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	<title>Henggart - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{{Infobox Gemeinde in der Schweiz |NAME_ORT = Henggart |BILD = Henggart.jpg |BESCHREIBUNG = Blick auf Henggart |BILD_WAPPEN = Henggart-blazon.svg |BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Henggart 2023.png |REGION-ISO = CH-ZH |KANTON = Zürich |BEZIRK = Andelfingen |BFS = 0031 |PLZ = 8444 |BREITENGRAD = 47.56249 |LÄNGENGRAD = 8.68251 |HÖHE = 440 |FLÄCHE = 3,06 |EINWOHNER = 2341 |STAND_EINWOHNER = 2026 |WEBSITE = www.henggart.ch }} &#039;&#039;&#039;Henggart&#039;&#039;&#039; ist eine Gemei…»</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{{Infobox Gemeinde in der Schweiz |NAME_ORT = Henggart |BILD = Henggart.jpg |BESCHREIBUNG = Blick auf Henggart |BILD_WAPPEN = Henggart-blazon.svg |BILD_PFAD_KARTE = Karte Gemeinde Henggart 2023.png |REGION-ISO = CH-ZH |KANTON = Zürich |BEZIRK = Andelfingen |BFS = 0031 |PLZ = 8444 |BREITENGRAD = 47.56249 |LÄNGENGRAD = 8.68251 |HÖHE = 440 |FLÄCHE = 3,06 |EINWOHNER = 2341 |STAND_EINWOHNER = 2026 |WEBSITE = www.henggart.ch }} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Henggart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gemei…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Henggart&lt;br /&gt;
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&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Henggart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gemeinde in der Schweiz|politische Gemeinde]] im [[Bezirk Andelfingen]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]]. Sie liegt zwischen [[Winterthur]] und [[Andelfingen ZH|Andelfingen]] am südlichen Eingang des [[Zürcher Weinland]]s. Aufgrund dieser Lage bezeichnet sich Henggart als «Tor zum Zürcher Weinland». Die Gemeinde gehört zur Agglomeration Winterthur und hat sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von einem landwirtschaftlich geprägten Dorf zu einer gut erschlossenen Wohngemeinde entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kompakte Siedlungsgebiet wird von Landwirtschaftsflächen, Rebbergen und Wald umgeben. Eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Ortes spielt der [[Bahnhof Henggart]] an der Bahnstrecke Winterthur–Etzwilen. Über die [[S-Bahn Zürich]] bestehen direkte Verbindungen nach Winterthur, Zürich und in das Zürcher Weinland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henggart liegt im nördlichen Teil des Kantons Zürich, ungefähr acht Kilometer nördlich von Winterthur. Das Gemeindegebiet bildet den Übergang zwischen der Agglomeration Winterthur und der ländlich geprägten Landschaft des Zürcher Weinlands. Das Dorf befindet sich in einer sanften Mulde am Rand des [[Henggarter Berg]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde umfasst rund 306 Hektaren. Davon werden etwa 177 Hektaren landwirtschaftlich genutzt, darunter ungefähr sieben Hektaren Rebland. Rund 60 Hektaren sind bewaldet. Die übrigen Flächen entfallen vor allem auf Siedlungen, Verkehrswege sowie Frei- und Reservezonen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeindeportrait&amp;quot;&amp;gt;[https://www.henggart.ch/portrait Gemeinde Henggart: Portrait], abgerufen am 25. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorfzentrum liegt auf etwa 440 Metern über Meer. Die Landschaft steigt westlich und südwestlich des Siedlungsgebiets zum Henggarter Berg an. Im Osten öffnen sich die landwirtschaftlich genutzten Flächen in Richtung [[Hettlingen ZH|Hettlingen]] und [[Dägerlen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden sind [[Andelfingen ZH|Andelfingen]] im Norden, [[Dägerlen]] im Osten, Hettlingen im Süden und [[Flaach]] im Westen. In der Umgebung verlaufen mehrere kleinere Bäche, die über das regionale Gewässernetz zur [[Thur (Rhein)|Thur]] beziehungsweise zum [[Rhein]] entwässern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname Henggart ist mittelalterlichen Ursprungs. Seine genaue sprachliche Herleitung ist nicht abschliessend geklärt. Historische Schreibweisen unterschieden sich teilweise deutlich von der heutigen Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name wird gewöhnlich als alemannische Ortsbezeichnung gedeutet. Das Grundwort könnte mit einem eingefriedeten oder umhegten Gebiet zusammenhängen. Andere Deutungen bringen den Namen mit einem Personennamen oder einer älteren Flurbezeichnung in Verbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im örtlichen Dialekt wird Henggart ungefähr als «Hänggert» ausgesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte und Römerzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Henggart war bereits vor der mittelalterlichen Dorfgründung besiedelt. Archäologische Funde in der weiteren Region weisen auf eine Nutzung während der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der Eisenzeit hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Römerzeit gehörte das heutige Gemeindegebiet zum Hinterland des römischen [[Vicus Vitudurum]], aus dem sich später Winterthur entwickelte. In der Umgebung verliefen Verkehrsverbindungen zwischen dem Gebiet von Winterthur, dem Thurtal und dem Rhein. Landwirtschaftliche Gutshöfe versorgten die Siedlungen und militärischen Anlagen der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug der römischen Herrschaft im frühen 5. Jahrhundert siedelten sich alemannische Bevölkerungsgruppen im nördlichen Teil des heutigen Kantons Zürich an. Wahrscheinlich entstand im frühen Mittelalter eine dauerhafte bäuerliche Siedlung im Gebiet von Henggart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henggart wurde 1228 erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf gehörte im Mittelalter zum Einflussbereich verschiedener geistlicher und weltlicher Grundherren. Rechte und Besitzungen befanden sich unter anderem in den Händen regionaler Adelsfamilien und kirchlicher Institutionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohe Gerichtsbarkeit lag zeitweise bei den [[Habsburger]]n. Nach der habsburgischen Niederlage und der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen im Jahr 1415 verstärkte die Stadt Zürich schrittweise ihren Einfluss im nördlichen Kantonsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1464 erwarb Zürich die [[Grafschaft Kyburg]], zu deren Verwaltungsbereich auch Henggart gehörte. Das Dorf wurde damit Teil des zürcherischen Herrschaftsgebiets. Die örtliche Bevölkerung blieb jedoch weiterhin in bäuerlichen Nutzungs- und Abhängigkeitsverhältnissen eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft beruhte auf Ackerbau, Viehhaltung, Waldnutzung und Weinbau. Der Rebbau profitierte von den geeigneten Hängen und entwickelte sich zu einem charakteristischen Bestandteil der lokalen Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation und frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Reformation in der Schweiz|Reformation]] in Zürich wurde Henggart in den 1520er-Jahren reformiert. Die kirchlichen Verhältnisse wurden durch die Zürcher Obrigkeit neu geordnet. Katholische Gottesdienste wurden aufgehoben, und die örtliche Kirche wurde in die [[Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich|reformierte Zürcher Landeskirche]] eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der frühen Neuzeit blieb Henggart ein kleines Bauerndorf. Das gesellschaftliche Leben wurde von der Landwirtschaft, der Kirche und der Dorfgemeinschaft geprägt. Die Einwohner unterstanden der Zürcher Obrigkeit und mussten Abgaben sowie Frondienste leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriege, Missernten, Seuchen und wirtschaftliche Krisen wirkten sich wiederholt auf das Dorf aus. Im [[Dreissigjähriger Krieg|Dreissigjährigen Krieg]] von 1618 bis 1648 blieb die Eidgenossenschaft zwar weitgehend von direkten militärischen Zerstörungen verschont, doch führten Teuerung, Flüchtlingsbewegungen und wirtschaftliche Unsicherheit auch in der Region Zürich zu Belastungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helvetische Republik und Kantonsgründung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einmarsch französischer Truppen und dem Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798 endete die zürcherische Untertanenordnung. Henggart wurde während der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] Teil der neuen zentralistisch organisierten staatlichen Strukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Mediationsakte]] von 1803 wurde der Kanton Zürich wiederhergestellt. Henggart gehörte fortan zu den zürcherischen Landgemeinden. Die politischen Reformen des 19. Jahrhunderts stärkten schrittweise die kommunale Selbstverwaltung und die Mitwirkungsrechte der männlichen Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung des Kantons Zürich von 1831 beseitigte die politische Vorrangstellung der Stadt Zürich und führte zu einer stärkeren Gleichstellung von Stadt und Landschaft. Auch Henggart erhielt damit umfassendere kommunale Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn und Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein entscheidender Entwicklungsschritt war der Anschluss an das Eisenbahnnetz. 