen mehrere markierte Wanderwege. Der Übergang ist unter anderem Bestandteil der schweizerischen [[Via Alpina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entsprechende Etappe führt vom Urnerboden über den Klausenpass und auf Höhenwegen oberhalb des Schächentals in Richtung Altdorf. Sie bietet weite Ausblicke, verlangt wegen ihrer Länge und der beträchtlichen Höhendifferenz jedoch eine gute Kondition.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schweizmobilviaalpina&amp;quot;&amp;gt;[https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-1/etappe-6 SchweizMobil: Via Alpina, Etappe Urnerboden–Altdorf], abgerufen am 28. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Wanderziele in der Umgebung sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Clariden-Höhenweg;&lt;br /&gt;
* der Fisetenpass und der Fisetengrat;&lt;br /&gt;
* die Alpgebiete oberhalb des Schächentals;&lt;br /&gt;
* der Urnerboden;&lt;br /&gt;
* der Berglistüber-Wasserfall;&lt;br /&gt;
* verschiedene Aussichtspunkte oberhalb der Passstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Wanderungen liegen in hochalpinem oder alpinem Gelände. Schneefelder können auch im Sommer vorhanden sein. Vor längeren Touren sind Wetterbericht, Wegzustand und persönliche Ausrüstung zu prüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Radsport und Motorradtourismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klausenstrasse ist eine bekannte Strecke für Rennradfahrer. Die beiden Auffahrten sind lang, weisen zahlreiche Kurven auf und führen durch sehr unterschiedliche Landschaftsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Westauffahrt beginnt beinahe auf dem Niveau des Urnersees und überwindet bis zur Passhöhe einen beträchtlichen Höhenunterschied. Die Ostrampe von Linthal führt zunächst steil zum Urnerboden und anschliessend über die offene Alpfläche zur Passhöhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Radfahrer stellen enge Fahrbahnabschnitte, Reisebusse, Motorräder, wechselndes Wetter und fehlende Ausweichmöglichkeiten besondere Herausforderungen dar. Eine durchgehende separate Veloinfrastruktur besteht nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei Motorradfahrern ist der Klausenpass wegen seiner Kurven und des Landschaftserlebnisses beliebt. Das hohe Verkehrsaufkommen an schönen Wochenenden kann jedoch zu Lärmkonflikten und erhöhten Unfallrisiken führen. Polizei und kantonale Stellen führen deshalb regelmässig Verkehrskontrollen und Präventionsaktionen durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturgefahren und Strassenunterhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klausenstrasse ist verschiedenen alpinen Naturgefahren ausgesetzt. Dazu gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lawinen und Schneerutsche;&lt;br /&gt;
* Steinschlag und Felsstürze;&lt;br /&gt;
* Murgänge;&lt;br /&gt;
* Hangrutschungen;&lt;br /&gt;
* Hochwasser und Unterspülungen;&lt;br /&gt;
* Frostschäden an Fahrbahn und Stützmauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kantone Uri und Glarus investieren laufend in Lawinenverbauungen, Steinschlagschutz, Galerien, Entwässerungsanlagen und die Sanierung der Fahrbahn. Trotzdem können Naturereignisse kurzfristige Sperrungen erforderlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klimatischen Bedingungen auf der Passhöhe können sich rasch ändern. Selbst an warmen Tagen im Tal sind auf dem Pass tiefe Temperaturen, starker Wind, Nebel oder Hagel möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klausenpass besitzt heute vor allem regionale, touristische und kulturgeschichtliche Bedeutung. Als Verkehrsverbindung verbessert er während der Sommersaison den Zugang zwischen Uri und Glarus und erschliesst den Urnerboden von beiden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine historische Bedeutung beruht auf der jahrhundertelangen Alpwirtschaft, der Verbindung zwischen dem Schächental und dem Glarnerland, der frühen Pferdepost sowie der Entwicklung des motorisierten Alpenverkehrs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klausenrennen machte die Passstrasse weit über die Schweiz hinaus bekannt. Zusammen mit der charakteristischen Landschaft, den historischen Strassenbauten und dem saisonalen Busverkehr gehört es zu den prägenden Bestandteilen der Identität des Klausenpasses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Liste der Pässe in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Glarner Alpen]]&lt;br /&gt;
* [[Schächental]]&lt;br /&gt;
* [[Urnerboden]]&lt;br /&gt;
* [[Hauptstrasse 17]]&lt;br /&gt;
* [[Klausenrennen]]&lt;br /&gt;
* [[Via Alpina]]&lt;br /&gt;
* [[Linthal GL]]&lt;br /&gt;
* [[Unterschächen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ur.ch/strasseninfos Strasseninformationen des Kantons Uri]&lt;br /&gt;
* [https://www.gl.ch/verwaltung/bau-und-umwelt/tiefbau/alpenpaesse.html Informationen des Kantons Glarus zu den Alpenpässen]&lt;br /&gt;
* [https://www.aagu.ch/angebot-dienstleistung/klausenpass-linie Klausenpass-Linie der Auto AG Uri]&lt;br /&gt;
* [https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-1 Via Alpina bei SchweizMobil]&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008860/ Klausenpass im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirgspass]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alpenpass]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pass im Kanton Uri]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Uri]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strasse im Kanton Glarus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptstrasse in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glarner Alpen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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