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	<title>Guillaume Henri Dufour - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Helvetia Wiki – Die Enzyklopädie der Schweiz</subtitle>
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		<title>Nick Frei: Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&quot;wikitable float-right&quot; style=&quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&quot; ! colspan=&quot;2&quot; | Guillaume Henri Dufour |- | colspan=&quot;2&quot; style=&quot;text-align:center;&quot; | Guillaume Henri Dufour |- ! Vollständiger Name | Guillaume Henri Dufour |- ! Französische Schreibweise | Guillaume-Henri Dufour |- ! Geboren | 15. September 1787 |- ! Geburtsort | Konstanz |- ! Gestorben | 14. Juli 1875 |- ! Sterbeort | Les…»</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: «{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot; ! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Guillaume Henri Dufour |- | colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | &lt;a href=&quot;/de/Datei:Guillaume_Henri_Dufour.jpg&quot; title=&quot;Datei:Guillaume Henri Dufour.jpg&quot;&gt;280px|Guillaume Henri Dufour&lt;/a&gt; |- ! Vollständiger Name | Guillaume Henri Dufour |- ! Französische Schreibweise | Guillaume-Henri Dufour |- ! Geboren | 15. September 1787 |- ! Geburtsort | &lt;a href=&quot;/de/index.php?title=Konstanz&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Konstanz (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Konstanz&lt;/a&gt; |- ! Gestorben | 14. Juli 1875 |- ! Sterbeort | Les…»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; width:315px; margin:0 0 1em 1em;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Guillaume Henri Dufour&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:Guillaume Henri Dufour.jpg|280px|Guillaume Henri Dufour]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Vollständiger Name&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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! Gestorben&lt;br /&gt;
| 14. Juli 1875&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sterbeort&lt;br /&gt;
| Les Eaux-Vives, heute [[Genf]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bürgerort&lt;br /&gt;
| Genf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Staatsangehörigkeit&lt;br /&gt;
| [[Schweiz|schweizerisch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Berufe&lt;br /&gt;
| Offizier, Ingenieur, Kartograf, Politiker&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Militärischer Rang&lt;br /&gt;
| General&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ehepartnerin&lt;br /&gt;
| Suzanne Bonneton&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Konfession&lt;br /&gt;
| reformiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bekannt für&lt;br /&gt;
| [[Sonderbundskrieg]], [[Dufourkarte]], Mitgründung des [[Internationales Komitee vom Roten Kreuz|Internationalen Komitees vom Roten Kreuz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Unterschrift&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot; | [[Datei:Signature general dufour.png|180px|Unterschrift von Guillaume Henri Dufour]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guillaume Henri Dufour&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, häufig auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guillaume-Henri Dufour&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschrieben (* 15. September 1787 in [[Konstanz]]; † 14. Juli 1875 in Les Eaux-Vives, heute [[Genf]]), war ein Schweizer Offizier, General, Ingenieur, Kartograf, Hochschullehrer und Politiker. Er gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der modernen Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufour führte 1847 die eidgenössischen Truppen im [[Sonderbundskrieg]]. Durch eine kurze, militärisch entschlossene und zugleich auf die Begrenzung von Gewalt ausgerichtete Kriegführung trug er wesentlich dazu bei, dass der innerschweizerische Konflikt ohne lang anhaltenden Bürgerkrieg beendet werden konnte. Der Sieg der eidgenössischen Truppen schuf eine wichtige Voraussetzung für die Gründung des schweizerischen Bundesstaates von 1848.