1857 wurde die Bahnstrecke von Winterthur über Andelfingen nach Schaffhausen eröffnet. Henggart erhielt einen eigenen Bahnhof und wurde damit an die wichtigen Wirtschafts- und Verkehrszentren der Nordostschweiz angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnanschluss erleichterte den Transport landwirtschaftlicher Produkte, Baumaterialien und anderer Güter. Gleichzeitig wurde das Pendeln nach Winterthur und in weitere Orte möglich. Dennoch blieb Henggart zunächst überwiegend landwirtschaftlich geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region diskutierte später zusätzliche Verkehrsverbindungen in das Flaachtal. Eine sogenannte Eisenbahnstrasse zwischen Henggart und dem Flaachtal sollte den Zugang zum Bahnhof verbessern und die wirtschaftliche Verbindung der umliegenden Gemeinden stärken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eisenbahnstrasse&amp;quot;&amp;gt;[https://www.henggart.ch/_docn/2771563/HZ_3_2020.pdf Gemeinde Henggart: Die «Eisenbahnstrasse Henggart–Flaachthal»], abgerufen am 25. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert entstanden kleinere Gewerbebetriebe. Viele Einwohner arbeiteten jedoch weiterhin in der Landwirtschaft, im Rebbau, im Handwerk oder in den Fabriken der Region Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts veränderte sich Henggart nur langsam. Landwirtschaft und Gewerbe bildeten weiterhin die wirtschaftliche Grundlage. Die Mechanisierung der Landwirtschaft und der Strukturwandel führten jedoch zu einer Abnahme der Zahl der Bauernbetriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein stärkeres Bevölkerungswachstum ein. Neue Wohnquartiere entstanden am Rand des historischen Dorfkerns. Die Nähe zu Winterthur, der Bahnanschluss und der Ausbau des Strassennetzes machten Henggart für Pendlerinnen und Pendler attraktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anteil der in der Gemeinde arbeitenden Bevölkerung ging zurück, während immer mehr Einwohner täglich nach Winterthur, Zürich oder in andere Gemeinden fuhren. Henggart wandelte sich damit von einem Bauerndorf zu einer Wohn- und Pendlergemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde investierte in Schulen, Strassen, Wasser- und Abwasseranlagen sowie in öffentliche Gebäude. Gleichzeitig bemühten sich Behörden und Bevölkerung, den historischen Dorfcharakter und die umgebende Kulturlandschaft zu bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwart ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gehört Henggart funktional zur Agglomeration Winterthur, bewahrt jedoch einen deutlich ländlichen Charakter. Die Bevölkerung lebt überwiegend in Einfamilienhäusern, kleineren Mehrfamilienhäusern und den Gebäuden des historischen Dorfkerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde zählt 2341 Einwohnerinnen und Einwohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschichtegemeinde&amp;quot;&amp;gt;[https://www.henggart.ch/portraitgeschichte Gemeinde Henggart: Geschichte], abgerufen am 25. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein grosser Teil der Erwerbstätigen arbeitet ausserhalb des Gemeindegebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die beschränkte Gemeindefläche und die gute Verkehrserschliessung steht Henggart vor der Aufgabe, die bauliche Entwicklung mit dem Schutz der Landwirtschaftsflächen, Rebberge und Erholungsräume in Einklang zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen von Henggart zeigt in Rot einen aufrechten silbernen beziehungsweise weissen Rechen. Das landwirtschaftliche Gerät verweist auf die bäuerliche Vergangenheit der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeindewappen dieser Art wurden häufig von älteren Dorfzeichen, Siegeln oder Darstellungen auf Grenzsteinen übernommen. Die heute gebräuchliche Form wurde im Zuge der Vereinheitlichung der Zürcher Gemeindewappen im 20. Jahrhundert festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henggart verzeichnete besonders seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein deutliches Bevölkerungswachstum. Neue Wohngebiete und die gute Verkehrsanbindung förderten den Zuzug von Familien und Berufspendlern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde hatte 2015 rund 2274 Einwohnerinnen und Einwohner in ungefähr 960 Haushalten. Damals waren mehr als vier Fünftel der berufstätigen Bevölkerung Pendlerinnen und Pendler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zahlen2015&amp;quot;&amp;gt;[https://www.henggart.ch/_docn/1100992/Henggarter_Ziit_2015_2.pdf Gemeinde Henggart: Henggart im Überblick – Zahlen, Daten, Fakten], abgerufen am 25. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahren blieb die Einwohnerzahl relativ stabil beziehungsweise nahm leicht zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung ist überwiegend deutschsprachig. Im Alltag wird eine Variante des Zürichdeutschen gesprochen. [[Schweizer Hochdeutsch]] wird als Schrift- und Amtssprache verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konfessionelle Zusammensetzung hat sich seit dem späten 20. Jahrhundert verändert. Der Anteil der evangelisch-reformierten Bevölkerung ist zurückgegangen, während der Anteil der römisch-katholischen, konfessionslosen und anderen religiösen Bevölkerungsgruppen zugenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henggart wurde während der Zürcher Reformation im 16. Jahrhundert reformiert. Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde prägte das religiöse und gesellschaftliche Leben des Dorfs während Jahrhunderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche steht im historischen Dorfkern. Ihr heutiges Erscheinungsbild geht auf verschiedene Bau- und Umbauphasen zurück. Neben Gottesdiensten dient sie auch als Ort für Konzerte, kirchliche Feiern und kulturelle Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirchgemeinde ist Teil der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Die römisch-katholischen Einwohner gehören zur katholischen Pfarreistruktur der Region. Daneben leben Angehörige weiterer christlicher Gemeinschaften und anderer Religionen sowie konfessionslose Personen in der Gemeinde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kirchen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.henggart.ch/portraitkirchen Gemeinde Henggart: Kirchen], abgerufen am 25. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzgebende Gewalt wird von der Gemeindeversammlung ausgeübt. Stimmberechtigte Einwohnerinnen und Einwohner entscheiden dort über Budget, Jahresrechnung, Steuerfuss, Bauvorhaben und weitere kommunale Geschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausführende Behörde ist der Gemeinderat. Er leitet die Gemeindeverwaltung und ist für die Umsetzung der Beschlüsse sowie für die strategische Entwicklung der Gemeinde zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henggart ist als Einheitsgemeinde organisiert. Dadurch werden die Aufgaben der politischen Gemeinde und der Primarschulgemeinde innerhalb derselben kommunalen Organisation wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf kantonaler Ebene gehört Henggart zum Bezirk Andelfingen und zum entsprechenden Wahlkreis. Bei eidgenössischen und kantonalen Wahlen und Abstimmungen weist die Gemeinde häufig eine überdurchschnittliche Stimmbeteiligung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Flaachtalstrasse 15. Sie ist unter anderem für Einwohnerdienste, Steuern, Bauwesen, Sozialfragen, Finanzen und kommunale Dienstleistungen zuständig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gemeindewebsite&amp;quot;&amp;gt;[https://www.henggart.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Henggart], abgerufen am 25. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen ihrer überschaubaren Grösse arbeitet die Gemeinde in verschiedenen Bereichen mit umliegenden Gemeinden und regionalen Organisationen zusammen. Dies betrifft unter anderem Feuerwehr, Zivilschutz, Abfallentsorgung, Energieversorgung, soziale Dienstleistungen und weiterführende Schulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henggart war über Jahrhunderte vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Ackerbau, Viehzucht und Rebbau bildeten die wichtigsten Erwerbsgrundlagen. Obwohl die Zahl der Bauernbetriebe zurückgegangen ist, prägt die Landwirtschaft das Landschaftsbild weiterhin deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weinbau nimmt eine besondere Stellung ein. An den geeigneten Hängen des Gemeindegebiets werden verschiedene Rebsorten angebaut. Die Erzeugnisse werden als Henggarter Weine vermarktet und gehören zur Weinbautradition des Zürcher Weinlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Landwirtschaft bestehen kleinere und mittlere Unternehmen aus den Bereichen Bau, Handwerk, Handel und Dienstleistungen. Grössere Industriebetriebe gibt es aufgrund der