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Oberstquartiermeister leitete Dufour die Vermessungsarbeiten für die erste amtliche Karte, die das gesamte Gebiet der Schweiz erfasste. Die zwischen 1845 und 1865 veröffentlichte [[Dufourkarte]] wurde nach ihm benannt. Dufour gründete zudem das Eidgenössische Topographische Bureau, aus dem später das [[Bundesamt für Landestopografie swisstopo]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 gehörte er gemeinsam mit [[Henry Dunant]], [[Gustave Moynier]], [[Louis Appia]] und [[Théodore Maunoir]] zu den fünf Gründern des heutigen [[Internationales Komitee vom Roten Kreuz|Internationalen Komitees vom Roten Kreuz]]. Dufour war dessen erster Präsident.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Familie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guillaume Henri Dufour wurde in Konstanz geboren, wo seine Genfer Eltern im Exil lebten. Sein Vater Bénédict Dufour war Uhrmacher und hatte sich an den politischen Auseinandersetzungen in der Republik Genf beteiligt. Seine Mutter war Pernette Dufour, geborene Valentin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls_dufour&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003862/ Guillaume-Henri Dufour], Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie war nach den Genfer Unruhen von 1782 aus ihrer Heimat geflohen. Als Guillaume Henri zwei Jahre alt war, kehrten seine Eltern nach Genf zurück. Dort besuchte er die Schule und erhielt Unterricht in den Geisteswissenschaften, in Mathematik, Physik und Zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Lehrern gehörte der Naturwissenschaftler [[Marc-Auguste Pictet]], der sein Interesse an Mathematik und Technik förderte. Dufour beschäftigte sich zeitweise auch mit Medizin, entschied sich jedoch schliesslich für eine technische und militärische Ausbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. September 1817 heiratete er Suzanne Bonneton, eine Tochter des Kupferstechers Théodore Bonneton. Das Ehepaar hatte vier Töchter. Eine von ihnen, Anne Octavie L’Hardy-Dufour, schuf ein bekanntes Porträt ihres Vaters.&amp;lt;ref name=&amp;quot;familie_dufour&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bge-geneve.ch/iconographie/personne/susanne-dufour-nee-bonneton Susanne Dufour née Bonneton], Bibliothèque de Genève, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung in Frankreich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1807 trat Dufour in die [[École polytechnique]] in Paris ein. Die Hochschule verband mathematisch-naturwissenschaftliche Studien mit der Ausbildung für technische und militärische Berufe. Dufour gehörte zu den erfolgreichsten Studenten seines Jahrgangs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss wechselte er an die Artillerie- und Genieschule in Metz. Dort wurde er zum militärischen Ingenieur ausgebildet. Zu seinen Studiengebieten gehörten Festungsbau, Vermessung, Mechanik, Baustatik, Artilleriewesen und militärische Topografie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;armee_dufour&amp;quot;&amp;gt;[https://www.vtg.admin.ch/en/guillaume-henri-dufour-1787--1875 Guillaume Henri Dufour 1787–1875], Schweizer Armee, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technisch-wissenschaftliche Ausbildung in Frankreich prägte seine spätere Tätigkeit. Dufour betrachtete den Ingenieurberuf nicht nur als handwerkliche Praxis, sondern als eine auf Mathematik, Beobachtung und systematischer Forschung beruhende Wissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dienst in der französischen Armee ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 trat Dufour als Offizier des Geniekorps in die französische Armee ein. Er wurde nach [[Korfu]] entsandt, das damals von französischen Truppen besetzt war. Dort arbeitete er an Festungsanlagen und Verteidigungswerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines britischen Angriffs auf ein Schiff wurde Dufour 1813 verwundet. Für seinen Einsatz erhielt er das Ritterkreuz der französischen [[Ehrenlegion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Übergabe Korfus an die Briten kehrte er nach Frankreich zurück. Während der Herrschaft der Hundert Tage im Jahr 1815 war er an der Verteidigung von Lyon beteiligt. Nach dem endgültigen Sturz Napoleons verlor seine militärische Laufbahn in Frankreich jedoch ihre Grundlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 verliess Dufour die französische Armee und kehrte nach Genf zurück. Die Stadt war inzwischen als Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft beigetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ingenieur in Genf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufour wurde 1817 in den Dienst des Kantons Genf aufgenommen und arbeitete bis 1850 als Kantonsingenieur. Er war für Strassen, Brücken, Hafenanlagen, Befestigungen und städtebauliche Projekte verantwortlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;armee_dufour&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wandelte sich Genf von einer befestigten Stadt zu einem modernen Wirtschafts- und Verkehrszentrum. Dufour wirkte an der Umgestaltung der Uferbereiche, am Ausbau der Verkehrswege und an der Verbesserung der städtischen Infrastruktur mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen bekanntesten technischen Arbeiten gehörte eine 1823 errichtete Hängebrücke bei der Promenade Saint-Antoine. Sie war eine der frühesten europäischen Hängebrücken, deren Tragkonstruktion aus Drahtseilen bestand. Dufour arbeitete dabei mit Marc-Auguste Pictet und dem französischen Brückenbauer Marc Seguin zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beteiligte sich ausserdem an der Planung von Brücken über die Rhone, an der Gestaltung der Genfer Quaianlagen und an der Umwandlung militärischer Befestigungsbereiche in öffentlich nutzbare Stadträume. Seine Projekte verbanden technische Zweckmässigkeit mit städtebaulichen und ästhetischen Überlegungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;unige_wissenschaftler&amp;quot;&amp;gt;[https://www.unige.ch/campus/numeros/119/tetechercheuse/ Le général qui aimait les sciences], Universität Genf, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufour lehrte zeitweise Mathematik an der Genfer Akademie. Er veröffentlichte zudem Arbeiten über Festungsbau, Brückenbau, Artillerie, Mechanik und militärische Taktik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau der eidgenössischen Armee ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr trat Dufour auch in den eidgenössischen Militärdienst ein. 1817 erhielt er den Rang eines Hauptmanns. Bereits 1820 wurde er zum Oberstleutnant und 1827 zum Oberst befördert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;armee_dufour&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1819 gehörte er zu den Mitbegründern der Eidgenössischen Militärschule in [[Thun]]. Dort bildete er Offiziere der Artillerie und der Genietruppen aus. Von 1831 bis 1834 leitete er die Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Schülern gehörte Louis-Napoléon Bonaparte, der spätere französische Kaiser [[Napoleon III.]]. Zwischen beiden entwickelte sich eine langjährige persönliche Beziehung. Diese Verbindung spielte später während diplomatischer Spannungen zwischen der Schweiz und Frankreich eine gewisse Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufour setzte sich für eine einheitlichere Organisation der kantonalen Truppen ein. Die damalige Eidgenossenschaft besass noch keine vollständig zentralisierte Armee. Die einzelnen Kantone stellten eigene Kontingente, die sich in Ausbildung, Ausrüstung und militärischer Tradition unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1840 schlug Dufour eine gemeinsame eidgenössische Truppenfahne mit einem weissen Kreuz auf rotem Grund vor. Sie sollte die kantonalen Kontingente sichtbar zu einer gemeinsamen Armee verbinden. Das Schweizerkreuz wurde 1841 für die eidgenössischen Truppen eingeführt und entwickelte sich zu einem zentralen Symbol des Bundesstaates.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bundesarchiv_kreuz&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bar.admin.ch/en/white-on-red-the-swiss-cross White on Red: the Swiss Cross], Schweizerisches Bundesarchiv, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberstquartiermeister und Generalstabschef ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1832 wurde Dufour zum Oberstquartiermeister der Eidgenossenschaft ernannt. Dieses Amt entsprach weitgehend der späteren Funktion eines Generalstabschefs. Er war für militärische Planung, Ausbildung, Mobilmachung und Landesvermessung verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufour entwickelte Grundsätze für eine einheitlichere Führung der eidgenössischen Truppen. Er legte Wert auf gut ausgebildete Offiziere, genaue Karten, zuverlässige Nachrichtenverbindungen und die koordinierte Bewegung verschiedener Truppengattungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Schriften zur Taktik beeinflussten mehrere Generationen schweizerischer Offiziere. Er vertrat