geringen Gemeindefläche nur in begrenztem Umfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der überwiegende Teil der erwerbstätigen Einwohner pendelt zu Arbeitsplätzen in Winterthur, Zürich, Schaffhausen oder in benachbarte Gemeinden. Henggart besitzt deshalb den Charakter einer Wohngemeinde mit lokalem Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Henggart liegt an der Bahnstrecke Winterthur–Etzwilen. Er wurde mit der Eröffnung der Strecke im Jahr 1857 in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henggart ist in das Netz der S-Bahn Zürich eingebunden. Direkte Bahnverbindungen führen nach Winterthur, Zürich und in das Zürcher Weinland. Der Bahnhof verfügt über Billettautomaten, Veloabstellplätze und eine Park-and-Rail-Anlage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bahnhofsbb&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sbb.ch/de/reiseinformationen/bahnhoefe/bahnhof-finden/bahnhof.6046.henggart.html Schweizerische Bundesbahnen: Bahnhof Henggart], abgerufen am 25. Juli 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahn ist für die Gemeinde von besonderer Bedeutung, da ein grosser Teil der Bevölkerung ausserhalb Henggarts arbeitet oder eine weiterführende Schule besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strassenverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henggart liegt an der Hauptverkehrsverbindung zwischen Winterthur und dem Zürcher Weinland. Regionale Strassen führen nach Andelfingen, Flaach, Hettlingen und Dägerlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westlich des Dorfes verläuft die [[Autobahn A4 (Schweiz)|Autobahn A4]]. Die nächstgelegenen Anschlüsse ermöglichen eine schnelle Verbindung nach Winterthur, Schaffhausen und Zürich. Gleichzeitig führt der motorisierte Verkehr zu Belastungen durch Lärm und zu Diskussionen über Verkehrsführung und Siedlungsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Busverkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Buslinien ergänzen das Bahnangebot und verbinden Henggart mit benachbarten Gemeinden, die über keinen eigenen Bahnhof verfügen. Dadurch übernimmt Henggart eine gewisse Funktion als Verkehrsknoten am südlichen Rand des Zürcher Weinlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henggart verfügt über einen Kindergarten und eine Primarschule. Die Schule ist organisatorisch in die Einheitsgemeinde eingebunden. Neben dem Unterricht bietet die Gemeinde schulergänzende Tagesstrukturen und Betreuungsangebote an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Sekundarschule besuchen die Jugendlichen regionale Schuleinrichtungen ausserhalb der Gemeinde. Mittelschulen, Berufsfachschulen und weitere Bildungsinstitutionen befinden sich vor allem in Winterthur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähe zum Bahnhof erleichtert den Schülerinnen und Schülern den täglichen Weg zu weiterführenden Schulen. Die [[Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften]] und weitere Bildungseinrichtungen in Winterthur sind mit der Bahn gut erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsbild und Architektur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Dorfkern besteht aus traditionellen Zürcher Weinländer Bauernhäusern, Wohngebäuden und der reformierten Kirche. Mehrere ältere Gebäude zeigen die für die Region charakteristische Verbindung von Wohnhaus, Stall und Scheune.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neubauquartiere liegen hauptsächlich am Rand des alten Dorfes. Sie entstanden schrittweise seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und bestehen überwiegend aus Einfamilienhäusern und kleineren Mehrfamilienhäusern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der baulichen Entwicklung ist der Übergang vom Siedlungsgebiet zur offenen Kulturlandschaft an vielen Stellen deutlich sichtbar. Rebberge, Felder, Obstgärten und Waldflächen prägen das Erscheinungsbild der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformierte Kirche bildet zusammen mit den umliegenden historischen Gebäuden einen wichtigen Bestandteil des Dorfkerns. Der schlichte Innenraum entspricht der reformierten Tradition des Kantons Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gotteshaus wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach verändert und renoviert. Es dient neben seiner religiösen Funktion auch als kultureller Veranstaltungsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historischer Dorfkern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dorfzentrum