eine defensive Militärdoktrin, die auf den Schutz des Landes, die Nutzung des Geländes und die rasche Mobilisierung der Milizarmee ausgerichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonderbundskrieg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politischer Hintergrund ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1840er-Jahren verschärften sich die Gegensätze zwischen liberalen und konservativen Kantonen. Die katholisch-konservativen Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Freiburg und Wallis schlossen 1845 den sogenannten [[Sonderbund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die liberale Mehrheit der Tagsatzung erklärte den Sonderbund 1847 für unvereinbar mit dem Bundesvertrag und beschloss dessen Auflösung. Am 21. Oktober 1847 ernannte die Tagsatzung Dufour zum Oberbefehlshaber der eidgenössischen Truppen und verlieh ihm den Rang eines Generals.&amp;lt;ref name=&amp;quot;armee_dufour&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rang eines Generals ist in der Schweiz kein dauerhafter militärischer Dienstgrad. Ein General wird von den Bundesbehörden gewählt, wenn eine grössere Mobilmachung oder ein Krieg die einheitliche Führung der Armee erfordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Humanitäre Befehle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufour betrachtete den bevorstehenden Konflikt als einen Krieg zwischen Angehörigen desselben Landes. Er wollte verhindern, dass aus der militärischen Auseinandersetzung ein lang anhaltender Religions- oder Rachekrieg entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen Befehlen verlangte er von den Soldaten, Zivilpersonen, Verwundete, Gefangene und Wehrlose zu schonen. Kirchen, Klöster und privates Eigentum sollten respektiert werden. Plünderungen und unnötige Zerstörungen waren ausdrücklich verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seine Divisionskommandanten schrieb er sinngemäss, dass die Armee aus dem Kampf nicht nur siegreich, sondern auch ohne moralischen Makel hervorgehen müsse. Diese Haltung entsprach Grundsätzen, die Dufour später bei der Gründung des Roten Kreuzes vertrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlauf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eidgenössische Armee ging rasch und koordiniert gegen die voneinander getrennten Sonderbundskantone vor. Dufour vermied nach Möglichkeit verlustreiche Frontalangriffe und versuchte, Gegner durch Umfassung, Verhandlungen und die Demonstration militärischer Überlegenheit zur Aufgabe zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiburg kapitulierte im November 1847, bevor es zu einer grösseren Schlacht kam. Kurz darauf gab auch Zug den Widerstand auf. Die entscheidenden Kämpfe fanden im Gebiet von Luzern statt, insbesondere bei Gisikon und Meierskappel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug der Sonderbundstruppen wurde Luzern von der eidgenössischen Armee besetzt. Die übrigen Kantone des Sonderbunds kapitulierten ebenfalls. Der Krieg dauerte weniger als einen Monat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eda_bundesstaat&amp;quot;&amp;gt;[https://www.aboutswitzerland.eda.admin.ch/dam/en/sd-web/gWCAcEYyHwKu/weg-bundesstaat_EN.pdf On the way to becoming a federal state 1815–1848], Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu vielen anderen Bürgerkriegen des 19. Jahrhunderts blieb die Zahl der Opfer begrenzt. Dazu trugen die kurze Dauer des Konflikts, Dufours strategische Planung und seine Befehle zur Schonung des Gegners bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg setzte sich Dufour gegen Demütigungen und harte Vergeltungsmassnahmen gegenüber den besiegten Kantonen ein. Die ehemaligen Sonderbundskantone sollten möglichst rasch wieder in die Eidgenossenschaft integriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Verhalten brachte ihm den Ruf eines «Friedensgenerals» und «Versöhners» ein. Der Ausgang des Kriegs ermöglichte die Ausarbeitung der [[Bundesverfassung von 1848]], mit der die Schweiz von einem Staatenbund zu einem Bundesstaat wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufours Rolle wird dennoch nicht ausschliesslich als persönliche Friedensleistung verstanden. Er war der Oberbefehlshaber einer militärischen Intervention gegen Kantone, die sich einem Mehrheitsbeschluss der Tagsatzung widersetzten. Seine historische Bedeutung liegt vor allem darin, dass er den militärischen Auftrag mit politischer Mässigung und der Begrenzung des Leids verband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Ernennungen zum General ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufour wurde insgesamt viermal zum General und Oberbefehlshaber eidgenössischer Truppen ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Anlass&lt;br /&gt;
! Aufgabe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1847&lt;br /&gt;
| [[Sonderbundskrieg]]&lt;br /&gt;
| Auflösung des Sonderbunds und Führung der eidgenössischen Armee&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1849&lt;br /&gt;
| Badische Revolution&lt;br /&gt;
| Schutz der Schweizer Grenze vor möglichen Übergriffen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1856&lt;br /&gt;
| [[Neuenburgerhandel]]&lt;br /&gt;
| Vorbereitung der Landesverteidigung gegenüber Preussen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1859&lt;br /&gt;
| Zweiter Italienischer Unabhängigkeitskrieg&lt;br /&gt;
| Sicherung der Schweizer Grenzen während des Kriegs in Norditalien&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Badischen Revolution von 1849 sollte Dufour verhindern, dass Kämpfe zwischen deutschen Revolutionären und den Truppen des Grossherzogtums Baden auf Schweizer Gebiet übergriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Neuenburgerhandel von 1856 und 1857 drohte ein Krieg mit Preussen. Der preussische König beanspruchte weiterhin Herrschaftsrechte über Neuenburg, obwohl der Kanton seit 1848 eine Republik war. Die Krise wurde diplomatisch gelöst, bevor es zu Kampfhandlungen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 mobilisierte die Schweiz erneut Truppen, als Frankreich und das Königreich Sardinien-Piemont gegen Österreich kämpften. Dufour hatte den Auftrag, die schweizerische Neutralität und die Grenze zu sichern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;armee_dufour&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dufourkarte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vermessung der Schweiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Dufours Aufgaben als Oberstquartiermeister gehörte die Schaffung einer zuverlässigen topografischen Karte der gesamten Schweiz. Die vorhandenen kantonalen Karten unterschieden sich stark in Massstab, Genauigkeit und Darstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genaue Karten waren sowohl für die militärische Landesverteidigung als auch für Strassenbau, Wissenschaft, Verwaltung und wirtschaftliche Entwicklung wichtig. Dufour koordinierte deshalb die kantonalen Vermessungen und liess ein schweizweites Netz trigonometrischer Messpunkte aufbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Astronom und Geodät [[Johannes Eschmann]] verband zwischen 1834 und 1837 vorhandene kantonale Netze zur ersten landesweiten Haupttriangulation. Diese bildete das geodätische Grundgerüst der späteren Karte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;swisstopo_dufourkarte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.swisstopo.admin.ch/de/dufourkarte Dufourkarte], Bundesamt für Landestopografie swisstopo, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eidgenössisches Topographisches Bureau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1838 gründete Dufour in Genf das Eidgenössische Topographische Bureau. Die Institution sammelte und prüfte die von kantonalen und eidgenössischen Topografen erstellten Aufnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bureau gilt als Vorläufer des heutigen Bundesamts für Landestopografie swisstopo. Dufour leitete es bis 1865. Nach seinem Rücktritt wurde der Sitz von Genf nach Bern verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feldaufnahmen erfolgten im Mittelland, im Jura und im Südtessin gewöhnlich im Massstab 1:25&amp;#039;000. In den Alpen wurde meist im Massstab 1:50&amp;#039;000 gearbeitet. Für die Veröffentlichung wurden die Daten auf 1:100&amp;#039;000 verkleinert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;swisstopo_dufourkarte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gestaltung und Veröffentlichung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die offizielle Bezeichnung des Kartenwerks lautete «Topographische Karte der Schweiz». Es bestand aus 25 Blättern und wurde zwischen 1845 und 1865 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände wurde mit Schraffen dargestellt. Durch eine einheitlich