sind mehrere traditionelle Bauernhäuser und ländliche Wohnbauten erhalten. Sie erinnern an die Zeit, als Henggart fast vollständig von Landwirtschaft und Rebbau geprägt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Rundgang durch das Dorf vermittelt den Übergang zwischen dem historischen Siedlungskern und den neueren Wohnquartieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rebberge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rebflächen am Henggarter Berg und im Gebiet Hebsack gehören zur Kulturlandschaft der Gemeinde. Der Weinbau prägt sowohl das Landschaftsbild als auch die lokale Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den höher gelegenen Rebbergen und Feldwegen bietet sich ein weiter Blick über Henggart und die umliegende Landschaft des Zürcher Weinlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur und Naherholung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umgebung von Henggart eignet sich zum Wandern, Velofahren und Spazieren. Feld- und Waldwege verbinden das Dorf mit Flaach, Andelfingen, Hettlingen und weiteren Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Henggarter Berg bildet ein wichtiges Naherholungsgebiet. Die Waldflächen dienen zugleich der Holzproduktion, dem Natur- und Landschaftsschutz sowie dem Schutz des Bodens und des Wasserhaushalts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Landwirtschaftsflächen finden sich Äcker, Wiesen, Obstbäume und Rebberge. Sie bieten Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Hecken, Waldränder und kleinere Gewässer sind für die ökologische Vernetzung von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Vereinsleben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gesellschaftliche Leben wird von zahlreichen Vereinen und lokalen Organisationen getragen. Dazu gehören Sportvereine, Musikgruppen, Schützenvereine, kirchliche Organisationen und weitere Gemeinschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde veröffentlicht mit der &amp;#039;&amp;#039;Henggarter Ziit&amp;#039;&amp;#039; ein Mitteilungsblatt. Es informiert über politische Entscheidungen, Schule, Vereine, Geschichte, Veranstaltungen und das lokale Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den regelmässigen Anlässen gehören die Bundesfeier, kirchliche Veranstaltungen, Vereinsfeste und kulturelle Angebote. Die Mehrzweckanlagen und öffentlichen Räume stehen Schulen, Vereinen und Einwohnern zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jakob Spörri]] (1822–1896), Politiker und Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Frauenfelder]], Gemeindepräsident und Hauptmann der Schweizer Armee&lt;br /&gt;
* [[Paul Burkhard]] (1911–1977), Komponist, lebte zeitweise in der weiteren Region&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Fietz: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich&amp;#039;&amp;#039;. Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. Birkhäuser, Basel 1938.&lt;br /&gt;
* Hans Kläui, Viktor Schobinger: &amp;#039;&amp;#039;Zürcher Ortsnamen. Entstehung und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;. Zürcher Kantonalbank, Zürich 1989.&lt;br /&gt;
* Gemeinde Henggart: &amp;#039;&amp;#039;Henggarter Ziit&amp;#039;&amp;#039;. Mitteilungsblatt der Gemeinde Henggart.&lt;br /&gt;
* Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich: &amp;#039;&amp;#039;Gemeindeporträt Henggart&amp;#039;&amp;#039;. Statistisches Amt des Kantons Zürich, Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Andelfingen]]&lt;br /&gt;
* [[Zürcher Weinland]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gemeinden des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnhof Henggart]]&lt;br /&gt;
* [[Reformation in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.henggart.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Henggart]&lt;br /&gt;
* [https://www.zh.ch/de/politik-staat/gemeinden/gemeindeportraet.html Gemeindeporträts des Kantons Zürich]&lt;br /&gt;
* [https://www.sbb.ch/de/reiseinformationen/bahnhoefe/bahnhof-finden/bahnhof.6046.henggart.html Bahnhof Henggart bei den Schweizerischen Bundesbahnen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Henggart|Henggart}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Andelfingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zürcher Weinland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1228]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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