angenommene Beleuchtung aus nordwestlicher Richtung erhielten Berge und Täler eine plastische Wirkung. Dörfer, Städte, Strassen, Gewässer und Landesgrenzen wurden mit grosser Sorgfalt wiedergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kupferstichkarten fanden international Anerkennung. Auf der Weltausstellung von Paris 1855 wurde das Werk mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet. Die Dufourkarte vermittelte erstmals ein weitgehend einheitliches geografisches Bild des gesamten Landes und stärkte damit auch die Wahrnehmung der Schweiz als zusammengehöriger Bundesstaat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;swisstopo_kupferplatten&amp;quot;&amp;gt;[https://www.swisstopo.admin.ch/de/lang-lebe-die-kupferplatte Lang lebe die Kupferplatte], Bundesamt für Landestopografie swisstopo, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufour war nicht nur Militär und Ingenieur, sondern auch politisch tätig. Bereits 1819 wurde er in den Genfer Repräsentierenden Rat gewählt. Politisch vertrat er einen gemässigten Liberalismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Genfer Revolution von 1841 gehörte er dem Verfassungsrat an. Ab 1842 sass er sowohl im Genfer Grossen Rat als auch im Gemeinderat der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Bundesstaates wurde Dufour in den [[Nationalrat]] gewählt. Von 1848 bis 1851 vertrat er den bernischen Wahlkreis Seeland. Von 1854 bis 1857 war er Nationalrat für den Kanton Genf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1862 bis 1866 vertrat er Genf im [[Ständerat]]. Dufour nahm häufig eine vermittelnde Position zwischen politischen Lagern ein. Seine öffentliche Autorität beruhte weniger auf parteipolitischer Führung als auf seinem Ansehen als Ingenieur, General und Vertreter des nationalen Zusammenhalts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;armee_dufour&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung des Roten Kreuzes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Komitee der Fünf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Schlacht von Solferino im Jahr 1859 veröffentlichte Henry Dunant das Buch &amp;#039;&amp;#039;Eine Erinnerung an Solferino&amp;#039;&amp;#039;. Darin schlug er freiwillige Hilfsgesellschaften zur Versorgung verwundeter Soldaten sowie internationale Regeln zum Schutz des Sanitätspersonals vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Genfer Gemeinnützige Gesellschaft setzte 1863 eine fünfköpfige Kommission zur Prüfung dieser Vorschläge ein. Ihr gehörten Dufour, Dunant, Gustave Moynier, Louis Appia und Théodore Maunoir an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Februar 1863 konstituierte sich die Gruppe als Internationales Komitee der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege. Daraus entwickelte sich das heutige Internationale Komitee vom Roten Kreuz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;icrc_gruendung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.icrc.org/en/document/icrc-150-years-humanitarian-action The ICRC: 150 years of humanitarian action], Internationales Komitee vom Roten Kreuz, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufour wurde aufgrund seines internationalen Ansehens und seiner militärischen Erfahrung zum ersten Präsidenten gewählt. Er übte das Amt von 1863 bis 1864 aus. Danach übernahm Gustave Moynier die Leitung, während Dufour Ehrenpräsident blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Genfer Konvention ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufours Beteiligung verlieh der jungen Organisation Glaubwürdigkeit bei Regierungen und militärischen Führungen. Er unterstützte Dunants humanitäre Ideen, half jedoch zugleich dabei, sie in praktisch umsetzbare Vorschläge für Armeen und Staaten zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1863 fand in Genf eine internationale Konferenz statt, an der Vertreter mehrerer Staaten und privater Hilfsgesellschaften teilnahmen. Sie verabschiedete grundlegende Empfehlungen zur Bildung nationaler Hilfsgesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. August 1864 unterzeichneten zwölf Staaten die erste [[Genfer Konvention]]. Sie verpflichtete die Vertragsparteien, verwundete Soldaten und militärisches Sanitätspersonal zu schützen. Dufour gehörte als Vertreter der Schweiz zu den Unterzeichnern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;icrc_dufour&amp;quot;&amp;gt;[https://avarchives.icrc.org/Picture/4588 Guillaume-Henri Dufour 1787–1875], Audiovisuelle Archive des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schutzzeichen wurde ein rotes Kreuz auf weissem Grund eingeführt. Das Emblem ist die farbliche Umkehrung des Schweizerkreuzes und sollte zugleich die Neutralität der medizinischen Hilfe ausdrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufours militärische Befehle aus dem Sonderbundskrieg und seine spätere Mitarbeit am Roten Kreuz zeigen eine durchgehende Überzeugung: Auch in bewaffneten Konflikten sollten Gewalt begrenzt, Wehrlose geschützt und Verwundete unabhängig von ihrer Zugehörigkeit versorgt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeit und öffentliches Ansehen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufour galt als diszipliniert, arbeitsam und zurückhaltend. Er verband technische Genauigkeit mit politischem Pragmatismus. Trotz seiner militärischen Erfolge lehnte er eine Verherrlichung des Kriegs ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Popularität beruhte auf der Verbindung unterschiedlicher Tätigkeitsfelder. Für die liberale Schweiz verkörperte er den erfolgreichen Aufbau des Bundesstaates. In konservativen Kreisen wurde seine zurückhaltende Behandlung der besiegten Sonderbundskantone anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein öffentliches Bild wurde bereits zu Lebzeiten stark idealisiert. Dufour erschien als überparteilicher Nationalheld, Friedensgeneral und humanitärer Staatsbürger. Neuere historische Forschung untersucht neben diesen Leistungen auch die politische Inszenierung seiner Person und die Entstehung dieses Heldenbilds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suzanne Dufour starb 1867. Guillaume Henri Dufour zog sich im selben Jahr weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb am 14. Juli 1875 im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Les Eaux-Vives. Der Ort war damals eine eigenständige Gemeinde und gehört heute zur Stadt Genf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Trauerfeier nahmen Vertreter des Bundes, der Kantone, der Armee und zahlreicher ausländischer Institutionen teil. Dufour wurde auf dem Cimetière des Rois in Genf beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Erinnerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dufourspitze ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der höchste Gipfel der Schweiz im Monte-Rosa-Massiv wurde ursprünglich als «Höchste Spitze» bezeichnet. Am 28. Januar 1863 beschloss der Bundesrat, ihn zu Ehren Dufours in [[Dufourspitze]] umzubenennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hls_dufourspitze&amp;quot;&amp;gt;[https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008784/ Dufourspitze], Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 3. August 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dufourspitze erreicht 4634 Meter über Meer und ist damit der höchste Punkt der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Denkmäler und Ortsnamen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Place de Neuve in Genf steht ein Reiterdenkmal Dufours. Die von Alfred Lanz geschaffene Statue wurde 1884 eingeweiht. Sie zeigt ihn in der Uniform eines eidgenössischen Generals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Strassen, Plätze und öffentliche Gebäude in der Schweiz tragen seinen Namen. Dazu gehören die Rue du Général-Dufour in Genf und die Dufourstrassen in mehreren Schweizer Städten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kaserne Dufour in Thun, militärische Einrichtungen und verschiedene Vereine erinnern ebenfalls an seine Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufour wurde mehrfach mit der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet. 1813 erhielt er den Rang eines Ritters, später wurde er zum Offizier und Kommandeur ernannt. 1863 verlieh ihm Napoleon III. den Rang eines Grossoffiziers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;armee_dufour&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dufourkarte und swisstopo ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dufourkarte zählt zu den bedeutendsten Werken der Schweizer Kartografie. Originalaufnahmen, Druckplatten und verschiedene Ausgaben werden vom Bundesamt für Landestopografie, von Bibliotheken und von Archiven aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1838 von Dufour gegründete Topographische Bureau gilt als institutioneller Ursprung von swisstopo. Dufour wird deshalb nicht nur als Namensgeber eines Kartenwerks, sondern auch als Gründer der eidgenössischen Landestopografie gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guillaume Henri Dufour wirkte in einer Epoche, in der sich die Schweiz politisch, technisch und gesellschaftlich grundlegend veränderte. Seine Tätigkeiten verbanden mehrere zentrale Entwicklungen des 19. Jahrhunderts:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* den Übergang vom Staatenbund zum Bundesstaat&lt;br /&gt;
* den Aufbau einer gemeinsamen eidgenössischen Armee&lt;br /&gt;
* die Vereinheitlichung nationaler Symbole&lt;br /&gt;
* die wissenschaftliche Vermessung des Landes&lt;br /&gt;
* die Modernisierung der Verkehrs- und Stadtinfrastruktur&lt;br /&gt;
* die Entstehung des organisierten internationalen Humanitarismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bleibende Bedeutung liegt weniger in einer einzelnen Leistung als in der Verbindung dieser Tätigkeitsbereiche. Dufour stellte technische Kenntnisse, militärische Autorität und politisches Ansehen in den Dienst staatlicher Integration und humanitärer Regeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke und Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufour veröffentlichte zahlreiche Arbeiten über Ingenieurwesen, Festungsbau, Brücken, Artillerie und militärische Taktik. Zu seinen bekannten Schriften gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De la fortification permanente&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Manuel de tactique pour l’instruction des officiers suisses de toutes armes&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cours de tactique&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Berichte und Instruktionen zur eidgenössischen Landesvermessung&lt;br /&gt;
* Erinnerungen und Dokumente zum Sonderbundskrieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Schriften wurden teilweise ins Deutsche und in andere Sprachen übersetzt. Sie dienten sowohl der Ausbildung von Offizieren als auch dem wissenschaftlichen Austausch unter Ingenieuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sonderbundskrieg]]&lt;br /&gt;
* [[Dufourkarte]]&lt;br /&gt;
* [[Dufourspitze]]&lt;br /&gt;
* [[Internationales Komitee vom Roten Kreuz]]&lt;br /&gt;
* [[Henry Dunant]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizer Armee]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizerkreuz]]&lt;br /&gt;
* [[Bundesstaat von 1848]]&lt;br /&gt;
* [[Bundesamt für Landestopografie swisstopo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Olivier Reverdin: &amp;#039;&amp;#039;Guillaume-Henri Dufour. Ingénieur, cartographe, général, homme d’État, humaniste&amp;#039;&amp;#039;. Slatkine, Genf 1991.&lt;br /&gt;
* Roger Durand (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Guillaume-Henri Dufour dans son temps, 1787–1875&amp;#039;&amp;#039;. Société d’histoire et d’archéologie de Genève, Genf 1991.&lt;br /&gt;
* Tom F. Peters: &amp;#039;&amp;#039;Transitions in Engineering. Guillaume Henri Dufour and the Early 19th Century Cable Suspension Bridges&amp;#039;&amp;#039;. Birkhäuser, Basel 1987.&lt;br /&gt;
* Georges Grosjean: &amp;#039;&amp;#039;Die Dufourkarte. Entstehung und Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;. Bundesamt für Landestopographie, Wabern.&lt;br /&gt;
* Edouard Chapuisat: &amp;#039;&amp;#039;Le général Dufour, 1787–1875&amp;#039;&amp;#039;. Genf 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003862/ Guillaume-Henri Dufour im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.swisstopo.admin.ch/de/dufourkarte Die Dufourkarte bei swisstopo]&lt;br /&gt;
* [https://www.vtg.admin.ch/en/guillaume-henri-dufour-1787--1875 Biografie bei der Schweizer Armee]&lt;br /&gt;
* [https://www.icrc.org/en/document/icrc-150-years-humanitarian-action Geschichte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz]&lt;br /&gt;
* [https://www.bge-geneve.ch/iconographie/personne/guillaume-henri-dufour Bilddokumente der Bibliothèque de Genève]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Guillaume Henri Dufour}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:General (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1787]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nick Frei</name></author>
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